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Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.

Der DDA ist der Zusammenschluss aller landesweiten und regionalen ornithologischen Verbände in Deutschland. Er vertritt damit etwa 10.000 Feldornithologen und Vogelbeobachter.

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25.08.2016 totop

Neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands veröffentlicht

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© BzV
Zur Dokumentation des Artenrückgangs, als Alarmsignal für den Zustand von Natur und Landschaft insgesamt, sind Rote Listen ein unverzichtbares Instrument: Sie sind in ihrer Aussage leicht verständlich, für jedermann einsehbar und fachlich akzeptiert. Seit nunmehr 45 Jahren gibt es in Deutschland die Rote Liste der Vögel, eine lange Zeitreihe in der kurzen Naturschutzgeschichte unseres Landes und somit eine wirkliche Erfolgsgeschichte aus dem Werkzeugset des Naturschutzes.

Das aus Vertretern des Deutschen Rat für Vogelschutz e. V., der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten, der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft e. V., des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten e. V., der Arbeitsgemeinschaft der Vogelwarten und des Bundesamtes für Naturschutz bestehende „Nationale Gremium Rote Liste Vögel“ hat nun die 5. Fassung der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands erarbeitet und in der aktuellen Ausgabe der Berichte zum Vogelschutz veröffentlicht.
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24.08.2016 totop

Zugrouten europäischer Turteltauben anhand von geschossenen Vögeln untersucht

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Die Turteltaube gehört zu den größten Sorgenkindern im europäischen Vogelschutz
© Rosl Rößner
Um Vogelarten effektiv schützen zu können, sind umfangreiche Kenntnisse ihrer Zugwege, Brutgebiete und Überwinterungsquartiere notwendig. Verhältnismäßig wenig ist bislang allerdings über das Zugverhalten der in weiten Teilen Europas stark zurückgehenden Turteltaube bekannt. Diese Wissenslücke soll unter anderem in Großbritannien mithilfe von besenderten Vögeln im Projekt „Operation Turtle Dove“ weiter geschlossen werden.
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24.08.2016 totop

Neuer Statusbericht zum Zustand der Vogelwelt in der Schweiz erschienen

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© Vogelwarte Sempach
Die Verbreitung der Vögel unterliegt einem ständigen Wandel. Neben natürlichen Faktoren wird sie immer mehr von menschlichen Aktivitäten beeinflusst. Problematisch für viele Arten ist vor allem die Geschwindigkeit, mit der diese Veränderungen heute ablaufen. Insbesondere in den Bergen können Lebensraumveränderungen und die Klimaerwärmung Vögel zur Aufgabe tiefer gelegener Lagen zwingen.

Die langfristigen Daten aus den Überwachungsprojekten der Schweizerischen Vogelwarte Sempach machen solche Entwicklungen sichtbar. Die aus zehntausenden Beobachtungen von Ehrenamtlichen berechneten Indices zeigen für verschiedene Vogelarten seit 1999 ein klares Bild: Unterhalb von 1500 m Höhe nehmen die Bestände typischer Bergvögel wie Birkhuhn, Steinschmätzer und Tannenhäher ab. Oberhalb dieser Höhe bleiben sie stabil oder nehmen zu.
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22.08.2016 totop

EU-Naturschutzpolitik kann Rückgang von Feldvogelarten abmildern, aber nicht aufhalten

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Der Kiebitz ist eine der untersuchten Feldvogelarten, deren Bestände stark zurückgehen.
© Hans Glader
Die verheerenden Konsequenzen der landwirtschaftlichen Intensivierung machen Erfolge der EU-Naturschutzpolitik und von Vertragsnaturschutzprogrammen größtenteils wieder zunichte. So lautet das Fazit einer europaweiten Studie, die ein Team von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Universitäten und Forschungsinstitute in Zusammenarbeit mit BirdLife und dessen europäischen Partnerverbänden unter Beteiligung des DDA jüngst erarbeitet hat.
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17.08.2016 totop

