Archiv

17.12.2007 totop

Feuchtwiesen und Wiesenvögel im westlichen Niedersachen

Bild zur Meldung
Dank eines intensiven Schutzes entwickeln sich Brutbestände der Wiesenweihe positiv.
© AKFW
Der Arbeitskreis Feuchtwiesenschutz Westniedersachsen e.V. ist ein Zusammenschluss aktiver Naturschützer aus verschiedenen Verbänden und Organisationen, mit dem Ziel, die landestypische Flora und Fauna der Feuchtwiesen zu erhalten. Eine Kernaufgabe des Arbeitskreises ist die Kartierung der Wiesenvögel im westlichen Niedersachsen und die langfristige Überwachung ihrer Bestandsentwicklungen. Einmal jährlich gibt der Arbeitskreis hat die Zeitschrift "Feuchtwiesen-Info" heraus. In der aktuellen Ausgabe berichten u.a. Heiko Rebling und Robert Tüllinghoff über den Wiesenweihenschutz in Südwest-Niedersachsen und Markus Richter über den Rückgang der Braunkehlchen. Auch andere Feuchtwiesenarten, das Monitoring von Feuchtgrünland, aktuelle Naturschutzprobleme sowie die bevorstehende Landtagswahl in Niedersachsen sind Thema im aktuellen Heft.
Dieses sowie ältere Ausgaben können von der Homepage des Arbeitskreises unter www.ak-feuchtwiesen.de heruntergeladen werden. Dort finden sich auch Hinweise zum Bezug einer gedruckten Ausgabe.

10.12.2007 totop

The State of Europe’s Common Birds 2007

Bild zur Meldung
Der ansprechend gestaltete Bericht informiert auf 24 Seiten komprimiert über die Entwicklung der europäischen Brutvögel.
© EBCC
Der im November 2007 veröffentlichte Bericht The State of Europe′s Common Birds 2007 wird vom European Bird Census Council in Zusammenarbeit mit der Royal Society for the Protection of Birds, BirdLife International, der Czech Society for Ornithology und dem Bureau of Statistics of the Netherlands herausgegeben. Ein erster Bericht zum Zustand der europäischen Brutvögel erschien 2006.
Im aktuellen Bericht werden für den Zeitraum von 1980 bis 2005 die Bestandstrends von 124 in Europa häufigen Brutvogelarten dargestellt, die auf Ergebnissen aus Monitoringprogrammen in 20 europäischen Staaten basieren. Der DDA steuerte Daten aus dem von Johannes Schwarz und Martin Flade koordinierten Monitoring häufiger Brutvögel bei. [mehr]

08.12.2007 totop

Gemeinsames Positionspapier der ornithologischen Verbände zur Gänsejagd in Deutschland

Bild zur Meldung
Der Bestand der nw-europäischen Blässgans-Population ist seit rund 10 Jahren stabil.
© Helmut Kruckenberg
Große Scharen rastender Gänse prägen heute wieder die Landschaften Norddeutschlands. Das ist ein großer Erfolg des Naturschutzes, nachdem die Bestände der Wildgänse in den 195er Jahren ein historisches Bestandstief durchliefen. Seit 10 Jahren nimmt die Mehrzahl der überwinternden Populationen nun nicht mehr zu, der Bestand einiger Arten (Ringel-, Waldsaat- und Zwerggans) hat sogar wieder deutlich abgenommen.
Aus Anlass der geplanten Verlängerung der Jagdzeiten auf Gänse in Niedersachsen haben die Deutsche Ornithologen-Gesellschaft (DO-G), Projektgruppe Gänseökologie, der Deutsche Rat für Vogelschutz (DRV), der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der DDA ein gemeinsames Positionspapier zur Gänsejagd in Deutschland verfasst und den zuständigen Länderministerien übermittelt. Insbesondere rufen der DDA und die Partnerverbände die Bundesländer auf, die bestehenden Jagdzeiten für Gänse und Schwäne aufzuheben und keine neuen Jagdzeiten festzusetzen.

Unter www.gaensefreunde.de kann gegen die geplante Jagdzeitenverlängerung protestiert werden.

Downloads


06.12.2007 totop

Langfristige Veränderungen der Artenvielfalt in SW Deutschland

Bild zur Meldung
Auf drei der Zählstrecken kamen Schwanzmeisen seit den 1990er Jahren den als Brutvögel hinzu.
© Lutz Ritzel
Eine interessante Studie zu den langfristigen Veränderungen in der Artenvielfalt bei Brutvögeln in Südwest-Deutschland veröffentlichten Siegfried Schuster und Arne Brall in der letzten Ausgabe der Zeitschrift "Die Vogelwelt — Beiträge zur Vogelkunde". Auf drei Probestrecken im Bodenseegebiet wurden die Brutvogelbestände seit 1968 mit der Methode der Linientaxierung erfasst. Nach jahrelangen Abnahmen der Artenzahlen kam es um 1985 zu einer Trendwende. Die Artenzahlen blieben konstant bzw. nahmen wieder zu. Eine Analyse von acht weiteren, seit 1993 bearbeiteten Probestrecken am Bodensee und im Raum Rottweil (40 km nördlich) ergab dasselbe Bild: siebenmal gab es zunehmende Artenzahlen. Die Autoren führen die Trendwende ab 1985/1990 auf 10 von 11 Probestrecken auf den Klimawandel zurück: Die frühere Rückkehr der Zugvögel kann bei vielen Arten höhere Gelegegrößen, Ersatzgelege und sogar Zweitbruten und damit höheren Bruterfolg zur Folge haben. Dadurch steigt letztlich auch die Artenvielfalt an.

Weitere Informationen

Downloads


03.12.2007 totop

Das Monitoring häufiger Brutvögel in Bremen

Bild zur Meldung
Auf den 17 Probeflächen in Bremen waren Blaumeisen im Jahr 2005 in Bremen die achthäufigste Vogelart.
©
Im Jahre 2005 wurde das Monitoring der häufigen Brutvögel in Bremen auf neue Beine gestellt und die Erfassung mithilfe der Linienkartierung auf Probeflächen etabliert. In einem 22seitigen Bericht fasste Werner Eikhorst die Ergebnisse der ersten Kartiersaison zusammen, in der auf 17 Probeflächen 95 Brutvogelarten mit 3.800 Brutpaaren kartiert wurden. Aufgrund des hohen Anteils städtischer Lebensräume waren Amseln, Kohlmeisen, Zaunkönige und Ringeltauben am zahlreichsten vertreten. In den von lückiger Bebauung und Parks dominierten Probeflächen wurden auch die höchsten Revierzahlen festgestellt: nicht weniger als 370 Reviere ermittelte Julia Lopau auf der Probefläche in Rablinghausen. In den grünlanddominierten Probeflächen trällerten erfreulicherweise (noch) die Feldlerchen am häufigsten. Mittlerweile werden dank der finanziellen Unterstützung der koordinativen Tätigkeiten durch das Land Bremen alle 18 Probeflächen in Bremen und Bremerhaven kartiert. Für ihre Unterstützung danken wir den 16 ehrenamtlichen Kartiererinnen und Kartierern ganz herzlich!

Weitere Informationen

Downloads

26.11.2007 totop

Vögel zwischen Rhein und Weser

Bild zur Meldung
Das Buch verrät, wo und wann man welche Vogelarten in NRW am besten beobachten kann und gibt Tipps zu ihrer Bestimmung.
©
Mit der Publikation "Vögel zwischen Rhein und Weser" haben die Autoren Dr. Goetz Rheinwald und Michael Schmitz ein Buch erstellt, das allgemeinverständlich interessante und informative Fakten rund um die Vogelkunde in Nordrhein-Westfalen zusammenträgt. Mit seinen zahlreichen farbigen Abbildungen und den auch für Laien verständlich geschriebenen Texten soll das Buch zugleich das bessere Verständnis der Natur in NRW fördern. Das Buch stellt 120 Vogelarten detaillierter vor. Die Auswahl beschränkt sich auf Arten, die jeder Laie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch selbst beobachten kann. Vorgestellt werden die Arten in vier Lebensräumen: Siedlungen, Flur, Wälder und Gewässer. Ergänzt werden diese Ausführungen durch Kapitel über besonders attraktive Vogel-Beobachtungsgebiete in NRW und den Vogelschutz in Nordrhein-Westfalen sowie eine Anleitung zur Vogelbeobachtung. Das von der Nordrhein-Westfälischen Ornithologengesellschaft herausgegebene Buch wurde bei der Drucklegung von der NRW-Stiftung für Natur, Heimat und Kultur finanziell unterstützt.

