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21.12.2017 totop

Visualisierung des Vogelzugs in Europa – EuroBirdPortal mit neuem Online-Viewer

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© EuroBirdPortal
Der neue Online-Viewer des EuroBirdPortal (EBP) zeigt die Verbreitung von insgesamt 105 ausgewählten Vogelarten für weite Teile Europas rund ums Jahr. Im EBP werden durch eine Partnerschaft von derzeit 81 Organisationen Vogelbeobachtungen von Online-Portalen aus 29 Ländern Europas zusammengeführt. In Deutschland ist ornitho.de Partner des EBP.

Mit der jüngsten Überarbeitung im Rahmen des EU-LIFE-Projektes „Combining and improving online bird portals data to display near-real-time spatiotemporal patterns of bird distribution across Europe“ hat das EBP eine komplett überarbeitete Kartendarstellung mit einigen neuen Funktionen bekommen. Insgesamt neun verschiedene Kartendarstellungen der Vogelbeobachtungen sowie klimatischer Variablen, von denen sich jeweils zwei nebeneinander kombiniert anzeigen lassen, führen zu mehr als 30 Millionen wählbaren Kartenkombinationen. Außerdem lassen sich die Inhalte neuerdings auch über Social Media teilen oder als iFrame in Webseiten einbinden.
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18.12.2017 totop

Vogelschützer erhalten Ehrenpreis der Karl Kaus Stiftung für Tier und Natur

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Joachim Seitz, Vorsitzender der Karl Kaus Stiftung, mit den beiden Preisträgern Heinz Schwarze (links) und Bernd Koop (rechts
© Henning Kunze
Mit dem Emmy & Karl Kaus-Preis ehrte die Karl Kaus Stiftung am 8. Dezember 2017 Bernd Koop und Heinz Schwarze für ihren jahrzehntelangen unermüdlichen Einsatz im Natur- und Vogelschutz.

Der Biologe Bernd Koop ist Koordinator der Wasservogelzählungen im schleswig-holsteinischen Binnenland und an der Ostsee. Mit großer Sorge betrachtet er den weiteren Einsatz von Stellnetzen vor der Küste und zunehmend auch in den Binnenseen. In den fast unsichtbaren Nylonschnüren verfangen sich tauchende Seevögel. Eine enorme Zahl von jährlich rund 45.000 Enten, Haubentauchern oder Kormoranen ertrinkt auf diese Weise allein in der südlichen Ostsee qualvoll als Beifang. Stark betroffen ist davon auch die mittlerweile weltweit gefährdete Eisente, Seevogel des Jahres 2017. Die freiwillige Vereinbarung des Landes Schleswig-Holstein mit den Fischern endet dieses Jahr und greift laut Koop zu kurz. Sie bremst die Fischerei darin aus, schonendere Fangmethoden zu entwickeln. Zudem ist eine Überwachung kaum möglich. Ein Berichterstattungssystem für den Beifang fehlt. Bernd Koop dokumentiert bei Wasservogel-Zähltouren die (Nicht-)Einhaltung der Vereinbarung sowie Todeszahlen ertrunkener Vögel. Viele Fachdaten zur Vogelwelt im Bundesland stammen von ihm. In Mecklenburg-Vorpommern existiert gar keine Regelung, obwohl dort das Problem noch gravierender ist. Der Handlungsbedarf ist groß.
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18.12.2017 totop

Erster ornitho-QR-Code in Nordrhein-Westfalen liefert ab sofort die aktuellsten Informationen zur lokalen Vogelwelt

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Der ornitho-QR-Code im NSG „Enger Bruch“ im Kreis Herford ist der erste seiner Art in Nordrhein-Westfalen. Auch in anderen Gebieten sollen die Codes künftig über aktuelle Vogelbeobachtungen informieren
© Biologische Station Ravensberg
Was gibt es aktuell für Vögel zu beobachten? Im Naturschutzgebiet „Enger Bruch“ im Kreis Herford können sich Besucher diese Frage nun mithilfe eines QR-Codes beantworten, der die Beobachtungen ganz aktuell aus dem Internetportal www.ornitho.de abfragt. Über die Kamera im Smartphone lässt sich der Code scannen und zeigt Naturinteressierten anschließend die zuletzt aus dem Gebiet gemeldeten Vogelbeobachtungen an.

Am Mittwoch (13.12.) präsentierten die Biologische Station Ravensberg und der BUND Herford das neue QR-Code-Schild am Beobachtungsturm im Enger Bruch der Öffentlichkeit. Bürgermeister Thomas Meyer zeigte sich erfreut, dass die Bedeutung des Naturschutzgebietes als Rückzugsraum für zahlreiche Vogelarten künftig auf diesem Wege vermittelt wird und sich Besucher stets aktuell über die Geschehnisse in der Vogelwelt informieren können. Der ornitho-QR-Code im Enger Bruch ist der erste seiner Art in Nordrhein-Westfalen.
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06.12.2017 totop

Jetzt eine Rotmilan-Patenschaft verschenken und gleichzeitig den Artenschutz fördern!

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Jetzt eine Rotmilan-Patenschaft verschenken und gleichzeitig den Artenschutz fördern!
© Thomas Hinsche
Gibt es einen persönlicheren Weg als die Faszination für Vögel durch eine Patenschaft zum Ausdruck zu bringen? Im Rahmen des Artenschutzprojektes „Land zum Leben“ werden seit 2014 Rotmilane in Deutschland mithilfe von Satellitensendern erforscht. Dieses Projekt können Sie maßgeblich durch eine Patenschaft unterstützen und bekommen gleichzeitig ganz besondere Einblicke in das Leben der imposanten Greifvögel. www.dda-web.de/rotmilanpaten
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01.12.2017 totop

Der DDA-Adventskalender mit spannenden Infos zu unseren Brutvögeln

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© DDA
Öffnen Sie jeden Tag ein Türchen unseres DDA-Adventskalenders und entdecken Sie kombinierte Informationen aus dem Atlas deutscher Brutvogelarten (ADEBAR), den Meldungen über das Internetportal ornitho.de und Ergebnissen aus den systematischen Erfassungsprogrammen des bundesweiten Vogelmonitorings.

Die 24 Beispiele zeigen eindrucksvoll, dass einerseits ADEBAR (bis Weihnachten zum Sonderpreis erhältlich!) den bislang vollständigsten Überblick über das Wissen rund um unsere Brutvögel liefert, sich zudem aber auch anhand der Daten von ornitho.de spannende Entwicklungen erkennen lassen. Dennoch bleibt eindeutig erkennbar, dass systematische Erfassungen stets die unverzichtbare Grundlage darstellen, wenn es um Aussagen zu Populationsgrößen und Bestandstrends geht.
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29.11.2017 totop

Atlas Deutscher Brutvogelarten bis Weihnachten zum Sonderpreis von nur 39,90 Euro

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© SVD / DDA
Der Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) hat sich zu einem Grundlagenwerk für den nachhaltigen Vogelschutz in Deutschland entwickelt und bietet das aktuelle Wissen rund um unsere Brutvögel in einem nie dagewesenen Überblick. Über 500.000 Stunden investierten die mehr als 4.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seinerzeit in die Kartierung, Auswertung und Erstellung. Machen Sie sich selbst ein Bild von der Fülle an Informationen und werfen Sie einen Blick in unsere Leseprobe!
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20.11.2017 totop

Atlas über „Seltene Vögel in Nordrhein-Westfalen“ erschienen

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© LWL
Am vergangenen Wochenende wurde im LWL-Museum für Naturkunde in Münster der erste Atlas über "Seltene Vögel in Nordrhein-Westfalen" der Öffentlichkeit vorgestellt. Hunderte ehrenamtliche Vogelkundler kamen zum naturkundlichen Ehrenamtsforum, zu dem der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ins Museum eingeladen hatte, um das Buch direkt in Empfang zu nehmen.

Die Dokumentation seltener Vogelarten in Nordrhein-Westfalen stützt sich auf die lange ehrenamtliche Arbeit in den Avifaunistischen Kommissionen in der Nordrhein-Westfälischen Ornithologengesellschaft (NWO). Das Buch hat das LWL-Museum für Naturkunde produziert. Das Kooperationsprojekt mit der NWO wurde durch den Förderverein des Museums und die NRW-Stiftung finanziell unterstützt. [mehr]

13.11.2017 totop

Schelladler Tõnn spät dran

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© http://birdmap.5dvision.ee/
Der 2008 in Estland als Nestling besenderte Schelladler „Tõnn“ ist unter Vogelbeobachtern weit bekannt. Fast jedes Jahr schafft es der Vogel, unbemerkt sowohl auf dem Heim- als auch Wegzug quer über Deutschland zu ziehen, ohne dass er dabei beobachtet wird. Erst wenige Male ließ er sich bei seinem Überflug auch optisch bestätigen, ansonsten liefern nur die Daten des Senders seine Positionen.
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06.11.2017 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Sommer 2017

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© Aula-Verlag
In unserem Rückblick auf die zurückliegende Jahreszeit blicken wir diesmal auf den im Norden durchschnittlichen, im Süden Deutschland sehr heißen Sommer 2017 zurück. Die 1,3 Millionen Vogelbeobachtungen, die zwischen Juni und August über ornitho.de gemeldet wurden, liefern die Datengrundlage für Auswertungen zu Waldohreule und Wachtelkönig sowie einen Überblick über die im Sommer entdeckten Seltenheiten.

Waldohreulen machen im zeitigen Frühjahr vor allem durch ihren „Gesang“ auf sich aufmerksam. Bei fortgeschrittener Brutzeit sind dann schließlich die bettelnden Jungvögel mit ihren schrillen
Rufen zu hören. Wir haben in unserem Beitrag einmal die Gesangsperiode der Waldohreule anhand der Daten von ornitho.de ermittelt und auch festgestellt, in welchem Zeitraum die Bettelrufe der Jungvögel am häufigsten zu hören sind.
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06.11.2017 totop

TV-Tipp: Beitrag „Die Roten der Rhön“ – 7. November 2017 20:45 Uhr auf MDR

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Deutschlands heimlicher Wappenvogel: der Rotmilan
© Christoph Robiller
In der Sendereihe „Der Osten - entdecke wo du lebst“ geht es in einem Film von Frank Koschewski um „Die Roten der Rhön“. Im Biosphärenreservat Rhön lebt eine der größten Rotmilan-Populationen Europas, die im Rahmen des Artenschutzprojektes erforscht wird. Schwerpunkt bildet dabei die Umsetzung praktischer Landschaftspflegemaßnahmen zum Schutz und zur Entwicklung des Rotmilanbestandes in der Rhön. Aufgabe des DDA ist es, den Erfolg dieser Maßnahmen zu evaluieren. Der Artenschutz ist aber nur ein Aspekt des Films, der die „Roten“ der Rhön in faszinierenden Aufnahmen von der Brut bis zum Vogelzug zeigt.
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16.10.2017 totop

Höherer Bruterfolg bei Sperbern in Städten

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Sperber finden in Städten offenbar gute Bedingungen vor
© Frank Sudendey
Wissenschaftler der Royal Society for the Protection of Birds und der Schottischen Greifvogel-Arbeitsgruppe haben sich von 2009 bis 2012 mit zwei Populationen des Sperbers beschäftigt und dabei interessante Unterschiede festgestellt. In der urbanen Umgebung von Edinburgh wurden nicht nur Reviere weitaus länger besetzt als in der ländlichen Grafschaft Ayrshire, auch der Bruterfolg der Stadt-Sperber lag deutlich über dem der Vögel auf dem Land. Bei der Größe der Gelege und der Anzahl flügger Jungvögel pro erfolgreichem Paar konnten hingegen keine Unterschiede festgestellt werden.

Insgesamt wurden in den beiden Gebieten 195 Sperber-Paare kartiert. Mehr als 97% der Stadt-Sperber brüteten erfolgreich, während es in der ländlichen Umgebung nur rund 80% waren. Der niedrige Wert hing vor allem mit Brutaufgaben während der Bebrütungs- und Nestlingsphase zusammen. Von insgesamt 20 registrierten Brutverlusten entfielen nur zwei auf das städtische Untersuchungsgebiet.
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25.09.2017 totop

Kündigt sich ein neuer Kreuzschnabel-Einflug an?

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Auftreten von Fichtenkreuzschnäbeln in Deutschland
© ornitho
Das Auftreten von Fichtenkreuzschnäbeln in Deutschland unterscheidet sich von Jahr zu Jahr deutlich und ist generell ganzjährig sehr unregelmäßig und unbeständig. Einzelheiten zu Wanderungen, Mauser- und Brutzeit sind weitgehend unbekannt. Alle paar Jahre kommt es zu größeren Invasionen von Kreuzschnäbeln nördlicher und östlicher Populationen. Zuletzt gab es im Jahr 2013 so einen massiven Einflug nach Deutschland. Damals waren neben den zahlreichen Fichtenkreuzschnäbeln auch Kiefern- und Bindenkreuzschnäbel in außergewöhnlicher Zahl vertreten. Der Einflug der Kreuzschnäbel 2013 wurde in unserem Rückblick auf den Sommer in „Der Falke“ genauer betrachtet. Der Beitrag ist auf www.ornitho.de unter „Publikationen und Auswertungen“ frei verfügbar.
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20.09.2017 totop

Hervorragender Naturschutz: Projekt zum Schutz des Rotmilans durch UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet

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Dr. Christiane Paulus (5te v.l.) vom BMUB und das Projektteam bei der feierlichen Übergabe
© DVL
Mehr Nahrung während der Brutzeit zur Verfügung zu stellen und Horststandorte zu sichern sind die Ziele des bundesweiten Artenschutzprojektes Rotmilan – Land zum Leben. Um dies zu erreichen, haben sich 2013 der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL), der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) und die Deutsche Wildtier Stiftung mit verschiedenen Partnern aus der Praxis zusammengeschlossen. Die Praxispartner beraten während des bis 2019 laufenden Projektes in neun Modellregionen in sieben Bundesländern die Landnutzer über praktische Maßnahmen rotmilanfreundlicher Landbewirtschaftung. Der Schlüssel zum Erfolg ist die naturschutzfachliche Beratung zum Anbau geeigneter landwirtschaftlicher Kulturen, in denen der Rotmilan Beute machen kann. Darüber hinaus werden Hecken angelegt, bestehende Nester geschützt und Bäume als zukünftige Brutstätten gepflanzt.
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20.09.2017 totop

Ornitho-QR-Codes für die Carl Zeiss Vogelstation Wedeler Marsch

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QR-Code-Schilder informieren Besucher der Wedeler Marsch jetzt über die aktuellen Vogelbeobachtungen im Gebiet
© Thomas Dröse
Vom 11. bis 13. September lud Carl Zeiss Sports Optics zur Vorstellung des neuen, ab Januar 2018 verfügbaren Spektivs Zeiss Victory Harpia nach Hamburg ein. Neben der Produktvorstellung stand für die geladenen Gäste, u.a. des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten (DDA), auch eine Bootsfahrt zur vom NABU Hamburg betriebenen Carl Zeiss Vogelstation in der Wedeler Marsch auf dem Programm. Dort konnte das neue Spektiv mit dem außergewöhnlichen Objektivsystem mit 3-fach Weitwinkelzoom unter realen Bedingungen ausgiebig getestet werden.
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19.09.2017 totop

Neue Beschlüsse der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten zur Abschaltung von Windenergieanlagen und zur Nutzung von Drohnen

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Der Mäusebussard ist die Art mit den meisten dokumentierten Vogelschlägen an Windenergieanlagen
© Florian Braun
Die Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (LAG VSW), eines der ältesten staatlichen Fachgremien in Deutschland, hat durch die Veröffentlichung zweier Beschlüsse zur Abschaltung von Windenergieanlagen (WEA) zum Schutz von Greifvögeln und Störchen bei bestimmten landwirtschaftlichen Arbeiten sowie zu Drohnen und Naturschutz eindeutig Position bezogen.

