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Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.

Der DDA ist der Zusammenschluss aller landesweiten und regionalen ornithologischen Verbände in Deutschland. Er vertritt damit etwa 10.000 Feldornithologen und Vogelbeobachter.

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14.03.2017 totop

Vogelzug bei Wiesenweihen stark windabhängig

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Wiesenweihen sind Langstreckenzieher und überwintern südlich der Sahara.
© H.-J. Fünfstück
Für den Vogelzug über große Distanzen haben sich unterschiedliche Zugstrategien entwickelt. Werden große Strecken besser möglichst schnell zurückgelegt oder sind häufige Zwischenstationen eine günstigere Vorgehensweise? Um herauszufinden inwiefern sich der Ablauf des Zuges der Wiesenweihe räumlich und saisonal sowie bei besonderen Windbedingungen verändert, haben niederländische Wissenschaftler die GPS-Daten besenderter Wiesenweihen ausgewertet.
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13.03.2017 totop

Alarmierend! Brachvögel weltweit in Bedrängnis

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Etwa 2 % des europäischen Gesamtbestandes des Großen Brachvogels brüten in Deutschland. Die Bestandsentwicklung verläuft sowohl langfristig als auch kurzfristig negativ.
© Ralf Kistowski
Insgesamt 13 größere Limikolenarten wie Großer Brachvogel, Pfuhl- und Uferschnepfe lassen sich in der Gruppe der Numeniini zusammenfassen. Diese Gruppe ist auf allen Kontinenten außer der Antarktis anzutreffen, brütet jedoch nur auf der Nordhalbkugel. Mehr als die Hälfte dieser Arten sind weltweit gefährdet, wobei Eskimo- und Dünnschnabel-Brachvogel vermutlich bereits ausgestorben sind und mit Isabell- und Borstenbrachvogel zwei weitere kurz davor sind zu verschwinden. Mit Großem Brachvogel, Pfuhl- und Uferschnepfe werden drei auch in Deutschland vorkommende Arten global als „potenziell gefährdet“ eingestuft. In einer Studie wurden nun Literaturangaben zu den Gefährdungsursachen dieser Vogelarten überprüft und mehr als 100 Fachleute befragt.
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06.03.2017 totop

Rote Liste der Durchzügler und Wintergäste in den Niederlanden veröffentlicht

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Der Raufußbussard steht als „stark gefährdet“ in der neuen Roten Liste der Durchzügler und Wintergäste in den Niederlanden.
© Andreas Heiland
Die niederländische Organisation SOVON, hat im Auftrag der Vogelschutzorganisation Vogelbescherming eine Rote Liste der in den Niederlanden überwinternden oder dort durchziehenden Vogelarten erarbeitet, die künftig im Vogelschutz Anwendung finden soll.

Von insgesamt 263 betrachteten Vogelarten landeten schließlich 39 auf dieser neuen Roten Liste, die künftig die bereits etablierte Rote Liste der gefährdeten Brutvogelarten der Niederlande ergänzen soll. Zusätzlich zu den 39 auf der Roten Liste der Durchzügler und Wintergäste enthaltenen Arten, wurden 9 Vogelarten mit zuletzt stark sinkenden Beständen auf eine Vorwarnliste gesetzt.
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06.03.2017 totop

Der Zug des Drosselrohrsängers: Hohe räumliche, jedoch geringe zeitliche Konstanz über mehrere Jahre

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Drosselrohrsänger suchen Rastgebiete auf dem Durchzug offenbar über Jahre erneut auf.
© Lutz Ritzel
Mit der Weiterentwicklung der Telemetrie-Techniken werden laufend neue Erkenntnisse zum zeitlichen Ablauf und Zugrouten von Langstreckenziehern gewonnen. Studien zur Konstanz des Zuges einzelner Individuen über mehrere Jahre sind bei kleineren Singvögeln jedoch bislang die Ausnahme. Gleichwohl ist diese Information bedeutsam, um Entscheidungen und Möglichkeiten auf individueller Ebene zu verstehen, mögliche altersspezifische Differenzen im Zugverhalten erkennen und Schutzmaßnahmen ergreifen zu können.
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03.03.2017 totop

