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31.12.2012 totop

Einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Neues!

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© Karsten Berlin
Es ist uns ein großes Anliegen und kommt von Herzen: Zum Jahresausgang möchten wir allen Freunden und Förderern, die sich in den zurückliegenden Monaten so nachhaltig für unsere gemeinnützigen Ziele und Zwecke engagiert haben, Danke sagen: Danke für die großartige Unterstützung des bundesweiten Vogelmonitorings, an dem sich bereits über 5.000 naturverbundene Bürgerinnen und Bürger mit wachsender Begeisterung beteiligen. Danke für Ihre Beiträge und Spenden, die es uns ermöglichen, solch bedeutende Projekte wie ADEBAR, den Atlas Deutscher Brutvogelarten, zu stemmen. Und Danke für die vielen spannenden Ideen und Anregungen, die uns immer wieder erreichen. Wir werden auch im kommenden Jahr unser Bestes geben, Ihre Vorschläge aufzugreifen und neue Wege einzuschlagen, um „wissenschaftliche Bürgerbeteiligung“ und angewandten Natur- und Vogelschutz noch enger und erfolgreicher miteinander zu verzahnen.
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21.12.2012 totop

Erste Ausgabe von „Seltene Vögel in Deutschland“

Bild zur Meldung Seit dem 1. Januar 2011 setzt die Deutsche Avifaunistische Kommission (DAK) als inhaltlich unabhängiger Fachausschuss im DDA die Arbeit der Deutschen Seltenheitenkommission (DSK) in enger Zusammenarbeit mit den Landeskommissionen auf Bundesebene fort. Ihre Jahresberichte erscheinen künftig in der neuen Reihe „Seltene Vögel in Deutschland“, die sich optisch eng an die seit 2007 jährlich erscheinenden Statusberichte „Vögel in Deutschland“ anlehnt. Neben dem Bericht der Kommission über die bundesweit dokumentationspflichtigen Beobachtungen eines Jahres (das auch als Nummerierung der einzelnen Ausgaben dient) gehören Artikel rund um das Thema „seltene Vögel“ zum Inhalt der neuen Reihe.
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20.12.2012 totop

Verheerende Auswirkungen der Silvesterknallerei auf Vögel

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Fliegende Stare bei Nacht.
© Kai Gauger
In einem Beitrag mit dem Titel „Vögel fliehen in Massen vor Feuerwerken“ werden in der in Kürze erscheinenden Januar-Ausgabe der Zeitschrift „Der Falke“ Ergebnisse einer niederländischen Studie zu Auswirkungen der mitternächtlichen Silvesterfeuerwerke auf Vögel präsentiert. Die Wissenschaftler konnten unter Anwendung einer neuen Methode mittels Wetterradar quasi in Echtzeit beobachten, wie in den Silvesternächten 2007/2008 bis 2009/2010 nach Einsetzen des Feuerwerks aufgeschreckte Vögel in Schockwellen vor der Knallerei bis in Höhen von fast 1000 Metern flohen. Der Artikel und die darin zitierten Originalarbeiten finden sich ab sofort aus aktuellem Anlass bereits vor Erscheinen der gedruckten Ausgabe auf der Internetseite von „Der Falke“ unter http://bit.ly/RGePqB

30.11.2012 totop

Vogelforschung im Wattenmeer im Überblick und im Detail — viele neue Erkenntnisse auf dem 9. Deutschen See- und Küstenvogelkolloquium in List auf Sylt

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In über 20 Vorträgen haben vor allem auch junge Referentinnen und Referenten ihre Forschungsergebnisse über die Entwicklung der Vögel in den Wattenmeer-Nationalparken vorgestellt.
© Mike Kuschereitz
Mehr als 170 Vogelkundler, Forscher und Naturschützer haben sich vom 23.—25. Nov. 2012 auf dem 9. Deutschen See- und Küstenvogelkolloquium in List auf Sylt über die Entwicklung der Vögel in den Wattenmeer-Nationalparken und in verschiedenen Küsten-Schutzgebieten ausgetauscht. In über 20 Vorträgen haben vor allem auch junge Referentinnen und Referenten ihre Forschungsergebnisse vorgestellt. „Die Diskussionen über die verschiedenen Forschungsergebnisse, Einflüsse und Gefährdungen sind unabdingbar, um geeignete Schutzkonzepte für die Vögel entwickeln zu können“, erklärte Bernd Hälterlein, Vogelexperte der Nationalparkverwaltung.
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27.11.2012 totop

The state of the UK′s birds 2012 — Bedrohlicher Rückgang der Seevogelbestände

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Die britischen Bestände der Dreizehenmöwe sind seit 1986 um mehr als die Hälfte zurückgegangen.
© Lutz Ritzel
In den vergangenen 45 Jahren sind in Großbritannien mit etwa 44 Millionen Individuen rund ein Fünftel aller Vögel verloren gegangen. Diese erschreckende Nachricht ist dem neuen Statusbericht "The State of the UK’s Birds 2012" zu entnehmen, den die Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) und der British Trust for Ornithology in Zusammenarbeit mit weiteren britischen Naturschutzorganisationen nun veröffentlicht hat. Der mittlerweile 13. Report zum Status der Vögel des Vereinigten Königreichs enthält aktuelle Ergebnisse der Monitoringprogramme in Großbritannien sowie in den britischen Überseegebieten.
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27.11.2012 totop

Rettet den Regenwald e.V. startet Protestaktion zum Schutz der Feldvögel

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Mit einem Bestandsverlust von rund 66 % in den vergangenen 30 Jahren gehört der Wiesenpieper zu den am stärksten zurückgehenden häufigen Brutvogelarten Europas.
© Jochen Gerlach
Die Ende Juli gemeinsam vom DDA und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) herausgegebene Pressemitteilung zu den dramatischen Bestandsentwicklungen der Vögel in der Agrarlandschaft wurde nun von der Hamburger Umweltschutzorganisation „Rettet den Regenwald“ für eine Protestaktion aufgegriffen. Der an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesumweltminister Peter Altmaier gerichtete Protestbrief „Unsere Feldvögel brauchen Hilfe von ganz oben“ kann auf der Internetseite des Vereins unterschrieben werden.

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24.11.2012 totop

Aktionsplan zum Schutz von Seevögeln verabschiedet

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Der Winterbestand der Eisente hat in der Ostsee stark abgenommen
© Christopher Plummer
Nach jahrelangen Verhandlungen hat die EU-Kommission nun einen Aktionsplan zur Reduzierung ungewollten Beifangs von Seevögeln verabschiedet. Bereits seit 2001 hatte sich BirdLife International für einen solchen Aktionsplan eingesetzt. Seitdem starben schätzungsweise mehr als 2 Millionen Seevögel in Fanggeräten der Schiffe in europäischen Gewässern. Hinzu kommen die vielen unter der EU-Flagge fahrenden Schiffe in den südlichen Meeren, in denen der Beifang zu den Hauptgründen zählt, warum mittlerweile 17 der 22 Albatros-Arten vom Aussterben bedroht sind. [mehr]

20.11.2012 totop

Europaweite Bestandstrends häufiger Brutvogelarten 2012

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Die aktuelle Übersicht zeigt die Bestandstrends von 148 häufigen Brutvögeln.
© EBCC
Seit dem Jahr 2010 erscheint die alljährliche Übersicht "Population Trends of Common European Breeding Birds" als praktisches Faltblatt. Der Bericht fasst die Aktivitäten des pan-europäischen Brutvogelmonitorings (PECBMS) zusammen. Die Bestandstrends von 148 in Europa häufigen Brutvogelarten für den Zeitraum von 1980 bis 2010 werden kurz und bündig dargestellt. Herausgeber des Berichtes ist der European Bird Census Council in Zusammenarbeit mit der Royal Society for the Protection of Birds, BirdLife International, der Czech Society for Ornithology und dem Bureau of Statistics of the Netherlands. Insgesamt 25 europäische Staaten steuerten Daten aus ihren nationalen Monitoringprogrammen für die Auswertungen bei. Mehr als 10.000 ehrenamtliche Kartierer beteiligten sich an den Erfassungen. Aus Deutschland stellten Martin Flade, Johannes Schwarz und Sven Trautmann die Daten aus dem DDA-Monitoring häufiger Brutvögel bereit. [mehr]

19.11.2012 totop

22. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburgischer Ornithologen

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Das neue Logo der ABBO
© ABBO
Die diesjährige Tagung der Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburgischer Ornithologen (ABBO) fand am 10. November 2012 im Jugendbildungszentrums Blossin statt. Das abwechslungsreiche Programm begann mit einem Vortrag von Torsten Langgemach, der einen Überblick über aktuelle Probleme des Vogelschutzes in Brandenburg gab und dabei besonders auf den Konflikt zwischen dem Ausbau erneuerbarer Energien und dem Vogelschutz einging. Dem stark gestiegenen Energiemais-Anbau wurden dabei die größten negativen Effekte zugesprochen. [mehr]

17.11.2012 totop

Adieu Tore! Der besenderte Schelladler verlässt Deutschland unbeobachtet

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Route von Schelladler Tore über Süddeutschland im November 2012.
© http://birdmap.5dvision.ee/
Durch seine enge Verwandtschaft zum bekannten „Phantom-Schelladler“ Tõnn, der seit Jahren im Frühjahr und Herbst über die Köpfe der deutschen Beobachterinnen und Beobachter hinweg zieht, ohne dabei entdeckt zu werden, war es vielleicht schon zu ahnen: Der besenderte Schelladler Tore hat Deutschland mittlerweile ungesehen in Richtung Süden verlassen und hält sich nun in der Schweiz auf.
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12.11.2012 totop

DDA-Mitgliederversammlung

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Rathaus in Alsfeld
© Klaus Foehl
Am vergangenen Wochenende trafen sich die Mitgliedsverbände des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten DDA aus dem gesamten Bundesgebiet im hessischen Alsfeld zu ihrer traditionellen Jahrestagung. Viele interessante Vorträge galten z.B. der Berichtspflicht Deutschlands gegenüber der EU zur Umsetzung der Vogelschutzrichtlinie oder den faszinierenden Ergebnissen des Vogelmonitorings in Deutschland. Auch die bahnbrechende Entwicklung des Internetportals ornitho.de zur Meldung von Vogelbeobachtungen im Internet war ein zentrales Thema. Nach nur einem Jahr Laufzeit haben dort bislang etwa 6.500 Melder, darunter viele Naturfreunde, aber auch Profi-Beobachter, fast drei Millionen Vogelbeobachtungen eingetragen! Diese Datenfülle ermöglicht Forschungsarbeiten zu naturschutzfachlichen und wissenschaftlichen Fragestellungen, die bislang undenkbar waren. Im Rahmen der Vorstandswahlen wurden Bernd Hälterlein (Schleswig-Holstein) als Vorsitzender, Stefan Stübing (Hessen) als sein Stellvertreter und Werner Eikhorst als Schatzmeister und alle Beiratsmitglieder einstimmig im Amt bestätigt.

08.11.2012 totop

Tipp: Neues Buch über Brutvögel wiedervernässter Flusstalmoore

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Das Tüpfelsumpfhuhn gehört zu den typischen Vogelarten der Flusstalmoore
© Thomas Krumenacker
Das Gezeter des Seggenrohrsängers, die Alarmrufe der Uferschnepfe, das Gemecker der Bekassine, das Geschnarre des Wachtelkönigs und die Pfiffe des Tüpfelsumpfhuhns — kaum ein anderer Lebensraum weist so viele exklusive Vogelarten auf wie die Flusstalmoore. Dieser Moortyp dominiert die Grundmoränenlandschaft des südlichen Ostseeraumes. Jedoch wurde auch kein anderer Lebensraum vom Menschen so gründlich in seiner ökologischen Funktionstüchtigkeit gestört. Insbesondere die großflächigen und tief gehenden Entwässerungen des 20. Jahrhunderts führten zum Verstummen zahlreicher Vogelarten. So ist etwa der Seggenrohrsänger heute vom globalen Aussterben bedroht. In Nordostdeutschland wurden in den letzten 15 Jahren große Anstrengungen unternommen, die Ökosystemleistungen der Flusstalmoore neu zu beleben. Dazu wurden über 20 000 Hektar Moorfläche wiedervernässt.
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06.11.2012 totop

ADEBAR-Auswertungen zeigen spannende Ergebnisse

adebarauswertung
ADEBAR zeigt: Zu den Arealgewinnern seit Mitte der 1980er Jahre gehören einige Greifvogel- und Eulenarten sowie Neozoen. Vögel der Agrarlandschaft sind nicht nur quantitativ, sondern auch in ihrem räumlichen Vorkommen auf dem Rückzug.

