Menü

Archiv

30.12.2015 totop

Wir wünschen allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2016!

Bild zur Meldung Zum Jahresausgang möchten wir uns bei allen KollegInnen, und Partnern, den MitarbeiterInnen der bundesweiten Erfassungsprogramme sowie insbesondere bei unseren Freunden und Förderern bedanken, die sich in den zurückliegenden Monaten auf verschiedenste Art und Weise für unsere gemeinnützigen Ziele und Zwecke engagiert haben, und mit denen wir auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit zurückblicken können. Eine Übersicht der Aktivitäten des DDA im zurückliegenden Jahr finden Sie im Beitrag „Zählen. Wissen. Schützen“, den Sie hier herunterladen können.

Um unsere gemeinnützigen Zwecke erfüllen zu können, sind wir weiterhin auf Ihre Unterstützung angewiesen, sei es durch Ihr Engagement im Vogelmonitoring, die Mitgliedschaft im Freundes- und Förderkreis oder durch eine Spende, mit der Sie unsere Projekte und Vorhaben unterstützen!

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2016!

Bernd Hälterlein
1. Vorsitzender

Christoph Sudfeldt
Geschäftsführer

22.12.2015 totop

Belgischer Ringfundatlas geht online

Bild zur Meldung
Die Wiederfunde mit Bezug zu Belgien reichen bei der Gartengrasmücke von Schweden bis nach Westafrika. Derartige Karten sind über den neuen Online-Ringfundatlas frei verfügbar
© BeBirds
Bereits seit 1927 werden in Belgien Vögel zu Forschungszwecken beringt. Heute sind in unserem Nachbarland rund 350 Beringer aktiv, die in den letzten zehn Jahren jährlich durchschnittlich 666.000 Vögel markierten. Mehr als 13 Millionen Daten in Belgien beringter Vögel sowie etwa 770.000 Wiederfunde sind derzeit in der belgischen Beringungsdatenbank BeBirds enthalten.

Die Wiederfunde von 271 Arten und Unterarten seit 1927 mit Bezug zu Belgien sind nun in einem Online-Ringfundatlas verfügbar, der das Ergebnis von Millionen Stunden ehrenamtlicher Mitarbeit tausender Beringer darstellt. Die Karten des Belgischen Online-Ringfundatlas lassen sich unter http://odnature.naturalsciences.be/bebirds/en/ring-recoveries/ abfragen. Es ergeben sich interessante Vergleichsmöglichkeiten mit dem neuen Atlas des Vogelzugs, dem Atlas der Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel.
[mehr]

22.12.2015 totop

Ausbreitung der Uferschnepfe im Nordwesten Russlands

Bild zur Meldung
Positive Nachrichten zur Uferschnepfe sind angesichts dramatisch sinkender Bestände in Europa nur höchst selten zu vermelden
© Ralf Kistowski
In den letzten Jahrzehnten ist der Bestand der einst weit verbreiteten Uferschnepfe im westlichen Europa vor allem aufgrund von Entwässerungen sowie Veränderungen der Landnutzung stark zurückgegangen. Wie eine im Magazin Wader Study der International Wader Study Group veröffentlichte Untersuchung zeigt, hat im Nordwesten Russlands hingegen eine nordwärts gerichtete Ausbreitung stattgefunden.

Ende der 1980er Jahre wurden im Nizhnesvirsky Reserve erstmals vier Paare der Uferschnepfe festgestellt. Weitere Beobachtungen gelangen zwischen 1997 und 2003. Bei genaueren Erfassungen 2006-2015 stellte sich nun heraus, dass in dem Reservat, in dem die mittlere April-Temperatur von 1880 bis 2015 um 2,6°C angestiegen ist, mittlerweile eine kleine aber offenbar stabile Brutpopulation besteht. Ähnliche Entwicklungen scheint es auch in der weiteren Umgebung zu geben, wo die Art mindestens seit dem Ende des 19. Jahrhunderts festgestellt und 1970 die erste Brut dokumentiert wurde.
[mehr]

22.12.2015 totop

Forschungsprojekt DIVER — Satellitentelemetrie an Seetauchern

Bild zur Meldung
Über die Bewegungen von Seetauchern zwischen Brut-, Rast- und Überwinterungsgebieten ist bislang wenig bekannt. Das Projekt DIVER soll diesen Kenntnisstand verbessern.
© Ralph Martin
Der Ausbau der Offshore Windenergie schreitet in der deutschen Bucht weiter voran, wodurch die Seetaucher in ihrem Überwinterungsgebiet zunehmend mit Offshore Windparks konfrontiert werden und aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegenüber anthropogenen Störungen Konflikte entstehen können. Um die Bewegungsmuster von Seetauchern in ihrem Überwinterungsgebiet und während der Zugphasen dokumentieren und die Auswirkungen von Offshore Windparks auf Seetaucher besser beurteilen zu können, werden im Rahmen des Projekts DIVER im Laufe von drei Wintern Seetaucher im Seetaucher-Hauptkonzentrationsgebiet der Nordsee gefangen und mit Satellitensendern ausgestattet werden. Anhand der gewonnenen Daten sollen Fragestellungen zu Habitatnutzung, Konnektivität verschiedener Rastgebiete, Herkunft der Tiere (Brutgebiete) sowie die Zugrouten beantwortet werden. Die Untersuchung wird gemeinsam von der BioConsult SH GmbH & Co. KG in Husum, der Justus Liebig Universität Gießen und DHI koordiniert und als Verbundvorhaben durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.
[mehr]

21.12.2015 totop

Bestandstrends häufiger Waldvogelarten in Südfinnland korrelieren mit Waldnutzungs- und Klimaveränderungen

Bild zur Meldung
Die Bestände des Dreizehenspechts, der auf ältere Bestände angewiesen ist, sind in den letzten Jahren in Finnland deutlich zurückgegangen.
© Ralph Martin
Moderne Forstwirtschaft hat in Finnland aufgrund intensiver Eingriffe zu bedeutenden Veränderungen der natürlichen Waldhabitate und einem Rückgang der Artenvielfalt geführt. Obwohl heute nur noch weniger als 1% der südfinnischen Primärwälder existiert, wurden die langfristigen Auswirkungen der Forstwirtschaft auf Vogelpopulationen in dieser Region bislang nie umfangreich analysiert.

Um diese Wissenslücke zu schließen, wurden nun für 32 häufigere Waldvogelarten Daten aus dem Vogelmonitoring der zurückliegenden 30 Jahre ausgewertet. Für alle Arten wurden dabei Trends für zwei unterschiedliche Zeitabschnitte errechnet: 1984-1998 (Periode 1) und 1999-2013 (Periode 2). Diese Trends wurden mit artspezifischen Lebensraumpräferenzen, der durchschnittlichen Höhe der besiedelten Bestände, der Zugstrategie der Arten sowie ihrer den Breitengrad betreffenden Verbreitung verglichen.
[mehr]

21.12.2015 totop

Aktualisierte Informationen über Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel

Bild zur Meldung
 
© Mathias Putze
Seit dem Jahr 2002 trägt die Staatliche Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg (LUGV) verfügbare Daten zu Kollisionen von Vögeln und Fledermäusen an Windenergieanlagen (WEA) aus ganz Deutschland zusammen. Ziel der Datenbank ist es, die vorhandenen, bundesweit verstreuten Daten über Anflugverluste an WEA zusammenzutragen, durch diese Sammlung zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen und die Einhaltung von Mindeststandards bei der weiteren Datengewinnung und -dokumentation durchzusetzen. Die „Dokumentation Vögel und Windenergienutzung“ auf der Internetseite des LUGV wurde nun aktualisiert und die Informationen und Kollisionszahlen auf den neuesten Stand gebracht.
[mehr]

21.12.2015 totop

Buchtipp: Band 8 der Avifauna Schleswig-Holsteins erschienen

Bild zur Meldung
 
© OAG SH HH
Die Buchreihe zur Vogelwelt Schleswig-Holsteins ist ein langfristig angelegtes Gemeinschaftsvorhaben der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft für Schleswig-Holstein und Hamburg (OAG SH/HH). Auf die bislang erschienenen sieben Bände (Seetaucher bis Flamingo, Greifvögel, Entenvögel l und II, Brutvögel, Seltene Vogelarten sowie Zweiter Brutvogelatlas) folgt nun der achte Band, der sich mit der Entwicklung der feldornithologischen Arbeit in Schleswig-Holstein und Hamburg von den Anfängen um 1500 bis zum Jahr 1969 befasst.
[mehr]

18.12.2015 totop

Zugmuster von Fischadlern auf dem Osteuropäisch-Ostafrikanischen Zugweg

Bild zur Meldung
Über den osteuropäischen Zugweg des Fischadlers ist bislang verhältnismäßig wenig bekannt.
© Eckhard Lietzow
Ein Großteil der in Europa brütenden Fischadler zieht auf einer südwestlichen Route zum Überwintern ins tropische Afrika, gelegentlich auch nur bis in den Mittelmeerraum. Es existiert jedoch noch ein zweiter, weit weniger erforschter östlicher Zugweg, dem vor allem Vögel aus dem Baltikum sowie einige skandinavische Vögel folgen. Ob auch bei deutschen Brutvögeln ein Abzug nach Südost vorkommen, ist bislang nicht bekannt. Um mehr über die genauen Routen und den Ablauf des Zuges entlang dieses Osteuropäisch-Ostafrikanischen Zugweges herauszufinden, haben estnische Wissenschaftler vier Altvögel an ihren Brutplätzen in Estland mit GPS-Sendern ausgestattet.
[mehr]

18.12.2015 totop

Beeindruckender Bildband zum 20-jährigen AEWA-Jubiläum

Bild zur Meldung
 
© AEWA
Das Afrikanisch-Eurasische Wasservogel-Abkommen (AEWA) feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums ist nun der limitierte Bildband "Stories from the Flyway" erschienen, in dem mit beeindruckenden Fotos 20 Arten von der Rothalsgans bis zur Damaraseeschwalbe vorgestellt werden, für die im Rahmen von AEWA umfangreiche Schutzmaßnahmen ergriffen wurden. Kurze, von Artexperten erstellte englische sowie französische Texte liefern wichtige Informationen rund um die Bestandsentwicklungen und die Ökologie der illustrierten Arten.
[mehr]

18.12.2015 totop

Internationale Forschungsstudie über das Leben immaturer Basstölpel

Bild zur Meldung
Aus dem Leben immaturer Basstölpel ist im Vergleich zu Alt- und Jungvögeln verhältnismäßig wenig bekannt.
© Ralf Kistowski
Über das Leben brütender Basstölpel und ihrer Jungvögel ist bereits viel bekannt, weitaus spärlicher sind jedoch bislang die Kenntnisse zu immaturen Vögeln. Wie verhalten sich die Vögel zwischen dem Flüggewerden und dem Adultstadium, das bei dieser Art erst nach fünf Jahren erreicht wird? Von vielen Seevogelarten ist bekannt, dass sie ein Leben lang zu einer Kolonie zurückkehren und sich auch Jungvögel oft in ihrer Heimatkolonie ansiedeln. Von Basstölpeln weiß man, dass selbst für Nahrungsgründe eine hohe Tradition entwickelt wird und diese immer wieder aufgesucht werden. Doch nicht alle Vögel können sich nach diesem Muster verhalten: Mindestens zwei Vögel müssen irgendwann neue Kolonien gegründet haben und die Wachstumsrate mancher Kolonie übersteigt die jährliche Nachwuchsrate. So hat der Basstölpel-Bestand im nordostatlantischen Raum seit dem Jahr 1900 von etwa 70.000 auf mehr als 440.000 Brutpaare und von 16 Kolonien um 1900 auf insgesamt 51 Kolonien 2014 zugenommen.
[mehr]

18.12.2015 totop

ADEBAR noch bis Jahresende zum Mitarbeiterpreis bestellen!

Bild zur Meldung
 
© SVD / DDA
Nicht nur das Weihnachtsgeschäft, auch die befristete Gelegenheit das Grundlagenwerk zum Mitarbeiterpreis zu bestellen, führt derzeit zu erfreulich vielen Bestellungen des Atlas Deutscher Brutvogelarten.

Wir möchten hiermit noch einmal darauf hinweisen, dass Sie als MitarbeiterIn an ADEBAR noch bis Ende dieses Jahres Ihren Atlas zum vergünstigten Preis von €39,90 zzgl. Versandkosten bestellen können. Sie sparen damit 60% verglichen mit dem normalen Buchhandelspreis! Bitte haben Sie Verständnis, dass wir pro MitarbeiterIn nur ein Exemplar zu diesem vergünstigten Preis herausgeben können.

Verpassen Sie nicht, sich das eindrucksvolle Gemeinschaftswerk zu sichern!
[mehr]

15.12.2015 totop

Geringeres Fluchtverhalten von Stadtvögeln möglicherweise teils genetisch veranlagt

Bild zur Meldung
Geringeres Fluchtverhalten von Stadtvögeln möglicherweise teils genetisch veranlagt
© Ralf Kistowski
Viele Tiere verhalten sich in urbanen Lebensräumen gegenüber Menschen deutlich weniger scheu als in anderen Habitaten, bislang gab es jedoch keine Untersuchungen, ob die Wahl der Lebensräume möglicherweise genetisch begründet sein könnte. Ein Team von Wissenschaftlern der australischen Universitäten Victoria, Deakin und Melbourne sind dieser Frage nun anhand einer Reihe von Tests auf den Grund gegangen. Dabei wurden zwei getrennte Schwarzschwan-Populationen untersucht: rund 80 in einem hochfrequentierten Stadtpark lebende Schwäne sowie 20 Vögel, die rund 30 Kilometer entfernt in ländlicher Umgebung brüten und somit weit weniger an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt sind.
[mehr]

11.12.2015 totop

EBCC Konferenz „Birdnumbers 2016“ nächstes Jahr in Halle (Saale)

Bild zur Meldung
 
© DDA / Birdnumbers2016
Die 20. Konferenz des European Bird Census Council (EBCC) — Bird Numbers 2016 "Birds in a changing world" — wird im September 2016 in Halle (Saale) ausgerichtet. Es ist nun möglich, sich für die Konferenz anzumelden.

Die Konferenz wird vom DDA (Dachverband Deutscher Avifaunisten), unterstützt durch das BfN (Bundesamt für Naturschutz) und die DO-G (Deutsche Ornithologen-Gesellschaft), organisiert. EBCC Konferenzen werden im dreijährigen Turnus ausgerichtet und bringen eine Vielzahl von Akteuren des Vogelmonitorings, der ornithologischen Forschung sowie des Vogelschutzes in Europa zusammen. Die Konferenz wird eine Vielfalt von Themen abdecken, die von den Ergebnissen neuer Monitoringprogramme und Atlasprojekte über Studien zu Ursachen für Bestandsrückgänge, Demographie und Verbreitung europäischer Vogelarten bis zu den Auswirkungen von Politikprogrammen oder der Gewinnung erneuerbarer Energien auf die Vogelwelt reichen. Weitere Themenschwerpunkte stellen methodische und analytische Neuerungen sowie die Entwicklung von ornithologischen „Citizen Science“ Projekten, wie z.B. ornitho.de dar.
[mehr]

11.12.2015 totop

Schweizer Brutvogelatlas 2013-2016 zeigt Gewinner und Verlierer

Bild zur Meldung
Der Grünlaubsänger konnte 2015 als neue Brutvogelart in der Schweiz nachgewiesen werden. Viele andere Arten gehen hingegen stark im Bestand zurück oder sind bereits als Brutvögel verschwunden.
© Ralph Martin
Zum ersten Mal brütete in diesem Jahr ein Grünlaubsänger in der Schweiz. Für andere Vögel, wie den Rotkopfwürger und den Großen Brachvogel schwindet hingegen die Hoffnung, dass sie sich als Brutvögel in der Schweiz halten können. So erfreulich das Auftauchen neuer Arten sein kann, so alarmierend ist das Verschwinden einst weit verbreiteter Vögel.

Am 20. Juni dieses Jahres entdeckte der Ornithologe Fabian Schneider in den Waadtländer Voralpen ein singendes Männchen des Grünlaubsängers. Rund drei Wochen später konnte sein Kollege Lionel Maumary nach intensiver Suche die Sensation bestätigen: Die Anwesenheit zweier Altvögel mit sechs Jungen war der Beweis, dass der Grünlaubsänger erstmals in der Schweiz gebrütet hatte. Der insbesondere in Russland und Zentralasien beheimatete Vogel ist ein naher Verwandter unseres Zilpzalps.
[mehr]

11.12.2015 totop

Dänische Steinadler in Schleswig-Holstein unterwegs

Bild zur Meldung
Zugwege der besenderten Steinadler „Høstemark“ und „Tofte“ (Stand: 29.11.15)
© macroecology
Mit nur drei Brutpaaren gehört der Steinadler zu den seltensten Brutvögeln Dänemarks und der Fortbestand dieses Bestands kann vom Überleben jedes einzelnen Individuums abhängen. Um mehr über das Leben der Adler und ihre Aufenthaltsorte außerhalb der Brutzeit zu erfahren, wurden mehrere junge Steinadler durch Wissenschaftler der Universität Kopenhagen und mit finanzieller Unterstützung der Aage V. Jensen Naturschutzstiftung an ihrem Horst im Nordosten Dänemarks mit GPS-Sendern ausgerüstet.

Beide Adler „Høstemark“ und „Tofte“ verließen Mitte Oktober ihr Heimatrevier. Høstemark zog dabei südwestlich durch Zentraldänemark und passierte rund zwei Wochen später bei Tønder die deutsche Grenze. Von dort ging es südwärts bis nach Husum und an die Eidermündung, wo sich der Vogel für einige Tage aufhielt, bevor es in mehreren Etappen nach Osten bis zum Westensee ging. Am 12.11. schlug der Vogel dann eine andere Richtung ein und zog in nördlicher Richtung bei Schleswig über die Schlei. Ab dem 17.11. hielt sich der Vogel dann sehr stationär in der Niederung der Wellspanger Au bei Böklund auf. Von dort stammt auch die derzeit letzte Ortung vom 29.11.15.
[mehr]

09.12.2015 totop

Neuer Statusbericht der Vögel der Niederlande: Vogelbalans 2015

Bild zur Meldung
 
© SOVON
Entwicklungen in der Vogelwelt der Niederlande werden alljährlich von der niederländischen Organisation Sovon Vogelonderzoek Nederland im Statusbericht „Vogelbalans“ veröffentlicht. Darin werden bemerkenswerte Trends und Veränderungen zusammenfassend dargestellt. Der Schwerpunkt der Ausgabe 2015 liegt auf dem aktuellen Atlasprojekt zur Brut- und Winterverbreitung der Vögel der Niederlande. Welche vorläufigen Ergebnisse haben die Kartierungen zwischen Dezember 2012 und Sommer 2015 ergeben? Wo gibt es größere Veränderungen gegenüber früheren Erhebungen?

Genauer wird in „Vogelbalans 2015“ unter anderem auf Entwicklungen bei Zwergtaucher, Schnatter- und Tafelente, Berghänfling und Großen Brachvogel eingegangen. Kern des Berichts bilden die lang- und kurzfristigen Bestandstrends sowohl für Brutvögel als auch Durchzügler und Wintergäste. In weiteren Beiträgen werden die gravierenden Rückgänge von Rebhuhn und Kiebitz sowie überwinternder Saatkrähen beschrieben. Auch Star, Goldammer, Schwarzkehlchen und Waldohreule werden detaillierter behandelt. Der Statusbericht „Vogelbalans 2015“ kann kostenlos bei Sovon Vogelonderzoek Nederland heruntergeladen werden.
[mehr]

07.12.2015 totop

Windenergie: Mit der Kettensäge gegen den Vogelschutz

Bild zur Meldung
Rotmilane sind die häufigsten Opfer illegaler Verfolgung mit Bezug zur Windenergie.
© Andreas Heiland
Während in Paris der Klimagipfel tagt, laufen in Deutschland die Kettensägen. Um Platz für Windenergieanlagen zu schaffen, werden immer häufiger geschützte Horstbäume illegal gefällt und Vögel getötet. Einen rasanten Anstieg solcher Straftaten belegen Recherchen von Deutscher Wildtier Stiftung, Naturschutzbund Deutschland (NABU) und Komitee gegen den Vogelmord. Bisher wurden mindestens 40 Fälle illegaler Verfolgung von Großvögeln im Umfeld von neuen oder geplanten Windparks registriert. Meistens wurden die Nester (Horste) zerstört oder die Bäume samt Horst gefällt. In mindestens einem Fall wurden Jungvögel im Nest erschlagen. Mit Abstand häufigstes Opfer ist der Rotmilan. Aber auch beim extrem seltenen Schreiadler wurden mehrfach Nester zerstört.
[mehr]

07.12.2015 totop

Zugvögel weltweit unzureichend geschützt

Bild zur Meldung
Viele Zugvogelarten wie die Küstenseeschwalbe führen alljährlich beeindruckende Wanderungen durch. Schutzmaßnahmen beschränken sich oft jedoch nur auf Teile der Zugwege.
© Jan Goedelt
Eine jüngst im Fachmagazin Science veröffentlichte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass mehr als 90% aller Zugvögel weltweit unzureichend geschützt sind. Vor allem in China, Indien, Teilen von Afrika und Südamerika wurden große Schwächen in den bislang getroffenen Schutzmaßnahmen aufgedeckt. Viele Zugvögel werden lediglich in einzelnen Ländern umfangreich geschützt, während dies in anderen nicht der Fall ist.

In den vergangenen 30 Jahren ging mehr als die Hälfte aller Zugvogelarten im Bestand zurück. Vor allem unzureichender Schutz entlang der Zugwege und von Rastgebieten dürften dafür die Gründe sein. Die Studie stellt fest, dass 1324 von 1451 berücksichtigten Zugvogelarten zumindest auf einem Teil ihres Zugwegs unzureichend geschützt sind. Für 18 Arten besteht bislang keinerlei Schutz in den Brutgebieten, zwei Arten sind sogar entlang ihres gesamten Zugwegs ohne Schutz. Von den Zugvogelarten, die auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet geführt werden, sind lediglich weniger als 3% angemessen geschützt.
[mehr]

07.12.2015 totop

Erneut geringer Bruterfolg bei Blässgänsen 2015

Bild zur Meldung
Aufgrund eines geringen Bruterfolgs bestimmen Altvögel in den winterlichen Trupps das Bild.
© Hans Glader
Gänsezählungen in den niederländischen Provinzen Friesland, Gelderland, Overijssel, Limburg sowie in grenznahen Gebieten in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen ergaben bei Blässgänsen einen durchschnittlichen Jungvogelanteil von gerade einmal 11%. Viele Gänsepaare sind ohne Nachwuchs, der überwiegende Teil (63%) der erfolgreichen Brutpaare hat lediglich einen Jungvogel. Familien mit mehr als zwei Jungvögeln sind in dieser Saison bislang eine Ausnahme. Auch wenn es sich nur um vorläufige Daten handelt, ergibt sich anhand der derzeitigen Stichprobe von rund 60.000 individuell kontrollierten Gänsen bereits eindeutig, dass die Brutsaison 2015 in der russischen Tundra wenig erfolgreich verlief.
[mehr]

03.12.2015 totop

Neue Rote Liste der Vögel Großbritanniens: immer mehr Arten gefährdet

Bild zur Meldung
Auch der Große Brachvogel gehört in Großbritannien mittlerweile zu den gefährdeten Brutvogelarten.
© Erich Greiner
Zum insgesamt vierten Mal wurde nun der Status der Vögel Großbritanniens bewertet und im Rahmen des zuletzt 1999 erschienenen Berichts Birds of Conservation Concern veröffentlicht. Unter standardisierten Methoden wurden dabei die Brut-, Durchzugs- und Überwinterungspopulationen von insgesamt 244 Vogelarten von einer Reihe von Experten unterschiedlicher ornithologischer Organisationen bewertet und Gefährdungskategorien zugeordnet. Herangezogen wurden — soweit verfügbar — Areal- und Bestandstrends sowohl auf britischer, europäischer als auch globaler Ebene.

Es zeigt sich, dass immer mehr Vogelarten gefährdet sind. Insgesamt 19 Arten mussten aufgrund negativer Bestandsentwicklungen zum ersten Mal in die Rote Liste aufgenommen werden, eine Art (Merlin) wurde nach zwischenzeitlich positiven Entwicklungen erneut aufgenommen. Insgesamt umfasst die Rote Liste der Vögel Großbritanniens damit nun 67 Arten — mehr als 25% aller bewerteten. Gegenüber 1999 stieg die Zahl der Vogelarten auf der Roten Liste Großbritanniens um 15 Arten.
[mehr]

30.11.2015 totop

Warum singen manche Vogelarten im Herbst?

Bild zur Meldung
Unter unseren heimischen Arten fällt vor allem das Rotkehlchen durch intensiven Herbstgesang auf.
© Jan Goedelt
Singvögel nutzen ihren Gesang allgemein im Frühjahr zur Partnerfindung und Revierabgrenzung. Von einigen Arten ist jedoch auch eine Gesangsaktivität im Herbst bekannt, deren Gründe oftmals nicht auf der Hand liegen. Im internationalen Wissenschaftsblog SciLogs wurde den Geheimnissen des Herbstgesanges nun anhand von Beispielen amerikanischer Vogelarten auf den Grund gegangen. Demnach können drei verschiedene physiologische Mechanismen für den Herbstgesang von Vogelarten in den gemäßigten Breiten verantwortlich sein.

Der Star ist in der Paläarktis von West- und Nordeuropa bis zum Baikalsee verbreitet, wurde jedoch unter anderem in Nordamerika eingebürgert. Eingebürgerte Vögel zeigen jedoch oft kein oder nur eingeschränktes Wanderverhalten, sodass sich die Feststellungen in Amerika vermutlich nur bedingt mit europäischen Verhältnissen vergleichen lassen. [mehr]

27.11.2015 totop

Neuer Klimawandel-Bericht von BirdLife International

Bild zur Meldung
 
© BirdLife / Audubon
Vögel gehören zu den am besten untersuchten Artengruppen der Welt. Sie eignen sich zudem als gute Indikatoren für Effekte durch Klimaveränderungen. Das weltweit enorme Ausmaß der Gefahren durch den Klimawandel wird nun im neuen Bericht „The Messengers“ dargestellt, den BirdLife International gemeinsam mit seinem amerikanischen Partner, der National Audubon Society, veröffentlicht hat.

Im Rahmen des Berichts wurden hunderte durch Fachleute geprüfte Studien aus der ganzen Welt gesammelt, um die verschiedenen Wege darzustellen, wie sich der Klimawandel auf die Vogelwelt auswirkt. Insgesamt zeigt sich, dass es durch die globale Erwärmung mehr Verlierer als Gewinner geben wird. Es ist sogar wahrscheinlich, dass doppelt so viele Arten durch den Klimawandel negativ beeinflusst werden wie davon profitieren. Für viele Vogelarten wird eine Verkleinerung des Verbreitungsgebietes angenommen, was bei einigen Arten zu einem erhöhten Aussterberisiko führt. Insbesondere dort, wo die Arten keine Möglichkeit haben, in andere Gebiete auszuweichen, werden deutliche Bestandsrückgänge prognostiziert.
[mehr]

27.11.2015 totop

Großbritannien: Bleimunition führt zum Tod zigtausender Wasservögel pro Jahr

Bild zur Meldung
In der Studie wird unter anderem von einer in Großbritannien gefundenen Kanadagans berichtet, in deren Magen mehr als 400 Schrotkugeln gefunden wurden
© Thomas Hinsche
In einem jüngst veröffentlichten Tagungsband der Fachkonferenz zu den Risiken von Bleimunition für die menschliche Gesundheit und die Umwelt des Edward Grey Instituts der Universität Oxford wurde nun festgestellt, dass in Großbritannien pro Jahr bis zu 100.000 Schwäne, Gänse und Enten — rund 3% der gesamten Winterbestände — an Vergiftungen aus Bleimunition verenden. Bei Schwänen wird Bleivergiftung sogar für rund ein Viertel aller Todesfälle verantwortlich gemacht.