"Vögel zwischen Rhein und Weser" — Hrsg.: Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft, 344 Seiten, 189 farbige Fotos und viele Verbreitungskarten. GINSTER-Verlag, St. Katharinen 2007, 24 Euro, ISBN 978-3-9806817-3-5

Bezug: Dr. Goetz Rheinwald, Schönblick 10, 53562 St. Katharinen, E-Mail: Goetz Rheinwald

23.11.2007 totop

ADEBAR: In Thüringen wird auf allen TK25-Blättern kartiert!

Bild zur Meldung
Dr. Stefan Jaehne, neuer Leiter der Thüringer Vogelschutzwarte, zeigte erste Kartenentwürfe, u.a. zum Kolkraben in Thüringen.
©
Trotz des ersten Wintereinbruchs trafen sich am 10. November 48 Ornithologen zum 4. Thüringer Kartierertreffen in Mühlberg, ausgerichtet vom Verein Thüringer Ornithologen. Hinsichtlich des Bearbeitungsstandes für ADEBAR zog Stefan Frick ein erfreuliches Fazit nach drei Kartierjahren: auch die letzten bislang unbesetzten Blätter der Topografischen Karte 1:25.000 (TK25) konnten zumindest teilweise vergeben werden! Wie auch in anderen Bundesländern wird in Thüringen auf Basis der TK25-Viertel kartiert, um erstmals einen detaillierten landesweiten Brutvogelatlas herauszugeben. Der Rücklauf verläuft naturgemäß noch etwas schleppend, nach derzeitigem Stand liegen Ergebnisse für 200 TK25-Quadranten aus 69 TK25 vor — das sind ca. 40 % der zu erfassenden Fläche. "Aber wir sind zuversichtlich, alle wesentlichen Lücken schließen zu können!", darin waren sich alle einig. Dieses Jahr stand erstmals ein Überblick aller laufenden Monitoring-Projekte auf dem Programm. Stefan Frick berichtete über das "neue", Manfred Großmann über das "alte" Monitoring der häufigen Brutvögel, Stefan Jaehne über das Monitoring seltener und gefährdeter Arten, Joachim Blank über das Greifvögel- und Eulen-Monitoring, Andreas Geodecke über das Integrierte Singvogel-Monitoring und Frank Radon über das Monitoring der rastenden Wasservögel. Mit einer in diesem Jahr neu gegründeten AG Monitoring wird versucht, die verschiedenen Programme in Thüringen besser zu vernetzen und regelmäßig einen breiteren Kreis über den aktuellen Stand zu informieren. Auf dem diesjährigen Mitarbeitertreffen kam die "bunte Mischung" jedenfalls gut an und trug zur Motivation aller Beteiligten bei!

Weitere Informationen

21.11.2007 totop

"Gesundheitscheck" für die EU-Agrarpolitik

Bild zur Meldung
Kiebitze sind von der Intensivierung der Landwirtschaft besonders betroffen.
© Hans Glader
Mit dem aktuellen Vorschlag der Europäischen Kommission für den sogenannten "Gesundheitscheck" der EU-Agrarreform setzt sich die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Professor Dr. Beate Jessel auseinander. Die EU-Kommission schlägt vor, die Umschichtung der Agrarzahlungen in die ländliche Entwicklung ab dem Jahr 2010 jährlich um zwei Prozent zu erhöhen, um damit den Natur- und Klimaschutz im ländlichen Raum zu fördern. Dabei verweist Jessel auf den vor wenigen Tagen vom DDA, dem BfN und der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten herausgegebenen Bericht, der u.a. den anhaltenden Ruckgang von Arten wie Feldlerche, Brachvogel und Kiebitz, die auf Ackern und Wiesen am Boden brüten, dokumentiert. Die Ursache hierfür sind die zunehmende intensive Nutzung landwirtschaftlich bewirtschafteter Flächen, der Verlust von naturnahen Feuchtwiesen und die Umwandlung von Brachflachen in "Energieäcker". Insbesondere durch die Abschaffung der Flächenstilllegung wird das Erreichen des 2010-Ziels, konkret den Erhalt der heimischen Biodiversität, in weite Ferne rücken. Deshalb wird es von entscheidender Bedeutung sein, effiziente Agrarumweltprogrammen an naturschutzorientierte Umweltstandards zu koppeln.

Weitere Informationen

20.11.2007 totop

Bericht der 17. EBCC-Tagung in Chiavenna

Bild zur Meldung
Die Tagungen des EBCC gelten als die weltweit besten im Bereich des Vogelmonitorings.
©
Im April 2007 fand die 17. Konferenz des European Bird Census Commitee (EBCC) statt, die in diesem Jahr unter dem Motto "Monitoring for Conservation and Management" stand. In mehreren Vorträgen wurden auch Ergebnisse aus den deutschen Monitoringprogrammen vorgestellt: Martin Flade und Johannes Schwarz stellten die Bestandstrends auf konventionell und nach Grundsätzen des ökologischen Landbaus bewirtschafteten Flächen gegenüber, Alexander Mitschke und Rainer Dröschmeister berichteten in zwei Vorträgen über das neu konzipierte Monitoring häufiger Brutvögel vor. Deutschland spielt damit mittlerweile in der Spitze der "europäischen Monitoringliga" mit und erhielt für die beeindruckenden Fortschritte in den letzten Jahren (Probeflächenauswahl, Erfassungsmethode, Vergabestand, Datenauswertung) viel Anerkennung.
Wir möchten daher sowohl den unermüdlich und mit großem ehrenamtlichem Einsatz arbeitenden Koordinatoren der Monitoringprogramme als auch den vielen Mitarbeitern herzlich danken!

Alexander Mitschke hat eine Zusammenfassung der aus seiner Sicht spannendsten Vorträge und Ergebnisse der Tagung erstellt:

12.11.2007 totop

Vögel in Deutschland 2007 - eine zwiespältige Bilanz

Bild zur Meldung
Die Vögel der Agrarlandschaft haben am meisten mit den Veränderungen ihres Lebensraumes zu kämpfen.
© DDA
"Vögel in Deutschland" präsentiert erstmalig für Deutschland eine komprimierte Zusammenfassung aktueller Entwicklungen in der heimischen Vogelwelt. Dem Lagebericht liegen mehrere Millionen Datensätze zugrunde, an deren Erhebung weit mehr als 5.000 Vogelkundler und Naturfreunde beteiligt waren.
Frau Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Heiner Schöpf, Geschäftsführer der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten und Stefan Fischer, Vorsitzender des DDA, stellen heute den Bericht auf einer Pressekonferenz in Bonn der Öffentlichkeit vor.
Die Bilanz fällt im Jahr 2007 zwiespältig aus, hier das Wichtigste in Kürze: [mehr]

10.11.2007 totop

Gänse, Enten, Schwäne und „Atze“ – Rundschreiben zum Monitoring rastender Wasservögel 2007/08 erschienen

Bild zur Meldung
26 Seiten Ergebnisse und Informationen aus Wasservogel- Erfassungsprogrammen.
© DDA
Wasservogelzählung, Monitoring Gänse und Schwäne, Möwen-Schlafplatzzählungen, Jungvogelanteile … das Monitoring rastender Wasservögel umfasst eine Vielzahl an Programmen, mit denen die Wasservogelbestände außerhalb der Brutzeit hierzulande beobachtet werden. Der aktuelle Rundbrief bietet wieder viel Lesenswertes aus den Erfassungsprogrammen sowie rund um die Wasservögel. Es berichten u.a. Christine Kowallik und Daniel Doer über Gänse am Niederrhein, Michael Schmolz über die erfolgreiche Wiederbelebung der Wasservogelzählung am Neckar, Kees Koffijberg über die Ermittlung von Jungvogelanteilen bei Gänsen, Volker Blüml und Axel Degen über erste Ergebnisse des neu angelaufenen Bruterfolgsmonitorings bei Schwänen, Helmut Kruckenberg über die Reise besenderter Blässgänse in die Arktis und zurück, Jochen Bellebaum, Martin Boschert und Johannes Wahl über Ergebnisse der Möwen-Schlafplatzzählungen im Winter 2006/07, Thomas Heinicke stellt neue Beringungsprojekte an Gänsen vor und Andreas Buchheim und Johannes Wahl begleiten "Atze" auf seiner Reise durch Europa. Aber wer ist "Atze"? Im Rundschreiben, das in verschiedenen Auflösungen zur Verfügung steht, erfahren Sie′s:

Downloads

22.10.2007 totop

ADEBAR: Brandenburg bleibt Spitze!

