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Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V.

Der DDA ist der Zusammenschluss aller landesweiten und regionalen ornithologischen Verbände in Deutschland. Er vertritt damit etwa 10.000 Feldornithologen und Vogelbeobachter.

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28.01.2015 totop

Allianz aus Umweltorganisationen verklagt Bundesregierung wegen fehlendem Meeresschutz in Nord- und Ostsee

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Als ungewollter Beifang sterben in kilometerlangen Stellnetzen Jahr für Jahr tausende Meeresenten und Schweinswale
© Nicole Sonntag
Meeresschutz findet in Deutschland nur auf dem Papier statt: In den zehn Offshore-Schutzgebieten in Nord- und Ostsee sind auch acht Jahre nach ihrer Ausweisung keinerlei Schutzmaßnahmen in Kraft. Dagegen klagt jetzt eine Allianz der Umweltorganisationen Greenpeace, WWF, BUND, NABU, Deutsche Umwelthilfe, WDC (Whale and Dolphin Conservation) und dem Deutschen Naturschutzring (DNR), der die formell gegen das Bundesamt für Naturschutz gerichtete Klage heute am Verwaltungsgericht Köln einreichte. „Die Bundesregierung verschleppt den Schutz von Nord- und Ostsee seit Jahren und gefährdet damit bedrohte Meeresbewohner und ihre Lebensräume“, kritisierten die Verbände. „In den ausgewiesenen Gebieten müssen nach EU-Recht Schweinswale, Seevögel, wertvolle Sandbänke und Riffe geschützt werden. Tatsächlich darf aber jeder Quadratmeter im Schutzgebiet befischt werden, obwohl Fischerei der schwerste Eingriff ins Ökosystem Meer ist.“ Neben der Fischerei finden auch Sand- und Kiesabbau, der Bau von Offshore-Windkraftanlagen und die Suche nach Öl- und Gasvorkommen in den Schutzzonen statt.
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26.01.2015 totop

Höhere Mortalität in Mauretanien überwinternder Löffler während des Heimzugs

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Das Zugsystem der Löffler. Die Größe der Punkte gibt die Zahl der in den jeweiligen Regionen überwinternden Individuen an, die in die Analyse eingeflossen sind.
© Lok et al. (2015)
In einer neuen Studie der Universität Groningen, des Niederländischen Instituts für Meeresforschung (NIOZ) und der niederländischen Löffler-Arbeitsgruppe fanden Forscher nun heraus, dass die Mortalitätsrate in Mauretanien überwinternder Löffler signifikant höher ist, als die der in Frankreich oder auf der Iberischen Halbinsel überwinternden Vögel. Ein Grund scheint vor allem der lange Zugweg über natürliche Barrieren wie die Sahara zu sein.

Die Forscher verglichen die saisonale Überlebensrate von in den Niederlanden brütenden Löfflern, die den Winter in unterschiedlich weit entfernten Gebieten (ca. 1000, 2000 und 4500 km) in Frankreich, auf der Iberischen Halbinsel sowie in Mauretanien verbrachten.

Anhand von Ablesungen farbberingter Vögel aus den Jahren 2005 bis 2012 konnte ermittelt werden, dass die Überlebensrate in den Sommer-, Herbst- und Wintermonaten sehr hoch und unabhängig von der Länge des jeweiligen Zugwegs war. Während des Frühjahrszugs lag die Mortalitätsrate bei den in Mauretanien überwinternden Vögeln mit 18% jedoch deutlich höher, als die der nur bis Frankreich (5%) oder auf die Iberische Halbinsel (6%) ziehenden Vögel.
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20.01.2015 totop

Wiedehopfe „imprägnieren“ ihre Eier durch ein spezielles Bakteriensekret

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Wiedehopfe nutzen ein spezielles Bürzeldrüsensekret zum Schutz ihrer Eier vor Infektionen.
© Thomas Hinsche
Forscher der Universität Granada und des Obersten Rats für wissenschaftliche Forschung CSIC, der größten öffentlichen Forschungseinrichtung Spaniens, sowie weiterer Institute haben entdeckt, dass Wiedehopfe ihre Eier mit einem selbst produzierten Bakteriensekret ummanteln, um damit die Schlupfrate zu erhöhen. Das Sekret, das innerhalb einer speziellen Struktur der Eischale eingelagert wird, hilft dabei, die Eier vor Infektionen zu schützen.

