Archiv

31.12.2021 totop

2021: ein wiederum sehr erfolgreiches Jahr!

Bild zur Meldung
 
© Karsten Berlin
Ein herausforderndes Jahr neigt sich dem Ende zu. Was wird das kommende bringen? Wir alle wünschen uns und Ihnen: Hoffentlich sehr große Schritte aus den drei großen Krisen, die uns inzwischen tagtäglich immer wieder aufs Neue beschäftigen: die Corona-Pandemie, der Klimawandel und – nicht zuletzt – die Biodiversitätskrise, also die stark zunehmenden Verluste unserer heimischen Artenvielfalt.
[mehr]

16.12.2021 totop

Ab in den Süden - oder doch besser in den Norden? Kälteflucht von Rotmilanen im Herbst 2021

Bild zur Meldung
Rotmilan-Beobachtungen aus ornitho.de im Zeitraum von Anfang November bis Mitte Dezember 2020 und 2021 (ohne Durchzügler) im Vergleich zur lokalen Abweichung der Mitteltemperatur im November
© DDA
Als typischer Kurzstreckenzieher verlassen die meisten mitteleuropäischen Rotmilane im Herbst ihre Brutgebiete und ziehen für die Wintermonate in den Südwesten Frankreichs oder auf die Iberische Halbinsel. In vielen mitteleuropäischen Brutgebieten sind allerdings auch überwinternde Rotmilane bekannt und gerade in den letzten Jahren mit warmen Herbst- und Wintertemperaturen wurden in vielen Ländern neue Rekord-Anzahlen an Schlafplätzen erfasst. Dies gilt auch für Deutschland, wo der DDA in Zusammenarbeit mit vielen Landeskoordinatoren bereits seit dem Winter 2015/2016 zur Teilnahme an der europäischen Synchronzählung aufruft. Weitere Informationen und Ergebnisse zur Rotmilan-Schlafplatzzählung finden Sie hier auf unserer Website unter https://www.dda-web.de/rotmilan-schlafplatzzaehlung/.
[mehr]

09.12.2021 totop

Bruterfolg des Zwergschwans 2021: europaweite Erfassung des Jungvogelanteils am 11./12. Dezember

Bild zur Meldung
 
© Jörn Clausen
Am Wochenende 11./12. Dezember findet - wie schon in den vergangenen Jahren - eine europaweite Erfassung des Jungvogelanteils beim Zwergschwan statt. In den vergangenen Jahren konnten wir dank des gut etablierten Zählernetzwerkes jeweils eine große Stichprobe beitragen. Wir hoffen, dass dies auch in diesem Jahr wieder gelingt: Aufgrund der bislang milden Witterung halten sich wieder viele Zwergschwäne bei uns auf (s. Karte auf ornitho.de). Die Erfassung findet wie immer zum Termin der Mittmonatszählung im Dezember statt.
[mehr]

19.11.2021 totop

Vogelmonitoring auf nationalen Naturerbeflächen

Bild zur Meldung
Die Heidelerche kommt häufig auf ehemals militärisch genutzten Flächen vor, wie sie auch im Nationalen Naturerbe enthalten sind
© Karsten Berlin
Das Bundesamt für Naturschutz hat das von der Naturstiftung David und der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe betreute Monitoring auf Flächen des Nationalen Naturerbes zum Projekt des Monats gekürt.
Das Nationale Naturerbe (NNE) umfasst aktuell 164.000 ha ehemals im Bundeseigentum befindlicher Naturschutzflächen, die der Bund größtenteils zur langfristigen Sicherung an die Bundesländer, Naturschutzorganisationen und gemeinnützige Stiftungen übertragen hat. Dazu gehören Flächen des Grünen Bandes an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, aber auch ehemals militärisch oder zur Rohstoffförderung genutzte Flächen.
[mehr]

18.11.2021 totop

600 Millionen Vögel weniger - Neue Studie zeigt starke Rückgänge bei europäischen Brutvogelarten

Bild zur Meldung
Gewinner und Verlierer in der Vogelwelt: Während die Mönchsgrasmücke europaweit zunimmt, gehen die Bestände des Stars zurück
© Karsten Berlin
Eine neue Studie des European Bird Census Council zeigt, dass in der europäischen Union in den letzten 40 Jahren ca. 600 Millionen Brutvögel verloren gegangen sind. Insbesondere häufige und weit verbreitete Vogelarten haben stark abgenommen, es gibt aber v.a. bei Waldarten auch positive Entwicklungen. Das pan-europäische Brutvogelmonitoring (PECBMS) und die Berichte zur Vogelschutzrichtlinie wurden als Datengrundlage genutzt, die in Deutschland vom Dachverband Deutscher Avifaunisten zusammengetragen wird.
[mehr]