EuroBirdPortal: jetzt 100 Arten und mit Daten bis 2015

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Eine von mehr als 20 Millionen Kartenkombinationen des EuroBirdPortals: Verbreitung von Kranich und Bergfink Anfang August in Europa nach den Daten der Jahre 2010 bis 2015.
© EBP
Die Vogelbeobachtungen von Online-Portalen aus über 20 Ländern in Europa werden im EuroBirdPortal zusammengeführt, das 2015 mit Daten von 50 Vogelarten der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Deutschland wird dabei durch ornitho.de vertreten. Auf Basis eines 30x30 km-Rasters wird die Verbreitung von ausgewählten Vogelarten für weite Teile Europas rund ums Jahr visualisiert. Seit heute sind 100 Vogelarten und die Daten bis 2015 im EuroBirdPortal verfügbar. Die Einblicke in die Verbreitung der Vögel Europas im Jahresverlauf sind wahrlich faszinierend. Für die meisten der neu hinzugekommenen Arten wie Raubwürger, Pirol oder Bergfink sind es die ersten Darstellungen auf dieser Ebene außerhalb der Brutzeit überhaupt!
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28.02.2017 totop

Das Monitoring häufiger Brutvögel startet in die neue Saison – machen Sie mit!

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Auf den Probeflächen des Monitoringprogramms stehen häufige Arten wie die Goldammer im Mittelpunkt.
© DDA
Mit den längeren Tagen sind bei Amseln, Kleibern, Heckenbraunellen oder Meisen die Frühlingsgefühle nicht mehr zu überhören. Keine Frage, die Vorbereitungen für die Brutzeit haben bei vielen Arten bereits begonnen. Aber auch bei uns laufen die Vorbereitungen auf die Brutzeit 2017 auf Hochtouren, denn am 10. März beginnt die Kartiersaison des Monitorings häufiger Brutvögel.
Seit 1989 werden die Bestandsentwicklungen aller häufigen Brutvogelarten mithilfe standardisierter Methoden überwacht, um u.a. die Frage „Wie entwickeln sich die Brutbestände weit verbreiteter, häufiger Vogelarten?“ beantworten zu können. Seit 2004 finden die Erfassungen auf bundesweit repräsentativen, 1x1 km-großen Probeflächen statt, auf denen zwischen März und Juni 4 Begehungen entlang einer ca. 3 km langen Route durchgeführt werden.
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24.02.2017 totop

Neuer Bartgeier in Deutschland – Wissenschaftler bitten um Unterstützung

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Ein Bartgeier an einem Waldrand im Rheinland – alles andere als ein alltäglicher Anblick
© E. Höhner
In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Ausflügen immaturer Bartgeier in Regionen nördlich der Alpen. Diese Ausflüge sind nicht immer unproblematisch, da die Vögel dort nur schwer ausreichend Nahrung finden. Ganz aktuell hält sich offenbar wieder so ein Vogel in Deutschland auf.

Bereits am 19. Januar wurde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz ein Bartgeier fotografiert. Der mutmaßlich selbe Vogel hält sich aber scheinbar noch immer bei uns auf: Am 19. Februar gelangen gegen 13 Uhr bei Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen hervorragende Fotos des auf einer Hütte am Waldrand sitzenden Geiers. Nur eine Stunde später wurde der Bartgeier dann rund 20 Kilometer südöstlich bei Bad Neuenahr fotografiert. Seitdem fehlt allerdings jede Spur!
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22.02.2017 totop

Die Eisente – Seevogel des Jahres 2017

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Aufgrund der starken Bestandseinbrüche wurde die Eisente 2012 in die Rote Liste weltweit bedrohter Vogelarten aufgenommen und wir dort als "gefährdet" geführt
© Peter Hering
Besorgt blicken derzeit die Meeresnaturschützer und Vogelkundler auf eine Entenart, die in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist, aber gerade erst zum Seevogel des Jahres 2017 erklärt wurde - die Eisente. Diese mittelgroße, wunderschön gezeichnete Ente brütet in den arktischen und subarktischen Tundren Skandinaviens und Sibiriens und überwintert in großen Zahlen in der Ostsee. In den deutschen Meeresgebieten, insbesondere in der Pommerschen Bucht, findet sie eines ihrer wichtigsten Überwinterungsgebiete. Durchschnittlich wurden im deutschen Teil der Ostsee große Winterbestände von 350.000 Eisenten ermittelt. Das entspricht mit 22 Prozent einem erheblichen Anteil des westsibirischen-nordeuropäischen Gesamtbestands.
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22.02.2017 totop

