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Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.

Der DDA ist der Zusammenschluss aller landesweiten und regionalen ornithologischen Verbände in Deutschland. Er vertritt damit etwa 11.000 Feldornithologen und Vogelbeobachter.

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02.08.2022 totop

Tiny but shiny – eine interaktive Darstellung der Vogelwelt der Greifswalder Oie

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© Verein Jordsand
Die Greifswalder Oie ist eine 54 ha kleine Insel in der Ostsee, 12 km östlich von Rügen und 10 km nördlich der Insel Usedom. Seit 1993 wird das Naturschutzgebiet im Auftrag des Landes Mecklenburg-Vorpommern vom Verein Jordsand betreut. Durch ihre geographische Lage vor der Küste ist die Greifswalder Oie prädestiniert für die Erforschung des Vogelzuges über der Ostsee. In Zusammenarbeit mit der Beringungszentrale Hiddensee betreibt der Verein Jordsand, Mitgliedsverband des DDA, auf der Insel seit 1994 eine Registrierfangstation zum Monitoring des Vogelzuges. Bis heute wurden über eine halbe Million Vögel aus 196 Arten (überwiegend Singvögel auf dem Frühjahrs- und Herbstzug) beringt. Die Beobachtung der Vogelwelt der Greifswalder Oie wird durch Kartierungen der Brutvögel, Wasservogelzählungen, Zugplan- und Zufallsbeobachtungen komplettiert. Insgesamt wurden bislang mindestens 319 Arten auf der Greifswalder Oie nachgewiesen.
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21.07.2022 totop

Ist die Gryllteiste Brutvogel in Deutschland?

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Im schwarzen Prachtkleid mit dem auffälligen, weißen Flügelfeld sind Gryllteisten kaum mit anderen Arten zu verwechseln.
© Jochen Gerlach
Helgoland ist in Deutschland die mit Abstand verlässlichste Stelle, um Gryllteisten zu beobachten. Dieser Alkenvogel ist zirkumpolar verbreitet und brütet in Europa an den Küsten des Nordatlantiks, des europäischen Nordmeeres, der Barentssee und der Ostsee. Die südlichsten Brutvorkommen bestehen auf den dänischen Ostseeinseln Langeland und Sprogø, Luftlinie nur etwa 40 km von der deutschen Küste entfernt.

Seit Mitte der 1980er-Jahre werden Gryllteisten auf Helgoland in zunehmender Zahl beobachtet und halten sich inzwischen ganzjährig um die Insel auf. Obwohl bereits mehrfach Balz von Altvögeln beobachtet wurde, gelang bisher kein Brutnachweis. Ab Ende Juli wurden dort mehrfach Jungvögel entdeckt, allerdings erscheint eine Zuwanderung aus den nächstgelegenen Brutpopulationen bereits in den Sommermonaten durchaus möglich.
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21.07.2022 totop

Nach den Seeschwalben nun die Basstölpel: Die Vogelgrippe erreicht die einzige Basstölpel-Kolonie in Deutschland

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Wie hier auf Juist werden derzeit vielerorts sterbende oder bereits tote Basstölpel entdeckt
© Markus Großewinkelmann/ornitho.de
Seit Wochen wütet die Vogelgrippe unter Seevögeln entlang der Nordseeküste. Der erstmalige Ausbruch der Virus-Infektion während der Brutsaison hat bislang vor allem Seeschwalben – besonders Brandseeschwalben – getötet. Die größten Kolonien mit jeweils mehreren Tausend Brutpaaren im gesamten Wattenmeergebiet verzeichneten starke Verluste und teilweise nahezu komplette Brutausfälle. Seit einigen Wochen ist auch die einzige Brutkolonie des Basstölpels in Deutschland auf Helgoland betroffen. Der Stationsleiter des DDA-Mitgliedverbandes Verein Jordsand, Elmar Ballstaedt, beschreibt in einem Interview mit dem Online-Magazin RiffReporter den aktuellen Stand des Ausbruchs, der vom Verein Jordsand und der Vogelwarte Helgoland dokumentiert wird. Bis zum Ende der dritten Juli-Woche wurden demnach rund 170 tote Jungvögel in Basstölpel-Nestern gezählt. Etwa ein Drittel der Nester in der Kolonie könnten aufgegeben sein. Die Einschätzung ist noch sehr vorläufig, weil die Brutzeit noch läuft und weil ein Großteil der Nester in den Klippen nicht ohne weiteres einsehbar ist. Zu Beginn der Saison wurden knapp 1500 Brutpaare gezählt. Zum Interview:

https://www.riffreporter.de/de/umwelt/vogelgrippe-nordsee-basstoelpel-wattenmeer-helgoland-seeschwalben-seevoegel

21.07.2022 totop

Nationales Artenhilfsprogamm: Sonderbeauftragter nennt erste Details

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Josef Tumbrinck ist seit dem Sommer der Sonderbeauftragte für die nationalen Artenhilfsprogramme. Die vom Bundesumweltministerium finanzierten Programme sollen die Bestände von Vogelarten stabilisieren, die durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien, beispielsweise der Windkraft, gefährdet werden
© Bertille Grivet
Der Sonderbeauftragte des Bundesumweltministeriums für das neu ins Leben gerufene Nationale Artenhilfsprogramm, Josef Tumbrinck, hat erstmals Grundzüge des Programms vorgestellt. In einem Interview mit dem Online-Magazin RiffReporter sagte Tumbrinck, Mittel aus dem 84 Millionen Euro umfassenden Topf sollten Verbesserungen des Erhaltungszustands für ein breites Artenspektrum zugute kommen und den gesamten Lebenszyklus windkraftsensibler Arten umfassen.
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12.07.2022 totop

Reaktivierung der Vogelfangstation „Mettnau“ am Bodensee

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Rund 50 Japannetze mit je 7 m Länge stehen in verschiedenen Lebensräumen der Halbinsel Mettnau verteilt
© Franz Bairlein
Im Jahr 1972 starteten Peter Berthold und Kollegen von der Vogelwarte Radolfzell am damaligen Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie, heute Max-Planck-Institut für Tierverhalten, ein langfristiges standardisiertes Vogelfangprogramm auf der Mettnau-Halbinsel am westlichen Bodensee. In jeder Saison vom 30. Juni bis zum 6. November wurden mehr als 50 Netze entlang eines Lebensraumstreifens, der von dichtem Gebüsch bis hin zu Schilfgürteln reicht, errichtet. Diese Japannetze wurden immer auf die gleiche Weise aufgestellt und zu jeder vollen Stunde vom Beginn der bürgerlichen Dämmerung am Morgen bis zum Ende der bürgerlichen Dämmerung am Abend kontrolliert. Die gefangenen Vögel wurden beringt, vermessen, gewogen und unmittelbar danach wieder freigelassen. Ziel des Programms war es, die langfristige Populationsdynamik, Phänologie und Physiologie von Singvögeln sowie ökologische Aspekte von Zugvögeln wie Lebensraumnutzung und Nahrungspräferenz an einem Rastplatz zu untersuchen. Das Programm lief bis 2008. Es brachte zahlreiche einflussreiche Veröffentlichungen hervor und setzte Maßstäbe für andere derartige Projekte in anderen Ländern.
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01.07.2022 totop

Monitoring rastender Wasservögel startet in die neue Saison!

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© Uwe Speck
Turnusgemäß beginnt zum 1. Juli die neue Zählperiode der Programme des Monitorings rastender Wasservögel (MrW).