11.11.2021 totop

„Seltene Vögel in Deutschland 2019“ erschienen

Bild zur Meldung
 
© DAK/DDA
Mit der jüngst veröffentlichten neunten Ausgabe der Reihe „Seltene Vögel in Deutschland“ folgt ein weiterer umfassender Überblick über das Auftreten von Seltenheiten in Deutschland. Kernbeitrag des 80 Seiten umfassenden Heftes ist die Zusammenstellung der Nachweise seltener Vogelarten in Deutschland im Jahr 2019. Zu den Höhepunkten dieses Jahrgangs gehören der erste Nachweis eines Rotlappenkiebitzes für Deutschland und Europa sowie der erste als Wildvogel eingestufte Nachweis einer Bergkalanderlerche. Bemerkenswert sind darüber hinaus u.a. Nachweise von Blutspecht, Bindenstrandläufer und Pazifiktrauerente. Diese und mehrere hundert weitere Nachweise werden detailliert und mit zahlreichen Fotos und ergänzenden Grafiken und Karten präsentiert.
[mehr]

10.11.2021 totop

Vogelwelt aktuell: Rückblick auf den Sommer 2021

Bild zur Meldung
 
© Aula-Verlag
In der November-Ausgabe von DER FALKE blicken wir auf das vogelkundliche Geschehen im Sommer 2021 zurück. Dieser war der regenreichste Sommer seit zehn Jahren. Besonders Mitte Juli gab es in Teilen Westdeutschlands extreme Regenfälle. Zugleich fielen die Monate Juni, Juli und August erneut deutlich zu warm aus. Rund 1,9 Millionen zwischen Juni und August bei ornitho.de gemeldete Vogelbeobachtungen bildeten die Grundlage unserer Auswertungen.
[mehr]

05.11.2021 totop

10 Jahre ornitho.de – Rückblick auf die Jubiläumstagung

Bild zur Meldung
Über den im Text genannten Link können Sie die Tagung auch nachträglich noch verfolgen.
© Thomas Hinsche
Am 30. Oktober 2021 feierte ornitho.de sein 10-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass lud der DDA zu einer Online-Tagung ein, die per YouTube-Livestream öffentlich zugänglich war. Die Vorträge beleuchteten eine Vielzahl von Aspekten rund um Deutschlands größtes Citizen-Science-Portal, von der „Erfindung“ der ornitho-Portale, über den Werdegang von ornitho.de und aus den Daten gewonnene Ergebnisse und Erkenntnisse, der internationalen Einbindung in der „ornitho-Familie“ und im EuroBirdPortal, die besonders enge Partnerschaft mit Luxemburg bis hin zur Nutzung der Daten im Natur- und Artenschutz sowie der Öffentlichkeitsarbeit. Mehrere Hundert Personen verfolgten das abwechslungsreiche Vortragsprogramm oder riefen das verfügbare Video in den Tagen danach auf.
[mehr]

02.11.2021 totop

Der Frühling wird leiser: Vogelgesang im Wandel

Bild zur Meldung
Stare sind aus vielen Gärten in Mitteleuropa verschwunden und mit ihnen ihre pfeifenden und zwitschernden, mit gekonnten Nachahmungen angereicherten Gesänge
© Karsten Berlin
Naturgeräusche, insbesondere Vogelgesang, sind wichtig für unsere Verbindung zur Natur. Doch durch veränderte Landnutzung und Klimawandel nimmt die Zahl der Vögel ab. Wie hat sich dies auf unsere Klanglandschaften, also den im Hintergrund immer präsenten Vogelgesang, ausgewirkt? Ein internationales Forschungsteam, an dem auch die Universität Göttingen beteiligt ist, kombinierte Daten aus Vogelmonitoring-Programmen mit Tonaufnahmen einzelner Arten in freier Wildbahn, die durch Bürgerinnen und Bürger gemacht wurden. So konnten sie Klanglandschaften von mehr als 200.000 Aufnahmeflächen in den vergangenen 25 Jahren erstellen. Die Studie zeigt, dass sich die Geräusche des Frühlings verändern: Das Vogelkonzert wird in Nordamerika und Europa leiser und weniger abwechslungsreich. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Communications erschienen.
[mehr]