An den Texten sowie den letzten Auswertungen zum Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) wird derzeit mit Hochdruck gearbeitet. Wie die aktuellen Analysen der Daten zeigen, gibt es hinsichtlich der Verbreitung der Brutvogelarten in Deutschland seit Mitte der 80er Jahre sowohl „Gewinner“ als auch „Verlierer“.

Die Grafik zeigt dies deutlich. Dargestellt ist die Zu- bzw. Abnahme in der Rasterfrequenz, das heißt des prozentualen Anteils der von der jeweiligen Art besetzten Katiereinheiten. Auch wenn die zugrundeliegenden Rastergrößen verschieden waren (UTM-Raster für Daten aus den 80er Jahren und TK25 in der ADEBAR-Kartierung) lassen sich für eine Reihe von Arten interessante Schlüsse ziehen. Die Liste der Gewinner wird von der Nilgans angeführt, ein sogenanntes Neozoon, das Deutschland praktisch neu besiedelt hat. In ihren Beständen erholt und ausgebreitet haben sich eine Reihe von heimischen Greifvogel- und Eulenarten, wie Wanderfalke, Sperber, Seeadler und Uhu. Beim heimlichen Sperlingskauz ist die Zunahme im Verbreitungsbild eventuell auch auf den heute besseren Kenntnistand zurückzuführen.

Andere Arten stehen auf der Verliererseite. Auffallend viele davon sind Vögel der Agrarlandschaft, wie Braunkehlchen, Kiebitz, Grauammer und allen voran die Bekassine. Die ADEBAR-Ergebnisse zeigen, dass bei diesen Arten nicht nur die Bestände abgenommen haben, sondern auch das in Deutschland besiedelte Areal.

Um allen Kartierern, Paten, Spendern und Subskripenten die Wartezeit etwas zu verkürzen, möchten wir bis zur Veröffentlichung des Atlaswerkes auf www.stiftung-vogelmonitoring.de regelmäßig über aktuelle ADEBAR-Ergebnisse berichten. Noch steht der genaue Termin für den Druck und die Auslieferung des Atlas nicht fest. Aber Sie erfahren hier als erste, wann es soweit ist.

05.11.2012 totop

Dramatischer Rückgang der Vögel in der Agrarlandschaft auch in den Niederlanden

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Die Rebhuhn-Bestände sind in den Niederlanden in den letzten 50 Jahren um mindestens 93% zurückgegangen.
© Rosl Rößner
In den letzten 50 Jahren haben sich die Bestände einiger Vogelarten der Agrarlandschaft in den Niederlanden dramatisch negativ entwickelt. Untersuchungen von Sovon Vogelonderzoek Nederland an 27 ausgewählten Arten ergaben, dass die Bestände in diesem Zeitraum um 61-73% zurückgegangen sind. Dies entspricht dem Verschwinden von 3,3 bis 5,7 Millionen Brutpaaren.

Diese Entwicklung konnte auch auf europäischer Ebene beobachtet werden. Wie der DDA bereits Ende Juli berichtete, verschwanden laut einer Studie von BirdLife International und dem European Bird Census Council seit 1980 rund 300 Millionen Brutpaare der europäischen Agrarvögel. Ein ausführliches Positionspapier zur aktuellen Situation der Vögel der Agrarlandschaft in Deutschland haben die Deutsche Ornithologen-Gesellschaft (DO-G) und der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) erstellt. Der Rückgang in den Niederlanden ist ähnlich, scheint jedoch möglicherweise bereits etwas früher eingesetzt zu haben.
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02.11.2012 totop

Auf den Spuren von Bruder Tõnn: Schelladler Tore in Deutschland

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Die bisher eingeschlagene Zugroute von Schelladler Tore gleicht verblüffend dem Weg von Bruder Tõnn in dessen erstem Lebensjahr.
© http://birdmap.5dvision.ee/
Nach zwei kurzen Besuchen verließ uns der bekannte besenderte Schelladler Tõnn in diesem Jahr bereits Ende September ungesehen in Richtung Winterquartier. Seit dem 5. Oktober hält er sich nun traditionell im spanischen Naturpark El Hondo südwestlich von Alicante auf. Doch nun macht ein weiterer Schelladler in Deutschland von sich reden: Tõnns Geschwister Tore hält sich aktuell (noch?) bei uns auf. Der junge Schelladler unbekannten Geschlechts wurde in der vergangenen Brutsaison in Estland besendert und befindet sich nun im wahrsten Sinne des Wortes auf den Spuren von Tõnn. Vergleicht man die aktuelle Route von Tore mit dem Zugweg von Tõnn im ersten Herbst seines Lebens im Jahr 2008, so gleicht sich die Strecke sehr stark. Dies deutet daraufhin, dass der gewählte Zugweg genetisch veranlagt ist.
Am 31.10. flog Tore aus Polen kommend entlang der sächsisch/tschechischen Grenze und überquerte schließlich östlich von Bayreuth die Grenze nach Deutschland. Seine bis dato letzte Ortung stammt vom 1.11. aus Neunkirchen a. Sand im Nürnberger Land. Wie sein Bruder Tõnn, so wurde auch Tore auf seinem Zug bisher nicht beobachtet, sondern lässt sich nur anhand der Satellitentelemetrie verfolgen. Wir sind gespannt, ob noch eine Sichtung gelingt und wohin ihn der weitere Weg in diesem Herbst führen wird. Wird er vielleicht sogar ebenfalls bis nach El Hondo fliegen und dort auf seinen großen Bruder treffen? Die aktuelle Route von Tore sowie die aktuelle Position von Tõnn lassen sich wie immer hier mitverfolgen.

30.10.2012 totop

1 Jahr ornitho.de und ornitho.lu — herzlichen Dank für die Unterstützung!

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Verteilung der Daten im ersten ornitho-Jahr
© DDA
Am 30. Oktober 2011 wurden ornitho.de und ornitho.lu gestartet. Seither entwickelte sich das Portal prächtig, bereits nach etwa einer Woche hatte sich die 1.000 Person angemeldet, und am 25. März 2012 wurde der einmillionste Datensatz eingetragen. Heute, exakt nach einem Jahr, sind rund 6.300 Personen bei ornitho angemeldet und 2,7 Mio. Beobachtungen wurden eingetragen, 2,3 Mio. davon für den Zeitraum seit dem Start. Für diesen großen Zuspruch möchten wir allen Melderinnen und Meldern herzlich danken. Mit solch einer Bilanz am Ende des ersten Jahres hätten wir nicht gerechnet!
Über 303 Regionalkoordinatoren und Artspezialisten sichten auf Kreis-, Landes- und Bundesebene die eingehenden Beobachtungen, vergeben Ortsbezeichnungen und stehen bei Fragen den Meldern mit Rat zur Seite. Vielen Dank für die ungemein wichtige und zeitaufwändige Unterstützung!
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26.10.2012 totop

Erster digitaler Seevogel-Weltatlas vorgestellt

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Ausschnitt aus dem digitalen Seevogel-Weltatlas.
© http://www.birdlife.org/datazone/marine
Auf der UN-Biodiversitätskonferenz im indischen Hyderabad hat BirdLife International vor Kurzem den ersten digitalen Seevogel-Weltatlas vorgestellt. Er soll aufzeigen, welche Meeres- und Küstengebiete aus Sicht des Artenschutzes besonders bedeutsam und schützenswert sind. Der Atlas beschreibt rund 3.000 Gebiete als so genannte „Important Bird Areas“ (IBAs), die für den Schutz von Vögeln entscheidend sind.
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22.10.2012 totop

Deutsche Ornithologen-Gesellschaft mit neuem Vorstand

Bild zur Meldung Auf der 145. DO-G Jahresversammlung, die vom 3. bis 8. Oktober 2012 in Saarbrücken abgehalten wurde, ging eine Ära zu Ende: Der bisherige Präsident Prof. Dr. Franz Bairlein scheidet nach mehr als 10 Jahren aus dem Präsidentenamt aus. Sein Nachfolger PD Dr. Stefan Garthe tritt zum 1. Januar 2013 das Amt des DO-G-Präsidenten an. Ebenso verlässt nach 10 jähriger Amtszeit Dr. Wolfgang Fiedler den Vorstand und übergibt das Amt des Generalsekretärs Anfang nächsten Jahres an Dr. Ommo Hüppop. Auch Prof Dr. Hans Winkler gibt sein Vorstandsamt Ende des Jahres ab. Im Vorstand nachfolgen werden Prof. Dr. Martin Wikelski als erster und Dr. Hans-Ulrich Peter als zweiter Vorsitzender. Schatzmeister Joachim Seitz und Schriftführerin Dr. Friederike Woog wurden durch die Mitgliederversammlung in Saarbrücken im Amt bestätigt.
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15.10.2012 totop

Bekassine — „Vogel des Jahres 2013“ — mit stärkstem Brutarealverlust

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Durch die Zerstörung ihrer Lebensräume ist die Bekassine in Deutschland vom Aussterben bedroht.
© Ole Krome
Die vom Aussterben bedrohte Bekassine wurde zum „Vogel des Jahres 2013“ gekürt. In Deutschland leben heute nur noch 5.500 bis 6.700 Brutpaare. Damit hat sich der Bestand innerhalb von 25 Jahren etwa halbiert. Vergleicht man das von der Bekassine besiedelte Areal zu Zeiten der ersten bundesweiten Brutvogelkartierung „um 1985“ (RHEINWALD 1993) mit den aktuellen Ergebnissen aus dem Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) [ 1.468 kb ] aus den Jahren 2005-2009, so wird deutlich, dass die Bekassine unter allen Brutvogelarten Deutschlands diejenige ist, die den größten Lebensraumverlust hinnehmen musste. Neben der Bekassine sind unter den 15 am stärksten von Brutarealverlusten betroffenen Vogelarten [ 82 kb ] weitere Arten der offenen Kulturlandschaft vertreten, wie Steinkauz, Kiebitz und Braunkehlchen.
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10.10.2012 totop

Neuer Rundbrief des Fördervereins Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V.

Bild zur Meldung Angeregt durch die Arbeit anderer Verbände und Vereine in Sachsen, wird künftig mit Hilfe der ”Informationen aus Neschwitz“ in Abständen über Aktuelles und Neuigkeiten zum Förderverein Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V. berichtet. Dabei geht es weniger um das schnörkelfreie Endergebnis jahrelanger Recherchearbeit als vielmehr um eine zeitnahe offene Informationspolitik. In der ersten Ausgabe wird neben einigen organisatorischen Dingen aus der Geschäftsstelle auch über die Ausstellung „Neschwitzer Vogelschutzpavillon“ berichtet. Des Weiteren wird über verschiedene Projekte, wie ein Bodenbrüterprojekt, den Brutvogelatlas Sachsen sowie das Bundesprogramm Biologische
Vielfalt informiert. Der Infobrief schließt mit einer Presseschau mit Beiträgen über die Arbeit der Vogelschutzwarte.

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08.10.2012 totop

Zugvogelfest in Horumersiel

Bild zur Meldung Zum Abschluss der 4. Zugvogeltage laden die Nationalparkverwaltung „Niedersächsisches Wattenmeer“, das Nationalpark-Haus Wangerland, die Wangerland Touristik GmbH und die Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz e.V. (WAU) am 14. Oktober zu einem bunten Fest nach Horumersiel ein: Begleitet von Musik, Vorträgen, Spiel und Spaß werden vielfältige Informationen zu den Themen Vogelbeobachtung und Vogelschutz angeboten. Freuen Sie sich auf die Ausstellung aller Vogel-Collagen, die Kinder dieses Jahr für die Zugvogeltage gefertigt haben!
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04.10.2012 totop

Ein Schritt vor, zwei zurück? — NABU zieht Bilanz der EU-Naturschutzpolitik

Eine Woche vor Beginn des UN-Weltnaturschutzgipfels im indischen Hyderabad (8. bis 19. Oktober) hat der NABU zusammen mit seinen europäischen Partnerverbänden erstmals eine Bilanz der EU-Naturschutzpolitik vorgelegt. Dabei kommt die Studie zu einem ernüchternden Ergebnis.

