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Aktuell

29.11.2016 totop

Unerwartete Vielfalt im Brutrhythmus von Watvögeln

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Daten aus 91 Populationen und 729 Nestern von gemeinsam brütenden Watvögeln wurden in der Studie ausgewertet
© Jan Goedelt
Eltern müssen sich für die Betreuung ihres Nachwuchses abstimmen. Bei Watvögeln führt dies zu einer extremen und unerwarteten Vielfalt darin, wie sich Elternpaare um ihr Nest kümmern. Ein internationales Team unter der Leitung von Max-Planck Wissenschaftlern fand heraus, dass sich einige Paare fast stündlich beim Brüten abwechselten, während bei anderen ein Elternteil bis zu 50 Stunden auf dem Nest sitzen blieb. Die Vielfalt dieser Brutrhythmen entsteht laut der Studie weniger durch das Risiko zu verhungern, sondern vielmehr durch das Risiko gefressen zu werden. Überraschenderweise folgt der Rhythmus der Nestfürsorge oft nicht dem 24-Stunden-Tag.
Genauere Informationen wurden auf der Internetseite des Max-Planck-Instituts für Ornithologie veröffentlicht.

29.11.2016 totop

2016 erneut ein schlechtes Jahr für die Uferschnepfe in den Niederlanden

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Nach dem historischem Tiefpunkt des Bruterfolgs der Uferschnepfe in den Niederlanden 2015 folgte auch 2016 ein ähnlich schlechtes Jahr
© Hans Glader
Wie die Naturschutzorganisation Vogelbescherming Nederland mitteilt, verlief die Brutsaison 2016 für den niederländischen Nationalvogel, die Uferschnepfe, erneut dramatisch. Wie bei weiteren Wiesenlimikolen, so zeigt sich auch bei der Uferschnepfe seit Jahren ein Bestandsrückgang. Zählungen ergaben, dass in diesem Jahr nur etwa 4000 junge Uferschnepfen flügge wurden. Um den derzeitigen Bestand zu erhalten, halten Wissenschaftler jedoch mindestens 11000 Jungvögel für notwendig.

Große Probleme stellen nach wie vor eine zu frühe Mahd sowie zu trockene und artenarme Wiesen dar, die den Uferschnepfen keine ausreichende Nahrungsgrundlage mehr bieten. Auch die hohe Prädationsrate spielt eine Rolle. In diesem Jahr führten widrige Wetterbedingungen zu zusätzlichen Verlusten. Auf ein trockenes Frühjahr folgten schwere Gewitter und lokale Hagelschauer, die viele Küken das Leben kosteten.
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28.11.2016 totop

Meisen am Fütterhäuschen – Wie bewegen sich die Vögel innerhalb der Städte?

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Meisen profitieren von einer „grüneren“ Gartengestaltung
© Thomas Harbig
In der Online-Fachzeitschrift Scientific Reports wurden nun die Ergebnisse einer umfangreichen Studie an Blau- und Kohlmeisen im urbanen Bereich veröffentlicht. Mehr als 450 Vögel wurden dafür in den Jahren 2013 und 2014 mit Transpondern individuell markiert. An insgesamt 51 Futterstellen in einer Reihenhaussiedlung, einem Vorort sowie einem Neubaugebiet rund 60 Kilometer nördlich von London wurden deren Besuche dann durch automatische Erfassungsstationen aufgezeichnet.
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28.11.2016 totop

Ursachenforschung zu Bestandsrückgängen beim Kernbeißer in Großbritannien

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Der Brutbestand des Kernbeißers in Großbritannien wird auf weniger als 1000 Brutpaare geschätzt.
© Michael Radloff
Die Bestände des Kernbeißers in Großbritannien sind stark rückläufig und auch das Verbreitungsgebiet hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verkleinert. Seit Ende der 1970er-Jahre brach der Brutbestand um mehr als 75% zusammen. Bei der letzten Schätzung im Jahr 2013 ging man von nur noch 500-1000 verbliebenen Brutpaaren aus. Da die Gründe für diese gravierenden Veränderungen bislang weitgehend unbekannt sind, startete die Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) im Jahr 2012 ein umfangreiches Forschungsprojekt, das sich mit den Habitatpräferenzen, dem Verhalten während der Nahrungssuche, der Brutbiologie sowie der Überlebensrate beschäftigt.