Mindestens 2.000 Tonnen Bleischrot werden im Vereinigten Königreich alljährlich bei der Jagd verwendet. Ein Großteil der Bleikugeln landet am Erdboden, wo sie von Vögeln für Körner und Samen gehalten und aufgenommen werden. Weitere 3.000 Tonnen Bleimunition werden an Tontauben-Schießständen verschossen, wo ebenfalls die Gefahr der Aufnahme durch Vögel besteht.
[mehr]

26.11.2015 totop

Vogelschützerin erhält Forschungspreis 2015 der Deutschen Wildtier Stiftung

Bild zur Meldung
Die Preisträgerin setzt sich unter anderem im Saatkrähenschutz ein
© Mathias Putze
Der mit 50.000 Euro dotierte Forschungspreis der Deutschen Wildtier Stiftung wurde am 25. November im Zoologischen Museum Hamburg an die Diplom-Psychologin Uta Maria Jürgens verliehen, die mit ihrem Promotionsprojekt „Vom Konflikt zur Koexistenz“ die Mensch-Wildtier-Beziehung unter dem Blickwinkel der menschlichen Psyche betrachtet. Bisher wurden ausschließlich wildbiologische Forschungsarbeiten von der Deutschen Wildtier Stiftung ausgezeichnet. Mit Uta Maria Jürgens erhielt nun zum ersten Mal eine Diplom-Psychologin den Forschungspreis.
[mehr]

26.11.2015 totop

Russische Wanderfalken auf dem Weg quer durch Deutschland

Bild zur Meldung
Zugrouten der in Russland besenderten Wanderfalken (Stand: 25.11.15)
© movebank.org
Der Wanderfalke ist mit insgesamt 19 Unterarten die am weitesten verbreitete Greifvogelart der Welt. Die Subspezies calidus brütet in den Tundren und Waldtundren Eurasiens vom äußersten Nordosten Norwegens quer durch Russland bis mindestens zum Kolyma-Delta im Nordosten Sibiriens. Unter allen Wanderfalkenrassen gehören diese Vögel zu den ausgeprägtesten Langstreckenziehern. Sie räumen ihre Brutplätze im September/Oktober und wandern nach Süden ab. Die genaue Ausdehnung der Überwinterungsgebiete der Unterart ist unklar, doch erstrecken sich die Winterquartiere offenbar von Zentraleuropa durch den Nahen Osten bis nach Südasien. Einige calidus-Wanderfalken überqueren auch das Mittelmeer und überwintern im östlichen Afrika von Äthiopien bis nach Südafrika. Ende März beginnt der Heimzug der Vögel.
[mehr]

26.11.2015 totop

Rotmilanprojekt Land zum Leben: erste Erfolge

Bild zur Meldung
Frisch geschlüpfte Küken in einem Rotmilannest im Projektgebiet Göttingen warten auf Futter. Nach Umsetzung der im Projekt vorgesehenen Maßnahmen sollen sie keinen Hunger mehr erleiden
© Eckhard Gottschalk
Die Situation des Rotmilans in Deutschland zu verbessern, ist Ziel des bundesweiten Artenschutzprojektes „Land zum Leben“, das der DDA gemeinsam mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) und der Deutschen Wildtier Stiftung durchführt. Seit 2013 untersucht der DDA mit Unterstützung verschiedener Artexperten im Rahmen des Projektes das Nahrungsangebot und die Raumnutzung der Greifvogelart in Deutschland. Ihr Lebensraum setzt sich zusammen aus einem abwechslungsreichen Mosaik aus Wald- und Offenlandschaft. Land- und Forstwirtschaft spielen bei der Erhaltung des Rotmilans daher Schlüsselrollen. Artenschutz und Landnutzung in Einklang zu bringen, wird in insgesamt neun Projektgebieten getestet. Wie steht es um den Schutz der eleganten Greifvogelart in Deutschland, von der wir mehr als die Hälfte der weltweiten Population beherbergen? Erste Erfolge des Projekts beschreibt der DDA in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift DER FALKE. Den Artikel können Sie bereits vor Erscheinen der gedruckten Ausgabe hier herunterladen. [mehr]

24.11.2015 totop

Zahlreiche historische Funde in Vogelnestern in russischer Kathedrale entdeckt

Bild zur Meldung
Über Jahrhunderte verbauten Vögel auch Fetzen von Dokumenten in ihren Nestern in der russischen Kathedrale
© H.-J. Fünfstück
Restaurierungsarbeiten in einer russischen Kathedrale aus dem 15. Jahrhundert haben nun zu einem außergewöhnlichen Fund historischer Materialien geführt. Auf dem Dachboden der Himmelfahrtskathedrale in Zvenigorod, 65 Kilometer westlich von Moskau, wurden in Vogelnester verbaute Fetzen historischer Dokumente gefunden, darunter Überreste alter Briefe, Banknoten, Bücher, Zigarettenpackungen, Bonbonpapier, Bustickets und sogar kirchliche Dokumenten. Das Innere der Kathedrale war über mehrere Jahrhunderte u.a. von Dohlen als Nistplatz genutzt worden. In einer rund 25 Tonnen umfassenden Lage aus Schmutz und Ästen fanden die Restaurateure nun auch unterschiedliche Papierfetzen.
[mehr]

24.11.2015 totop

Doppelschnepfen: Unterschiedliche Zugstrategien und erstaunlich synchrone Ankunft im Brutgebiet

Bild zur Meldung
Einige Geheimnisse zur Ökologie der Doppelschnepfe sind offenbar bislang weitgehend unbekannt.
© Thomas Noah
Bis vor wenigen Jahren waren zum Zugverhalten der Doppelschnepfe nur wenige Details bekannt. 2010 gelang es schließlich mit Hilfe von Geolokatoren Zugwege zwischen Brut- und Überwinterungsgebiet von drei Vögeln aufzuzeichnen. Überraschenderweise zogen die Vögel im August aus ihrem Brutgebiet in Mittelschweden nonstop in ihr Winterquartier im tropischen Afrika. Die Studie wurde weiter fortgeführt und die neuen Ergebnisse von 19 mit Geolokatoren ausgestatteten schwedischen Doppelschnepfen-Männchen aus vier verschiedenen Jahren nun im Fachmagazin Journal of Avian Biology publiziert.
[mehr]

24.11.2015 totop

Vergiftete Wildgänse in Mecklenburg-Vorpommern: Folgen für Agrarbetrieb

Bild zur Meldung
Zahlreiche Gänse sind an Mäusegiftkördern verendet
© Ralf Kistowski
Nach dem Tod von rund 150 Wildgänsen am Salzhaff in Mecklenburg-Vorpommen (siehe Nachricht vom 10.11.2015) haben die Behörden ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen den Landwirtschaftsbetrieb eingeleitet, auf dessen Gelände Mäusegift unsachgemäß ausgelegt worden war. Außerdem muss das Unternehmen mit einem Abzug finanzieller Zuwendungen rechnen, wie Agrarminister Till Backhaus (SPD) am 19. November im Landtag in Schwerin sagte. Das Gift lag nach seinen Worten auf der Oberfläche und war nicht, wie vorgeschrieben, tief in die Mauselöcher geschoben worden. Bauern müssen das Auslegen von Giftködern beantragen. Auch dies sei in diesem Fall nicht erfolgt, sagte der Minister. In der Nähe der Haffpromenade des Ostseebades Rerik im Landkreis Rostock waren seit Anfang November fast täglich tote Vögel gefunden worden.

Quelle: Schweriner Volkszeitung, 20.11.2015

21.11.2015 totop

Neues Infosystem „Brutvögel Baden-Württembergs“

Bild zur Meldung
 
© OGBW
In einem neuen online-Angebot stellt die Ornithologische Gesellschaft Baden-Württemberg (OGBW) nun erstmalig Kenndaten über alle rezenten Brutvögel Baden-Württembergs bereit.

Brutverbreitungskarten zeigen die 2005 bis 2009 für den Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) ermittelten Bestandsgrößenklassen in Baden-Württemberg. Weiterhin dargestellt werden die ADEBAR-Bestandsschätzungen für das gesamte Bundesland sowie die Einstufungen gemäß den aktuellen bundes- und landesweiten Roten Listen.
[mehr]

21.11.2015 totop

Bericht zu Bestandstrends wandernder Vogelarten der Arktis

Bild zur Meldung
 
© CAFF
Großräumige und mehrere Arten berücksichtigende Trends arktischer Zugvögel liegen bislang kaum vor, obwohl diese für den Schutz der Arten von großer Bedeutung wären. Die Arbeitsgruppe zur Erhaltung der arktischen Flora und Fauna (CAFF) im Arktischen Rat, einem zwischenstaatlichen Forum zur Koordinierung von Forschungsprojekten und Entwicklungsvorhaben, hat nun einen Bericht zu Trends wandernder Vogelarten der Arktis veröffentlicht.

Für insgesamt 129 arktische Brutvogelarten wurden Arealveränderungen von 1970-2011 ausgewertet, die sowohl Gebiete innerhalb als auch außerhalb der Arktis umfassten, um Einflüsse und Gefährdungen an allen im Jahresverlauf aufgesuchten Orten berücksichtigen zu können. Die Betrachtung der Einflüsse während des gesamten Jahres ist von großer Bedeutung, da auch Schutzmaßnahmen nur großräumig und mithilfe internationaler Kooperationen Erfolg versprechen.
[mehr]

19.11.2015 totop

Nicht vergessen: ADEBAR zum Mitarbeiterpreis! 60% Rabatt nur noch bis Ende des Jahres!

Bild zur Meldung
Auf der Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk? Wir machen Ihnen ein unschlagbares Angebot!
© SVD / DDA
Keiner, der über Vögel in Deutschland reden oder schreiben will, kommt an diesem gewichtigen Brutvogelatlas vorbei“ schreibt Einhard Bezzel, ehemaliger Leiter der Staatlichen Vogelschutzwarte in Bayern und Mitbegründer des Dachverbands Deutscher Avifaunisten, in seiner Buchrezension.

Heute möchten wir Sie nochmals auf ein besonderes Angebot hinweisen: ADEBAR-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter haben noch bis Ende dieses Jahres Gelegenheit, ihren Atlas zum vergünstigten Preis von € 39,90 zzgl. Versandkosten zu bestellen und sparen damit 60 % verglichen mit dem normalen Buchhandelspreis! Verpassen Sie nicht, sich das eindrucksvolle Gemeinschaftswerk zu sichern!
[mehr]

18.11.2015 totop

Starke Beeinträchtigungen des Bruterfolgs von Eiderenten durch menschliche Störungen

Bild zur Meldung
Ein Verlassen der Nester durch menschliche Störungen wirkt sich negativer auf den Bruterfolg aus als ein natürlich hervorgerufenes
© Rosl Rößner
Menschliche Störungen während der Brutzeit können den Bruterfolg von Vögeln negativ beeinflussen. Wie stark sich anthropogene Störungen wirklich auswirken, wurde von 2006-2011 im Rahmen einer Studie von Wissenschaftlern des Instituts für Arktis- und Meeresbiologie der Universität Tromsø an zwei Eiderentenkolonien auf den benachbarten Inseln Grindøya und Håkøya im Norden Norwegens untersucht. Die Ergebnisse dieser Studie wurden im Fachmagazin Ibis veröffentlicht.
[mehr]

18.11.2015 totop

Internationale Wasservogel-Konferenz 2015: Artenaktionspläne für einige stark bedrohte Vogelarten verabschiedet

Bild zur Meldung
Der Große Brachvogel gehört zu den Arten, für die auf der AEWA-Konferenz ein Artenaktionsplan beschlossen wurde.
© Hans Glader
Vom 9.-14. November trafen die Unterzeichner des Afrikanisch-Eurasischen Wasservogel-Abkommens (AEWA) — das 2015 sein 20-jähriges Jubiläum feiert — zu ihrem 6. Internationalen Treffen zusammen. Bei der am UN-Campus in Bonn durchgeführten Konferenz diskutierten mehr als 200 Vertreter von über 70 internationalen, staatlichen und nicht-behördlichen Organisationen die bedeutendsten Gefährdungen und größten Herausforderungen im Schutz wandernder Wasservögel in Afrika und Eurasien. Insgesamt 22 Beschlüsse wurden im Rahmen des Treffens gefasst, darunter Artenaktionspläne für mehrere stark bedrohte Vogelarten.
[mehr]

17.11.2015 totop

RSPB veröffentlicht neuen Bericht zu Auswirkungen des Klimawandels

Bild zur Meldung
 
© RSPB
Der neue Bericht „The Nature of Climate Change“ der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) zeigt, dass die Tierwelt Europas bereits heute von Klimaveränderungen betroffen ist und sich die Auswirkungen im Laufe dieses Jahrhunderts voraussichtlich noch verstärken werden. Eine Umfrage zeigt, dass sich die Briten mehr Sorgen über negative Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Tierwelt machen, als über alle übrigen Aspekte des Klimawandels.

In dem Bericht werden anschauliche Beispiele genannt, in denen Effekte von Klimaveränderungen schon heute deutlich spürbar sind. So haben Extremwetterlagen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Nasse und stürmische Bedingungen können zu starken Brutverlusten u.a. bei der Krähenscharbe führen, von der rund 45% der Weltpopulation in Großbritannien brüten. Nahrungsquellen verändern sich ebenfalls im Zuge klimatischer Veränderungen. Durch zeitliche Verschiebungen der Planktonblüte hat sich die Nahrungsverfügbarkeit für viele Meeresbewohner deutlich verändert. Unter anderem wird der massive Rückgang der britischen Dreizehenmöwenbestände in den letzten Jahrzehnten damit in Zusammenhang gebracht.
[mehr]

17.11.2015 totop

Der Basstölpel — Seevogel des Jahres 2016

Bild zur Meldung
Erst 1991 haben sich Basstölpel auf Helgoland angesiedelt.
© Christine Jensen
Der Basstölpel ist der Seevogel des Jahres 2016. Das teilte am Freitag der Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur in Ahrensburg bei Hamburg mit. Der größte Seevogel an der deutschen Küste brütet mit 684 Paaren nur auf Helgoland. Der etwa ein Meter große Fischjäger leidet besonders unter der Vermüllung der Nordsee mit Plastik. Vor allem Reste von Fischernetzen sind eine Gefahr. Außerdem können die Vögel in den Meeres-Windparks in die Rotoren fliegen und bisherige Nahrungsgründe verlieren.

Da die Meeresvögel ihre Beute mit rasanten Sturzflügen in die See fangen, geraten viele in Fischernetze und ertrinken. Oder Leinen verschließen den Schnabel, so dass sie nicht mehr fressen können. Außerdem schleppen sie Reste von Nylonnetzen als Nistmaterial in die Nester. Darin verfangene Vögel werden stranguliert. Das Forschungs- und Technologiezentrum Küste der Universität Kiel in Büsum ermittelte 2014: In über 90 Prozent von 265 untersuchten Basstölpelnestern auf Helgoland steckte Plastikmüll, vor allem Netzreste. 7 junge und 5 alte Tölpel starben darin. Aber auch 25 der nahebei in den Felsen brütenden Trottellummen fielen dieser Vermüllung zum Opfer.
[mehr]

17.11.2015 totop

Klimawandel: Anpassungs- und Ausbreitungsfähigkeit der Seevögel entscheidend

Bild zur Meldung
Modellierungen zufolge könnte das Brutareal der Schmarotzerraubmöwe im Zuge des Klimawandels enorm zurückgehen
© Lutz Ritzel
Das Verständnis der Gefährdungen einzelner Vogelarten durch Klimaveränderungen und die Vorhersage künftiger Verbreitungen stellen eine wichtige Grundlage im Natur- und Artenschutz dar. In einer im frei zugänglichen Wissenschaftsmagazin Diversity publizierten Studie britischer Wissenschaftler wurde nun die potentielle europäische Brutverbreitung im Jahr 2100 für 23 in Großbritannien brütende Seevogelarten anhand verschiedener Klimaszenarien modelliert. Dabei wurde auch die Anpassungs- und Ausbreitungsfähigkeit der Seevögel berücksichtigt.
[mehr]

16.11.2015 totop

50 Jahre Schutz von Fels und Falken

Bild zur Meldung
 
© AGW / OGBW
Die Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz (AGW) im NABU Baden-Württemberg wurde 1965 mit dem Ziel gegründet, die einheimischen Wanderfalken vor dem Aussterben zu bewahren. Gleichzeitig sollten auch die Grundlagen für den Wiederaufbau einer stabilen Population erarbeitet werden. 50 Jahre nach Beginn intensiver Schutzbemühungen gibt es in Baden-Württemberg wieder eine stabile Wanderfalkenpopulation in den Felslebensräumen, aber zunehmend auch an sekundären Standorten wie Gebäuden oder Strommasten. Mit einem Festakt im Naturkundemuseum feierte am vergangenen Wochenende die Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz (AGW) im NABU Baden-Württemberg den 50. Jahrestag ihrer Gründung.
[mehr]

16.11.2015 totop

Felsenschwalbe in Baden-Württemberg auf dem Vormarsch

Bild zur Meldung
Die Bestände der Felsenschwalbe nehmen in Deutschland sowohl langfristig als auch kurzfristig zu.
© Martin Grimm
Die Felsenschwalbe wurde im Jahr 2007 erstmals als Brutvogel in Baden-Württemberg festgestellt. Davor trat sie in diesem Bundesland nur selten auf, wobei die meisten Beobachtungen auf den Heimzug entfielen. Seit der Entdeckung einer ersten Brut 2007 breitete sich die Felsenschwalbe stetig im südlichen Schwarzwald aus.

Maximal wurden jeweils 13 Brutpaare in den Jahren 2014 und 2015 an acht Standorten festgestellt. Die aktuelle Ausbreitungstendenz nach Nord und Nordosten lässt kurz- und langfristig auf weitere Brutpaare im Nordschwarzwald oder sogar der bislang unbesiedelten Schwäbischen Alb hoffen. Die seit vielen Jahren anhaltende Ausbreitungstendenz in der Schweiz und die damit verbundene Brutansiedlung im nahegelegenen Schwarzwald dürfte auf eine Klimaverschiebung und die günstigen Witterungsverhältnisse im Überwinterungsgebiet zurückzuführen sein.
[mehr]

16.11.2015 totop

Bruterfolg der Uferschnepfe in den Niederlanden 2015 mit historischem Tiefpunkt

Bild zur Meldung
Alarmierend: Bruterfolg der Uferschnepfe in den Niederlanden zum Erhalt der Population deutlich zu niedrig
© Eckhard Lietzow
In den 1960er Jahren war die Uferschnepfe in den Niederlanden mit etwa 120.000 Brutpaaren eine häufige Vogelart. Seitdem sind die Bestände stark zusammengebrochen und 2015 konnten nach Angaben der Naturschutzorganisation Vogelbescherming Nederland nur noch weniger als 30.000 Paare ermittelt werden. 2014 war mit etwa 4600 flüggen Uferschnepfen bereits ein sehr schlechtes Brutjahr, doch die Saison 2015 verlief noch dramatischer. Mit gerade einmal 4000 Jungvögeln wurde ein historischer Tiefpunkt erreicht. Für den Erhalt der Population wären Berechnungen zufolge jedoch mehr als 10.000 Jungvögel nötig. Rund 85% aller westeuropäischen Uferschnepfen brüten in den Niederlanden. Die Bestände dieses Charaktervogels sinken jedoch besorgniserregend.
[mehr]

16.11.2015 totop

Starke Zunahme des Seidensängers in den Niederlanden

Bild zur Meldung
Im Nationalpark De Biesbosch stiegen die Bestände innerhalb von zehn Jahren von einem auf über 700 Reviere.
© Thomas Krumenacker
Der Nationalpark De Biesbosch im Süden der Niederlande hält rund drei Viertel der gesamten niederländischen Brutpopulation des Seidensängers. Im Frühjahr 2015 kartierten die Ornithologische Arbeitsgruppe Biesbosch und die niederländische Forstbehörde gemeinsam die Brutbestände innerhalb des Nationalparks. Dabei stellte sich heraus, dass die Art weiterhin stark zugenommen hat.

Bereits in den 1970er Jahren siedelte sich der Seidensänger im Gebiet De Biesbosch an, doch verschwand die Art später nach einigen kalten Wintern komplett und siedelte sich erst 2006 wieder neu an. Seitdem wird eine extreme Bestandszunahme registriert. So stieg die Zahl der singenden Männchen bis 2010 bereits auf 314 an. Die Ergebnisse der aktuellen Erfassung bestätigen diesen Trend weiter: Insgesamt 745 Reviere konnten die Wissenschaftler in diesem Frühjahr ermitteln. Eine so starke Zunahme — von einem Sänger auf 745 Reviere innerhalb von zehn Jahren — konnte bislang noch bei keiner anderen Singvogelart in den Niederlanden festgestellt werden.
[mehr]

13.11.2015 totop

Vergiftete Wildgänse jetzt auch an der Nordseeküste?

Bild zur Meldung
Auch an der Nordseeküste wurden in den vergangenen Tagen tote Wildgänse gefunden. Ein Zusammenhang mit den mutmaßlichen Vergiftungen in Mecklenburg-Vorpommern liegt nahe.
© Neele Carina Peters / beachexplorer.org
An den Stränden Nordfrieslands werden seit einigen Tagen Dutzende von toten Blässgänsen angespült. Allein auf Sylt wurden 30 — 40 Exemplare gemeldet. Die Tiere sind möglicherweise Ende Oktober bei einer Zwischenlandung in Mecklenburg vergiftet worden (vgl. Newsmeldung vom 10.11.15) und auf dem Weiterflug über der Nordsee verendet.

Der Sylter Meeresbiologe Lothar Koch meldete die ersten Beobachtungen von toten Blässgänsen am 8. und 9. November bei Rantum. Zeitgleich wurde ein Fund aus Westerhever im Strandfund-Portal BeachExplorer.org eingetragen. Die Schutzstation Wattenmeer kontrollierte daraufhin verschiedene Sylter Strandabschnitte und barg eine der toten Gänse zur Untersuchung. „Der sezierte Vogel war etwa zehn Tage tot, stark abgemagert und hatte keine Flugmuskeln mehr. So etwas gibt es hier um diese Jahreszeit normalerweise nicht“, erläutert der Biologe Rainer Borcherding von der Schutzstation Wattenmeer. Bei dem überaus milden Herbstwetter queren die Wildgänse die Deutsche Bucht eigentlich problemlos und landen im südlichen Wattenmeer, am Niederrhein oder weiter westlich in den Niederlanden.
[mehr]

13.11.2015 totop

Legale Taubenabwehr stellt offenbar tödliche Falle für Singvögel dar

Bild zur Meldung
Dieses Foto einer in die Paste geratenen Kohlmeise brachte den Stein ins Rollen...
© Wildvogelhilfe Leipzig
In Deutschland wird zur Abwehr von Tauben an Gebäuden in letzter Zeit vermehrt sogenannte „Taubenabwehrpaste“ eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine silikonartige Substanz, die auf Fensterbretter, Giebel und Gebäudesimse geschmiert wird. Aufgrund der klebrigen Eigenschaften der Paste besteht jedoch der Verdacht, dass unter Umständen kleinere Vögel, die auf entsprechend behandelten Gebäudeteilen landen, kleben bleiben oder schwere Gefiederschäden davontragen — ähnlich wie bei den zum Singvogelfang im Mittelmeerraum verwendeten Leimruten. Aufmerksam wurde das Komitee gegen den Vogelmord durch das Foto einer mit dem linken Flügel in die Paste geratenen Kohlmeise, das die Wildvogelhilfe Leipzig aufgenommen hatte. Auf Rückfrage der Organisation beim Hersteller wurde bestätigt, dass die Wirkung der Paste auf Wildvögel und insbesondere kleinere Singvögel vor Einführung des Produktes nicht geprüft wurde!
[mehr]

13.11.2015 totop

Ausbau der Windenergie gefährdet Schreiadler

Bild zur Meldung
Die Karte zeigt, wie viele bestehende Windkraftanlagen und zusätzlich geplante Gebiete den Schreiadler gefährden.
© DeWiSt
Von dem geplanten Ausbau der Windenergie sind zahlreiche Brutgebiete des vom Aussterben bedrohten Schreiadlers betroffen. Das ergab eine Analyse der Deutschen Wildtier Stiftung. Im östlichen Teil Mecklenburg-Vorpommerns und in Nordbrandenburg, wo noch Schreiadler brüten, sind derzeit 140 Eignungsgebiete für Windenergieanlagen (WEA) geplant. Davon liegen 63 Gebiete weniger als sechs Kilometer von Schreiadler-Brutplätzen entfernt und 13 sogar weniger als drei Kilometer. Mehrere dieser Eignungsgebiete gefährden mehr als ein Schreiadlerpaar. Nach den Recherchen der Stiftung stehen bereits heute 691 Windkraftanlagen weniger als sechs Kilometer von Schreiadler-Brutplätzen entfernt, 168 von ihnen sogar weniger als drei Kilometer. In vielen Fällen handelt es sich dabei um Altanlagen, die nach Ablauf der Genehmigung zurückgebaut werden müssten.
[mehr]

11.11.2015 totop

Veranstaltungshinweis: NWO-Adventskolloquium 2015

Bild zur Meldung
In einem der Vorträge wird die Biogeographie der sibirischen Jenisseiregion vorgestellt.
© Hermann Mattes
Die Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft (NWO) lädt am 29.11.2015 (Sonntag, 1. Advent) alle Mitglieder und interessierte Gäste zum diesjährigen NWO-Adventskolloquium ein. Auf freundliche Einladung von Prof. Hermann Mattes vom Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster und mit dankenswerter Unterstützung von Jan Ole Kriegs findet das Treffen in diesem Jahr im LWL-Naturkundemuseum in Münster statt. Das abwechslungsreiche Programm hat diesmal den Themenschwerpunkt Biogeographie, also die räumliche Verbreitung von Vögeln. In drei spannenden Vorträgen werden die Biogeographie der sibirischen Jenisseiregion, Vogelschutz in Kasachstan und Feldornithologie und globaler Wandel beleuchtet. Mittags findet eine Führung durch das LWL-Museum für Naturkunde statt. Auch Zeit zum geselligen Beisammensein ist eingeplant.
[mehr]

11.11.2015 totop

NABU und OAG Schleswig-Holstein kritisieren Freiwillige Vereinbarung zum Schutz von Schweinswalen und Tauchenten auch nach Unterzeichnung der Fortschreibung

Bild zur Meldung
NABU und OAG Schleswig-Holstein kritisieren Freiwillige Vereinbarung zum Schutz von Schweinswalen und Tauchenten auch nach Unterzeichnung der Fortschreibung
© Johan Stenlund
Die Freiwilligen Vereinbarung trat vor zwei Jahren in Kraft, nachdem das Ministeriums überraschend die Landesküstenfischereiverordnung nicht wie zuvor im Koalitionsvertrag festgeschrieben reformierte. „Fachlich entspricht diese Freiwillige Vereinbarung nicht den Erfordernissen für einen wirksamen Schutz der Meeresvögel und Schweinswale an unserer Ostseeküste. Fraglich ist, ob die EU-Kommission diesen faulen Kompromiss auf Dauer mittragen wird. Viele der vom Beifang betroffenen Arten sind nicht nur national, sondern auch europarechtlich geschützt“, so Hermann Schultz, Vorsitzender des NABU-Schleswig-Holstein.
[mehr]

11.11.2015 totop

„The State of the UK′s birds 2015“ — Aktuelle Trends der Vögel Großbritanniens veröffentlicht

Bild zur Meldung
 
© BTO
Zum 16. Mal wurde nun der Statusbericht The State of the UK′s Birds veröffentlicht. Neben Bestandsveränderungen der Vögel Großbritanniens und Ergebnissen unterschiedlicher Studien und Monitoringprogramme wird in der aktuellen Ausgabe des gemeinsam von der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB), dem British Trust for Ornithology (BTO) sowie dem Wildfowl & Wetlands Trust (WWT) in Zusammenarbeit mit weiteren britischen Naturschutzorganisationen veröffentlichten Berichts auch auf gelungene Zusammenarbeit der Organisationen mit ganz unterschiedlichen Partnern von Landwirten bis hin zu Supermärkten eingegangen.
[mehr]

10.11.2015 totop

Möwen nutzen Tauchenten zur Nahrungssuche

Bild zur Meldung
Die Sturmmöwen am Stettinger Haff stellen ihre Ernährung mit dem Eintreffen überwinternder Tauchenten um
© Christopher Plummer
Möwen gehören zu den intelligentesten und anpassungsfähigsten Vogelgruppen, die auf Umweltveränderungen durch das Erschließen neuer Nahrungsquellen reagieren können, wie eine in der internationalen Fachzeitschrift The Auk publizierte Studie zeigt.

Am Stettiner Haff, dem Mündungsbereich der Oder in die Ostsee, an der Grenze von Deutschland und Polen, suchen überwinternde Tauchenten am Grund nach Zebramuscheln, die sie dann oft gebündelt an die Oberfläche bringen und dort einen Teil der Beute wieder verlieren. Auch Silber- und Sturmmöwen nutzen diese ihnen ohne die Enten unerreichbare Nahrungsquelle. Ob die Vögel die Entenschwärme dabei gezielt aufsuchen oder ihre Präsenz während der Nahrungssuche der Enten mehr zufällig ist, haben polnische Wissenschaftler zwischen Oktober 2013 und November 2014 erforscht. In der Studie wurde die Intensität der Nahrungssuche von Tafel-, Reiher- und Bergenten sowie die Anwesenheit von Möwen erfasst. Darüber hinaus sammelten die Forscher Speiballen der Möwen, um mehr über deren Ernährung zu erfahren. [mehr]

10.11.2015 totop

Vergiftungsverdacht durch Mäusegift bei Wildgänsen

Bild zur Meldung
Mitte November soll der Befund vorliegen, ob tatsächlich Wildgänse durch Giftköder getötet wurden.
© Ralf Kistowski
In den vergangenen zwei Wochen wurden im nördlichen Teil des Salzhaffes im Nordosten der Mecklenburger Bucht ca. 150 Wildgänse tot aufgefunden. Ein Teil davon wurde durch Angehörige des zuständigen Veterinär- und Lebensmitteluntersuchungsamtes zur Untersuchung in das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) gesandt, wobei zunächst die Abklärung von Vogelgrippefällen im Vordergrund stand. Dies konnte bisher ausgeschlossen werden. Sind die ersten untersuchten Tiere noch durch verschiedene Ursachen verendet, erhärtet sich bei Proben seit dem 3. November der vorläufige Verdacht eines Vergiftungsgeschehens durch eine Intoxikation durch Zinkphosphid.