Mit 243 von 246 vergebenen und 155 fertig bearbeiteten TK25-Kartenblättern ist Brandenburg unter den Flächenbundesländern weiterhin Spitze bei der Erfassung der heimischen Brutvogelwelt für den Atlas deutscher Brutvogelarten. Dies und mehr können Sie im aktuellen Rundschreiben der ABBO sowie auf der Homepage nachlesen.
Wir möchten hiermit alle Kartierer, die ihr TK bereits vollständig bearbeitet haben, ermuntern, in den kommenden Wochen die Ergebnisse auszuwerten und spätestens als "Weihnachtsgeschenk" dem zuständigen Koordinator zukommen lassen. Vielleicht sehen wir dadurch ja demnächst ein anderes Bundesland an erster Stelle im ADEBAR-Bearbeitungsstand?

Weitere Informationen

15.10.2007 totop

„Mitmachen bei der Wasservogelzählung" eröffnet!

Bild zur Meldung
Zählgebiete aus der Vogelperspektive - nun auch für die Wasservogelzählung
© DDA
Nach dem erfolgreichen Start von "Mitmachen beim Monitoring häufiger Brutvögel" im Frühjahr dieses Jahres kann nun auch komfortabel nach Zählgebieten der Wasservogelzählung gesucht werden. Bislang kommen in diesen Genuss ausschließlich Interessenten aus Rheinland-Pfalz, das im Rahmen des F+E-Vorhabens "Monitoring von Vogelarten in Deutschland" hierfür ausgewählt wurde. Angesichts von fast 3.000 Zählgebieten, die innerhalb der vergangenen 10 Jahre mindestens einmal erfasst wurden, wird es allerdings noch einige Zeit dauern, bis alle Bundesländer integriert sein werden. Denn für eine Darstellung mit Hilfe von GoogleMaps, das wiederum die komfortable Grundlage bietet, müssen alle Zählgebiete kartografisch erfasst sein und anschließend speziell aufbereitet und mit den Informationen zu den Zählgebieten (Vergabestand, Zählerin/Zähler usw.) verknüpft werden. Es ist also ein ungleich höherer Aufwand, als beim Monitoring häufiger Brutvögel, dessen Probeflächen alle dieselbe Größe aufweisen und demzufolge nicht einzeln digitalisiert werden müssen. [mehr]

10.10.2007 totop

Tagung der Wasservogelkoordinatoren in Lenzen

Bild zur Meldung
Rund 30 Koordinatorinnen und Koordinatoren fanden sich auf der Burg in Lenzen ein — eine Gruppe, in der auch der Humor seinen Platz hat.
© Michael Schmolz
Zum mittlerweile achten Mal trafen sich am ersten Septemberwochenende die Koordinatoren der Wasservogelerfassungsprogramme zu ihrer jährlichen Tagung, die auf Einladung von Stefan Jansen im "Auenökologischen Zentrum Burg Lenzen" im brandenburgischen Elbtal stattfand. In sehr angenehmer Atmosphäre wurden wichtige Zukunftsprojekte wie die internetbasierte Dateneingabe, Rastbestandsschätzungen auf Bundes- und Länderebene, die Anwendung von Rastvogelkriterien, die für Oktober 2008 geplante internationale Goldregenpfeiferzählung sowie die Auswertung von Wasservogeldaten diskutiert und über Ergebnisse der Rastvogelzählungen im Wattenmeer und am Neckar berichtet. Das Treffen, das sich wiederum durch eine gesunde Mischung von fachlicher Arbeit und fröhlicher Geselligkeit auszeichnete, wurde von einer interessanten Exkursion in das Gebiet des Naturschutzgroßprojekts "Deichrückverlegung bei Lenzen" abgerundet.

13.09.2007 totop

Pfuhlschnepfen fliegen von Alaska nach Neuseeland … ohne Unterbrechung!

Bild zur Meldung
Die im Wattenmeer rastenden Pfuhlschnepfen legen ebenfalls jährlich mehrere Tausend Kilometer zurück.
© Lutz Ritzel
Was Watvogelforscher schon seit mehreren Jahren vermuteten, ist jetzt endgültig bestätigt worden: die Pfuhlschnepfen der Unterart baueri fliegen ohne Unterbrechung von Alaska in ihre neuseeländischen Winterquartiere! Sie halten damit den Weltrekord im Non-Stop-Flug im Reich der Vogelwelt. Offiziell aufgestellt wurde er vom Weibchen E7, das am vergangenen Sonntag nach einem achttägigen Flug quer über den Pazifik in Neuseeland landete (rund 11.500 km).
Sie ist damit gleichzeitig der erste Watvogel, dessen Jahreszyklus vollständig mit Hilfe der Satellitentelemetrie aufgezeichnet wurde: Im Frühjahr war sie bereits im Direktflug ins Gelbe Meer nach China geflogen (ca. 10.000 km), wo sie mehrere Wochen rastete, um dann wiederum ohne Unterbrechung bis ins Brutgebiet zu fliegen (weitere 5.000 km).
Während sich das "Rekord-Weibchen" in Neuseeland erholt, bereiten sich vier weitere, mit Sendern bestückte Pfuhlschnepfen in Alaska auf den schier unglaublichen Direktflug vor. Deren Reise sowie die weiterer Watvogelarten können im Internet verfolgt werden.

Weitere Informationen

30.08.2007 totop

Weltweit gefährdete Arten zahlen für ihr Geschlecht

Eine Studie, die unlängst im Ibis, einer der führenden ornithologischen Zeitschriften, veröffentlicht wurde, weist nach, dass es in den Populationen vieler Vogelarten mehr Männchen als Weibchen gibt. Weil jedoch Vogelkundler die Bestandsgrößen anhand der Zahl revieranzeigender Männchen ermitteln, befürchten die Experten nun, dass der "wahre" Brutbestand so mancher Art überschätzt sein dürfte.

'Bei den meisten Arten ist die Geschlechterverteilung zu Gunsten der Männchen verschoben, aber eine völlig unerwartete Entdeckung war, dass das Verhältnis zunehmend zugunsten der Männchen ausschlägt, je seltener eine Art ist.', sagte Dr. Paul Donald vom RSPB. "Das bedeutet, dass viele der seltensten Arten der Ausrottung viel näher sind als wir bislang angenommen haben."

Die Studien haben ergeben, dass keinesfalls mehr Männchen als Weibchen gezeugt werden, denn beim Schlüpfen der Küken ist das Geschlechterverhältnis in der Regel ausgeglichen. Offensichtlich ist die Lebenserwartung der Weibchen geringer als die der Männchen. Eine mögliche Erklärung für ihre höhere Sterblichkeit ist, dass Weibchen einem größeren, physiologischen Stress ausgesetzt sind. Dass gerade gefährdete Arten ein so stark verschobenes Geschlechterverhältnis aufweisen, könnte darauf zurückzuführen sein, dass die Weibchen vieler gefährdeter Arten von natürlichen oder eingeführten Räubern erbeutet werden, wenn sie ihre Eier im Nest bebrüten.