20.10.2021 totop

birdingtours neuer Partner des DDA

Bild zur Meldung
birdingtours bietet Reisen in die Welt der Vögel.
© birdingtours
Die birdingtours GmbH, Veranstalter von Reisen für Naturfreunde, Vogelbeobachter und Ornithologen, ist seit Anfang Oktober neuer Partner des DDA. birdingtours bietet passionierten Vogelbeobachtern seit 2002 außergewöhnliche Reisen in handverlesene Naturlandschaften an. Begleitet von qualifizierten Reiseleitern wird vor allem die die Natur Deutschlands, aber auch Europas, Asiens, Lateinamerikas und Afrikas entdeckt. Sowohl Einsteiger als auch erfahrene Naturbeobachter kommen bei den Reisen von birdingtours auf ihre Kosten. Für die Reisen arbeitet das spezialisierte Unternehmen mit Experten und Naturschutzgruppen vor Ort zusammen. Mit qualitativ hochwertigen Reisen soll ein Bewusstsein für die Vogelwelt und ihre Gefährdung geschaffen werden.

Haben Sie Lust, auch einmal mit Gleichgesinnten im Rahmen einer Reise Vögel zu beobachten und die Natur zu erleben? Dann werfen Sie einen Blick in den neuen Gesamtkatalog mit über 200 Reisen und besuchen Sie birdingtours online unter www.birdingtours.de.

03.08.2021 totop

Retten Sie mit uns das Rebhuhn!

Bild zur Meldung
Die Bestände des Rebhuhns sind europaweit seit 1980 um 94 Prozent zurückgegangen.
© Ralf Kistowski
Die Bestände des Rebhuhns, früher ein häufiger Vogel unserer Agrarlandschaft, sind europaweit seit 1980 um 94 Prozent zurückgegangen. Auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands wird das Rebhuhn inzwischen als stark gefährdet eingestuft. Untersuchungen zeigen, dass sich Schutzmaßnahmen für das Rebhuhn auf zahlreiche Arten der Agrarlandschaft positiv auswirken können. Maßnahmen, die dem Rebhuhn nutzen, leisten daher einen wichtigen Beitrag zur Wiederherstellung und Erhalt der Artenvielfalt in den Agrarlandschaften Deutschlands.
[mehr]

03.08.2021 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf das Frühjahr 2021

Bild zur Meldung
 
© Aula-Verlag
In der August-Ausgabe von DER FALKE blicken wir auf das vogelkundliche Geschehen im Frühjahr 2021 zurück. Knapp 3,9 Millionen zwischen März und Mai bei ornitho.de gemeldete Vogelbeobachtungen bildeten die Grundlage unserer Auswertungen.

Eine mehrjährige Serie zu warmer Frühjahre ging zu Ende und der April war sogar der kälteste seit 40 Jahren. Derartige Verhältnisse spielen auch für die Ankunft der Zugvögel eine Rolle. Einige Arten ließen bei der Heimkehr lange auf sich warten, vor allem die ab Anfang April bei uns eintreffenden Langstreckenzieher.
[mehr]

14.07.2021 totop

Deutliche Zunahme der online eingehenden Bestandsdaten beim Graureiher

Bild zur Meldung
Bei der Begehung werden intakte Graureihernester gezählt
© Karsten Berlin
Das Graureiher-Modul, unter dem Dach des Monitorings seltener Brutvögel (MsB), erfreut sich zunehmender Beliebtheit. In einer zunehmenden Zahl von Bundesländern nutzen immer mehr Erfasser*innen die Möglichkeit zur digitalen Übermittlung ihrer Zählergebnisse via NaturaList direkt aus dem Gelände. [mehr]

23.06.2021 totop

Neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands erschienen

Bild zur Meldung
 
© DRV / NABU
- Bitte beachten Sie, dass Sie diese Publikation nicht bei uns bestellen können. Sie ist erhätlich beim Landesbund für Vogelschutz in Bayern -
Gestern stellte das Nationale Gremium Rote Liste Vögel in der bereits sechsten Fassung die aktuelle Rote Liste der Brutvögel Deutschlands der Öffentlichkeit vor. 43 Prozent der 259 regelmäßig in Deutschland brütenden heimischen Vogelarten mussten in die neue Rote Liste aufgenommen werden, inklusive der in Deutschland ausgestorbenen Brutvogelarten. Somit steht annähernd jede zweite Brutvogelart auf der neuen Roten Liste und ist somit bedroht.