Die LAG VSW stellt fest, dass beim Pflügen sowie bei der Ernte/Mahd auf landwirtschaftlichen Flächen kurzzeitig ein großes Nahrungsangebot für einige der windkraftsensiblen Vogelarten entsteht, was zu einer zeitlich befristeten Erhöhung des Kollisionsrisikos führen kann. Es wird daher empfohlen, bei der artenschutzrechtlichen Prüfung von Windrädern in landwirtschaftlich genutzten Gebieten bei Pflügen/Ernte/Mahd in den Monaten April bis Oktober im Umkreis von 300 m um ein Windrad ab Beginn der Feldbearbeitung und an den drei Folgetagen tagsüber eine Abschaltung als Vermeidungsmaßnahme zu berücksichtigen.
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19.09.2017 totop

Windenergie: Gutachten-Check belegt Mängel

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Auf der Landespressekonferenz stellten NABU, BUND und LNV ihr Ergebnis zu den Windenergie-Gutachten vor
© NABU / Sofia Bonhaus
Im Rahmen einer Landespressekonferenz informierten NABU, BUND und Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) am 7. September in Stuttgart gemeinsam über die Ergebnisse einer umfangreichen Prüfung artenschutzrechtlicher Gutachten, die bei der Genehmigung von Windenergieanlagen eine Schlüsselrolle spielen. Untersucht wurde eine Stichprobe von acht Genehmigungsverfahren in Baden-Württemberg aus dem Jahr 2016. Dies entspricht knapp 18% der dort im vergangenen Jahr zur Genehmigung von Windenergieanlagen abgeschlossen Verfahren. Bei der Prüfung kam eine umfangreiche Checkliste mit rund 100 Kriterien zum Einsatz.
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19.09.2017 totop

Der Wahl-O-Mat der Vögel – Welche Partei würden Kranich oder Kiebitz wählen?

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Mit der derzeitigen Landwirtschaftspolitik dürften nicht nur Kiebitze ziemlich unzufrieden sein
© Mathias Schäf
Es wird viel darüber geklagt, dass im Bundestagswahlkampf Umweltthemen keine Rolle spielen. Eigentlich erstaunlich, da sich die Positionen der konkurrierenden Parteien in vielen Bereichen, die für die Zukunft von Natur und Vogelwelt in Deutschland zentral wichtig sind, stark unterscheiden.

Die Online-Plattform RiffReporter bietet einen Publikations- und Arbeitsraum für freie Journalisten.
"Flugbegleiter - Die Vogeljournalisten" haben dort einerseits die Wahlprogramme der größeren Parteien analysiert und jene Positionen herausgearbeitet und zusammengestellt, die für Naturschutz und Vogelwelt besonders wichtig sind. Darüber hinaus haben sich die Journalisten auch damit beschäftigt, welche Parteien Vögel wohl wählen würden. Lesen Sie selbst, warum der Kiebitz sein Kreuzchen bei den Grünen macht, der Kranich zur CDU tendiert und der Habicht sich aus taktischen Gründen für die SPD entscheidet.
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18.09.2017 totop

Immer mehr Geier übersommern in den westlichen Alpen

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2017 wurden in den Westalpen deutlich mehr Gänsegeier als in den Vorjahren festgestellt
© Hans Glader
Mitte August fand die alljährliche Synchronzählung der Gänsegeier in den westlichen Alpen statt. Insgesamt wurden an den bekannten Schlafplätzen knapp 2500 Gänsegeier gezählt – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahreswerten. Im letzten Jahr musste die Zählung wetterbedingt entfallen, 2014 und 2015 wurden jeweils rund 1700 Gänsegeier gezählt.

Die Zählung wird seit 2010 in Kooperation verschiedener National- und Naturparke, Ornithologischer Verbände und weiterer Partner von mehreren hundert Freiwilligen durchgeführt. Das untersuchte Gebiet in den französischen Alpen reicht von der Rhone im Westen bis an die italienische Grenze und vom Mittelmeer nordwärts bis an den Genfer See.
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13.09.2017 totop

Veranstaltungshinweis: 150. Jahresversammlung der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft

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Schon im letzten Jahr fand mit der europäischen Tagung „Birdnumbers 2016“ eine große Ornithologen-Tagung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg statt
© Karsten Berlin
Auf Einladung des Ornithologenverbandes Sachsen-Anhalt (OSA) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg findet von Freitag, 29. September (Anreisetag) bis Dienstag, 3. Oktober 2017 (Exkursionen) in Halle an der Saale die 150. Jahresversammlung der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft statt. Das Programm der Jubiläumsversammlung soll ein breites Spektrum von Themen unter dem Motto „Ornithologie – von der Vergangenheit in die Zukunft “ abdecken.

Der DDA ist am Montag, 2. Oktober 2017 mit einem eigenen Symposium zum Thema „Avifaunistik in Deutschland und Europa“ vertreten. Dabei wird unter anderem über ornitho.de, die Wasservogelzählung, das EuroBirdPortal und den neuen europäischen Brutvogelatlas berichtet.

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12.09.2017 totop

Erfolgreiche Maßnahmen: Erste erfolgreiche Brut der Flussseeschwalbe im Saarland

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Flügge Flussseeschwalben auf einem der beiden saarländischen Brutflöße
© Karl Rudi Reiter
Mit rund 10.000 Paaren brüten etwa 2-3 % des europäischen Bestands der Flussseeschwalbe in Deutschland. Etwa zwei Drittel des deutschen Brutbestandes konzentrieren sich im Wattenmeer, während sich die Vorkommen in Süddeutschland auf die Oberrheinische Tiefebene sowie Flusstäler und Seen im Alpenvorland beschränken. Dank erfolgreicher Artenschutzmaßnahmen kann nun ein weiteres Bundesland die Flussseeschwalbe als Brutvogel verzeichnen. Ausgehend von Brutvorkommen am Oberlauf der Mosel im französischen Lothringen, erschloss sich diese Art seit den 1980er Jahren immer mehr Gebiete und näherte sich der Grenzregion an. Im Jahr 2016 scheiterte ein erster Brutversuch auf einem überschwemmten Acker in der saarländischen Moselaue. Dieses Ereignis wurde von Mitgliedern des Ornithologischen Beobachterrings Saar (OBS) zum Anlass genommen, durch den Bau von Brutflößen geeignete Nistmöglichkeiten für die Flussseeschwalbe im Saarland zu schaffen.
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11.09.2017 totop

Avifauna „Die Vögel Niedersachsens und des Landes Bremen“ abgeschlossen

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© NLWKN
Die Niedersächsische Ornithologische Vereinigung (NOV) hat in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) den letzten, noch ausstehenden Band ihrer Avifauna-Reihe vorgelegt. Die Avifauna Niedersachsens hat eine lange und wechselvolle Geschichte mit Tiefen und mit Höhepunkten hinter sich. Schon allein der lange Zeitraum von 57 Jahren zwischen dem ersten Aufruf zur Mitarbeit 1960, dem Erscheinen der ersten Lieferung 1979 und dem Abschluss 2017 hat genügend Gelegenheiten geboten, das Vorhaben zum Scheitern zu bringen.
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11.09.2017 totop

Kraniche in den Niederlanden 2017 mit geringem Bruterfolg

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Das gebietsweise äußerst trockene Frühjahr 2017 sorgte für schwierige Brutbedingungen für Kraniche
© Jan Goedelt
Die Zahl der in den Niederlanden brütenden Kraniche nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Mit insgesamt 22 Revierpaaren wurde auch in diesem Jahr wieder ein neuer Rekord aufgestellt (nach 21 Paaren 2016), obwohl einige im letzten Jahr noch besetzte Brutplätze in diesem Jahr nicht wieder besetzt wurden. Nur 16 davon bauten jedoch ein Nest und insgesamt wurden im ganzen Land nur neun Jungvögel flügge. Grund ist wohl vor allem die sehr trockene Brutsaison, die Nester und Jungvögel für Prädatoren leichter erreichbar machte. Auch der hohe Freizeitdruck spielt laut Angaben der niederländischen Vogelschutzorganisation Vogelbescherming eine Rolle. Großflächig ungestörte Lebensräume sind selten und Kranich-Familien müssen regelmäßig vor Wanderern oder nicht angeleinten Hunden flüchten. Dies führt dazu, dass die Kraniche immer scheuer werden und durch ständiges Wachen und Ausweichen weniger Zeit mit der Nahrungssuche verbringen können.
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22.08.2017 totop

Seltener Gast aus den Tropen: Erstnachweis des Weißbauchtölpels für Deutschland

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Kein Zweifel: Ein Weißbauchtölpel flog am 20. August fernab der Küste von den Niederlanden quer durch das Nordwestdeutsche Tiefland.
© Thomas Kuppel
Seevögel aus der Familie der Tölpel sind von der Arktis über die Tropen bis in die Subantarktis als Brutvögel vertreten. Hierzulande ist der Basstölpel seit den 1990er Jahren Brutvogel auf Helgoland. Der überwiegende Teil der Tölpel-Arten lebt hingegen in tropischen und subtropischen Klimazonen. So auch der Weißbauchtölpel, dessen nächste Brutkolonien auf den Kapverdischen Inseln und im Roten Meer liegen. Sein Zugverhalten ist bislang wenig erforscht, man weiß aber, dass Jungvögel und Nicht-Brüter teilweise weit umherfliegen, was Nachweise aus Spanien, Italien oder Irland belegen.
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21.08.2017 totop

„Vögel in Deutschland — Erfassung rastender Wasservögel“

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© DDA
Ente, Schnepfe und Co. im Visier der Vogelkunde - Woher wissen wir zum Beispiel, dass Wasservögel aufgrund des Klimawandels ihre Rastgebiete nach Nordosten verlagert haben? Die Antwort darauf gibt die neue Ausgabe von „Vögel in Deutschland – Erfassung rastender Wasservögel“, die jetzt erschienen ist. Sie liefert einen bundesweiten Überblick über die Erfassungen, an denen sich jährlich mehrere tausend Ehrenamtliche beteiligen. Damit investieren sie hunderttausende Stunden ihrer Freizeit und sammeln die grundlegenden Daten über Vorkommen, Bestände und Trends rastender Wasservögel.
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16.08.2017 totop

Freizeitaktivitäten im Wald reduzieren Vielfalt und Häufigkeit von Vögeln

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Offenbrüter wie der Grauschnäpper sind von Störungen im Wald offenbar besonders betroffen
© Andreas Heiland
Freizeitaktivitäten finden oft draußen in der Natur statt und tangieren die Lebensräume und deren Bewohner. Viele Freizeitaktivitäten benötigen zudem gewisse Infrastrukturen von Wanderwegen bis zu Skiliften, welche teilweise die Habitate der Arten stark verändern. Eine der häufigsten Infrastrukturen sind Wege und Straßen. Durch ihren Bau geht Fläche verloren, und das Habitat wird z.B. über veränderte Lichtverhältnisse oder beeinträchtigten Wasserhaushalt unmittelbar sowie in der nahen Umgebung verändert. Außerdem zerschneiden Wege Lebensräume in kleinere Fragmente mit Folgen für die Tierwelt.
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15.08.2017 totop

GEO-Tag der Natur zieht positive Bilanz

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© GEO
Mehr als 430 Aktionen fanden anlässlich des GEO-Tages der Natur im Juni 2017 bundesweit in mehr als 260 Städten, Gemeinden und Regionen von der Ostsee bis in die Alpen statt. Forscher, Schüler und Interessierte schwärmten aus, um festzustellen, welche Tier- und Pflanzenarten in Metropolen, Städten und Gemeinden oder auch in Wald, Wiesen und anderen Biotopen leben und wachsen. Rund 13.000 Menschen, darunter auch zahlreiche Schulen mit etwa 1.500 Schülern, beteiligten sich an den Aktionen in ganz Deutschland. Zu den Highlights in diesem Jahr zählten unter dem Motto „Wie grün sind unsere Städte?“ die Hauptveranstaltung in Essen in Kooperation mit dem NABU Nordrhein-Westfalen sowie die Kooperation mit dem Centrum für Naturkunde (CeNak) und dem langen Tag der Stadtnatur der Loki-Schmidt-Stiftung in Hamburg.
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15.08.2017 totop

Britische Waldvögel im Sinkflug

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© BTO
Vor wenigen Tagen wurde der Statusbericht zum Brutvogelmonitoring in Großbritannien für das Jahr 2016 veröffentlicht. Für 111 Vogelarten werden darin aktuelle Trends dargestellt. Besonders auffällig sind dabei die Entwicklungen in den britischen Wäldern. Während die Bestände der Sumpfmeise von 1995 bis 2015 um beunruhigende 41% zurückgingen, brach der Brutbestand der nahe verwandten Weidenmeise in diesem Zeitraum mit einem Rückgang um 80% quasi völlig zusammen. Auch einige weitere typische Arten der Wälder zeigen einen deutlich negativen Trend. Die Langstreckenzieher Grauschnäpper und Waldlaubsänger gingen innerhalb von gut 20 Jahren in Großbritannien um 38 bzw. sogar 57% zurück. Die Gründe für diese Entwicklungen sind vielfältig und hängen sowohl mit Zugrouten und Überwinterungsgebieten als auch mit den Habitaten im Vereinigten Königreich zusammen. Umfangreiche Forschungsprojekte werden hier hoffentlich in den kommenden Jahren konkretere Ergebnisse liefern.
Doch es gibt auch positive Nachrichten: Die Brutpopulation des Kleibers verzeichnete einen Zuwachs um 90%, die Bestände des Zilpzalp stiegen in den letzten 23 Jahren sogar um 109% an.
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14.08.2017 totop