Weitere Informationen

13.08.2007 totop

EU-Vogelschutzrichtlinie: erste Erfolge

Bild zur Meldung
Schwarzhalstaucher im Prachtkleid. Ihre Bestände sind in den letzten Jahren in Deutschland deutlich angestiegen.
© Jan Ole Kriegs
Die renommierte Zeitschrift Science hat aktuell eine Analyse von veröffentlicht, die zeigt, dass die Umsetzung der EU-Vogelschutzrichtlinie erste Früchte trägt. Insbesondere bedrohte Arten haben vom Netz Europäischer Vogelschutzgebiete, das zur Natura 2000-Kulisse gehört, profitiert. Löffler, Seeadler und Großtrappe sind herausragende Beispiele des Erfolges. Die Richtlinie, die 1979 ratifiziert wurde und für alle EU-Staaten gesetzlich bindend ist, fordert über die Ausweisung von Schutzgebieten hinaus spezielle Maßnahmen für eine ganze Anzahl von Arten (aufgelistet im Anhang I der Richtlinie), für deren Schutz die europäischen Staaten eine besondere Verantwortung tragen oder die in ihren Brutbeständen europaweit gefährdet sind. [mehr]

24.07.2007 totop

Trauer um Gerhard Thielcke (1931-2007)

Die deutschen Umweltverbände haben eines ihrer Urgesteine verloren: Professor Dr. Gerhard Thielcke ist im Alter von 76 Jahren plötzlich und völlig unerwartet verstorben. Sein plötzlicher Tod ist ein schmerzlicher Verlust für den Naturschutz in Deutschland, verliert er doch einen seiner bedeutendsten Fürsprecher, der gleichermaßen als Anwalt, Verteidiger und Berater geschätzt wurde.
[mehr]

04.07.2007 totop

ADEBAR – Zweiter Bericht liegt vor!

Bild zur Meldung
Wie ist der ADEBAR-Stand im Land?
© DDA
Die laufende Brutsaison ist nahezu abgeschlossen. In einem Frühjahr der Extreme mit einem ungewöhnlich heißen April und eher nasskaltem Mai und Juni haben auch im dritten ADEBAR-Jahr wieder mehr als 2.500 ADEBAR-Kartierer unter großen Anstrengungen die Brutbestände der heimischen Vogelarten erfasst und ausgewertet — auf inzwischen mehr als 75 % der Bundesfläche!
Ein guter Zeitpunkt also, um sich bei allen Unterstützern und Mitarbeitern herzlich zu bedanken und die Vorbereitungen für den Endspurt einzuleiten. Aus diesem Anlass hat die Stiftung Vogelmonitoring Deutschland jetzt in Zusammenarbeit mit dem DDA den zweiten Bericht zum ADEBAR-Projekt herausgegeben. [mehr]

28.06.2007 totop

Unzureichende Ausweisung von EU-Vogelschutzgebieten in Deutschland: EU-Kommission ruft Europäischen Gerichtshof an

Nach Angaben des Bundesamtes für Naturschutz hat Deutschland mit Stand vom 03.05.2007 bislang 658 Vogelschutzgebiete (BSG) gemeldet. Dies entspricht einem Meldeumfang von 9,4 % bezogen auf die Landfläche. Dazu kommen 1.684.739 ha Bodensee, Meeres-, Bodden- und Wattflächen mit 514.499 ha in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Deutschlands.
Das reicht nach Auffassung der EU-Kommission allerdings nicht: Am 27. Juni 2007 hat sie entschieden, wegen der immer noch unzureichenden Ausweisung von EG-Vogelschutzgebieten den Europäischen Gerichtshof anzurufen. Betroffen sind sieben Bundesländer (Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen). Das Verfahren 2001/5117 geht auf eine Beschwerde des NABU zurück, der seine Argumentation in weiten Teilen auf die 2002 veröffentlichte "Schattenliste" von "Important Bird Areas" stützt.

Weitere Informationen


21.06.2007 totop

Stiller Alarm bei den Feldvögeln - Frankfurter Rundschau berichtete über Monitoringergebnisse

In der Ausgabe vom 19. Juni berichtete die Frankfurter Rundschau über die Ergebnisse der auf europäischer Ebene ausgewerteten Monitoringprogramme. Wie wir wissen sind die Entwicklungen dramatisch: durchschnittlich um 44 % gingen die Bestände typischer Agrarlandschaftsvögel zurück! "Die EU-Landwirtschaft ist der Artenkiller Nummer 1, und die europäische Agrarpolitik fördert diesen Prozess weiter", so das Fazit des EBCC, dessen Pressemitteilung die Grundlage des Beitrags bildet. Wir danken insbesondere allen Mitarbeitern des DDA-Monitoringprogramms Häufige Arten, aus dem die deutschen Daten stammen, für ihre teilweise fast 20-jährige Unterstützung Unterstützung sowie Martin Flade und Johannes Schwarz, die das Programm koordinieren und die Daten aufbereiteten!

Weitere Informationen

18.06.2007 totop

Herzlichen Glückwunsch an die Sachpreisgewinner des 4. Birdraces!

Bild zur Meldung
Aquarell "Blaukehlchen"
© Christopher Schmidt
Bei 27 Sachpreisen, die es unter den 338 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu verlosen gab, standen die Chancen jedes Einzelnen gar nicht schlecht, zu den glücklichen Gewinnern zu zählen ... von unserer Glücksfee letztendlich gezogen wurden: Aquarell "Blaukehlchen" von Christopher Schmidt: Thomas Grunwald

Herzlichen Glückwunsch!

Für ihre großzügige Unterstützung danken wir Christopher Schmidt, das Aquarell für die Gestaltung der Urkunde und zur anschließenden Verlosung bereitstellte, an den Aula-Verlag, die Leica Camera AG, den Kosmos-Verlag und die Zeitschrift VÖGEL, die attraktive Sachpreise für die Verlosung zur Verfügung stellten!

15.05.2007 totop

Der Kleiber im positiven Trend: „Vogel des Jahres 2006“ profitiert von naturnäherer Laubwald-Bewirtschaftung

Bild zur Meldung
Bestandsentwicklung des Kleibers in Deutschland 1991-2005.
© DDA
Im Jahr des Kleibers hatte der NABU gemeinsam mit dem DDA zu einer Bestandserfassung des kleinen Kletterkünstlers aufgerufen. Die Ergebnisse wurden nun auf der NABU-Homepage veröffentlicht. Seit Anfang der 1990er Jahre hat der Kleiber bundesweit um etwa zwölf Prozent zugenommen, jährlich um durchschnittlich 0,8 Prozent, wie die Langzeitprogramme des DDA zeigen. Der langfristig gesehen leicht positive Trend ist vermutlich auf eine naturnähere Bewirtschaftung von Laubwäldern zurückzuführen. Allerdings steht zu befürchten, dass sich der seit Mitte des aktuellen Jahrzehnts deutlich verstärkte Holzeinschlag in unseren Wäldern negativ auf die Bestandsentwicklung auswirken wird. Ob und wie werden die Erfassungen im Monitoring häufiger Brutvögel in den kommenden Jahren zeigen.

Weitere Informationen

06.05.2007 totop

4. bundesweites Birdrace ein Rennen der Rekorde

Bild zur Meldung
Arten satt im Watt und im übrigen Kreis Nordfriesland: Das Nord-Seh-Team - mit 167 Arten auf Platz 1 - unterwegs im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer.
© Nord-Seh-Team
Nun, da die Ferngläser wieder ein wenig ausruhen dürfen, zeigt sich so langsam, dass das 4. bundesweite Birdrace gestern ein wahrlich rekordverdächtiges Rennen war: 90 Teams mit 337 TeilnehmerInnen waren um Mitternacht — um diese Uhrzeit ging’s für viele tatsächlich los — an den Start gegangen. So viele wie nie zuvor. Bei bestem Rennwetter in den meisten Teilen Deutschland wurde gestern wirklich großer Sport geboten: viele Teams hatten sich offensichtlich Einiges vorgenommen und bestens vorbereitet, so dass die Rekorde nur so purzelten und die meisten Team mit deutlich höheren Artenzahlen ins Bett fielen. Sowohl die vermutlichen Sieger, das Nord-Seh-Team aus Nordfriesland, als auch das zweitplatzierte Team Cuxland - Schwenke Geo Consult übertrafen mit fast schon sensationellen 167 bzw. 164 Vogelarten den bisherigen Rekord von 161 Arten aus dem Jahr 2004. Die drittplatzierten, Gätkes Erben aus Lüneburg, verbesserten ihre eigene Bestmarke mit 157 Arten deutlich und stellten damit den "Binnenlandrekord" ein, Pody & Co. kamen nur mit dem Fahrrad und zu Fuß (!) auf 135 Arten, die Raumpatroullie Oriolus aus Münster lag mit 134 Arten im konkurrenzreichsten Bundesland souverän vorne und stellte gleichzeitig einen neuen NRW-Rekord auf ... sicherlich könnte man über jedes Team eine kleine Geschichte schreiben. [mehr]

