F+E Vogelmonitoring

F+E-Vorhaben Modul II
Schutzgebiete (insbesondere EU-Vogelschutzgebiete)

Schutzgebiete sollen in besonderer Weise zum Erhalt der biologischen Vielfalt und dementsprechend auch der bedrohten Vogelarten beitragen. Einer überwachung dieser Funktion durch ein geeignetes Monitoring kommt deshalb eine hohe Bedeutung zu, wobei sich große Berührungsbereiche mit den anderen in diesem F+E-Vorhaben geplanten Monitoringmodulen ergeben.

Für Schutzgebiete existieren durch internationale Verpflichtungen vergleichsweise konkrete Anforderungen für ein Monitoring. Die wohl umfassendsten folgen aus der Vogelschutz- bzw. der FFH-Richtlinie der EU, aber auch die Ramsar-Konvention, das Afrikanisch-Eurasische Wasservogelabkommen (AEWA) und zahlreiche weitere Konventionen (übersicht siehe Stickroth et al. 2003) fordern regelmäßige Bestands-überwachungen der Vogelwelt. Darüber hinaus besteht die Notwendigkeit, Schutzgebiete und die darin durchgeführten Maßnahmen (z.B. Vertragsnaturschutz.) regelmäßig einer Effizienzkontrolle zu unterziehen, um einen sachgerechten Einsatz der Ressourcen zu gewährleisten.

Ziel des Teilvorhabens "Schutzgebietsmonitoring" innerhalb des F+E-Vorhabens ist es, die Voraussetzungen zur dauerhaften Etablierung von fachlich aufeinander abgestimmten Vogelmonitoringprogrammen zu entwickeln, die den oben genannten Ansprüchen genügen und somit die Interessen des Bundes, der Länder und der Verbände beachten. Ein Schwerpunkt dabei wird die Optimierung der Zusammenarbeit zwischen den Behörden auf Bundes- und Länderebene, den Fachverbänden und den im Felde tätigen Amateuren sein.

Der Begriff "Schutzgebiete" wird weit gefasst und enthält neben klassischen Naturschutzgebieten und Nationalparks auch Biosphärenreservate, Feuchtgebiete Internationaler Bedeutung, Schutzgebiete nach der Vogelschutz- bzw. FFH-Richtlinie so-wie die von Naturschutzverbänden in Deutschland benannten Important Bird Areas (IBA).

zitierte Literatur

  • Stickroth, H., G. Schmitt, R. Achtziger, U. Nigmann, E. Richert & H. Heilmeier (2003): Konzept für ein naturschutzorientiertes Tierartenmonitoring – am Beispiel der Vogelfauna. Angewandte Landschaftsökologie 50: 1–397.

 

Bild„Vögel in Deutschland “ behandelt auf über 70 Seiten die Erfsssung rastender Wasservögel.