Obwohl sich die Weltgemeinschaft bei der Vorgängerkonferenz im japanischen Nagoya vor zwei Jahren auf eine konkrete Strategie zur Rettung der biologischen Vielfalt geeinigt hatte, ist die EU seither lediglich in einem von sechs ihrer selbst gesteckten Ziele wesentlich vorangekommen: Einzelnen Arten konnte geholfen und das europaweite Schutzgebietsnetz fast komplettiert werden. Bei fünf der sechs Ziele steht Europa jedoch noch ganz am Anfang seines Weges. Dabei droht vor allem die europäische Agrarpolitik, die ersten zaghaften Erfolge zunichte zu machen. "Die EU-Staaten sind dabei, ihre Vorreiterrolle im weltweiten Naturschutz zu begraben. Wenn es in diesem Tempo weitergeht, rücken die in Nagoya vereinbarten Ziele in immer weitere Ferne", so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
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04.10.2012 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Sommer 2012

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An mehreren Stellen in Deutschland schritten 2012 Stelzenläufer zur Brut.
© Jochen Gerlach
In der Juli-Ausgabe der Zeitschrift "Der Falke" haben wir im ersten Beitrag der neuen Rubrik "Vögel in Deutschland aktuell" einen Rückblick auf das Frühjahr 2012 geliefert. Der Frühjahrszug ließ sich durch die vielen tausend Beobachtungsmeldungen bei ornitho sehr gut mitverfolgen. Ein Vierteljahr später folgt nun ein Überblick über die Sommermonate 2012. Durch die hervorragende Mitarbeit von mittlerweile mehr als 6.000 Personen konnten zwischen Juni und August mehr als eine halbe Million Beobachtungen gesammelt werden. Vielen Dank für Ihre großartige Unterstützung!
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01.10.2012 totop

4. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Bild zur Meldung Jedes Jahr im Herbst bietet sich Besuchern des Wattenmeeres ein einzigartiges Schauspiel, wenn Millionen von Zugvögeln auf dem weiten Weg von den nordischen Brutgebieten in die südlichen Winterquartiere hier einen Zwischenstopp einlegen. Zu den Zugzeiten gibt es weltweit kaum ein Gebiet mit größerem Vogelreichtum als den Nationalpark Wattenmeer!

Vom 6. bis zum 14. Oktober 2012 wird im gesamten Nationalpark — vom Dollart bis nach Cuxhaven, von Borkum bis Mellum — ein breit gefächertes Programm von Veranstaltungen rund um die Zugvögel des Wattenmeeres angeboten. An erster Stelle stehen Führungen und Exkursionen unter fachkundiger Leitung, zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Kutter in die faszinierende Landschaft des herbstlichen Wattenmeeres; Spannendes, Lehrreiches und Lustiges bieten reich bebilderte Vorträge; Spiele und Geschichten, Märchen und Musik, Kunst und Kulinarisches runden die eindrucksvollen Naturerlebnisse ab.
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28.09.2012 totop

145. DO-G-Jahresversammlung 2012 in Saarbrücken

Bild zur Meldung Vom 3. bis 8. Oktober 2012 findet auf Einladung von Herrn Dr. Wilhelm Irsch (Landesumweltministerium Saarland) die 145. Jahresversammlung der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft auf dem Campus der Universität Saarbrücken statt.
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26.09.2012 totop

Schelladler Tõnn verabschiedet sich in Richtung Spanien

Bild zur Meldung Nun ging es doch wieder schneller als erhofft: Der besenderte Schelladler Tõnn hat Deutschland innerhalb einer Woche unbemerkt durchquert und hält sich derzeit auf dem Weg in sein spanisches Winterquartier in Frankreich auf. Nachdem er am 13.9. den Fehmarnbelt überquert hatte, führte sein Weg Tag für Tag weiter in Richtung Südwesten. Im letzten Herbst wählte Tõnn dabei eine westliche Route über das Münsterland und den Niederrhein und erreichte Frankreich über die Niederlande und Belgien. Diesmal schien es beinahe so, als würde der Adler Nordrhein-Westfalen meiden wollen: Als er am 18.9. in der Nähe der Porta Westfalica das Wiehengebirge erreichte, schlug er einen südöstlichen Weg entlang der Landesgrenze zu Niedersachsen ein und drehte erst nördlich von Kassel wieder in seine Hauptzugrichtung Südwest ab. Quer durch Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland hatte Tõnn es dann scheinbar sehr eilig. Bereits am 20.9. flog er westlich von Saarbrücken über die Grenze nach Frankreich. Interessant ist, dass er dort eine Route über Nancy bis nach Dijon wählte, von wo seine derzeit letzte Ortung stammt (Stand: 23.9.). Genau über diese beiden Städte ist Tõnn auch im Herbst 2011 geflogen und das obwohl er im letzten Jahr mehr als 100 Kilometer weiter westlich die französische Grenze überquerte. Aktuell werden vermutlich die französischen Beobachterinnen und Beobachter hoffnungsvoll nach dem bekannten Schelladler Ausschau halten. Mit einer solch frühen Ankunft hatten sie aber wohl nicht gerechnet — im letzten Jahr kam Tõnn erst einen knappen Monat später in ihre Region. Die deutschen Vogelkundler müssen sich nun wieder bis zum kommenden Frühjahr gedulden, bis es wieder heißt: „Augen auf! — Tõnn hat sein Winterquartier verlassen und ist auf dem Weg nach Norden!“ Wir freuen uns schon jetzt auf den Moment wenn das „Katz-und-Maus-Spiel“ mit dem Adler in die nächste Runde geht.

Die weitere Route von Tõnn kann wie immer aktuell auf http://birdmap.5dvision.ee/ mitverfolgt werden.

25.09.2012 totop

Niedersächsischer Umweltpreis 2012 geht an Ornithologen Thomas Brandt

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Der erstplatzierte Thomas Brand erhielt von Umweltminister Birkner seine Medaille und die Urkunde
© Simona Bednarek
Am 20. September fand die Preisverleihung des Niedersächsischen Umweltpreises 2012
anlässlich eines Festaktes im Forum des Niedersächsischen Landtages statt. Der Niedersächsische Umweltpreis ist mit insgesamt 18.000 Euro dotiert. Zum Thema "Grünes Schwarz auf Weiß" werden dabei besondere journalistische Beiträge im Umweltbereich ausgezeichnet. [mehr]

25.09.2012 totop

31. Deutscher Naturschutztag in Erfurt verabschiedet Positionspapier

Bild zur Meldung Unter dem Motto „Neue Energien — neue Herausforderungen: Naturschutz in Zeiten der Energiewende“ luden der Bundesverband Beruflicher Naturschutz (BBN) e.V., das Bundesamt für Naturschutz (BfN), der Deutsche Naturschutzring (DNR) e. V. und das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz (TMLFUN) vom 17.-21.09.2012 zum 31. Deutschen Naturschutztag (DNT) nach Erfurt ein. Erstmals in Thüringen und im „Kaisersaal“ inmitten der historischen Erfurter Altstadt, bot der traditionsreiche Fachkongress wieder ein breit gefächertes und interessantes Themenspektrum. Die Auseinandersetzung mit Wind- und Wasserkraft, dem Ausbau der Energienetze und den Plänen für Pumpspeicherkraftwerke, den Chancen und Risiken der Biomasse und den rechtlichen Rahmenbedingungen sowie den gesellschaftlichen Aspekten der Energiewende bildeten einen Programmschwerpunkt, der kaum hätte aktueller sein können. [mehr]

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17.09.2012 totop

Schelladler Tõnn erneut in Deutschland!

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Flugroute von Tõnn im August (rot; Flugrichtung NO) und September 2012 (grün; Flugrichtung SW) über Fehmarn. (Stand: 13.09.2012).
© http://birdmap.5dvision.ee/
Nachdem der besenderte Schelladler Tõnn bereits im August wenige Tage in Deutschland verweilte, dann jedoch vorerst scheinbar die nördlicheren Breiten vor zog und die letzten Wochen auf der dänischen Insel Seeland verbrachte, wurde er vor einigen Tagen erneut in Deutschland geortet. Entlang der Vogelfluglinie führte sein Weg über die Ostseeinsel Fehmarn bis zu einem Waldstück bei Bad Oldesloe südwestlich von Lübeck. Letztmalig sendete Tõnn am 13.09. von dort aus seinen Standort. Wo hält er sich wohl aktuell auf? Ist es wieder nur ein kurzer Ausflug und hat er Deutschland bereits wieder verlassen oder zieht der Adler immer noch im deutschen Luftraum seine Kreise? Beobachtet hat ihn in Deutschland nach wie vor niemand. In diesem Jahr scheint Tõnn den deutschen Beobachterinnen und Beobachtern aber so viele Möglichkeiten zu bieten wie nie zuvor. Vielleicht gelingt ja doch noch eine Sichtung!
Den Zugweg von Tõnn kann man weiterhin sehr aktuell auf birdmap.5dvision.ee/ mitverfolgen. Wir sind gespannt, von wo Tõnns Sender das nächste Mal seine Position melden wird.

17.09.2012 totop

Deutsche Avifaunistische Kommission bittet um Seltenheitsmeldungen 2011

Bild zur Meldung Die Deutsche Avifaunistische Kommission (DAK) hat Anfang 2011 als nationale Seltenheitenkommission die Geschäfte von der Deutschen Seltenheitenkommission (DSK) übernommen. Im ersten Jahr standen viele grundlegende Aufgaben an, wie die Überarbeitung der Meldeliste, der Aufbau einer Datenbank, die Einrichtung einer Internetseite zur zeitnahen Rückmeldung an die Melderinnen und Melder (siehe hier) oder die Konzeption des jährlichen Berichts. Der erste Bericht der DAK Seltene Vogelarten in Deutschland 2010 steht kurz vor der Veröffentlichung und wird in attraktivem, neuem Gewand einen Überblick über das Auftreten bundesweit dokumentationspflichtiger Vogelarten hierzulande geben.
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12.09.2012 totop

50 Jahre nach "Stummer Frühling": Pestizideinsatz weiterhin zu hoch, viele Vogelarten gefährdet

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Der Index zeigt die Bestandsveränderung in Prozent der einzelnen Vogelarten in Bezug auf das Basisjahr 1996 (Haubenlerche Basisjahr 2000). Datenquelle: DDA
© BUND
Der BUND und der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) haben vor dem weiteren Rückgang der Vogelpopulationen in Regionen mit intensiver Landwirtschaft gewarnt. "50 Jahre nach Veröffentlichung des Buches 'Stummer Frühling', in dem die amerikanische Autorin Rachel Carson das von Agrarchemikalien ausgelöste Vogelsterben beschreibt, ist der Pestizideinsatz in der Landwirtschaft immer noch viel zu hoch", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger. Künftig müsse dem Arten- und Flächenschutz mehr Gewicht beigemessen werden. Erforderlich sei die drastische Reduzierung des Pestizideinsatzes, der zwischen 1994 und 2010 um ein Drittel auf derzeit rund 40.000 Tonnen im Jahr angestiegen sei. Besonders bedenklich seien neuartige Insektenvernichtungsmittel wie die Neonikotinoide, die schon in kleinsten Mengen hochgiftig auf Insekten wirkten und so die Nahrungsgrundlage der Vögel zerstörten.
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10.09.2012 totop

Die Wasservogelzählung startet in ihre 47. Saison — machen Sie mit!

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© Michael Radloff
Die Wasservogelzählung ist das älteste und umfangreichste Erfassungsprogramm in der Vogelwelt hierzulande: Seit den 1960er Jahren finden die Zählungen statt, in den letzten Wintern in über 1.500 Zählgebieten. Mindestens 2.000 ehrenamtliche Zählerinnen und Zähler tragen dazu bei, dass wir über die langfristigen Entwicklungen der Wasservogelbestände, ihre Bestandsgrößen und Verbreitungen sehr gut Bescheid wissen. Obgleich eine Zählperiode offiziell mit dem Juli beginnt, die „Hauptsaison“ der Wasservogelzähler wird am kommenden Wochenende (15./16. Sep.) eröffnet und geht bis April. „Höhepunkt“ ist jeweils die internationale Mittwinterzählung, die im Januar nahezu weltweit stattfindet und in Europa in diesem Winter mit einer synchronen Zählung der Kormoran-Schlafplätze kombiniert wird (12./13. Jan.).
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08.09.2012 totop

40 Jahre Niedersächsische Ornithologische Vereinigung

Bild zur Meldung Am 8./9. September wurde im Rahmen der Jahrestagung 2012 das 40jährige Jubiläum der Niedersächsischen Ornithologischen Vereinigung (NOV) im Freizeitheim Vahrenwald in Hannover gefeiert. Der niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Dr. Stefan Birkner sowie die 1. Bürgermeisterin Hannovers Regine Kramarek eröffneten die Veranstaltung mit persönlichen Grußworten, bevor die Besucher eine Reihe interessanter Vorträge zu verschiedenen vogelkundlichen Themen erwartete. Unter anderem berichtete Prof. Dr. Franz Bairlein über neue Methoden in der Vogelzugforschung. Die Festveranstaltung endete mit einem Vortrag über naturkundlich-ornithologische Exkursionen in Zentralasien. Am folgenden Tag wurden die Teilnehmer der Veranstaltung mit einer Exkursion in das Bissendorfer Moor verabschiedet.
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05.09.2012 totop

50jähriges Jubiläum des Arbeitskreises an der Staatlichen Vogelschutzwarte Hamburg