05.05.2007 totop

4. bundesweites Birdrace mit Rekordbeteiligung gestartet

Um Mitternacht starteten die ersten der 90 Teams zum 4. bundesweiten Birdrace des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten. Die guten Wetteraussichten "überredeten" in den letzten Tagen wohl noch einige Teams, denn mit einer solch deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahr hatten wir nicht gerechnet: über 330 Vogelbeobachter versuchen heute zwischen Usedom und Breisgau in ihren Landkreisen so viele Vogelarten wie möglich zu sehen oder zu hören. Favoriten auf die ganz vorderen Plätze sind wiederum die Mannschaften von der Küste, allen voran die Cuxländer, die bei allen drei Austragungen auf dem ersten Platz landeten, das Nord-Seh-Team, das im vergangenen Jahr ebenfalls auf 159 Arten kam sowie Wannacks Topti(c)ker, die auch in der inoffiziellen Wortwitzwertung die Nase ganz weit vorne haben. Doch nicht nur bei den letztjährigen Dritten, auch bei allen anderen Teams drückt sich der Spaß bereits im Teamnamen aus: ARKONAuten, Usedommeln, Raumpatroullie Oriolus, Enger am Spektiv und wie sie alle heißen. [mehr]

03.05.2007 totop

Christopher Schmidt gestaltet Birdrace-Urkunde – Original wird "versteigert"!

Mit Rekordbeteiligung und zumindest bei überwiegend gutem Wetter fällt am Samstag zum vierten Mal der Startschuss für ein bundesweites Birdrace. Neben der Sonderwertung „Singvögel“ wird es in diesem Jahr noch etwas geben, das hoffentlich die Motivation von allen steigern wird: Es wird erstmals eine Urkunde für alle Teilnehmer geben, und zwar eine, für die Christopher Schmidt exklusiv für uns den Pinsel in die Hand genommen hat!
Eine solche Urkunde wird es künftig jedes Jahr geben — jeweils von einem anderen Künstler gestaltet, der oder die das Original als ihren Beitrag für das durch das Birdrace unterstützte Projekt zur Verfügung stellen. Um das Kunstwerk in einen geldwerten Betrag umzumünzen, haben wir uns überlegt, das Original auf etwas andere Art und Weise zu versteigern: es wird unter allen Teilnehmern verlost, deren Teams mindestens 100 Euro oder 1 Euro pro Art für ADEBAR einwerben — ein echter Schmidt ist ja durchaus etwas Besonderes. Wir hoffen, unsere Glücksfee zieht letztendlich auch denjenigen, der oder die den Löwenanteil der Spenden dem Team zugeführt hat. Wir wünschen viel Glück ... nun aber vor allem eine gute Vorbereitung auf den Samstag!

02.05.2007 totop

Nachhaltige Entwicklung in Deutschland – Indikatorenbericht 2006

Bild zur Meldung
Auf 61 Seiten werden die Entwicklungen von den Treibhausgasemissionen über das Staatsdefizit bis hin zur Artenvielfalt vorgestellt.
© Statistisches Bundesamt
Im April 2002 veröffentlichte die Bundesregierung unter dem Titel „Perspektiven für Deutschland" ihre nationale Strategie für nachhaltige Entwicklung. Kernstück der Strategie sind 21 Indikatoren, zu denen auch der Nachhaltigkeitsindikator für die Artenvielfalt zählt, der auf den Brutbeständen von 59 Vogelarten basiert, die zum Großteil im Rahmen unserer Monitoringprogramme von Tausenden ehrenamtlichen Vogelkartierern erhoben wurden. Mit Hilfe dieser Indikatoren soll die Nachhaltigkeit der Entwicklung von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft beobachtet werden. Der erste Fortschrittsbericht wurde im Jahr 2004 veröffentlicht. Jetzt hat das Statistische Bundesamt im Auftrag der Bundesregierung den Indikatorenbericht 2006 vorgelegt.

Downloads

01.05.2007 totop

World Migratory Bird Day

Bild zur Meldung
Der World Migratory Bird Day steht dieses Jahr im Zeichen des Klimawandels und seiner Auswirkungen auf die Vogelwelt.
© UNEP/AEWA
Um auf die Zugvögel, ihre Lebensräume und deren Schutz aufmerksam zu machen, haben das Sekretariat des Afrikanisch-Eurasischen Wasservogelabkommens (AEWA) und die Konvention zum Schutz wandernder Tierarten im vergangenen den World Migratory Bird Day ins Leben gerufen.
In diesem Jahr findet der Welttag der Zugvögel am Wochenende 12./13. Mai statt und weist auf die Herausforderungen der Zugvögel in unserer sich verändernden Umwelt hin, speziell die Auswirkungen der sich wandelnden klimatischen Bedingungen in den Brut-, Rast- und Überwinterungsgebieten. Die Veränderungen sind dabei keinesfalls alle gleichgerichtet: mildere Winter und ein früherer Beginn der Vegetationsperiode gehen einher mit höheren Niederschlägen oder anhaltenden Trockenperioden andernorts. Vielfältige Anpassungen im Jahresverlauf werden somit den hiesigen Brut- und Gastvögeln abverlangt, die umso komplexer werden, je weiter Brutgebiete und Winterquartiere auseinanderliegen. Von der lokalen bis zur Populationsebene wurden vielfach Veränderungen im Zugverhalten und Brutablauf nachgewiesen. Ein Großteil dieser Langzeitreihen basiert auf ehrenamtlich durchgeführten Forschungs- und Erfassungsprogrammen, die teilweise begonnen wurden, als das heute allgegenwärtige Schlagwort "Klimawandel" allenfalls von Experten diskutiert wurde. [mehr]

26.04.2007 totop

Neue Website zu Vogelvorkommen und Luftfahrt

Bild zur Meldung
Kraniche in der Diepholzer Moorniederung, die ebenfalls zu den ABA, den Aircraft relevant Bird Areas, zählt.
© Lutz Ritzel
Unter der Internetadresse www.aba.bfn.de sind Darstellungen von Vogelvorkommen mit besonderer Relevanz für die Luftfahrt zu finden. In den Luftfahrerkarten der Deutschen Flugsicherung (ICAO-Karten) sind seit 2007 Gebiete mit hohem Vogelaufkommen während der Rast- und Zugzeiten sowie Gebiete mit "besonders störsensiblen" Großvogel-Arten aufgenommen. Die neue Webseite des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) gibt zu den bundesweit 230 Gebieten und den relevanten Vogelarten vielfältige Hintergrundinformationen.
Auswahl und Ausdehnung der Flächen wurde von der Arbeitsgruppe "Luftfahrt und Naturschutz" vorgenommen. In dieser Gruppe arbeiten unter Federführung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und des Deutschen Aero Clubs (DAeC), Spezialisten aus Luftfahrtverbänden, der Bundeswehr/Luftwaffe, des Deutschen Ausschusses zur Verhütung von Vogelschlägen (DAVVL) mit den Vertretern des Natur- und Artenschutzes (BfN, Länderbehörden, Vogelschutzwarten) zusammen. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS) und die Deutsche Flugsicherung (DFS) unterstützen das Projekt.

24.04.2007 totop

„Für ADEBAR unterwegs“ auf internationalem Naturfilmfestival NATURALE 2006/2007 ausgezeichnet!