Im ersten Abschnitt der Studie lag der Fokus auf Veränderungen der Lebensräume. Basierend auf Daten des Brutvogelmonitorings wurden mittlerweile verwaiste Gebiete mit weiterhin besiedelten Flächen verglichen. Als bedeutendste Struktur wurden dabei – wie erwartet – ältere Laubwaldbestände ermittelt. Gern nutzten die Kernbeißer dicht bewaldete Bereiche in der Nähe von Lichtungen oder an Wegen.
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21.11.2016 totop

5 Jahre ornitho – ADEBAR für 55,55 Euro

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ADEBAR-Cover
© SVD / DDA
Ornitho.de und ornitho.lu feierten am 30. Oktober ihren 5. Geburtstag. Über 22 Mio. Beobachtungen wurden seither eingegeben. Diese geben uns einen aktuellen Einblick in die Verbreitung unter anderem während der Brutzeit und möglichen Änderungen gegenüber der Verbreitung im Zeitraum von 2005 bis 2009, die im Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) abgebildet ist. Dafür möchten wir uns bei den besonders fleißigen Melderinnen und Meldern mit einem besonderen Angebot bedanken: Alle, die mindestens 555 Beobachtungen gemeldet haben, können den Brutvogelatlas bis zum 30.11.2016 zum Preis von 55,55 Euro zzgl. Versandkosten bei uns beziehen. Bitte haben Sie Verständnis, dass pro Person nur ein Buch zum stark vergünstigten Preis (98 Euro im Buchhandel) abgegeben werden kann.
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17.11.2016 totop

Erschreckend: Krabbentaucher stark durch Mikroplastik belastet

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Grönländische Krabbentaucher scheinen Plastikteile aktiv aufzunehmen.
© Ole Krome
Die Verschmutzung durch Plastikmüll stellt in allen Ozeanen ein großes Problem dar. Durch nur sehr geringe Besiedlung liegt die Arktis weit von den Hauptquellen des Plastiks entfernt. Dennoch konnten auch in arktischen Meeressäugern bereits Plastikteilchen nachgewiesen werden. In welcher Größenordnung die Gewässer der Arktis jedoch bereits verschmutzt sind, ist kaum bekannt und bedarf dringend genauerer Analysen. Im Rahmen einer im internationalen Magazin zur Umweltverschmutzung Environmental Pollution veröffentlichten Studie untersuchten Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern gemeinsam die Häufigkeit und Zusammensetzung von Mikroplastik, kleinster Kunststoff-Teilchen mit einer Größe im Mikrometer- oder Nanometerbereich, in den Zooplankton-Gemeinschaften vor Ost-Grönland. Im selben Untersuchungsgebiet wurde gleichzeitig die Plastik-Belastung von dort brütenden Krabbentauchern ausgewertet, die in Tiefen von 0-50 Metern ihre tierische Nahrung suchen.
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17.11.2016 totop

Ein Neubayer startet durch: Die Nilgans in Bayern

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Ausgehend von den Niederlanden hat die Nilgans in den letzten Jahrzehnten bereits weite Teile Deutschlands besiedelt. Inzwischen hat sie auch weite Teile Bayerns besiedelt.
© Eckhard Lietzow
Im Rahmen einer umfangreichen Arbeit wurden jüngst die verfügbaren Daten über die Nilgans in Bayern zusammengestellt und bisherige Erkenntnisse zur Ausbreitung, zum Vorkommen und zur Brutbiologie der Art im Detail analysiert. Die Autoren Tobias Josef Schropp, Fiona Schönfeld und Christian Wagner werteten dabei drei größere Datenbanken aus: Neben den Daten der Wasservogelzählung und Informationen der Arbeitsgemeinschaft seltene Brutvögel in Bayern (AGSB) wurden auch die fast 8000 Meldungen von Nilgänsen in Bayern aus ornitho.de analysiert. Dieser enorme Datensatz wurde schließlich durch eine Expertenbefragung und eine umfangreiche Literaturrecherche bestmöglich vervollständigt.
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16.11.2016 totop

Umfangreiche Studie zur Bestandsentwicklung des Fitis in Großbritannien

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Die Bestände des Fitis entwickeln sich in Großbritannien regional sehr unterschiedlich
© Peter Hering
Gerade unter den afro-paläarktischen Zugvögeln gehen viele Arten im Bestand zurück. Die Gründe für diese negative Entwicklung sind jedoch meist noch unzureichend bekannt. In einer umfangreichen Studie haben sich britische Wissenschaftler nun mit dem Rückgang des Fitis in Teilen Großbritanniens beschäftigt. Dort gehen die Bestände im Südosten zurück, während im Nordwesten ein positiver Trend zu verzeichnen ist.