Bild zur Meldung Hamburg liegt am Zusammenfluss von Elbe und Alster, die eine einzigartige Stadtlandschaft mit grün gesäumten Wasserläufen, Parks und Kulturstätten prägen. Die Hansestadt nennt sich selbst "Europas grüne Metropole am Wasser". Dies wirkt sich natürlich auch auf die Vogelwelt aus, so gehört die Stadt zu den vogelreichsten Großstädten Europas. Erfahrene Feldornithologen tragen seit nunmehr 50 Jahren in einem formlosen Zusammenschluss Hamburger Vogelbeobachter wertvolles Datenmaterial zusammen, das nicht nur dem regionalen Vogelschutz dient, sondern auch die Grundlage für internationale Schutzmaßnahmen bildet. Der Arbeitskreis an der Staatlichen Vogelschutzwarte Hamburg ist heute die zentrale Institution für die systematische und wissenschaftlich fundierte Sammlung und Auswertung ornithologischer Daten in Hamburg und Umgebung. Mittlerweile gehören diesem Kreis rund 150 aktive Vogelbeobachterinnen und -beobachter an, mehr als 400 an der Vogelwelt Interessierte verfolgen regelmäßig die Aktivitäten des Arbeitskreises.
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03.09.2012 totop

13. Jahrestagung der Koordinatoren des Monitorings rastender Wasservögel

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© Johannes Wahl
Auf Einladung von Günter Süßmilch, Landeskoordinator u.a. der Wasservogelzählung im Saarland, sowie des Ornithologischen Beobachterrings Saar (OBS), trafen sich die Koordinatorinnen und Koordinatoren des Monitorings rastender Wasservögel in Deutschlands zu ihrer 13. Jahrestagung in Orscholz im Saarland. Auf der Tagesordnung stand u.a. ein ausführlicher Rückblick auf die Ergebnisse des Berichts „Vögel in Deutschland 2011“, der rastende Wasservögel zum Schwerpunkt hatte. Dabei wurde deutlich, welch große Fortschritte im Bereich der Rastvogelerfassungen in den letzten Jahren gelangen. So werden heute deutlich mehr Zählungen an mehr Gewässern durchgeführt, als noch vor 20 Jahren und ein größeres Artenspektrum erfasst. Dementsprechend sind präzisere Aussagen zur Entwicklung der Rastbestände hierzulande möglich. Johannes Wahl, Bundeskoordinator des Monitorings rastender Wasservögel, dankte allen Koordinatorinnen und Koordinatoren für die große, in vielen Regionen ehrenamtliche Unterstützung. Sie betreuen das Netzwerk der über 2.000 ehrenamtlichen Zählerinnen und Zähler, die für die hervorragende Datengrundlage und Aussagekraft bei dieser Artengruppe sorgen. [mehr]

01.09.2012 totop

Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland wird 75 - herzlichen Glückwunsch!

Bild zur Meldung Die Vogelschutzwarte, diesich erst seit kurzem — nach Komplettrenovierung und Ausbau ihres „Amtssitzes“ — in neuem, schönen Kleid präsentiert, feierte am 1. September ihr 75-jähriges Jubiläum. Der DDA gratuliert der Drei-Länder-Institution »für Vögel und Menschen«, wie Mark Weinmeister, Staatssekretär des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, in seinem Grußwort das Selbstverständnis dieser über die Grenzen der drei Bundesländer anerkannten Einrichtung des Vogelschutzes auf den Punkt brachte, aufs Herzlichste. [mehr]

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27.08.2012 totop

Vogelschutzcamps im Herbst 2012

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Interessenten an den Aktionen können sich auf der Seite des Komitees bewerben.
© Komitee gegen den Vogelmord
Das Komitee gegen den Vogelmord wird im Herbst 2012 wieder umfangreiche Vogelschutzaktionen im ganzen Mittelmeerraum durchführen. Den Auftakt macht dabei unser „Ortolan-Camp“ in Südfrankreich, das am 24.08. begonnen hat und noch bis zum 02.09. andauern wird. Der Schwerpunkt liegt hier auf dem Abbau von Fanganlagen für die in Deutschland gefährdete Ammerart. Der zweite Einsatz findet vom 14.09. bis 07.10. auf Malta und Gozo statt. Bei diesem Camp geht es um die Überwachung der Schlafplätze für Greifvögel, Störche und Reiher, aber auch um die Arbeit gegen den Fang von Wat- und Singvögeln. Das Camp auf Zypern, wo Singvögel mit Leimruten und Netzen gefangen werden, startet am 27.09. und endet ebenfalls am 07.10.. Unser großes Vogelschutzcamp in Norditalien ist erstmals sechswöchig: Vom 29.09. bis zum 11.11. sind wir zwischen Garda- und Iseosee gemeinsam mit der Forstpolizei im Einsatz. Ziel ist es hier, Wilderer in flagranti an ihren Fallen und Netzen zu überführen. Im November und Dezember folgen weitere Einsätze in Valencia (Leimruten), Ligurien (Steinquetschfallen) und auf Sardinien (Rosshaarschlingen). Wir erwarten insgesamt rund 170 Komitee-Mitglieder zu den Camps. Die meisten Teilnehmer kommen aus Italien, Deutschland und Großbritannien, aber auch Aktivisten aus den USA, Ungarn, Polen, Zypern und Malta werden die Arbeit in diesem Jahr unterstützen. [mehr]

23.08.2012 totop

Neue Rote Liste der IUCN: Eisente und Samtente weltweit gefährdet

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Ein starker Bestandseinbruch war ausschlaggebend für die Aufnahme der Eisente in die IUCN Red List. Sie wird jetzt als "gefährdet" eingestuft.
© Christoph Moning
Vor kurzem veröffentlichte BirdLife International die im Auftrag der International Union for Conservation of Nature (IUCN) erstellte Revision der Roten Liste weltweit bedrohter Vogelarten. Diese zeigt, dass nicht nur endemische Vogelarten geographisch begrenzter Lebensräume vom Aussterben bedroht sind, wie dies noch vor Jahrzehnten fast ausschließlich der Fall war, sondern dass sich auch die Bestandsituation einiger weit verbreiteter Vogelarten deutlich verschlechtert hat. Erstmalig ist die Zahl der weltweit gefährdeten Arten, die regelmäßig in Deutschland vorkommen, nicht mehr an den Fingern einer Hand abzuzählen: Zwerggans, Großtrappe und Seggenrohrsänger gelten schon länger als "gefährdet". Der nur ausnahmsweise in Deutschland brütende Würgfalke wurde jetzt sogar als "stark gefährdet" heraufgestuft. Neu auf der Roten Liste sind mit der Eisente und der Samtente zwei Meeresenten, deren Populationen zu erheblichen Anteilen in deutschen Hoheitsgewässern rasten und überwintern. Auf der Vorwarnliste stehen zudem unter anderem Moorente, Rotmilan, Uferschnepfe und Großer Brachvogel, aber auch hierzulande bereits als Brutvogel ausgestorbene Arten wie die Blauracke.
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20.08.2012 totop

Nächste Chance verpasst: Schelladler Tõnn machte Ausflug nach Deutschland

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Route von Tõnn im Sommer 2012 (Stand: 19.08.2012).
© http://birdmap.5dvision.ee/
Seit einigen Jahren zieht der besenderte Schelladler Tõnn zweimal jährlich durch Deutschland, ließ sich dabei jedoch noch kein einziges Mal beobachten. Vor einigen Tagen ist der berühmte Adler abermals in Richtung Süden aufgebrochen. Nachdem er den Sommer mit kleinen Ausflügen nach Norwegen vor allem in Schweden verbracht hat, nahm Tõnn am 8.8. Kurs auf Deutschland. Sein Weg führte ihn an Göteborg und Kopenhagen vorbei über die dänische Insel Fünen. Am 15. August machte Tõnn dann den Sprung über die Grenze und erreichte westlich von Flensburg Deutschland. Es ging dann in südöstlicher Richtung an Kiel vorbei bis in die Nähe von Bad Schwartau. Von dort schlug Tõnn am 16.8. jedoch einen Weg ein, mit dem sicher niemand gerechnet hatte: Es ging in nordöstlicher Richtung über den Fehmarnbelt zurück nach Dänemark. Hat ihn das Heimweh gepackt oder waren die sommerlichen Temperaturen der letzten Tage doch zu hoch für den Gast aus dem Norden?
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07.08.2012 totop

Ältestes Albatros-Fossil des Nordseeraumes entdeckt

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Ein echter Flugkünstler der heutigen Zeit: der Schwarzbrauenalbatros
© Martin Grimm
Wissenschaftler des Senckenberg Forschungsinstitutes in Frankfurt wiesen erstmals einen fossilen Albatros im frühen Tertiär des Nordseeraumes nach. Die Knochen des Vogels sind etwa 30 Millionen Jahre alt und zeigen, dass die Seevögel schon zu dieser Zeit die beträchtliche Größe ihrer heutigen Verwandten erreichten. Die Studie wurde im Fachjournal "The Auk" veröffentlicht.
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03.08.2012 totop

"Methodenstandards zur Erfassung der Brutvögel Deutschlands" wieder verfügbar

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Methodenhandbuch
© DDA
Die seit längerer Zeit in gedruckter Form vergriffenen und nur noch in digitaler Form erhältlichen "Methodenstandards zur Erfassung der Brutvögel Deutschlands" sind nun auch wieder als Buch verfügbar. Das von der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten und dem DDA herausgegebene Werk setzt für die Erfassung der Brutvogelarten Deutschlands einheitliche Standards. Der unveränderte Nachdruck der ersten Auflage stellt auf fast 800 Seiten alle gängigen Erfassungsmethoden für Brutvögel ausführlich vor und gibt für jede Brutvogelart in Deutschland in einem zweitseitigen Steckbrief spezielle Hinweise zur Erfassung. Für alle ehrenamtlich wie professionell tätigen Ornithologen gehört das "Methodenhandbuch" zum unverzichtbaren Handwerkszeug.
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30.07.2012 totop

Seevögel in der deutschen AWZ von Nord- und Ostsee — Monitoringbericht 2010/11 erschienen

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Mittelsäger.
© Christopher Plummer
Der aktuelle Bericht zum Monitoring von Seevögeln in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftzone (AWZ) von Nord- und Ostsee ist jetzt verfügbar. Der vom Forschungs- und Technologiezentrum Westküste (FTZ) der Universität Kiel im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz erstellte Bericht beschreibt die Ergebnisse der schiffs- und flugzeuggestützten Seevogelerfassungen aus der Monitoring-Berichtsperiode 2010/11.
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24.07.2012 totop

BfN und DDA weisen auf dramatische Bestandsentwicklungen der Vögel in der Agrarlandschaft hin

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Der Bestand des Feldsperlings nahm in den letzten 20 Jahren um mehr als 30 % ab.
© Karsten Berlin
Seit 1980 ist in der Europäischen Union jeder zweite Vogel in der Agrarlandschaft verloren gegangen. "Allein in Deutschland sind seit 1990 mehr als eine Million Feldlerchen verstummt, eine Entwicklung, die besorgniserregend ist," sagte Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz. "Denn dies ist nur ein Beispiel von vielen Arten, deren Bestände unter der Intensität der Landnutzung leiden", so BfN-Präsidentin Jessel. Eine jetzt vorgelegte europaweite Analyse zeigt den dringenden Handlungsbedarf auf.
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12.07.2012 totop

Statusbericht "Vögel in Deutschland 2011" erschienen

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Der diesjährige Bericht umfasst 76 Seiten und ist reich und ansprechend bebildert.
© DDA
Der Bericht "Vögel in Deutschland 2011" wurde heute offiziell veröffentlicht. Dieser wird jährlich gemeinsam vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten und dem Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) erarbeitet. Der Bericht beschäftigt sich anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Ramsar-Konvention mit Wasservögeln außerhalb der Brutzeit und dem Feuchtgebietsschutz in Deutschland. Die Bemühungen um den Schutz wandernder Wasservogelarten haben in Deutschland meßbare Erfolge gebracht. Hier dürfen wir jedoch nicht nachlassen, und für mehrere Wasservogelarten sind konkrete Schutzmaßnahmen notwendig. [mehr]

11.07.2012 totop

Rückblick auf das Frühjahr 2012

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Die ersten Neuntöter erschienen in diesem Jahr pünktlich zum Ende der letzten April-Pentade.
© Michael Radloff
Die beeindruckende Fülle an Informationen zu aktuellen Entwicklungen in der Vogelwelt, die seit der Einführung von ornitho gesammelt worden sind, bietet Gelegenheit, zeitnah einen Rückblick über die Geschehnisse der vergangenen Monate zu geben. Aus diesem Grund startet mit der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Der Falke" die neue Rubrik "Vögel in Deutschland aktuell", die künftig vierteljährlich einen Rückblick auf die vergangene Jahreszeit liefert. Im ersten Beitrag wird das Frühjahr 2012 behandelt. Fast 900.000 Beobachtungen wurden in den Monaten März bis Mai diesen Jahres von den mittlerweile über 5.000 angemeldeten Personen beigesteuert. Der Frühjahrszug ließ sich dadurch sehr gut mitverfolgen. Einige interessante Beispiele haben wir im aktuellen Beitrag herausgegriffen, die zeigen, welche neuen Möglichkeiten sich durch die zentrale Zusammenführung der Zufallsdaten bieten. Dass sich unter den vielen Zugvögeln auch die eine oder andere Rarität versteckt hat, zeigt ein Überblick der Seltenheiten des Frühjahrs 2012.
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02.07.2012 totop

Erster Brutnachweis des Teichwasserläufers in Deutschland

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Benno Moreth gelang am 11.5. die Aufnahme der Paarung der Teichwasserläufer in Bliestorf.
© Benno Moreth
Nachdem in diesem Jahr bereits der schon erwartete erste Brutnachweis des Silberreihers in Deutschland gelang und an mehreren Stellen die hierzulande nur unregelmäßig brütenden Stelzenläufer nach dem Einflug ab Ende April zur Brut schritten, konnte nun eine weitere Vogelart erstmalig als Brutvogel in Deutschland nachgewiesen werden: In Bliestorf in Schleswig-Holstein konnten Vogelkundler den ersten Brutnachweis des Teichwasserläufers für Deutschland erbringen. Nachdem bereits im Mai ein Paar Teichwasserläufer in dem Feuchtgebiet bei der Kopulation beobachtet und auch fotografiert werden konnte, gelang den Ornithologen Benno Moreth, Bernd Koop und Stefan Krüger nun der Nachweis von zwei Altvögeln, die vier Junge führten.
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21.06.2012 totop

Seine Majestät kehrt zurück — Werden Sie ADEBAR-Pate!