Bild zur Meldung
Die Preisträgerin Susanne Hoffmann.
© S. Hoffmann
Für ihren wunderbaren Film "Für ADEBAR unterwegs" wurde Susanne Hoffmann aus Grafrath am 14. April 2007 von der NATURALE 2006/2007 im Rahmen der festlichen Preisverleihung mit der Auerhahnmedaille in Bronze geehrt. Unseren herzlichsten Glückwunsch!
Veranstaltet wird das Internationale Naturfilmfestival NATURALE, das in diesem Jahr sein 20. Jubiläum feiert, vom Pfalzmuseum für Naturkunde — POLLICHIA-Museum in enger Zusammenarbeit mit der Naturale-Gesellschaft e.V.
Susanne Hoffmann, Hobbyfilmerin aus Bayern, wurde in der Kategorie "Amateure" für ihr filmisches Tagebuch der spannenden Naturerlebnisse einer Mitarbeiterin am bundesweiten ADEBAR-Projekt ausgezeichnet. Für sie nichts Neues, denn gleich zweimal gewann sie den Goldenen Auerhahn, und das hintereinander — bei den Amateur-Wettbewerben 1999 ("Mehrfamilienhaus zu vermieten") und 2000 ("Hallo Natur!"). Alle ADEBAR-Mitarbeiter — und hoffentlich noch viele weitere — dürfen sich jetzt auf ein besonderes Schmankerl freuen: „Für ADEBAR unterwegs“ wird als DVD dem zweiten Projektbericht beiliegen, der Anfang Mai ausgeliefert werden wird. Zeigen Sie diesen Film Ihren Freunden und Bekannten und Sie werden sicher die eine oder den anderen für unser faszinierendes Hobby begeistern können!

Weitere Informationen

14.04.2007 totop

Anmeldung zum Birdrace hat begonnen!

Bild zur Meldung
3—5 Beobachter bilden eine Mannschaft beim Birdrace, mit dem Ziel am 5. Mai zwischen 0 und 24 Uhr so viele Vogelarten wie möglich auf ihrem Kreisgebiet zu sehen oder zu hören. Mitmachen können alle, die gerne Vögel beobachten.
© Team Foto Wannack 2005
Noch vor dem offiziellen Beginn der Anmeldungen heute Morgen trugen sich die Thüringer Becken-Birders in die Startliste ein — als erstes thüringer Team überhaupt übrigens! Wenn alle Mannschaften so heiß sind, dann stehen die Chancen nicht schlecht, dass das ohnehin schon hervorragende Vorjahresergebnis mit knapp 300 Beobachtern in 74 Teams nochmals übertroffen werden kann. Wird es in diesem Jahr gelingen, dass es tatsächlich ein bundesweites Birdrace wird und Teams aus allen Bundesländern antreten?
Die größte Konkurrenz um einen Landesmeistertitel wird es sicherlich wieder in Nordrhein-Westfalen geben, das mit 32 Teams im letzten Jahr das Gros der Mannschaften stellte. Mit alleine je sieben Teams lagen die Kreise Herford und Münster vor den meisten Bundesländern — Birdrace ist dort schon fast zum Breitensport geworden. Teilweise lagen über 40 Arten zwischen den Mannschaften in diesen Kreisen — viel Spaß hatten trotzdem alle! Natürlich geht es darum, möglichst viele Arten zu entdecken (die neue Sonderwertung ">Singvögel" verspricht dabei zusätzliche Spannung), aber bei allem Ehrgeiz steht doch vor allem der gemeinsame Spaß im Vordergrund. Mit anderen Worten: Dabei sein ist alles — mitmachen können alle, die gerne Vögel beobachten! [mehr]

10.04.2007 totop

Bundesweite Kartierung des Jahresvogels 2007 hat begonnen!

Bild zur Meldung
Ein möglichst vollständiges Bild der Verbreitung und Häufigkeit der Turmfalken soll 2007 ermittelt werden.
© Jan Ole Kriegs
Schon mehrere hundert Vogelfreunde haben bereits zugesagt, sich an der aktuellen Bestandserfassung von Turmfalken zu beteiligen — doch es gibt noch immer viele Gebiete, für die dringend Kartierer gesucht werden. Deshalb können Kurzentschlossene jetzt noch einsteigen. Denn die Kartierung des "Jahresvogels 2007" wird auch für den neuen Vogelatlas ADEBAR wertvolle Daten liefern.
Und so geht′s: Entlang einer frei wählbaren Wegstrecke sind bis Ende Juni drei Begehungen durchzuführen, bei denen jeder gesichtete Turmfalke notiert werden soll. Kartiereinheit ist in der Regel ein Quadrant der Topographischen Karte 1:25.000. Um einen möglichst zuverlässigen Eindruck von den Revieren der Turmfalken zu bekommen, empfiehlt es sich auch, Kontakt mit Kirchenvertretern, Landwirten oder anderen Ortskundigen aufzunehmen.
ADEBAR-Mitarbeiter erhalten den Meldebogen in Kürze mit dem zweiten Projektbericht. Alle ADEBAR-Mitarbeiter werden gebeten, den von ihnen ermittelten oder geschätzten Paarbestand (in ADEBAR-Größenklassen) vorab an die Atlaszentrale zu melden.
Übrigens: Unter allen bis Ende August erfolgten Einsendungen werden zehn Bände des großformatigen Naturführers Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens von Theodor Mebs und Daniel Schmidt verlost.

09.04.2007 totop

BfN und VSW bekräftigen Zusammenarbeit mit dem DDA

Durch das vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geförderte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben "Monitoring von Vogelarten in Deutschland" hat die Zusammenarbeit zwischen den Bundes- und Länderfachbehörden und -verbänden, die sich mit aktuellen Fragen des Vogelschutzes und der Bestandskontrolle von Vogelpopulationen befassen, enorm an Qualität gewonnen.
Zu diesem Fazit kommen das BfN und die Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (LAG VSW) in ihrem Helgoländer Positionspapier, in dem die LAG-VSW und das BfN den Willen zu einer dauerhaften Fortführung dieser Zusammenarbeit betonen. Durch die Fortführung der Bund-Länder-Zusammenarbeit mit dem DDA als nationale Dachorganisation der ehrenamtlichen avifaunistischen Landesfachverbände sollen wesentliche Grundlagen zum nationalen und internationalen Schutz der Biologischen Vielfalt geschaffen werden. Die LAG-VSW und das BfN wollen sich daher für die finanzielle Absicherung des Vogelmonitorings einsetzen.

Downloads

09.04.2007 totop

LANA: Vogelmonitoring ist unverzichtbar!

Auf ihrer 95. Sitzung am 1./2. März 2007 in Dresden hat die LANA (Länderarbeitsgemeinschaft Naturschutz), das Gremium der Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter der für Naturschutz zuständigen Ministerien des Bundes und der Länder, bekräftigt, dass das ehrenamtliche Vogelmonitoring eine unverzichtbare Grundlage für die Erfüllung der Naturschutzaufgaben von Bund und Ländern sei. Darüber hinaus hat der Bund erklärt, sich zukünftig an der Finanzierung der für die Fortführung der Koordinationsaufgaben notwendigen laufenden Kosten beteiligen zu wollen. Die Länder wurden gebeten, dem Bund mitzuteilen, inwieweit sie ihrerseits die bundesweiten koordinativen Tätigkeiten, von denen auch die relevanten Landesmonitoringprogramme profitieren, finanziell unterstützen wollen. Erstmalig besteht nun die Chance auf eine dauerhafte finanzielle Absicherung unserer Programme zur Überwachung der heimischen Vogelwelt. Auch wenn sicher noch viele Gespräche geführt werden müssen, sind wir auf dem Weg zu einer langfristigen Lösung einen großen Schritt vorangekommen.