Rekordjahr für Stelzenläufer-Bruten in Großbritannien

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Der Brutversuch dieses Stelzenläufer-Paares 2017 auf Fehmarn verlief leider nicht erfolgreich
© Wolfgang Henkes
Genau wie in Deutschlands sind auch in Großbritannien Stelzenläufer alljährliche Gastvögel, die jedoch nur unregelmäßig und in stark schwankender Zahl zur Brut schreiten. 2017 stellt dort das bislang erfolgreichste Jahr für diese Art dar. Insgesamt 13 Jungvögel wurden in den südöstlichen Grafschaften Kent, Cambridgeshire und Norfolk flügge. Diese Zahl ist bemerkenswert, da im gesamten letzten Jahrzehnt nur wenige erfolgreiche Bruten dokumentiert wurden und die Anzahl der Jungvögel 2017 den bisherigen Nachwuchs aller Bruten von der Erstbrut 1986 bis 2016 übertrifft.
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14.08.2017 totop

Experiment zur Orientierung junger Schreiadler mit überraschenden Ergebnissen

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In Naturbruten von Schreiadlern wird nur in seltenen Ausnahmefällen mehr als ein Jungvogel flügge. Entsprechend anfällig sind die Bestände und jeder Verlust ist für die Population von Bedeutung.
© Gunther Zieger
Die Bestandsentwicklung des Schreiadlers in Deutschland verläuft seit etwa Mitte der 1990er Jahre negativ und beträgt mittlerweile nur noch rund 100 Paare. Als Gründe werden vor allem Lebensraumzerstörung sowie Verfolgung auf dem Zug in die südafrikanischen Winterquartiere genannt. Schreiadler sind für den sogenannten „obligatorischen Kainismus“ bekannt, bei dem das zweite Küken („Abel“ nach der alttestamentlichen Überlieferung des Brudermordes Kains) in nahezu allen Fällen vom erstgeschlüpften getötet wird. Um die sinkenden Bestände zu stabilisieren wurden zwischen 2004 und 2016 insgesamt 85 zweitgeschlüpfte Jungvögel wilder Bruten in Gefangenschaft aufgezogen und später über Auswilderungsvolieren in Brandenburg freigelassen. 50 davon entstammten der rund 1000 Kilometer entfernten stabilen Population in Lettland. Zu Beginn dieses Experiments war unklar, ob die lettischen Adler den anstrengenden Zug in die afrikanischen Winterquartiere finden und überleben würden. Um dem genauer auf den Grund zu gehen, wurden 12 verlagerte sowie acht aus Deutschland stammende Schreiadler im 1. Kalenderjahr und neun hiesige Altvögel im Jahr 2009 mit GPS-Sendern ausgestattet.
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31.07.2017 totop

Kappenammer und Brillengrasmücke – Zwei neue Brutvogelarten in Deutschland

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Männliche Kappenammer und männliche sowie juvenile Brillengrasmücke von den beiden Erstbruten für Deutschland
© Heiner Götz / Armin Kreusel
In der Vogelwelt kommt es laufend zu Veränderungen von Arealen und Beständen. Einige Arten werden immer seltener, andere zeigen – oft dank intensiver Schutzmaßnahmen – positive Trends. Hin und wieder gelingen auch Brutnachweise von Arten, deren Hauptverbreitungsgebiete eigentlich hunderte Kilometer entfernt liegen. Es kann sich dabei um Einzelfälle oder Vorreiter einer Arealausweitung handeln. Die möglichen Ursachen sind vielfältig und meist kaum zu klären. In Deutschland gelangen 2017 zwei bemerkenswerte Brutnachweise von Arten, die vermutlich kaum jemand als potenzielle neue Brutvogelart auf der Rechnung hatte.
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31.07.2017 totop

Bartgeier „Durzon“ geschwächt aufgegriffen

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Der junge Bartgeier „Durzon“ verdankt sein Leben sicherlich dem besonnenen Einsatz der Naturschützer.
© Thomas Brandt
Der besenderte junge Bartgeier, der sich für einige Tage in Deutschland aufhielt (vgl. DDA-News vom 24.07.2017), wurde inzwischen eingefangen. Naturschützer haben den Vogel am 24. Juli völlig durchnässt in der Nähe seines letzten Schlafplatzes (der zuletzt georteten Position) finden können. Er war flugfähig, doch offenbar so geschwächt, dass er es nicht aus eigener Kraft über die Baumwipfel der Lichtung hinweg schaffte.
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24.07.2017 totop

Wieder fliegt ein Bartgeier durch Deutschland – Wo ist „Durzon“?

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Gestern übernachtete der Bartgeier „Durzon“ nördlich des Steinhuder Meeres. Wo hält er sich aktuell auf?
© LPO
Bereits im vergangenen Frühjahr hielt sich über einen längeren Zeitraum ein junger Bartgeier in Deutschland auf. Er konnte dabei in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen gesichtet werden. Die letzten Beobachtungen stammten von der Nordseeküste – eine für Geier gefährliche Gegend, da fehlende Thermik das Fliegen sehr kräftezehrend macht. Über das weitere Schicksal des unmarkierten und unberingten Bartgeiers ist nichts bekannt. Hoffentlich hat er es wieder zurück in die Alpen, sein vermutliches Herkunftsgebiet, geschafft. Die Wissenschaftler der Stiftung zur Erhaltung der Geier (VCF) waren damals sehr erfreut über die tolle Mitarbeit der Vogelbeobachter. Auf diese Weise ließ sich der Gesundheitszustand des Vogels aus der Ferne recht gut bewerten. Da der Geier damals auch häufiger fressend beobachtet wurde, war auf ein Einfangen verzichtet worden.
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19.07.2017 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf das Frühjahr 2017

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© Aula-Verlag
Die Monate März bis Mai 2017 wurden vom Deutschen Wetterdienst als „deutlich zu warm, gebietsweise äußerst trocken und mit viel Sonnenschein“ umschrieben. Das fast frühsommerliche Wetter beschleunigte den Heimzug einiger Arten bis Mitte April offenbar deutlich. Ein Kälteeinbruch zu Ostern bremste die später ankommenden und bei uns durchziehenden Arten dann allerdings. Zwar entsprach die Ankunft der ersten Individuen bei den meisten Arten etwa dem Mittel der letzten fünf Jahre, die Hauptankunft verschob sich aber teils um mehrere Tage. Um diese Erkenntnis zu erlangen, haben wir die Daten der Beobachtungslisten ausgewertet. Auf den großen Mehrwert von Beobachtungslisten und wie diese zu verwenden sind, weisen wir in unserer Rückschau auf das Frühjahr 2017 hin.
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17.07.2017 totop

Zum ersten Mal überhaupt brüteten Steppenweihen 2017 in den Niederlanden

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Zum ersten Mal überhaupt brüteten Steppenweihen 2017 in den Niederlanden
© Martin Jordan
Die Steppenweihe ist eine Vogelart der eurasischen Steppen und Halbwüsten. Bereits seit den 1990er Jahren wird aber ein deutlich zunehmendes Auftreten westlich der Brutgebiete festgestellt und mehrfach kam es zu individuenreichen Einflügen. Die letzten Bruten in Mitteleuropa liegen lange zurück. In Deutschland gab es in den 1950er Jahren die letzten Brutnachweise. Nun gelang in den Niederlanden ein neuer Brutnachweis und der erste jemals dort dokumentierte. Beeindruckende Aufnahmen sind in einem Youtube-Video zusammengefasst worden.
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04.07.2017 totop

Erst die Weibchen, dann die Männchen? Alters- und Geschlechterverhältnis bei Waldschnepfen auf dem Herbstzug

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Mehr als eine Million Waldschnepfen werden pro Jagdsaison allein in Frankreich geschossen
© Thomas Kirchen
Die Waldschnepfe ist mit 20-26 Millionen Individuen die häufigste und mit einer jährlichen Jagdstrecke von 2,7 Mio. auch die am häufigsten geschossene Watvogelart in Europa. Über das Alter der Vögel ist bereits relativ viel bekannt, weniger erforscht ist hingegen das Geschlechterverhältnis, da sich Männchen und Weibchen optisch nicht unterscheiden lassen. Eine aktuelle Auswertung brachte nun interessante Details zum Zuablauf hervor.
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04.07.2017 totop

Wiesenweihen offenbaren erstaunliche Flugleistungen

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Nicht nur auf dem Durchzug, auch zur Brutzeit legen männliche Wiesenweihen täglich große Strecken zurück
© Gunther Zieger
Die beeindruckenden Strecken, die viele Langstreckenzieher wie die Küstenseeschwalbe zweimal pro Jahr zurücklegen, sind weit bekannt. Doch während man bei einigen Arten mittlerweile recht genau weiß, welche Strecken zwischen Brut- und Winterquartier zurückgelegt werden, haben sich bislang nur wenige Studien mit den Distanzen während der übrigen Zeit des Jahres beschäftigt. Mithilfe von GPS-Daten von 29 besenderten Wiesenweihen in Brutgebieten in Frankreich, den Niederlanden und Dänemark sind Wissenschaftler dieser Sache nun auf den Grund gegangen. Die Ergebnisse wurden im Wissenschaftsjournal Biology Letters veröffentlicht.
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03.07.2017 totop

Radio-Tipp: „Kommt kein Vogel geflogen – warum immer mehr Vogelarten in ihrem Bestand gefährdet sind“ – Live-Diskussion im Nordwestradio am 5. Juli

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© Nordwestradio
Amsel, Drossel, Fink und Star und die ganze Vogelschar wünschen dir ein frohes Jahr...“, heißt es in einem der berühmtesten deutschen Kinderlieder. Doch die Textzeile scheint kaum noch in die Realität zu passen. Schon seit Jahren beklagen Ornithologen, dass die Bestände vieler Feldvögel und Gebäudebrüter immer stärker abnehmen. Dass das keine gefühlte Entwicklung ist, zeigt die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen vor wenigen Wochen.
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27.06.2017 totop

Unbemannte Flugsysteme mit Wärmebildkamera: Nestsuche im 21. Jahrhundert

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Sag mir wo die Nester sind… Modernste Technik kommt heute im Artenschutz zum Einsatz
© Christoph Moning
In der stark intensivierten Agrarlandschaft haben es Vögel immer schwerer erfolgreich zu brüten. Starke Bestandseinbrüche sind die Folge und aufwändige Schutzmaßnahmen nötig, um einige Arten nicht an den Rand des Aussterbens zu bringen. Um besetzte Nester vor der Zerstörung durch landwirtschaftliche Maschinen zu bewahren, werden diese in vielen Gegenden Deutschlands markiert. Auf diese Weise können Landwirte die entsprechenden Stellen bei der Feldbearbeitung gezielt umfahren.
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27.06.2017 totop

Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Verbreitung des Rötelfalken aus?

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Bei einem europäischen Gesamtbestand von 20.000–35.000 Brutpaaren, wird der Rötelfalken derzeit als „gefährdet“ klassifiziert
© Ingo Waschkies
Rötelfalken sind von Nordafrika über Südeuropa und den Mittleren Osten bis zum Baikalsee verbreitet. Optisch ähneln sie unseren Turmfalken, zeigen aber eine andere Brutbiologie und sind weitgehend Zugvögel, die in Afrika und auf der Arabischen Halbinsel überwintern. Zunehmend kommt es allerdings auch zu Überwinterungen in Südeuropa. Seit dem Jahr 2000 kam es unter anderem in Italien, Frankreich und Spanien zu einem Bestandsanstieg.

Inwiefern sich Klimaveränderungen auf die Verbreitung des Rötelfalken in Italien auswirken könnten, haben Wissenschaftler nun anhand verschiedener Klimamodelle getestet und ihre Ergebnisse im Journal of Avian Biology veröffentlicht. Die italienischen Rötelfalken-Kolonien finden sich vorwiegend im Süden des Landes, doch bereits seit einigen Jahren breitet sich die Art nach Norden aus, sodass mittlerweile auch zentrale und sogar nördliche Bereiche der Halbinsel besiedelt sind. Auch Winternachweise gelingen immer häufiger. Diese Entwicklungen werden mit der globalen Klimaerwärmung in Verbindung gebracht. Einerseits geht man davon aus, dass wärmeliebende Arten durch steigende Temperaturen (auch im Winter) profitieren könnten, andererseits könnten sich veränderte Niederschlagsregime auch negativ auf die Nahrungsverfügbarkeit auswirken.
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23.06.2017 totop

Radio-Tipp: „Die Nachtigall war’s und nicht die Lerche …“ – Eine Lange Nacht über Singvögel

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© Deutschlandfunk
Die Lange Nacht im Deutschlandfunk ist eine Sendereihe, die sich jeweils dreistündig mit einem ganz bestimmten Thema beschäftigt. In den Nächten 23./24. und 24./25. Juni 2017 wird es um Singvögel, Ornithologen und die Vogelbeobachtung gehen. In der „Langen Nacht der Singvögel“ führen Ornithologen und Vogelbeobachter ein in den Vogelgesang, in Gesangsarten und -dialekte. Und gehen der ebenso intensiv erforschten wie immer noch unbeantworteten Frage nach: Warum singen Vögel? Deutschlands berühmtester Vogelstimmenimitator Uwe Westphal wird zu hören sein und die Nachtigallenforscherin Silke Kipper. Der Solocellist der Berliner Philharmoniker Ludwig Quandt erzählt von seiner Passion für den Vogelgesang. Mit Musik von Vivaldi, Haydn und Mozart führen der Landschaftsökologe Martin Flade und der Hobbyornithologe Anselm Weidner durch die Lange Nacht.