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Etwa 720 Seeadler-Paare gab es 2010 in Deutschland
© Rosl Rößner
Unter dem Titel "Seine Majestät kehrt zurück" berichtet das Wochenmagazin "stern" in seiner heute erschienenen Ausgabe in einem herrlich bebilderten Beitrag über den erfreulichen Aufschwung des Seeadlers in Deutschland und dessen aktuelle Verbreitung hierzulande. Die Verbreitungskarte basiert auf Kartierungen, die von mehr als 3.000 Ehrenamtlichen im Zeitraum von 2004 bis 2009 durchgeführt wurden. Sie wird — wie auch diejenigen aller anderen heimischen Brutvogelarten — in Kürze im Atlas deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) veröffentlicht werden. [mehr]

20.06.2012 totop

Britische Flussseeschwalbe fliegt "bis zum Mond"

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Flussseeschwalben legen auf ihrem Weg zwischen Brutgebiet und Winterquartier tausende Kilometer zurück.
© Thomas Hinsche
Im Juli 1987, kurz vor den Olympischen Sommerspielen in Seoul, ruderten der Biologielehrer Roger Kiddie und der Ornithologe Cliff Scharr zur Seeschwalbenkolonie Cliffe Pools an der Themse-Mündung östlich von London hinaus, um dort unter den Attacken der Altvögel zahlreiche Flussseeschwalben-Küken zu beringen. Seit den 1970er Jahren brütet der elegante Seevogel auf der Insel, die bei der Flutung eines alten Zementwerks entstand. Flussseeschwalben überwintern an den Küsten Westafrikas, was für die Brutvögel von Cliffe Pools eine alljährliche Flugstrecke von rund 16.000 Kilometern bedeutet. Die Vögel verbringen durch den weiten Zugweg zwischen Brutgebiet und Winterquartier einen Großteil ihres Lebens auf dem Meer.
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20.06.2012 totop

90 Jahre BirdLife International — Herzlichen Glückwunsch!

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© BirdLife International
BirdLife International wurde am 20. Juni 1922 als International Council for Bird Preservation (ICBP) gegründet. Das Gründungstreffen, an dem Delegierte aus Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und den USA teilnahmen, fand in der Wohnung des britischen Finanzministers in London statt. Am Ende der Sitzung hatten sie die Grundzüge "der ersten wirklich internationalen Naturschutzorganisation" aufgestellt, wie es später der schwedische Professor Kai Curry-Lindahl formulierte. Innerhalb von drei Jahren hatte das ICBP Mitgliedorganisationen auf fünf Kontinenten. Das ICBP entwickelte sich rasch zu einem beeindruckenden Netzwerk. Unter den ersten Mitgliedorganisationen des ICBP waren nationale Naturschutzorganisationen, die später BirdLife-Partner werden sollten, darunter auch der der Deutsche Bund für Vogelschutz (heute NABU) als Vertreter für Deutschland. [mehr]

01.06.2012 totop

Neue Homepage mit Informationen rund um den Schreiadler

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Per Kamera lässt sich die Brut der lettischen Schreiadler live mitverfolgen.
© Teiču dabas rezervāta administrācija
Die Gefahr, dass der Ruf der Schreiadler in Deutschland verstummt, ist größer denn je. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg leben nur noch etwa einhundert Brutpaare! Seit vielen Jahren engagiert sich die Deutsche Wildtier Stiftung für den Schreiadler und ist u.a. mehrfacher Artpate des Schreiadlers bei ADEBAR (Atlas deutscher Brutvogelarten). Auf der Seite www.Schreiadler.org hat die Stiftung nun zahlreiche Informationen zum Schreiadler und ihren Schutzprojekten zusammengetragen. Die Internetseite wurde im Rahmen des Projektes zur "Sicherung und Optimierung von Lebensräumen des Schreiadlers in Mecklenburg-Vorpommern" erstellt. Das Projekt wird als E+E-Vorhaben vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. [mehr]

30.05.2012 totop

"Lange Nacht der Singvögel" im Deutschlandradio

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Sumpfrohrsänger bauen in ihren Gesang gerne Elemente afrikanischer Vögel ein.
© Mathias Putze
Wie kann es sein, dass noch bis in die 1970er Jahre hinein Dompfaffe im Freiburger Land Bauernlieder sangen, die bei den Bauern längst in Vergessenheit geraten waren? Warum hören wir im Frühling von Zugvögeln afrikanische Gesänge? Ein Leierschwanz, der nicht nur fast alle seine Dschungelmitbewohner, sondern auch Holzfäller- und Kamera-Verschlussgeräusche nachmacht ...
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22.05.2012 totop

Sachpreis-Verlosung Birdrace 2012 — Herzlichen Glückwunsch?!

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Original-Gemälde "Große Brachvögel"
© Ute Bartels
632 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren in diesem Jahr beim Birdrace dabei, 77 Sachpreise waren in der Lostrommel. Die Chancen, zu den Glücklichen zu zählen, waren somit wieder einmal hoch — insbesondere dann, wenn das eigene Team Spenden für ornitho.de einwarb oder wenn das Team am 5. Mai emissionsfrei, d.h. ohne Auto, unterwegs war. Die folgenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern dürfen sich neben den hoffentlich schönen Erinnerungen an den Birdrace-Tag auch über einen attraktiven Gewinn freuen: [mehr]

21.05.2012 totop

Specht-Tagung vom 1-3 Juni in Kelkheim (Hessen)

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Hessen beherbert bundesweit mit 5000-9000 Paaren das größte Vorkommen des Mittelspechtes
© Rosl Rößner
Vom 1-3. Juni lädt die Fachgruppe Spechte der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft zu ihrer Jahrestagung nach Kelkheim (Hessen) ein:
Hessen ist Spechtland. Das liegt an seinem hohen Laubwaldanteil. Das liegt aber auch an einer langen Tradition in der Erforschung der heimischen Spechtarten. Hessen ist die Heimat von Dieter Blume, dem Nestor der deutschen Spechtforschung. Hier haben Kerstin Höntsch und Eva Rossmanith Licht in das versteckte Leben der Kleinspechte gebracht. Und heute verfolgt Rolf Hennes hier das Leben einer farbberingten Population von Bunt- und Mittelspechten. [mehr]

12.05.2012 totop

Die Reise zweier englischer Kuckucke

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Mehrere Kuckucke konnten durch Besenderung auf ihrem kompletten Zugweg nach Afrika und zurück verfolgt werden
© Robert Mayer
Im Sommer 2011 startete der British Trust for Ornithology (BTO) ein Projekt, um mehr über die Zugwege und -strategien des Kuckucks von England nach Afrika zu erfahren. Gründe waren unter anderem Bestandsrückgänge von mehr als 50 % in den letzten 25 Jahren in Großbritannien. Für das Projekt wurden 5 Kuckucke im Brutgebiet mit nur 5g schweren solar-betriebenen Sendern ausgestattet. [mehr]

09.05.2012 totop

Birdrace 2012: Ein feuchtes Vergnügen

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Zu Luftsprüngen aufgelegt waren angesichts des Wetters nicht alle der 638 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die meisten nahmen es aber mit Humor und machten das Beste daraus.
© DJN Freiburg
Birdrace ist ein Frischluftsport, und da muss man mit den Bedingungen leben, die uns Petrus kredenzt. Das hat sich bei der neunten Austragung am vergangenen Samstag wieder einmal bewahrheitet: mal sind die Vögel kooperativ, mal das Wetter, oft beides, aber selten auch weder noch. Und so wurde der von vielen lang ersehnte Tag für so manches Team zu einem feuchten, teils nassen Vergnügen. Am schlimmsten erwischte es das hessisch-thüringische Bergland, das Frankenland sowie den gesamten Westen vom südlichen Niedersachsen bis nach Baden-Württemberg. Nur an den Küsten, im Osten und ganz im Süden blieb es trocken, ja es lachte mancherorts sogar den ganzen Tag die Sonne. So waren die Bedingungen doch etwas unterschiedlich, aber es stellte sich auch etwas ausgleichende Gerechtigkeit ein, nachdem vor zwei Jahren über dem Norden Nebel und Regen ein "Flugverbot für Greifvögel" verhängte und sich andere Regionen über beste Bedingungen freuten.
Aber wie man den Kommentaren und Teamfotos entnehmen kann, nahmen es die meisten der 165 Teams — was ein weiteres Mal eine Steigerung bedeutete — mit Humor. So schrieben die SEHadler des NABU-Fronhausen als Highlight: "Regenklamotten haben dicht gehalten!", für Buteo1DO waren es "knapp 100 Minuten ohne Regen", für die Düssel-Ticker leider nur "10 Minuten Regenpause" und für die Dormunder Schnepfen war es das Schönste "als es um 18 Uhr endlich aufhörte zu regnen". C’est la vie de Birdrace ... das sich dann aber bezüglich der festgestellten Arten und hinsichtlich der Ergebnisse der meisten Teams als gar nicht so schlecht herausstellte. Und es hat trotz allem wieder Spaß gemacht. Das ist schlussendlich viel wichtiger als alle nachfolgenden Platzierungen!
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05.05.2012 totop

"Ready, steady ... bird!" — Birdrace 2012 gestartet!

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Bereits lange vor Sonnenaufgang machten sich auch die Stuttgarter Nachtkrabben als eines von 165 Teams auf die Suche nach „Beute“.
© Michael Schmolz
Um Mitternacht fiel der Startschuss für die 165 Teams zum 9. bundesweiten Birdrace des DDA. Damit sind wieder einmal mehr Teams als im vergangenen Jahr dabei — trotz vielerorts ziemlich bescheidener Wetterprognosen. Vor allem im (Nord)Westen kann die Sonnecreme getrost zuhause bleiben, denn mit max. 10 Grad wird es herbstlich frisch und die Regenwahrscheinlichkeit ist so hoch, dass wohl viele der dortigen Teams nicht trocken davon kommen werden. Mit Ausnahme Schleswig-Holsteins wird zwar wohl überall die Feuchtigkeit etwas aufgefrischt, aber es bleibt zumindest in weiten Teilen des Landes angenehm mild und die Sonne zeigt sich immerhin für mehrere Stunden. Also durchaus gutes Birdrace-Wetter, denn ein Wechsel von Sonne und Regen kann zu so mancher Überraschung führen, da mit den Schauern oft nicht nur Wasser, sondern auch so mancher durchziehende Vogel nach unten kommt. Aber nirgendwo soll es richtig „schütten“, und auch der Wind scheint sich etwas zurückhalten zu können, so dass die Gesangsaktivität ganztägig recht gut sein sollte. Beim Birdrace ist schließlich das Glas halbvoll und nicht halbleer! [mehr]

04.05.2012 totop

"Da fliegen sie wieder!" - Die Große Vogelschau im Deutschlandradio Kultur vom 7.-12. Mai

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Klein aber laut wird der Zaunkönig sicher so manche Artenliste schmücken.
© Karsten Berlin
Die Große Vogelschau feiert Jubiläum: Zum fünften Mal in Folge ist das Deutschlandradio mit der ornithologischen Themenwoche der heimischen Vogelwelt mit dem Mikrofon auf der Spur.
Anlass ist auch in diesem Jahr wieder die "Stunde der Gartenvögel" des NABU, bei der alle Menschen aufgefordert sind, eine Stunde lang in ihren Gärten die Vögel zu zählen.
Hier geht es zum Programm.