Obgleich die Zählungen in den meisten Zählgebieten erst mit dem September-Termin beginnen, haben wir bereits jetzt die Zähltermine für die Zählperiodes 2022/23 für die Wasservogelzählung und des Monitorings "Rastende Gänse und Schwäne" (sowie aller weiteren Programme des MrW) unter dem Menüpunkt Monitoring > Monitoring rastender Wasservögel > Zähltermine eingestellt.

Viel Vergnügen bei den Zählungen wünschen - im Namen aller Koordinatorinnen und Koordinatoren -
mit herzlichem Dank für Ihre treue Unterstützung

Johannes Wahl und Nikolas Prior
Bundeskoordination Monitoring rastender Wasservögel

01.07.2022 totop

Neue Rote Liste der Brutvögel Schleswig-Holsteins: Mehr als jede dritte Art ist gefährdet

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Der Fischadler steht auf der Positivseite; er brütet seit 2014 wieder im Norden.
© Thomas Krumenacker
Mehr als zehn Jahre nach Veröffentlichung der Vorgängerliste hat Schleswig-Holstein eine aktualisierte Fassung der Roten Liste der Brutvogelarten vorgelegt. Die nun 6. Fassung spiegelt den anhaltenden Bestandsverlust vieler ehemals häufiger Vogelarten wider, wartet aber auch mit einigen positiven Veränderungen auf. Insgesamt ist der Trend aber negativ: Mehr als jede dritte Brutvogelart Schleswig-Holsteins ist nun in ihren Beständen gefährdet.
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01.07.2022 totop

Alarmstufe Rot: Vogelgrippe bedroht das Überleben von Seeschwalben in der Nordsee

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Bergung der toten Vögel
© René Pop
Hochansteckendes Virus erstmals den ganzen Sommer über in Europa präsent. Wissenschafler sammeln in Brutkolonien Tausende tote Altvögel ein, deren Küken verhungern. An der Nordseeküste tobt die Vogelgrippe. Erstmals schlägt die Virusinfektion in Europa während des Sommers zu – mit verheerenden Folgen: Von Frankreich bis Großbritannien sterben Tausende Vögel mitten in der Brutzeit auf ihren Gelegen, schon geschlüpfte Junge verhungern. Auch Deutschland ist schwer betroffen. Hier droht sogar einer der beliebtesten Küstenvogelarten das Aussterben: der Brandseeschwalbe.
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30.06.2022 totop

Europäisch-afrikanischer Vogelzug-Atlas online

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© https://migrationatlas.org
Schon bei Gründung der European Union for Bird Ringing (EURING) bei einem Treffen europäischer Bringungszentralen 1963 in Paris bestand die Vision eines gesamteuropäischen Atlas des Vogelzuges auf der Grundlage der Wiederfunde beringter Vögel. Dazu wurde 1966 ein einheitlicher Code für die Bearbeitung und Archivierung von Bringungs- und Wiederfunddaten eingeführt und 1977 eine zentrale Datenbank (EURING Data Bank; EDB; https://euring.org/data-and-codes/euring-databank) eingerichtet.
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30.06.2022 totop

Infrastruktur und Lichtverschmutzung sind gravierende Faktoren für Rückgang bei Zugvögeln

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© Thomas Krumenacker
Direkte Mortalitätsgefahren spielen eine größere Rolle für rückläufige Populationstrends bei Zugvögeln als vielfach angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine groß angelegte Untersuchung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der University of East Anglia.
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29.06.2022 totop

36. Deutscher Naturschutztag: Die Transformation zur Klimaneutralitaet als Booster fuer den Naturschutz nutzen

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© Bundesverband beruflicher Naturschutz
Deutschlands größter Naturschutzkongress findet von 28. Juni bis zum 2. Juli 2022 unter dem Motto „NATURSCHUTZ JETZT! Natur. Landnutzung. Klima.“ im Hannover Congress Centrum (HCC) statt. Anlässlich der Eröffnung wird heute die Hannoversche Erklärung an Bundesumweltministerin Steffi Lemke übergeben. In der Erklärung, an der alle 1.000 DNT-Teilnehmenden mitwirken konnten, fordern die Beteiligten die Politik auf, zukünftig einen stärkeren Fokus auf die Biodiversitätskrise zu legen und die notwendige Transformation von Wirtschaft und Infrastruktur in eine klimaneutrale Gesellschaft nicht als Hindernis, sondern als Chance für mehr Naturschutz zu begreifen.
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28.06.2022 totop