Die Forscher hinderten in ihrer Studie mehrere weibliche Wiedehopfe am „Imprägnieren“ ihrer Eier mit der durch die Bürzeldrüse der Vögel erzeugten Substanz. Die festgestellte Menge pathogener Bakterien in nicht geschlüpften Eiern lag in diesen Fällen signifikant höher als bei Bruten, in denen kein solcher Eingriff stattgefunden hatte. Das Bakteriensekret stellt demnach offenbar eine Barriere für den Eintritt von Krankheitserregern ins Innere des Eis dar.
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16.01.2015 totop

„Wochenende der Wasservögel“ — Internationale Wasservogelzählung und europaweite Zählung von Zwerg- und Singschwan

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Pfeifenten
© Hans Glader
Am bevorstehenden Wochenende, dem 17./18. Januar, schultern wieder viele Tausend Beobachter weltweit die Spektive, um im Rahmen des von Wetlands International organisierten International Waterbird Census (IWC) Wasservögel zu erfassen. Seit Ende der 1960er Jahre werden alljährlich Mitte Januar in mehr als 25.000 Gebieten in über 100 Ländern auf allen Kontinenten die Wasservögel gezählt. Eine in vielen Regionen ehrenamtlich getragene Gemeinschaftsleistung, die weltweit vermutlich ihresgleichen sucht. Mit über 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alleine in Deutschland ist die Wasservogelzählung auch hierzulande das umfangreichste und älteste Erfassungsprogramm in der Vogelwelt. Viele der Zählerinnen und Zähler beteiligen sich seit mehreren Jahrzehnten an der Erfassung und sorgen durch diese Kontinuität gleichzeitig für eine hohe Datenqualität. Über die international bedeutendste Zählung im Januar hinaus werden in vielen Hundert Feuchtgebieten vom Herbst bis zum Frühjahr Wasservögel erfasst, in einigen Gebieten wie dem Wattenmeer sogar rund ums Jahr. Das ehrenamtliche Engagement alleine zur Erfassung der durchziehenden und überwinternden Wasservögel beläuft sich auf rund 100.000 Stunden — jährlich!
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15.01.2015 totop

Nationale Meldeliste der Deutschen Avifaunistischen Kommission zum 1. Januar 2015 überarbeitet

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© DAK/DDA
Das Auftreten einiger sehr seltener Arten hat sich in den vergangenen Jahren deutlich geändert, sodass nach der letzten Aktualisierung vom 1.1.2011 eine Überarbeitung der nationalen Meldeliste notwendig wurde. Um einzelnen Einflugjahren weniger Bedeutung zukommen zu lassen, wird als Kriterium künftig nicht der Durchschnitt, sondern der Median herangezogen. Gestrichen werden generell alle Arten, von denen in den vergangenen zehn Jahren im Median mindestens acht Nachweise gelangen oder die regelmäßig in Deutschland brüten. Die rückwirkend ab dem 1.1.2015 gültige Meldeliste kann hier heruntergeladen werden.
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12.01.2015 totop

Buchtipp: Atlas des Vogelzugs — Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel

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© Aula-Verlag
Die Beringung von Vögeln ist nach wie vor eine der wichtigsten Methoden zur Erforschung des Vogelzugs. In Deutschland werden seit mehr als 100 Jahren Vögel beringt. Über 20 Millionen Tiere haben seither mehr als eine Million Rückmeldungen erbracht. Was bislang fehlte, war eine zusammenfassende Darstellung der Funde. Der „Atlas des Vogelzugs“ schließt diese Lücke, indem er die Daten der drei deutschen Beringungszentralen erstmals umfassend zusammenführt und in zahlreichen Karten und prägnanten Texten übersichtlich darstellt. Anhand der Funde von in Deutschland beringten bzw. mit einem auswärtigen Ring gefundenen Vögeln werden die Zug- und Überwinterungsgebiete der hierzulande brütenden, aber auch die Herkunftsgebiete durchziehender bzw. überwinternder Arten aufgezeigt. Darüber hinaus wird die Arbeit der zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter gewürdigt, die mit ihrem Einsatz seit jeher einen unschätzbaren Beitrag zur Vogelforschung leisten.
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08.01.2015 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Herbst 2014

