Archiv

27.12.2014 totop

2014 — ein abwechslungs- und erfolgreiches Jahr

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© Karsten Berlin
Sie sind vergangen wie im Fluge, die letzten zwölf Monate. Neue Herausforderungen und der Abschluss zahlreicher Vorhaben ließen uns kaum Zeit, einmal innezuhalten, um die Erfolge unserer Arbeit zu genießen. Zwischen den Jahren wollen wir nun kurz Durchatmen und die wichtigsten Ereignisse Revue passieren lassen.
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21.12.2014 totop

Die Brandseeschwalbe — Seevogel des Jahres 2015

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© Christopher Plummer
Die Brandseeschwalbe ist der Seevogel des Jahres 2015. Der elegante Fischfänger brütet in Deutschland nur auf vier Nordseeinseln und an zwei Stellen der Ostsee. Rund 7.600 Paare wurden in diesem Jahr gezählt. Das teilte der Verein Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur am Samstag bei der Vorstellung der vom Aussterben bedrohten Vogelart in Ahrensburg (Schleswig-Holstein) mit.
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11.12.2014 totop

„NaturaList“-App zur mobilen Dateneingabe bei ornitho veröffentlicht

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© Biolovision
Seit wenigen Tagen ist die schon lange erwünschte ornitho-App „NaturaList“ kostenlos verfügbar. Erklärtes Ziel der Entwickler von Biolovision um Gaëtan Delaloye (selbst begeisterter Vogelbeobachter und Kartierer) war es, dass die Eingabe der Daten über die App mindestens so schnell sein sollte wie das herkömmliche Notieren der Beobachtungen auf Papier. Und sie sollte auch an Orten ohne Netzabdeckung und grenzüberschreitend funktionieren. All das ist eindrucksvoll gelungen!
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28.11.2014 totop

Aktualisierte Informationen über Einflüsse der Windenergienutzung auf Vögel

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© Mathias Putze
Seit dem Jahr 2002 trägt die Staatliche Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg (LUGV) verfügbare Daten zu Kollisionen von Vögeln und Fledermäusen an Windenergieanlagen (WEA) aus ganz Deutschland zusammen. Ziel der Datenbank ist es, die vorhandenen, bundesweit verstreuten Daten über Anflugverluste an WEA zusammenzutragen, durch diese Sammlung zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen und die Einhaltung von Mindeststandards bei der weiteren Datengewinnung und -dokumentation durchzusetzen.
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24.11.2014 totop

Filmpremiere: „Über-Leben Rebhuhn — Das Rebhuhnschutzprojekt im Landkreis Göttingen“

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Das Rebhuhn gehört europaweit zu den Arten mit den größten Bestandsverlusten in den vergangenen Jahrzehnten.
© Christoph Moning
Die Biologische Schutzgemeinschaft Göttingen e. V. lädt ein zur Filmpremiere, am Freitag, 5. Dezember 2014, 16 Uhr, in das Kino Lumière, Geismarlandstraße 19, 37083 Göttingen. Der Eintritt ist frei. Der Tierfilmer und Landwirt Andreas Winkler aus Limbach-Oberfrohna präsentiert seinen neuen Dokumentarfilm „Über-Leben Rebhuhn — Das Rebhuhnschutzprojekt im Landkreis Göttingen“.

Seit 2010 begleitet der Tierfilmer Andreas Winkler unser Rebhuhnschutzprojekt und die wissenschaftlichen Begleituntersuchungen der Naturschutzbiologie der Universität Göttingen. Der Film soll einerseits das Projekt dokumentieren und andererseits Anregungen geben und Leitfaden sein, wie auch in anderen Regionen das Überleben der Rebhühner gefördert werden kann. Andreas Winkler zeigt, dass die Landschaft nicht nur eine Produktionsfläche, sondern auch Lebensraum für Menschen, Pflanzen und Tiere ist.
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24.11.2014 totop

Hilfe für den Rotmilan: Artenhilfsprogramm des Landes Sachsen-Anhalt erschienen

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© LAU Sachsen-Anhalt
Mit ca. 2.000 Paaren brüten etwa 8 % aller Rotmilane der Welt in Sachsen-Anhalt. Das Land hat daher für die Erhaltung dieser Art deutschland-, europa- und auch weltweit eine besonders hohe Verantwortung. Schätzungen zufolge beläuft sich der Weltbestand auf lediglich 20.000-25.000 Brutpaare.