Die genauen Sendetermine sind 23./24. Juni (Freitag auf Samstag) 00:05 – 3:00 Uhr auf Deutschlandfunk Kultur sowie 24./25. Juni (Samstag auf Sonntag) 23:05 – 2:00 Uhr auf Deutschlandfunk.
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20.06.2017 totop

Bundesamt für Naturschutz legt Agrar-Report zur biologischen Vielfalt vor

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Das Rebhuhn ist trauriger Rekordhalter bei den Bestandsrückgängen der Vogelarten in der Agrarlandschaft
© Mathias Schäf
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) stellt erstmals einen umfassenden Agrar-Report zur biologischen Vielfalt vor und zeigt in seiner Analyse, dass sich die Situation der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft deutlich verschlechtert hat. „Diese Entwicklung muss für uns alle alarmierend sein“, erklärt BfN-Präsidentin Prof. Beate Jessel. „Wir brauchen deshalb dringend eine Kehrtwende in der Agrarpolitik.

Für seinen Agrar-Report hat das Bundesamt für Naturschutz die Ergebnisse aus verschiedenen Forschungsvorhaben zur Entwicklung der Natur in der Agrarlandschaft zusammengeführt. „Praktisch alle Tier- und Pflanzengruppen in der Agrarlandschaft sind von einem eklatanten Schwund betroffen. Besonders deutlich wird dies beispielsweise bei den Vögeln und den Insekten. Die Problematik setzt sich aber leider auch bei der Situation der Lebensraumvielfalt fort“, sagt die BfN-Präsidentin. Die aktuelle Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen Deutschlands sowie das Monitoring von Landwirtschaftsflächen mit hohem Naturwert verdeutlichen dies eindringlich.
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20.06.2017 totop

„Seltene Vögel in Deutschland 2015“ erschienen

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© DAK/DDA
Eine Kurzzehenlerche ziert das Titelbild der bereits fünften Ausgabe der Reihe „Seltene Vögel in Deutschland“. Kern des 64 Seiten umfassenden Heftes bildet wie gewohnt der Seltenheitenbericht der DAK über die Nachweise seltener Vogelarten in Deutschland im Jahr 2015. Zu den Highlights gehören die Erstnachweise von Blutspecht und Bulwersturmvogel. Weitere bemerkenswerte Nachweise aus 2015 sind Deutschlands zweiter und dritter Sandstrandläufer, die dritten Beobachtungen von Zwergdrossel und Balkansteinschmätzer sowie die vierten Nachweise von Kalanderlerche, Brillengrasmücke und Weißbrauendrossel. Diese und mehrere hundert weitere Nachweise werden detailliert und mit zahlreichen Fotos und ergänzenden Grafiken und Karten präsentiert.
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18.06.2017 totop

Ornithologische Schriftenschau mit neuem Gesicht und mehr als 30.000 Einträgen

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© DDA
Mehr als 30.000 Artikel umfasst die vom DDA unterhaltene kostenlose Online-Datenbank „Ornithologische Schriftenschau“ (OS), die im Rahmen einer technischen Aktualisierung grundlegend überarbeitet wurde und sich nun in einem neuen, modernen Design zeigt.

Ziel der OS ist es, Beiträge mit ornithologischem Inhalt aus vorwiegend deutschen und mitteleuropäischen wissenschaftlichen Periodika einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Sie behandelt ausschließlich ornithologische Originalarbeiten aus wissenschaftlichen Zeitschriften.
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14.06.2017 totop

Vogelfestival HanseBird in Hamburg

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© NABU Hamburg
Vom 17. bis 18. Juni 2017 bringt der NABU Hamburg Vogelfreunde, Naturbeobachter und Fotografen bereits zum achten Mal inmitten der Hansestadt zusammen. Vor der reizvollen Kulisse der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe mit ihren 44 Brutvogelarten können Ferngläser, Spektive, Kameras und Zubehör unter realen Bedingungen ausprobiert und verglichen werden. Ausflugszentren und Reiseanbieter stellen Vogelparadiese vor, daneben gibt es Naturschutzprodukte, Outdoor-Ausrüstung, Fachliteratur und Kunst. Inspirationen für eigene Streifzüge durch die Natur bieten zahlreiche Bildvorträge von Vogelkundlern und Naturfotografen. Führungen, Workshops und Kinderangebote runden das Rahmenprogramm ab.
Auch der DDA ist wie immer mit einem eigenen Stand bei der HanseBird vertreten. Christopher König wird am Sonntag darüber hinaus im Rahmen eines Vortrags über die ersten fünf Jahre von ornitho.de berichten.
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14.06.2017 totop

Niederländische Drosselrohrsänger auf Weltreise

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Mithilfe von Geolokatoren ließen sich niederländische Drosselrohrsänger bis nach Westafrika und zurück verfolgen
© Thomas Harbig
Der Bestand des Drosselrohrsängers ist in den Niederlanden seit vielen Jahren stark rückläufig. Auch in Deutschland gingen die Bestände bis in die 1980er Jahre bundesweit stark zurück. Als Gründe wurden vor allem Gewässerausbau und -verschmutzung sowie Eutrophierung und ein damit verbundener Rückgang der Schilfbestände an Still- und Fließgewässern genannt. In den letzten 30 Jahren nahm der Drosselrohrsänger in Deutschland wieder zu, was vor allem mit der Besiedlung schilfbestandener Gräben und dem Entstehen neuer Gewässer in den Bergbaufolgelandschaften sowie der Ausdehnung von Schilfzonen als Folge reduzierter Nährstoffeinträge zusammenhängen dürfte. Diese Bestandserholung betraf allerdings nicht die kleinen Bestände am nordwestlichen Verbreitungsrand, vielmehr kam es in den Dichtezentren im Nordostdeutschen Tiefland regional
zu erheblichen Bestandzunahmen und zum Auffüllen von Verbreitungslücken. [mehr]

12.06.2017 totop

Stellenausschreibung: DDA-Team sucht Verstärkung!

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Die DDA-Geschäftsstelle befindet sich auf dem Gelände der Speicherstadt Münster
© Gereon Holtschneider
Der DDA sucht zur Verstärkung seines Teams in seiner Geschäftsstelle in Münster zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in in Teilzeit (60%) und befristet bis zum 31. März 2019. Es wird angestrebt, diese Personalstelle aufzustocken und zu entfristen, sobald die finanziellen Voraussetzungen geschaffen sind. Zu bearbeiten sind Aufgaben im Arbeitsbereich des Monitorings rastender Wasservögel, die Tätigkeiten im In- und Ausland einschließen. Das Aufgabengebiet umfasst vor allem die Unterstützung bei der Koordination des Monitorings rastender Wasservögel.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des DDA.

07.06.2017 totop

Neue Rote Liste gefährdeter Biotoptypen: Offenland in Gefahr

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Verzeichnisse gefährdeter Biotoptypen stellen eine parallel einzusetzende Ergänzung zu den Roten Listen der Arten dar, deren besonderer Vorteil in dem vollständigen Raumbezug liegt
© BfN
Bundesumweltministerium und Bundesamt für Naturschutz stellten kürzlich die neue Rote Liste gefährdeter Biotoptypen vor. Diese zeigt ein durchwachsenes Bild vom Zustand der Natur in Deutschland: Für knapp zwei Drittel der 863 in Deutschland vorkommenden Biotoptypen besteht demnach eine angespannte Gefährdungslage. Besonders dramatisch ist die Entwicklung beim Offenland, vor allem den Wiesen und Weiden. Positive Entwicklungen gab es dagegen bei Küsten-Biotopen sowie an vielen Flüssen und Bächen. Zu den größten Gefährdern der Biotoptypen zählt nach wie vor die intensiv betriebene Landwirtschaft.

Die Folgen dieser Entwicklung spiegeln sich bekanntermaßen auch im dramatischen Rückgang von Vögeln der Agrarlandschaft wieder, beispielsweise Feldlerche, Braunkehlchen oder Kiebitz. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter anderem im Statusbericht „Vögel in Deutschland 2014“.
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07.06.2017 totop

Erhöht die Markierung von Kiebitz-Nestern das Prädationsrisiko?

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Ohne entsprechenden Schutz werden Kiebitz-Gelege oft bereits vor dem Schlupf der Jungvögel durch Feldbearbeitung zerstört
© Hans Glader
Um z.B. beim Kiebitz besetzte Nester vor der Zerstörung durch landwirtschaftliche Maschinen zu bewahren, werden in vielen Gegenden Deutschlands große Anstrengungen zum Schutz einzelner Nester unternommen. Nur wenige Studien haben sich bislang jedoch mit dem möglicherweise erhöhten Risiko der Prädation solcher Nester beschäftigt oder geeignete Methoden der Markierung erarbeitet.

In einer nun im Journal „Bird Conservation International“ veröffentlichten Untersuchung wurde in zwei tschechischen Brutgebieten über drei Jahre lang der Einfluss der Markierung von Kiebitznestern mithilfe von zwei Meter langen Bambusstäben mit rot oder orange gefärbter Spitze getestet. Insgesamt 52 Nest-Paare (zu jedem markierten Nest ein Nest ohne entsprechende Markierung) im Agrarland wurden über mehr als 2000 Tage bis zum Schlupf, der Feldbearbeitung oder Brutverlust untersucht. [mehr]

06.06.2017 totop

TV-Tipp zum Birdrace: 6.6. 18:15 Uhr NDR NaturNah: Auf der Suche nach dem Ziegenmelker

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Auf der Jagd nach einem neuen Hamburger Birdrace-Rekord wurde das Team „Hamburch, mein Perlhuhn“ von einem Kamerateam begleitet
© NDR
Samstag, 6. Mai 2017, 3 Uhr morgens. Im dunklen Duvenstedter Brook stehen fünf Gestalten im Halbdunkel neben ihren Fahrrädern und spitzen die Ohren. Es sind die Mitglieder des Teams "Hamburch, mein Perlhuhn", die heute am deutschlandweiten Birdrace teilnehmen. Sie sind schon um zwei Uhr früh aufgestanden, haben ihre Fahrradtaschen beladen und werden bis zum späten Abend, mit dem Rad und der U- und S-Bahn, kreuz und quer durch Hamburg düsen, immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Vögeln. Ihre Route führt in den Wohldorfer Wald, von dort aus geht es weiter über den Öjendorfer See und Billstedt, dann an die Elbe zum Holzhafen. Danach besuchen sie noch zwei Gebiete in der Elbmarsch. Gegen 22 Uhr wollen sie in der Fischbeker Heide sein. Eine Route auf der die Vogel-Sucher mehr als 100 verschiedene Arten hören und zum Teil auch sehen werden.
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06.06.2017 totop

Sachpreis-Verlosung Birdrace 2017 - herzlichen Glückwunsch?!

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Ein Wiesenpieper ziert in diesem Jahr die Urkunde, die in Kürze an alle Teams verschickt wird. Das Original wurde wie immer verlost. Die/Der Glückliche ist ...
© Stefanie Rick
Wir hoffen, dass alle das 14. bundesweite Birdrace am 6. Mai noch in guter Erinnerung haben. Wir auf jeden Fall: Mit 1071 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und 302 Teams waren so viele dabei wie nie zuvor. Mehr als 33.000 Euro an Spenden kamen für ornitho.de dank zahlreicher Spender zusammen. Auch das ist ein neuer Höchstwert. Dafür möchten wir allen Beteiligten nochmals aufs Herzlichste danken! Der einen oder dem anderen mit Hilfe unserer Glücksfee auch im materiellen Sinne, denn in diesem Jahr waren nicht weniger als 140 Preise in der Lostrommel. Die Chancen, zu den Glücklichen zu zählen, waren somit trotz Rekordbeteiligung wieder einmal sehr hoch - insbesondere dann, wenn das eigene Team Spenden für ornitho.de einwarb oder ohne Auto unterwegs war. Die folgenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen sich in diesem Jahr freuen:
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22.05.2017 totop

Deutsche Avifaunistische Kommission bittet um Seltenheitsmeldungen 2016

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© DAK/DDA
Die fünfte Ausgabe der Schriftenreihe „Seltene Vögel in Deutschland“ steht mittlerweile kurz vor der Veröffentlichung. Neben einem Beitrag über den ersten Bulwersturmvogel für Deutschland und Mitteleuropa sowie zu einem neuen deutschen Nachweis der Zwergdrossel und einem Artikel mit Hinweisen zur Dokumentation von Seltenheiten, enthält das Heft auch den Bericht der Deutschen Avifaunistischen Kommission (DAK) über die bundesweit dokumentationspflichtigen Beobachtungen des Jahres 2015.
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16.05.2017 totop

Folgen des Klimawandels: Eisbären müssen immer öfter auf Vogeleier als Nahrung ausweichen

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Arktische Weißwangengänse geraten zunehmend unter (Prädatoren)Druck
© Jochen Gerlach
Wie ein Team des Norwegischen Polarinstituts herausfand, verschmähen Eisbären offenbar zunehmend Meerestiere und weichen auf Vogeleier als Nahrung aus. Die Wissenschaftler zeichneten die Bewegungen von 67 Eisbären und 60 Ringelrobben vor und nach einem unerwarteten Rückgang der Meereisfläche im Jahr 2006 auf, der die Küstenlinie von Spitzbergen veränderte. Grund scheint das Abschmelzen des Nordpols zu sein. Die Veränderung der Küstenlinie macht die Robbenjagd für den Prädator immer schwieriger. Einfacher sind da die Eier der arktischen Weißwangengänse zu erreichen.
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15.05.2017 totop

Wissenschaftler erleichtert: Neuigkeiten von Steppenweihe „Potku“

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Routen des Frühjahrszugs von Steppenweihe „Potku“ in den Jahren 2016 (grün) und 2017 (blau) (Stand: 9.5.2017)
© http://satelliitti.laji.fi
Die Hoffnung der finnischen Forscher, die 2015 das Steppenweihen-Weibchen „Potku“ mit einem GPS-Sender besendert hatten, war nur noch gering: Im Oktober 2016 hatte der Sender aus der Nähe der Hauptstadt Mauretaniens letztmalig Daten übertragen. Danach gab es monatelang keine Neuigkeiten. Es blieb eigentlich nur noch zu hoffen, dass lediglich der Sender ausgefallen, die Weihe aber weiterhin am Leben war. Doch dann kam Mitte Januar die erlösende Nachricht und neue Positionen des Vogels wurden übertragen. Offenbar hielt sich Potku bis in den Januar im Grenzbereich zwischen Mauretanien und dem Senegal auf. Von dort ging es anschließend zuerst nur rund 100 Kilometer nordwärts, wo der Vogel bis Anfang März verweilte.
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14.05.2017 totop

