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Der DDA ist der Zusammenschluss aller landesweiten und regionalen ornithologischen Verbände in Deutschland. Er vertritt damit etwa 11.000 Feldornithologen und Vogelbeobachter.

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16.08.2017 totop

Freizeitaktivitäten im Wald reduzieren Vielfalt und Häufigkeit von Vögeln

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Offenbrüter wie der Grauschnäpper sind von Störungen im Wald offenbar besonders betroffen
© Andreas Heiland
Freizeitaktivitäten finden oft draußen in der Natur statt und tangieren die Lebensräume und deren Bewohner. Viele Freizeitaktivitäten benötigen zudem gewisse Infrastrukturen von Wanderwegen bis zu Skiliften, welche teilweise die Habitate der Arten stark verändern. Eine der häufigsten Infrastrukturen sind Wege und Straßen. Durch ihren Bau geht Fläche verloren, und das Habitat wird z.B. über veränderte Lichtverhältnisse oder beeinträchtigten Wasserhaushalt unmittelbar sowie in der nahen Umgebung verändert. Außerdem zerschneiden Wege Lebensräume in kleinere Fragmente mit Folgen für die Tierwelt.
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15.08.2017 totop

Britische Waldvögel im Sinkflug

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© BTO
Vor wenigen Tagen wurde der Statusbericht zum Brutvogelmonitoring in Großbritannien für das Jahr 2016 veröffentlicht. Für 111 Vogelarten werden darin aktuelle Trends dargestellt. Besonders auffällig sind dabei die Entwicklungen in den britischen Wäldern. Während die Bestände der Sumpfmeise von 1995 bis 2015 um beunruhigende 41% zurückgingen, brach der Brutbestand der nahe verwandten Weidenmeise in diesem Zeitraum mit einem Rückgang um 80% quasi völlig zusammen. Auch einige weitere typische Arten der Wälder zeigen einen deutlich negativen Trend. Die Langstreckenzieher Grauschnäpper und Waldlaubsänger gingen innerhalb von gut 20 Jahren in Großbritannien um 38 bzw. sogar 57% zurück. Die Gründe für diese Entwicklungen sind vielfältig und hängen sowohl mit Zugrouten und Überwinterungsgebieten als auch mit den Habitaten im Vereinigten Königreich zusammen. Umfangreiche Forschungsprojekte werden hier hoffentlich in den kommenden Jahren konkretere Ergebnisse liefern.
Doch es gibt auch positive Nachrichten: Die Brutpopulation des Kleibers verzeichnete einen Zuwachs um 90%, die Bestände des Zilpzalp stiegen in den letzten 23 Jahren sogar um 109% an.
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15.08.2017 totop

GEO-Tag der Natur zieht positive Bilanz

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© GEO
Mehr als 430 Aktionen fanden anlässlich des GEO-Tages der Natur im Juni 2017 bundesweit in mehr als 260 Städten, Gemeinden und Regionen von der Ostsee bis in die Alpen statt. Forscher, Schüler und Interessierte schwärmten aus, um festzustellen, welche Tier- und Pflanzenarten in Metropolen, Städten und Gemeinden oder auch in Wald, Wiesen und anderen Biotopen leben und wachsen. Rund 13.000 Menschen, darunter auch zahlreiche Schulen mit etwa 1.500 Schülern, beteiligten sich an den Aktionen in ganz Deutschland. Zu den Highlights in diesem Jahr zählten unter dem Motto „Wie grün sind unsere Städte?“ die Hauptveranstaltung in Essen in Kooperation mit dem NABU Nordrhein-Westfalen sowie die Kooperation mit dem Centrum für Naturkunde (CeNak) und dem langen Tag der Stadtnatur der Loki-Schmidt-Stiftung in Hamburg.
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14.08.2017 totop