Es stellte sich heraus, dass vor allem ein regional unterschiedlich guter Bruterfolg der Grund für diese abweichende Entwicklung ist, weniger die Überlebensrate. Zwar schwankten die jährlichen Überlebens- und Produktivitätsraten im Untersuchungszeitraum 1994 bis 2012 in beiden Regionen in ähnlichem Maße, doch gab es im Südosten seltener hohe Bruterfolge, die sich außerdem nie mit hohen Überlebensraten deckten. Im Nordwesten hingegen kam es häufiger zu Jahren mit gutem Bruterfolg bei gleichzeitig hoher Überlebensrate.
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16.11.2016 totop

Mehr als 6000 Vogelarten in einem Jahr! Niederländer bricht „Birding-Weltrekord“

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Mit einem Gelbstirn-Blatthühnchen in Costa Rica wurde der Rekord aus dem Vorjahr gebrochen
© Hans Hillewaert
Am 1. Januar 2016 startete der 29-jährige Niederländer Arjan Dwarshuis zu einem ambitionierten Abenteuer um die Welt: Er setzte sich das Ziel, einen neuen Weltrekord in der Vogelbeobachtung aufzustellen und innerhalb eines Jahres möglichst viele der mehr als 10.000 Vogelarten weltweit zu beobachten. Erst ein Jahr zuvor hatte der 30-jährige Amerikaner Noah Strycker mit 6118 innerhalb eines Jahres beobachteten Vogelarten einen neuen Rekord aufgestellt.

Bereits am 10. November war es schließlich soweit: Mit einem Gelbstirn-Blatthühnchen sah Arjan Dwarshuis in Costa Rica seine 6119. Art innerhalb des laufenden Kalenderjahres. Der Niederländer hat damit nun sogar noch mehr als einen Monat Zeit, seinen Rekord weiter auszubauen. Könnte es sogar möglich sein, die magische Grenze von 7000 Arten zu knacken? Dies würde durchschnittlich weitere 17 neue Arten pro Tag bis zum Jahresende bedeuten – ein kaum vorstellbarer Wert. Der eigentliche Plan den Rest des Jahres durch Zentral- und Nordamerika zu reisen wurde geändert. Stattdessen will Arjan Dwarshuis nun noch einmal nach Asien zurückkehren – dorthin, wo er am Neujahrstag sein „Big Year“ begann. [mehr]

14.11.2016 totop

Offenbar erneut schlechter Bruterfolg bei Blässgänsen

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Junge Blässgans mit schlecht entwickelten und beschädigten Schwingen
© Helmut Kruckenberg
Die Ergebnisse erster Rastvogelzählungen in der niederländischen Provinz Friesland, entlang der Ijssel sowie am Niederrhein in Deutschland deuten auf einen erneut geringen Bruterfolg bei Blässgänsen hin. Der Jungvogelanteil betrug gerade einmal 10%. Erfolgreiche Paare führten oft nur einen oder zwei Jungvögel. Diese vorläufigen Ergebnisse bestätigen einen bereits seit 1995 zu beobachtenden Trend und gehören zu den schlechtesten Werten seit 1960. Man muss befürchten, dass sich der anhaltend schlechte Bruterfolg auch negativ auf die Populationsgröße auswirkt. Diese Vermutung müssen jedoch erst internationale Zählungen bestätigen.
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14.11.2016 totop

Kündigt sich ein Einflug von Seidenschwänzen an?