Birdrace 2017: Ein Rennen mit vielen Überraschungen und Höhenflügen

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Ohne Rücksicht auf Verluste und Vergnügen ging’s beim Birdrace auch dieses Jahr zu ... Da müssen selbst die beinharten Ellenbogenchecker herzhaft lachen. Wir freuen uns schon jetzt auf den 5. Mai 2018!
© Ellenbogenchecker
Mit Ausnahme des äußersten Südens, wo ab dem Nachmittag im Regen leider so manche Hoffnung dahinschwamm, herrschten größtenteils gute und recht ähnliche Bedingungen beim 14. bundesweiten Birdrace des DDA am 6. Mai, bei dem so manche Bestmarke purzelte. Die erste fiel schon vor dem Start: Mit letztendlich 302 Teams und wiederum über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gab es wieder einen neuen Teilnahmerekord. Die Bedingungen besonders gut nutzte das Team Cuxland, das mit 177 Arten eine neue Bestmarke setzte und damit die Nase am Ende ungewöhnlich deutlich vor der Konkurrenz hatte. Am nächsten kamen ihnen mit exzellenten 165 Arten die Ostroller, bei denen selbiger dieses Jahr ausgezeichnete lief. Ungewöhnlich gut schnitten in diesem Jahr auch die autofreien Teams ab: Fünf Teams kamen in die Top 10, neun in die Top 20. Darß Wader landete mit 162 Arten sogar auf dem geteilten dritten Platz. Auch in der Sonderwertung „Singvögel“ mischten die autofreien Teams – erfreulicherweise wieder mehr als die Hälfte – ganz vorne mit: Das Team GOLDENE AUErhähne, das das Rennen traditionell zu Fuß (!) beschreitet, landete gemeinsam mit den Speedbirdern und Gätkes Erben ganz oben auf dem Treppchen. Auch das ist ein Novum. Unter den 23 Nachwuchsteams (in der Mehrzahl unter 20 Jahre alt) hatte #Fischadlalala die Nase vor der Konkurrenz.
Im Spendenrennen ließen die BO-BACHTER im deutschlandweiten Vergleich mit 4.712 Euro einmalmehr nichts anbrennen und gewannen zum vierzehnten Mal und wieder mit einer neuen Bestmarke. Auf Platz zwei und drei kamen wie im Vorjahr Birding for Nature (3.195,38 Euro) und die BOR-Seeschwalben (2.507 Euro), die ebenfalls ihre Vorjahresergebnisse nochmals (deutlich) steigern konnten. Ganz obenauf schwangen sich jedoch die Gäste von ornitho.lu - the quest for the paradise fiscal aus Luxemburg, die mit 4.872 Euro ins Geschehen einstiegen. Herausragend war deshalb auch das Gesamtergebnis  des Spendenrennens zugunsten des gemeinsam mit Luxemburg betriebenen Internetportals ornitho.de bzw. ornitho.lu: Über 33.000 Euro kamen durch den Einsatz von 111 Teams in diesem Jahr zusammen. DANKE an alle, die dazu beigetragen haben!
311 Arten wurden nach derzeitigem Stand am „Tag der Vogelartenvielfalt“ entdeckt – noch einmal mehr als im vergangenen Jahr (302). Warum es in diesem Jahr so viele Arten waren und welche Besonderheiten die Teams entdeckten, beleuchten wir ebenso wie manche Anekdote in dieser ausführlichen Nachlese auf das Birdrace 2017.
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09.05.2017 totop

Neues Magazin der Internationalen Arbeitsgruppe zum Schutz des Braunkehlchens

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© International Whinchat Working Group
WhinCHAT lautet der Name des neuen, digitalen Magazins der Internationalen Arbeitsgruppe zum Schutz des Braunkehlchens. Die erste Ausgabe der frei verfügbaren Online-Zeitschrift umfasst rund 100 Seiten und enthält Beiträge aus acht Ländern Europas, die sich schwerpunktmäßig mit Bestandsentwicklungen und Schutzmaßnahmen beschäftigen. Die Beiträge sind teils deutsch-, teils englischsprachig. Darüber hinaus enthält WhinCHAT Vol. 1 Tagungsinformationen, die Braunkehlchen-Resolution ("Message from Helmbrechts"), eine 23-seitige Vorstufe einer Braunkehlchen-Bibliographie, einen Überblick über die Braunkehlchen-Forschung im Vereinigten Königreich und über Braunkehlchen-Publikationen des Jahres 2016.

Weitere Informationen


09.05.2017 totop

Sonderausgabe „Natur und Landschaft“: Naturschutzarbeit in Deutschland 2016

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© BfN
Einen informativen Überblick über die Naturschutzarbeit in Deutschland bietet die aktuelle Sonderausgabe der Fachzeitschrift "Natur und Landschaft", die vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) herausgegeben wird. Die für Naturschutz und Landschaftspflege zuständigen Institutionen in Deutschland präsentieren in diesem Themenheft ihre Arbeitsschwerpunkte für das Jahr 2016: das Bundesumweltministerium, das Bundesamt für Naturschutz, die für Naturschutz zuständigen Landesämter, die Bund/Länderarbeitsgemeinschaft Naturschutz, Landschaftspflege und Erholung (LANA), die Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (LAG VSW), Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz sowie zahlreiche Naturschutzverbände und Stiftungen. Auch der DDA ist wie in jedem Jahr vertreten und berichtet über die Arbeit des Vereins.
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07.05.2017 totop

Ein Tag mit vielen Bestmarken – das Birdrace 2017 im Kurzkommentar

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Für prächtige Laune und manchen Höhenflug sorgten die fast überall guten Bedingungen beim Birdrace
© Die Lökkelstrandläufer
Mit Ausnahme des äußersten Südens, wo ab dem Nachmittag im Regen leider so manche Hoffnung dahinschwamm, herrschten beste Bedingungen beim 14. bundesweiten Birdrace des DDA, bei dem so manche Bestmarke purzelte. Das nehmen wir zum Anlass für einen Kurzkommentar, obgleich noch nicht alle Teams ihre Ergebnisse übermittelt haben. Die erste Bestmarke fiel schon vor dem Start: Mit letztendlich 302 Teams und wiederum über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gab es wieder einen neuen Teilnahmerekord. Die Bedingungen besonders gut nutzte das Team Cuxland, das mit 178 Arten eine neue Bestmarke setzte und damit die Nase am Ende ungewöhnlich deutlich vor der Konkurrenz hatte. Ungewöhnlich gut schnitten in diesem Jahr auch die autofreien Teams ab: Nach aktuellem Stand kamen sieben Teams in die Top 11, und Darß Wader landete auf dem geteilten zweiten Platz. Das ist die bislang beste Platzierung eines radelnden Teams überhaupt. Auch in der Sonderwertung „Singvögel“ mischten sie ganz vorne mit: Das Team GOLDENE AUErhähne, das das Rennen traditionell zu Fuß beschreitet, landete gemeinsam mit den Speedbirdern und Gätkes Erben ganz oben auf dem Treppchen. Auch das ist ein Novum. Unter den 23 Nachwuchsteams (in der Mehrzahl unter 20 Jahre alt) hatte #Fischadlalala die Nase vor der Konkurrenz.
Im Spendenrennen ließen die BO-BACHTER im deutschlandweiten Vergleich mit 4.712 Euro einmalmehr nichts anbrennen und gewannen zum vierzehnten Mal und wieder mit einer neuen Bestmarke. Auf Platz zwei und drei kamen wie im Vorjahr Birding for Nature (3.195,38 Euro) und die BOR-Seeschwalben (2.507 Euro), die ebenfalls ihre Vorjahresergebnisse nochmals (deutlich) steigern konnten. Ganz oben auf schwangen sich jedoch die Gäste von ornitho.lu - the quest for the paradise fiscal aus Luxemburg, die mit 4.872 Euro ins Geschehen einstiegen. Herausragend war deshalb auch das Gesamtergebnis  des Spendenrennens zugunsten des gemeinsam mit Luxemburg betriebenen Internetportals ornitho.de bzw. ornitho.lu: Über 31.000 Euro kamen nach aktuellem Stand durch den Einsatz von 102 Teams in diesem Jahr zusammen. DANKE an alle, die dazu beigetragen haben!
306 Arten wurden nach derzeitigem Stand am „Tag der Vogelartenvielfalt“ entdeckt – noch einmal mehr als im vergangenen Jahr (302), darunter selbstredend auch zahlreiche Seltenheiten. Mehr dazu und vielen weiteren Facetten des diesjährigen Birdraces gibt es im Laufe der nächsten Tage in unserer ausführlichen Nachlese. [mehr]

06.05.2017 totop

Guckguck, Guckguck, ruft’s nicht nur im Wald ... Das Birdrace 2017 ist gestartet

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Stress? Können andere haben ... Birdrace geht auch ganz sutsche.
© Die westlichen Travekieker
„Pack‘ die Badehose ein ...“ hieß es noch im letzten Jahr. Heute sind wohl alle der wieder über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 14. bundesweiten Birdraces vor allem froh, dass es nach den zuletzt frisch-feuchten Tagen wohl weitgehend trocken bleibt, der Wind die Puste anhält, ja sich hie und da sogar die Sonne zeigt und vor allem der angekündigte Kälteeinbruch bis  nächste Woche wartet. So dürften – wenngleich die Temperaturen teils eher herbstlich als wonnemonatlich sind – von Friesland bis Freiburg und von Luxemburg bis Ladebow ähnliche und faire Bedingungen herrschen. Kurzum, es ist wieder angerichtet für einen spannenden und erlebnisreichen „Tag der Vogelartenvielfalt“, der sich auch in diesem Jahr einer Rekordbeteiligung erfreut: 298 Teams – über die Hälfte davon umweltfreundlich radelnd oder zu Fuß – sind seit Mitternacht unterwegs, um in 24 Stunden möglichst viele Vogelarten zu sehen oder zu hören. Wer die cleverste Taktik oder einfach am meisten Glück hatte, wissen wir ab morgen. Fest steht schon jetzt: Alle werden wieder einen intensiven Tag voller bleibender Eindrücke in der Natur erlebt haben, von dem jede und jeder noch lange zehren wird.
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02.05.2017 totop

Neue Studie des DDA: Wie stark stören Windenergieanlagen die Lebensräume unserer Vögel?

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Der Schwarzstorch gehört zu den Arten mit besonders hohem Konfliktpotenzial zwischen Brutlebensraum und Windkraftnutzung.
© Hans Glader
Auswirkungen von Windenergieanlagen (WEA) auf Vögel wurden in den vergangenen Jahren in vielfältiger Weise untersucht. Großflächige Untersuchungen zu den möglichen Auswirkungen des bereits realisierten Ausbaustands des Windenergiesektors auf windkraftsensitive Arten fehlen jedoch bislang weitgehend. Im Rahmen einer Studie hat sich der DDA nun mit der Überlagerung der Brutzeithabitate ausgewählter Vogelarten mit Risiken, die von der Windkraftnutzung ausgehen, beschäftigt.

Um die von WEA ausgehenden Risiken für Vögel abzuschwächen, wurden in Deutschland durch die Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelwarten (LAG VSW) Abstandsempfehlungen für WEA zu bedeutenden Vogellebensräumen sowie Brutplätzen ausgewählter, windkraftsensitiver Vogelarten definiert. Diese Abstandsempfehlungen wurden genutzt, um basierend auf dem aktuellen Ausbaustand der Windenergienutzung die Überlagerung von Brutzeitlebensräumen mit windkraftinduzierten Risiken als auch die potenziell beeinflussten Populationsanteile windkraftsensitiver Arten abzuschätzen.
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26.04.2017 totop

Aktion #LivingLand - Jetzt für eine bessere Landwirtschaft abstimmen!

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Geben Sie Ihre Stimme für das Rebhuhn und weitere Arten der Agrarlandschaft ab!
© NABU
Die Agrarpolitik ist eine enorme Bedrohung für die Artenvielfalt Europas und wird ihrer globalen Verantwortung für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung nicht gerecht. Die bereits mehrfach hier beworbene Kampagne für eine ökologische Agrarwende kommt nun zu Ihrem ersten Höhepunkt: Bis 2. Mai kann man über www.NABU.de/abstimmen ganz einfach bei der laufenden EU-Konsultation für eine ökologische Agrarreform stimmen.

Dies ist eine einzigartige Chance für uns, den Ausverkauf der Natur zu stoppen! Immense Fördergelder fließen Jahr für Jahr in die industrielle Landwirtschaft, die den Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten vernichtet und unsere eigene Lebensgrundlage gefährdet. Wir müssen die hierfür verantwortliche Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) dringend ändern.
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24.04.2017 totop

Artenschutzprojekt sucht Rotmilan-Paten!

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Bringen Sie Ihre Unterstützung mit einer Patenschaft zum Ausdruck und verfolgen Sie so das Leben „Ihres“ Rotmilans
© Thomas Hinsche
Gibt es einen persönlicheren Weg als Ihre Faszination für Vögel durch eine Patenschaft zum Ausdruck zu bringen? Im Rahmen des Artenschutzprojektes „Land zum Leben“ besendert der DDA seit 2014 Rotmilane in Deutschland. Für viele dieser Vögel suchen wir noch Patinnen und Paten!

Etwa die Hälfte aller Rotmilane weltweit brütet bekanntlich in Deutschland. Doch in der monoton bewirtschafteten Agrarlandschaft finden die Vögel oft nicht genügend Futter. Mehr nahrungsreichen Lebensraum zu schaffen und so den Rückgang des Rotmilans aufzuhalten, ist Ziel des bundesweiten Schutzprojektes „Land zum Leben“, das der DDA gemeinsam mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege und der Deutschen Wildtier Stiftung durchführt. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Die Stiftung Naturschutz Thüringen unterstützt die wissenschaftlichen Begleituntersuchungen.
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18.04.2017 totop

Gemeinsam für einen Wandel in der Agrarpolitik – gemeinsam für LivingLand

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Logo LivingLand
© NABU
Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der EU ist gescheitert. Sie verhindert weder Arten- noch Höfesterben. Setzt ein Landwirt sich besonders für Naturschutz, Ernährung oder Gesellschaft ein, wird das aber kaum belohnt. 60 Mrd. € Steuergelder werden derzeit jährlich für Agrarsubventionen in der EU ausgegeben und sollen ab 2021 neu verteilt werden. Landwirte, Verbraucher und Natur haben eine bessere Landwirtschaftspolitik verdient.
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13.04.2017 totop

HanseBird 2017 lockt mit hochkarätigem Programm

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© Thomas Dröse/NABU
Rund 2.000 Besucher und 45 Aussteller haben die HanseBird im vergangenen Jahr zum vollen Erfolg gemacht, an den die Veranstalter vom NABU Hamburg auch 2017 anknüpfen wollen. Für das Vogelfestival des Nordens auf der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe haben sie dazu wieder ein hochkarätiges Programm auf die Beine gestellt, das vom 17. bis 18. Juni 2017 bereits zum achten Mal einen breit gefächerten Messebereich sowie zahlreiche Vorträge, Führungen und Workshops für Vogelfreunde, Naturbeobachter und Fotografen bietet. [mehr]

13.04.2017 totop

„The State of the UK′s birds 2016“ — Aktuelle Trends der Vögel Großbritanniens veröffentlicht

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© RSPB
Bereits zum 17. Mal wurde nun der Statusbericht „The State of the UK′s Birds“ veröffentlicht. Neben Bestandsveränderungen der Vögel Großbritanniens wird in der aktuellen Ausgabe des gemeinsam von der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB), dem British Trust for Ornithology (BTO) sowie dem Wildfowl & Wetlands Trust (WWT) in Zusammenarbeit mit weiteren britischen Naturschutzorganisationen veröffentlichten Berichts auch auf Ergebnisse unterschiedlicher Studien und Monitoringprogramme eingegangen.