Nach Osten oder Westen? Zugwege und Winterquartiere von Basstölpeln aus Island

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Kollegen, wohin im Winter? Ein internationales Forscherteam hat die Frage für die isländischen Brutvögel beantwortet.
© Stefan Garthe
Basstölpel (Morus bassanus), die im Nordatlantik brüten, sind in eine westliche und östliche Brutpopulation aufgeteilt. Die isländische Brutkolonie liegt in der Mitte zwischen dem europäischen und nordamerikanischen Kontinent. Um die Zugrouten der isländischen Tiere zu entschlüsseln und herauszufinden, inwieweit sie sich mit den westlichen oder östlichen Populationen in ihren Wintergebieten vermischen, rüstete ein internationales Forscherteam aus Island, Deutschland, Schottland und Kanada im Juli 2010 insgesamt 28 Tiere mit Lichtloggern aus. Die Geräte zeichneten während der Wintermonate die Position der Vögel auf. Die Ergebnisse bestätigen die bisherigen Ringwiederfunde und zeigen eine südöstliche Zugroute, kein Vogel überwinterte im Westatlantik. [mehr]

12.08.2016 totop

Anmeldung zur EBCC Bird Numbers 2016 nur noch bis zum 25. August möglich!

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© DDA / Birdnumbers2016
Der DDA organisiert die diesjährige 20. Konferenz des European Bird Census Council (EBCC) — Bird Numbers 2016 — Birds in a changing world. Das Veranstaltungsprogramm inklusive weitere Informationen zum Veranstaltungsort und Ablauf können Sie als PDF herunterladen [ 8.055 kb ]

Die einwöchige Veranstaltung findet vom 5. bis 9. September 2016 in Halle (Saale) statt. Veranstaltungsort und Mitveranstalter ist die Martin Luther Universität Halle-Wittenberg.

Eine Anmeldung für diese internationale Veranstaltung mit einer Vielzahl renommierter Gäste ist noch bis zum 25. August 2016 möglich. Bei Interesse können Sie sich hier registrieren. Zudem finden Sie auf der Webseite eine Vielzahl weiterer Informationen zur Veranstaltung.
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10.08.2016 totop

Austernfischer mit Rekordalter in den Niederlanden abgelesen

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Austernfischer können ein hohes Alter erreichen. Ein geringer Bruterfolg macht den Beständen jedoch stark zu schaffen
© Christine Jensen
Am 1. August 2016 konnte im Hafen von Rotterdam ein Austernfischer abgelesen werden, bei dem sich herausstellte, dass er bereits am 3. März 1972 auf der niederländischen Nordseeinsel Texel beringt worden war. Der schon bei der Beringung mindestens vorjährige Vogel ist also bereits mindestens 46 Jahre alt. Nur selten werden Austernfischer älter als 20 Jahre. Der bisherige Rekordhalter erreichte ein Alter von 43 Jahren.
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10.08.2016 totop

TV-Tipp: Zugvögel – 11. August 20:15 Uhr auf ARTE

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© colourFIELD
Warum nehmen Zugvögel Jahr für Jahr die Strapazen eines langen Fluges auf sich? Die Dokumentation begleitet Zugvögel mit atemberaubenden Luftbildern von ihren Reisen aus der „Vogelperspektive“ im Dienste der Wissenschaft. Der Kamera-Helikopter überquert mit Störchen gemeinsam die gefährliche Straße von Gibraltar und begleitet sie in der Luft bis nach Tansania und Kenia.
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03.08.2016 totop

Führt die Klimaerwärmung bei Möwen zu vermehrtem Kannibalismus?

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Bei der Beringmöwe stellten amerikanische Wissenschaftler nun eine Zunahme des Kannibalismus im Zuge der Klimaerwärmung fest.
© Ole Krome
Auf Protection Island, im Nordwesten der USA, führt der Biologe Jim Hayward seit 1987 jährliche Erfassungen des Brutbestands einer großen Kolonie von Beringmöwen durch. Innerhalb der letzten zehn Jahre stellte er bei den Möwen einen zunehmenden Kannibalismus fest. So muss er immer häufiger beobachten, wie Eier oder Jungvögel von aggressiven Nestnachbarn getötet und verspeist werden. Hayward vermutet einen Zusammenhang dieses Trends mit der Klimaerwärmung.