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Die attraktiven und teilweise wenig scheuen Seidenschwänze sind auch beliebte Fotoobjekte.
© Mathias Schäf
In den meisten Jahren wandern die in der nördlichen Taiga brütenden Seidenschwänze nur kürzere Strecken nach Süden und verbleiben in Nordeuropa und im Ostseeraum. Hin und wieder kommt es zu Einflugjahren, in denen die Vögel auch in großer Zahl bis nach Mitteleuropa gelangen. Sie sind dann häufig auch in der direkten Nähe des Menschen, in Gärten, Parks und Alleen anzutreffen. Die Nahrung der Seidenschwänze besteht hauptsächlich aus Beeren. Auch an Bäumen verbliebenes Obst und Mistelbeeren stehen auf ihrer Speisekarte. In der Nähe ihrer Nahrungsstellen rasten sie gerne auf höheren Bäumen.
In den letzten drei Wintern war das Auftreten durchschnittlich. Derzeit deutet jedoch einiges darauf hin, dass sie in diesem Winter wieder in größerer Anzahl bei uns aufkreuzen: Bei ornitho.de wurden seit Anfang Oktober mehr als zehnmal so viele Seidenschwänze gemeldet wie im Vorjahreszeitraum (Karte). Ähnliche Entwicklungen werden auch in Großbritannien und den Niederlanden beobachtet, und mit täglich mehr als 500 Durchzüglern verzeichnet der bekannte Zugvogel-Hotspot Falsterbo im Süden Schwedens derzeit mehr als doppelt so viele Seidenschwänze wie in durchschnittlichen Jahren.
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09.11.2016 totop

Situation des Ortolans in Europa neu beurteilt

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Der Ortolan ist hierzulande vor allem im Nordostdeutschen Tiefland verbreitet
© H.-J. Fünfstück
Vor allem durch Intensivierung und Monotonisierung der landwirtschaftlichen Nutzung sind die Bestände des Ortolans in weiten Teilen seines Verbreitungsgebiets stark zurückgegangen. In einer jüngst in der finnischen Zeitschrift Ornis Fennica gemeinsam von Wissenschaftlern zahlreicher Länder veröffentlichten Arbeit wurde die Gesamtsituation der Art neu beurteilt. Die Verbreitungsschwerpunkte des Ortolans liegen in der Türkei, Russland, Polen und Spanien. Der europäische Gesamtbestand wird auf 3,3-7,1 Millionen Paare geschätzt (Zeitraum 2012-2014). Dies bedeutet einen Rückgang um bis zu 50% innerhalb der letzten zehn Jahre – noch zur Jahrtausendwende schätzte man 5,2-16 Millionen Brutpaare. Man geht allerdings davon aus, dass der türkische Bestand damals deutlich überschätzt wurde.
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Bild„Vögel in Deutschland 2014“ behandelt auf über 70 Seiten die Hintergründe der in Vögel in Deutschland 2013 beobachteten Bestandsveränderungen sowie die Umsetzung der EU-Vogelschutzrichtlinie in Deutschland.

Bild„Seltene Vögel in Deutschland 2014“ beinhaltet neben dem Seltenheitenbericht 2014 auch Beiträge zu Kanadakranich, Buschrohrsänger und Pazifiksegler.

BildSchwerpunkte sind die Vogelwelt im georgischen Kaukasus, außergewöhnliche hochalpine Nistplätze und die negativen Auswirkungen von Feuerwerk auf Vögel. Daneben gibt es weitere spannende Beiträge wie über die Farbvarianz des Mäusebussards, den Europäischen Zilpzalp auf den Kanaren und vieles mehr. Schauen Sie doch mal rein - „Der Falke“.

BildStatus, Karten, Brut- und Rastbestände, Rote Liste-Status, rechtlicher Schutz ... all das finden Sie in unserem Informationssystem
Vögel in Deutschland

Vergabestand im Monitoring häufiger Brutvögel





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Häufige Brutvögel
Wasservogelzählung

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Bezug:
BfN-Schriftenvertrieb: Tel.: 0 25 01 / 8 01-3 00, Fax: 0 25 01 / 8 01-3 51 oder im Internet

BildMit einer Förder- mitgliedschaft im DDA helfen Sie uns, die Monitoringprogramme zu organisieren und die Ergebnisse zeitnah in Schutzmaßnahmen einfließen zu lassen.
pdfAufnahmeantrag [ 1.778 kb ]

BildDas Methoden- handbuch ist wieder gedruckt verfügbar und kann für 29,80 € bestellt werden.