Die Ergebnisse des Statusberichts sind ernüchternd: Mehr als 25% aller regelmäßig in Großbritannien vorkommenden Vogelarten stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten. Die Liste der gefährdeten Arten musste um Arten wie Großer Brachvogel, Papageitaucher und Nachtigall erweitert werden. Die Ergänzungen sind Folgen teilweise bedeutender Bestandsrückgänge. Mehrere Arten, wie Seggenrohrsänger, Tafelente und Turteltaube, sind sogar global gefährdet.
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13.04.2017 totop

Was ist ein Rotmilan? Bestimmungskenntnisse der Briten auf dem Prüfstand

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Welches Bild zeigt einen Haussperling? Für viele Briten offenbar keine einfache Frage.
© Twirlywoos/RSPB
Eine aktuelle Umfrage, die die britische Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) gemeinsam mit der Kinder-TV-Serie „Twirlywoos“ durchgeführt hat, ergab, dass ein Großteil der Bevölkerung Schwierigkeiten mit der Bestimmung selbst häufigster heimischer Vögel hat.

Mehr als die Hälfte der Befragten waren demnach nicht in der Lage einen Haussperling zu bestimmen und zwei von zehn Teilnehmern der Studie gingen davon aus, dass männliche und weibliche Stockenten zwei unterschiedliche Entenarten sind. Bei der Frage, um was es sich bei einem Rotmilan handelt, lag ein Fünftel der Befragten falsch. Einige vermuteten dabei einen Charakter aus den Batman-Filmen, andere hielten ihn für einen Fisch.
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11.04.2017 totop

Aktualisierte Informationen über Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel

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© Mathias Putze
Seit dem Jahr 2002 trägt die Staatliche Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg (LUGV) verfügbare Daten zu Kollisionen von Vögeln und Fledermäusen an Windenergieanlagen (WEA) aus ganz Deutschland zusammen. Ziel der Datenbank ist es, die vorhandenen, bundesweit verstreuten Daten über Anflugverluste an WEA zusammenzutragen, durch diese Sammlung zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen und die Einhaltung von Mindeststandards bei der weiteren Datengewinnung und -dokumentation durchzusetzen. Die „Dokumentation Vögel und Windenergienutzung“ auf der Internetseite des LUGV wurde nun aktualisiert und die Informationen und Kollisionszahlen auf den neuesten Stand gebracht. Nach der Erweiterung sind jetzt mehr als 420 Literaturquellen verarbeitet, die eine solide Basis für Entscheidungen verschiedenster Art bilden.
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11.04.2017 totop

Ornithologen fordern Schutz von Möwenbrutplätzen auf Flachdächern

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Neben Sturmmöwen nutzen auch Lachmöwen regelmäßig Flachdächer als Brutplatz
© Thomas Hinsche
Störungen und Vertreibung von Möwen auf Flachdächern haben ein besorgniserregendes Ausmaß erreicht. Immer mehr Mitglieder verschiedener Vogel- und Naturschutzvereine fordern den Stopp dieser Maßnahmen und ein abgestimmtes Vorgehen aller Verantwortlichen zum Schutz und zur Erhaltung dieser Brutvorkommen. Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft für Schleswig-Holstein und Hamburg e.V. ist bereit, durch fachliche Beratung, Maßnahmenvorschläge, Bestandsmonitoring, Bruterfolgskontrollen und Beringung die Entwicklung und Umsetzung eines solchen Konzepts zu unterstützen. Der Vorstand der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft hat am 31.3.2017 zu diesem Thema nun die sogenannte „Plöner Erklärung“ verabschiedet:
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11.04.2017 totop

Nachwuchs-Ornithologen aufgepasst! Jetzt anmelden zum NAJU Birders Camp 2017

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© NABU Hamburg
Beim NAJU Birders Camp in Hamburg können sich vom 12. bis 14. Mai 2017 Nachwuchs-Ornithologen im Alter von 12-27 Jahren rund um die Ornithologie informieren, Hamburgs Vogelwelt kennenlernen, wissenschaftliche Methoden ausprobieren und sich mit anderen jungen Vogelfreunden aus ganz Deutschland austauschen und vernetzen. Drei Tage lang finden in der Freiluftschule Moorwerder direkt an der Elbe am Naturschutzgebiet Heuckenlock verschiedene Exkursionen und Workshops statt.

Neben einer Vogelstimmenexkursion und der gemeinsamen Beobachtung von Wasservögeln am Hamburger Hafen wird auch eine Abendexkursion zu den Ziegenmelkern angeboten. Darüber hinaus werden auch wissenschaftliche Methoden vermittelt und es können neue Optiken ausprobiert werden, die der Sponsoring-Partner Zeiss zur Verfügung stellt. Bei einem Vogelquiz gibt es außerdem ein Fernglas zu gewinnen.
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08.04.2017 totop

14. bundesweites Birdrace am 6. Mai – die Anmeldung hat begonnen

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Das Birdrace – der perfekte Rahmen für einen unvergesslichen Tag!
© Team "Graubartschwalben"
„Kinners, wie die Zeit vergeht ...“ Schon wieder sind es nur noch vier Wochen, bis es am ersten Samstag im Mai, dieses Mal somit am 6., rund geht und ab Mitternacht die Teams voller Vorfreude auf einen einmalmehr unvergesslichen Tag an der virtuellen Startlinie stehen. An keinem anderen Tag im Jahr wird deutschlandweit so intensiv beobachtet: 302 Vogelarten wurden im vergangenen Jahr von den 291 Teams entdeckt. Erstmals waren über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei traumhaften Bedingungen am Start. Es wird schwer werden, die letztjährigen Bestmarken zu knacken. [mehr]

04.04.2017 totop

Aufruf zum Ablesen von Flügelmarken bei Rotmilanen

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Flügelmarken lassen sich oft selbst aus der Entfernung sicher ablesen
© Jens Halbauer
Flügelmarkierungen stellen heute eine wertvolle Methode dar, um Informationen zum Aufenthalt von Vögeln im Jahresverlauf zu gewinnen. Seit einigen Jahren werden in Deutschland Rot- und Schwarzmilane mit Flügelmarken markiert, die spannende Erkenntnisse vom Aufenthalt im Winter über die Rückkehr in die Brutgebiete bis zu Ansiedlungen in neuen Gebieten erbracht haben. Voraussetzung für solche Ergebnisse sind möglichst zahlreiche Ablesungen und Meldungen gesichteter Vögel im Jahresverlauf. So wurden Ablesungen beringter Überwinterer beispielsweise bislang nur aus Spanien gemeldet.
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03.04.2017 totop

Erster Nachweis der Höckersamtente für Deutschland

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Beobachtungsort und Foto von Deutschlands erster Höckersamtente
© Margus Ellermaa
Bis vor wenigen Jahren waren Höckersamtenten nicht auf dem „Radar“ europäischer Vogelbeobachter. Die nah mit der in größerer Zahl auf Nord- und Ostsee überwinternden Samtente verwandte Art brütet in Nordostasien sowie in Alaska und Kanada. Neuerdings werden die asiatische Form „Kamtschatkasamtente“ (stejnegeri) und die amerikanische „Höckersamtente“ (deglandi) sogar von einigen Autoren als eigene Arten angesehen. Im Winter ziehen die Vögel entlang der ostasiatischen Küste nach Süden bis ins Japanische und Gelbe Meer bzw. überwintern entlang der Westküste der USA. Ein kleiner Teil der amerikanischen Population verbringt den Winter auch an der Ostküste südlich bis nach Florida.
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03.04.2017 totop

Bartgeier weiter im Norden unterwegs – Wo hält er sich aktuell auf?

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Die Brandgänse auf Wangerooge waren von dem ungewöhnlichen Gast sichtbar irritiert
© Behrend Dellwisch
Ende Februar berichteten wir an dieser Stelle über einen jungen Bartgeier, der erstmals am 17. Januar im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz fotografiert worden war. Erst am 19. Februar gelang die nächste Sichtung des mutmaßlich selben vorjährigen, unmarkierten Vogels im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen. Vielleicht auch dank der öffentlichen Berichterstattung kam es in der Folgezeit zu weiteren Sichtungen: Am 25. Februar bei Marburg in Hessen, am 1. März im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen, am 4. März bei Osnabrück in Niedersachsen. Nach einigen Tagen ohne weitere Meldungen kam dann die Info aus den Niederlanden: Bartgeier über Den Haag! Fotos dieses Vogels belegten anhand einer beschädigten Handschwinge eindeutig, dass es sich um den zuvor in Deutschland beobachteten Vogel gehandelt hatte. Auch am 13. März wurde er erneut in den Niederlanden gesichtet – bereits wieder mit Kurs in Richtung deutsche Grenze.
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31.03.2017 totop

Kolkraben: "Junggesellen" leben in dynamischen sozialen Gruppen

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Vereinte Technik: Dieser Kolkrabe ist sowohl mit Farbringen, Flügelmarken als auch einem GPS-Sender ausgestattet.
© Matthias-Claudio Loretto
Kolkraben haben erstaunliche kognitive Fähigkeiten beim Umgang mit Artgenossen; diese sind durchaus vergleichbar mit vielen Affenarten, bei denen die Entstehung ihrer sozialen Intelligenz mit ihrem Gruppenleben in Zusammenhang gebracht wird. In einer internationalen Zusammenarbeit hat ein Forscherteam der Universität Wien nun erstmalig das Gruppenleben nicht-brütender Kolkraben genauer untersucht, um die Evolution der Intelligenz von Kolkraben besser zu verstehen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Scientific Reports veröffentlicht. [mehr]

31.03.2017 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Winter 2016/17

Bild zur Meldung Wir blicken zurück auf einen der sonnenscheinreichsten Winter seit dem Beginn flächendeckender Messungen. Die Monate November bis Februar verliefen außergewöhnlich trocken und mit teils klaren, sehr kalten Nächten. Schnee fiel vor allem Anfang Januar. Wir haben aus den mehr als 1,6 Millionen innerhalb dieser vier Monate bei ornitho.de eingegebenen Vogelbeobachtungen einige Aspekte und Entwicklungen aufgegriffen und näher analysiert.

Bereits seit 2007 wird in Frankreich mithilfe einer Schlafplatzzählung der landesweite Rotmilan-Winterbestand ermittelt. Inzwischen werden am ersten Januar-Wochenende auch in anderen Ländern Rotmilane erfasst, so seit dem Winter 2015/16 auch in Deutschland. Im zurückliegenden Winter kam es kurz vor dem Zählwochenende zu einem schneereichen Kälteeinbruch. Wie sich dies auf die Zahl der bei uns überwinternden Rotmilane auswirkte, haben wir in unserem Beitrag genauer unter die Lupe genommen.

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30.03.2017 totop

Schelladler Tõnn: Mit den Flügeln nach Deutschland, nur für einen Tag ...

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Heimzugroute von Schelladler Tõnn (Stand: 28.3.2017).
© http://birdmap.5dvision.ee/
Über das Leben des 2008 als Nestling in Estland besenderten Schelladlers Tõnn ist erstaunlich viel bekannt. Bereits zahlreiche Routen in sein spanisches Winterquartier sowie Zugwege zurück ins Brutgebiet wurden per GPS-Satellitensender aufgezeichnet. Im Frühjahr 2014 endete sein aufgezeichneter „Lebensweg“ mit dem Ausfall des Senders vorerst, doch im April 2016 konnte Tõnns Brutplatz gefunden und der Adler mit einen neuen, funktionstüchtigen Sender ausgestattet werden. Seitdem kann die erstaunliche Reise weiter verfolgt werden.
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30.03.2017 totop

Rauchschwalben als Brutvögel in Südamerika – Bemerkenswerte Anpassungen

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Eine neue Brutpopulation der Rauschwalbe breitet sich in Argentinien deutlich aus.
© Johnathan Nightingale
Schwalben sind bis auf die Antarktis auf allen Kontinenten vertreten und stehen weltweit als ausgeprägte Zugvögel für den Wechsel der Jahreszeiten. Die in Nordamerika weit verbreitete Unterart erythrogaster verbringt den Winter vorwiegend im fast 20.000 Kilometer entfernten Argentinien. Vor rund 35 Jahren siedelten sich plötzlich einige dieser Vögel in der Nähe von Buenos Aires an und gründeten rund 7000 Kilometer von den nächsten Vorkommen entfernt eine neue Population. Inzwischen hat diese Gründerpopulation ihr Areal erfolgreich um mehr als 500 Kilometer erweitert. Bruten auf der anderen Halbkugel sind auch von weiteren Schwalbenarten bekannt, wie z.B. der ebenfalls in Nordamerika verbreiteten Fahlstirnschwalbe. Die Rauchschwalbe ist jedoch die bislang einzige dieser Arten, die sich erfolgreich etablieren konnte. [mehr]

29.03.2017 totop

Weißstorch: Überwinterung in Europa bringt Vorteile

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Viele Weißstörche suchen zur Nahrungssuche im Winterquartier Mülldeponien auf.
© Torsten Pröhl
Vom Menschen verursachte Umweltveränderungen und die globale Klimaerwärmung stellen die Anpassungsmöglichkeiten vieler Zugvögel auf die Probe. Für eine Reihe von Vogelarten hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass diese weiter nördlich und damit näher an ihren Brutgebieten überwintern, so auch der Weißstorch. Um mehr über dieses Phänomen herauszufinden, hat ein internationales Wissenschaftler-Team, u.a. vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell, GPS-Daten von insgesamt 54 jungen Weißstörchen derselben Brutpopulation analysiert und deren Überlebenswahrscheinlichkeit ermittelt sowie das Verhalten während des Winters studiert. Alle sechs der besenderten Störche, die ein Winterquartier in Europa wählten, überlebten. Bei den 48 in den traditionellen Gebieten in Afrika überwinternden Vögeln überlebten hingegen lediglich 38 %.
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29.03.2017 totop

Warum stürzen sich junge Trottellummen die Klippen hinunter?