09.04.2007 totop

„Monitoring von Vogelarten in Deutschland“ unverzichtbar für effizienten Naturschutz

Am 1. Dezember 2006 hatte der DDA die Projektpartner des Forschungs- und Entwicklungsvorhabens "Monitoring von Vogelarten in Deutschland" eingeladen, um gemeinsam die erreichten Ziele zu diskutieren und die Perspektiven des Vogelmonitorings für die kommenden Jahre aufzuzeigen.
Dr. Elsa Nickel (BMU), Dr. Rainer Blanke (BfN), Prof. Dr. Franz Bairlein (DO-G), Helmut Opitz (NABU), Heiner Schöpf (LAG Vogelschutzwarten), Ulrich Simmat (Heinz-Sielmann-Stiftung) und Dr. Kai Gedeon (Stiftung Vogelmonitoring Deutschland) hoben in ihren Beiträgen den hohen Stellenwert des Vogelmonitorings für einen effizienten Naturschutz hervor. Frau Dr. Nickel und Dr. Rainer Blanke erklärten, dass das Vogelmonitoring dank der großen Fortschritte der letzten Jahre inzwischen zu einem unverzichtbaren Bestandteil deutscher Umwelt- und Naturschutzstrategie geworden sei. Deshalb will der Bund gemeinsam mit den Ländern, dem DDA und der Stiftung Vogelmonitoring Deutschland nach einer tragfähigen Lösung für die dauerhafte Absicherung des Vogelmonitorings suchen.

Downloads

05.04.2007 totop

ADEBAR: Brandenburg Spitze!

Bild zur Meldung
ADEBAR-Vergabestand in Brandenburg
© ABBO
In ihrem aktuellen Rundbrief berichtet die Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburgischer Ornithologen (ABBO) über die enormen Fortschritte, die dank Kati Hielschers großartigem Einsatz bei der Umsetzung des ADEBAR-Projektes erzielt wurden. Für über 40 % der 246 zu bearbeitenden TK liegen bereits die Ergebnisse der Kartierung vor.
Nach Sachsen, das aufgrund der bereits im Vorfeld des ADEBAR-Projektes angelaufenen eigenen Atlaskartierung inzwischen 100 % der Landesfläche abgedeckt hat und hier deshalb aus der Wertung des Ländervergleichs herauszunehmen ist, dürfte von den Flächenbundesländern Brandenburg damit bundesweit an der Spitze stehen. Mit Thüringen und Sachsen-Anhalt sind den Brandenburgern übrigens zwei weitere ostdeutsche Bundesländer dicht auf den Fersen. Insgesamt liegt der Vergabestand aber in allen Bundesländern inzwischen bei über 60 % — ein toller Erfolg, für den wir uns bei allen Mitarbeitern herzlich bedanken wollen.

Weitere Informationen

Downloads

27.03.2007 totop

4. bundesweites Birdrace am 5. Mai – mit Sonderwertung „Singvögel“

Bild zur Meldung
Hätte es auch im vergangenen Jahr eine Sonderwertung „Singvögel“ gegeben, so wäre das „Asiola-Quartett“ aus Nordwest-Mecklenburg auf Platz 1 gelandet. Auf Platz 3 kamen bereits „Die Feuchtkehlchen“ ein ... ein Team tief aus dem Binnenland!
© Asiola-Quartett
Spätestens seit dem das herrliche Frühlingswetter der letzten Tage den Schneeregen vertrieben hat, juckt es wieder im Zeigefinger ... die Ferngläser werden wieder scharf gestellt, die ersten Schwalben begrüßt und eh man sich versieht, ruft′s auch wieder "Kuckuck" aus dem Wald. Und schon ist wieder der erste Samstag im Mai und damit Start zum mittlerweile 4. bundesweiten Birdrace. Es geht also schon bald wieder rund, höchste Zeit mit den ersten Vorbereitungen zu beginnen, bei den Kartierungen und Exkursionen die sichersten Stellen für Spechte und Eulen "klarzumachen", das Team zusammen- und das erste Mal taktische Überlegungen anzustellen. Denn die könnten in diesem Jahr mit der Sonderwertung "Singvögel" mehr als in den vergangenen Jahren eine Rolle spielen: Neben der Anzahl der insgesamt in 24 Stunden beobachteten Arten, bei dem die Meister im Wettbeobachten auf Bundes- und Landesebene gesucht werden, zeichnen wir in diesem Jahr auch die Teams aus, die die meisten Singvogelarten gesehen oder gehört haben. Damit haben auch Teams aus dem Binnenland eine echte Chance auf einen ganz vorderen Platz auf Bundesebene — sozusagen der DFB-Pokal im Birdrace! [mehr]

24.02.2007 totop

Probeflächen aus der Vogelperspektive: Das Informationssystem „Mitmachen! – Vogelzählung in Deutschland“

Bild zur Meldung
Auf den Probeflächen des Monitoringprogramms stehen häufige Arten wie die Goldammer im Mittelpunkt.
© DDA
"Ja, ich habe schon Interesse, aber wie sieht denn die Probefläche aus, auf der die Begehungen stattfinden sollen?" Was bislang nur mit größerem Aufwand und vor allem Fantasie möglich war, ist ab sofort nur ein paar Klicks entfernt: Im Rahmen der Tagung zum Vogelmonitoring in Bayern eröffnete Alexander Mitschke, bundesweiter Koordinator des Monitorings häufiger Brutvögel, heute in Augsburg das Informationssystem "Mitmachen! — Vogelzählung in Deutschland". Darin können Sie ganz spielerisch erkunden, wo sich in Ihrer Nähe Probeflächen des Monitorings häufiger Brutvögel befinden, ob diese noch frei sind und vor allem anhand von Luftbildern sozusagen aus der Vogelperspektive ansehen, wie die Fläche strukturiert oder wie sie zu erreichen ist.
Derzeit können Sie nach den 1000 Probeflächen der bundesweiten Stichprobe suchen. Bis zum Start der ersten Kartierphase (10.—31. März) werden wir auf Wunsch mehrerer Landeskoordinatoren auch das erweiterte Probeflächennetz für einzelne Bundesländer integrieren. Wenn Sie schon jetzt wissen wollen, ob sich eine dieser Flächen in Ihrer Nähe befindet, wenden Sie sich bitte an Ihren Landeskoordinator.

Viel Spaß beim Erkunden und natürlich beim Mitmachen bei der Vogelzählung in Deutschland!

Weitere Informationen

23.02.2007 totop

Brutvogelkartierungen beginnen - Mitarbeiter gesucht!

Bild zur Meldung
Das „Wieze-wieze“ der Tannenmeisen ist in Gärten und Wäldern bereits zu hören.
© Hendrik Weindorf
Misteldrosseln, Meisen und Spechte singen und trommeln bereits landauf landab — der Frühling ist unterwegs und damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den bundesweiten Erfassungsprogrammen: insbesondere für das ADEBAR-Projekt wird bereits wieder fleißig kartiert, aber auch für die am 10. März beginnende Kartiersaison des Monitorings häufiger Brutvögel laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.
Wer sich über die bundesweiten und regionalen Projekte informieren will, hat dazu in den kommenden Wochen reichlich Gelegenheit: gemeinsam mit unseren Mitgliedsverbänden informieren wir auf zahlreichen Tagungen über die beeindruckenden Ergebnisse aus den vergangenen Jahren und die Beteiligungsmöglichkeiten in diesem Frühjahr. Auf allen Veranstaltungen geben die landesweiten Koordinatoren einen umfassenden Überblick über die Situation auf Landesebene und erläutern ausführlich die Erfassungs- und Auswertungsmethoden. Also DIE Gelegenheit in die Mitarbeit bei diesen spannenden Projekten hineinzuschnuppern und sich bei "alten Hasen" zu informieren.
Eine Übersicht über die Veranstaltungen finden Sie in unserem Kalender.