Von elf Tieren wurden seit gestern Proben bzw. Mageninhalt zu einem amtlichen Fachlabor nach Göttingen zur Untersuchung auf Zinkphosphid versandt. Außerdem wurden im eigenen Labor des LALLF die Lebern und der Mageninhalt von mindestens fünf Tieren auf Zink untersucht. Die heute vorliegenden Befunde ergeben kein einheitliches Bild, so dass zur Bestätigung des o.g. Verdachtes der toxikologische Befund aus Göttingen abgewartet werden muss. Dies kann ca. 10 Tage in Anspruch nehmen.
[mehr]

09.11.2015 totop

Bundesumweltministerium startet neue „Naturschutz-Offensive 2020

Bild zur Meldung
 
© BMUB
Mitte Oktober wurde im Rahmen des 7. Nationalen Forums zur biologischen Vielfalt das neue Handlungsprogramm des Bundesumweltministeriums (BMUB) „Naturschutz-Offensive 2020“ vorgestellt. Die Naturschutz-Offensive soll die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt bis zum Jahr 2020 deutlich voranbringen. Das Programm des BMUB macht klar, in welchen Handlungsfeldern die größten Defizite bestehen und bis zum Jahr 2020 verstärkte Anstrengungen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt von welchen Akteuren erforderlich sind. Auf der Basis einer Priorisierung der Ziele der Nationalen Strategie werden in zehn Handlungsfeldern insgesamt 40 konkrete Maßnahmen formuliert.
[mehr]

09.11.2015 totop

Skandinavische Odinshühnchen dank Geolokatoren bis ins Arabische Meer verfolgt

Bild zur Meldung
Den Winter verbringen die geselligen Odinshühnchen fernab der Küsten auf dem offenen Meer
© Christoph Moning
Odinshühnchen gehören zu den wenigen Vogelarten, bei denen die Geschlechterrollen vertauscht sind und bunter gefärbte Weibchen um die Männchen werben. Die ist jedoch nicht die einzige Überraschung im Leben der kleinen Limikolen. Während die Vögel an kleinen Gewässern im Binnenland der Tundra brüten, halten sie sich außerhalb der Brutzeit fernab der Küsten auf dem offenen Meer auf. Mit Hilfe von Geolokatoren konnten nun die Zugrouten mehrerer Odinshühnchen für längere Zeit verfolgt werden. Die Ergebnisse dieser internationalen Studie wurden im Fachmagazin Journal of Avian Biology veröffentlicht.
[mehr]

09.11.2015 totop

Dänemark statt Niederlande: Kurzschnabelgänse ändern ihre Zugstrategie

Bild zur Meldung
Die Zahl der Kurzschnabelgänse an den traditionellen Rastplätzen in den Niederlanden ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen
© Hans Glader
Der Südwesten der niederländischen Provinz Friesland gehört traditionell zu den wichtigsten Regionen für Kurzschnabelgänse in Europa. In diesem Jahr konnten bei der Wasservogelzählung der Organisation Sovon Vogelonderzoek Nederland Mitte Oktober jedoch gerade einmal rund 2200 Kurzschnabelgänse gezählt werden — der niedrigste Wert der vergangenen 30 Jahre. Bis vor etwa fünf Jahren waren in der Region schon einzelne Trupps dieser Größenordnung anzutreffen. Der niedrige Wert der aktuellen Zählung passt jedoch zum Trend der letzten Jahre.
[mehr]

06.11.2015 totop

Gemeinsam erfolgreich: Knutts nutzen Verhalten von Artgenossen bei der Nahrungssuche

Bild zur Meldung
Knutts nutzen das Verhalten ihrer Artgenossen und sind bei der Nahrungssuche im Trupp deutlich erfolgreicher als einzeln.
© Peter Hering
Schwarmverhalten ist von vielen Vogelarten bekannt und hat für die Vögel unterschiedliche Vorzüge, wie z.B. den besseren Schutz vor Prädatoren. Inwiefern dieses Verhalten auch bei der Nahrungssuche hilfreich ist, haben nun Forscher des Niederländischen Instituts für Meeresforschung (NIOZ) sowie des Zentrums für ökologische und evolutionäre Studien (CEES) der Universität Groningen an den im Wattenmeer in riesigen Schwärmen auftretenden Knutts untersucht. Die Ergebnisse der Studie wurden im Magazin Behavioural Processes veröffentlicht.
[mehr]

06.11.2015 totop

Online-Petition gegen die illegale Vogeljagd in Frankreich

Bild zur Meldung
Rund 25 Millionen Zugvögel werden im Mittelmeerraum alljährlich illegal getötet.
© CABS
Die Ligue pour la Protection des Oiseaux (LPO), der BirdLife-Partner Frankreichs, hat eine Online-Petition gegen die illegale Vogeljagd gestartet. Der Grund: In unserem südwestlichen Nachbarland werden noch immer hunderttausende Kleinvögel pro Jahr gefangen und getötet: Ortolane, Feldlerchen, Wachteln sowie dutzende weitere Arten. Leider wird das jährliche Massaker in vielen Teilen Frankreichs noch immer toleriert. Die LPO appelliert daher an den Staatspräsidenten François Hollande, dem Treiben sofort ein Ende zu setzen.
[mehr]

05.11.2015 totop

Einfluss der Verstädterung auf die Entwicklung junger Haussperlinge

Bild zur Meldung
Anders als adulte Haussperlinge scheinen im Wachstum befindliche Jungvögel in Städten Mangel zu leiden.
© Lukas Thiess
Die fortschreitende Urbanisierung führt zu deutlichen Habitatveränderungen, die Fauna und Flora zu Anpassungen zwingen und oftmals zu einer reduzierten Biodiversität führen. Wie sich die veränderten Umweltbedingungen jedoch auf einzelne Individuen auswirken und ob und wie sich Arten an z.B. eine neue Nahrungsverfügbarkeit anpassen ist vielfach noch unbekannt.

Eine Studie in Frankreich hat sich nun mit den Effekten der Urbanisierung auf den Ernährungszustand von Haussperlingen beschäftigt. Dabei wurden verschiedene morphologische und physiologische Parameter junger sowie adulter Vögel in vier Untersuchungsgebieten mit unterschiedlichem Verstädterungsgrad in Frankreich erfasst. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der internationalen Online-Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht.
[mehr]

05.11.2015 totop

Neuer Wildvogel-Indikatorenbericht für Großbritannien veröffentlicht

Bild zur Meldung
Entwicklung der britischen Wildvogel-Indikatoren 1970-2014
© RSPB / BTO / Defra
Alljährlich veröffentlichen die Royal Society for the Protection of Birds (RSPB), der British Trust for Ornithology (BTO) und das Umweltministerium des Vereinigten Königreichs (Defra) einen Indikatorenbericht zu Wildvogelpopulationen. Für eine Reihe von Arten werden darin die Bestandsveränderungen seit dem Jahr 1970 betrachtet. Der Indikatorenbericht hat wie in zahlreichen weiteren europäischen Ländern eine große Bedeutung im Natur- und Vogelschutz.
[mehr]

05.11.2015 totop

Extreme Rarität: Amerikanische Zwergdrossel in Baden-Württemberg

Bild zur Meldung
Deutschlands erste Zwergdrossel seit fast 150 Jahren fiel leider einer Katze zum Opfer.
© NABU-Vogelschutzzentrum Mössingen
Der Herbst ist eine besonders „seltenheitenträchtige“ Zeit. Sprechen schon in den letzten Wochen in Deutschland beobachtete Arten wie Weißkopf-Ruderente, Brillenente, Schelladler, Gerfalke, Bart- und Dunkellaubsänger, Buschspötter, Blauschwanz, Isabellsteinschmätzer oder Waldpieper für sich, werden diese doch von einem eher unscheinbaren Vogel sprichwörtlich in den Schatten gestellt: Zwergdrossel in Markgröningen in Baden-Württemberg! Diese Meldung verbreitete sich am 2.11. wie ein Lauffeuer unter den Vogelbeobachtern. Bei genauerem Hinsehen kam dann schnell die Ernüchterung. Der Vogel war bereits am vergangenen Samstag von einer Katze ins Haus getragen worden und dort verstorben. Er wird nun im NABU-Vogelschutzzentrum Mössingen aufbewahrt.
[mehr]

04.11.2015 totop

Starker Rückgang britischer Waldschnepfen-Bestände seit 2003

Bild zur Meldung
Durch ihre gute Tarnung sind Waldschnepfen am Boden kaum zu entdecken.
© Peter Hering
Waldschnepfen sind in Großbritannien weit verbreitet, doch die Bestände der heimlichen und nachtaktiven Vögel lassen sich nur durch aufwendige Methoden erfassen. Anhand der Daten einer 2013 gemeinsam vom British Trust for Ornithology (BTO) und dem Game and Wildlife Conservation Trust (GWCT) koordinierten Erfassung der Waldschnepfe wurden nun Bestands- und Arealveränderungen seit der letzten Kartierung im Jahr 2003 analysiert. Diese zeigten, dass die britische Brutpopulation der nachtaktiven Limikolenart seit 2003 um fast ein Drittel zurückgegangen ist.
[mehr]

04.11.2015 totop

Brutvögel Großbritanniens haben ihre Areale in den letzten 15 Jahren vergrößert

Bild zur Meldung
Selbst bei eher kälteliebenden Arten wie der Bekassine konnte keine Verschiebung der südlichen Verbreitungsgrenze im Zuge der Klimaerwärmung festgestellt werden.
© Michael Schmitz
Um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Brutvögel Großbritanniens zu erforschen, wurden im Rahmen einer vom British Trust for Ornithology (BTO) durchgeführten Studie nun die Ergebnisse des Brutvogelmonitorings mit aktuellen Temperaturveränderungen verglichen. Im Zeitraum 1994 bis 2009 stieg die Durchschnittstemperatur in Großbritannien um 0,59°C an. Im selben Zeitraum vergrößerte ein Großteil der insgesamt 80 untersuchten Vogelarten ihr Areal.

Die Wissenschaftler analysierten in ihrer in der Zeitschrift Bird Study veröffentlichten Untersuchung die nördliche und südliche Ausdehnung der Brutverbreitung der Arten im Vereinigen Königreich. Während die nördliche Verbreitungsgrenze durchschnittlich um 45 Kilometer ausgedehnt wurde, blieb die südliche Grenze bei den meisten Arten weitgehend konstant. Es kam somit zu einer nordwärts gerichteten Ausbreitung der Vogelarten. Anders als in anderen Untersuchungen ließen sich keine Belege für ein Ausweichen der Arten in höhere, kühlere Lagen feststellen.
[mehr]

04.11.2015 totop

Windbegünstigte Umwege sind für Zugvögel effizienter als kürzeste Strecken

Bild zur Meldung
Baumfalken zeigen einen ausgeprägten Schleifenzug. Bislang wurde angenommen, dass die Vögel ziehenden Schwalben — ihrer Hauptnahrung während des Zuges — folgen. Auch günstige Winde scheinen aber offenbar eine Rolle zu spielen.
© Andreas Heiland
Viele Zugvögel überwinden auf ihrem kräftezehrenden Weg zwischen Brut- und Überwinterungsgebiet zweimal jährlich Distanzen von mehreren Tausend Kilometern. Aufgrund sehr dynamischer Luftströmungen ist die Wahl des günstigsten Zugwegs dabei nicht leicht. Forscher des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Radolfzell sind nun der Frage nachgegangen, inwiefern Zugvögel ihre Routen den Windverhältnissen anpassen können und ob die Wahl des Zugwegs zur natürlichen Selektion beiträgt.

Anhand weltweiter Wind-Daten aus dem Zeitraum 1990-2010 wurde die jeweils optimale Route zwischen 102 Orten auf der Nordhalbkugel und 65 Orten südlich des Äquators berechnet. Es zeigte sich, dass bei Wahl der idealen Windverhältnisse durchschnittlich 26,5% der gesamten Dauer des Zuges eingespart werden kann. Vögel, die diese günstigen Bedingungen nutzen, treffen somit früher im Brutgebiet ein und haben eine höhere Überlebens- und Fortpflanzungswahrscheinlichkeit.
[mehr]

30.10.2015 totop

Geolokatoren liefern Informationen zu Überwinterungsgebieten und Zugwegen schwedischer Ortolane

Bild zur Meldung
Als Gefährdungsursachen für den Ortolan werden vor allem Nutzungsänderungen in der Landwirtschaft, die Eutrophierung der Landschaft sowie hoher Biozideinsatz angesehen.
© Ingo Waschkies
In den vergangenen 50 Jahren sind die Bestände des Ortolans im westlichen Europa stark eingebrochen und in einigen Ländern steht die Art sogar vor dem vollständigen Verschwinden. Um Ortolane auf ihrem Zug in die Winterquartiere verfolgen zu können, statteten schwedische Wieenschaftler mehrere Männchen mit Geolokatoren aus. Für insgesamt sieben im Folgejahr wieder gefangene Männchen konnten Informationen zu Zugwegen und Überwinterungsgebieten gesammelt werden. Auch der zeitliche Ablauf des Zuges ließ sich für diese Art erstmals genauer verfolgen.

Die Ergebnisse der Studie wurden nun im Magazin der Schwedischen Ornithologischen Gesellschaft (SOF) Ornis Svecica veröffentlicht.
[mehr]

30.10.2015 totop

Zahl der deutschen Vogelarten auf der globalen Roten Liste verdoppelt sich

Bild zur Meldung
40 Arten mussten neu aufgenommen oder in eine höhere Gefährdungskategorie eingeteilt werden – so auch Turteltaube und Tafelente.
© Christine Jensen
Die am 29. Oktober vorgestellte Aktualisierung der globalen Roten Liste gefährdeter Vogelarten, die gemeinsam von der Weltnaturschutzunion IUCN und BirdLife International veröffentlicht wurde, führt 22 regelmäßig in Deutschland vorkommende Vogelarten auf – doppelt so viele wie bisher.
[mehr]

29.10.2015 totop

Weltgrößte Datenbank für Bewegungen von Seevögeln verzeichnet 5-millionsten Datenpunkt

Bild zur Meldung
Über 120 internationale Forschungseinrichtungen haben mittlerweile mehr als 5 Millionen Datenpunkte zu Bewegungen von Seevögeln zusammengetragen.
© BirdLife International
Wie auf der vom 26.-30. Oktober stattfindenden 2. Internationalen Seevogelkonferenz in Kapstadt bekannt gegeben wurde, verzeichnete die  Global Seabird Tracking Database, die weltgrößte Datenbank für Bewegungen von Seevögeln, jüngst ihren 5-millionsten Eintrag. Die ursprünglich „Tracking Ocean Wanderers“ genannte Datenbank wurde 2003 mit Bewegungsdaten von 16 Albatros- und Sturmvogelarten gestartet. Mittlerweile umfasst die Datenbank mehr als fünfmal so viele Arten von Albatrossen bis zu Pinguinen und mehr als 120 Forschungsinstitute beteiligen sich an der Datensammlung.
[mehr]

29.10.2015 totop

Bestandsschätzungen der Brutvögel Polens 2008 bis 2012

Bild zur Meldung
Mehr als 22% des europäischen Weißstorch-Bestandes brütet in Polen
© Andreas Heiland
Im polnischen Fachmagazin Ornis Polonica wurden nun neue Bestandsschätzungen für die Brutvögel Polens im Zeitraum 2008 bis 2012 veröffentlicht. Diese wurden anhand bereits publizierter sowie bislang unveröffentlichter Daten berechnet. Zusätzlich wurden verschiedene Experten zu Rate gezogen. Als Datengrundlage dienten vor allem die Ergebnisse des polnischen Brutvogelmonitorings, Daten der Polnischen Avifaunistischen Kommission, artspezifische Erhebungen sowie regionale Untersuchungen.
[mehr]

29.10.2015 totop

Neue Studie von Auswirkungen des Klimawandels auf die europäische Vogelwelt

Bild zur Meldung
Der Birkenzeisig gehört zu den Arten, die es nach den Ergebnissen der Studie bedingt durch den Klimawandel zukünftig schwerer haben werden.
© Hans Glader
Zwar gibt es auch Gewinner, doch in der Summe wird sich der Klimawandel negativ auf die Vogelwelt in Europa auswirken. Dies zeigt eine internationale Studie zu Veränderungen der europäischen Vogelwelt im Zuge des Klimawandels, bei der Daten von rund 50.000 ehrenamtlichen Beobachtern ausgewertet wurden.
[mehr]

26.10.2015 totop

Neues Positionspapier zur Ausgestaltung der Ökologischen Vorrangflächen in der Agrarlandschaft aus Sicht des Vogelschutzes

Bild zur Meldung
Die Bestandssituation vieler Vogelarten des Agrarlandes ist kritisch. Nicht nur die Bestände des Kiebitzes weisen einen stark negativen Trend auf.
© Hans Glader
Die Vögel der Agrarlandschaft gehören deutschland- und europaweit zu den am stärksten im Bestand zurückgehenden Arten. Ursache hierfür ist die zunehmende Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung in der Agrarlandschaft. Nach dem Indikatorenbericht „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“ (BMUB 2014) liegt der auf der Bestandsentwicklung typischer Agrarvögel beruhende Teilindikator Agrarland nur noch bei 56 % des Zielwertes und weist damit seinen bislang niedrigsten Wert auf.

[mehr]

26.10.2015 totop

Schleswig-Holstein: Durchwachsene Brutsaison 2015 im Wattenmeer

Bild zur Meldung
Bei einigen Seeschwalbenarten führten Hochwasser und Prädation 2015 zu einem geringen Bruterfolg.
© Jan Goedelt
Die Brutvögel im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer haben schon bessere Jahre gesehen – doch die Saison 2015 war auch nicht gänzlich schlecht. Das ist die vorläufige Bilanz nach Rücksprache mit den betreuenden Nationalpark-Rangern und Naturschutzverbänden, die die Vogelwelt im Gebiet das ganze Jahr über im Blick haben.

[mehr]

26.10.2015 totop

Einmalige Fotos kopulierender Mauersegler

Bild zur Meldung
Mauersegler gehören zu den häufigen Brutvogelarten Deutschlands. Paarungen der Vögel wurden bislang jedoch nur selten dokumentiert.
© Mathias Putze
Regelmäßig wird von Beobachtungen von Mauersegler-Paarungen in der Luft berichtet, fotografische Belege dafür fehlen jedoch weitgehend, sodass nicht einmal ganz geklärt ist, ob es sich bei den akrobatischen Aktionen tatsächlich um Kopulationen handelt. Möglicherweise einmalige, spektakuläre Fotos von Ralph Martin zu diesem Thema werden in einem Beitrag von Anita Schäffer in der November-Ausgabe der Zeitschrift „Der Falke“ präsentiert. Den Artikel können Sie bereits vor Erscheinen der gedruckten Ausgabe hier herunterladen. [mehr]

20.10.2015 totop

Iran verbietet Diclofenac

Bild zur Meldung
Hoffnungsschimmer - Diclofenac ist in Nepal, Pakistan, Indien und Iran verboten
© Christoph Moning
Das iranische Umweltministerium hat die Einfuhr, Ausfuhr, Produktion und veterinäre Nutzung von Diclofenac im Iran verboten.

Ein CMS (Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals) Koordinator bezeichnete die Entscheidung als einen wichtigen Schritt zum Schutze von Geiern innerhalb der afrikanisch-eurasischen Region, sowie als Indiz dafür, dass der Schutz ziehender Greifvogelarten Im Land ernstgenommen werde. Es sei zu hoffen, dass weitere Länder dem Beispiel Irans, aber auch Indiens, Pakistans und Nepals, folgten und Diclofenac verböten.
[mehr]

16.10.2015 totop

Frühe Ankunft von Zwergschwänen in Westeuropa

Bild zur Meldung
Zwergschwan
© Hans Glader
Der Wildfowl & Wetlands Trust (WWT) meldet die früheste Ankunft eines Zwergschwans im traditionellen Überwinterungsgebiet im englischen Gloucestershire seit mehr als 50 Jahren. Am 11. Oktober wurde ein erster einzelner Vogel gesichtet.

Die Beobachtung passt zu den ungewöhnlich kalten Temperaturen im westlichen Russlands und Osteuropa, wo die Werte momentan bereits 5-10 Grad unterhalb der Durchschnittstemperatur liegen.
[mehr]

15.10.2015 totop

Steppenadler: Neue Zählung auf dem Zug soll Licht in das Schicksal der bedrohten Adlerart bringen

Bild zur Meldung
Die westlichen Populationen des Steppenadlers überwintern auf der Arabischen Halbinsel sowie vor allem im östlichen und südlichen Afrika.
© Christoph Moning
Steppenadler zählen zu den am stärksten bedrohten Adlerarten Europas und Zentralasiens. Ihr Bestand ist in den vergangenen drei Generationen geradezu ins Bodenlose abgestürzt. Geschätzt wird ein Populationsverlust von 80 Prozent oder mehr innerhalb der vergangenen knapp 50 Jahre. In einer neuen Einschätzung von BirdLife International vom März 2015 wird die Art für Europa als vom Aussterben bedroht eingestuft. Neuere Untersuchungen legen zudem nahe, dass der Einsatz des Schmerzmittels Diclofenac in der Tierzucht auch für den Steppenadler eine möglicherweise ähnlich verheerende Rolle spielen könnte, wie für viele Geierarten, die dadurch an den Rand des Aussterbens gebracht wurden (s.a. unsere Meldung vom 27.05.2014 im Archiv). Zugleich ist über die aktuelle Population und ihren Entwicklungstrend angesichts der entlegenen Brutgebiete des Steppenadlers wenig bekannt. Um diese Wissenslücke zu schließen, hat der israelische Ornithologen-Verband IOC in diesem Jahr in Süd-Israel nach fast zwei Jahrzehnten Unterbrechung die systematische Zählung der durchziehenden Adler wieder aufgenommen. Bei der Pionier-Zählung in der beim Steppenadler ausgedehnten Durchzugsphase von Mitte Februar bis Ende April wurden in Eilat am Roten Meer rund 14.000 Steppenadler gezählt. Dieser Wert liegt über dem der beiden bislang letzten Zählungen von 1997 und 1998 mit je rund 9300 Steppenadlern, aber deutlich unter dem guter Jahre, wie dem Spitzenjahr 1985 mit 75.000 Steppenadlern.
[mehr]

13.10.2015 totop

Riesengebirge: Deutlicher Einfluss der Klimaerwärmung auf montane Arten

Bild zur Meldung
Insbesondere bei Arten der Hochlagen des Riesengebirges, wie dem Bergpieper, wurden in den letzten 25 Jahren starke Bestandsrückgänge festgestellt.
© H.-J. Fünfstück
Klimaveränderungen haben eine gravierende Auswirkung auf die Biodiversität weltweit und gerade höhere Lagen sind davon besonders bedroht. Auch wenn Modellierungen bereits künftige Arealveränderungen sowie ein erhöhtes Aussterberisiko von Arten höherer Lagen vorhersagen, sind Studien zu bereits heute erkennbaren Auswirkungen der Klimaerwärmung rar.

Im tschechischen Riesengebirge wurden nun die langfristigen Populationstrends montaner Arten von 1984 bis 2011 ausgewertet, wo es in diesem Zeitraum zu einer deutlichen Erwärmung kam. Es zeigte sich, dass unter den in höheren Lagen verbreiteten Vogelarten deutlich mehr Arten einen negativen Bestandstrend aufwiesen als unter denen in niedrigerer Höhe. Für einige Arten konnte zudem eine Verschiebung des Areals in höhere Lagen festgestellt werden. Unter den im Bestand zurückgehenden Arten fanden sich auffallend viele Langstreckenzieher, während Kurzstreckenzieher und Standvögel allgemein positivere Trends aufwiesen.
[mehr]

12.10.2015 totop

TV-Tipp: NaturNah: Die Retter der Rotmilane — 13. Oktober 18:15 Uhr im NDR

Bild zur Meldung Fast die Hälfte aller Rotmilanbruten geht im Durchschnitt verloren. Ist das auf Nahrungsmangel zurückzuführen? Oder wirken noch ganz andere Faktoren im Leben der Milane? Biologen der Universität Göttingen gehen dieser Frage nach.

Der Wissenschaftler Eckhard Gottschalk macht Nester ausfindig, bringt Kameras an und beobachtet die Greifvögel intensiv. Das Videomaterial soll Einblicke in das heimliche Leben der jungen Rotmilane liefern und ihre größten Feinde zeigen. Ein besonderes Interesse gilt dabei der Aufzucht der Jungvögel, denn fast die Hälfte der Bruten geht verloren. Das Artenschutzprojekt ist das erste und einzige seiner Art im südlichen Niedersachsen.
[mehr]

Weitere Informationen

[weniger anzeigen]

12.10.2015 totop

Erfolgreicher Großtrappenschutz: Beste Brutsaison seit mehr als 35 Jahren

Bild zur Meldung
 
© Hans Glader
Nach Auskunft des Landesamts für Umwelt wurden 42 Jungvögel, doppelt so viele Küken, flügge als im Vorjahr. Damit ist die diesjährige Brutsaison die mit Abstand erfolgreichste seit den ersten Maßnahmen zum Erhalt der Großtrappe in der Mark vor gut 35 Jahren“, freut sich Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger.

Der Großteil der Wildküken wurde von ihren freilebenden Vogelmüttern in gezäunten Arealen innerhalb der Trappenschutzgebiete im Havelländischen Luch, den Belziger Landschaftsweisen und im Fiener Bruch großgezogen. Diese Bereiche wurden eingerichtet, um die Gelege vor den zunehmend auftretenden Beutegreifern wie Waschbär, Marderhund oder Fuchs zu schützen, denen außerhalb der Zäune nahezu alle Bruten zum Opfer fallen. Sobald die Jungvögel fliegen können, nutzen sie dann auch die umliegenden Flächen.
[mehr]

09.10.2015 totop

Gründe für Rückgänge des Braunkehlchens sind vermutlich nicht im Winterquartier zu suchen

Bild zur Meldung
Die Gründe für die starken Rückgänge des Braunkehlchens sind offenbar vor allem auf dem Zugweg sowie in den Brutgebieten zu suchen.
© Peter Hering
Insbesondere unter den Langstreckenziehern finden sich zahlreiche Sorgenkinder des europäischen Vogelschutzes. Um die Gründe für Bestandsrückgänge von Zugvogelarten zu finden, ist es notwendig nicht nur mögliche Beeinträchtigungen in den Brutgebieten, sondern vor allem auch auf dem Zug und im Überwinterungsgebiet zu erforschen. Zum ersten Mal wurde nun in einer Studie britischer und nigerianischer Wissenschaftler die Überlebensrate von Braunkehlchen einer relativ standorttreuen Überwinterungspopulation anhand individueller Markierung untersucht.
[mehr]

09.10.2015 totop

Herzlichen Glückwunsch!
25 Jahre Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft

Bild zur Meldung
Die Elster ziert das Logo der BOA
© Thomas Hinsche
Die Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft (BOA) begeht in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Der DDA gratuliert ganz herzlich zum Jubiläum, wünscht den Aktiven viel Energie und Erfolg für die zukünftigen Aufgaben und freut sich auf die Fortsetzung der sehr erfolgreichen Zusammenarbeit!

Die Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft (BOA) e. V. wurde unmittelbar nach der deutschen Vereinigung am 9.10.1990 als Nachfolgerin der in beiden Stadthälften vorher aktiven ornithologischen Gruppierungen gegründet. Damit konnte die Stadtavifauna Berlins unter einer einheitlichen Organisation untersucht werden. Mit der Vereinsgründung wurden auch die vorher existierenden Zeitschriften „Pica“ und „Ornithologischer Bericht für Berlin (West)“ zusammengelegt und in der gemeinsamen Zeitschrift „Berliner ornithologischer Bericht“ fortgeführt. Als Vereins-Logo wurde die Elster von der "Pica" übernommen.
[mehr]

09.10.2015 totop

TV-Tipp: „OZON unterwegs“ zum Thema Citizen-Science — 12. Oktober 22.15 Uhr im rbb-Fernsehen

Bild zur Meldung
„Citizen Science“ ist zum neuen Schlagwort geworden, die Bürgerforschung boomt
© rbb
Ob Vogel-, Mücken- oder Pflanzenatlas — nur mit freiwilligen Helfern sind flächendeckende Beobachtungen möglich, können Unmengen an Daten gesammelt werden. Doch „Citizen-Science“, die Bürgerwissenschaft, beschäftigt sich mit weit mehr als der Natur und soll bald zur Forschungsstrategie in Deutschland gehören. Warum? Stecken die Fachwissenschaften fest? Ist mehr freies oder demokratisches Denken nötig für die großen Menschheitsprobleme wie Klimawandel, Lichtverschmutzung und Artenrückgang? „OZON unterwegs“ verbindet Recherchen unterschiedlicher Autoren und beleuchtet komplexe Themen aus Wissenschaft und Umwelt vielschichtig und mit Hintergrund. Die Sendung „OZON unterwegs — Käferforscher & Sternegucker — Unentbehrliches Bürgerwissen“ wird am Montag, den 12.10.2015 um 22:15 Uhr im rbb-Fernsehen ausgestrahlt.

Weitere Informationen


09.10.2015 totop

Der Stieglitz ist Vogel des Jahres 2016

Bild zur Meldung
Wegen seiner Farbenpracht und Sangeskunst war der Stieglitz lange Zeit ein beliebter Käfigvogel.
© Ingo Waschkies
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Stieglitz zum „Vogel des Jahres 2016“ gewählt. Auf den Habicht, Vogel des Jahres 2015, folgt damit ein Singvogel, der zu den farbenfrohesten Vögeln Deutschlands zählt. Der auch Distelfink genannte Stieglitz steht für vielfältige und farbenfrohe Landschaften, denn er ernährt sich vornehmlich von den Samen zahlreicher verschiedener Blütenpflanzen, Gräser und Bäume. Bunte Landschaften mit ausreichend Nahrung gibt es jedoch immer weniger, daher ist der Bestand des Stieglitzes in Deutschland in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen.
[mehr]

08.10.2015 totop

Jonathan Franzen erhält EuroNatur-Preis 2015 für sein Engagement im Vogelschutz

Bild zur Meldung
Bestseller-Autor und Vogelfreund Jonathan Franzen.
© Kathy Chetkovich
Mitte Oktober wird der derzeit wohl bedeutendste US-amerikanische Autor Jonathan Franzen den EuroNatur-Preis 2015 erhalten. Unter anderem hat der künftige Preisträger wesentlich dazu beigetragen, dass derzeit in ganz Albanien ein Jagdmoratorium herrscht. Das Land zählt zu den Hauptbrennpunkten der Vogeljagd auf dem Balkan, wo entlang der Adria-Zugroute jedes Jahr weit über zwei Millionen Zugvögel geschossen werden.