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Junge Trottellummen werden auf dem offenen Meer noch für mehrere Wochen von ihren Vätern begleitet.
© Mathias Putze
Auf Helgoland lässt sich im Juni in der Abenddämmerung an Deutschlands einzigem Brutplatz der Trottellumme ein beeindruckendes Schauspiel beobachten: Der sogenannte Lummensprung. Die etwa drei Wochen alten und noch flugunfähigen Jungtiere springen dabei von den bis zu 40 Meter hohen Felsvorsprüngen ins Meer bzw. vielfach auf den steinigen Boden vor den Felsen. Dank ihrer dicken Fettschicht überleben die meisten Jungvögel diesen Sturz, einige kommen jedoch auch dabei um. Doch warum gehen die Tiere dieses Risiko ein und verbleiben nicht in der Kolonie, bis sie ausreichend flugfähig sind?
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27.03.2017 totop

Deutsche Ornithologen halfen bei der Küstenvogelzählung in Westafrika

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Deutsche Ornithologen unterstützten zehn Tage lang die afrikanischen Biologen bei ihrer Arbeit.
© Klaus Günther
Im Januar im T-Shirt den ganzen Tag an der Küste stehen und Zugvögel zählen? Was in unseren Breiten wohl zu einem kräftigen Schnupfen führen dürfte, birgt am südlichen Ende des Wattenmeers eher Sonnenbrandgefahr: Wolkenlose 30 Grad hat es zu Jahresbeginn an der westafrikanischen Küste – das wissen viele Wasservogelarten zu schätzen, die dort überwintern. Drei Vogelforscher aus Schleswig-Holstein sind ihnen nach Guinea gefolgt – zur weltweiten Synchronzählung der Wat- und Wasservögel. Die findet im Januar statt, wenn sich die Zugvögel noch in ihren Überwinterungsgebieten aufhalten. In einigen Ländern Westafrikas gibt es nur wenige Institutionen, die diese Zählungen organisieren können. Daher werden alle fünf Jahre mit internationaler Hilfe auch dort Zählungen organisiert, um verlässliche Populationsgrößen zu ermitteln. "Die Gesamtzählung im Januar 2014 hatte an den wichtigsten Überwinterungsplätzen in Westafrika erschreckend niedrige Zahlen erbracht", sagt Jutta Leyrer vom Naturschutzbund Deutschland (NABU), "deshalb wurde bereits in diesem Jahr wieder gezählt." Die promovierte Biologin, die als stellvertretende Leiterin des Michael-Otto-Instituts in Bergenhusen arbeitet, ist eine von drei versierten Ornithologen aus Schleswig-Holstein, die dafür im Januar nach Guinea geflogen sind. Gemeinsam mit dem DDA-Vorsitzenden Bernd Hälterlein aus der Verwaltung des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer und dem Diplom-Biologen Klaus Günther von der Schutzstation Wattenmeer unterstützte sie zehn Tage lang die afrikanischen Biologen bei ihrer Arbeit.
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14.03.2017 totop

Vogelzug bei Wiesenweihen stark windabhängig

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Wiesenweihen sind Langstreckenzieher und überwintern südlich der Sahara.
© H.-J. Fünfstück
Für den Vogelzug über große Distanzen haben sich unterschiedliche Zugstrategien entwickelt. Werden große Strecken besser möglichst schnell zurückgelegt oder sind häufige Zwischenstationen eine günstigere Vorgehensweise? Um herauszufinden inwiefern sich der Ablauf des Zuges der Wiesenweihe räumlich und saisonal sowie bei besonderen Windbedingungen verändert, haben niederländische Wissenschaftler die GPS-Daten besenderter Wiesenweihen ausgewertet.
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13.03.2017 totop

Alarmierend! Brachvögel weltweit in Bedrängnis

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Etwa 2 % des europäischen Gesamtbestandes des Großen Brachvogels brüten in Deutschland. Die Bestandsentwicklung verläuft sowohl langfristig als auch kurzfristig negativ.
© Ralf Kistowski
Insgesamt 13 größere Limikolenarten wie Großer Brachvogel, Pfuhl- und Uferschnepfe lassen sich in der Gruppe der Numeniini zusammenfassen. Diese Gruppe ist auf allen Kontinenten außer der Antarktis anzutreffen, brütet jedoch nur auf der Nordhalbkugel. Mehr als die Hälfte dieser Arten sind weltweit gefährdet, wobei Eskimo- und Dünnschnabel-Brachvogel vermutlich bereits ausgestorben sind und mit Isabell- und Borstenbrachvogel zwei weitere kurz davor sind zu verschwinden. Mit Großem Brachvogel, Pfuhl- und Uferschnepfe werden drei auch in Deutschland vorkommende Arten global als „potenziell gefährdet“ eingestuft. In einer Studie wurden nun Literaturangaben zu den Gefährdungsursachen dieser Vogelarten überprüft und mehr als 100 Fachleute befragt.
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06.03.2017 totop

Der Zug des Drosselrohrsängers: Hohe räumliche, jedoch geringe zeitliche Konstanz über mehrere Jahre

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Drosselrohrsänger suchen Rastgebiete auf dem Durchzug offenbar über Jahre erneut auf.
© Lutz Ritzel
Mit der Weiterentwicklung der Telemetrie-Techniken werden laufend neue Erkenntnisse zum zeitlichen Ablauf und Zugrouten von Langstreckenziehern gewonnen. Studien zur Konstanz des Zuges einzelner Individuen über mehrere Jahre sind bei kleineren Singvögeln jedoch bislang die Ausnahme. Gleichwohl ist diese Information bedeutsam, um Entscheidungen und Möglichkeiten auf individueller Ebene zu verstehen, mögliche altersspezifische Differenzen im Zugverhalten erkennen und Schutzmaßnahmen ergreifen zu können.
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06.03.2017 totop

Rote Liste der Durchzügler und Wintergäste in den Niederlanden veröffentlicht

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Der Raufußbussard steht als „stark gefährdet“ in der neuen Roten Liste der Durchzügler und Wintergäste in den Niederlanden.
© Andreas Heiland
Die niederländische Organisation SOVON, hat im Auftrag der Vogelschutzorganisation Vogelbescherming eine Rote Liste der in den Niederlanden überwinternden oder dort durchziehenden Vogelarten erarbeitet, die künftig im Vogelschutz Anwendung finden soll.

Von insgesamt 263 betrachteten Vogelarten landeten schließlich 39 auf dieser neuen Roten Liste, die künftig die bereits etablierte Rote Liste der gefährdeten Brutvogelarten der Niederlande ergänzen soll. Zusätzlich zu den 39 auf der Roten Liste der Durchzügler und Wintergäste enthaltenen Arten, wurden 9 Vogelarten mit zuletzt stark sinkenden Beständen auf eine Vorwarnliste gesetzt.
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03.03.2017 totop

EuroBirdPortal: jetzt 100 Arten und mit Daten bis 2015

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Eine von mehr als 20 Millionen Kartenkombinationen des EuroBirdPortals: Verbreitung von Kranich und Bergfink Anfang August in Europa nach den Daten der Jahre 2010 bis 2015.
© EBP
Die Vogelbeobachtungen von Online-Portalen aus über 20 Ländern in Europa werden im EuroBirdPortal zusammengeführt, das 2015 mit Daten von 50 Vogelarten der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Deutschland wird dabei durch ornitho.de vertreten. Auf Basis eines 30x30 km-Rasters wird die Verbreitung von ausgewählten Vogelarten für weite Teile Europas rund ums Jahr visualisiert. Seit heute sind 100 Vogelarten und die Daten bis 2015 im EuroBirdPortal verfügbar. Die Einblicke in die Verbreitung der Vögel Europas im Jahresverlauf sind wahrlich faszinierend. Für die meisten der neu hinzugekommenen Arten wie Raubwürger, Pirol oder Bergfink sind es die ersten Darstellungen auf dieser Ebene außerhalb der Brutzeit überhaupt!
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28.02.2017 totop

Das Monitoring häufiger Brutvögel startet in die neue Saison – machen Sie mit!

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Auf den Probeflächen des Monitoringprogramms stehen häufige Arten wie die Goldammer im Mittelpunkt.
© DDA
Mit den längeren Tagen sind bei Amseln, Kleibern, Heckenbraunellen oder Meisen die Frühlingsgefühle nicht mehr zu überhören. Keine Frage, die Vorbereitungen für die Brutzeit haben bei vielen Arten bereits begonnen. Aber auch bei uns laufen die Vorbereitungen auf die Brutzeit 2017 auf Hochtouren, denn am 10. März beginnt die Kartiersaison des Monitorings häufiger Brutvögel.
Seit 1989 werden die Bestandsentwicklungen aller häufigen Brutvogelarten mithilfe standardisierter Methoden überwacht, um u.a. die Frage „Wie entwickeln sich die Brutbestände weit verbreiteter, häufiger Vogelarten?“ beantworten zu können. Seit 2004 finden die Erfassungen auf bundesweit repräsentativen, 1x1 km-großen Probeflächen statt, auf denen zwischen März und Juni 4 Begehungen entlang einer ca. 3 km langen Route durchgeführt werden.
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24.02.2017 totop

Neuer Bartgeier in Deutschland – Wissenschaftler bitten um Unterstützung

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Ein Bartgeier an einem Waldrand im Rheinland – alles andere als ein alltäglicher Anblick
© E. Höhner
In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Ausflügen immaturer Bartgeier in Regionen nördlich der Alpen. Diese Ausflüge sind nicht immer unproblematisch, da die Vögel dort nur schwer ausreichend Nahrung finden. Ganz aktuell hält sich offenbar wieder so ein Vogel in Deutschland auf.

Bereits am 19. Januar wurde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz ein Bartgeier fotografiert. Der mutmaßlich selbe Vogel hält sich aber scheinbar noch immer bei uns auf: Am 19. Februar gelangen gegen 13 Uhr bei Swisttal im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen hervorragende Fotos des auf einer Hütte am Waldrand sitzenden Geiers. Nur eine Stunde später wurde der Bartgeier dann rund 20 Kilometer südöstlich bei Bad Neuenahr fotografiert. Seitdem fehlt allerdings jede Spur!
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22.02.2017 totop

Hoffnungsschimmer: Neue Kolonien des vom Aussterben bedrohten Balearensturmtauchers entdeckt

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Seit der Jahrtausendwende scheinen sich die Übersommerungsgebiete der Balearensturmtaucher weiter nach Norden zu verschieben. In der Nordsee ist die Art jedoch weiterhin eine Ausnahmeerscheinung.
© Ole Krome
Die weltweit einzigen Brutplätze des Balearensturmtauchers sind die Steilküsten der Balearen-Inseln. Noch 2005 wurde die Weltpopulation auf gerade einmal 2000-2400 Paare und 8000-10000 Vögel geschätzt, die sich auf Kolonien auf Mallorca, Cabrera, Menorca, Ibiza und Formentera verteilen. Eine genauere Erfassung ergab 2010 für diese Kolonien einen geschätzten Gesamtbestand von knapp 4000 Paaren und intensive Seevogelerfassungen von der Isla de Las Palomas, einer kleinen Felsinsel vor der Südspitze des spanischen Festlandes bei Tarifa, führten schließlich zu einer noch deutlich höheren Populationsschätzung von etwa 9000-13000 Altvögeln. Nach einer 2016 veröffentlichten Studie passieren von Mai bis Juli alljährlich sogar 23000-26000 Balearensturmtaucher die Straße von Gibraltar.
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22.02.2017 totop

Die Eisente – Seevogel des Jahres 2017

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Aufgrund der starken Bestandseinbrüche wurde die Eisente 2012 in die Rote Liste weltweit bedrohter Vogelarten aufgenommen und wir dort als "gefährdet" geführt
© Peter Hering
Besorgt blicken derzeit die Meeresnaturschützer und Vogelkundler auf eine Entenart, die in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist, aber gerade erst zum Seevogel des Jahres 2017 erklärt wurde - die Eisente. Diese mittelgroße, wunderschön gezeichnete Ente brütet in den arktischen und subarktischen Tundren Skandinaviens und Sibiriens und überwintert in großen Zahlen in der Ostsee. In den deutschen Meeresgebieten, insbesondere in der Pommerschen Bucht, findet sie eines ihrer wichtigsten Überwinterungsgebiete. Durchschnittlich wurden im deutschen Teil der Ostsee große Winterbestände von 350.000 Eisenten ermittelt. Das entspricht mit 22 Prozent einem erheblichen Anteil des westsibirischen-nordeuropäischen Gesamtbestands.
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21.02.2017 totop

Basstölpel meiden Offshore-Windparks nördlich von Helgoland

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Basstölpel über dem Helgoländer Brutfelsen.
© Stefan Garthe
Der Bau von Offshore-Windparks in der Nähe von Seevogelkolonien kann für die Vögel unterschiedliche Folgen haben, von erhöhtem Kollisionsrisiko bis hin zum Verlust von Nahrungsgründen und Lebensraum. Der Effekt hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. von der Störungsempfindlichkeit verschiedener Arten oder auch Individuen innerhalb einer Art, die unterschiedliche Fluchtdistanzen oder Gewöhnungseffekte an veränderte Umweltbedingungen zeigen können.