Besonders hervorzuheben ist, dass es vor allem in der höchsten Gefährdungskategorie ‚Vom Aussterben bedroht‘ zu einem deutlichen Anstieg kam. Hier nahm die Artenzahl um über zehn Prozent gegenüber der vorherigen Fassung von 2015 zu, um Arten wie Raubwürger oder Knäkente“, so DRV-Präsident Dr. Andreas von Lindeiner. Damit sind nun 33 oder knapp 13 Prozent der deutschen Brutvogelarten vom Aussterben bedroht. Hierunter fallen auch Arten, die im besonderen Fokus des Artenschutzes stehen, wie Uferschnepfe, Großtrappe oder Auerhuhn.
[mehr]

28.05.2021 totop

Sachpreis-Verlosung Birdrace 2021 – Herzlichen Glückwunsch?!

Bild zur Meldung
Ein prächtiger Kampfläufer, gemalt von Bert Jahnke, ziert in diesem Jahr die Urkunde. Das Original wurde wie immer verlost.
© Bert Jahnke
Wir hoffen, dass alle das 18. bundesweite Birdrace am 8. Mai noch in bester Erinnerung haben. Wir auf jeden Fall: Mit mehr als 2600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in über 900 Teams gingen so viele an den Start wie nie zuvor. Mehr als 62.000 Euro an Spenden kamen für ornitho.de zusammen. Dafür möchten wir allen Beteiligten nochmals aufs Herzlichste danken!

Wie in den Vorjahren haben wir wieder zahlreiche Preise verlost. Die folgenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen sich in diesem Jahr freuen und wurden bereits per E-Mail kontaktiert:
[mehr]

18.05.2021 totop

Aktualisierte Informationen über Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel

Bild zur Meldung
Mehr als 200 Schlagopfermeldungen liegen für den Seeadler vor, für den ein sehr hohes Mortalitätsrisiko angegeben wird
© Günter Minack
Seit dem Jahr 2000 sammelt die Staatliche Vogelschutzwarte Brandenburg bundesweit alle verfügbaren Informationen über Kollisionsopfer an Windkraftanlagen. Dies reicht von Ergebnissen größerer Projekte über Stichprobenserien bis zu Zufallsfunden. Die Daten werden nach einem standardisierten Fundprotokoll abgefragt und zusammengestellt. Die auf der Website der Vogelschutzwarte verfügbaren Daten sind nur eine Übersicht; die Gesamtdokumentation enthält zusätzliche Informationen zu jedem Einzelfall.

Für Deutschland sind mittlerweile mehr als 4.500 Kollisionsopfer bei Vögeln und etwa 4.000 Fälle bei Fledermäusen dokumentiert. Trotz des heterogenen Inhaltes der Datenbank sind somit wissenschaftliche Auswertungen möglich – Hochrechnungen, Analysen zur Betroffenheit einzelner Arten und Altersklassen, Phänologie der Verluste, Auswirkungen einzelner Anlagentypen und Größenklassen, gebietsspezifische Unterschiede, sonstige Einflussfaktoren usw. Für quantitative Aussagen wie z. B. Hochrechnungen sind zusätzliche Korrekturfaktoren (vor allem Sucheffizienz und Schwundrate) erforderlich. So enthält die Datensammlung bis zum Mai 2021 für Brandenburg 122 Funde des Rotmilans, während eine Analyse vorliegender systematischer Untersuchungen (Bellebaum et al. 2013) mehr als 300 Opfer pro Jahr erbrachte. Insofern zeigt die Datensammlung in quantitativer Hinsicht nur die Spitze des Eisberges.
[mehr]