Im Frühjahr 2012 war Jonathan Franzen in Begleitung von EuroNatur zwei Wochen lang auf Recherchereise in allen wichtigen Rastgebieten entlang der östlichen Adriaküste unterwegs — vom Karavasta-Nationalpark in Albanien bis zum Neretva-Delta in Kroatien. Er sprach mit Jägern, beobachtete illegale Jagdpraktiken und beleuchtete die Hintergründe der Vogeljagd auf dem Balkan. [mehr]

08.10.2015 totop

Einsatz von Pestiziden beeinflusst Bestände von Singvögeln in der Agrarlandschaft

Bild zur Meldung
Selbst die ursprünglich als anpassungsfähig geltende Wiesenschafstelze zieht sich mittlerweile aus der Agrarlandschaft zurück.
© Hans Glader
Wer mit offenen Augen und Ohren unsere Landschaft durchwandert, dem fällt immer mehr auf, wie wenig natürliches „Leben“ auf vielen Flächen der konventionell-intensiven Landwirtschaft zu finden ist. Offensichtlich wird mittlerweile auf unseren Äckern so intensiv gewirtschaftet und auch mit Pestiziden gespritzt, dass einst typische Tier- und Pflanzenarten der Kulturlandschaft hier heute kaum noch überleben können. Wie aktuelle Untersuchungen von Ornithologen in Schleswig-Holstein etwa auf dem Hof Ritzerau / Hzgt. Lauenburg zeigen, kommen aber auf Flächen des ökologischen Landbaus noch erheblich größere Bestände typischer Vogelarten wie Feldlerche oder Wiesenschafstelze vor. Dies legt nahe, dass insbesondere der unterschiedliche Pestizideinsatz, der im Ökolandbau verboten ist, eine entscheidende Rolle beim Erhalt der Artenvielfalt spielt.
[mehr]

06.10.2015 totop

Besenderte Steppenweihe „Potku“ überwindet den Großteil der Sahara

Bild zur Meldung
Zugroute von Steppenweihe „Potku“ im August/September 2015
© http://koivu.luomus.fi
Die Route des im Juni 2015 in Finnland besenderten Steppenweihen-Weibchens „Potku“ Zuletzt berichteten wir am 24.09. von der erfolgreichen Überquerung des Mittelmeeres. Damit wurde bereits die Frage beantwortet, ob der Vogel den Winter in Südwesteuropa oder in Afrika verbringen würde. Doch wohin ihn seine Reise genau führen wird, ist noch vollkommen offen.

„Potku“ hat in den letzten zwei Wochen ihren südwestlichen Kurs beibehalten. In nur vier Tagen wurde Marokko in seiner längsten Ausdehnung auf rund 1200 Kilometern durchquert. Während die Pyrenäen westlich und unter Vermeidung größerer Gipfel umflogen wurden, verhielt sich das Weibchen im Atlasgebirge ganz anders: Nur wenige Kilometer vom höchsten Gipfel Marokkos entfernt, zog die Weihe in mehr als 3600 Metern Höhe über den Gebirgszug hinweg.
[mehr]

06.10.2015 totop

Neue Studie zur Bewertung von Maßnahmen zur Minderung des Kollisionsrisikos an Windenergieanlagen

Bild zur Meldung
Zur Minderung des Kollisionsrisikos von Vögeln an Windenergieanlagen werden unterschiedliche Maßnahmen genutzt
© Mathias Putze
Windenergie leistet einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz, doch die Anlagen haben auch negative Auswirkungen auf Fledermäuse und Vögel. Eine effektive Reduzierung der Gefährdung durch Windenergieanlagen ist daher notwendig. Im Rahmen einer Literaturstudie des Norwegischen Instituts für Naturforschung (NINA) wurden nun Ergebnisse bisheriger Untersuchungen zur Minimierung von Schlagopfern an Windenergieanlagen zusammengetragen und in der Fachzeitschrift Renewable and Sustainable Energy Reviews veröffentlicht.
[mehr]

01.10.2015 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Sommer 2015

Bild zur Meldung
Stare am abendlichen Sammelplatz
© Rosl Rößner
Mit zahlreichen Temperaturrekorden zeigte sich der Sommer 2015 insgesamt heiß, trocken und sonnig. Während vor allem Wasservögel in austrocknenden Gewässern ihre Bruten verloren, wirkte sich die Witterung positiv auf den Bruterfolg wärmeliebender Arten aus. In unserem Beitrag über den Sommer 2015 in „DER FALKE“ betrachten wir einige Ereignisse in der Vogelwelt in den Monaten Juni bis August.
[mehr]

01.10.2015 totop

Augen und Ohren auf! Einflug von Gelbbrauen-Laubsängern

Bild zur Meldung
Gelbbrauen-Laubsänger sind in diesem Herbst auffallend häufig zu beobachten
© Lutz Ritzel
Gelbbrauen-Laubsänger stammen aus den Wäldern der Taiga zwischen Ochotskischem Meer und Ural. Die Art ist im Herbst ein jährlicher Gast in Europa, obwohl die Hauptüberwinterungsgebiete eigentlich in den Subtropen und Tropen Asiens liegen. Wohin die bei uns durchziehenden Gelbbrauen-Laubsänger fliegen, ist bisher weitgehend unbekannt. Die bereits lange Reise scheint aber weit nach Südwesten weiter zu gehen: Ein im Herbst 2013 auf Helgoland beringter Vogel konnte im Januar 2014 auf der Kanareninsel Lanzarote fotografiert werden. Die Gründe für das alljährliche Auftreten von Hunderten von Gelbbrauen-Laubsängern in Europa sind ebenfalls noch nicht endgültig geklärt. Als mögliche Ursache wird unter anderem eine genetisch fixierte, anhaltende Missorientierung der Vögel genannt.
[mehr]

01.10.2015 totop

The Amazing Journey — Auf der Spur der Steppenkiebitze

Bild zur Meldung
Neue Forschungsergebnisse lassen bislang unbekannte, auf dem Herbstzug genutzte Rastgebiete am Westrand des Kaspischen Meeres vermuten
© Kai Gauger
Seitdem der Steppenkiebitz aufgrund massiver Bestandsrückgänge im Jahr 2004 in der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN in die Kategorie „vom Aussterben bedroht“ aufgenommen wurde, befassen sich Wissenschaftler im Rahmen eines internationalen Steppenkiebitz-Projektes alljährlich mit den Beständen, der Verbreitung, der Habitatnutzung und dem Bruterfolg an den Brutplätzen in Kasachstan. Im Rahmen der von BirdLife International, der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) und der Gesellschaft zum Schutz der Biodiversität Kasachstans (ACBK) durchgeführten Untersuchung werden unter anderem die Zugwege mehrerer mit Satellitensendern ausgestatteter Steppenkiebitze verfolgt.
[mehr]

30.09.2015 totop

Neue Publikation zur Saatkrähe als Brutvogel in Niedersachsen

Bild zur Meldung
 
© NLWKN
Wie bei kaum einer anderen Art entzünden sich bei der Saatkrähe Konflikte an ihren Brutplätzen. Vielen ist die Art nicht willkommen und nicht wenige wollen sie als Brutvogel vor Ort am liebsten schnell wieder loswerden. Im ländlichen Raum ist dies in erster Linie auf ihren schlechten Ruf als Ernteschädling zurückzuführen. Innerhalb der Dörfer und Städte fühlen sich viele Anwohner durch die Lautäußerungen der Vögel, ihren Kot und durch herunterfallendes Nistmaterial belästigt.
[mehr]

30.09.2015 totop

Offshore-Windparks: Neue Berechnungen zum Kollisionsrisiko von Basstölpeln

Bild zur Meldung
Kenntnisse über die Flughöhe der Vögel spielen bei der Berechnung des Kollisionsrisikos mit Windkraftanlagen eine entscheidende Rolle.
© Hans Glader
In den nächsten Jahren ist vielerorts in Europa mit einem Anstieg an Offshore-Windenergieanlagen zu rechnen. Naturschützer warnen in diesem Zusammenhang vor einem erhöhten Kollisionsrisiko für Vögel. Eine entscheidende Rolle spielt dabei deren Flughöhe. Bisherige Untersuchungen stützten sich vorrangig auf Radarbilder sowie Beobachtungen von Schiffen aus begrenzten Untersuchungsgebieten. In einer nun im Journal of Applied Ecology veröffentlichten Studie wurden Basstölpel in einer der größten Kolonien der Welt auf Bass Rock im Südosten Schottlands mit GPS-Loggern und Luftdruckfühlern ausgestattet, um deren Nahrungsflüge dreidimensional analysieren zu können. Die unbewohnte Insel Bass Rock liegt weniger als 50 Kilometer von mehreren geplanten Offshore-Windparks entfernt.
[mehr]

28.09.2015 totop

Avian Hybrids: Neue Internetseite zu Vogelhybriden

Bild zur Meldung
Bei Gänsen und Enten sind Hybridisierungen recht regelmäßig zu beobachten; hier ein Hybrid aus Grau- und Kanadagans
© Christoph Moning
Hybridisierung ist bei Tieren und Pflanzen weit verbreitet und kann eine entscheidende Rolle bei Artbildungsprozessen spielen. Gerade bei Vögeln kommen Hybridisierungen häufig vor. 1992 wurde in der naturwissenschaftlichen Fachzeitschrift Science publiziert, dass etwa 9% aller Vogelarten mit mindestens einer anderen Art hybridisieren. In einer aktuellen Studie wurde diese Berechnung anhand der Liste der Vögel der Welt des International Ornithological Committee (IOC) sowie der Serge-Dumont-Hybrid-Datenbank aktualisiert. Dabei wurde zwischen in der Natur nachgewiesenen sowie lediglich in Gefangenschaft beobachteten Hybridisierungen unterschieden.
[mehr]

28.09.2015 totop

Zugvogeltage 2015: ZEISS-Birdrace am 10. Oktober in Pilsum

Bild zur Meldung
Rund um den Pilsumer Leuchtturm sollen am 10.10. möglichst viele Vogelarten entdeckt werden.
© ZEISS Sports Optics
Im Rahmen der 7. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer veranstaltet ZEISS Sports Optics, Partner des DDA, ein Birdrace am berühmten Leuchtturm in Pilsum in Ostfriesland. Die Leybucht bietet hervorragende Bedingungen zur Vogelbeobachtung. Rund 200 Vogelarten halten sich hier im Jahresverlauf auf. Möglichst viele davon sollen auch am 10. Oktober beim ZEISS-Birdrace entdeckt werden. Die Daten des Birdrace werden in den Aviathlon einfließen, bei dem die Inseln und Regionen an der niedersächsischen Küste während der gesamten Zugvogeltage um die höchste Zahl der beobachteten Arten wetteifern. Falls auch Sie sich — unter tatkräftiger Unterstützung der Spezialisten von ZEISS Sports Optics — auf die Suche nach möglichst vielen Arten an einem Tag machen möchten, so kommen Sie gerne vorbei!
[mehr]

28.09.2015 totop

Neuer Statusbericht: Ist das Wattenmeer das schwächste Glied des Ostatlantischen Zugwegs?

Bild zur Meldung
In den letzten 15 Jahren gingen die Brutbestände der Wattenmeer-Population der Eiderente jährlich um 7% zurück.
© Ralf Kistowski
Auf dem Ostatlantischen Zugweg, einer Vogelzuglinie von der Arktis über Europa bis an die Küsten Südafrikas, hat sich das Wattenmeer als eines der schwächsten Glieder herausgestellt. Erfassungen haben ergeben, dass die besonders auf das Wattenmeer angewiesenen Arten zu den Vogelarten zählen, für die Schutzmaßnahmen bislang die geringste Wirkung zeigen. Gerade die im Wattenmeer brütenden Arten sind besonders gefährdet, auch wenn die Bestände einiger Fischfresser in den letzten Jahren wieder positive Trends zeigen.
[mehr]

25.09.2015 totop

Starke Rückgänge beim Mornellregenpfeifer in Großbritannien

Bild zur Meldung
Die Brutbestände des Mornellregenpfeifers sind in Großbritannien in den letzten 25 Jahren zusammengebrochen
© Lukas Thiess
Im Jahr 2011 wurden die Brutbestände des Mornellregenpfeifers in Großbritannien im Rahmen einer umfangreichen Kartierung in Schutzgebieten sowie potentiellen Brutgebieten oberhalb einer Höhe von 600 Metern erfasst. Dank einer bereits in früheren Erfassungen genutzten Methodik ließen sich die Ergebnisse mit bisherigen Bestandsschätzungen vergleichen. Dabei zeigte sich, dass die Zahl der in Großbritannien brütenden Mornellregenpfeifer von 1987 bis 2011 um mehr als die Hälfte (-57%) zurückgegangen ist. Bereits die letzte Erfassung 1999 hatte deutliche Rückgänge gegenüber der Kartierung 1987/88 ergeben. Wie bei früheren Erfassungen, so wurde auch 2011 der Großteil der Population (61%) in den schottischen East Highlands nachgewiesen. Viele zuvor besetzte Brutgebiete in den nördlichen und westlichen Highlands waren hingegen verwaist, sodass es neben Rückgängen der Brutpaarzahlen auch zu einem Arealverlust kam.
[mehr]

25.09.2015 totop

Mönchsgrasmücken: Winterfütterung beeinflusst evolutionäre Prozesse

Bild zur Meldung
In Deutschland noch die Ausnahme, in Großbritannien bereits normal: Mönchsgrasmücke an Winterfütterung
© Karin & Fredy Stange / ornitho.de
Seit den 1950er Jahren wird beobachtet, dass in Süddeutschland und Österreich brütende Mönchsgrasmücken zum Überwintern in nordwestlicher Richtung bis nach Großbritannien ziehen, anstatt den traditionellen Weg südwestwärts bis nach Südspanien einzuschlagen. Es konnte festgestellt werden, dass diese neue Zugstrategie genetisch veranlagt ist und durch Isolierung und bessere Fitness dieser Vögel in den Brutgebieten aufrechterhalten wird. Über die letzten 60 Jahre kam es so zu einem starken Anstieg der in Großbritannien überwinternden Mönchsgrasmücken, sodass die Art dort heute ein regelmäßiger Gast an winterlichen Futterhäuschen ist.
[mehr]

24.09.2015 totop

In 40 Tagen durch Europa: Finnische Steppenweihe „Potku“ erreicht Marokko

Bild zur Meldung
Zugroute von Steppenweihe „Potku“ im August/September 2015
© http://koivu.luomus.fi
Ende August hatten wir an dieser Stelle über die Ende Juni 2015 als Brutvogel in der finnischen Region Nordösterbotten mit einem GPS-Sender ausgestattete Steppenweihe „Potku“ berichtet (siehe Nachricht vom 24.8.15). Mittlerweile hat der Vogel bereits zehn Länder durchquert.

Von Finnland aus ging es über Russland, Estland, Lettland, Litauen, Weißrussland und quer durch Polen bis nach Deutschland. Hierzulande hielt sich der Vogel für mehrere Tage südöstlich von Berlin sowie bei Halberstadt in Sachsen-Anhalt und überquerte am 9.9. schließlich in der Eifel die Grenze nach Belgien. Innerhalb eines Tages führte die Route nach Frankreich bis in einen Bereich südwestlich von Paris. Dort rastete der Vogel für rund eine Woche bevor es südwärts über Bordeaux, entlang der Atlantikküste und über die Pyrenäen nach Spanien ging. Der Osten Spaniens wurde innerhalb von drei Tagen vorbei an Saragossa und Valencia bis zur Mittelmeerküste überquert. Auf die riskante Mittelmeerüberquerung begab sich „Potku“ am frühen Morgen des 23.9. bei Almería und erreichte etwa sechs Stunden später im Bereich der spanischen Exklave Melilla die nordafrikanische Küste. Über die marokkanische Hafenstadt Nador führte der Weg noch rund 150 Kilometer landeinwärts, wo die Weihe die letzte Nacht verbrachte (Stand: 24.9.15).
[mehr]

24.09.2015 totop

Neuer Bericht zum Zustand der Vogelwelt der Schweiz 2015 veröffentlicht

Bild zur Meldung
 
© Vogelwarte Sempach
Vierzig Prozent der Schweizer Brutvögel sind bedroht. Zwar lässt der neue Swiss Bird Index der Rote-Liste-Arten eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau erkennen, doch für viele Brutvögel ist die Lage nach wie vor dramatisch. Das Monitoring der Vogelwelt in der Schweiz ist eine zentrale Aufgabe der Schweizerischen Vogelwarte Sempach. Die Ergebnisse unterschiedlicher Erfassungsprojekte und die Fakten zur Situation der Vögel in der Schweiz wurden nun erstmals in einer übersichtlichen Zusammenfassung veröffentlicht. Der neue Statusbericht soll künftig jährlich aktuell und fundiert über die Entwicklung der Vogelwelt in der Schweiz berichten.
[mehr]

21.09.2015 totop

Zunehmende Hybridisierung zwischen Schrei- und Schelladlern in Polen

Bild zur Meldung
Hybriden zwischen Schrei- und Schelladler stellen Vogelbeobachter vor große Bestimmungsprobleme.
© Carsten Rohde
In der Biebrza-Niederung im Nordosten Polens brüten sowohl Schrei- als auch Schelladler. Immer häufiger kommt es zwischen diesen Arten auch zur Hybridisierung. Polnische und Estländische Wissenschaftler haben nun in einer im polnischen Fachmagazin Acta Ornithologica veröffentlichten Studie zwischen 1996 und 2012 erhobene Daten ausgewertet, bei der jährlich in bis zu 51 Revieren die Vögel anhand von Gefiedermerkmalen einer der beiden Arten oder Hybriden zugeordnet wurden.
[mehr]

21.09.2015 totop

Was fressen Zwergsumpfhühner? Neue Erkenntnisse aus dem westafrikanischen Brutgebiet

Bild zur Meldung
Das Zwergsumpfhuhn gehört zu den seltensten Brutvögeln Deutschlands und galt viele Jahre als ausgestorben
© Reinhild Waschkies
Das Zwergsumpfhuhn ist in sechs Unterarten sehr disjunkt in Teilen Europas, Asiens, Afrikas sowie in Australien und Neuseeland verbreitet. Über seine ökologischen Ansprüche und die Zusammensetzung der Nahrung ist wenig bekannt. In zwei Untersuchungsgebieten im Djoudj Nationalpark im westafrikanischen Senegal wurde im Rahmen einer Studie unter Beteiligung der Vogelwarte Hiddensee die Nahrung von dort brütenden Zwergsumpfhühnern anhand von Kotproben analysiert. Die Ergebnisse sind im Magazin Acta Ornithologica veröffentlicht worden.
[mehr]

18.09.2015 totop

Hohe Brutverluste bei Feldlerchen durch Prädation

Bild zur Meldung
Die Feldlerche zeigt in Deutschland sowohl langfristig als auch kurzfristig einen negative Bestandstrend.
© Ralf Kistowski
In weiten Teilen Europas gehen die Bestände der Feldlerche kontinuierlich zurück. Vor allem Veränderungen in der landwirtschaftlichen Nutzung werden negative Folgen für den Bruterfolg der Lerchen zugeschrieben. In einer nun im polnischen Fachmagazin Acta Ornithologica veröffentlichten Studie wurden Videoaufnahmen an mehr als 170 Feldlerchen-Nestern in Maisfeldern sowie in geringerer Zahl in Zuckerrüben-, Mohn- und Getreidefeldern in Tschechien aus den Jahren 2009 bis 2011 ausgewertet.
[mehr]

17.09.2015 totop

7. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer vom 10. bis 18.10.2015

Bild zur Meldung
 
© http://www.zugvogeltage.de
An neun Tagen im Oktober dreht sich an der niedersächsischen Nordseeküste und auf den Ostfriesischen Inseln alles um Zugvögel, die im Herbst zu Tausenden aus dem hohen Norden ins Wattenmeer kommen. Pfuhlschnepfen, Alpenstrandläufer und andere Watvögel stärken sich hier für den Weiterflug in ihre Winterquartiere in Südeuropa und Afrika; viele nordische Gänse verbringen den ganzen Winter an der Küste.
[mehr]

17.09.2015 totop

TV-Tipp: Singvögel in Not — 17. und 18. September 19:30 Uhr bei ARTE

Bild zur Meldung
Das Royal Ontario Museum in Toronto macht mit einer Ausstellung auf die Millionen Singvögel aufmerksam, die jährlich Fensterscheiben großer Glasfassaden zum Opfer fallen
© Songbirds Film
Immer mehr Singvögel sind weltweit vom Aussterben bedroht. ARTE beleuchtet mit Wissenschaftlern wie Biologen, Ornithologen und Ökologen die Gründe für den drastischen Rückgang der Bestände. Wie wirkt sich das Vogelsterben langfristig auf unser Ökosystem aus?

Unter allen in der freien Wildbahn lebenden Tieren sind es wohl die Vögel, die den Menschen am meisten beeindrucken. Doch immer seltener ist ihr Zwitschern zu hören. Statistiken zufolge hat sich der weltweite Singvogelbestand innerhalb der letzten 40 Jahre halbiert. Ornithologen vom Max-Planck-Institut gehen davon aus, dass etwa zehn Milliarden Zugvögel jährlich auf ihrer Reise verenden. Doch welche Ursachen gibt es für diese verheerenden Zahlen?
[mehr]

16.09.2015 totop

Klimawandel: Deutliche Arealveränderungen für Vögel Nordamerikas prognostiziert

Bild zur Meldung
Klimamodelle sagen Arealverluste für viele nordamerikanische Vogelarten voraus
© Christoph Moning
Klimaveränderungen haben in der Vergangenheit zu enormen Veränderungen der Areale und Bestände vieler Arten geführt und auch im Rahmen des derzeitigen Klimawandels werden solche Veränderungen erwartet. Der Vorhersage von Klimaveränderungen kommt hinsichtlich geeigneter Schutzmaßnahmen für die Fauna und Flora eine große Bedeutung zu.
[mehr]

16.09.2015 totop

Neue Studie zum Zugverhalten Rotsterniger Blaukehlchen

Bild zur Meldung
Anders als die in Deutschland brütenden Blaukehlchen ziehen die nordöstlicher verbreiteten Rotsternigen Blaukehlchen im Winter bis auf den Indischen Subkontinent.
© Lukas Thiess
In Deutschland brütende Blaukehlchen gehören der weißsternigen Unterart cyanecula an, die vor allem in Südspanien, Nordafrika, teils auch südlich der Sahara überwintert. In Fennoskandien brütende Rotsternige Blaukehlchen der Nominatform sind echte Langstreckenzieher, die alljährlich auf dem Durchzug auch in Deutschland, vor allem auf Helgoland, nachgewiesen werden. Anders als ihre weißsternigen Verwandten ziehen diese Vögel im Herbst jedoch eher südostwärts.
[mehr]

12.09.2015 totop

Auftakt zur 50. Zählsaison bei der Wasservogelzählung

Bild zur Meldung
Vom Bodensee bis Rügen finden an diesem Wochenende wieder Erfassungen der Wasservögel statt
© Uwe Speck
An diesem Wochenende startet die Wasservogelzählung (WVZ) in eine neue Zählsaison, die in vielen Feuchtgebieten von September bis April durchgeführt wird. Doch es ist kein Auftakt wie jeder andere: Zum Winterhalbjahr 1966/67 wurden die Zählungen international harmonisiert und synchrone Zähltermine eingeführt. 1966/67 gilt deshalb als offizielles Startjahr der WVZ in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern. Am Ende dieser Zählperiode werden wir somit auf die Bestandsveränderungen von Wasservogelarten über ein halbes Jahrhundert zurückblicken können. Für keine andere Artengruppe gibt es hierzulande eine längere und umfassendere Datenreihe als für Wasservogelarten. [mehr]

11.09.2015 totop

Fernsehbericht „Das Verschwinden der Vögel — Artensterben in Brandenburg“ (OZON Umwelt/Wissenschaft)

Banner „Ozon unterwegs“ © rbb
Am 14.9.2015 um 22.15 Uhr berichtet „Ozon unterwegs“ im rbb-Fernsehen über das Artensterben in Brandenburg.

Es ist still geworden in Brandenburgs Agrarlandschaften. Laut Artenschutzexperte Helmut Brücher hat sich der Bestand der Feldvögel seit 1980 fast halbiert. Besonders betroffen sind Arten wie Feldlerche, Braunkehlchen. Wiesenpieper, Arten, denen aufgrund der Veränderungen in den Ackerlandschaften die Nahrung ausgeht. Dabei sind es nicht nur die immer rarer werdenden Brachflächen, sondern auch die vielen tausend Tonnen Glyphosat, die jedes Jahr zur Unkrautvernichtung versprüht werden und die damit auch die Nahrungsketten der Vögel vernichten. Seit 2001 haben Biologen im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz unter anderem im Ökodorf Brodowin erforscht, wie sich Landwirtschaft und Feldvogelschutz besser vereinbaren lassen, etwa durch Höherstellen der Messer bei der Mahd in der Brutzeit. Das Ergebnis sind nicht nur wieder mehr Vögel und blühende Flächen, sondern auch ein Handbuch für Bauern. Auf das es, so Martin Flade, Leiter des Biosphärenreservates, schon erfreuliche Resonanz gibt.
[mehr]

08.09.2015 totop

Seevögel in der deutschen AWZ von Nord- und Ostsee — Monitoringbericht 2013/14 erschienen

Bild zur Meldung
127 Seiten umfasst der aktuelle Bericht zum Seevogelmonitoring des FTZ.
© FTZ Westküste
Der aktuelle Bericht zum „Monitoring von Seevögeln in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) von Nord- und Ostsee“ ist jetzt verfügbar:
Der vom Forschungs- und Technologiezentrum Westküste (FTZ) der Universität Kiel im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz erstellte Bericht beschreibt die Ergebnisse der schiffs- und flugzeuggestützten Seevogelerfassungen aus der Berichtsperiode vom 01.11.2013 bis 31.10.2014.
[mehr]

07.09.2015 totop

Eistaucher überwintern über Jahre in selben Gebieten

Bild zur Meldung
Eistaucher suchen sowohl zur Brutzeit als auch im Winter oftmals Jahr für Jahr dieselben Gebiete auf.
© Stefan Pfützke
Eistaucher zeigen eine hohe Brutplatztreue und suchen Jahr für Jahr im Frühjahr dieselben Seen in Kanada und den nördlichen USA auf. Im Winter verlassen die Vögel ihre Brutgebiete weiträumig und überwintern in größerer Zahl vor allem in küstennahen Meeresgebieten, wo die Bewegungen der Taucher schwer zu untersuchen sind. Eine neue Studie des amerikanischen Forschungsinstituts für Biodiversität (BRI) zeigt nun erstmals, dass bei Eistauchern auch für Überwinterungsplätze eine hohe Treue besteht. Eine Auswertung von sechs besenderten sowie Wiederfängen und Ablesungen von insgesamt mehr als 250 in den letzten 20 Jahren in vier weit voneinander entfernten Gebieten Nordamerikas farbberingten Eistauchern ergab, dass 85% der Vögel dieselben Überwinterungsgebiete mehrfach aufsuchten.
[mehr]

04.09.2015 totop

Erinnerung: ADEBAR noch bis Jahresende zum Mitarbeiterpreis bestellen

Bild zur Meldung
 
© SVD / DDA
Ende April wurde der Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) im Rahmen einer Festveranstaltung im Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn feierlich der Öffentlichkeit präsentiert. Mehr als 400.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit führten zur Kartierung von 80 Millionen Brutpaaren. Das Werk liefert damit einen umfassenden Datenfundus zu allen 280 in Deutschland brütenden Vogelarten.
[mehr]

02.09.2015 totop

Atlas-Tool in ornitho.de freigeschaltet: Verbreitung jetzt auch auf Rasterbasis

Bild zur Meldung
Verbreitung des Singschwans im Dezember/Januar 2010-2015. Abgebildet ist die maximale Truppgröße je TK25. Diese und viele andere Darstellungsmöglichkeiten bietet das neue „Atlas-Tool“.
© ornitho
Mit dem Erscheinen von ADEBAR, des Atlas Deutscher Brutvogelarten, hat das größte vogelkundliche Kartiervorhaben, zu dem bislang in Deutschland aufgerufen wurde, seinen erfolgreichen Abschluss gefunden. Die Verbreitung und Häufigkeit aller Brutvogelarten im Zeitraum 2005 bis 2009 ist darin festgehalten. Der Aufwand für die Kartierungen war erheblich: mehr als 400.000 Stunden ehrenamtlichen Engagements stecken in diesem beeindruckenden Gemeinschaftswerk. Es ist daher nicht überraschend, dass Verbreitungsatlanten nur etwa alle 20 Jahre erstellt werden. Um aktuelle Fragen des Naturschutzes beantworten zu können, benötigen wir allerdings möglichst aktuelle Informationen über die Veränderungen der Vogelwelt in Raum und Zeit. Nur dann können wir Erkenntnisse über deren Ursachen gewinnen und mit geeigneten Maßnahmen auf Bestands- und Arealverluste reagieren. Das heute auf ornitho.de freigeschaltete „Atlas-Tool“ wird dabei helfen, diese Lücke zu schließen.
[mehr]

02.09.2015 totop

migra: Internetportal zum Vogelzug in Spanien soll Grundlage für Atlas des Vogelzugs bilden

Bild zur Meldung
Auch Zugrouten in Spanien besenderter Blauracken lassen sich über das Portal darstellen.
© Javier de la Puente / BirdLife
Kenntnisse zu Verbreitung, Häufigkeit, Bestandstrend und Populationsgröße sind Schlüsselfaktoren im Vogelschutz. Spanien gehört zu den Ländern, die genau auf einer der weltweiten Hauptvogelzugrouten liegen. Die spanische Vereinigung für Vogel- und Naturschutz SEO arbeitet daher seit Jahrzehnten mit der Unterstützung tausender Ehrenamtlicher an der Sammlung von Daten zu Zugwegen und Rastplätzen europäischer Vogelarten. 2011 wurde die Initiative „migra“ gestartet, bei der in Spanien brütende oder überwinternde Vögel mithilfe von Satellitentelemetrie, GPS-Loggern oder Geolokatoren über ein oder mehrere Jahre verfolgt werden. Die auf diese Weise gewonnenen Erkenntnisse zum Aufenthalt in Brut- und Überwinterungsgebieten, dem Beginn des Zuges sowie dessen Route, Geschwindigkeit und Höhe und Änderungen aufgrund bestimmter Wetterbedingungen sollen früher oder später gemeinsam mit Ergebnissen früherer Studien in einem Vogelzugatlas für Spanien zusammengefasst werden.
[mehr]

02.09.2015 totop

Prognose für 2050: Plastikteile in bis zu 99% aller Seevogelmägen

Bild zur Meldung
Plastikmüll stellt neben der direkten Aufnahme auch als Nistmaterial eine Gefahr für Seevögel dar
© Hans Glader
Die Verschmutzung der Ozeane durch Plastikmüll stellt ein weltweites Problem dar. Konzentrationen von bis zu 580.000 Teilen pro km² wurden nachgewiesen und die Verschmutzung steigt exponentiell weiter an. Die weltweite Produktion von Plastik verdoppelt sich derzeit alle elf Jahre. Obwohl bereits zahlreiche Studien Erkenntnisse über Auswirkungen auf die Tierwelt geliefert haben, gibt es bislang wenige systematische Risikobewertungen.
[mehr]

01.09.2015 totop

Ungewöhnliches Verhalten von Eleonorenfalken: Lebendige Beute auf Vorrat

Bild zur Meldung
Auf einer marokkanischen Insel brütende Eleonorenfalken zeigen ein bislang noch bei keiner anderen Greifvogelart dokumentiertes Nahrungsverhalten.
© Ralph Martin
Außerhalb der Brutzeit ernähren sich Eleonorenfalken vorwiegend von Insekten. Während der Aufzucht der Jungen, die sich in Anpassung an die Hauptzugzeit ihrer Beute von Juli bis Oktober erstreckt, besteht ihre Nahrung jedoch vorwiegend aus ziehenden Kleinvögeln, die dann die Inseln des Mittelmeers und die Atlantikküste passieren.