In den vergangenen 60 Jahren hat sich die Meerestemperatur 15-mal schneller erwärmt als in allen übrigen Zeiträumen innerhalb der letzten 10.000 Jahre. Mit steigenden Temperaturen weicht das Plankton in kühlere, tiefer gelegene Bereiche aus. Dem Plankton folgen auch die Fische, die somit immer schwieriger für die Seevögel zu erbeuten sind. Gerade die lediglich an der Oberfläche jagenden Möwen haben während der Brutzeit — wo sie sich rund um Protection Island vorwiegend von Fisch ernähren — somit zunehmend Probleme, ausreichend Nahrung zu finden. Diese Notsituation führt möglicherweise dazu, dass immer öfter auch Jungvögel benachbarter Brutpaare erbeutet werden.
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02.08.2016 totop

Neuer Schlafplatz der Lachseeschwalbe in den Niederlanden entdeckt

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Mit der Unterstützung niederländischer Vogelbeobachter konnte nach mehreren Jahren nun ermittelt werden, wo sich der Schlafplatz der tagsüber in der Provinz Groningen jagenden Lachseeschwalben befindet
© Kai Gauger
Erst vor einer Woche hatten SOVON Vogelonderzoek Nederland, das Beobachtungsportal waarneming.nl sowie die niederländische Tageszeitung DVHN zur Suche nach einem bislang unbekannten Schlafplatz der seltenen Lachseeschwalbe im Nordwesten der Niederlande aufgerufen.

Vogelbeobachtern war in den vergangenen Jahren aufgefallen, dass im Spätsommer alljährlich tagsüber am Heeresmeer, etwa 25 km südwestlich des Dollarts und 20 km westlich der deutschen Grenze, bis zu 30 Lachseeschwalben nach Nahrung suchen, die allabendlich zu unbekannten Schlafplätzen aufbrechen. Bislang war in den Niederlanden nur ein einziger Schlafplatz bei Den Helder — mehr als 150 km vom Heeresmeer entfernt — bekannt.
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01.08.2016 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf das Frühjahr 2016

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© Aula-Verlag
Das Wetter im vergangenen Frühjahr hielt bei durchschnittlichen Temperaturen so manche Überraschung bereit. Wir befassen uns in unserem Rückblick auf diese Jahreszeit in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Der Falke“ unter anderem mit der Ankunft der Zugvögel. Während Kurzstreckenzieher eher spät dran waren, erreichten uns einige Langstreckenzieher um bis zu eine Woche früher als in den Vorjahren. Wir beleuchten einige Arten genauer und führen mögliche Gründe für diese Abweichung an.
Rotkopfwürger traten in diesem Jahr bislang so zahlreich auf wie schon seit dem Ende der 1980er Jahre nicht mehr, als die Art noch als Brutvogel in Deutschland vorkam. Wir zeigen, wann hierzulande am ehesten Rotkopfwürger zu beobachten sind und wieso die mediterran verbreitete Art überhaupt noch alljährlich zu den Zugzeiten bis nach Deutschland kommt.
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01.08.2016 totop

Gute Nachrichten vom Seggenrohrsänger: Positiver Bestandstrend in Litauen

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Der Seggenrohrsänger ist weltweit vom Aussterben bedroht und kommt nur noch ein wenigen Teilen seines einstigen Brutareals vor
© Günter Niehaus
Litauen ist eines von gerade einmal vier Ländern, in denen Seggenrohrsänger noch alljährlich zur Brut schreiten. Doch auch dort brachen die Bestände in den letzten Jahrzehnten katastrophal auf nur noch 50 singende Männchen im Jahr 2013 zusammen. Im Rahmen eines EU-LIFE+-Projektes wurden ab 2010 umfangreiche Schutzmaßnahmen zur Wiederherstellung geeigneter Bruthabitate sowie die Umsetzung einer umweltfreundlicheren Bewirtschaftung ergriffen.