19.02.2007 totop

10. Treffen der Wetlands International „Goose Specialist Group“ in Xanten (Goose 2007)

Bild zur Meldung
Eine höhere Dichte an Gänseexperten wurde bislang nur selten beobachtet: Teilnehmer der Goose 2007 in Xanten
© Goose Specialist Group
Vom 26.—31. Januar 2007 trafen sich auf Einladung der Biologischen Station Wesel e.V. über 120 Gänsespezialisten aus 26 Ländern zum 10. Treffen der Goose Specialist Group von Wetlands International in Xanten am Unteren Niederrhein. Intensiv diskutierte Themenbereiche der diesjährigen Tagung waren das Zugverhalten von Wildgänsen, der Einfluss der Jagd auf Gänsepopulationen, Vogelgrippe und Wildgänse, Gänseökologie und -management, ein integriertes Populationsmonitoring sowie aktuell stark ausbreitende Gänsearten wie Nil- oder Weißwangengänse. Spezielle Workshops widmeten sich einzelnen Arten, in denen die neuesten Forschungsergebnissen ausgetauscht und diskutiert wurden, u.a. zu den stark gefährdeten Zwerg- und Rothalsgänsen. [mehr]

12.02.2007 totop

Schleswig-Holstein legt aktuelle Ergebnisse aus dem Monitoring häufiger Brutvögel vor

Bild zur Meldung
Nimmt die Kohlmeise zu oder ab?
© Sven Achtermann
Dank der Förderung des Monitoringprogramms durch das Landesamt für Natur und Umwelt des Landes Schleswig-Holstein konnte das in den ersten beiden Jahren in Schleswig-Holstein auf 40 besetzte Probeflächen angewachsene Programm in der Saison 2006 entscheidend ausgebaut werden: in der vergangenen Brutsaison wurde auf 99 von 120 Probeflächen kartiert! Trotz der schon beachtlichen Resonanz ist jeder Interessierte herzlich willkommen, sich an dem Programm zu beteiligen. Wollen Sie mitarbeiten? Genaueres erfahren Sie hier:

Monitoring häufige Brutvögel [mehr]

08.02.2007 totop

Jahresbericht zum Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2005 erschienen

Bild zur Meldung
Ein Vorbild für andere Bundesländer: die Monitoring-Berichte aus Sachsen-Anhalt
©
Kürzlich ist bereits der dritte Jahresbericht aus der Reihe "Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt" erschienen, der von der Staatlichen Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit dem Ornithologenverband Sachsen-Anhalt herausgegeben wird. Auf insgesamt 72 Seiten werden Ergebnisse aus allen in Sachsen-Anhalt laufenden Monitoringprogrammen vorgestellt.
Insbesondere die sehr detaillierte Beschreibung der Bestandssituation ausgewählter, zumeist besonders geschützter oder gefährdeter Brutvogelarten nimmt großen Raum ein, wobei dem Kranich ein eigener Beitrag gewidmet wird. In den Europäischen Vogelschutzgebieten "Colbitz-Letzlinger Heide" und "Oranienburger Heide" wurden die Brutvorkommen wertgebender Vogelarten gründlich kartiert: Unter anderem brüten hier über 40 bzw. 5 % des landesweiten Ziegenmelker-Bestandes. Erste Ergebnisse aus dem Monitoring häufiger Brutvögel in der Normallandschaft — also außerhalb von Schutzgebieten — ergänzen das sehr informative Heft ebenso wie eine Auswertung über die Wasservogelzählsaison 2005/06. [mehr]

06.02.2007 totop

Bitte nicht stören – Wasservogelreservate in der Schweiz

Bild zur Meldung
Ruhende Tafel- und Reiherenten
©
Unter diesem Titel zeigt das Naturmuseum St. Gallen noch bis zum 30. Juni 2007 eine Ausstellung über die zu Zehntausenden auf den schweizer Voralpenseen überwinternden Wasservögel und wie die Schweiz versucht, ihrer Verantwortung für deren Schutz durch die Einrichtung von Wasservogelreservaten (inter)nationaler Bedeutung gerecht zu werden. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit der Vogelwarte Sempach erarbeitet.
Weitere Informationen erhalten Sie beim Naturmuseum St. Gallen.

19.01.2007 totop

Siegfried Klaus und Jochen Wiesner in den Ruhestand verabschiedet

Bild zur Meldung
Jochen Wiesner (links) und Siegfried Klaus (rechts) im Gespräch mit Hans-Heiner Bergmann.
© Dieter Franz
Zwei "ornithologische Urgesteine" Thüringens vollendeten in diesen Tagen ihr 65. Lebensjahr: Siegfried Klaus und Jochen Wiesner. Im Rahmen eines kleinen Kolloquiums mit anschließendem Empfang in der Thüringer Vogelschutzwarte in Seebach wurden beide von Freunden und Kollegen in den Ruhestand verabschiedet. Klaus-Rainer Hoffmann, Präsident der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie in Jena, der Arbeitsstelle von Klaus und Wiesner, und Wolfgang Werres (Thüringer Umweltministerium) betonten in ihren Grußansprachen den langjährigen Fleiß und die hohe Fachkompetenz, die beide in ihre Arbeit in der Thüringer Umweltverwaltung eingebracht haben.
Dieter Franz vom Staatlichen Umweltamt in Suhl, ehemals Vorsitzender des DDA, dankte beiden dafür, dass sie ihre Funktion als Bindeglied zwischen hauptamtlichen Ornithologen und den ehrenamtlich tätigen in "hervorragender Weise" wahrgenommen haben, und wünschte beiden großen Erfolg bei ihren anstehenden, rein ehrenamtlich betriebenen Projekten. [mehr]

 

Bild347 Teams mit über 1.100 TeilnehmerInnen waren beim 15. bundesweiten Birdrace am Start — so viele wie nie zuvor:
Ergebnisse Arten
Ergebnisse Spenden
Medienecho
Ergebnisse eintragen

Bild„Vögel in Deutschland “ behandelt auf über 70 Seiten die Erfsssung rastender Wasservögel.

Bild

BildStatus, Karten, Brut- und Rastbestände, Rote Liste-Status, rechtlicher Schutz ... all das finden Sie in unserem Informationssystem
Vögel in Deutschland

Bild

Bild„Seltene Vögel in Deutschland 2015“ beinhaltet neben dem Seltenheiten-bericht 2015 auch Beiträge zu Bulwersturmvogel, Zwergdrossel und über die Dokumentation von Seltenheiten.

BildDas aktuelle Heft hat die Wiesenweihe zum Thema. In zahlreichen Artikeln geht es um Bestände, Lebensräume und Schutzmaßnahmen der Wiesenweihe in Deutschland, den angrenzenden Ländern und Europa. Überaus spannende Beiträge, die bis zum Einsatz von Orthokoptern reichen.
Mehr Informationen erhalten Sie auf Die Vogelwelt und auf den Seiten des DDA.

BildDie aktuelle Ausgabe beginnt mit einem spannenden Selbstversuch zur ganzjährigen Fütterung. Weiter geht es als Ausflugsziel in die Medebacher Bucht in NRW und auf die spannende Reise nehmen uns besenderte Rotmilane mit. Dramatisch wird es dann mit den verwaisten Graugansküken. Aber das ist längst nicht alles - Schauen Sie doch mal rein: „Der Falke

Vergabestand im Monitoring häufiger Brutvögel





Machen Sie mit...
Häufige Brutvögel
Wasservogelzählung

Bild„Der Falke“ hat das sehr interessante Sonderheft Geier herausgebracht. Mit Artikeln rund um Gefährdung und Schutz, das falsche Bild des Geiers in der Öffentlichkeit, Monitoring, einer Übersicht europäischer Geier und vielem mehr wartet das Heft mit umfangreichem Fasswissen auf. Sie sollten unbedingt reinschauen. - „Der Falke“.

BildDas Buch gibt einen aktuellen Überblick über die Programme, Methoden, Konzepte, Anwendungs- gebiete und Auswertungsmöglichkeiten des Vogelmonitorings. Die Monitoring-Programme häufiger Brutvögel, seltener Brutvögel sowie rastender Wasservögel werden ebenso vorgestellt wie die organisatorischen Voraussetzungen eines international relevanten Vogelmonitorings in Deutschland. Die Darstellung weiterer Projekte wie ADEBAR runden den Überblick ab. Überdies werden Vorteile und Möglichkeiten des Online-Portals ornitho.de für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und das Monitoring beschrieben.
Bezug:
BfN-Schriftenvertrieb: Tel.: 0 25 01 / 8 01-3 00, Fax: 0 25 01 / 8 01-3 51 oder im Internet

BildMit einer Förder- mitgliedschaft im DDA helfen Sie uns, die Monitoringprogramme zu organisieren und die Ergebnisse zeitnah in Schutzmaßnahmen einfließen zu lassen.
pdfAufnahmeantrag [ 1.778 kb ]

BildDas Methoden- handbuch ist wieder gedruckt verfügbar und kann für 29,80 € bestellt werden.