03.05.2012 totop

Buchtipp: Vogelmonitoring in Deutschland — Programme und Anwendungen

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Christoph Sudfeldt, Rainer Dröschmeister, Johannes Wahl, Karsten Berlin, Thomas Gottschalk, Christoph Grüneberg, Alexander Mitschke & Sven Trautmann (2012): Vogelmonitoring in Deutschland - Programme und Anwendungen. - Naturschutz und Biologische Vielfalt
© BfN
Am Vogelmonitoring in Deutschland sind mehr als 5.000 Personen beteiligt: in Fachverbänden, Naturschutzorganisationen und Behörden von Bund und Ländern. Vogelmonitoring hat viele Facetten, sei es die Datenerhebung, die Koordination oder die Beantwortung naturschutzfachlicher Fragestellungen. Mit dem neu erschienenen Buch wird der Vielzahl der Beteiligten ein aktueller Überblick über die Programme, Methoden, Konzepte, Anwendungsgebiete und Auswertungsmöglichkeiten gegeben.
Den Kern des Buches bilden drei Kapitel zu den ehrenamtlichen Programmen: Monitoring häufiger Brutvögel, Monitoring seltener Brutvögel und Monitoring rastender Wasservögel; die Konzepte werden in komprimierter Art vorgestellt und die Arbeitsteilung zwischen den Programmen wird deutlich. Anwendungsbeispiele wie Auswertungsverfahren des Vogelmonitorings werden illustriert. Die organisatorischen Voraussetzungen im föderalen Deutschland für ein dauerhaftes Vogelmonitoring, das die internationalen Anforderungen erfüllt, werden beschrieben. Wesentlicher Pfeiler dafür ist die von Bund und Bundesländern getroffenene Verwaltungsvereinbarung Vogelmonitoring, die die Zusammenarbeit mit dem Dachverband Deutscher Avifaunisten regelt und auch eine jährlich aktualisierte Berichterstattung an die interessierte Öffentlichkeit ermöglicht. [mehr]

02.05.2012 totop

Regenerative Energiegewinnung und Vogelschutz

Zur Eindämmung des Klimawandels und — seit 2011 — zur Substitution der Kernkraft wird es in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten zu einem massiven Ausbau der regenerativen Energiegewinnung kommen. Wie alle Formen der Energiegewinnung hat auch die Nutzung regenerativer Energiequellen Auswirkungen auf die Natur. Die Verfahren unterscheiden sich hinsichtlich der Schwere ihrer Auswirkungen und hinsichtlich der Möglichkeiten, diese vermeiden bzw. zu vermindern.

In diesem Papier, das auf den Ergebnissen einer Fachtagung des Deutschen Rates für Vogelschutz (DRV) und des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten (DDA) am 29.10.2011 in Münster beruht, werden die wichtigsten, derzeit bekannten Auswirkungen der Nutzung regenerativer Energiequellen auf Vögel zusammengestellt und daraus Anforderungen an den weiteren Ausbau regenerativer Energien aus Naturschutzsicht, insbesondere aus Sicht des Vogelschutzes, abgeleitet.

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26.04.2012 totop

Endlich: Erster Brutnachweis des Silberreihers in Deutschland!

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Silberreiher im Prachtkleid - derzeit in Deutschland noch ein seltener Anblick.
© Christoph Moning
Noch zu Beginn der 1990er Jahre galten Silberreiher als echte Seltenheiten in Deutschland. Seitdem tritt die Art zunehmend in unseren Breiten auf, vor allem im Winterhalbjahr. Inzwischen überwintern regelmäßig mehrere Tausend Tiere in Deutschland, überwiegend entlang der großen Flüsse und in Niederungsgebieten. Seit Mitte der 2000er Jahre mehren sich auch Beobachtungen während der Brutzeit. So gelangen 2007 im Norden Sachsen-Anhalts erstmals Beobachtungen von Nistmaterial eintragenden Tieren und der Fund von vier Nestanfängen, die einen Brutverdacht rechtfertigten. 2008 und 2009 gab es in weiteren Gebieten Sachsen-Anhalts Nestbauaktivitäten, deren spätere Kontrollen jedoch negativ verliefen. Auch in anderen Regionen Deutschlands wurde verschiedentlich Brutverdacht geäußert, ein direkter Brutnachweis gelang jedoch nicht.
In diesem Frühjahr gelang in Vorpommern, im äußersten Nordosten Deutschlands, nun der Nachweis von mindestens zwei Paaren, die in einer Graureiherkolonie brüten. Damit konnte bundesweit der erste Brutnachweis dieser eleganten Art dokumentiert werden.
Die Entwicklung in Deutschland steht in Zusammenhang mit anhaltenden Bestandszunahmen in den Hauptverbreitungsgebieten Südosteuropas, vor allem Ungarn und der Ukraine, die bereits vor einigen Jahren zu Brutansiedlungen in Polen und den Niederlanden führten.
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22.04.2012 totop

Internationales Forschungsprojekt FAME liefert außergewöhnliche Einblicke in das Leben der Seevögel

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Die Verwendung neuester Technologien lieferte spannende Erkenntnisse zur Erforschung u.a. von Basstölpeln.
© Christoph Moning
Mit Hilfe neuester Methoden versuchen Partner von BirdLife International aus Frankreich, Irland, Portugal, Spanien und Großbritannien zum Schutz der Meeresumwelt beizutragen. In dem Projekt FAME ("Future of the Atlantic Marine Environment"), bei dem u.a. die Wanderungen der Seevögel entlang der Atlantikküste von Großbritannien, Irland, Frankreich, Spanien und Portugal erforscht werden, sollen für die einzelnen Seevogelarten besonders bedeutenden Gebiete identifiziert werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen der Auswahl von Meeresschutzgebieten dienen, um so das langfristige Überleben der Seevogelarten, von denen viele rapide im Bestand abnehmen, zu sichern.
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17.04.2012 totop

Artenschutz-Symposium Dohle in Münster

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Vogel des Jahres 2012
© Mathias Schäf
Der NABU und der DDA widmen der Dohle, dem Vogel des Jahres 2012, am 21.4. in Münster bei einem Artenschutzsymposium ihre ganze Aufmerksamkeit. Dabei wird der thematische Bogen von dieser intelligenten und in vielerlei Hinsicht interessanten Vogelart zu übergreifenden Themen des Rabenvogelschutzes und auch des praktischen Vogelschutzes an Gebäuden gespannt. Etwas weniger kontrovers diskutiert und sicherlich ein größerer Sympathieträger als der Kormoran im letzten Jahr, befindet sich die Dohle dennoch im Spannungsfeld der allgegenwärtigen Rabenvogel“problematik“ und ist außerdem ein Indikator für Veränderungen in städtischen und in Agrarbereichen. Intensivierte Landwirtschaft setzt ihr genauso zu wie Gebäudesanierungen und —isolierungen, die Brutplätze vernichten oder unzugänglich machen. Und genau diese Problembereiche betreffen ja eine ganze Reihe weiterer Arten, so dass die Themenbereiche dieser Tagung sicherlich auch für weniger dohlenbegeisterte Vogelliebhaber spannend und interessant sind.
Dohlenfreunde kommen bei der Tagung ganz sicher auf ihre Kosten, da im Anschluss an die Tagung noch eine Exkursion zu den Brutplätzen des Jahresvogel stattfindet.
Interessierte können sich das Programm hier herunterladen, sich online anmelden und finden unter www.vogel-des-jahres.de noch weitere Informationen zur Dohle und allen vorigen Jahresvögeln.

13.04.2012 totop

Bitte um Mitarbeit: Studie zum Heimzug des Steinschmätzers

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Der Steinschmätzer ist ein Langstreckenzieher, der in West- und Zentralafrika überwintert
© Rosl Rößner
Von vielen Singvogelarten ist der Durchzug wegen der versteckten Lebensweise bzw. des Aufenthaltes in Büschen und Bäumen mit Feldbeobachtungen schwer quantitativ zu erfassen. Eine große Ausnahme stellt der Steinschmätzer dar, der im Offenland auf dem Durchzug sehr auffällig ist. Vielerorts heben sich die hellen Vögel deutlich von kahlen Äckern oder kurz gemähten Wiesen ab, auf denen sie häufig rasten. Die meist wenigen Individuen lassen sich zudem gut nach Männchen und Weibchen auszählen. Damit ist die Art prädestiniert für eine sorgfältige Analyse des Zuggeschehens, bei der mit Hilfe von ornitho.de jeder Feldornithologe mitwirken kann.
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10.04.2012 totop

Und wieder hat er es geschafft: "Phantom-Schelladler" Tõnn überfliegt Deutschland erneut ungesehen

Bild zur Meldung In diesem Frühjahr hat es Tõnn offensichtlich besonders eilig gehabt: Nachdem er sein spanisches Winterquartier erst am 26.03. verlassen hatte, ist er innerhalb weniger Tage von Frankreich über die Schweiz, Deutschland, Tschechien, Polen und Weißrussland bis nach Litauen geflogen. Deutschland hat er dabei bereits am 03. und 04.04. in nordöstlicher Richtung vom Schwarzwald über Ulm und Nürnberg durchquert. Auf dem Truppenübungsplatz Heuberg bei Sigmaringen hat er übernachtet und seine Reise nach Osteuropa daraufhin zügig fortgesetzt.
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07.04.2012 totop

Birdrace 2012: Anmeldung gestartet!

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Ein schöner Tag, wo ist denn unsre nächste Art ... Die „Erlanger Piepmätzchen“ bei herrlichem Wetter 2011 unterwegs zu ihrem bislang besten Ergebnis mit 126 Arten.
© DDA-Archiv
In vier Wochen ist es wieder soweit, und bei vielen Vogelbeobachter/innen ist der 5. Mai bereits dick im Kalender markiert: An diesem Tag findet — wie immer am ersten Samstag im Mai — das bundesweite Birdrace des DDA statt, in diesem Jahr bereits zum neunten Mal. Für alle, die noch nie dabei waren: Bei einem Birdrace versuchen Teams von 3-5 Personen innerhalb von 24 Std. so viele Vogelarten wie möglich zu sehen oder zu hören, i.d.R. in ihrem Kreis. Eine Art darf notiert werden, wenn die Mehrzahl der Teammitglieder die Art bestätigt hat. Dass dabei nicht geschummelt wird, ist ebenso Ehrensache wie es selbstverständlich ist, dass der Schutz der Natur und der Vögel im Besonderen Vorrang vor dem sportlichen Ehrgeiz hat. Zu gewinnen gibt es schließlich nichts, außer der Ehre. Im vergangenen Jahr nahmen 152 Teams aus (fast) allen Bundesländern teil. Das heißt, es waren zum achten Mal in Folge mehr Teams. Kaum eines, das einmal dabei war, möchte diesen Tag im Folgejahr missen.
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05.04.2012 totop

Schelladler Tõnn verlässt sein Winterquartier und nimmt Kurs auf Deutschland

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Da lässt sich′s aushalten: Schelladler Tõnn am 19.11.2011 in seinem spanischen Winterquartier.
© J. Ramos & M. Carrascosa (www.rarebirdspain.net)
Der seit Jahren in jeder Zugperiode über Deutschland fliegende besenderte Schelladler Tõnn hat sein Winterquartier an der spanischen Mittelmeerküste am 26.03. - und damit wenige Tage früher als im vergangenen Jahr - verlassen und sich wieder auf den Weg gen Norden gemacht. In diesem Frühjahr ist damit zu rechnen, dass Tõnn auf der Reise in sein Sommerrevier in Schweden zum 8. mal in Folge auch den deutschen Luftraum überqueren wird. Bisher ist es dem Adler immer gelungen, sich vor den Blicken der Vogelbeobachter hierzulande zu verbergen. Wird es in diesem Jahr gelingen, endlich den ersten Sichtkontakt zu dem wohl berühmtesten Schelladler Europas herzustellen?
Zuletzt wurde der Adler am 31.03. in Südfrankreich nördlich von Avignon geortet. Erfahrungen aus den letzten Jahren haben gezeigt, dass es nun durchaus schnell gehen und Tõnn bereits in wenigen Tagen Deutschland kann. [mehr]

