Häufige Brutvögel neu

Die Linienkartierung

Probefläche Beispiel einer Kartierroute mit den unterschiedenen Lebensraumtypen. Rot: Siedlung, grün: Grünland, gelb: Wald.
Quelle: DDA
Die Brutbestände werden mit Hilfe der Linienkartierung entlang einer durch den Bundeskoordinator zentral festgelegten Route innerhalb der Probefläche erfasst. Pro Saison finden vier Begehungen zwischen Mitte März und Mitte Juni in den frühen Morgenstunden (Beginn um oder kurz nach Sonnenaufgang) und bei geeigneter Witterung (niederschlagsfrei, Wind < 4 Bft.) statt. Dabei soll zwischen zwei Begehungsterminen ein mindestens einwöchiger Abstand eingehalten werden. Die Linienkartiertung ist damit eine vereinfachte Version der Revierkartierung.

Begehungszeiträume:

  1. Begehung: 10. bis 31. März
  2. Begehung: 1. bis 30. April
  3. Begehung: 1. bis 20. Mai
  4. Begehung: 21. Mai bis 20. Juni

Nur in den höheren Lagen der Mittelgebirge und Alpen oberhalb von 800 m ist eine Verschiebung der vier Zählperioden um jeweils maximal zwei Wochen nach hinten möglich. Mittags- und Abendzählungen sind nicht möglich. Die Begehungen erfolgen entlang einer festgelegten Route, in die alle Beobachtungen eingetragen werden. Begonnen wird immer an demselben Startpunkt. Kartiert werden alle potenziellen Brut- bzw. Reviervögel. Durchzügler und Gäste, die kurzfristig auch revieranzeigende Verhaltensweisen zeigen können, werden nach Ende der Brutsaison bei der Ermittlung des Bestandes ausgeschlossen. Das Ergebnis einer Kartiersaison ist die Zahl der Brutpaare oder Reviere für jede Vogelart, unterteilt nach Lebensräumen entlang der Route. Schätzwerte für die gesamte Probefläche sind nicht das Ziel der Kartierungen.

Geländearbeit

Beispiel einer Probefläche mit Kartierroute und den festgestellten Arten. Beispiel einer Probefläche mit Kartierroute und den festgestellten Arten.
Quelle: DDA
Die Kartierung erfolgt beiderseits der festgelegten, drei bis vier Kilometern langen Route, die in ihrem Verlauf alle bedeutenden Lebensräume des Kilometerquadrats durchläuft. Der Routenverlauf orientiert sich dabei nach Möglichkeit am vorhandenen Wegenetz und kann aus diesem Grund auch kleinere Abschnitte außerhalb der Flächengrenzen enthalten. Während der Begehungen wird die Route langsam und gleichmäßig abgeschritten. Alle (!) Beobachtungen potenzieller Brutvögel werden punktgenau in eine Feldkarte eingetragen, jeweils mit einer Artabkürzung und einem Verhaltenscode. Es gibt keine Erfassungsgrenzen beiderseits der Strecke, sondern alle von der Route aus möglichen Beobachtungen werden notiert und am Ende der Saison bewertet. Bei Vorkommen am Rand oder knapp außerhalb der PF werden alle Beobachtungen unter Vorbehalt notiert. Alle Begehungen sind von ein und derselben Person durchzuführen. Feststellungen von Vögeln außerhalb der vier regulären Begehungen dürfen nicht mit einbezogen werden. Pro Begehung sollten Sie - je nach Lebensraumausstattung - zwei bis vier Stunden Feldarbeit einplanen.
Eine ausführliche Methodenbeschreibung mit Hinweisen zur Auswertung finden Sie hier:

 

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Bezug:
BfN-Schriftenvertrieb: Tel.: 0 25 01 / 8 01-3 00, Fax: 0 25 01 / 8 01-3 51 oder im Internet

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