2014 konnten erste positive Ergebnisse vermeldet werden, als sich der Vorjahresbestand auf 105 singende Männchen verdoppelte. Im Jahr 2015 stieg der Bestand weiter bis auf 145 Sänger an. Nach vorläufigen Ergebnissen scheint sich dieser positive Trend auch 2016 noch einmal erfreulich zu bestätigen: Nicht weniger als 245 singende Seggenrohrsänger wurden in Litauen gezählt. Damit hat sich die Population dort innerhalb weniger Jahre wieder auf den Wert des Jahres 2000 erholt.

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Weitere Meldungen finden Sie hier

 

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Die EBCC-Konferenz „Bird Numbers 2016 'Birds in a changing world'“ findet vom 05.09-09.09.2016 in Halle (Saale) statt.
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Bild Mit „Vögel in Deutschland Aktuell: Frühjahr 2016“ schauen wir auf ornitho-Highlights zwischen März und Mai. Vielen weitere Beiträge, u.a. zu den Schneeeulen Skandinaviens, dem Fitis, der Vogelinsel Trischen sowie zum Klimawandel in der Arktis und damit verbundenen Problemen für den Knutt, finden Sie in der aktuellen Ausgabe. Das komplette Heft können Sie über die Internetseite von „Der Falke“ beziehen.

Bild„Vögel in Deutschland 2014“ behandelt auf über 70 Seiten die Hintergründe der in Vögel in Deutschland 2013 beobachteten Bestandsveränderungen sowie die Umsetzung der EU-Vogelschutzrichtlinie in Deutschland.

Bild„Seltene Vögel in Deutschland 2014“ beinhaltet neben dem Seltenheitenbericht 2014 auch Beiträge zu Kanadakranich, Buschrohrsänger und Pazifiksegler.

BildStatus, Karten, Brut- und Rastbestände, Rote Liste-Status, rechtlicher Schutz ... all das finden Sie in unserem Informationssystem
Vögel in Deutschland

Vergabestand im Monitoring häufiger Brutvögel





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Häufige Brutvögel
Wasservogelzählung

BildKiebitz, das Odra Tal in Polen, die Vogelwelt eines Friedhofs in Polen und Vogelflug- aufnahmen bestimmen den aktuellen Inhalt.
Inhalt / Zsfg.

Bild"Der Falke" hat das Sonderheft Stadtvögel herausgebracht. Mit Artikeln rund um Gefährdung und Hilfe durch Menschen, Lebensräume der Stadt, Artenlisten der Städte und Kleingartenanlagen und vielem mehr bietet dieses Heft einen faszinierenden Einblick in die Welt der Stadtvögel.

BildDas Buch gibt einen aktuellen Überblick über die Programme, Methoden, Konzepte, Anwendungs- gebiete und Auswertungsmöglichkeiten des Vogelmonitorings. Die Monitoring-Programme häufiger Brutvögel, seltener Brutvögel sowie rastender Wasservögel werden ebenso vorgestellt wie die organisatorischen Voraussetzungen eines international relevanten Vogelmonitorings in Deutschland. Die Darstellung weiterer Projekte wie ADEBAR runden den Überblick ab. Überdies werden Vorteile und Möglichkeiten des Online-Portals ornitho.de für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und das Monitoring beschrieben.
Bezug:
BfN-Schriftenvertrieb: Tel.: 0 25 01 / 8 01-3 00, Fax: 0 25 01 / 8 01-3 51 oder im Internet

BildMit einer Förder- mitgliedschaft im DDA helfen Sie uns, die Monitoringprogramme zu organisieren und die Ergebnisse zeitnah in Schutzmaßnahmen einfließen zu lassen.
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BildDas Methoden- handbuch ist wieder gedruckt verfügbar und kann für 29,80 € bestellt werden.