Während einer Untersuchung an brütenden Eleonorenfalken auf der unbewohnten Insel Mogador vor der marokkanischen Atlantikküste stellten Wissenschaftler ein bislang unbekanntes Nahrungsverhalten der Falken fest. Die Vögel sammelten dabei einen Teil ihrer Beute auf Vorrat. Erbeutete Singvögel wurden nach dem Entfernen von Schwanzfedern und Schwingen lebendig in Vertiefungen im Fels oder engen Spalten „gefangen gehalten“. Das nun erstmals dokumentierte Verhalten der Eleonorenfalken war den lokalen Fischern, die die Gewässer des Archipels seit Jahrzehnten nutzen, bereits bekannt.
[mehr]

31.08.2015 totop

Erde erlebt sechste große Aussterbe-Welle

Bild zur Meldung
Um sein Überleben kämpfen Vogelschützer seit Jahren: Der auf La Reunion endemische Newton-Raupenfänger rangiert unter den zehn seltensten Vogelarten der Erde.
© Thomas Krumenacker
Die Menschheit erlebt gegenwärtig einen regelrechten Tsunami des Aussterbens von Tierarten, die in ihrem Ausmaß die vorangegangenen fünf großen Aussterbe-Wellen in der Erdgeschichte in den Schatten stellen könnte. Zu diesem dramatischen Ergebnis kommt eine neue Studie aus den USA. Der US-Wissenschaftler Malcolm McCallum verglich für seine in Biodiversity Conservation publizierten Untersuchung das Ausmaß des Artensterbens seit 1800 beziehungsweise 1980 mit der großen Aussterbe-Welle am Ende der Kreidezeit vor etwa 65 Millionen Jahren, der auch die Dinosaurier zum Opfer fielen. Damals starben wahrscheinlich durch einen Asteroiden-Einschlag rund die Hälfte aller Wirbeltier-Gattungen und mehr als 70 Prozent der Wirbeltier-Arten aus. Für die Berechnungen zur gegenwärtigen Welle des Artensterbens griff der Autor auf die Daten der 2012 veröffentlichten Roten Liste der Internationalen Naturschutzunion IUCN zurück.
In verschiedenen statistischen Szenarien berechnet die Studie die Aussterberate sowohl auf Basis der tatsächlich seit dem Jahr 1500 bzw. 1980 ausgestorbenen Arten als auch unter Einbeziehung der Arten, die in der IUCN-Roten Liste in einer der Bedrohungskategorien von Ausgestorben bis zu Gefährdet rangieren und der Gruppe, über die nicht ausreichend Daten vorliegen (data deficient „dd“).
[mehr]

27.08.2015 totop

Intensive Landwirtschaft erhöht Prädationsrisiko für Uferschnepfen

Bild zur Meldung
Artenreiche Wiesen bilden einen natürlichen Schutz für Wiesenbrüter wie die Uferschnepfe
© Jochen Gerlach
Der Rückgang feuchter Wiesen und die Intensivierung und Monotonisierung der Grünlandnutzung haben zu starken Bestandseinbrüchen von Wiesenbrütern geführt. In den Niederlanden sank der Brutbestand der Uferschnepfe innerhalb der letzten 40 Jahre von 120.000 auf weniger als 35.000 Paare. Veränderungen in der Landwirtschaft haben dazu geführt, dass artenreiche Wiesen in entwässerte Graskulturen umgewandelt wurden. Diese Monokulturen werden früher und häufiger gemäht — auch während der Brutzeit der Wiesenbrüter.
[mehr]

27.08.2015 totop

Erster Online-Atlas der Amphibien und Reptilien für Deutschland

Bild zur Meldung
Der Bestand der Kreuzotter ist in Deutschland seit einiger Zeit stark rückläufig
© Christoph Moning
Rund 600.000 Einzeldatensätze für 33 heimische sowie 14 eingeschleppte Amphibien- und Reptilienarten, die einen bundesweiten Überblick über deren Verbreitung vermitteln. Das ist das Ergebnis eines Projektes, das die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz durchgeführt hat. Daraus entstanden ist der erste Online-Atlas der Amphibien und Reptilien für Deutschland, der ab sofort auf der Website www.feldherpetologie.de/atlas abrufbar ist.
[mehr]

25.08.2015 totop

Negative Folgen für Seevögel durch klimabedingte Häufung von Stürmen

Bild zur Meldung
Starke Winde machen besonders weiblichen Krähenscharben Probleme
© Rosl Rößner
Untersuchungen zu Klimaveränderungen beschäftigen sich vor allem mit der globalen Erwärmung, doch auch höhere Windgeschwindigkeiten und eine Zunahme von Sturmereignissen werden prognostiziert. Derartige Veränderungen werden sich nach den Ergebnissen einer Studie von Wissenschaftlern der schottischen Universität Edinburgh, dem Zentrum für Ökologie und Hydrologie (CEH) und dem Britischen Polarforschungsprogramm (BAS) auch auf Seevogelpopulationen auswirken.
[mehr]

25.08.2015 totop

Mittelmeer: 25 Millionen illegal getötete Zugvögel pro Jahr

Bild zur Meldung
Rund 700.000 Feldlerchen werden alljährlich am Mittelmeer illegal getötet
© Peter Hering
Nach einer neuen Veröffentlichung von BirdLife International werden rund um das Mittelmeer jährlich viele Millionen Zugvögel gefangen oder geschossen. Unter den Staaten mit den höchsten Zahlen getöteter Vögel finden sich nicht nur Länder wie Syrien oder Libyen sondern auch einige europäische Nationen. So liegt Italien in der unrühmlichen Statistik mit rund 5,6 Millionen getöteten Vögeln pro Jahr nur knapp hinter Ägypten (5,7 Mio.). Ebenfalls hohe Zahlen wurden für Griechenland (0,7 Mio.), Frankreich (0,5 Mio.), Kroatien (0,5 Mio.) und Albanien (0,3 Mio.) ermittelt. Malta rangiert nicht unter den Ländern mit den höchsten Fangzahlen, doch bezogen auf die kleine Fläche des Landes, werden pro km² Fläche 343 Vögel getötet. Stellt man die Opferzahlen den Bevölkerungszahlen gegenüber, so liegt Zypern mit 196 pro 100 Einwohnern getöteten Vögeln vorne. Diese erschreckenden Zahlen zeigen den großen Bedarf, die EU-Vogelschutzrichtlinie zu erhalten und zu stärken.
[mehr]

24.08.2015 totop

Finnische Steppenweihe mit GPS-Sender in Deutschland unterwegs

Bild zur Meldung
Steppenweihe „Potku“ mit solarbetriebenem GPS-Sender.
© LUOMUS
Steppenweihen brüten vor allem in den Steppen Russlands und Kasachstans, doch auch in Finnland ist die Art mittlerweile ein seltener, aber regelmäßiger Brutvogel. Ende Juni 2015 wurde in der finnischen Region Nordösterbotten erstmals eine dort brütende Steppenweihe mit einem GPS-Sender ausgestattet. Der nur 17 Gramm leichte Sender wird über eine Solarzelle mit Energie versorgt.
[mehr]

24.08.2015 totop

Integriertes Monitoring von Singvogelpopulationen: Ergebnisse des Jahres 2013

Bild zur Meldung
Nach den Ergebnissen des IMS hatten Amseln 2013 einen extrem niedrigen Bruterfolg.
© Martin Grimm
Das Monitoring von Brutvogelbeständen durch Beobachtung lässt in der Regel keine Aussagen darüber zu, ob Populationen z.B. abnehmen, weil sie nicht genügend Nachwuchs reproduzieren, nicht genügend Individuen überleben oder beides der Fall ist. Fortpflanzungs- und Überlebensraten lassen sich jedoch u.a. durch standardisierte Fang-Wiederfang-Programme ermitteln. Mitte der 1990er Jahre startete in Deutschland das Integrierte Monitoring von Singvogelpopulationen (IMS). Dabei werden jährlich an derselben Stelle und in immer gleicher Weise von Anfang Mai bis Ende August jeweils einmal pro 10-Tages-Intervall für jeweils 6 Stunden ab Morgendämmerung Kleinvögel gefangen.
[mehr]

24.08.2015 totop

Aufgepasst: Rotfußfalken wieder zahlreich unterwegs!

Bild zur Meldung
Auf dem Weg in ihre afrikanischen Winterquartiere treten Rotfußfalken auch in jährlich stark schwankender Zahl in Deutschland auf.
© H.-J. Fünfstück
In den letzten beiden Jahren wurden im Herbst ungewöhnlich viele Rotfußfalken in Deutschland beobachtet. Nach dem zahlreichen Auftreten 2013 kam es im Herbst 2014 sogar zu einer der wohl stärksten dokumentierten Invasionen von Rotfußfalken in Deutschland. Mehr als 400 Vögel wurden dabei vor allem im Südosten des Landes beobachtet. Es handelte sich dabei um Randerscheinungen eines gewaltigen Einfluges in das westliche Osteuropa, an dem mehrere Tausend Rotfußfalken beteiligt waren.
[mehr]

20.08.2015 totop

Windkraft versus Vogelschutz – Neue Dokumentationsstelle der Deutschen Wildtierstiftung

Bild zur Meldung
Rotmilane geraten besonders oft ins Konfliktfeld zwischen Vogelschutz und Ausbau der Windenergie.
© Martin Grimm
In den letzten Jahren mehrten sich Fälle von Zerstörungen von Großvogelhorsten und Fledermausquartieren, die mutmaßlich, teils nachweislich im Zusammenhang mit Windkraftplanungen standen. Die Deutsche Wildtierstiftung will solche Fälle nun deutschlandweit zusammentragen und dokumentieren. Dabei sollen neben der Häufigkeit solcher Fälle auch die hauptsächlich betroffenen Arten ermittelt werden. [mehr]

20.08.2015 totop

Neuigkeiten vom "Helgoländer" Schwarzbrauenalbatros

Bild zur Meldung
Auf Helgoland ließ sich der Schwarzbrauenalbatros im Sommer 2015 oftmals auf sehr geringe Entfernung beobachten.
© Volker Konrad
Wie ein Lauffeuer verbreitete sich im Sommer 2014 die Beobachtung eines Schwarzbrauenalbatros‘ auf Helgoland. Nach den ersten Sichtungen am 28. und 29. Mai kehrte der Vogel damals noch zweimal zur Insel zurück, konnte jedoch nur für jeweils zwei Tage am 4./5.6. und 12./13.6. erneut entdeckt werden. Beobachtungen vor der englischen Südküste am 5./6.7. sowie am 17./18.7. in Nord-Dänemark und am 9.8. im Ärmelkanal von einer Fähre zwischen Le Havre und Portsmouth dürften ebenfalls diesen Vogel betroffen haben. Weitere Sichtungen aus der Nordsee blieben im Herbst und Winter 2014/15 allerdings aus. [mehr]

19.08.2015 totop

Unterschiedliche Nahrungsökologie von Sanderlingen in Rast- und Überwinterungsgebieten

Bild zur Meldung
Im Wattenmeer ernähren sich Sanderlinge vor allem von Ringelwürmern.
© Thomas Hinsche
Sanderlinge sind Brutvögel der arktischen Tundra. Als Langstreckenzieher suchen sie außerhalb der Brutzeit sowohl gemäßigte als auch tropische Breiten auf. Ihr energiezehrender Zug in die weit entfernten Überwinterungsgebiete lässt darauf schließen, dass die Nahrungsbedingungen in den Tropen deutlich besser sind, als weiter nördlich. Um die Nahrungsökologie der kleinen Strandläufer zu untersuchen, wurde das Nahrungsverhalten in Rast- bzw. Überwinterungsgebieten in den Niederlanden und Ghana untersucht. Die Studien fanden dabei in ähnlichen Habitaten sowie zu Zeiten ähnlicher Tageslänge statt, um Nahrungsaufnahme und -verfügbarkeit vergleichen zu können. [mehr]

18.08.2015 totop

Greifvögel in West- und Zentralafrika von illegalem Handel bedroht

Bild zur Meldung
Schwarzmilane sind besonders stark vom illegalen Handel auf afrikanischen Märkten betroffen.
© Jochen Gerlach
Nachdem vor einiger Zeit bereits über katastrophale Bestandseinbrüche bei den Geiern Afrikas berichtet wurde (siehe Nachricht vom 18.06.2015), offenbart nun eine im Wissenschaftsjournal Oryx veröffentlichte Studie, dass ein bedeutender Teil der auf afrikanischen Märkten für die traditionelle Medizin oder als Wildfleisch angebotenen Greifvögel gefährdete oder sogar stark gefährdete Arten betrifft. Insgesamt entfielen 27 % der mehr als 2.500 im Zeitraum 1990-2013 auf 67 Märkten in 12 west- und zentralafrikanischen Ländern untersuchten Greifvogelkadaver auf solche Arten. Als Hotspots dieses vorwiegend illegalen Handels konnten Nigeria und Benin ermittelt werden. [mehr]

07.08.2015 totop

Wiesenvogelbestände in den Niederlanden weiter auf Talfahrt

Bild zur Meldung
Die Feldlerchenbestände in den Niederlanden sind in den letzten 25 Jahren um 60 % zusammengebrochen
© Ralf Kistowski
Dass die Bestände zahlreicher Wiesenbrüter in weiten Teilen Europas stark abnehmen, ist bereits zahlreich behandelt worden. In einer gemeinsamen Studie des niederländischen Centraal Bureau voor de Statistiek (CBS) und Sovon Vogelonderzoek Nederland wurden nun die Bestände 1990 mit heutigen Anzahlen verglichen. Demnach zählen Feldlerche und Austernfischer zu den größten Verlierern, doch auch weitere einst häufige Arten haben starke Verluste erfahren. Eine Zunahme konnte lediglich bei der Reiherente festgestellt werden.
[mehr]

06.08.2015 totop

Ergebnisse des Brutvogelmonitorings in Großbritannien 2014

Bild zur Meldung
 
© BTO
Bereits zum 20. Mal wurden nun die Ergebnisse des gemeinsam vom British Trust for Ornithology (BTO), dem Joint Nature Conservation Committee (JNCC) und der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) koordinierten Breeding Bird Surveys (BBS) in Form eines jährlichen Berichts veröffentlicht. Dieser befasst sich mit den Bestandsveränderungen häufiger Brutvögel Großbritanniens 1994—2014.
[mehr]

06.08.2015 totop

Wiesenlimikolen in Nordirland vor dem Aussterben

Bild zur Meldung
Die Bestände des in Nordirland einst häufigen Rotschenkels sind in den letzten 30 Jahren zusammengebrochen.
© Hans Glader
Wie die jüngst in der Fachzeitschrift Bird Study veröffentlichten Ergebnisse einer umfangreichen Studie an Wiesenlimikolen in Nordirland zeigen, sind die nordirischen Bestände von Kiebitz, Großem Brachvogel, Bekassine und Rotschenkel seit 1987 so stark zurückgegangen, dass diese Arten dort nun vom Aussterben bedroht sind. Neben den Bestandsrückgängen wurden bei allen behandelten Arten auch Arealverluste verzeichnet, sodass sich die Vorkommen heute auf die westlichen Teile des Landes beschränken.
[mehr]

05.08.2015 totop

Temminckstrandläufer auf dem Zug bis in afrikanische Winterquartiere verfolgt

Bild zur Meldung
Mehr als 5000 Kilometer liegen zwischen Brut- und Überwinterungsgebieten von Temminckstrandläufern.
© Peter Hering
Zum Zugverhalten und zur genauen Lage der Überwinterungsgebiete von Temminckstrandläufern war bislang nur relativ wenig bekannt. Im Rahmen einer Studie von Wissenschaftlern der Universität Bergen und der Schweizerischen Vogelwarte Sempach wurde nun das Zugverhalten von Temminckstrandläufern untersucht. Dabei wurden sowohl morphologische Daten der wissenschaftlichen Vogelberingung ausgewertet, als auch Vögel mit Hilfe von Geolokatoren auf ihrem Weg zwischen Brutgebiet und Winterquartier verfolgt. Es wurde angenommen, dass die Strandläufer entweder zahlreiche kurze Stopps einlegen und die Sahara mit relativ wenigen Reserven umfliegen oder nördlich der Sahara große Reserven aufbauen, um die Wüste direkt zu überqueren.
[mehr]

05.08.2015 totop

Internationaler Artenaktionsplan soll europäische Bestände des Schmutzgeiers schützen

Bild zur Meldung
Aufgrund zahlreicher Bedrohungen sind die Bestände des Schmutzgeiers in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen
© Jan Goedelt
Die Bestände des Schmutzgeiers sind in Europa innerhalb der letzten 50 Jahre um mehr als die Hälfte zusammengebrochen. Auf dem Balkan ging die Population in den letzten 30 Jahren sogar um rund 80 % zurück. Internationale Wissenschaftler und Naturschützer haben aus diesem Grund nun einen Artenaktionsplan für den Schmutzgeier erstellt, der dabei helfen soll, die Gefährdungen zu erkennen und die Bestände durch gezielte Schutzmaßnahmen zu stärken.
[mehr]

04.08.2015 totop

Erforschung des Zugverhaltens von Trauerschnäppern durch Geolokatoren

Bild zur Meldung
Auch in Deutschland nimmt der Bestand des Trauerschnäppers sowohl langfristig als auch kurzfristig ab.
© Lutz Ritzel
Trauerschnäpper gehören zu dem meisten untersuchten Singvogelarten Europas. Durch Studien an Nistkastenpopulationen ist über ihr Brutverhalten bereits viel bekannt. Deutliche Wissenslücken existieren jedoch bezüglich der zeitlichen Abläufe ihres Zuges sowie den Überwinterungsgebieten. Da die Bestände des Trauerschnäppers in großen Teilen Europas rückläufig sind, ist es von großer Bedeutung, diese Lücken möglichst zu schließen.
[mehr]

04.08.2015 totop

Seeadler — keine Konkurrenz für die Fischerei

Bild zur Meldung
 
© Hans Glader
Seeadler stellen keine Konkurrenz für die Fischerei dar. Dies zeigten Forscher des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) anhand der ersten Freilandstudie über die Nahrungswahl des Seeadlers im Norddeutschen Raum. Die Studie, die im Journal of Ornithology veröffentlicht wurde, erlaubt zudem wichtige Einblicke in das Jagdverhalten dieser Tierart und dafür relevante Schutzmaßnahmen.
[mehr]

31.07.2015 totop

Klimawandel führt zu Veränderungen in der Höhenverteilung des Alpenschneehuhns

Bild zur Meldung
Alpenschneehühner haben sich in einigen Bereichen der Schweizer Alpen in höhere Lagen zurückgezogen.
© Ole Krome
Das ausschließlich oberhalb der Baumgrenze, in den kühlen Klimaten alpiner Habitate verbreitete Alpenschneehuhn wird als vom Klimawandel besonders bedrohte Art angesehen. Während die deutschen Brutbestände von Experten sowohl langfristig als auch kurzfristig als stabil eingeschätzt werden, konnte in der Schweiz in den letzten zwei Dekaden ein Rückgang des Alpenschneehuhns festgestellt werden. Modellierungen sagen zudem vorher, dass sich das potenzielle Habitat der Art in den Schweizer Alpen bis zum Jahre 2070 aufgrund steigender Durchschnittstemperaturen während der Brutzeit um bis zu zwei Drittel verringern wird.
[mehr]

31.07.2015 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf das Frühjahr 2015

Bild zur Meldung
Zwergmöwe
© Frank Sudendey
Das Frühjahr 2015 war — vergleichbar mit dem des letzten Jahres — insgesamt recht warm, sehr sonnig und fast überall viel zu trocken. Es gab jedoch beträchtliche regionale Unterschiede: Während die Mitte Deutschlands unter starker Trockenheit litt, regnete es im Norden, vor allem aber im äußersten Süden überdurchschnittlich viel. Ende März fegte zudem Orkan „Niklas“ mit Böen bis 150 km/h über uns hinweg. In unserem Beitrag über das Frühjahr 2015 in Der Falke betrachten wir einige Ereignisse in der Vogelwelt in den Monaten März bis Mai.
[mehr]

30.07.2015 totop

Überraschendes Zugverhalten britischer Trauerenten

Bild zur Meldung
Geolokatoren offenbarten verblüffende Erkenntnisse zum Zugverhalten britischer Trauerenten
© Martin Wantoch
Die Brutplätze der Trauerente beschränken sich in Großbritannien auf das Schottische Hochland. Ihr Bestand umfasst derzeit jedoch noch gerade einmal rund 40 Paare. Da die Vögel einzelner Seen eine enge Verbundenheit zeigen und vermutlich meist mit einander verwandt sind, war man bislang davon ausgegangen, dass die Enten gemeinsam in ein kleinräumiges Überwinterungsgebiet ziehen.
[mehr]

30.07.2015 totop

Neues zum Zugverhalten von Braunkehlchen

Bild zur Meldung
 
© Thomas Hinsche
Unter den Vogelarten Europas zeigen sich insbesondere bei den südlich der Sahara überwinternden Langstreckenziehern deutliche Bestandsrückgänge, die darauf schließen lassen, dass die Gründe zumindest zum Teil auch in den afrikanischen Überwinterungsgebieten oder auf dem Zug zu suchen sind. Veränderungen der Nahrungsverfügbarkeit im Winterquartier könnten dabei eine Rolle spielen, doch ist bislang wenig dazu bekannt, wann und wo solche Engpässe auftreten. Im Frühjahr ist eine ausreichende Fitness jedoch für den kräftezehrenden Zug über die Sahara unentbehrlich.
[mehr]

30.07.2015 totop

Neue Erkenntnisse zu Zugwegen und Überwinterungsgebieten europäischer Blauracken

Bild zur Meldung
 
© Axel Schonert
Der Umfang, in dem sich Individuen unterschiedlicher Brutpopulationen außerhalb der Brutzeit mischen, hat bedeutende Auswirkungen für Populationsdynamik und den Erhaltungszustand. Die Bestände zahlreicher Langstreckenzieher sind in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Um die Gründe dieser Bestandseinbrüche zu ermitteln, sind populationsübergreifende Forschungen zum Zugverhalten und zu den Rast- und Überwinterungsgebieten notwendig. Ein Team internationaler Wissenschaftler hat nun zum ersten Mal eine umfangreiche Studie zu den Aufenthaltsorten der global bedrohten Blauracke außerhalb der Brutzeit durchgeführt und die Ergebnisse in der Fachzeitschrift Diversity and Distributions veröffentlicht. Die Forscher fanden dabei Unterstützung durch den Natural Environment Research Council (NERC), den British Trust for Ornithology (BTO), die A.G. Leventis Stiftung, die portugiesische Stiftung für Wissenschaft und Technologie (FCT), das spanische Ministerium für Bildung und Wissenschaft sowie die Regionalregierung der Extremadura.
[mehr]

29.07.2015 totop

Neue Version von „NaturaList“ veröffentlicht

Bild zur Meldung
 
© Biolovision Sàrl
Durchschnittlich 16 % aller bei ornitho gemeldeten Beobachtungen werden bereits direkt per Smartphone über die ornitho-App „NaturaList“ übermittelt — Tendenz weiter steigend. Seit rund einer Woche steht nun eine neue Version der App im GooglePlay-Store zum kostenlosen Download bereit. Diese enthält einige umfangreiche und sicher hilfreiche Verbesserungen und Erweiterungen.
[mehr]

29.07.2015 totop

Studie belegt: EU-Vogelschutzrichtlinie rettet gefährdete Arten

Bild zur Meldung
Der Schwarzstorch gehört zu den Arten, die von der EU-Vogelschutzrichtlinie besonders profitiert haben.
© Jochen Gerlach
Die Europäische Vogelschutzrichtlinie wird oftmals als eine der fortschrittlichsten und erfolgreichsten Naturschutzgesetze der Welt bezeichnet. Eine neue gemeinsame Studie von der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB), BirdLife International und der Universität Durham zeigt nun, dass dies offenbar durchaus begründet ist. In der Studie wurde ermittelt, dass es für das Wohlergehen einer Art ganz entscheidend davon abhängt, ob sie durch die EU-Vogelschutzrichtlinie besonders geschützt wird. Für den Schutz der in Europa am stärksten gefährdeten Brutvogelarten hat die Richtlinie demnach eine entscheidende Bedeutung.

Daten zu allen in der Europäischen Union vorkommenden Vogelarten wurden in der Untersuchung analysiert. Dabei wurden sowohl kurzfristige (2001-2012) als auch langfristige Trends (1980-2012) berechnet. Es zeigte sich, dass insbesondere die Bestände der auf dem „Anhang-1“ der Vogelschutzrichtlinie gelisteten Arten, wie beispielsweise Löffler, Gänsegeier oder Rosaflamingo, sowohl kurz- als auch langfristig steigen. Besonders auffällig sind diese Entwicklungen in Ländern, die bereits seit längerer Zeit EU-Mitglied sind und somit als Teil des „Natura-2000-Gebiet“-Netzwerks Schutzgebiete für diese besonders geschützten Arten ausweisen müssen.
[mehr]

28.07.2015 totop

Neue Studie über Auswirkungen des Klimawandels auf die Fauna und Flora Englands

Bild zur Meldung
Auch für den Waldlaubsänger werden durch die Klimaerwärmung stark negative Folgen prognostiziert.
© Martin Wantoch
Es gibt bereits deutliche Hinweise für umfangreiche Auswirkungen des Klimawandels auf Englands Natur. So zeigen sich bereits heute erste Veränderungen der Verbreitung, Phänologie, Artenzusammensetzung und der Lebensräume. Die Naturschutzbehörde Natural England hat nun gemeinsam mit dem British Trust for Ornithology (BTO), der University of York dem Centre for Ecology and Hydrology und der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) eine Studie veröffentlicht, die die Risiken aber auch Möglichkeiten für die Tiere und Pflanzen Englands bewertet.
[mehr]

28.07.2015 totop

Bestandstrends häufiger Brutvogelarten in Europa 2015

Bild zur Meldung
Zum ersten Mal konnte auch für den Eisvogel ein europaweiter Bestandstrend angegeben werden.
© Thomas Hinsche
Der European Bird Census Council (EBCC) hat in Zusammenarbeit mit der Royal Society for the Protection of Birds, BirdLife International, der Czech Society for Ornithology und dem Bureau of Statistics of the Netherlands kürzlich die „Trends of common birds in Europe 2015“ veröffentlicht. Für 169 Vogelarten werden dabei Trends für den Zeitraum 1980-2013 präsentiert. Wie bereits im Vorjahr sind diese als langfristige sowie 10-Jahres-Trends verfügbar.