Hoffnungsschimmer: Neue Kolonien des vom Aussterben bedrohten Balearensturmtauchers entdeckt

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Seit der Jahrtausendwende scheinen sich die Übersommerungsgebiete der Balearensturmtaucher weiter nach Norden zu verschieben. In der Nordsee ist die Art jedoch weiterhin eine Ausnahmeerscheinung.
© Ole Krome
Die weltweit einzigen Brutplätze des Balearensturmtauchers sind die Steilküsten der Balearen-Inseln. Noch 2005 wurde die Weltpopulation auf gerade einmal 2000-2400 Paare und 8000-10000 Vögel geschätzt, die sich auf Kolonien auf Mallorca, Cabrera, Menorca, Ibiza und Formentera verteilen. Eine genauere Erfassung ergab 2010 für diese Kolonien einen geschätzten Gesamtbestand von knapp 4000 Paaren und intensive Seevogelerfassungen von der Isla de Las Palomas, einer kleinen Felsinsel vor der Südspitze des spanischen Festlandes bei Tarifa, führten schließlich zu einer noch deutlich höheren Populationsschätzung von etwa 9000-13000 Altvögeln. Nach einer 2016 veröffentlichten Studie passieren von Mai bis Juli alljährlich sogar 23000-26000 Balearensturmtaucher die Straße von Gibraltar.
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21.02.2017 totop

Internationale Studie zum Bestandsrückgang der Tafelente in Europa

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Langfristig hat der Brutbestand der Tafelente in Deutschland zugenommen. Der kurzfristige Trend ist hingegen wie in den meisten europäischen Ländern rückläufig
© Ralf Kistowski
Ein internationales Team von 29 Wissenschaftlern hat unter Mitarbeit des DDA im Magazin Wildfowl eine umfassende Studie zur Bestandsentwicklung der Tafelente in Europa und den möglichen Gründen für die in fast allen Ländern beobachteten Rückgänge veröffentlicht.

Bis Mitte des 19. Jahrhundert war die Tafelente in Europa ein wenig häufiger Brutvogel. Erst durch die Schaffung zahlreicher Fischteiche in Osteuropa kam es um 1900 zu einer Ausbreitung des Brutgebiets, die sich bis nach Westeuropa zog. Insbesondere von den 1950er- bis 1980er-Jahren stiegen die Bestände infolge der zunehmenden Eutrophierung von Feuchtgebieten und Gewässern und einer damit verbundenen verbesserten Nahrungsverfügbarkeit weiter an. In den letzten 30 Jahren kehrte sich dieser Trend jedoch um. Besonders in Osteuropa, dem Kernbrutgebiet der Tafelente, kam es großräumig zu Bestandseinbrüchen, vermutlich aufgrund von Intensivierung oder Aufgabe von Fischzuchten und Veränderungen der Wasserqualität. Untersuchungen ergaben außerdem, dass Tafelenten gern den Schutz von Lachmöwenkolonien für ihre Brutplätze nutzen. Der starke Rückgang von Möwenkolonien in Europa in den letzten Jahrzehnten dürfte sich demnach ebenfalls negativ ausgewirkt haben. Im Mittelmeerraum ist auch die Ausbreitung des gebietsfremden Karpfens als Nahrungskonkurrent für die Tafelente problematisch. Als weiterer Einflussfaktor wird in einigen Regionen ein veränderter Prädatorendruck vermutet.
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21.02.2017 totop

Basstölpel meiden Offshore-Windparks nördlich von Helgoland

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Basstölpel über dem Helgoländer Brutfelsen.
© Stefan Garthe
Der Bau von Offshore-Windparks in der Nähe von Seevogelkolonien kann für die Vögel unterschiedliche Folgen haben, von erhöhtem Kollisionsrisiko bis hin zum Verlust von Nahrungsgründen und Lebensraum. Der Effekt hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. von der Störungsempfindlichkeit verschiedener Arten oder auch Individuen innerhalb einer Art, die unterschiedliche Fluchtdistanzen oder Gewöhnungseffekte an veränderte Umweltbedingungen zeigen können.