Experiment zur Orientierung junger Schreiadler mit überraschenden Ergebnissen

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In Naturbruten von Schreiadlern wird nur in seltenen Ausnahmefällen mehr als ein Jungvogel flügge. Entsprechend anfällig sind die Bestände und jeder Verlust ist für die Population von Bedeutung.
© Gunther Zieger
Die Bestandsentwicklung des Schreiadlers in Deutschland verläuft seit etwa Mitte der 1990er Jahre negativ und beträgt mittlerweile nur noch rund 100 Paare. Als Gründe werden vor allem Lebensraumzerstörung sowie Verfolgung auf dem Zug in die südafrikanischen Winterquartiere genannt. Schreiadler sind für den sogenannten „obligatorischen Kainismus“ bekannt, bei dem das zweite Küken („Abel“ nach der alttestamentlichen Überlieferung des Brudermordes Kains) in nahezu allen Fällen vom erstgeschlüpften getötet wird. Um die sinkenden Bestände zu stabilisieren wurden zwischen 2004 und 2016 insgesamt 85 zweitgeschlüpfte Jungvögel wilder Bruten in Gefangenschaft aufgezogen und später über Auswilderungsvolieren in Brandenburg freigelassen. 50 davon entstammten der rund 1000 Kilometer entfernten stabilen Population in Lettland. Zu Beginn dieses Experiments war unklar, ob die lettischen Adler den anstrengenden Zug in die afrikanischen Winterquartiere finden und überleben würden. Um dem genauer auf den Grund zu gehen, wurden 12 verlagerte sowie acht aus Deutschland stammende Schreiadler im 1. Kalenderjahr und neun hiesige Altvögel im Jahr 2009 mit GPS-Sendern ausgestattet.
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14.08.2017 totop

Rekordjahr für Stelzenläufer-Bruten in Großbritannien

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Der Brutversuch dieses Stelzenläufer-Paares 2017 auf Fehmarn verlief leider nicht erfolgreich
© Wolfgang Henkes
Genau wie in Deutschlands sind auch in Großbritannien Stelzenläufer alljährliche Gastvögel, die jedoch nur unregelmäßig und in stark schwankender Zahl zur Brut schreiten. 2017 stellt dort das bislang erfolgreichste Jahr für diese Art dar. Insgesamt 13 Jungvögel wurden in den südöstlichen Grafschaften Kent, Cambridgeshire und Norfolk flügge. Diese Zahl ist bemerkenswert, da im gesamten letzten Jahrzehnt nur wenige erfolgreiche Bruten dokumentiert wurden und die Anzahl der Jungvögel 2017 den bisherigen Nachwuchs aller Bruten von der Erstbrut 1986 bis 2016 übertrifft.
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31.07.2017 totop

Bartgeier „Durzon“ geschwächt aufgegriffen

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Der junge Bartgeier „Durzon“ verdankt sein Leben sicherlich dem besonnenen Einsatz der Naturschützer.
© Thomas Brandt
Der besenderte junge Bartgeier, der sich für einige Tage in Deutschland aufhielt (vgl. DDA-News vom 24.07.2017), wurde inzwischen eingefangen. Naturschützer haben den Vogel am 24. Juli völlig durchnässt in der Nähe seines letzten Schlafplatzes (der zuletzt georteten Position) finden können. Er war flugfähig, doch offenbar so geschwächt, dass er es nicht aus eigener Kraft über die Baumwipfel der Lichtung hinweg schaffte.
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31.07.2017 totop

Kappenammer und Brillengrasmücke – Zwei neue Brutvogelarten in Deutschland

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Männliche Kappenammer und männliche sowie juvenile Brillengrasmücke von den beiden Erstbruten für Deutschland
© Heiner Götz / Armin Kreusel
In der Vogelwelt kommt es laufend zu Veränderungen von Arealen und Beständen. Einige Arten werden immer seltener, andere zeigen – oft dank intensiver Schutzmaßnahmen – positive Trends. Hin und wieder gelingen auch Brutnachweise von Arten, deren Hauptverbreitungsgebiete eigentlich hunderte Kilometer entfernt liegen. Es kann sich dabei um Einzelfälle oder Vorreiter einer Arealausweitung handeln. Die möglichen Ursachen sind vielfältig und meist kaum zu klären. In Deutschland gelangen 2017 zwei bemerkenswerte Brutnachweise von Arten, die vermutlich kaum jemand als potenzielle neue Brutvogelart auf der Rechnung hatte.
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24.07.2017 totop

Wieder fliegt ein Bartgeier durch Deutschland – Wo ist „Durzon“?