Insgesamt steuerten 28 europäische Staaten Daten aus ihren nationalen Monitoringprogrammen zu den Auswertungen bei. Zum ersten Mal flossen dabei auch Daten aus Litauen mit ein. Aus Deutschland stellten Martin Flade, Johannes Schwarz und Sven Trautmann die Daten aus dem DDA-Monitoring häufiger Brutvögel bereit, außerdem lieferte Christoph Grüneberg Daten aus dem Monitoring seltener Brutvögel.
[mehr]

10.07.2015 totop

Weitere Zugvogelarten im EuroBirdPortal ergänzt

Bild zur Meldung
Weitere Zugvogelarten ergänzt
© EuroBirdPortal
Online-Portale aus über 20 Ländern Europas sind am Projekt EuroBirdPortal (EBP) beteiligt, das am 5. Juni im Rahmen der Green Week der Europäischen Kommission gestartet wurde. Deutschland wird dabei durch ornitho.de vertreten. Die Zahl der im EBP verfügbaren Vogelarten konnte mittlerweile weiter ergänzt werden, sodass aktuell für bereits 21 Arten die Beobachtungen der Jahre 2010 bis 2013 europaweit auf Basis eines 10x10 km-Rasters dargestellt werden und sich beispielsweise mit Durchschnittstemperaturen gegenüberstellen lassen. Zuletzt wurden mit Schilfrohrsänger, Wiesenschafstelze und Neuntöter drei typische Langstreckenzieher ergänzt.

Schauen Sie regelmäßig beim EuroBirdPortal vorbei! Bis zum Jahresende werden rund 50 Arten und auch die Daten bis 2014 abrufbar sein. Wir halten Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden!

Patric Lorgé, Christopher König und Johannes Wahl
für das Team von ornitho.de und ornitho.lu [mehr]

10.07.2015 totop

Neuer Bundesverband für Fledermauskunde Deutschland e.V. (BVF) gegründet

Bild zur Meldung
Großes Mausohr
© Ralf Weise
Im Rahmen der 12. bundesweiten Fledermausfachtagung (BAG 2015) vom 20.- 22. März 2015 in Erfurt wurde der neue Bundesverband für Fledermauskunde Deutschland e.V. (BVF) erstmals vorgestellt. Unter ihm versammeln sich ca. 2500 Mitglieder an Fledermäusen und deren Schutz interessierter Vereine und Fördermitglieder. Ziel des BVF ist es, eine übergreifende, verbandsneutrale Vertretung der Fachinteressen aller Fledermausschützer in Deutschland zu schaffen, um gemeinsame Ziele und Interessen zukünftig einheitlich und auf Bundesebene aber auch international vertreten zu können. Es soll auch der Austausch und die Zusammenarbeit verschiedener mit Fledermäusen befasster Vereine und Gruppen ausgebaut werden.
[mehr]

10.07.2015 totop

Großbritanniens berühmtester Kuckuck auf dem Zug durch Deutschland

Bild zur Meldung
Dank Satelliten-Telemetrie lassen sich die Zugrouten einiger europäischer Kuckucke in ihre zentralafrikanischen Winterquartiere im Internet verfolgen
© BTO
Die Brutbestände des Kuckucks sind in den vergangenen 25 Jahren bedrohlich zurückgegangen. In England brach der Bestand um rund drei Viertel zusammen. Bereits seit vier Jahren erforschen Wissenschaftler des British Trust for Ornithology (BTO) daher das Zugverhalten von in Großbritannien brütenden Kuckucken. Es konnte dabei ermittelt werden, dass die Vögel auf dem Wegzug zwei unterschiedliche Routen gen Süden wählen: Zum einen westlich durch Spanien, Marokko und Westafrika, darüber hinaus aber auch auf einer zentral-mediterranen Route über Italien und die Zentralsahara. Auch das Überwinterungsgebiet war unbekannt, bis die ersten Kuckucke 2011 den Regenwald im Kongo erreichten.
[mehr]

08.07.2015 totop

1. Europäisches Braunkehlchen Symposium zeigt dringenden Schutzbedarf auf

Bild zur Meldung
 
© LBV
In insgesamt 42 Vorträgen, Postern und weiteren Beiträgen wurden beim 1. Europäischen Braunkehlchen Symposium vom 27. bis 29. Mai in Helmbrechts Forschungsergebnisse aus 18 Ländern vorgestellt. Zu den wesentlichen Ergebnissen des Symposiums zählen die Gründung der International Whinchat Working Group sowie die gemeinsam verabschiedete Resolution „Message from Helmbrechts“.

Die in einem 312-seitigen Tagungsband zusammengefassten Forschungsergebnisse von insgesamt 58 Autoren & Co-Autoren belegen einen dramatischen Rückgang in Mittel- und Westeuropa, der je nach Region bei 50-90 % liegt. In Luxemburg muss die Art derzeit bereits als ausgestorben gelten. Sogar in den großen Populationen Nordosteuropas wird teilweise schon ein Rückgang festgestellt. In der Roten Liste der IUCN wird dieser Entwicklung aber noch nicht Rechnung getragen und das Braunkehlchen als „ungefährdet“ eingestuft
[mehr]

08.07.2015 totop

Winzige GPS-Logger revolutionieren die Erforschung kleinerer Zugvogelarten

Bild zur Meldung
Dank neuester GPS-Logger können nun auch kleine Singvogelarten, wie der amerikanische Pieperwaldsänger, per GPS erforscht werden
© Dick Daniels
Pieperwaldsänger brüten in den Waldgebieten des östlichen Nordamerikas. Die nur etwa 20 Gramm leichten Vögel sind Langstreckenzieher, deren Überwinterungsgebiete von Mexiko bis in den Norden von Südamerika reichen. Aufgrund der geringen Größe der Art war es bislang nicht möglich, die Zugwege und zurückgelegten Strecken per Datenlogger zu erforschen. Prototypen einer neuen, in Kanada entwickelten GPS-Technologie konnten nun vom Zugvogelforschungszentrum des amerikanischen Smithsonian Conservation Biology Institute (SCBI) erstmals getestet werden. Mit einem Gewicht von weniger als einem Gramm sind die Datenlogger, die die Vögel wie einen Rucksack tragen, die leichtesten jemals produzierten. Die bislang kleinsten GPS-Logger wogen rund 12 Gramm und ließen daher nur eine Besenderung von Tieren bis minimal 250 Gramm zu. Derart kleine und leichte Logger waren bisher nur als sogenannte Helldunkel-Geolokatoren im Einsatz, die durch Aufzeichnung von Datum und Tageslänge die ungefähre Position der Vögel aufzeichnen konnten. Die neuen GPS-Logger sind jedoch weitaus präziser: Während bisherige Technologien den Aufenthaltsort der Vögel nur auf etwa 150-200 Kilometer genau bestimmen konnten, erreichen die neuen Logger eine Genauigkeit von etwa 10 Metern.
[mehr]

08.07.2015 totop

Trends häufiger Vogelarten Dänemarks zur Brutzeit und im Winter 1975-2014 veröffentlicht

Bild zur Meldung
Die Brutbestände des Sandregenpfeifers sind in Dänemark in den vergangenen 40 Jahren stark zurückgegangen
© Ralf Kistowski
Die Dänische Ornithologische Vereinigung (Dansk Ornitologisk Forening, DOF) hat in ihrem 16. Bericht Bestandstrends für 108 Brutvogelarten sowie 78 in Dänemark überwinternde Vogelarten veröffentlicht. Die Ergebnisse basieren auf den Daten jahrzehntelanger Punkt-Stopp-Zählungen der häufigen Vogelarten. Bei diesen Zählungen erfassen Ehrenamtliche an vielen Stellen in ganz Dänemark zweimal pro Jahr an jeweils 10-20 Punkten entlang einer Route die Vögel. Ein Termin fällt dabei auf den Winter (20.12.-20.01.), eine weitere Zählung wird während der Brutzeit durchgeführt (1.05.-15.06.). In dem Bericht werden für alle Arten werden sowohl langfristige (1975-2014) als auch kurzfristige (2005-2014) Bestandstrends angegeben und Trenddiagramme gezeigt. Die Daten der Zählungen wurden dabei mit Hilfe der Analyse-Software TRIM (TRends and Indices for Monitoring data) ausgewertet.
[mehr]

07.07.2015 totop

Über den Wolken: Neuer Höhenrekord beim Schreiadler

Bild zur Meldung
Schreiadler steigen auf dem Zug bis in enorme Höhen auf.
© Mathias Putze
Ein in der Uckermark brütendes Schreiadlerweibchen hat einen neuen Höhen-Rekord für seine Art aufgestellt. Der Vogel „Marta“ ist mit einem GPS-Sender besendert, dessen Daten nun ausgewertet wurden: Beim Flug aus dem afrikanischen Winterquartier zurück nach Brandenburg legte der Vogel am 29. März über Äthiopien eine längere Strecke in Höhen über 4000 Metern zurück und erreichte dabei maximal 4532 Meter über dem Meeresspiegel. Laut Greifvogel-Experte Bernd-Ulrich Meyburg ist eine solche Flughöhe sehr ungewöhnlich und bislang noch nie bei Schreiadlern gemessen worden. Allerdings ermöglichen erst die von „Marta“ und ihrem Schreiadlermännchen „Ulf“ getragenen Prototypen neuester Sender derartige Messergebnisse, ältere Modelle erfassten nur bis 2000 Meter. Bekannt war daher bislang nur, dass Schreiadler um die 1000 Meter erreichen.
[mehr]

07.07.2015 totop

Hervorragende Brutsaison für britische Rosenseeschwalben

Bild zur Meldung
Mehr als 14 Jahre liegt der letzte Nachweis einer Rosenseeschwalbe in Deutschland bereits zurück
© Benjamin Steffen
Mit mehr als 100 aktuell auf Coquet Island brütenden Rosenseeschwalben, verläuft die Brutsaison für den seltensten in Großbritannien brütenden Seevogel bislang sehr erfreulich. Das Erreichen einer dreistelligen Anzahl von Brutpaaren ist das Ergebnis 15-jähriger, intensiver Schutzmaßnahmen auf der Insel in der Grafschaft Northumberland.

Rosenseeschwalben litten im 20. Jahrhundert unter weltweiten Bestandsrückgängen und waren in Großbritannien ohnehin stets nur wenig häufig. Aktuell befindet sich auf Coquet Island die einzige regelmäßig besetzte Brutkolonie des Vereinigten Königreichs. Mit der Bereitstellung von bereits in Südirland bei Rosenseeschwalben erfolgreich eingesetzten Nisthilfen auf eigens geschaffenen Kiesterrassen durch die Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) begann im Jahr 2000 eine beispielhafte Erfolgsgeschichte. Bereits im ersten Jahr nach der Errichtung stieg die Zahl der Brutpaare von 24 auf 34 an. Die Nisthilfen schützten die Jungvögel maßgeblich vor Prädatoren wie Heringsmöwen, sodass die Kolonie fünf Jahre später schon 92 Paare umfasste. Doch auch vor Störungen und Eierdieben ist die Kolonie seitdem geschützt: Rund um die Uhr wird die Kolonie von RSBP-Mitarbeitern und freiwilligen Helfern bewacht. Es muss außerdem dauerhaft gewährleistet werden, dass sich keine Säugetiere wie Ratten auf der Insel ausbreiten und die Kolonie gefährden.
[mehr]

06.07.2015 totop

Sturmtaucher orientieren sich anhand von Gerüchen

Bild zur Meldung
Der Geruchssinn spielt bei Röhrennasen wie dem Kanarensturmtaucher offenbar eine entscheidende Rolle bei der Orientierung.
© Benjamin Steffen
Eine gemeinsam von Wissenschaftlern aus Großbritannien, Italien, Portugal und den Kapverden durchgeführte Studie an Sturmtauchern hat nun gezeigt, dass sich die Vögel bei ihren weiten Strecken über offenem Meer und ohne jegliche Landmarken offenbar anhand von Gerüchen orientieren. Bereits in vorherigen Studien war ermittelt worden, dass Sepiasturmtaucher bei Einschränkung ihres Geruchssinns Schwierigkeiten bei der Navigation haben, während eine magnetische Beeinflussung keine Effekte zeigte. Inwiefern olfaktorische Signale jedoch tatsächlich zur Rückkehr in die Brutkolonien genutzt werden, war bislang unbekannt.
[mehr]

06.07.2015 totop

www.naturealert.eu — Jetzt Europas Natur aus großer Gefahr befreien!

Bild zur Meldung
 
© BUND
Die Europäische Kommission will 2016 den Rechtsrahmen für den Naturschutz in allen EU-Mitgliedstaaten ändern. Dazu sollen die beiden bewährten und erfolgreichen EU-Naturschutzrichtlinien, Vogelschutz- und Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, „modernisiert“ werden. Was dies für Kommissionspräsident Juncker bedeutet, ist klar: seine Prioritäten sind schnelles Wirtschaftswachstum und möglichst wenig Auflagen für Unternehmen und die Agrarindustrie. Gleichzeitig haben bereits einflussreiche Politiker und Lobbyverbände dazu aufgerufen, diese "Modernisierung" dafür zu nutzen, den EU-Schutz für tausende Tier- und Pflanzenarten und zehntausende Naturschutzgebiete zu lockern oder gar abzuschaffen, in Deutschland betreiben dies z.B. Agrar- und Jagdverbände.
[mehr]

06.07.2015 totop

Alarmierend: Seevögelbestände gehen weltweit zurück

Bild zur Meldung
Seeschwalben zeigten seit 1950 besonders starke Rückgänge
© Jan Goedelt
Populationen von Seevögeln sind gute Indikatoren für langfristige und großräumige Veränderungen mariner Ökosysteme. In einer Untersuchung des Projektes „Sea Around Us“ der Universität von British Columbia und der Pew Charitable Trusts wurden nun die Entwicklungen der weltweiten Seevogelbestände 1950-2010 verglichen. Insgesamt wurden dabei Daten von mehr als 300 Seevogelarten aus 13 Familien und von über 350 Küstenabschnitten ausgewertet. Geschätzte 19 % der weltweiten Seevogelbestände konnten somit berücksichtigt werden, sodass die ermittelten Trends die reale Entwicklung widerspiegeln dürften. Die Ergebnisse geben Grund zur Sorge, denn es wurde festgestellt, dass die Bestände insgesamt um rund 70 % zusammengebrochen sind. Die größten Rückgänge wurden dabei bei Seevogelfamilien festgestellt, deren Arten vorwiegend weit verbreitet sind oder die sehr große Aktionsräume haben, was auf eine weltweite statt kleinräumige Gefährdung hinweist. So gab es bei den Seeschwalben, die insbesondere auf dem Zug enorme Entfernungen zurücklegen, die größten Rückgänge, gefolgt von Fregatt- und Sturmvögeln. Zunahmen konnten bei Sturmschwalben, Alken und Tölpeln verzeichnet werden. Die Ergebnisse wurden in der internationalen Online-Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht.
[mehr]

03.07.2015 totop

Neue Rundbriefe der internationalen Forschungsgruppen zu Schwänen und Kormoranen erschienen

Bild zur Meldung Mehr als 400 Schwan-Experten aus 38 Ländern haben sich in der Internationalen Schwan-Forschungsgruppe (Swan Specialist Group, SSG) von Wetlands International zusammengefunden, um das Monitoring, die Forschung und den Schutz der Schwäne der Welt gemeinsam zu koordinieren. Auf diese Weise können gemeinsame Forschungsprojekte initiiert, Wissenslücken identifiziert und internationale Schutzmaßnahmen koordiniert werden. Die Forschungsgruppe bildet darüber hinaus durch die Herausgabe eines Newsletters die Möglichkeit der Publikation von Ergebnissen aus Studien zu Schwänen. Die elfte Ausgabe der „Swan News“ berichtet u.a. über das 5. Internationale Schwan-Symposium, das im Februar 2014 in Easton/USA abgehalten wurde. Darüber hinaus wird vom Internationalen Arten-Aktionsplan zum Zwergschwan, über internationale Zählungen von Sing- und Zwergschwänen in Nordwest-Europa und deren Zugwege berichtet. Die aktuelle Ausgabe der „Swan News“ kann kostenlos auf der Internetseite der Internationalen Schwan-Forschungsgruppe heruntergeladen werden.

[mehr]

03.07.2015 totop

Aktuelle Trends der Wasservogel-Bestände im Wattenmeer veröffentlicht

Bild zur Meldung
Sowohl die Brut- als auch die Rast- und Überwinterungsbestände des Austernfischer haben langfristig abgenommen. Aufgrund anhaltend niedriger Reproduktionsrate ist in den nächsten Jahren mit weiteren Rückgängen zu rechnen.
© Rosl Rößner
Das trilaterale, von den Wattenmeer-Anrainerstaaten Niederlande, Deutschland und Dänemark gegründete Wattenmeersekretariat (Common Wadden Sea Secretariat, CWSS) koordiniert seit 1985 den Schutz des Wattenmeers der Nordsee. In zwei neuen Berichten werden Bestandsentwicklungen sowohl für rastende und überwinternde Vogelarten, als auch für die Brutvögel des Wattenmeeres dargestellt.

Die Publikation „Trends of Migratory and Wintering Waterbirds in the Wadden Sea 1987/1988-2011/2012“ beschreibt die Veränderungen der Rast- und Überwinterungsbestände von 34 Vogelarten und 10 Unterarten sowohl kurzfristig (10-Jahres-Zeitraum) als auch langfristig (25-Jahres-Zeitraum). Es wird darüber hinaus auch der Anteil der im Wattenmeer auftretenden Vögel an der biogeographischen Population angegeben. Bei der Ringelgans nutzen im betrachteten Zeitraum der Jahre 2002/03-2011/12 so beispielsweise rund 85 % der Population das Wattenmeer. Sehr interessant sind auch kombinierte Trends, differenziert nach der Nahrung und dem zur Nahrungssuche genutzten Habitat, der Brut- sowie der Überwinterungsgebiete.
[mehr]

02.07.2015 totop

Bewegungsprofile von Basstölpeln per Mobilfunk

Bild zur Meldung
Nahezu in Echtzeit lassen sich die Bewegungen der Basstölpel durch die Übertragung per Mobilfunk verfolgen.
© T. A. G.
Im Rahmen des gemeinsamen Projektes „Track A Gannet“ des Alderney Wildlife Trust, des British Trust for Ornithology (BTO) und der Universität Liverpool wurden auf der britischen Kanalinsel Alderney Basstölpel mit GPS-Sendern ausgestattet, die erstmals durch Übertragung per Mobilfunk die direkte Verfolgung der Flugstrecken, die die Vögel bei der Nahrungssuche zurücklegen, ermöglichen. Die auf den Schwanzfedern der Basstölpel befestigten Sender speichern die Positionen der Vögel und senden diese, immer wenn sich die Vögel in einem Bereich mit entsprechender Netzabdeckung befinden, direkt an eine Internetseite. Nie zuvor konnte das Verhalten von Seevögeln so unmittelbar verfolgt werden.
[mehr]

02.07.2015 totop

Resolution der Jahrestagung 2015 der Fachgruppe Spechte in der DO-G zum Schutz der Spechtbäume in Wirtschaftswäldern

Bild zur Meldung
Bereits seit 1990 besteht die Fachgruppe Spechte in der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft
© FG Spechte
Vom 5. bis 7.6. 2015 veranstaltete die Fachgruppe Spechte der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft in Ascheberg-Davensberg (NRW) ihre Jahrestagung zum Thema: „Spechthöhlen als Schlüsselstrukturen der Artenvielfalt im Wald“. Die Teilnehmer zeigten sich dabei in hohem Maße besorgt über den zunehmenden wirtschaftlichen Druck auf die Wälder, etwa durch den Bedarf an Energie- und Papierholz, aber auch wegen des Exports von Starkholz.
[mehr]

24.06.2015 totop

Satellitentelemetrie offenbart Zugwege britischer Turteltauben

Bild zur Meldung
Turteltaube „Titan“ mit dem speziell entwickelten Satellitensender.
© RSPB
Zum ersten Mal überhaupt konnte nun der Zugweg einer in Großbritannien brütenden Turteltaube vollständig verfolgt werden. Im Juli 2014 war im Rahmen eines Forschungsprojekts der Royal Society for the Protection of Birds eine in der Grafschaft Suffolk an der Ostküste Englands brütende Turteltaube mit einem winzigen Satellitensender versehen worden. Der etwa 5600 Kilometer lange Zugweg der Turteltaube „Titan“ zwischen England und Mali konnte dadurch sowohl auf dem Wegzug als auch bei der Rückkehr ins Brutgebiet in Echtzeit verfolgt werden.
[mehr]

24.06.2015 totop

Afrikanisch-Eurasisches Wasservogel-Abkommen feiert 20-jähriges Jubiläum

Bild zur Meldung
Das AEWA-Abkommen feiert in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen.
© AEWA
Das Afrikanisch-Eurasische Wasservogel-Abkommen (AEWA) feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Ziel von AEWA ist es, wandernde Wasservögel sowie ihre Lebensräume grenzüberschreitend zu schützen. Das Gebiet des Abkommens umfasst die westlichen Teile Asiens, ganz Europa und Afrika sowie einige arktische Inseln Nordost-Kanadas. Von den insgesamt 120 Anrainerstaaten sind dem Abkommen bislang 74 Staaten einschließlich der Europäischen Union beigetreten. Das Afrikanisch-Eurasische Wasservogelabkommen ist damit zugeschnitten auf die wesentlichen Zugwege von insgesamt 255 wandernden Wasservogelarten, die sich vom westlichen eurasischen Kontinent über das Mittelmeer und die arabische Halbinsel bis nach Südafrika erstrecken, was ca. 40% der gesamten Erdoberfläche entspricht.
[mehr]

24.06.2015 totop

Living on the edge: Buch über Zugvögel in der Sahelzone jetzt kostenlos verfügbar

Bild zur Meldung
 
© KNNV Publishing
Viele Vogelarten, die von Sibirien bis Südeuropa brüten, verbindet ihr gemeinsames Winterquartier in der Sahel-Zone. Das Buch „Living on the Edge“ stellt die überragende Bedeutung dieses afrikanischen Winterquartiers für paläarktische Zugvögel heraus. Die niederländischen Autoren beschreiben in einzigartiger Weise die Herausforderungen und Gefahren, die die Vögel dort zu bewältigen haben. Die Geographie, Wetterverhältnisse, Landnutzung und Umweltbedingungen der Sahelzone werden in Bezug auf ihre Einflüsse auf überwinternde Zugvogelarten behandelt. Untermalt durch zahlreiche Fotos, Zeichnungen, Grafiken und Karten wird ein umfassender Einblick in die von den Vögeln genutzten Gebiete vermittelt. Dabei wird auch darauf eingegangen, inwiefern Veränderungen der Verhältnisse in der Sahelzone Einfluss auf die Populationsschwankungen europäischer Vogelarten haben.
[mehr]

18.06.2015 totop

Nationales Naturerbe: Neue Wildnis für Deutschland

Bild zur Meldung
Übersichtskarte der neuen Flächen des Nationalen Naturerbes.
© BMUB
62 Gebiete in ganz Deutschland mit einer Gesamtfläche von 31.000 Hektar werden an die Natur zurückgegeben. Das beschloss der Haushaltsausschuss des Bundestages gestern. Bei den Liegenschaften handelt es sich um ehemalige Militärflächen, die dem Bund gehören. Sie sollen nicht privatisiert, sondern allein dem Naturschutz gewidmet werden.

Mit 31.000 Hektar entsprechen die 62 Gebiete zusammen etwa der Größe von drei Nationalparken. Insgesamt sind damit 156.000 Hektar Bundesflächen dauerhaft für den Naturschutz gesichert. Nach den zwei Naturerbe-Tranchen in den vergangenen beiden Legislaturperioden, die sich vor allem auf Gebiete im Osten des Landes konzentriert hatten, enthält die nun vorliegende dritte Tranche erstmals Flächen im ganzen Land.
[mehr]

18.06.2015 totop

EuroBirdPortal durch weitere Zugvogelarten ergänzt

Bild zur Meldung
Seit dem Start des EuroBirdPortals wurden die Daten drei weiterer Arten ergänzt. Viele weitere sollen im Laufe des Jahres folgen!
© R. Martin, F. Sudendey
Das gemeinsame Projekt EuroBirdPortal der Online-Portale aus über 20 Ländern Europas und unter Beteiligung von ornitho.de für Deutschland wurde mittlerweile weiter ausgebaut. Zusätzlich zu den seit dem Start am 5. Juni im Rahmen der Green Week der Europäischen Kommission unter www.eurobirdportal.org/ger/ präsentierten 15 Vogelarten, können mittlerweile auch die Daten von Mehlschwalbe und Steinschmätzer abgefragt werden. Gestern folgte mit dem Trauerschnäpper eine weitere Zugvogelart, die auch hinsichtlich sich verändernder Ankunftszeiten immer wieder im Fokus steht und als eines der ersten „Opfer“ des Klimawandels bezeichnet wird. Sehen Sie sich die Verbreitung des Trauerschnäppers sowie weiterer Vögel Europas in Raum und Zeit an!

In der nächsten Woche wird mit dem Schilfrohrsänger die nächste Art folgen, deren Beobachtungen der Jahre 2010 bis 2013 europaweit auf Basis eines 10x10 km-Rasters verfügbar werden. Es lohnt sich also regelmäßig beim EuroBirdPortal vorbeizuschauen. Bis zum Jahresende werden rund 50 Arten und dann auch die Daten bis 2014 abrufbar sein. Wir halten Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden!

Patric Lorgé, Christopher König und Johannes Wahl
für das Team von ornitho.de und ornitho.lu
[mehr]

18.06.2015 totop

Katastrophale Bestandseinbrüche auch bei den Geiern Afrikas

Bild zur Meldung
Bei den Geiern Afrikas, wie dem Sperbergeier, kam es in den letzten Jahren zu Rückgängen um bis zu 97 %.
© Johan Stenlund
Eine jüngst im Journal Conservation Letters veröffentlichte Studie offenbart, dass die Bestände von acht in Afrika weit verbreiteten Geierarten vor allem aufgrund von Vergiftungen innerhalb der letzten 30 Jahre um bis zu 97 % zurückgegangen sind. Zum ersten Mal wurden im Rahmen der von einem Team internationaler Wissenschaftler unter Leitung des Hawk Conservancy Trust, der Universität St. Andrews und der Universität York durchgeführten Studie kontinentweite Bestandstrends für Afrikas Geier ermittelt. Diese zeigen, dass der Schutz zahlreicher Nationalparke und Reservate offenbar für die Geier wenig wirkungsvoll ist. [mehr]

17.06.2015 totop

Fachtagung „Wendehals 2015 — Struktur und Biodiversität von Streuobstobstwiesen“

Bild zur Meldung
Die Ökologie, Forschung und der Schutz von Wendehals und Grauspecht bilden die Themenschwerpunkte der Fachtagung in Hohenheim
© Oliver Richter
Die drastischen Bestandsrückgänge in Deutschland lebender Brutvogelarten geben Anlass zur Besorgnis. Seit den 1970er Jahren gehen die Bestandszahlen von Wendehals (Jynx torquilla) und Grauspecht (Picus canus) immer weiter zurück, sodass beispielsweise der Wendehals in der aktuellen Roten Liste Deutschlands sowie Baden-Württembergs als stark gefährdet eingestuft wird. Beide Spechtarten ernähren sich vorwiegend von Ameisen und Streuobstwiesen zählen zu ihren bedeutendsten Nahrungs- und Bruthabitaten. Innerhalb eines durch die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg geförderten Forschungsprojekts wird aktuell an der Universität Hohenheim zur Lebensweise und den Habitatpräferenzen von Wendehals und Grauspecht in Streuobstwiesen geforscht. Auf Basis der hierbei erlangten Erkenntnisse sollen nachhaltige und zielorientierte Empfehlungen zum Schutz dieser Vogelarten in anthropogen geprägten Lebensraumtypen erarbeitet werden.
[mehr]

17.06.2015 totop

Abstandsempfehlungen der Vogelschutzwarten — Neue Leitplanken im Konflikt zwischen Windkraft und Vogelschutz

Bild zur Meldung
Neu auf der Liste der Vogelschutzwarten: Um Vorkommen von Wespenbussarden soll nach den neuen Expertenempfehlungen ein 1000-Meter-Radius frei von Windrädern gehalten werden.
© Julius Kramer
Im Dauerkonflikt zwischen dem Ausbau der Windenergie und einem Mindestmaß an Vogelschutz gibt es nach langem Ringen nun wieder eine wissenschaftlich abgesicherte Entscheidungs-Grundlage. Bei ihrer Sitzung am 22. Mai billigten die Staatssekretäre der Landes-Umweltministerien und daraufhin auch die Umweltministerkonferenz die Neufassung des so genannten Helgoländer Papiers. Um die Aktualisierung der „Abstandsempfehlungen für Windenergieanlagen zu bedeutsamen Vogellebensräumen sowie Brutplätzen ausgewählter Vogelarten“ aus dem Jahr 2007 hatte es ein zähes Ringen mit harten Bandagen gegeben. In der Juli-Ausgabe der Zeitschrift DER FALKE wird das Papier vorgestellt. Ein PDF des Artikels können Sie bereits vorab kostenlos herunterladen.