12.05.2021 totop

Birdrace 2021 – Beim Tag der Vogelartenvielfalt purzelten die Rekorde

Bild zur Meldung
Beim Birdrace am 8. Mai 2021 waren wieder in ganz Deutschland Teams unterwegs auf der Suche nach möglichst vielen Vogelarten
© Team „Holstein-Wälzer“
Das Birdrace 2021 hat alle Erwartungen übertroffen: Mehr als 2600 Personen in über 900 Teams hatten sich angemeldet. Wie viele letztlich tatsächlich am vergangenen Samstag unterwegs waren, können wir aktuell noch nicht sagen, da noch nicht alle Ergebnisse eingetragen wurden. Erfahrungsgemäß sind es aber nur sehr wenige, die dann kurzfristig doch nicht teilnehmen können. Und schlechtes Wetter dürfte in diesem Jahr nirgendwo als Ausrede gelten. Ganz gleich wie viele Teilnehmer es am Ende genau sein werden: Es haben so viele Leute am Birdrace teilgenommen wie noch nie! Doch nicht nur das: Auch so ziemlich alle anderen bisherigen Birdrace-Rekorde wurden in den Schatten gestellt. Nach derzeitigem Stand (12.05.2021) wurden insgesamt 330 verschiedene Vogelarten entdeckt, darunter einige Überraschungen. Im Landkreis Nordfriesland fanden die Birdracer gemeinsam 209 Arten. Die Möglichkeit des Zusammenschlusses zu virtuellen Teams über große räumliche Distanzen hinweg ermöglichte es einem fünfköpfigen Team in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen sowie auf Helgoland zusammen 200 Arten zu finden. Beeindruckende 166 Arten wurden von Einzelpersonen im Havelland in Brandenburg entdeckt. Ein neuer Höchstwert wurde auch im Spendenrennen erreicht: Mehr als 60.000 Euro zugunsten von ornitho.de und ornitho.lu sind überwältigend! [mehr]

04.05.2021 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Winter 2020/2021

Bild zur Meldung
 
© Aula-Verlag
Der Winter 2020/2021 verlief verbreitet sehr sonnig und war außergewöhnlich schneereich. Der Februar zeichnete sich durch extreme Temperaturunterschiede aus. Diese wirkten sich auch auf die Vogelwelt aus. Für drei Arten haben wir uns dies genauer angeschaut.

Die ornitho-Meldungen ziehender Kraniche im Februar 2021 zeigten ein Hin und Her als Reaktion auf die enormen Temperaturunterschiede. Während über Deutschland in den ersten Februartagen bereits mehrere Tausend Kraniche nordwärts unterwegs waren, führte ein deutlicher Wintereinbruch mit viel Schnee in der Mitte Deutschlands zu einem Rückzug in mildere Gefilde. Unmittelbar nach dem Temperatursturz kam es Mitte Februar bei steigenden Temperaturen zu mehreren Massenzugtagen mit Zehntausenden Kranichen. Wir haben uns den Kranichzug über Hessen exemplarisch genauer angeschaut und grafisch dargestellt.
[mehr]

29.04.2021 totop

Große Fortschritte beim Monitoring heimischer Spechte

Bild zur Meldung
Verteilung der Spechtrouten, für die bisher 2021 (Stand 28.04) Daten übermittelt wurden
© DDA
Seit dem letzten Jahr können Klein-, Mittel-, Grau- und Schwarzspecht und, wo sie vorkommen, auch Dreizehen- und Weißrückenspecht im Rahmen des MsB-Spechtmonitorings erfasst werden. Dazu werden zwei Begehungen von Zählrouten mit festgelegten Stopps durchgeführt, bei denen die Zielarten mit Hilfe von Klangattrappen gelockt und gezählt werden.

In diesem Jahr konnte die Erfassung zum ersten Mal mithilfe der App NaturaList durchgeführt werden, die eine digitale Erfassung direkt im Gelände ermöglicht und im Nachgang keine weitere Schreibtischarbeit erfordert.
[mehr]