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© Aula-Verlag
Der Herbst 2014 war in Deutschland der zweitwärmste seit Beginn flächendeckender Messungen im Jahr 1881. Auch die Vögel reagierten auf die milden Temperaturen und so gehen wir in der Januar-Ausgabe von DER FALKE in der Rubrik „Vögel in Deutschland aktuell“ der Frage nach „Wer blieb länger, wer kam später?“. Eine Reihe von Vogelarten wurde spät im Jahr noch ungewöhnlich zahlreich beobachtet. Besonders auffällig war dies bei Rotmilan und Weißstorch festzustellen. Wir vergleichen die Zahl der Beobachtungen mit der aus dem Herbst 2013. Doch nicht alle Arten waren häufiger als gewöhnlich zu beobachten. Wacholderdrosseln wurden deutlich seltener beobachtet.
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27.12.2014 totop

2014 — ein abwechslungs- und erfolgreiches Jahr

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© Karsten Berlin
Sie sind vergangen wie im Fluge, die letzten zwölf Monate. Neue Herausforderungen und der Abschluss zahlreicher Vorhaben ließen uns kaum Zeit, einmal innezuhalten, um die Erfolge unserer Arbeit zu genießen. Zwischen den Jahren wollen wir nun kurz Durchatmen und die wichtigsten Ereignisse Revue passieren lassen.
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21.12.2014 totop

Die Brandseeschwalbe — Seevogel des Jahres 2015

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© Christopher Plummer
Die Brandseeschwalbe ist der Seevogel des Jahres 2015. Der elegante Fischfänger brütet in Deutschland nur auf vier Nordseeinseln und an zwei Stellen der Ostsee. Rund 7.600 Paare wurden in diesem Jahr gezählt. Das teilte der Verein Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur am Samstag bei der Vorstellung der vom Aussterben bedrohten Vogelart in Ahrensburg (Schleswig-Holstein) mit.
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11.12.2014 totop

„NaturaList“-App zur mobilen Dateneingabe bei ornitho veröffentlicht

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© Biolovision
Seit wenigen Tagen ist die schon lange erwünschte ornitho-App „NaturaList“ kostenlos verfügbar. Erklärtes Ziel der Entwickler von Biolovision um Gaëtan Delaloye (selbst begeisterter Vogelbeobachter und Kartierer) war es, dass die Eingabe der Daten über die App mindestens so schnell sein sollte wie das herkömmliche Notieren der Beobachtungen auf Papier. Und sie sollte auch an Orten ohne Netzabdeckung und grenzüberschreitend funktionieren. All das ist eindrucksvoll gelungen!
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28.11.2014 totop

Aktualisierte Informationen über Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel

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© Mathias Putze
Seit dem Jahr 2002 trägt die Staatliche Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg (LUGV) verfügbare Daten zu Kollisionen von Vögeln und Fledermäusen an Windenergieanlagen (WEA) aus ganz Deutschland zusammen. Ziel der Datenbank ist es, die vorhandenen, bundesweit verstreuten Daten über Anflugverluste an WEA zusammenzutragen, durch diese Sammlung zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen und die Einhaltung von Mindeststandards bei der weiteren Datengewinnung und -dokumentation durchzusetzen.
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24.11.2014 totop

Hilfe für den Rotmilan: Artenhilfsprogramm des Landes Sachsen-Anhalt erschienen

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© LAU Sachsen-Anhalt
Mit ca. 2.000 Paaren brüten etwa 8 % aller Rotmilane der Welt in Sachsen-Anhalt. Das Land hat daher für die Erhaltung dieser Art deutschland-, europa- und auch weltweit eine besonders hohe Verantwortung. Schätzungen zufolge beläuft sich der Weltbestand auf lediglich 20.000-25.000 Brutpaare.