10.06.2015 totop

Illegale Jagd in China: Wissenschaftler dokumentieren dramatischen Rückgang der Weidenammer-Bestände

Bild zur Meldung
Illegal gefangene Weidenammern in China im November 2012
© Huang Qiusheng
Mit ihrer kanariengelben Färbung gehört die etwa sperlingsgroße Weidenammer zu den auffälligeren Vertretern der Singvögel. Sie galt bis vor einigen Jahren als einer der häufigsten Vögel Nordeuropas und Asiens. Ornithologen verzeichnen seither jedoch in vielen Regionen einbrechende Bestände. Seit etwa eineinhalb Jahren wird die Weidenammer als „stark gefährdet“ in der internationale Rote Liste gefährdeter Arten geführt. Wie dramatisch der Rückgang ist, zeigt jetzt erstmals in Gänze eine umfassende neue Studie, an der Wissenschaftler aus Deutschland, England, Russland, Finnland und Japan beteiligt waren. Die Forscher dokumentieren den globalen Zusammenbruch der Population. Die Hauptursache sehen sie in der massiven illegalen Vogeljagd in China. [mehr]

09.06.2015 totop

HanseBird — Das Vogelfestival des Nordens vom 20.-21.6. in Hamburg

Bild zur Meldung
Die HanseBird lockt Ende Juni Vogelfreunde nach Hamburg
© NABU Hamburg
Die vom NABU Hamburg veranstaltete HanseBird lädt vom 20.-21. Juni 2015 Vogelfreunde, Naturbeobachter und Fotografen herzlich nach Hamburg ein! Im stimmungsvollen Ambiente der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe dreht sich an diesem Wochenende alles um die Welt der Vögel, deren Beobachtung und Schutz.
[mehr]

05.06.2015 totop

EuroBirdPortal gestartet: Faszinierende Einblicke in die Verbreitung der Vögel Europas in Raum und Zeit

Bild zur Meldung
Logo des EuroBirdPortal
© EuroBirdPortal
Die Einführung von ornitho.de haben die Sammlung und Visualisierung von Vogelbeobachtungen hierzulande grundlegend verändert und in ein neues Zeitalter geführt: Die Onlineportale geben einen tagesaktuellen Einblick in das vogelkundliche Geschehen überregional ebenso wie vor Ort, Zugphänomene lassen sich auf faszinierende Weise nachvollziehen und einfache Vergleiche zwischen einzelnen Jahren hinsichtlich des jahreszeitlichen und räumlichen Auftretens sind mit wenige Mausklicks erstellt. Das sind Möglichkeiten, von denen Vogelbeobachter und Wissenschaftler über Jahrzehnte geträumt haben.
[mehr]

03.06.2015 totop

Neue Rote Liste der Vögel Europas veröffentlicht: Etwa jede fünfte Vogelart in der EU ist gefährdet!

Bild zur Meldung
Der Papageitaucher gilt europaweit als "stark gefährdet".
© BirdLife International
Nach dreijähriger Arbeit hat eine Arbeitsgemeinschaft unter Federführung von BirdLife International die neue, durch die EU-Kommission finanzierte Rote Liste der Vögel Europas veröffentlicht. Vorgenommen wurde die Einstufung einerseits auf Ebene der damals 27 EU-Mitgliedsstaaten (Kroatien ist erst 2013 beigetreten) als auch für den gesamten europäischen Kontinent (von Grönland bis in die Türkei und inkl. des europäischen Teils von Russland). Die Einstufung erfolgte nach den Kriterien der Weltnaturschutzunion IUCN. Auf EU27-Ebene sind von den 541 Vogelarten 18 % gefährdet. Elf Arten gelten als "vom Aussterben bedroht", darunter Zwerggans, Schelladler und Schwarzflügel-Brachschwalbe. 16 Arten sind als "stark gefährdet" eingestuft, darunter auch in Deutschland brütende Arten wie Eiderente, Uferschnepfe, Kampfläufer, Steinwälzer und Dreizehenmöwe. Weitere sechs Prozent der Arten gelten in der EU27 als "Near Threatened"; diese Kategorie entspricht der deutschen Vorwarnliste. [mehr]

03.06.2015 totop

BirdLife International stellt Halbzeitbilanz zu EU-Naturschutz-Zielen vor: Ein wenig Licht, viel Schatten

Bild zur Meldung
Im Zuge der Intensivierung der Landwirtschaft sind die Bestände der Feldlerche seit den 1960er Jahren erheblich zurückgegangen
© Rosl Rößner
Kurz vor der europäischen Naturschutzkonferenz Green Week, die heute am 3. Juni in Brüssel beginnt, hat BirdLife International eine Halbzeitbilanz der EU-Biodiversitätspolitik vorgestellt. Bis 2020 will die Europäische Union den Verlust der biologischen Vielfalt stoppen und geschädigte Ökosysteme wiederherstellen. Das Fazit des Berichts: In einigen Bereichen gibt es erste Fortschritte, das Ziel einer generellen Trendumkehr wird jedoch verfehlt. Viele Tier- und Pflanzenarten sind in der EU weiterhin bedroht. [mehr]

02.06.2015 totop

Vogelgesang wirkt sich positiv auf die Lebensqualität aus

Bild zur Meldung
Der Fitis war Teil des Vogelkonzerts, das den jungen Stadtbewohnern vorgespielt wurde.
© Julius Kramer
Eine Studie von schwedischen Wissenschaftlern der Abteilung für Biologie und Umweltwissenschaften der Universität Göteborg sowie des Instituts für Forstwirtschaft an der Universität für Agrarwissenschaften in Uppsala hat gezeigt, dass junge Stadtbewohner Vogelgesang positiv bewerten, insbesondere wenn mehrere Vögel gleichzeitig zu hören sind. Durchschnittlich wurden Bilder von Siedlungsräumen kombiniert mit dem Gesang von mehreren Vögeln höher geschätzt als solche mit weniger Vogelstimmen. [mehr]

31.05.2015 totop

Sachpreis-Verlosung Birdrace 2015 - herzlichen Glückwunsch?!

Bild zur Meldung
Ein Säbelschnäbler ziert in diesem Jahr die Urkunde, die in Kürze an alle Teams verschickt wird. Das Original wurde wie immer verlost. Die/Der Glückliche ist ...
© Jens Hamann
Wir hoffen, dass alle das 12. bundesweite Birdrace am 2. Mai noch in guter Erinnerung haben. Wir auf jeden Fall: Mit 914 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und 252 Teams waren so viele dabei wie nie zuvor. Und fast 25.000 Euro an Spenden kamen für ornitho.de dank über 200 Spendern zusammen. Auch das ist ein neuer Höchstwert. Dafür möchten wir allen Beteiligten nochmals aufs Herzlichste danken! Der einen oder dem anderen mit Hilfe unserer Glücksfee auch im materiellen Sinne, denn fast 90 Preise waren in diesem Jahr in der Lostrommel. Die Chancen, zu den Glücklichen zu zählen, waren somit trotz Rekordbeteiligung wieder einmal sehr hoch - insbesondere dann, wenn das eigene Team Spenden für ornitho.de einwarb oder ohne Auto unterwegs war. Die folgenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen sich in diesem Jahr freuen:
[mehr]

29.05.2015 totop

Einfluss des Klimawandels auf Vogelarten nimmt zu – Monitoringbericht der Bundesregierung zum Klimawandel vorgestellt

Bild zur Meldung
Der 258-seitige Monitoringbericht ist als PDF frei verfügbar
© UBA
Steigende Temperaturen, feuchtere Winter und häufigere Wetterextreme wirken sich zunehmend auf die deutsche Gesellschaft aus. Betroffen sind unter anderem die Energieversorgung, die Landwirtschaft und die Gesundheitsvorsorge. Das ist das Ergebnis des bislang umfassendsten Berichts der Bundesregierung zur Anpassung an den Klimawandel. Anhand von Daten aus 15 verschiedenen Gesellschaftsbereichen zeigt der Bericht der Interministeriellen Arbeitsgruppe "Anpassungsstrategie der Bundesregierung" auf, welche Veränderungen sich durch den Klimawandel heute schon feststellen lassen und welche Gegenmaßnahmen bereits greifen.
[mehr]

27.05.2015 totop

Chinesische Mauersegler fliegen bis nach Südafrika!

Bild zur Meldung
Zugweg eines Mauerseglers aus Peking, basierend auf den vorläufigen Ergebnissen der Geolokatoren-Studie.
© birdingbeijing.com
Eine gemeinsam von Wissenschaftlern aus China, Belgien, Schweden und Großbritannien durchgeführte Studie zeigt, dass am berühmten Sommerpalast in Peking brütende Mauersegler der Unterart pekinensis mehr als 13.000 km zurücklegen, um ihre südafrikanischen Überwinterungsgebiete zu erreichen, bevor sie dieselbe Strecke – ohne zwischenzeitlich auch nur einmal zu landen – im nächsten Frühjahr noch einmal überwinden. Während ihres gesamten Lebens dürften die kleinen Vögel damit mehr als 180.000 km zurücklegen – was etwa der halben Entfernung zwischen Erde und Mond entspricht. [mehr]

23.05.2015 totop

Starkes Auftreten von Rotfußfalken im Alpenvorland - woher und wohin?

Bild zur Meldung
Beobachtungen von Rotfußfalken im Frühjahr 2015. Der grün hinterlegte Raum verfügt über ein ornitho-System (Datenstand: 23.05.2015)
© ornitho-Familie
In den letzten Tagen kam es im südlichen Baden-Württemberg und Bayern zu einem starken Auftreten von Rotfußfalken. Bereits nördlich der Donau traten sie aber (zumindest bislang) nur vereinzelt auf. Auch in der Schweiz sind seit Ende April überdurchschnittlich viele aufgetaucht, nicht so jedoch weiter nördlich und westlich in Europa. Wie lässt sich dieses Auftretensmuster erklären?
[mehr]

22.05.2015 totop

„State of nature“: EU-Bericht zur Lage der Natur veröffentlicht

Bild zur Meldung
Titelbild des neuen EU-Berichts
© EEA
Am 20.Mai 2015 wurde die bislang vollständigste und genaueste Beschreibung des Zustands der Natur in der EU veröffentlicht. Dies geschah zeitgleich mit dem Artenschutzbericht des Bundesamts für Naturschutz in Bonn. Die neuen Daten sind alarmierend und bekräftigen, dass die EU-Naturschutzrichtlinien unbedingt erhalten und noch viel strikter umgesetzt werden müssen. Der neue Bericht bewertet erstmalig sowohl die Vogelschutzrichtlinie als auch die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie anhand der Ergebnisse der größten gemeinsamen Datenerhebung und -bewertung der EU-Mitgliedsstaaten im Zeitraum 2007—2012.
[mehr]

21.05.2015 totop

Polen — herzlich willkommen in der ornitho-Familie!

Bild zur Meldung
Aktuelle Verbreitung von ornitho-Systemen in Europa (Stand: Mai 2015)
© DDA
Seit dem 6. Mai ist ornitho.pl online! Damit hat sich die ornitho-Familie um ein gerade aus unserer Sicht sehr bedeutendes Land erweitert, dessen spannende und vielfältige Vogelwelt sich uns nun mit wenigen Klicks erschließt. Die Möglichkeiten, die sich dadurch auch für die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern bieten, sind fantastisch. Wir freuen uns schon auf die ersten gemeinsamen Auswertungen etwa des herbstlichen Kranichzugs oder des nächsten Einflugs von Rotfußfalken.

Wir wünschen ornitho.pl einen reibungslosen Start und allen Beobachterinnen und Beobachtern viele neue, spannende Einblicke in das vogelkundliche Geschehen! Einen ersten Paukenschlag gab es direkt wenige Tage nach dem Start des Portals: Über ornitho.pl wurde Polens erster Saharasteinschmätzer gemeldet.
[mehr]

21.05.2015 totop

Naturschätze in Gefahr — Jetzt online für den Erhalt der EU-Naturschutzrichtlinien stimmen!

Bild zur Meldung
Wild Wonders of Europe
© Konrad Wothe
Gerne verbreiten wir einen Aufruf deutscher Naturschutzorganisationen weiter, der uns in diesen Tagen erreichte: Im Januar startete die EU-Kommission den „Fitness-Check“ der Vogelschutz- und der Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Richtlinie. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat Umweltkommissar Karmenu Vella explizit beauftragt die „Verschmelzung“ und „Modernisierung“ dieser wichtigsten EU-Naturschutzgesetze zu prüfen. Seit Ende April läuft die zwölfwöchige EU-Online-Konsultation. Dabei sind auch alle EU-Bürger gefragt.
[mehr]

20.05.2015 totop

Bundesamt für Naturschutz legt ersten Artenschutz-Report vor

Bild zur Meldung
Titelbild des Artenschutz-Report 2015
© BfN
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) stellt heute zum ersten Mal einen umfassenden Artenschutz-Report vor. Hierin nimmt das BfN eine Analyse der in Deutschland lebenden Tier-, Pflanzen- und Pilzarten vor. Der Report gibt einen Überblick, wie viele Arten in Deutschland leben, wie hoch der Anteil der gefährdeten Arten ist und wie sich die Artenvielfalt in den letzten Jahren entwickelt hat. Er macht aber auch deutlich, wo im Artenschutz Erfolge zu verzeichnen sind und worauf diese sich zurückführen lassen. Damit liefert der BfN-Artenschutzreport eine wichtige Analyse, um gefährdete Arten identifizieren und schützen zu können. Das BfN legt den Fokus auf acht Bereiche, in denen ein dringender Handlungsbedarf festzustellen ist und schlägt zentrale Maßnahmen zum Artenschutz vor.
[mehr]

08.05.2015 totop

Stiftung mit neuem Namen: Stiftung Vogelwelt Deutschland

Bild zur Meldung Die Stiftung Vogelmonitoring Deutschland wurde am 16. August 2003 in Chemnitz gegründet. Im Folgejahr übernahm sie die Federführung beim bundesweiten Projekt „Atlas Deutscher Brutvogelarten“ (ADEBAR). Die Arbeiten an diesem 10-jährigen Gemeinschaftsprojekt, an dem über 4.000 Vogelkundlerinnen und Vogelkundler aus ganz Deutschland beteiligt waren, sind inzwischen abgeschlossen: Am 24. April 2015 wurde im Museum Alexander Koenig in Bonn das Atlaswerk offiziell vorgestellt. Den erfolgreichen Abschluss des Projektes und die Übergabe des Buches an die Öffentlichkeit nehmen wir zum Anlass, die neue Bezeichnung der Stiftung zu verkünden. Fortan werden wir unsere Aktivitäten unter dem Namen „Stiftung Vogelwelt Deutschland“ fortführen. Der Beschluss dazu wurde gemeinschaftlich vom Stiftungsvorstand und Stiftungsrat gefasst. Ziel der Umbenennung ist es, mit einem neuen Namen die Belange von Vogelmonitoring und Vogelschutz noch wirksamer in die breite Öffentlichkeit zu tragen. Die Ziele der Stiftung bleiben unverändert.

Die neue Internetnet-Adresse lautet www.stiftung-vogelwelt.de

08.05.2015 totop

Spannendes Rennen mit vielen Rekorden bei (fast) optimalen Bedingungen — das Birdrace 2015 im Rückspiegel

Bild zur Meldung
Im zwölften Anlauf endlich ganz oben auf dem Treppchen: Gätkes Erben lagen mit 164 Arten am Ende eines langen Tages mit dem Team Cuxland gleichauf.
© Gätkes Erben
Das 12. bundesweite Birdrace ist Geschichte, und es war eines, das viele der bisherigen Bestmarken brach und mit mancher Überraschung aufwartete. 252 Teams mit über 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmern traten an — es waren somit wieder einmal deutlich mehr als im Jahr zuvor. Bei — abgesehen von den Alpen — fast durchweg guten bis optimalen Bedingungen gab es dieses Mal einen geteilten ersten Platz: Mit 164 Arten lagen das Team Cuxland (zum achten Mal!) und Gätkes Erben, beide aus Niedersachsen, am Ende gleich auf. Gätkes Erben ist das erste Team ohne Zugang zur Küste, das ganz vorne landete. Auch in diesem Jahr verzichtete wieder erfreulicherweise über die Hälfte der Teams auf ein Auto. In dieser prestigeträchtigen Wertung hatten am Ende einmal mehr die Usedommeln die Reifen mit 157 Arten vorn. In der Sonderwertung „Singvögel“ gelang den Speedbirdern aus Sachsen mit 80 Arten der „Quattrick“, und unter den 18 Nachwuchsteams (in der Mehrzahl unter 20 Jahre alt) hatte das Team Wetterau mit 133 Arten die Nase knapp vor der Konkurrenz. Im Spendenrennen ließen die BO-BACHTER nichts anbrennen und gewannen zum zwölften Mal: 4.126 Euro standen am Ende zu Buche — ein neuer Rekord. Herausragend war auch das Gesamtergebnis des Spendenrennens zugunsten des Internetportals ornitho.de: Über 24.000 Euro kamen durch den Einsatz von 95 Teams in diesem Jahr zusammen. Herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben!

300 Arten wurden am „Tag der Vogelartenvielfalt“ entdeckt — noch einmal mehr als im vergangenen Jahr (297), darunter selbstredend auch zahlreiche Seltenheiten. Spannend ist aber auch, dass die Ergebnisse des Birdraces inzwischen auch interessante Einblicke in das jährliche Auftreten einzelner Vogelarten geben. Das alles und noch viel mehr, beleuchten wir in dieser Nachlese auf das 12. bundesweite Birdrace. Denn ein Birdrace ist viel mehr, als das Abhaken von Arten.
[mehr]

07.05.2015 totop

LfU und LBV bekräftigen Kooperation beim Vogelschutz

Bild zur Meldung
LfU-Präsident Claus Kumutat und LBV-Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer vor der neu sanierten Vogelschutzwarte in Garmisch-Partenkirchen
© LfU
Aus Anlass der energetischen Sanierung des Dienstgebäudes der Staatlichen Vogelschutzwarte Bayerns trafen sich der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) Claus Kumutat und Dr. Norbert Schäffer, seit Dezember 2014 Erster Vorsitzender des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern (LBV), vor der neu sanierten Vogelschutzwarte in Garmisch-Partenkirchen. „Neben unserer bayernweiten Kooperation arbeiten wir in der Vogelschutzwarte buchstäblich unter einem Dach zusammen“, erklärt Schäffer mit Blick auf die intensive Zusammenarbeit mit dem LfU und die teilweise Nutzung des Gebäudes durch die LBV-Regionalgruppe der Landkreise Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau. LfU und LBV sind seit Jahrzehnten in gemeinsamen Projekten und Veranstaltungen für den Artenschutz in Bayern tätig. „Diese fruchtbare Zusammenarbeit von amtlichem und ehrenamtlichem Naturschutz für den Erhalt heimischer Biodiversität wollen wir auch künftig intensiv fortsetzen“, so Schäffer. Kumutat dankt dem LBV für sein breites Engagement für den Vogelschutz, insbesondere auch bei der Vogelzählung: „Die Erkenntnisse aus dem Monitoring sind eine maßgebliche fachliche Grundlage für wirksamen Vogelschutz. Ohne das ehrenamtliche Engagement des LBV wäre die flächendeckende Erfassung nicht möglich“. Die beiden bayerischen Brutvogelatlanten aus den Jahren 2005 und 2012 wurden unter maßgeblicher Beteiligung des LBV erstellt und gemeinsam veröffentlicht. Aktuell sind die Ergebnisse der Zusammenarbeit in den kürzlich erschienenen Atlas deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) eingeflossen.
[mehr]

06.05.2015 totop

1. Europäisches Braunkehlchen Symposium

Bild zur Meldung
 
© LBV
Beim 1. Europäischen Braunkehlchen Symposium am 28./29. Mai 2015 in Helmbrechts im oberfränkischen Landkreis Hof werden neueste Forschungsergebnisse zur Biologie des Braunkehlchens präsentiert. Der dramatische Bestandsrückgang des Braunkehlchens vor allem in Mittel- und Westeuropa gibt Anlass zu großer Sorge. Bereits vor über 30 Jahren wurde die Art auf die Roten Listen aufgenommen und 1987 nicht zuletzt deshalb zum „Vogel des Jahres“ gekürt. Seit Mitte der 2000er Jahre scheint sich die Lage noch zu verschärfen, denn selbst Brutgebiete, die sich rein äußerlich in den letzten Jahrzehnten kaum verändert haben, verwaisen zunehmend. Auf dem Symposium werden die Ursachen für den dramatischen Rückgang erörtert, aber auch erfolgreiche Schutzmaßnahmen vorgestellt. 35 Beiträge aus 15 Teilnehmerländern stellen die aktuelle Situation des Braunkehlchens in Europa dar (22 Vorträge, 13 Poster). Am Ende des Symposiums ist die Gründung einer Arbeitsgruppe geplant, die ein europaweites Schutzkonzept für den bedrohten Wiesenbrüter entwickeln soll.
[mehr]

06.05.2015 totop

Herzlichen Glückwunsch!
25 Jahre Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern

Bild zur Meldung
 
© OAMV
Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern (OAMV) begeht in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Der DDA gratuliert ganz herzlich zum Jubiläum und wünscht den Aktiven viel Energie und Erfolg für die zukünftigen Aufgaben!

Die OAMV setzt die Tätigkeit der Interessengemeinschaft Avifauna Mecklenburg und der formell am 25.08.1990 auf dem Recknitzberg als Interessengruppe des NABU, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., gegründeten Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern fort.
Nach Beschluss durch die Mitgliederversammlung erfolgte am 02.04.1995 die Umwandlung der OAMV in einen selbständigen eingetragenen Verein mit Einzelmitgliedschaft. Zum Jahresende 2014 hatte die OAMV 454 Mitglieder.
[mehr]

02.05.2015 totop

Happy birdday to you ... Allen Teams viel Vergnügen beim 12. bundesweiten Birdrace!

Bild zur Meldung
Im Frühtau zu Werke wir gehn‘ fallera ... in den meisten Regionen steht den Teams ein herrlicher Morgen bevor.
© Team "Trans Hannover Express"
Gong, Gong, Gong ... nachdem die Turmuhren zwischen Sylt und Zugspitze heute Nacht zwölfmal geschlagen hatten, ging′s für die ganz ambitionierten Teams bereits um Mitternacht los, um in den folgenden 24 Stunden soviele Vogelarten wie möglich zu sehen oder zu hören. Über 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in 249 Teams sind beim 12. bundesweiten Birdrace des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten (DDA) am Start — wieder einmal mehr als im Vorjahr. Auch die Anzahl der Teams, die auf ein Auto verzichten stieg weiter, ebenso die der Nachwuchsteams. Und das Wetter wird in weiten Teilen der Republik gut. Es ist also angerichtet für einen spannenden und erlebnisreichen "Tag der Vogelartenvielfalt"!
[mehr]

30.04.2015 totop

Weltzugvogeltag 2015 — „Energie vogelfreundlich gestalten!“

Bild zur Meldung
 
© http://www.worldmigratorybirdday.org
Am 9. und 10. Mai 2015 ist Weltzugvogeltag — eine weltweit stattfindende Kampagne zum Schutz von Zugvögeln und ihren Lebensräumen. Der Weltzugvogeltag wird von zwei internationalen Abkommen organisiert, die durch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) verwaltet werden — dem Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (CMS) und dem Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (AEWA). Das diesjährige Thema des Weltzugvogeltags lautet „Energie vogelfreundlich gestalten!“ und zielt darauf ab, die Bedeutung der Entwicklung von Energie-Technologien hervorzuheben, die Auswirkungen auf Zugvögel und ihre Lebensräume minimieren und mildern.
[mehr]

28.04.2015 totop

ADEBAR im Fernsehen

Bild zur Meldung
Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, im Interview mit Lars Tepel (Fernsehmagazin nano).
©
Am 27. April 2015 berichtete das Fernsehmagazin nano auf 3sat über den Atlas Deutscher Brutvogelarten. Johannes Wahl und Christoph Sudfeldt vom Dachverband Deutscher Avifaunisten stellen die Arbeit am ADEBAR-Projekt vor und spannen den Bogen bis hin zu ornitho.de. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, hebt den hohen Stellenwert bürgerschaftlichen Engagements hervor, das dem staatlichen Naturschutz bei der Erfüllung seiner gesellschaftlichen Aufgaben eine unverzichtbare Hilfe sei. Aber auch die alarmierende Bestandssituation der Vogelwelt in der Agrarlandschaft kommt nicht zu kurz. So fordert Jessel eine gezieltere Förderung spezifischer Agrarumweltmaßnahmen, die konkret der Erhaltung der heimischen Artenvielfalt dienen, anstelle der derzeit praktizierten, vergleichsweise unspezifischen Ausschüttung der Fördermittel mit der Gießkanne.

Hier geht es zum Video: ADEBAR im TV

27.04.2015 totop

Tagung der Fachgruppe Spechte der DO-G 2015 im Münsterland

Bild zur Meldung
Die Eichen-Hainbuchenwälder der Davert, dem Tagungsort der Fachgruppe Spechte 2015, beherbergen große Vorkommen des Mittelspechts.
© Lutz Ritzel
Vom 5.-7. Juni 2015 lädt die Fachgruppe Spechte der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (DO-G) zur Jahrestagung ins zentrale Münsterland nach Ascheberg-Davensberg ein. Mitausrichter der Tagung sind die Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft (NWO), der Landesverband NRW des NABU und die NABU-Naturschutzstation Münsterland sowie die Vogelschutzwarte im Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV). Das umfangreiche Programm verteilt sich auf insgesamt drei Kalendertage.
[mehr]

24.04.2015 totop

Neuer Brutvogelatlas liefert umfassenden Datenfundus

Bild zur Meldung
Feierliche Übergabe des Atlas Deutscher Brutvogelarten an Prof. Beate Jessel
© DDA
Die Kartierung von 80 Millionen Brutpaaren und damit mehr als 400.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit stecken in „ADEBAR“, dem neuen Atlas Deutscher Brutvogelarten. Damit liefert das Werk einen umfassenden Datenfundus zu allen 280 in Deutschland brütenden Vogelarten. Es belegt dabei unter anderem, dass Buchfink und Amsel die häufigsten Arten sind. Vorgestellt wurde der Brutvogelatlas heute von der Stiftung Vogelwelt Deutschland und dem Dachverband Deutscher Avifaunisten in Bonn.
[mehr]

20.04.2015 totop

Buch-Tipp: "Die Vogelwelt des Nationalparks Hainich"

Bild zur Meldung
Auf 215 Seiten erfahren Sie viel Spannendes über die Avifauna des Hainichs - auch, wo und wie Sie diese selbst erkunden können.
© Nationalpark Hainich
Mit "Die Vogelwelt des Nationalparks Hainich", dem vierten Band der von der Nationalparkverwaltung herausgegebenen Schriftenreihe ERFORSCHEN, liegt jetzt eine sehr ansprechende Zusammenstellung des Kenntnisstandes zur Avifauna des Schutzgebietes vor. Ziel dieses Bandes ist es, ein breites Publikum über die vielfältige Vogelwelt des Nationalparks mit seinen abwechslungsreichen Lebensräumen zu informieren. [mehr]

20.04.2015 totop

HanseBird 2015 lockt mit attraktivem Vortragsprogramm

Bild zur Meldung
Auch der DDA wird wieder auf der HanseBird mit einem Stand vertreten sein. Besuchen Sie uns!
© NABU Hamburg
Die vom NABU Hamburg veranstaltete HanseBird lädt vom 20.–21. Juni 2015 bereits zum sechsten Mal Vogelfreunde, Naturbeobachter und Fotografen herzlich auf die Hamburger Elbinsel Kaltehofe ein und hat dabei wieder hochkarätige Referenten im Programm. [mehr]

13.04.2015 totop

Zweiter Brutvogelatlas des Landes Mecklenburg-Vorpommern erschienen

Bild zur Meldung
 
© OAMV
Pünktlich zur 25-Jahrfeier der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg Vorpommern e. V. vom 10.-12.04.2015 in Salem wurde der Zweite Brutvogelatlas Mecklenburg-Vorpommern ausgeliefert. Der Brutvogelatlas präsentiert die bei den landesweiten Erfassungen in den Jahren 2005-2009(-12) gewonnenen Ergebnisse und beschreibt die Veränderungen gegenüber den vorigen Kartierungen aus den Jahren 1978-82 bzw. 1994-98. Darüber hinaus werden die Bestandsentwicklungen in einen historischen Kontext gestellt und ein Vergleich mit den Veränderungen der Brutvogelbestände der angrenzenden Regionen (Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Brandenburg und soweit möglich auch mit der polnischen Region Pommern) vorgenommen.
[mehr]

03.04.2015 totop

12. bundesweites Birdrace am 2. Mai — Anmeldung hat begonnen

Bild zur Meldung
Wetter gut, Laune gut! Von den Bedingungen beim Birdrace-Tag hängt viel ab ...
© Team "Jordsand Neuwerk"
In vier Wochen ist es wieder soweit, bereits zum 12. Mal steigt das bundesweite Birdrace. Für alle, die noch nicht dabei waren: Entgegen der direkten Übersetzung „Vogelrennen“ rennen bei einem Birdrace nicht die Vögel, sondern die Beobachterinnen und Beobachter versuchen in Teams von 3—5 Personen innerhalb von 24 Std. so viele Vogelarten wie möglich zu sehen oder zu hören. Das Beobachtungsgebiet kann frei gewählt werden, klare Grenzen sind jedoch v.a. bei mehreren Teams im gleichen Raum wichtig. Hierbei haben sich (Land)Kreise als Einheiten vielfach bewährt. Wer am Ende die meisten Arten entdeckt hat, hat gewonnen. Einen Preis gibt es dafür jedoch nicht, denn die zahlreichen Sachpreise werden unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern verlost. Schon deshalb betrügt man letztendlich nur sich selbst, wenn man schummelt. Es ist also Ehrensache, dass man sich sportlich und fair verhält. Und dass der Schutz der Natur und insbesondere der Vogelwelt dabei an höchster Stelle steht, ist selbstverständlich und oberstes Gebot (weitere Regeln s.u.). [mehr]

02.04.2015 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Winter 2014/15

Bild zur Meldung
Viel Schnee gab′s im Winter 2014/15 nicht, dafür aber reichlich Bergfinken
© Rosl Rößner
Sehr mild und wenig sonnig verlief der meteorologische Winter 2014/15. Die meist nur kurzen winterlichen Witterungsphasen beschränkten sich größtenteils auf den Süden Deutschlands. In der April-Ausgabe von DER FALKE betrachten wir in der Rubrik "Vögel in Deutschland aktuell" das vogelkundliche Geschehen in den Monaten Dezember bis Februar. [mehr]

31.03.2015 totop

ADEBAR: Auslieferung ab 10. April 2015

Bild zur Meldung
 
© Paschalis Dougalis
Die von uns mit der Herstellung beauftragte Druckerei in Kleve hat mitgeteilt, dass die Auslieferung des Atlas Deutscher Brutvogelarten ab dem 10. April 2015 erfolgen wird. Da etwa 4.000 Bestellungen vorliegen, wird der Versand einige Tage in Anspruch nehmen. Sollten Sie zu den Subskribenten gehören und seit der Bestellung des Atlas Ihre Adresse geändert haben, dann teilen Sie diese bitte kurzfristig mit. Am besten per Email an Thomas Thissen oder postalisch an

Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V.
An den Speichern 6
48157 Münster


Auch eine telefonische Mitteilung ist möglich: 0251 / 210140-0.