04.04.2012 totop

Fernseh-Tipp: Terra X — "Kielings wildes Deutschland" mit ADEBAR-Ergebnissen

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Die Verbreitungskarte des Uhus im zweiten Teil von "Kielings wildes Deutschland" zeigt die Ergbnisse der ADEBAR-Kartierung.
© Rosl Rößner
Die neueste Expedition führt Andres Kieling, den vielfach preisgekrönten Naturfotograf und Dokumentarfilmer, in das wilde Deutschland, das oft genug nur wenige Autominuten von der eigenen Haustür entfernt liegt und doch vielen Menschen so unbekannt ist wie ein fremder Kontinent.
Fast 60 000 Kilometer reiste Kieling mit seinem Team und Hündin Cleo in der zweiteiligen "Terra X"-Dokumentation durch unser Land. Hautnah treffen sie dabei Steinböcke in den Alpen oder Wölfe in der Lausitz, zählen Vogelschwärme im Wattenmeer, sind dabei, wenn junge Seeadler beringt werden oder die Großtrappen im Havelland ihre spektakuläre Balz aufführen - um nur einige der Ziele zu nennen. Schnell wird deutlich, dass Deutschland trotz dichter Besiedlung mit 82 Millionen Einwohnern das artenreichste Land Europas ist.
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28.03.2012 totop

Kranich: Verbreitung und Bestandsentwicklung in Deutschland

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Verbreitungskarte des Kranichs 2008
© Arbeitsgemeinschaft "Kranichschutz Deutschland" 2011
Ende der 1940er-Jahre lebten weniger als 500 Kranichpaare in Deutschland — heute sind es deutlich mehr als 7.500 Paare. Zudem ist ihr Verbreitungsgebiet in den letzten drei Jahrzehnten um fast 80 Prozent gewachsen. Die Ursachen für diesen Prozess sind vielschichtig. Wolfgang Mewes und Günter Nowald von der AG Kranichschutz Deutschland, die die Bestandserfassungen des Kranichs (Brut, Rast und Zug) hierzulande koordiniert, beschreiben die jüngsten Entwicklungen in einem Beitrag auf nationalatlas.de des Leibniz-Instituts für Länderkunde.

Weitere Informationen


27.03.2012 totop

1 Million Datensätze — herzlichen Dank für die großartige Unterstützung!

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1 Million Datensätze!
© DDA
Vorgestern Abend gegen 20:30 Uhr war es soweit: Nach nicht einmal fünf Monaten Laufzeit wurde mit der Eingabe einer Wacholderdrossel durch Holger Multhaupt aus Viersen die einmillionste Beobachtung eingegeben. Allen Nutzerinnen und Nutzern — es sind mittlerweile mehr als 4400 Personen registriert — ein herzliches Dankeschön für die großartige Unterstützung!
Wie die Karte aller bis dato in ornitho.de bzw. ornitho.lu eingegebenen Beobachtungen zeigt, ist Deutschland flächendeckend vertreten. Für fast 8.000 der insgesamt gut 11.000 Gemeinden Deutschlands wurden bereits Daten eingegeben. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen sind aktuell erwartungsgemäß die meisten ornitho-Nutzer beheimatet (12,6%). Die meisten Beobachtungen — fast 170.000 — wurden allerdings bislang in Niedersachsen eingegeben, knapp gefolgt von Baden-Württemberg mit rund 165.000 Daten.
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23.03.2012 totop

Artenschutz-Symposium Dohle in Münster

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Vogel des Jahres 2012
© Mathias Schäf
Der NABU und der DDA widmen der Dohle, dem Vogel des Jahres 2012, am 21.4. in Münster bei einem Artenschutzsymposium ihre ganze Aufmerksamkeit. Dabei wird der thematische Bogen von dieser intelligenten und in vielerlei Hinsicht interessanten Vogelart zu übergreifenden Themen des Rabenvogelschutzes und auch des praktischen Vogelschutzes an Gebäuden gespannt. Etwas weniger kontrovers diskutiert und sicherlich ein größerer Sympathieträger als der Kormoran im letzten Jahr, befindet sich die Dohle dennoch im Spannungsfeld der allgegenwärtigen Rabenvogel"problematik" und ist außerdem ein Indikator für Veränderungen in städtischen und in Agrarbereichen. Intensivierte Landwirtschaft setzt ihr genauso zu wie Gebäudesanierungen und —isolierungen, die Brutplätze vernichten oder unzugänglich machen. Und genau diese Problembereiche betreffen ja eine ganze Reihe weiterer Arten, so dass die Themenbereiche dieser Tagung sicherlich auch für weniger dohlenbegeisterte Vogelliebhaber spannend und interessant sind.
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16.03.2012 totop

Unglücksrabe, Schnepfe und Pleitegeier: Zwiebelfisch-Kolumne über Vögel

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Schräger Vogel
© Katharina M. Baumann
Frühling liegt in der Luft! Man kann ihn riechen, sehen und hören. Seine beliebtesten Vorboten sind die Vögel. Angesichts dessen erscheint es seltsam, dass Vögel in unserem Wortschatz so schlecht wegkommen: Sie dienen als Platzhalter für Dummköpfe, Verrückte, Verbrecher und sogar für den Teufel.

Im Allgemeinen sind Vögel bei den Menschen sehr beliebt. Ausgenommen vielleicht Krähen und Elstern, die immer noch ein gewisses Imageproblem haben. Und Tauben, wenn sie uns die Pommes vom Teller stibitzen und uns dafür zum Dank aus der Luft bekleckern. Die meisten Vögel aber mögen wir, wir schätzen ihre Eleganz, ihre Leichtigkeit, ihren Nesttrieb, ihren Familiensinn. Wir bewundern ihr schillerndes Gefieder und ihren Gesang. Und seit ewigen Zeiten beneiden wir sie um die Fähigkeit zu fliegen. [mehr]

15.03.2012 totop

Kinostart der Naturdokumentation "Unser Leben"

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Filmposter
© BBC Earth
Die Naturdokumentation „Unser Leben“ sensibilisiert nach Ansicht des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) die Menschen für den Erhalt und Schutz der biologischen Vielfalt. Der Film läuft ab Donnerstag, den 15. März, in den deutschen Kinos und ist als Einstieg in die Thematik der UN-Dekade zur biologischen Vielfalt besonders für Schulklassen interessant. Die aktuelle von den Vereinten Nationen ausgerufene Dekade der biologischen Vielfalt will das Bewusstsein für die biologische Vielfalt in der Bevölkerung stärken. Sie soll den Wert der biologischen Vielfalt sowie die Verantwortung für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Natur vermitteln. "Unser Leben" kann dabei einen anschaulichen Beitrag für ein stärkeres Naturbewusstsein leisten. "Die BBC-Produktion "Unser Leben" zeigt mit beeindruckenden und bewegenden Bildern die biologische Vielfalt von ihrer schönsten Seite. Deshalb ist sie besonders geeignet, Begeisterung für die Schönheit und Einzigartigkeit unserer Natur zu wecken.", sagte BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. "Denn damit und mit dem Wissen um die Bedeutung der biologischen Vielfalt wächst die Bereitschaft zum Erhalt dieser fundamentalen Bedingung unserer menschlichen Existenz", so Jessel bei der Preview-Veranstaltung in Bonn. [mehr]

13.03.2012 totop

Förderverein der Sächsischen Vogelschutzwarte in Neschwitz eröffnet Geschäftsstelle

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Die Geschäftsstelle des Fördervereins befindet sich im Schloßpark von Neschwitz
© VSW Neschwitz
Im Jahr 1999 wurde die Vogelschutzwarte Neschwitz als Einrichtung des Trägervereins Sächsische Vogelschutzwarte Neschwitz e.V. am historischen Standort wiedereingerichtet. Ihr Sitz ist der „Herrenpavillon“ im Schloßpark von Neschwitz. Seit 2011 gehört die Vogelschutzwarte als Teil des Fachbereiches 55, Naturschutz zur Staatlichen Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft (BfUL). Ihre Kernaufgaben liegen vor allem in der Organisation, Betreuung und Bearbeitung des Vogelmonitorings im Freistaat Sachsen.
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12.03.2012 totop

Erhöhte Sterblichkeit von Watvögeln im schleswig-holsteinischen Wattenmeer während der Kälteperiode im Februar 2012

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Viele Austernfscher wurden dann nach den extrem kalten Nächten Anfang Februar tod und tiefgefroren gefunden.
© Bernd Hälterlein
Von dem plötzlichen starken Frosteinbruch in der ersten Februar-Dekade 2012 und der rasant schnellen Vereisung des Wattenmeeres wurden nach dem bis dahin sehr milden Winterverlauf viele Vögel überrascht und es kam es zu einer erhöhten Sterblichkeit. Allein an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste wurden ab dem 07. Februar ca. 1.650 Limikolen gefunden, die verhungert und erfroren waren. Eine Nahrungsaufnahme im Watt war zu dieser Zeit praktisch nicht mehr möglich, große Limikolenschwärme standen apathisch am Strand, viele Vögel waren extrem abgemagert und in den kalten Nächten nicht mehr in der Lage ihre Thermoregulation aufrecht zu erhalten. Bei einem längeren Anhalten der Frostperiode über den 11. Februar hinaus wäre sicher mit einem weiteren schnellen Anstieg der Todesfälle zu rechnen gewesen.
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05.03.2012 totop

Volkszählung beim Rotmilan — Machen Sie mit!

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Rotmilan.
© Ralf Weise
Seit den letzten Februartagen häufen sich im gesamten Bundesgebiet Beobachtungen des Rotmilans, nachdem nur wenige Tiere die kalte Jahreszeit in unseren Breiten verbracht haben. In den kommenden Tagen werden die Milane wieder ihre Reviere besetzen und während der Balz mit akrobatischen Luftspielen und spektakulären Sturzflügen so manche/n Beobachter/in begeistern. [mehr]

03.03.2012 totop

Mai: HanseBird lockt Vogelfreunde nach Hamburg

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HanseBird lockt Vogelfreunde nach Hamburg
© NABU
Diesen Termin sollten sich alle Vogelfreunde in ihrem Kalender markieren: Vom 11. bis zum 13. Mai 2012 veranstaltet der NABU Hamburg die HanseBird im Tierpark Hagenbeck in Hamburg.
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27.02.2012 totop

Das Monitoring häufiger Brutvögel startet in die neue Saison — machen Sie mit!

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Auf den Probeflächen des Monitoringprogramms stehen häufige Arten wie die Goldammer im Mittelpunkt.
© DDA
Seit dem Ende des kurzen, aber heftigen Winters sind bei Amseln, Sing- und Misteldrosseln, Kleibern, Heckenbraunellen oder Meisen die Frühlingsgefühle nicht mehr zu überhören. Keine Frage, spätestens mit den milden Temperaturen der letzten Tage haben die Vorbereitungen für die Brutzeit bei vielen Arten begonnen. Aber auch bei uns laufen die Vorbereitungen auf die Brutzeit 2012 auf Hochtouren, denn am 10. März beginnt die Kartiersaison des Monitorings häufiger Brutvögel.
Seit 1989 werden die Bestandsentwicklungen aller häufigen Brutvogelarten mithilfe standardisierter Methoden überwacht, um u.a. die Frage "Wie entwickeln sich die Brutbestände weit verbreiteter, häufiger Vogelarten wie Amsel, Kohlmeise oder Ringeltaube?" beantworten zu können. Seit 2004 finden die Erfassungen auf bundesweit repräsentativen, 1x1 km-großen Probeflächen statt, auf denen zwischen März und Juni 4 Begehungen entlang einer ca. 3 km langen Route durchgeführt werden. [mehr]

22.02.2012 totop

HGON - Frühjahrstagung

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Die HGON lädt ein zur Frühjahrstagung nach Erzhausen.
© HGON
Werfen Sie mit der HGON einen Blick über die Grenzen Deutschlands und lassen Sie sich entführen Sie in die entlegendsten Gebiete unseres Planeten: zu den Löffelstrandläufern in den östlichsten Winkel Russlands, über die jüngst mehrfach in der Zeitschrift Der Falke berichtet wurde, über die Kiebitzregenpfeifer in die sibirische Tundra bis hin zu den Felsensittichen an Patagoniens Küste. Erleben Sie moderne ornithologische Forschung im Dienst des internationalen Vogelschutzes. Kommen Sie zur Frühjahrstagung "Hessen International" am 3. Und 4. März in Erzhausen, in der Nähe von Darmstadt und machen Sie sich selbst ein Bild. Die Exkursionen am Vortag führen unter anderem passenderweise zum ältesten Flugplatz Deutschlands, heute ein FFH- und Vogelschutzgebiet, in dem die HGON gemeinsam mit der Universität arbeitet. Vor uns liegt eine außergewöhnliche Tagung. Die HGON freut sich darauf, Sie sehr zahlreich in Erzhausen begrüßen zu können.

