Standardisierte Revierkartierung mit NaturaList (StaR)

Was ist StaR?

Screenshot StaR
Screenshot einer standardisierten Revierkartierung mit NaturaList.
Copyright: DDA / ornitho.de

StaR ist das Modul zur Durchführung von Revierkartierungen mit der App NaturaList. Die Anwendung vereint das Beste aus den bekannten Modulen in NaturaList und ermöglicht sowohl die Verwendung von Relationen und Flugrichtungen als auch die Eingabe von weiteren, für eine Revierkartierung erforderlichen Brutzeitcodes (BZC) .

Wie funktioniert StaR?

Die Dateneingabe erfolgt über NaturaList, die Datensätze werden zu ornitho.de übertragen. Dort können die eigenen Datensätze eingesehen, bei Bedarf korrigiert und exportiert werden. Von ornitho.de werden alle Datensätze automatisch zu dbird gespiegelt. In dbird können Auftraggeber und -nehmer auf die Daten eines Auftrages zugreifen, auch wenn mehrere Kartierer*innen daran beteiligt sind. Hier werden auch weitere Datenprüfschritte etabliert, Exportformate angeboten, Artkarten angezeigt und vieles mehr.

Was passiert mit StaR-Daten?

StaR-Daten werden in ornitho.de automatisch geschützt, d.h. die Datensätze sind nur für die koordinative Ebene sichtbar, außer dieser Schutz wird von den Kartierenden aufgehoben. Grundsätzlich unterlegen StaR-Daten den Regeln von ornitho.de.

In dbird können nur Auftraggeber und -nehmer sowie der DDA auf StaR-Daten zugreifen.

Welche Vorteile bringt die Nutzung von StaR?

StaR wurde gemeinsam zwischen Vertretern der Bundesländer, des BfN und des DDA für die Anwendung bei Revierkartierungen optimiert. Kompromisse, die zuvor aus technischen Gründen eingegangen werden mussten (keine Eingabemöglichkeit für Relationen, eingeschränkte Symbolik), sind damit vorbei.

Der Fortschritt von Kartierungen kann „live“ mitverfolgt werden. Sobald Datensätze nach einem Kartierdurchgang übertragen werden, sind sie für die Koordinierenden eines Auftrages einsehbar.

Datenformate sind standardisiert und damit leicht übertragbar. Das bislang z.T. mühsame Umwandeln von einem Format ins nächste entfällt.

Durch eine entsprechende Rechtevergabe kann der Zugang zu Datensätzen auf Wunsch der Auftragsverantwortlichen leicht gegenüber Dritten ermöglicht werden (z.B. zwischen einer schutzgebietsbetreuenden Einrichtung und einer Vogelschutzwarte). Das z.T. zeit- und nervenintensive Exportieren und Aufbereiten für andere Dateiformate entfällt.

Datensätze können in Standardformaten exportiert und damit bei Bedarf leicht weiterbearbeitet oder in andere Datenbanken integriert werden.

Für die Beauftragenden von Vogelschutzgebietskartierungen entfällt (bei Ausschöpfung aller Möglichkeiten) die Notwendigkeit, die Datensätze erneut für bundesweite Auswertungen durch den DDA zu übertragen oder hochzuladen – die Datensätze sind bereits da und können direkt verwendet werden. Dies verspricht z.B. für die Datensammlungen zu den Vogelschutzberichten eine enorme Einsparung personeller und zeitlicher Kapazitäten bei allen Beteiligten.

Wie komme ich an StaR?

StaR ist kein frei verfügbares Modul. Falls Interesse an einer Nutzung besteht, bitte über star@dda-web.de mit uns in Kontakt treten. Wir prüfen, ob die Nutzung in den jeweiligen Fällen ggf. bereits über bestehende Rahmenvereinbarungen mit einzelnen Institutionen abgedeckt ist und erstellen andernfalls ein Angebot. Das Angebot orientiert sich an der Anzahl der Flächen und der Anzahl der Kartierenden.

StaR kann leider nicht grundsätzlich frei verwendet werden, da die Kosten für den laufenden Betrieb (u.a. Personalstellen seitens DDA, anteilige Serverkosten für ornitho.de und dbird) nicht gegenfinanziert sind, weshalb sich StaR finanziell selbst tragen muss. Da wir das Angebot von StaR als gemeinnütziger Verband und nicht als Wirtschaftsbetrieb machen, sind die Preise jedoch sehr moderat und wir sind zuversichtlich, ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis anbieten zu können.


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