Sollten Sie ADEBAR noch nicht bestellt haben, dann geht es hier zur Online-Bestellmöglichkeit

Zudem bieten wir Ihnen eine kostenlose Leseprobe an.

30.03.2015 totop

„Seltene Vögel in Deutschland 2013“ erschienen

Bild zur Meldung
 
© DAK/DDA
Mit der dritten Ausgabe der Reihe „Seltene Vögel in Deutschland“ wird nun erstmals bereits rund ein Jahr nach den letzten enthaltenen Beobachtungen ein vollständiger Bericht über das Auftreten von Seltenheiten in Deutschland präsentiert. Dank der zeitnahen Dokumentation von Seltenheiten durch die zahlreichen BeobachterInnen und die gute Zusammenarbeit mit den Avifaunistischen Landeskommissionen konnte damit an internationale Vorbilder angeknüpft werden.
[mehr]

20.03.2015 totop

Bericht „Seltene Brutvögel in Bayern 2009—2013“ veröffentlicht

Bild zur Meldung
Innerhalb der letzten 20 Jahre hat sich der bundesweite Bestand der Zwergdommel nahezu verfünffacht. Dieser positive Trend hat sich auch in Bayern deutlich bemerkbar gemacht.
© Thomas Kirchen
Die Arbeitsgemeinschaft Seltene Brutvögel in Bayern (AGSB) hat in OTUS, der Zeitschrift des gleichnamigen Vereins für Feldornithologie in Bayern, jüngst ihren 4. Bericht zu seltenen bayerischen Brutvögeln veröffentlicht. Aufgrund des langen behandelten Zeitraums und der damit verbundenen Fülle an Daten wird der Bericht in zwei Teilen veröffentlicht. Der nun vorliegende erste Teil behandelt auf 70 durchgehend farbigen und durch zahlreiche Karten, Diagramme und Fotos reich illustrierten Seiten die Brutvorkommen von 45 Nichtsperlingsvogel-Arten von Nonnengans bis Wiedehopf. Der Erfassungsgrad vieler Arten konnte durch die Einführung des Internetportals ornitho.de erheblich verbessert werden. Zu den besonders bemerkenswerten Brutereignissen zählen der erste gesicherte Brutnachweis des Steinhuhns seit 1979, der vierte bis sechste bayerische Brutnachweis des Stelzenläufers sowie neue Brutnachweise der Sumpfohreule.
[mehr]

19.03.2015 totop

DER FALKE berichtet: Etappensieg für Vogelschutz bei Windenergie-Ausbau — Umweltministerien geben neue Abstandshinweise für Windräder frei

Bild zur Meldung
Für den Rotmilan wurde der empfohlene Abstand von Windrädern zum Nest von zuvor 1000 Metern auf 1500 Meter verschärft.
© Rosl Rößner
Im Konflikt um einen naturgerechten Ausbau der Erneuerbaren Energien haben Vogelschützer einen wichtigen Etappensieg errungen. Nach jahrelanger Verzögerung haben die Fachabteilungen der Länder-Umweltministerien nach Informationen des Journals DER FALKE grünes Licht für die Neufassung der von den Staatlichen Vogelschutzwarten erarbeiteten Abstandsempfehlungen für Windräder zu Vogelschutzgebieten und Nestern („Helgoländer Papier II“) gegeben. Damit dürfte der Artenschutz in Gerichtsverfahren gestärkt werden, denn schon das erste „Helgoländer Papier“ ist von Gerichten oft bei Entscheidungen als maßgebliche fachliche Orientierung herangezogen worden.
[mehr]

12.03.2015 totop

Herzlichen Glückwunsch: NWO-Preis 2015 an Christoph Sudfeldt

Bild zur Meldung
Sichtlich erfreut und überrascht nimmt Christoph Sudfeldt den NWO-Preis 2015 aus den Händen des NWO-Vorsitzenden, Joachim Weiss, und dem Vorsitzenden der Preis-Jury, Henning Vierhaus, entgegen.
© Barbara C. Meyer
Christoph Sudfeldt erhielt am vergangenen Sonntag den Preis der Nordrhein-Westfälischen Ornithologengesellschaft (NWO) 2015 für seine großen Verdienste um das Vogelmonitoring in Deutschland und seine tragende Rolle bei der Erstellung von ADEBAR. In seiner Laudatio würdigte Stefan R. Sudmann den avifaunistischen Werdegang von Christoph Sudfeldt von feldornithologischen Untersuchungen als Jugendlicher am Wiesenpieper, über die Limikolenforschung in den Rieselfeldern Münster, die Koordination der Wasservogelzählung in NRW und bundesweit, die Veröffentlichung wegweisender Arbeiten zum Feuchtgebietsschutz sowie der deutschen Liste der Important Bird Areas, der Professionalisierung des DDA, der zur Jahrtausendwende noch einen Jahresumsatz in der Größenordnung von 10000 DM hatte und mittlerweile zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, der Professionalisierung des Vogelmonitorings in Deutschland von rein ehrenamtlichen Strukturen zu einer langfristigen Absicherung im Rahmen der Verwaltungsvereinbarung Vogelmonitoring bis zur Herausgabe des Atlas Deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) in diesem Frühjahr. Das verdeutlicht, welche entscheidende und prägende Rolle Christoph Sudfeldt auf die avifaunistische Arbeit in Deutschland hatte und hat!
[mehr]

11.03.2015 totop

Neue Rote Liste der Brutvögel Mecklenburg-Vorpommerns erschienen

Bild zur Meldung
Die Bekassine, der Vogel des Jahres 2013, ist in Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile vom Aussterben bedroht.
© Peter Hering
Bei der aktuell veröffentlichten Roten Liste der Brutvögel Mecklenburg-Vorpommerns handelt es sich nach den Fassungen aus den Jahren 1992 und 2003 um die 3. Fassung einer Roten Liste für diese Artengruppe. Sie basiert im Wesentlichen auf den Ergebnissen der Kartierungen zum Atlas Deutscher Brutvogelarten.

Von den in der Liste der Brutvögel Mecklenburg-Vorpommerns geführten 229 Vogelarten wurden 212 Arten einer Bewertung zugeführt. Bei den übrigen nicht bewerteten Arten handelt es sich entweder um Neozoen oder um nicht regelmäßig brütende Vermehrungsgäste. Von den bewerteten 212 Arten konnten 105 Arten (49,5 %) als ungefährdet eingestuft werden. 88 Arten (41,5) wurden verschiedenen Kategorien der Roten Liste sowie weitere 19 Arten (9 %) der Vorwarnliste zugeordnet.
[mehr]

03.03.2015 totop

Buchtipp: „Vogelmonitoring in Deutschland — Programme und Anwendungen“ wieder erhältlich

Bild zur Meldung
Sudfeldt, C., R. Dröschmeister, J. Wahl, K. Berlin, T. Gottschalk, C. Grüneberg, A. Mitschke & S. Trautmann (2012): Vogelmonitoring in Deutschland - Programme und Anwendungen. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 119
© BfN
Nachdem die erste Auflage des Buchs „Vogelmonitoring in Deutschland — Programme und Anwendungen“ (Naturschutz und Biologische Vielfalt Band 119) bereits nach etwa eineinhalb Jahren vergriffen war, hat sich das Bundesamt für Naturschutz (BfN) entschlossen, einen Nachdruck der Publikation anzufertigen. Damit ist dieses erfolgreiche Werk, das die verschiedenen Programme und Konzepte des Vogelmonitorings vorstellt und über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten informiert, wieder verfügbar.

Das Buch vermittelt einen aktuellen Überblick über die Programme, Methoden, Konzepte, Anwendungsgebiete und Auswertungsmöglichkeiten des Vogelmonitorings in Deutschland. Den Kern des Buches bilden drei Kapitel zu den ehrenamtlichen Programmen: Monitoring häufiger Brutvögel, Monitoring seltener Brutvögel und Monitoring rastender Wasservögel; die Konzepte werden in komprimierter Art vorgestellt und die Arbeitsteilung zwischen den Programmen wird deutlich. Anwendungsbeispiele wie Auswertungsverfahren des Vogelmonitorings werden illustriert. Die organisatorischen Voraussetzungen im föderalen Deutschland für ein dauerhaftes Vogelmonitoring, das die internationalen Anforderungen erfüllt, werden beschrieben. Wesentlicher Pfeiler dafür ist die von Bund und Bundesländern getroffene Verwaltungsvereinbarung Vogelmonitoring, die die Zusammenarbeit mit dem Dachverband Deutscher Avifaunisten regelt und auch eine jährlich aktualisierte Berichterstattung an die interessierte Öffentlichkeit ermöglicht.
[mehr]

02.03.2015 totop

Erster Band der Avifauna Rheinland-Pfalz erschienen!

Bild zur Meldung
Band 1 der Avifauna RLP ist erschienen
© GNOR
Bereits im Jahre 1969 wurde bei der Gründungsversammlung der „Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz“ das Ziel formuliert, eine Landesavifauna für dieses herauszugeben. Nun, nach über 45 Jahren und einigen gescheiterten Anläufen ist es endlich soweit: Die Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz hat als Nachfolgeorganisation der OAG RLP den ersten Band von „Die Vogelwelt von Rheinland-Pfalz“ herausgegeben. Stolze 864 Seiten umfasst der 1. Band des auf vier Bände ausgelegten neuen Standardwerks über die Vogelwelt dieses in manchen Bereichen fast mediterran anmutenden Bundeslands (z.B. Brutvorkommen von Bienenfresser, Orpheusspötter, Zaun- und Zippammer). Der 1. Band liefert geballte Informationen über die Historie der Vogelforschung, über den Naturraum (Geologie, Klima, Lebensräume) und über die Methodik. Ein echtes Schmankerl sind auch die Vorstellungen der Vogelschutzgebiete von RLP mit der dort vorkommenden Vogelwelt und hochwertigen Fotos. Umfangreiche Kapitel über beispielsweise Zugvogelerfassungen, Siedlungsdichte-Untersuchungen, Vogelberingung, Wasservogelzählungen, Neozoen oder die „Rote Liste“ runden das Werk ab.
[mehr]

25.02.2015 totop

Das Monitoring häufiger Brutvögel startet in die neue Saison — machen Sie mit!

Bild zur Meldung
Auf den Probeflächen des Monitoringprogramms stehen häufige Arten wie die Goldammer im Mittelpunkt.
© DDA
Mit den längeren Tagen sind bei Amseln, Kleibern, Heckenbraunellen oder Meisen die Frühlingsgefühle nicht mehr zu überhören. Keine Frage, die Vorbereitungen für die Brutzeit haben bei vielen Arten bereits begonnen. Aber auch bei uns laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, denn am 10. März beginnt die Kartiersaison des Monitorings häufiger Brutvögel.
Seit 1989 werden die Bestandsentwicklungen aller häufigen Brutvogelarten mithilfe standardisierter Methoden überwacht, um u.a. die Frage „Wie entwickeln sich die Brutbestände weit verbreiteter, häufiger Vogelarten?“ beantworten zu können. Seit 2004 finden die Erfassungen auf bundesweit repräsentativen, 1x1 km-großen Probeflächen statt, auf denen zwischen März und Juni 4 Begehungen entlang einer ca. 3 km langen Route durchgeführt werden.
[mehr]

23.02.2015 totop

Deutsche Avifaunistische Kommission bittet um Seltenheitsmeldungen 2014

Bild zur Meldung
 
© DAK/DDA
Die dritte Ausgabe der Zeitschrift „Seltene Vögel in Deutschland“ steht bereits kurz vor der Fertigstellung. Das Heft wird neben Artikeln über Pazifische Ringelgänse und Grünlaubsänger in Deutschland auch den Bericht der Deutschen Avifaunistischen Kommission (DAK) über die bundesweit dokumentationspflichtigen Beobachtungen des Jahres 2014 sowie Beiträge zur Überarbeitung der nationalen Meldeliste zum 1.1.2015 und zum generellen Umgang der DAK mit Beobachtungen schwer zu kategorisierender Vögel enthalten.
[mehr]

18.02.2015 totop

Zwergsäger: EU-Vogelschutzgebiete begünstigen klimatisch bedingte Verlagerungen der Winterverbreitung

Bild zur Meldung
Zwergsäger haben ihre europäischen Überwinterungsgebiete in den letzten 25 Jahren deutlich nach Nordosten verlagert.
© Axel Halley
Viele Vogelarten reagieren auf die globale Erwärmung mit Änderungen ihrer Verbreitung. Das ist auch beim Zwergsäger der Fall, dessen europäische Überwinterungsgebiete sich in den vergangenen 25 Jahren deutlich nach Nordosten verlagert haben. Das ist ein Ergebnisse einer Studie von Wissenschaftlern aus 16 Ländern, die die Daten der Internationalen Wasservogelzählung auswerteten. Die Ergebnisse zeigen auch: Das Netz der EU-Vogelschutzgebiete wirkte sich dabei begünstigend aus, es zeigten sich aber auch große Lücken im Schutzgebietsnetz vor allem im Norden des Überwinterungsgebiets.
[mehr]

12.02.2015 totop

ADEBAR — Subskription mit Preisvorteil endet am 28. Februar 2015

Bild zur Meldung
 
© SVD / DDA
Wer ADEBAR zu einem reduzierten Preis erwerben will, muss sich sputen: Nur noch bis zum 28. Februar 2015 können Sie das Werk zum Vorzugspreis von 69,90 € je Exemplar zzgl. Porto- und Versandkosten von 4,10 € bestellen. Die Subskription gewährt einen Nachlass von etwa 30 % auf den Buchhandelspreis.

Wichtig: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am ADEBAR können das Werk sogar für nur 39,90 € zzgl. Porto- und Versandkosten von 4,10 € erstehen. Der Rabatt beträgt 60 % gegenüber dem Buchhandelspreis. Die Frist für das Mitarbeiterangebot endet erst am 31. Dezember 2015.
[mehr]

04.02.2015 totop

5. Koordinierungstreffen zum Brutvogelmonitoring sowie der Steuerungsgruppen von ornitho.de

Bild zur Meldung
Mit 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren die Treffen in Uder einmal mehr sehr gut besucht.
© DDA
Vom 31. Januar bis 1. Februar kamen im thüringischen Uder die Koordinatorinnen und Koordinatoren der landes- und bundesweiten Programme zum Brutvogelmonitoring zusammen. Auf dem jährlich stattfindenden Treffen diskutieren Expertinnen und Experten aus allen Bundesländern aktuelle Themen und Fragestellungen rund um die Erfassung der Brutvogelarten in Deutschland.
Nach einem Überblick über neue Projekte und Vorhaben des DDA stand am Samstag das Monitoring häufiger Brutvögel (MhB) im Mittelpunkt. Sven Trautmann, bundesweiter Koordinator des MhB, erläuterte Zuständigkeiten und Ablauf der Zusammenarbeit zwischen Bundes- und Landeskoordinierungsstellen und stellte verschiedene internationale und nationale Vorhaben und Auswertungen vor, in denen auf Daten aus dem MhB zurückgegriffen wurde bzw. wird.
[mehr]

30.01.2015 totop

ADEBAR im Druck

Bild zur Meldung
 
© SVD / DDA
Die eine oder der andere hatte unsere Grußbotschaft zum Jahreswechsel aufmerksam gelesen und erfreut zur Kenntnis genommen, dass ADEBAR im Druck ist. Inzwischen haben wir alle Fragen mit der Druckerei geklärt, und heute können wir verkünden: Die Produktion hat begonnen. Mit der Auslieferung des Atlaswerkes darf etwa Ende des 1. Quartals gerechnet werden. Den genauen Liefertermin geben wir noch rechtzeitig bekannt.

Der Atlas deutscher Brutvogelarten ist das Ergebnis einer zehnjährigen Zusammenarbeit. Am Gelingen dieses wohl aufwändigsten Projektes in der Erforschung der heimischen Avifauna beteiligten sich mehrere tausend Akteure — bei den Kartierungen, der Auswertung der immensen Datenmengen, der Bereitstellung und Abstimmung fachlicher Informationen, an der Abfassung und Korrektur von Texten oder durch finanzielle Zuwendungen und Spenden. Ihnen allen gebührt unser aufrichtiger Dank!
[mehr]

28.01.2015 totop

Allianz aus Umweltorganisationen verklagt Bundesregierung wegen fehlendem Meeresschutz in Nord- und Ostsee

Bild zur Meldung
Als ungewollter Beifang sterben in kilometerlangen Stellnetzen Jahr für Jahr tausende Meeresenten und Schweinswale
© Nicole Sonntag
Meeresschutz findet in Deutschland nur auf dem Papier statt: In den zehn Offshore-Schutzgebieten in Nord- und Ostsee sind auch acht Jahre nach ihrer Ausweisung keinerlei Schutzmaßnahmen in Kraft. Dagegen klagt jetzt eine Allianz der Umweltorganisationen Greenpeace, WWF, BUND, NABU, Deutsche Umwelthilfe, WDC (Whale and Dolphin Conservation) und dem Deutschen Naturschutzring (DNR), der die formell gegen das Bundesamt für Naturschutz gerichtete Klage heute am Verwaltungsgericht Köln einreichte. „Die Bundesregierung verschleppt den Schutz von Nord- und Ostsee seit Jahren und gefährdet damit bedrohte Meeresbewohner und ihre Lebensräume“, kritisierten die Verbände. „In den ausgewiesenen Gebieten müssen nach EU-Recht Schweinswale, Seevögel, wertvolle Sandbänke und Riffe geschützt werden. Tatsächlich darf aber jeder Quadratmeter im Schutzgebiet befischt werden, obwohl Fischerei der schwerste Eingriff ins Ökosystem Meer ist.“ Neben der Fischerei finden auch Sand- und Kiesabbau, der Bau von Offshore-Windkraftanlagen und die Suche nach Öl- und Gasvorkommen in den Schutzzonen statt.
[mehr]

26.01.2015 totop

Höhere Mortalität in Mauretanien überwinternder Löffler während des Heimzugs

Bild zur Meldung
Das Zugsystem der Löffler. Die Größe der Punkte gibt die Zahl der in den jeweiligen Regionen überwinternden Individuen an, die in die Analyse eingeflossen sind.
© Lok et al. (2015)
In einer neuen Studie der Universität Groningen, des Niederländischen Instituts für Meeresforschung (NIOZ) und der niederländischen Löffler-Arbeitsgruppe fanden Forscher nun heraus, dass die Mortalitätsrate in Mauretanien überwinternder Löffler signifikant höher ist, als die der in Frankreich oder auf der Iberischen Halbinsel überwinternden Vögel. Ein Grund scheint vor allem der lange Zugweg über natürliche Barrieren wie die Sahara zu sein.

Die Forscher verglichen die saisonale Überlebensrate von in den Niederlanden brütenden Löfflern, die den Winter in unterschiedlich weit entfernten Gebieten (ca. 1000, 2000 und 4500 km) in Frankreich, auf der Iberischen Halbinsel sowie in Mauretanien verbrachten.

Anhand von Ablesungen farbberingter Vögel aus den Jahren 2005 bis 2012 konnte ermittelt werden, dass die Überlebensrate in den Sommer-, Herbst- und Wintermonaten sehr hoch und unabhängig von der Länge des jeweiligen Zugwegs war. Während des Frühjahrszugs lag die Mortalitätsrate bei den in Mauretanien überwinternden Vögeln mit 18% jedoch deutlich höher, als die der nur bis Frankreich (5%) oder auf die Iberische Halbinsel (6%) ziehenden Vögel.
[mehr]

20.01.2015 totop

Wiedehopfe „imprägnieren“ ihre Eier durch ein spezielles Bakteriensekret

Bild zur Meldung
Wiedehopfe nutzen ein spezielles Bürzeldrüsensekret zum Schutz ihrer Eier vor Infektionen.
© Thomas Hinsche
Forscher der Universität Granada und des Obersten Rats für wissenschaftliche Forschung CSIC, der größten öffentlichen Forschungseinrichtung Spaniens, sowie weiterer Institute haben entdeckt, dass Wiedehopfe ihre Eier mit einem selbst produzierten Bakteriensekret ummanteln, um damit die Schlupfrate zu erhöhen. Das Sekret, das innerhalb einer speziellen Struktur der Eischale eingelagert wird, hilft dabei, die Eier vor Infektionen zu schützen.

Die Forscher hinderten in ihrer Studie mehrere weibliche Wiedehopfe am „Imprägnieren“ ihrer Eier mit der durch die Bürzeldrüse der Vögel erzeugten Substanz. Die festgestellte Menge pathogener Bakterien in nicht geschlüpften Eiern lag in diesen Fällen signifikant höher als bei Bruten, in denen kein solcher Eingriff stattgefunden hatte. Das Bakteriensekret stellt demnach offenbar eine Barriere für den Eintritt von Krankheitserregern ins Innere des Eis dar.
[mehr]

16.01.2015 totop

„Wochenende der Wasservögel“ — Internationale Wasservogelzählung und europaweite Zählung von Zwerg- und Singschwan

Bild zur Meldung
Pfeifenten
© Hans Glader
Am bevorstehenden Wochenende, dem 17./18. Januar, schultern wieder viele Tausend Beobachter weltweit die Spektive, um im Rahmen des von Wetlands International organisierten International Waterbird Census (IWC) Wasservögel zu erfassen. Seit Ende der 1960er Jahre werden alljährlich Mitte Januar in mehr als 25.000 Gebieten in über 100 Ländern auf allen Kontinenten die Wasservögel gezählt. Eine in vielen Regionen ehrenamtlich getragene Gemeinschaftsleistung, die weltweit vermutlich ihresgleichen sucht. Mit über 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alleine in Deutschland ist die Wasservogelzählung auch hierzulande das umfangreichste und älteste Erfassungsprogramm in der Vogelwelt. Viele der Zählerinnen und Zähler beteiligen sich seit mehreren Jahrzehnten an der Erfassung und sorgen durch diese Kontinuität gleichzeitig für eine hohe Datenqualität. Über die international bedeutendste Zählung im Januar hinaus werden in vielen Hundert Feuchtgebieten vom Herbst bis zum Frühjahr Wasservögel erfasst, in einigen Gebieten wie dem Wattenmeer sogar rund ums Jahr. Das ehrenamtliche Engagement alleine zur Erfassung der durchziehenden und überwinternden Wasservögel beläuft sich auf rund 100.000 Stunden — jährlich!
[mehr]

15.01.2015 totop

Nationale Meldeliste der Deutschen Avifaunistischen Kommission zum 1. Januar 2015 überarbeitet

Bild zur Meldung
 
© DAK/DDA
Das Auftreten einiger sehr seltener Arten hat sich in den vergangenen Jahren deutlich geändert, sodass nach der letzten Aktualisierung vom 1.1.2011 eine Überarbeitung der nationalen Meldeliste notwendig wurde. Um einzelnen Einflugjahren weniger Bedeutung zukommen zu lassen, wird als Kriterium künftig nicht der Durchschnitt, sondern der Median herangezogen. Gestrichen werden generell alle Arten, von denen in den vergangenen zehn Jahren im Median mindestens acht Nachweise gelangen oder die regelmäßig in Deutschland brüten. Die rückwirkend ab dem 1.1.2015 gültige Meldeliste kann hier heruntergeladen werden.
[mehr]

12.01.2015 totop

Buchtipp: Atlas des Vogelzugs — Ringfunde deutscher Brut- und Gastvögel

Bild zur Meldung
 
© Aula-Verlag
Die Beringung von Vögeln ist nach wie vor eine der wichtigsten Methoden zur Erforschung des Vogelzugs. In Deutschland werden seit mehr als 100 Jahren Vögel beringt. Über 20 Millionen Tiere haben seither mehr als eine Million Rückmeldungen erbracht. Was bislang fehlte, war eine zusammenfassende Darstellung der Funde. Der „Atlas des Vogelzugs“ schließt diese Lücke, indem er die Daten der drei deutschen Beringungszentralen erstmals umfassend zusammenführt und in zahlreichen Karten und prägnanten Texten übersichtlich darstellt. Anhand der Funde von in Deutschland beringten bzw. mit einem auswärtigen Ring gefundenen Vögeln werden die Zug- und Überwinterungsgebiete der hierzulande brütenden, aber auch die Herkunftsgebiete durchziehender bzw. überwinternder Arten aufgezeigt. Darüber hinaus wird die Arbeit der zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiter gewürdigt, die mit ihrem Einsatz seit jeher einen unschätzbaren Beitrag zur Vogelforschung leisten.
[mehr]

08.01.2015 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Herbst 2014

Bild zur Meldung
 
© Aula-Verlag
Der Herbst 2014 war in Deutschland der zweitwärmste seit Beginn flächendeckender Messungen im Jahr 1881. Auch die Vögel reagierten auf die milden Temperaturen und so gehen wir in der Januar-Ausgabe von DER FALKE in der Rubrik „Vögel in Deutschland aktuell“ der Frage nach „Wer blieb länger, wer kam später?“. Eine Reihe von Vogelarten wurde spät im Jahr noch ungewöhnlich zahlreich beobachtet. Besonders auffällig war dies bei Rotmilan und Weißstorch festzustellen. Wir vergleichen die Zahl der Beobachtungen mit der aus dem Herbst 2013. Doch nicht alle Arten waren häufiger als gewöhnlich zu beobachten. Wacholderdrosseln wurden deutlich seltener beobachtet.
[mehr]

 

Bild

Bild293 Teams mit über 1000 TeilnehmerInnen waren beim 13. bundesweiten Birdrace am Start — so viele wie nie zuvor:
Ergebnisse Arten
Ergebnisse Spenden
Medienecho
Ergebnisse eintragen

BildDie Vögel im Südosten Boliviens sind Inhalt der aktuellen Ausgabe des Falke-Journal. Daneben geht es um die Wiederansiedlung der Moorenten in Niedersachsen und die Gefährdung der Birkhühner in Bayern durch ein geplantes Großprojekt. Aber das ist natürlich längst nicht alles; so darf ein Blick auf die neue Ausgabe von „Seltene Vögel in Deutschland“ nicht fehlen und auch Windenergie ist erneut ein brennendes Thema. Werfen Sie doch mal einen Blick auf die Homepage des FALKE-Journals.

Bild„Vögel in Deutschland 2014“ behandelt auf über 70 Seiten die Hintergründe der in Vögel in Deutschland 2013 beobachteten Bestandsveränderungen sowie die Umsetzung der EU-Vogelschutzrichtlinie in Deutschland.

Bild„Seltene Vögel in Deutschland 2014“ beinhaltet neben dem Seltenheitenbericht 2014 auch Beiträge zu Kanadakranich, Buschrohrsänger und Pazifiksegler.

BildStatus, Karten, Brut- und Rastbestände, Rote Liste-Status, rechtlicher Schutz ... all das finden Sie in unserem Informationssystem
Vögel in Deutschland

Vergabestand im Monitoring häufiger Brutvögel





Machen Sie mit...
Häufige Brutvögel
Wasservogelzählung

BildKiebitz, das Odra Tal in Polen, die Vogelwelt eines Friedhofs in Polen und Vogelflug- aufnahmen bestimmen den aktuellen Inhalt.
Inhalt / Zsfg.

Bild"Der Falke" hat das Sonderheft Stadtvögel herausgebracht. Mit Artikeln rund um Gefährdung und Hilfe durch Menschen, Lebensräume der Stadt, Artenlisten der Städte und Kleingartenanlagen und vielem mehr bietet dieses Heft einen faszinierenden Einblick in die Welt der Stadtvögel.

BildDas Buch gibt einen aktuellen Überblick über die Programme, Methoden, Konzepte, Anwendungs- gebiete und Auswertungsmöglichkeiten des Vogelmonitorings. Die Monitoring-Programme häufiger Brutvögel, seltener Brutvögel sowie rastender Wasservögel werden ebenso vorgestellt wie die organisatorischen Voraussetzungen eines international relevanten Vogelmonitorings in Deutschland. Die Darstellung weiterer Projekte wie ADEBAR runden den Überblick ab. Überdies werden Vorteile und Möglichkeiten des Online-Portals ornitho.de für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und das Monitoring beschrieben.
Bezug:
BfN-Schriftenvertrieb: Tel.: 0 25 01 / 8 01-3 00, Fax: 0 25 01 / 8 01-3 51 oder im Internet

BildMit einer Förder- mitgliedschaft im DDA helfen Sie uns, die Monitoringprogramme zu organisieren und die Ergebnisse zeitnah in Schutzmaßnahmen einfließen zu lassen.
pdfAufnahmeantrag [ 1.778 kb ]

BildDas Methoden- handbuch ist wieder gedruckt verfügbar und kann für 29,80 € bestellt werden.