Machen Sie mit beim Monitoring „Rastende Gänse und Schwäne“!

Monitoring
Für die Mitarbeit am Monitoring „Rastende Gänse und Schwäne“ ist Erfahrung mit der Bestimmung v.a. dieser beiden Artengruppen und großer Trupps wichtig.
Foto: Karsten Berlin

Der Schwerpunkt der speziellen Erfassungen von Gänsen und Schwänen liegt im Norddeutschen Tiefland vom Niederrhein bis in die Lausitz. Südlich der Mittelgebirge finden nur dort spezielle Gänsezählungen statt, wo Gänse in größeren Anzahlen abseits von Gewässern auftreten.

Bei der Erfassung von Gänsen und Schwänen wird zwischen Schlafplatzzählungen und Feldzählungen (Zählungen tagsüber in den Nahrungsgebieten) differenziert. Ausführlichere Informationen zum Hintergrund oder zur Frage, welche Erfassungsmethode wo und wann zum Einsatz kommen sollte, finden Sie direkt im Modul .

„Ist das was für mich?“

Im Folgenden werden die wichtigsten Informationen kurz und bündig wiedergegeben, um einen schnellen Überblick über die Anforderungen zu bekommen.

Sind Sie sich nicht sicher, begleiten Sie am besten zunächst jemanden mit Erfahrung in dem Bereich, bevor Sie selber das erste Mal eine Zählung durchführen. Viele „alte Hasen und Häsinnen“ sind gerne bereit, jemanden mitzunehmen! Oder machen Sie mit bei der . Diese ist für den Einstieg sehr gut geeignet.

Wichtiger Hinweis: Bitte zählen Sie nicht, ohne vorher Rücksprache gehalten zu haben! Die für Ihren Wunschbereich zuständige Koordinierungsstelle finden Sie unter den .

Anforderungen

Wo wird gezählt?

Die Erfassungen finden in festgelegten Zählgebieten an Schlafgewässern (Schlafplatzzählung ) bzw. auf den Nahrungsflächen in der Feldflur (Feldzählung) statt. Sie können sich an den Zählungen deshalb nur beteiligen, wenn vorher mit der Gänsekoordination in ihrem Gebiet Rücksprache gehalten wurde.

Was wird gezählt?

Im Fokus des Erfassungsprogramms stehen Schwäne, Gänse und Halbgänse. Die erweiterte Artenliste umfasst Wasservogelarten, die in der Agrarlandschaft rasten oder Nahrung suchen, z.B. Kiebitz, Goldregenpfeifer, Kranich, Grau- oder Silberreiher. Wann immer es die zeitlichen Möglichkeiten erlauben, sollten auch diese Arten miterfasst werden.

Eine Übersicht über das zu erfassende Artenspektrum bei Feld- bzw. Schlafplatzzählung finden Sie im übergeordneten Punkt .

Wann wird gezählt?

Die Zählungen finden am Wochenende statt 1 und sollten vorrangig am festgelegten Zähltag durchgeführt werden. Ein Ausweichen auf die umliegenden Tage ist aber möglich, wenn beispielsweise die Wettersituation am Zähltag eine zuverlässige Erfassung nicht zulässt.

Eine Übersicht finden Sie unter .


1 Ausnahme: Wattenmeerküste in Schleswig- Holstein, dort finden die Zählungen auch unter der Woche statt; Ehrenamtliche sind dort aber nur zu einem geringen Teil an den Erfassungen beteiligt.

Wie oft wird gezählt?

Für die Häufigkeit sind grundsätzlich die Angaben der Wasservogelzählung relevant. Genauer:

  • Die wichtigste Zählung im Jahresverlauf ist die Internationale Mittwinterzählung im Januar. Zu diesem Zähltermin sollen möglichst viele Gänse-Schlafplätze und Feldzählgebiete erfasst werden. In diesem Monat ist ein zusätzliches Engagement sehr willkommen, auch ein einmaliges!
  • Zählungen in den ungeraden Monaten von September bis März (sowie Mai an den Rastplätzen von Weißwangen- und Ringelgänsen an der Küste) sind in vielen Regionen inzwischen Standard. Sofern Sie sich nicht nur im Januar engagieren wollen, sollten Sie sich diesen Zählrhythmus zum Ziel setzen.
  • Können und wollen Sie noch etwas mehr Zeit aufwänden, sind monatliche Zählungen von September bis März sehr willkommen.

Sommer-Gänsezählung

In Nordrhein-Westfalen (seit 2011) und in Niedersachsen (seit 2018) wird im Juli eine „Sommer-Gänsezählung“ durchgeführt. Die Zählgebietskulisse ist deutlich auf Gewässer konzentriert und ähnelt eher einer WVZ als einer hier beschriebenen Gänsezählung. Im Rahmen dieser Zählung können Sie sich unabhängig von den übrigen Zählterminen und -programmen und auch nur einmalig engagieren.

Wie wird gezählt?

Zähluhr
Neben Fernglas und Spektiv (bei Beobachtungsdistanzen >200 m notwendig) kann eine Zähluhr wertvolle Dienste leisten. Sie sollte überall dort, wo größere Ansammlungen zu erwarten sind, immer mit dabei sein.
Foto: C. Kowallik

Wichtigstes Ziel ist die möglichst exakte Erfassung des im Gebiet zum Zeitpunkt der Zählung anwesenden Rastbestandes aller zu zählender Arten. Gezählt wird, was sichtbar ist. Die Erfassungen erfolgen bei den Gänsen morgens an den Schlafplätzen (Schlafplatzzählung) und/oder tagsüber in den Nahrungsgebieten (Feldzählung), bei den Schwänen erfolgen sie vor allem, bei den Arten der „erweiterten Artenliste“ erfolgen sie ausschließlich in den Nahrungsgebieten (Feldzählung). Bei Schlafplatzzählungen ist es wichtig, zur morgendlichen Dämmerung am Zählpunkt zu sein.

Präzisere Informationen hier und zur zu verwendenden Erfassungsmethode finden Sie im übergeordneten Punkt .

Wie melde ich meine Zähldaten?

Die Datenübermittlung erfolgt über . Das Vorgehen ist dort ausführlich beschrieben.

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