27.04.2021 totop

Rekordverdächtige Rotmilane: Ergebnisse der winterlichen Schlafplatzzählung 2021

Bild zur Meldung
Die Schwerpunktvorkommen überwinternder Rotmilane liegen in Süd- und Ostdeutschland. Dennoch werden immer wieder überwinternde Rotmilane auch in Norddeutschland entdeckt. Dieses Foto stammt von dem ersten dokumentierten Schlafplatz in Schleswig-Holtstein, der 2021 entdeckt wurde. Zum Zeitpunkt der Zählung hielten sich dort 3 Individuen auf – zwei Wochen später waren es 12 Tiere
© Nils Kuhnert-Schuhmacher
Am ersten Januarwochenende wurden auch in diesem Jahr wieder europaweit Rotmilane in ihren Überwinterungsgebieten erfasst. Auch in Deutschland haben am 9. und 10. Januar ehrenamtliche Kartierer*innen bekannte Schlafgebiete abgesucht und die Sammelplätze der Milane in den Abendstunden gezählt. Dabei wurden zahlreiche neue und bislang unbekannte Schlafplätze entdeckt und gleich mehrere Rekorde aufgestellt.

Während Rotmilane sich in den Sommermonaten eher territorial in ihren Brutrevieren aufhalten, sammeln sie sich in den Herbst- und Wintermonaten um gemeinsam zu nächtigen. Viele solcher Schlafplätze bestehen über mehrere Jahre und locken duzende Individuen an. In den traditionellen Überwinterungsgebieten Südwesteuropas können Schlafplätze sogar mehrere Hundert Individuen zählen. So umfasste 2020 der größte französische Schlafplatz 790 Rotmilane (David 2020).
[mehr]

22.04.2021 totop

Birdrace 2021: Regelanpassungen, neue Funktionen, Podcast & TV

Bild zur Meldung
Nachtaktive Arten wie den Waldkauz auch tagsüber entdecken? Das wird beim Birdrace 2021 eine besondere Herausforderung
© Foto: Gunther Zieger, Logo: birdbeats
Mehr als 450 Teilnehmende haben sich bereits zum Birdrace 2021 angemeldet. Alle Bundesländer sind bereits vertreten und auch unsere Nachbarn aus Luxemburg haben bereits wieder ihre Teilnahme angekündigt. Sind Sie auch schon registriert?
Infos und Anmeldung unter https://birdrace.dda-web.de/

Auch in diesem Jahr hat uns die Corona-Pandemie leider noch voll im Griff. Fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens sind davon betroffen und auch die Birdrace-Regeln mussten bereits im letzten Jahr an die neuen Verhältnisse angepasst werden. Die neue „Bundes-Notbremse“ mit Ausgangssperren zwingt uns nun zu einer erneuten, kleineren Anpassung der Regeln für das Birdrace 2021.
[mehr]

08.04.2021 totop

Birdrace 2021 am 8. Mai: Jetzt zum „Tag der Vogelartenvielfalt“ anmelden!

Bild zur Meldung
Die Vögel genau im Blick! Am 8. Mai ist wieder Birdrace!
© Team „perSpektivlos“ 2020
In genau einem Monat ist es wieder so weit: Zum 18. Mal steigt am 8. Mai 2021 das bundesweite Birdrace, bei dem versucht wird, innerhalb von 24 Stunden so viele Vogelarten wie möglich zu sehen oder zu hören. Wer einmal dabei war, fiebert meist auch in den folgenden Jahren bereits auf den Termin Anfang Mai hin. Wie viele Arten lassen sich in der eigenen Umgebung entdecken? Welche Zugvögel haben bereits wieder die Reviere besetzt und lässt sich so manche von Bestandsrückgängen betroffene Art überhaupt noch auffinden? Spiel, Spaß und Spannung sind beim Birdrace den ganzen Tag über sicher. Probieren Sie es aus! [mehr]

19.03.2021 totop

Veränderungen in der Vogelwelt genauer und früher erkennen

Bild zur Meldung
Feldlerche im Maisfeld
© Mathias Putze
Die Artenvielfalt in Deutschland nimmt dramatisch ab – besonders in der Agrarlandschaft. Um stark zurückgehende Arten frühzeitig zu identifizieren und Schutzmaßnahmen entwickeln zu können, sind verlässliche Daten zur Häufigkeit von Tier- und Pflanzenarten von entscheidender Bedeutung. Am Beispiel der Vogelwelt haben Forscherinnen und Forscher nun überprüft, inwieweit Erhebungsdaten von Hobby-Vogelkundlern Ergebnisse aus Monitoring-Programmen sinnvoll ergänzen können.