Rebhuhnerfassung 2022 startet mit überraschenden Erfolgen

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© DVL
Pünktlich zur Balzzeit der Rebhähne fand in diesem Frühjahr der erste Durchlauf des Rebhuhnmonitorings in den 13 Projektgebieten des Projektes „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ statt. Die jährlich durchgeführten Zählungen sollen Aufschluss darüber geben, wie sich die Rebhuhnpopulationen in den Projektgebieten entwickeln.
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DO-G Ukrainehilfe - Blaumeise Die DO-G bietet angesichts des Krieges eine Kontaktstelle für Hilfesuchende / Helfende. Mehr Informationen finden Sie im Brief des Präsidenten Wolfang Fiedler.

Bild„Vögel in Deutschland“ behandelt auf über 50 Seiten die Erfassung von Brutvögeln und die Möglichkeiten, selber zu ihrer Erfassung beizutragen, sei es über die Meldung von Beobachtungen oder die Teilnahme an Brutvogelmonitoring-Programmen.

Bild„Seltene Vögel in Deutschland 2019“ beinhaltet neben dem Seltenheiten-bericht 2019 auch Beiträge zum Auftreten nearktischer Limikolenarten in Deutschland, speziell zum Auftreten des Graubrust-Strandläufers sowie zu den bemerkenswerten Nachweisen von Bergkalanderlerche und Rotlappenkiebitz in Bayern.

Vergabestand im Monitoring häufiger Brutvögel





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Vögel in Deutschland

BildSpannend wie immer geht es zu in der August-Ausgabe. Warum leben Vögel gerne in Gruppen und was ist eigentlich ein Schwarm? Worauf sollte man bei Spektiven achten? Was sind die Konsequenzen der Energiepolitik für den Artenschutz? Werden Vogelfedern nass? Wie gehen Vögel mit Wasser um? Viele viele Fragen werden in Leitartikeln beantwortet, aber natürlich gibt es noch viel mehr. Schauen Sie doch mal rein auf den Seiten von DER FALKE.

Bild„Der Falke“ hat das sehr interessante Sonderheft Geier herausgebracht. Mit Artikeln rund um Gefährdung und Schutz, das falsche Bild des Geiers in der Öffentlichkeit, Monitoring, einer Übersicht europäischer Geier und vielem mehr wartet das Heft mit umfangreichem Fasswissen auf. Sie sollten unbedingt reinschauen. - „Der Falke“.

BildDas Buch gibt einen aktuellen Überblick über die Programme, Methoden, Konzepte, Anwendungs- gebiete und Auswertungsmöglichkeiten des Vogelmonitorings. Die Monitoring-Programme häufiger Brutvögel, seltener Brutvögel sowie rastender Wasservögel werden ebenso vorgestellt wie die organisatorischen Voraussetzungen eines international relevanten Vogelmonitorings in Deutschland. Die Darstellung weiterer Projekte wie ADEBAR runden den Überblick ab. Überdies werden Vorteile und Möglichkeiten des Online-Portals ornitho.de für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und das Monitoring beschrieben.
Bezug:
BfN-Schriftenvertrieb: Tel.: 0 25 01 / 8 01-3 00, Fax: 0 25 01 / 8 01-3 51 oder im Internet

BildMit einer Förder- mitgliedschaft im DDA helfen Sie uns, die Monitoringprogramme zu organisieren und die Ergebnisse zeitnah in Schutzmaßnahmen einfließen zu lassen.
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