Um die Auswirkungen von drei neuen Offshore-Windparks nordwestlich von Helgoland auf die Helgoländer Brutvögel zu untersuchen, hat das Büsumer Forschungs- und Technologiezentrum Westküste der Universität Kiel (FTZ) 2014 eine Studie durchgeführt, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie finanziert wurde. Ziel der Studie war die Analyse der räumlichen Verteilung von Basstölpeln in der südlichen Nordsee. Mehrere kükenfütternde Altvögel der Helgoländer Brutkolonie wurden dazu mit GPS-Loggern besendert und die Daten über mehrere Wochen aufgezeichnet. Die Offshore-Windparks vor Helgoland befanden sich zu dieser Zeit noch im Bau, die Windräder waren aber großteils bereits aufgerichtet und im Probebetrieb.
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21.02.2017 totop

Internationale Studie zum Bestandsrückgang der Tafelente in Europa

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Langfristig hat der Brutbestand der Tafelente in Deutschland zugenommen. Der kurzfristige Trend ist hingegen wie in den meisten europäischen Ländern rückläufig
© Ralf Kistowski
Ein internationales Team von 29 Wissenschaftlern hat unter Mitarbeit des DDA im Magazin Wildfowl eine umfassende Studie zur Bestandsentwicklung der Tafelente in Europa und den möglichen Gründen für die in fast allen Ländern beobachteten Rückgänge veröffentlicht.

Bis Mitte des 19. Jahrhundert war die Tafelente in Europa ein wenig häufiger Brutvogel. Erst durch die Schaffung zahlreicher Fischteiche in Osteuropa kam es um 1900 zu einer Ausbreitung des Brutgebiets, die sich bis nach Westeuropa zog. Insbesondere von den 1950er- bis 1980er-Jahren stiegen die Bestände infolge der zunehmenden Eutrophierung von Feuchtgebieten und Gewässern und einer damit verbundenen verbesserten Nahrungsverfügbarkeit weiter an. In den letzten 30 Jahren kehrte sich dieser Trend jedoch um. Besonders in Osteuropa, dem Kernbrutgebiet der Tafelente, kam es großräumig zu Bestandseinbrüchen, vermutlich aufgrund von Intensivierung oder Aufgabe von Fischzuchten und Veränderungen der Wasserqualität. Untersuchungen ergaben außerdem, dass Tafelenten gern den Schutz von Lachmöwenkolonien für ihre Brutplätze nutzen. Der starke Rückgang von Möwenkolonien in Europa in den letzten Jahrzehnten dürfte sich demnach ebenfalls negativ ausgewirkt haben. Im Mittelmeerraum ist auch die Ausbreitung des gebietsfremden Karpfens als Nahrungskonkurrent für die Tafelente problematisch. Als weiterer Einflussfaktor wird in einigen Regionen ein veränderter Prädatorendruck vermutet.
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20.02.2017 totop

Zu wenig Nachwuchs! Geringer Bruterfolg lässt Bestände der Dreizehenmöwe schrumpfen

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Dreizehenmöwen haben es offenbar immer schwerer, ausreichend Nahrung für ihre Jungvögel zu finden. Zu geringer Bruterfolg hat negative Folgen für die Bestände
© Mathias Schäf
Die Bestände der Dreizehenmöwe sind in Großbritannien in den letzten Jahrzehnten massiv zurückgegangen und auch in anderen Regionen sieht es nicht viel besser aus. Auf der Roten Liste der Vögel Europas wird die Dreizehenmöwe daher als "stark gefährdet" eingestuft. Insbesondere Veränderungen der Nahrungsverfügbarkeit werden für die Einbrüche verantwortlich gemacht.

Britische Wissenschaftler haben sich nun mit der Frage beschäftigt, wie viele flügge Jungvögel pro Brutpaar nötig wären, um die Bestände konstant zu halten. Dafür wurden langfristige Bestandsveränderungen sowohl in Teilen Englands, in denen die Dreizehenmöwe einen positiven Trend zeigt, als auch aus verschiedenen Kolonien mit negativem Trend ausgewertet und mit der jährlichen Reproduktionsrate für die Zeiträume 1985-2000 sowie 2000-2015 verglichen.
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20.02.2017 totop

Zugverhalten junger Kuckucke dank moderner Technik erstmals im Detail verfolgt

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Mehr als 100 Wirtsvogelarten sind vom Brutparasiten Kuckuck bekannt. Über das Zugverhalten der Jungvögel wusste man bislang hingegen wenig.
© Thomas Hinsche
Die Bestände von Zugvogelarten gehen in vielen Teilen der Welt stark zurück. Ein solcher Bestandseinbruch wurde auch beim Kuckuck in Großbritannien registriert. Die Ergebnisse einer 2016 veröffentlichten Telemetriestudie mit adulten Kuckucken ergab, dass die Bestandsrückgänge offenbar mit der gewählten Zugroute zusammenhängen (siehe DDA-News vom 20.7.2016). Die Mortalitätsrate während des Zuges bis zur Überwindung der Sahara war bei den Westziehern signifikant höher als bei nach Südosten über Italien oder den Balkan ziehenden Vögeln. Die Kenntnis der Variabilität im Zugverhalten einzelner Arten ist wichtig, um die Gründe für Populationsrückgänge bei Zugvogelarten erkennen und Schutzmaßnahmen ergreifen zu können.
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14.02.2017 totop

Zweiter Europäischer Brutvogelatlas: Erste vorläufige Karten online

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© EBCC
Für einige Brutvogelarten Europas können vorläufige Verbreitungskarten des Zweiten Europäischen Brutvogelatlas (EBBA2) nun online abgerufen werden. Die Informationen werden dabei anhand eines 50x50-Kilometer-Rasters dargestellt. Neben der reinen Brutverbreitung lässt sich auch der Brutstatus (mögliches, wahrscheinliches oder sicheres Brüten) sowie die Häufigkeit nach Anzahl der Brutpaare je Quadrant abfragen. Darüber hinaus wird eine Vergleich der Daten mit dem Ersten Europäischen Brutvogelatlas aus dem Jahr 1997 präsentiert.
Dargestellt werden vorerst noch vorläufige Karten. Die endgültigen Verbreitungskarten der Brutvögel Europas werden zum Ende des Projektes im Jahr 2020 veröffentlicht.
Die vorläufigen Karten für 15 ausgewählte Arten sind verfügbar unter: http://mapviewer.ebba2.info/
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14.02.2017 totop

Bestände der Uferschnepfe in den Niederlanden weiter auf Talfahrt

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Die lauten Rufe der Uferschnepfe sind selbst im Kernbrutgebiet in den Niederlanden immer seltener zu hören
© Hans Glader
Die Bestände der Nominatform der Uferschnepfe sind in den letzten 50 Jahren stark zurückgegangen. Auch wenn die niederländischen Brutbestände seit 1967 um fast 75% zusammengebrochen sind, brütet hier nach wie vor der größte Teil dieser Population. Die Rückgänge wurden bereits im Rahmen mehrerer Studien dokumentiert, zuletzt 1999. Im Magazin Ardea veröffentlichte ein internationales Team von Wissenschaftlern nun eine aktualisierte Bestandsschätzung und beschrieb die Schwankungen der niederländischen Uferschnepfenbestände zwischen 2007 und 2015. Um ein bestmögliches Ergebnis zu erlangen, wurden dabei auch Erkenntnisse aus der Vogelberingung sowie einer Telemetriestudie berücksichtigt. Schätzungen zufolge gingen die niederländischen Bestände von rund 47.000 Paaren im Jahr 2007 auf nur noch etwa 33.000 Brutpaare im Jahr 2015 zurück. Trotz leichter Zuwächse in den Jahren 2010 und 2011 kam es damit im Zeitraum 2007-2015 zu einem jährlichen Rückgang um 3,7%. Betrachtet man nur die Jahre 2011-2015 gingen die Bestände sogar jährlich um 6,3% zurück. Derart starke Bestandseinbrüche dürften sowohl durch eine geringe Fortpflanzungsrate als auch eine reduzierte Überlebenswahrscheinlichkeit der Altvögel begründet sein. Die Ergebnisse der Studie offenbaren, dass die enormen Anstrengungen zum Schutz der Uferschnepfe bislang leider weitgehend ineffektiv und unzureichend waren.
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01.02.2017 totop

Zwergschwäne offenbar mit mäßigem Bruterfolg 2016

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Zwergschwan-Familie mit drei Jungvögeln
© Hans Glader
Die Erfassung des Jungvogelanteils beim Zwergschwan am ersten Dezember-Wochenende ergab unter 2.998 nach Alter differenzierten Individuen einen Jungvogelanteil von 10,5 % in Deutschland. Der Jungvogelanteil bei uns lag in den letzten Jahren durchweg höher als auf Populationsebene. Es ist deshalb davon auszugehen, dass dieser in Nordwesteuropa unter 10 % lag und damit eher gering ausfiel. Darauf deuten auch die noch vorläufigen Zahlen aus den weiter westlich gelegenen Ländern.

Dank des gut etablierten Netzwerks ehrenamtlicher Zählerinnen und Zähler dürfte nahezu der gesamte anwesende Rastbestand erfasst worden sein. Unter Einbeziehung von Daten von zwei Tagen um das Zählwochenende am 3./4. Dezember ergibt sich ein Mindestbestand von rund 3.500 Zwergschwänen. Das sind weniger als im Dezember 2015, als über 4.800 nach Alter differenziert wurden, im Dezember 2013 rasteten Anfang Dezember sogar über 5.300 Zwergschwäne in Deutschland. Beides waren für diese Jahreszeit sehr beachtliche Rastbestände. Der geringere Rastbestand Anfang Dezember 2016 dürfte auf eine kurze Kältewelle vor dem Zählwochenende zurückzuführen sein. Vorher und nachher waren die Bestände in vielen Gebieten höher.
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06.01.2017 totop

Save the date! Ankündigung der 150. DO-G-Tagung 2017 in Halle (Saale)

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Wie die internationale Konferenz „Birdnumbers 2016“ wird auch die DO-G-Tagung 2017 im Audimax-Komplex der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg stattfinden
© Karsten Berlin
Die 150. Jahresversammlung der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (DO-G) findet auf Einladung des Ornithologenverbandes Sachsen-Anhalt und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg von Freitag, 29. September (Anreisetag) bis Dienstag, 3. Oktober 2017 (Exkursionen) in Halle (Saale) statt. Das Programm der Jubiläumsversammlung soll ein breites Spektrum von Themen unter dem Motto „Ornithologie – von der Vergangenheit in die Zukunft “ abdecken.

Das vorläufige Tagungsprogramm will die DO-G etwa Mitte Mai 2017 bekannt geben. Die Anmeldung zur Tagung wird über die Internetseite der DO-G oder postalisch möglich sein. Anmeldeschluss für die Teilnahme an der Jahresversammlung ist der 1. August 2017. Danach wird ein Spätbucherzuschlag erhoben. Anmeldeschluss für mündliche Vorträge ist der 31. März 2017. Posterbeiträge können noch bis zum 1. August angemeldet werden.
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02.01.2017 totop

Auf ein erfolgreiches 2017!

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© Karsten Berlin
Mit einem herzlichen Dank an alle Freunde und Förderer, KollegInnen und Kollegen und die vielen tausend Ehrenamtlichen, die sich 2016 für unsere gemeinnützigen Ziele und Zwecke einmal mehr so überaus engagiert haben, möchten wir das neue Jahr beginnen. Es freut uns sehr, dass Sie uns Ihr Vertrauen schenken und unseren gemeinsamen Zielen und gemeinnützigen Zwecken treu geblieben sind.

Auch 2016 haben wir wiederum einige Meilensteine setzen können. Die bedeutendsten Wegmarken wollen wir hier gern noch einmal in Erinnerung rufen:
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Bild347 Teams mit über 1.100 TeilnehmerInnen waren beim 15. bundesweiten Birdrace am Start — so viele wie nie zuvor:
Ergebnisse Arten
Ergebnisse Spenden
Medienecho
Ergebnisse eintragen

Bild„Vögel in Deutschland “ behandelt auf über 70 Seiten die Erfsssung rastender Wasservögel.

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BildStatus, Karten, Brut- und Rastbestände, Rote Liste-Status, rechtlicher Schutz ... all das finden Sie in unserem Informationssystem
Vögel in Deutschland

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Bild„Seltene Vögel in Deutschland 2015“ beinhaltet neben dem Seltenheiten-bericht 2016 auch Beiträge zu Kiefernkreuz-schnäbeln, Singammer und Silberreiher vom „modesta-Typ“

BildDas aktuelle Heft hat die Wiesenweihe zum Thema. In zahlreichen Artikeln geht es um Bestände, Lebensräume und Schutzmaßnahmen der Wiesenweihe in Deutschland, den angrenzenden Ländern und Europa. Überaus spannende Beiträge, die bis zum Einsatz von Orthokoptern reichen.
Mehr Informationen erhalten Sie auf Die Vogelwelt und auf den Seiten des DDA.

BildSchwerpunkte der aktuellen Ausgabe sind aktuelle Ergebnisse aus den Genomanalysen für den Stammbaum der Vögel, der Schutz der Wanderfalken in Baden-Württemberg sowie die Wagbachniederung ebenso in Baden-Württemberg als Fundus ornithologischer Highlights. Daneben gibt es weitere spannende Berichte zu entdecken - Schauen Sie doch mal rein: „Der Falke

Vergabestand im Monitoring häufiger Brutvögel





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Häufige Brutvögel
Wasservogelzählung

Bild„Der Falke“ hat das sehr interessante Sonderheft Geier herausgebracht. Mit Artikeln rund um Gefährdung und Schutz, das falsche Bild des Geiers in der Öffentlichkeit, Monitoring, einer Übersicht europäischer Geier und vielem mehr wartet das Heft mit umfangreichem Fasswissen auf. Sie sollten unbedingt reinschauen. - „Der Falke“.

BildDas Buch gibt einen aktuellen Überblick über die Programme, Methoden, Konzepte, Anwendungs- gebiete und Auswertungsmöglichkeiten des Vogelmonitorings. Die Monitoring-Programme häufiger Brutvögel, seltener Brutvögel sowie rastender Wasservögel werden ebenso vorgestellt wie die organisatorischen Voraussetzungen eines international relevanten Vogelmonitorings in Deutschland. Die Darstellung weiterer Projekte wie ADEBAR runden den Überblick ab. Überdies werden Vorteile und Möglichkeiten des Online-Portals ornitho.de für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und das Monitoring beschrieben.
Bezug:
BfN-Schriftenvertrieb: Tel.: 0 25 01 / 8 01-3 00, Fax: 0 25 01 / 8 01-3 51 oder im Internet

BildMit einer Förder- mitgliedschaft im DDA helfen Sie uns, die Monitoringprogramme zu organisieren und die Ergebnisse zeitnah in Schutzmaßnahmen einfließen zu lassen.
pdfAufnahmeantrag [ 1.778 kb ]

BildDas Methoden- handbuch ist wieder gedruckt verfügbar und kann für 29,80 € bestellt werden.