Um die Auswirkungen von drei neuen Offshore-Windparks nordwestlich von Helgoland auf die Helgoländer Brutvögel zu untersuchen, hat das Büsumer Forschungs- und Technologiezentrum Westküste der Universität Kiel (FTZ) 2014 eine Studie durchgeführt, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie finanziert wurde. Ziel der Studie war die Analyse der räumlichen Verteilung von Basstölpeln in der südlichen Nordsee. Mehrere kükenfütternde Altvögel der Helgoländer Brutkolonie wurden dazu mit GPS-Loggern besendert und die Daten über mehrere Wochen aufgezeichnet. Die Offshore-Windparks vor Helgoland befanden sich zu dieser Zeit noch im Bau, die Windräder waren aber großteils bereits aufgerichtet und im Probebetrieb.
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20.02.2017 totop

Zugverhalten junger Kuckucke dank moderner Technik erstmals im Detail verfolgt

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Mehr als 100 Wirtsvogelarten sind vom Brutparasiten Kuckuck bekannt. Über das Zugverhalten der Jungvögel wusste man bislang hingegen wenig.
© Thomas Hinsche
Die Bestände von Zugvogelarten gehen in vielen Teilen der Welt stark zurück. Ein solcher Bestandseinbruch wurde auch beim Kuckuck in Großbritannien registriert. Die Ergebnisse einer 2016 veröffentlichten Telemetriestudie mit adulten Kuckucken ergab, dass die Bestandsrückgänge offenbar mit der gewählten Zugroute zusammenhängen (siehe DDA-News vom 20.7.2016). Die Mortalitätsrate während des Zuges bis zur Überwindung der Sahara war bei den Westziehern signifikant höher als bei nach Südosten über Italien oder den Balkan ziehenden Vögeln. Die Kenntnis der Variabilität im Zugverhalten einzelner Arten ist wichtig, um die Gründe für Populationsrückgänge bei Zugvogelarten erkennen und Schutzmaßnahmen ergreifen zu können.
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Vögel in Deutschland

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Bild„Vögel in Deutschland 2014“ behandelt auf über 70 Seiten die Hintergründe der in Vögel in Deutschland 2013 beobachteten Bestandsveränderungen sowie die Umsetzung der EU-Vogelschutzrichtlinie in Deutschland.

Bild„Seltene Vögel in Deutschland 2014“ beinhaltet neben dem Seltenheitenbericht 2014 auch Beiträge zu Kanadakranich, Buschrohrsänger und Pazifiksegler.

BildDie aktuelle Ausgabe nimmt uns mit an die walisische Küste und stellt einige Seevogelparadiese vor. Daneben findet das peruanische Hochland mit seinen Kondoren ebenso Raum wie auch die österreichische Hauptstadt aus der Vogelperspektive. Auch der jährliche Aufruf zur Teilnahme am Monitoring häufiger Brutvögel darf nicht fehlen. Viele weitere Highlights machen auch diese Ausgabe wieder zu einer spannenden Lektüre - „Der Falke“.

Vergabestand im Monitoring häufiger Brutvögel





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Häufige Brutvögel
Wasservogelzählung

Bild„Der Falke“ hat das sehr interessante Sonderheft Geier herausgebracht. Mit Artikeln rund um Gefährdung und Schutz, das falsche Bild des Geiers in der Öffentlichkeit, Monitoring, einer Übersicht europäischer Geier und vielem mehr wartet das Heft mit umfangreichem Fasswissen auf. Sie sollten unbedingt reinschauen. - „Der Falke“.

BildDas Buch gibt einen aktuellen Überblick über die Programme, Methoden, Konzepte, Anwendungs- gebiete und Auswertungsmöglichkeiten des Vogelmonitorings. Die Monitoring-Programme häufiger Brutvögel, seltener Brutvögel sowie rastender Wasservögel werden ebenso vorgestellt wie die organisatorischen Voraussetzungen eines international relevanten Vogelmonitorings in Deutschland. Die Darstellung weiterer Projekte wie ADEBAR runden den Überblick ab. Überdies werden Vorteile und Möglichkeiten des Online-Portals ornitho.de für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und das Monitoring beschrieben.
Bezug:
BfN-Schriftenvertrieb: Tel.: 0 25 01 / 8 01-3 00, Fax: 0 25 01 / 8 01-3 51 oder im Internet

BildMit einer Förder- mitgliedschaft im DDA helfen Sie uns, die Monitoringprogramme zu organisieren und die Ergebnisse zeitnah in Schutzmaßnahmen einfließen zu lassen.
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BildDas Methoden- handbuch ist wieder gedruckt verfügbar und kann für 29,80 € bestellt werden.