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09.02.2012 totop

Vom Wintereinbruch überrascht: Arktische Bedingungen im Wattenmeer erhöhen die Sterblichkeit der überwinternden Wasservögel

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Der Kälteeinbruch stellt für viele Wasservögel, wie diesen Rotschenkel, eine große Gefahr dar.
© Christoph Moning
Arktische Bedingungen während der letzten zwei Wochen lassen das Wattenmeer fast vollständig im Eis erstarren. Dies führt wahrscheinlich zu erhöhter Sterblichkeit bei den im Wattenmeer überwinternden Wasservögeln, vermuten die Experten des “Joint Monitoring of Migratory Birds” (JMMB). Seit über 20 Jahren koordinieren sie zusammen mit dem Gemeinsamen Wattenmeersekretariat ein Programm zur Zählung der Rastvögel im Wattenmeer. Das Engagement vieler ehrenamtlicher Vogelzähler und professioneller Ornithologen rund um das Wattenmeer ermöglicht mehrere koordinierte Zählungen im Jahr, die die Basis für die Trendberechnungen bilden.
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06.02.2012 totop

Vogelschutz im Siedlungsbereich wichtiger denn je: Brutbestände des Vogels des Jahres 2012 rückläufig

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Fachtagung Vogelschutz am Bau und zur Dohle, dem Vogel des Jahres 2012, in glanzvollem Rahmen im Rathaus von Chemnitz.
© R. Francke
Rund 90 Interessenten und Experten für das Thema Vogelschutz am Bau trafen sich am 04.02.2012 im Stadtverordnetensaal im Rathaus von Chemnitz, um Erfahrungen zum Thema Schutz von Gebäude bewohnenden Vogelarten auszutauschen. Jens Börner, Sprecher des wissenschaftlichen Beirates des Vereins Sächsicher Ornithologen (VSO) e.V., der in der sächsischen Großstadt Chemnitz seit rund 20 Jahren diesbezügliche Artenhilfsprogramme leitet, hatte fast genau 15 Jahre nach einer ersten derartigen Fachtagung wieder in die sächsische Großstadt eingeladen.
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13.01.2012 totop

Internationale Mittwinter- und Gänsezählung 2012

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Die am häufigsten erfasste und in nahezu allen Zählgebieten angetroffene Vogelart ist die Stockente.
© Mathias Putze
Am Wochenende 14./15. Januar schultern wieder viele Tausend Beobachter weltweit die Spektive, um im Rahmen des von Wetlands International organisierten International Waterbird Census (IWC) Wasservögel zu erfassen. Seit mit dem Winter 1966/67 die Zählungen auf eine neue organisatorische Basis gestellt wurden, werden alljährlich Mitte Januar in mehr als 25.000 Gebieten in über 100 Ländern auf allen Kontinenten die Wasservögel gezählt. Eine herausragende ehrenamtliche Gemeinschaftsleistung, die weltweit vermutlich ihresgleichen sucht. Mit über 2.000 Mitarbeitern alleine in Deutschland ist die Wasservogelzählung auch hierzulande das umfangreichste Erfassungsprogramm in der Vogelwelt.
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09.01.2012 totop

Ornithologische Schriftenschau online gestartet

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Online-Version der Ornithologischen Schriftenschau
© DDA
Nach langer Arbeit ist nun die Online-Fassung der Ornithologischen Schriftenschau gestartet worden. Viel Zeit wurde investiert, es wurde diskutiert, entwickelt und gefeilt, aber jetzt ist sie da und löst damit die bekannten grünen Hefte ab, die von 1972 — 2009 in insgesamt 137 Ausgaben erschienen sind und vielen Avifaunisten erst einen Zugang zur nationalen und internationalen vogelkundlichen Literatur geöffnet haben. Da die gedruckten Hefte aber letztlich keine Möglichkeiten einer gezielten Suche nach bestimmten Literaturstellen erlaubte, verlor die OS zunehmend an Attraktivität.
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08.01.2012 totop

Bitte um Mitarbeit: Europaweite Studie zur Alters- / Geschlechterverteilung bei der Pfeifente

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Auf dem Durchzug und im Winter sind Pfeifenten in großer Zahl auch in Mitteleuropa zu beobachten.
© Hans Glader
Bei vielen Entenarten ziehen die Weibchen weiter nach Süden als die Männchen. Dadurch kommt es zu räumlichen Unterschieden im Geschlechterverhältnis in überwinternden Trupps. Zudem deuten Daten aus Frankreich darauf hin, dass bei Pfeifenten Jungvögel weiter ziehen als Altvögel.

Folgende Hypothesen werden hierfür diskutiert:
  1. Die kleineren Weibchen sind schlechter an raue Wetterlagen angepasst und weichen daher weiter nach Süden aus.
  2. Die Männchen überwintern möglichst nahe an den Brutgebieten, um möglichst frühzeitig zurückkehren und somit die besten Brutplätze besetzen zu können.
  3. Die Dominanz der Männchen gegenüber den Weibchen bei der Nahrungsaufnahme zwingt letztere zum Ausweichen in südlichere Gebiete.
Vorläufige Untersuchungsergebnisse des Geschlechterverhältnisses in Tafelenten-Trupps stützen die Dominanz-Hypothese, allerdings wurde die Verteilung der Altersklassen und Geschlechter bei anderen Entenarten bisher noch nicht großräumig untersucht. Für die Pfeifente soll das nun in einer europaweiten Studie von Tony Fox und Carl Mitchell (Universität Aarhus) näher untersucht werden, die wir gerne unterstützen.
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07.01.2012 totop

Hoch dotierter Fotowettbewerb "HBW World Bird Photo Contest" gestartet

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© Lynx Edicions
Lynx Edicions, der Herausgeber des bekannten Handbook of Birds of the World (HBW) und der Internet Bird Collection (IBC) hat erstmalig den Fotowettbewerb "HBW World Bird Photo" mit wertvollen Preisen für die Gewinner ins Leben gerufen. Den Sieger erwartet ein Preisgeld von 10.000 US-Dollar. Bis zum 26. März 2012 können pro Teilnehmer bis zu acht Bilder kostenlos unter www.hbwcontest.com eingereicht werden. „Der Wettbewerb wurde mit dem Anspruch ins Leben gerufen, der wichtigste Wettbewerb für Vogelfotografie auf internationaler Ebene zu werden und die Vogelfotografie und -beobachtung zu fördern“, so Josep del Hoyo, Chefredakteur der HBW-Reihe. Der Wettbewerb hat das Ziel, das Wissen über Vögel zu verbreiten und gleichzeitig die Kreativität in der Kunst der Fotografie zu steigern. Fotografie mit dem nötigen Respekt für die Erhaltung der Vogelarten und ihrer Lebensräume wird dabei vorausgesetzt. Auch unnötige digitale Bildbearbeitungen sollen vermieden werden.
Eine international renommierte Jury aus Foto- und Vogelexperten wird die Bilder auf technisches Können, Vielfalt, Originalität und Kreativität bewerten.
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06.01.2012 totop

VDE-Anwendungsregel "Vogelschutz an Mittelspannungsfreileitungen" in Kraft getreten

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Greifvögel und Eulen nutzen Freileitungsmasten häufig als Ansitz, bestimmte Masttypen bergen für sie ein tödliches Risiko.
© Christoph Moning
Am 01. August 2011 ist die neue VDE-Anwendungsregel "Vogelschutz an Mittelspannungsfreileitungen" in Kraft getreten. "VDE-AR-N 4210-11" ist ihre offizielle Bezeichnung. Kurz vor dem Ablauf der zehnjährigen Frist nach § 41 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG, "Vogelschutz an Energiefreileitungen") am Ende des Jahres 2012 regelt sie endlich genau und für alle Netzbetreiber verbindlich, welche Mastkopf-Konstruktionen bzw. Sicherungsmaßnahmen als vogelsicher anzusehen sind und welche nicht. Eine Projektgruppe mit insgesamt zehn Vertretern der Energieversorgungsunternehmen, der Hersteller von Sicherungsausrüstungen, des Bundesumweltministeriums, der Länderfachbehörden für Naturschutz, der Vogelschutzwarten und der Naturschutzverbände hatte seit Herbst 2009 die Grundlagen für die neue Regel erarbeitet, denn das BNatSchG macht keine Angaben, wie der Vogelschutz an Mittelspannungsmasten technisch realisiert werden soll. Der seit 1991 geltende VDEW-Maßnahmenkatalog "Vogelschutz an Freileitungen" war mittlerweile durch neue Erkenntnisse überholt. [mehr]

01.01.2012 totop

Einen guten Rutsch in ein gesundes und erfolgreiches Jahr!

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© Christopher Schmidt
Liebe Freundinnen, liebe Freunde,
zum Jahreswechsel möchten wir uns bei allen bedanken, die uns auch 2011 wieder so zahlreich unterstützt haben, insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Monitoringprogrammen, zu denen sich inzwischen die vielen tausend begeisterten Vogelbeobachter unseres Online-Angebotes ornitho.de gesellen, sowie allen landesweiten Fachverbänden, den vielen regionalen Arbeitsgemeinschaften, den Avifaunistischen Kommissionen sowie den Staatlichen Vogelschutzwarten und dem Bundesamt für Naturschutz. Vor allem das enorme ehrenamtliche Engagement hat es uns ermöglicht, unsere ambitionierten Vorhaben und Projekte zum Schutz der heimischen Artenvielfalt voranzutreiben, so dass auch 2011 für den DDA erneut ein sehr erfolgreiches Jahr war.
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Bild347 Teams mit über 1.100 TeilnehmerInnen waren beim 15. bundesweiten Birdrace am Start — so viele wie nie zuvor:
Ergebnisse Arten
Ergebnisse Spenden
Medienecho
Ergebnisse eintragen

Bild„Vögel in Deutschland “ behandelt auf über 70 Seiten die Erfsssung rastender Wasservögel.

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BildStatus, Karten, Brut- und Rastbestände, Rote Liste-Status, rechtlicher Schutz ... all das finden Sie in unserem Informationssystem
Vögel in Deutschland

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Bild„Seltene Vögel in Deutschland 2015“ beinhaltet neben dem Seltenheiten-bericht 2015 auch Beiträge zu Bulwersturmvogel, Zwergdrossel und über die Dokumentation von Seltenheiten.

BildDas aktuelle Heft hat die Wiesenweihe zum Thema. In zahlreichen Artikeln geht es um Bestände, Lebensräume und Schutzmaßnahmen der Wiesenweihe in Deutschland, den angrenzenden Ländern und Europa. Überaus spannende Beiträge, die bis zum Einsatz von Orthokoptern reichen.
Mehr Informationen erhalten Sie auf Die Vogelwelt und auf den Seiten des DDA.

BildDie aktuelle Ausgabe beginnt mit einem spannenden Selbstversuch zur ganzjährigen Fütterung. Weiter geht es als Ausflugsziel in die Medebacher Bucht in NRW und auf die spannende Reise nehmen uns besenderte Rotmilane mit. Dramatisch wird es dann mit den verwaisten Graugansküken. Aber das ist längst nicht alles - Schauen Sie doch mal rein: „Der Falke

Vergabestand im Monitoring häufiger Brutvögel





Machen Sie mit...
Häufige Brutvögel
Wasservogelzählung

Bild„Der Falke“ hat das sehr interessante Sonderheft Geier herausgebracht. Mit Artikeln rund um Gefährdung und Schutz, das falsche Bild des Geiers in der Öffentlichkeit, Monitoring, einer Übersicht europäischer Geier und vielem mehr wartet das Heft mit umfangreichem Fasswissen auf. Sie sollten unbedingt reinschauen. - „Der Falke“.

BildDas Buch gibt einen aktuellen Überblick über die Programme, Methoden, Konzepte, Anwendungs- gebiete und Auswertungsmöglichkeiten des Vogelmonitorings. Die Monitoring-Programme häufiger Brutvögel, seltener Brutvögel sowie rastender Wasservögel werden ebenso vorgestellt wie die organisatorischen Voraussetzungen eines international relevanten Vogelmonitorings in Deutschland. Die Darstellung weiterer Projekte wie ADEBAR runden den Überblick ab. Überdies werden Vorteile und Möglichkeiten des Online-Portals ornitho.de für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und das Monitoring beschrieben.
Bezug:
BfN-Schriftenvertrieb: Tel.: 0 25 01 / 8 01-3 00, Fax: 0 25 01 / 8 01-3 51 oder im Internet

BildMit einer Förder- mitgliedschaft im DDA helfen Sie uns, die Monitoringprogramme zu organisieren und die Ergebnisse zeitnah in Schutzmaßnahmen einfließen zu lassen.
pdfAufnahmeantrag [ 1.778 kb ]

BildDas Methoden- handbuch ist wieder gedruckt verfügbar und kann für 29,80 € bestellt werden.