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Gestern übernachtete der Bartgeier „Durzon“ nördlich des Steinhuder Meeres. Wo hält er sich aktuell auf?
© LPO
Bereits im vergangenen Frühjahr hielt sich über einen längeren Zeitraum ein junger Bartgeier in Deutschland auf. Er konnte dabei in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen gesichtet werden. Die letzten Beobachtungen stammten von der Nordseeküste – eine für Geier gefährliche Gegend, da fehlende Thermik das Fliegen sehr kräftezehrend macht. Über das weitere Schicksal des unmarkierten und unberingten Bartgeiers ist nichts bekannt. Hoffentlich hat er es wieder zurück in die Alpen, sein vermutliches Herkunftsgebiet, geschafft. Die Wissenschaftler der Stiftung zur Erhaltung der Geier (VCF) waren damals sehr erfreut über die tolle Mitarbeit der Vogelbeobachter. Auf diese Weise ließ sich der Gesundheitszustand des Vogels aus der Ferne recht gut bewerten. Da der Geier damals auch häufiger fressend beobachtet wurde, war auf ein Einfangen verzichtet worden.
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19.07.2017 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf das Frühjahr 2017

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© Aula-Verlag
Die Monate März bis Mai 2017 wurden vom Deutschen Wetterdienst als „deutlich zu warm, gebietsweise äußerst trocken und mit viel Sonnenschein“ umschrieben. Das fast frühsommerliche Wetter beschleunigte den Heimzug einiger Arten bis Mitte April offenbar deutlich. Ein Kälteeinbruch zu Ostern bremste die später ankommenden und bei uns durchziehenden Arten dann allerdings. Zwar entsprach die Ankunft der ersten Individuen bei den meisten Arten etwa dem Mittel der letzten fünf Jahre, die Hauptankunft verschob sich aber teils um mehrere Tage. Um diese Erkenntnis zu erlangen, haben wir die Daten der Beobachtungslisten ausgewertet. Auf den großen Mehrwert von Beobachtungslisten und wie diese zu verwenden sind, weisen wir in unserer Rückschau auf das Frühjahr 2017 hin.
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17.07.2017 totop

Zum ersten Mal überhaupt brüteten Steppenweihen 2017 in den Niederlanden

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Zum ersten Mal überhaupt brüteten Steppenweihen 2017 in den Niederlanden
© Martin Jordan
Die Steppenweihe ist eine Vogelart der eurasischen Steppen und Halbwüsten. Bereits seit den 1990er Jahren wird aber ein deutlich zunehmendes Auftreten westlich der Brutgebiete festgestellt und mehrfach kam es zu individuenreichen Einflügen. Die letzten Bruten in Mitteleuropa liegen lange zurück. In Deutschland gab es in den 1950er Jahren die letzten Brutnachweise. Nun gelang in den Niederlanden ein neuer Brutnachweis und der erste jemals dort dokumentierte. Beeindruckende Aufnahmen sind in einem Youtube-Video zusammengefasst worden.
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04.07.2017 totop