Im Rahmen des vom DDA koordinierten Brutvogel-Monitorings wird seit 1990 alljährlich die Häufigkeit der Vögel in Deutschland auf über 1700 Probeflächen von je einem Quadratkilometer Größe nach festen Regeln erfasst.
[mehr]

05.03.2021 totop

Neues ornitho-Infosystem über die Vögel im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Bild zur Meldung
Wo im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer lassen sich aktuell Goldregenpfeifer beobachten? Das neue ornitho-Infosystem liefert entsprechende Informationen.
© Hans Glader
Welche Vogelarten wurden in welchem Jahr im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer beobachtet? Liegt der artenreichste Monat im Frühjahr oder im Herbst? Welche Zugvögel sind in der nächstens Woche zu erwarten? Wann kommen die Brandseeschwalben aus Afrika zurück? Wo wurden Säbelschnäbler zuletzt beobachtet? Für Vogelbegeisterte sind dies spannende Fragen.

Die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und der DDA haben gemeinsam ein Angebot geschaffen, das solche Informationen allen Interessierten zugänglich macht. Die Daten stammen aus dem Online-Portal ornitho.de, über das in den vergangenen Jahren mehr als 50 Millionen Vogelbeobachtungen gemeldet wurden. Allein für das niedersächsische Wattenmeer waren es 2020 rund 180.000 Beobachtungen. Mit Unterstützung der ornitho-Programmierer von Biolovision wurden auf der Homepage der alljährlich im Nationalpark stattfindenden Zugvogeltage www.zugvogeltage.de unter „Zugvögel beobachten“ Schnittstellen zu ornitho.de eingebaut, worüber diese Daten in Echtzeit eingespeist werden.
[mehr]

15.02.2021 totop

Besendertes Rotmilan-Weibchen „Ingrid“ tot in Frankreich aufgefunden

Bild zur Meldung
Rotmilan „Ingrid“ wurde tot aufgefunden
© Christian Gelpke
In der Gemeinde Champagnant, nordwestlich von Clermont-Ferrand im Zentrum Frankreichs gelegen, wurde Anfang Januar ein toter Rotmilan mit einem Telemetrie-Sender aufgefunden. Mit der Unterstützung der französischen Vogelschutzorganisation LPO konnte der Rotmilan anhand der Seriennummer auf dem Sender identifiziert werden – es handelt sich um den Patenvogel „Ingrid “. Ingrid wurde 2015 durch den DDA und unsere Partner im Rahmen des Projekts „Rotmilan – Land zum Leben“ in Nordsachsen besendert und ihre Flugrouten konnten bis zur letzten Senderauslesung 2019 verfolgt werden. Der Fundort liegt im Bereich der bisherigen Zugrouten zwischen Nordsachsen und ihrem Winterquartier südlich von Léon im Nordwesten Spaniens, welches sie in den Winter 2015/16, 2016/17 und 2018/19 aufsuchte. Den Winter 2017/18 verbrachte das Rotmilan-Weibchen hingegen in der Nähe von Arraute-Charritte am Fuß der Pyrenäen in Südfrankreich, in ca. 400 km Entfernung zu ihrem üblichen Winterquartier.
[mehr]

05.02.2021 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Herbst 2020

Bild zur Meldung
 
© Aula-Verlag
Der Herbst 2020 wird als sonnenscheinreich, trocken und vor allem warm beschrieben. Besonders der Spätherbst zeichnete sich durch ungewöhnlich milde Witterung aus. Dies blieb nicht ohne Folgen für die Vogelwelt. Mehr als 1,8 Millionen Vogelbeobachtungen wurden in den Monaten September bis November bei ornitho.de gemeldet. Ein reicher Fundus, dem wir uns in Form verschiedener Auswertungen gewidmet haben.
[mehr]