Experten aus dem Förderverein für Ökologie und Monitoring von Greifvogel- und Eulenarten, dem Museum Heineanum in Halberstadt und des Landesamtes für Umweltschutzes (Staatliche Vogelschutzwarte Steckby) haben nun ein Artenhilfsprogramm für den Rotmilan in Sachsen-Anhalt erarbeitet, das Anfang November auf der Jahresversammlung des Ornithologenverbandes Sachsen-Anhalt offiziell vorgestellt wurde. Das 160 Seiten umfassende Heft der Berichte des Landesamtes für Umweltschutz stellt die besondere Bedeutung Sachsen-Anhalts heraus, verdeutlicht die aktuelle Situation des Rotmilans im Land, analysiert Gefährdungsursachen und gibt Empfehlungen für seinen Schutz in Sachsen-Anhalt.
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Weitere Meldungen finden Sie hier

 

Bild"Vögel in Deutschland 2013"
behandelt auf 60 Seiten umfassend die Bestandssituation der Brutvogelarten und der überwinternden Wasservögel vor dem Hintergrund der Umsetzung der EU-Vogelschutzrichtlinie.

Vergabestand im Monitoring häufiger Brutvögel





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Häufige Brutvögel
Wasservogelzählung

Bild„Seltene Vögel in Deutschland 2011/12“ beinhaltet neben dem Seltenheiten-bericht der Jahre 2011 und 2012 auch Beiträge zum Auftreten von Steppenweihe und Polarmöwe in Deutschland sowie zu Nachweisen von Kumlienmöwe und Zwergtrappe.

BildInsbesondere der Habicht als Vogel des Jahres 2015, aber auch Seeregenpfeifer und Schleiereule werden als Arten genauer betrachtet. Daneben geht es um die Namensgebung der Vögel - warum heißt z.B. der Eisvogel so? - und auch ein Überblick über den Herbst 2014 in der Rubrik „Vögel in Deutschland aktuell“ darf nicht fehlen. Aber das ist längst nicht alles. Schauen Sie doch mal vorbei beim Falke Journal.

BildStatus, Karten, Brut- und Rastbestände, Rote Liste-Status, rechtlicher Schutz ... all das finden Sie in unserem Informationssystem
Vögel in Deutschland

BildDer Wiesenvogelschutz in den Niederlanden und die Uferschnepfe nehmen umfangreichen Raum in der aktuellen Ausgabe ein.
Inhalt / Zsfg.

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Bild"Der Falke" hat das Sonderheft Eulen herausgebracht. Mit zahlreichen Artikeln rund um Verbreitung, Gefährdung und Trends der gerade 10 in Deutschland lebenden Eulenarten plus Fischuhu und Omanfahlkauz werden tiefe Einblicke in die faszinierende Welt der Eulen geboten.

BildDas Buch gibt einen aktuellen Überblick über die Programme, Methoden, Konzepte, Anwendungs- gebiete und Auswertungsmöglichkeiten des Vogelmonitorings. Die Monitoring-Programme häufiger Brutvögel, seltener Brutvögel sowie rastender Wasservögel werden ebenso vorgestellt wie die organisatorischen Voraussetzungen eines international relevanten Vogelmonitorings in Deutschland. Die Darstellung weiterer Projekte wie ADEBAR runden den Überblick ab. Überdies werden Vorteile und Möglichkeiten des Online-Portals ornitho.de für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und das Monitoring beschrieben.
Bezug:
BfN-Schriftenvertrieb: Tel.: 0 25 01 / 8 01-3 00, Fax: 0 25 01 / 8 01-3 51 oder im Internet

BildMit einer Förder- mitgliedschaft im DDA helfen Sie uns, die Monitoringprogramme zu organisieren und die Ergebnisse zeitnah in Schutzmaßnahmen einfließen zu lassen.
pdfAufnahmeantrag [ 1.778 kb ]

BildDas Methoden- handbuch ist wieder gedruckt verfügbar und kann für 29,80 € bestellt werden.


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