Wiesenweihen offenbaren erstaunliche Flugleistungen

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Nicht nur auf dem Durchzug, auch zur Brutzeit legen männliche Wiesenweihen täglich große Strecken zurück
© Gunther Zieger
Die beeindruckenden Strecken, die viele Langstreckenzieher wie die Küstenseeschwalbe zweimal pro Jahr zurücklegen, sind weit bekannt. Doch während man bei einigen Arten mittlerweile recht genau weiß, welche Strecken zwischen Brut- und Winterquartier zurückgelegt werden, haben sich bislang nur wenige Studien mit den Distanzen während der übrigen Zeit des Jahres beschäftigt. Mithilfe von GPS-Daten von 29 besenderten Wiesenweihen in Brutgebieten in Frankreich, den Niederlanden und Dänemark sind Wissenschaftler dieser Sache nun auf den Grund gegangen. Die Ergebnisse wurden im Wissenschaftsjournal Biology Letters veröffentlicht.
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04.07.2017 totop

Erst die Weibchen, dann die Männchen? Alters- und Geschlechterverhältnis bei Waldschnepfen auf dem Herbstzug

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Mehr als eine Million Waldschnepfen werden pro Jagdsaison allein in Frankreich geschossen
© Thomas Kirchen
Die Waldschnepfe ist mit 20-26 Millionen Individuen die häufigste und mit einer jährlichen Jagdstrecke von 2,7 Mio. auch die am häufigsten geschossene Watvogelart in Europa. Über das Alter der Vögel ist bereits relativ viel bekannt, weniger erforscht ist hingegen das Geschlechterverhältnis, da sich Männchen und Weibchen optisch nicht unterscheiden lassen. Eine aktuelle Auswertung brachte nun interessante Details zum Zuablauf hervor.
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Bild302 Teams mit über 1000 TeilnehmerInnen waren beim 14. bundesweiten Birdrace am Start — so viele wie nie zuvor:
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Vögel in Deutschland

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Bild„Vögel in Deutschland 2014“ behandelt auf über 70 Seiten die Hintergründe der in Vögel in Deutschland 2013 beobachteten Bestandsveränderungen sowie die Umsetzung der EU-Vogelschutzrichtlinie in Deutschland.

Bild„Seltene Vögel in Deutschland 2015“ beinhaltet neben dem Seltenheiten-bericht 2015 auch Beiträge zu Bulwersturmvogel, Zwergdrossel und über die Dokumentation von Seltenheiten.

BildDie bedrohte Vogelwelt und Möglichkeiten der Rettung sind Schwerpunkte der aktuellen Ausgabe. Es geht zur bedrohten Vogelwelt im Süden Äthiopiens, aber auch um gezielte Schutzmaßnahmen zugunsten des Wachtelkönigs und Maßnahmen zum Stopp des Braunkehlcheneinbruchs. Aber natürlich gibt es wie immer noch viel mehr zu entdecken - Schauen Sie doch mal rein: „Der Falke

Vergabestand im Monitoring häufiger Brutvögel





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Häufige Brutvögel
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Bild„Der Falke“ hat das sehr interessante Sonderheft Geier herausgebracht. Mit Artikeln rund um Gefährdung und Schutz, das falsche Bild des Geiers in der Öffentlichkeit, Monitoring, einer Übersicht europäischer Geier und vielem mehr wartet das Heft mit umfangreichem Fasswissen auf. Sie sollten unbedingt reinschauen. - „Der Falke“.

BildDas Buch gibt einen aktuellen Überblick über die Programme, Methoden, Konzepte, Anwendungs- gebiete und Auswertungsmöglichkeiten des Vogelmonitorings. Die Monitoring-Programme häufiger Brutvögel, seltener Brutvögel sowie rastender Wasservögel werden ebenso vorgestellt wie die organisatorischen Voraussetzungen eines international relevanten Vogelmonitorings in Deutschland. Die Darstellung weiterer Projekte wie ADEBAR runden den Überblick ab. Überdies werden Vorteile und Möglichkeiten des Online-Portals ornitho.de für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und das Monitoring beschrieben.
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BfN-Schriftenvertrieb: Tel.: 0 25 01 / 8 01-3 00, Fax: 0 25 01 / 8 01-3 51 oder im Internet

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