13.01.2021 totop

Wochenende der Wasservögel im Zeichen der Corona-Pandemie

Bild zur Meldung
Die Reiherente ist eine der häufigsten Wasservogelarten im Winterhalbjahr in Deutschland
© Ingo Waschkies
Am bevorstehenden Wochenende, dem 16./17. Januar, schultern wieder viele Tausend Beobachterinnen und Beobachter weltweit die Spektive, um im Rahmen des von Wetlands International organisierten International Waterbird Census (IWC) Wasservögel zu erfassen. Seit Ende der 1960er-Jahre werden alljährlich Mitte Januar in mehr als 25.000 Gebieten in über 100 Ländern auf allen Kontinenten die Wasservögel gezählt. Eine in vielen Regionen ehrenamtlich getragene Gemeinschaftsleistung, die weltweit vermutlich ihresgleichen sucht. Mit über 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alleine in Deutschland ist die Wasservogelzählung auch hierzulande das umfangreichste und älteste Erfassungsprogramm in der Vogelwelt. Viele der Zählerinnen und Zähler beteiligen sich seit mehreren Jahrzehnten an der Erfassung und sorgen durch diese Kontinuität gleichzeitig für eine hohe Datenqualität. Über die international bedeutendste Zählung im Januar hinaus werden in vielen Hundert Feuchtgebieten vom Herbst bis zum Frühjahr Wasservögel erfasst, in einigen Gebieten wie dem Wattenmeer sogar rund ums Jahr. Das ehrenamtliche Engagement alleine zur Erfassung der durchziehenden und überwinternden Wasservögel beläuft sich auf rund 100.000 Stunden — jährlich!
[mehr]

 

16.10.WVZ
13.11.WVZ
18.12.WVZ

weitere Termine

Bild„Vögel in Deutschland“ behandelt auf über 50 Seiten die Erfassung von Brutvögeln und die Möglichkeiten, selber zu ihrer Erfassung beizutragen, sei es über die Meldung von Beobachtungen oder die Teilnahme an Brutvogelmonitoring-Programmen.

Bild„Seltene Vögel in Deutschland 2019“ beinhaltet neben dem Seltenheiten-bericht 2019 auch Beiträge zum Auftreten nearktischer Limikolenarten in Deutschland, speziell zum Auftreten des Graubrust-Strandläufers sowie zu den bemerkenswerten Nachweisen von Bergkalanderlerche und Rotlappenkiebitz in Bayern.

Vergabestand im Monitoring häufiger Brutvögel





Machen Sie mit...
Häufige Brutvögel

BildStatus, Karten, Brut- und Rastbestände, Rote Liste-Status, rechtlicher Schutz ... all das finden Sie in unserem Informationssystem
Vögel in Deutschland

BildIn der aktuellen Ausgabe geht es in die Arktis nach Varanger, wo im Sommer 24 h täglich zur Beobachtung zur Verfügung stehen. Es geht um die sich ausbreitende Geflügelpest, die dieses Jahr Brandseeschwalben und Basstölpel dezimiert hat. Auch ein weiterer Beitrag beschäftigt sich mit der Geflügelpest, dieses Mal am Banter See in Wilhelmshaven. Aber das ist längst nicht alles und so werden u.a. neue Trends in der Spektiv-Beobachtung vorgestellt. Schauen Sie doch mal vorbei auf den Seiten von Der Falke.

Bild„Der Falke“ hat das sehr interessante Sonderheft Geier herausgebracht. Mit Artikeln rund um Gefährdung und Schutz, das falsche Bild des Geiers in der Öffentlichkeit, Monitoring, einer Übersicht europäischer Geier und vielem mehr wartet das Heft mit umfangreichem Fasswissen auf. Sie sollten unbedingt reinschauen. - „Der Falke“.

BildDas Buch gibt einen aktuellen Überblick über die Programme, Methoden, Konzepte, Anwendungs- gebiete und Auswertungsmöglichkeiten des Vogelmonitorings. Die Monitoring-Programme häufiger Brutvögel, seltener Brutvögel sowie rastender Wasservögel werden ebenso vorgestellt wie die organisatorischen Voraussetzungen eines international relevanten Vogelmonitorings in Deutschland. Die Darstellung weiterer Projekte wie ADEBAR runden den Überblick ab. Überdies werden Vorteile und Möglichkeiten des Online-Portals ornitho.de für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und das Monitoring beschrieben.
Bezug:
BfN-Schriftenvertrieb: Tel.: 0 25 01 / 8 01-3 00, Fax: 0 25 01 / 8 01-3 51 oder im Internet

BildMit einer Förder- mitgliedschaft im DDA helfen Sie uns, die Monitoringprogramme zu organisieren und die Ergebnisse zeitnah in Schutzmaßnahmen einfließen zu lassen.
pdfAufnahmeantrag [ 1.778 kb ]

BildDas Methoden- handbuch ist wieder gedruckt verfügbar und kann für 29,80 € bestellt werden.