Experten aus dem Förderverein für Ökologie und Monitoring von Greifvogel- und Eulenarten, dem Museum Heineanum in Halberstadt und des Landesamtes für Umweltschutzes (Staatliche Vogelschutzwarte Steckby) haben nun ein Artenhilfsprogramm für den Rotmilan in Sachsen-Anhalt erarbeitet, das Anfang November auf der Jahresversammlung des Ornithologenverbandes Sachsen-Anhalt offiziell vorgestellt wurde. Das 160 Seiten umfassende Heft der Berichte des Landesamtes für Umweltschutz stellt die besondere Bedeutung Sachsen-Anhalts heraus, verdeutlicht die aktuelle Situation des Rotmilans im Land, analysiert Gefährdungsursachen und gibt Empfehlungen für seinen Schutz in Sachsen-Anhalt.
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21.11.2014 totop

Freunde- und Förderermagazin „Das Vogeljahr 2013/14“ veröffentlicht

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Cover
© DDA
Mit der neuen Ausgabe des Magazins „Das Vogeljahr“ bedankt sich der DDA bei allen Freunden und Förderern, die die Arbeit des Verbands im Rahmen einer Fördermitgliedschaft unterstützen. In enger Zusammenarbeit mit der Zeitschrift DER FALKE berichten wir von interessanten Ereignissen in der Vogelwelt sowie über besondere Beobachtungen im Jahr 2013, aktuelle Projekte und die Arbeit des DDA und stellen neueste Ergebnisse aus den bundesweiten Programmen des Vogelmonitorings vor. Ein besonderes Augenmerk wird auf das nationale Schutzprojekt „Rotmilan — Land zum Leben!“ gelegt. Als fachlicher Partner des Deutschen Verband für Landschaftspflege und der Deutschen Wildtier Stiftung übernimmt der DDA bei diesem Vorhaben eine wichtige Rolle: Neben der Bewertung von Management- und Schutzmaßnahmen, werden auf Basis bundesweiter Untersuchungen Faktoren analysiert, welche Einfluss nehmen auf die Bestandsentwicklungen des Rotmilans. Es sollen Vorschläge für wirkungsvolle Schutzmaßnahmen abgeleitet werden, um die negative Entwicklung der Bestände in den letzten Jahrzehnten aufzuhalten und den Rotmilan dauerhaft zu stärken.
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18.11.2014 totop

Noch ungewöhnlich viele Rotmilane in Deutschland

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Für die Jahreszeit halten sich derzeit noch ungewöhnlich viele Rotmilane in Deutschland auf. Das verdeutlicht der Vergleich der über ornitho.de und ornitho.lu vom 1.-15. November gemeldeten Rotmilan-Beobachtungen der Jahre 2013 und 2014 (n2013 = 601, n2014 = 1989).
© ornitho
Die meisten der bei uns brütenden Rotmilane ziehen im Herbst in den Süden und überwintern in Südfrankreich und auf der Iberischen Halbinsel. Der Abzug erfolgt in der Regel von Anfang September bis Mitte Oktober. Ab November sind die eleganten Greifvögel dann nur noch in geringer Zahl zu beobachten. Anders in diesem Jahr: Etwa zwei- bis dreimal so viele Rotmilane halten sich — verglichen mit dem Vorjahr — derzeit noch bei uns auf. Das zeigt ein Vergleich der in der ersten Novemberhälfte über ornitho.de gemeldeten Beobachtungen: Ein Grund hierfür könnte die derzeit ungewöhnlich milde Witterung sein. Da die Witterungsbedingungen im Herbst des vergangenen Jahres jedoch ähnlich mild waren, dürfte vor allem ein gutes Nahrungsangebot der Hauptgrund für die ungewöhnlich vielen Beobachtungen sein. Vielerorts sind die Dichten an Mäusen offenbar hoch, so dass der Tisch für viele Greifvögel reicht gedeckt ist.
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14.11.2014 totop

Positive Bilanz nach UN-Konferenz: Globale Abkommen zum Schutz der Zugvögel verabschiedet

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Die elfte Konferenz der Vertragsstaaten des Bonner Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden Tierarten (CMS) fand Anfang November in Ecuador statt.
© CMS
Die elfte Konferenz der 120 Vertragsstaaten des Bonner Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden Tierarten (CMS) vom 4.-9. November 2014 in Quito, Ecuador, ging mit einer Reihe bedeutender Beschlüsse für den Vogelschutz zu Ende. Ein wichtiges Thema war der Kampf gegen die Vergiftung von Zugvögeln. Die Staaten nahmen eine Resolution an, die sich für ein Verbot von bleihaltiger Munition bis 2017 ausspricht. In Dänemark und den Niederlanden gibt es bereits ein solches Verbot, andere Staaten wollen nun folgen. Bleivergiftungen zählen zu den häufigsten Todesursachen einiger Vogelarten.
Verabschiedet wurde auch ein Aktionsplan für die wandernden Landvogelarten in der Afrikanisch-Eurasischen Region. Er soll im Wesentlichen die zahlreichen wandernden Singvogelarten dieser Region auf ihren Zugwegen und in ihren Sommer- und Winterquartieren schützen (darunter Arten wie Kuckuck, Turteltaube, Neuntöter oder Pirol). Zusammen mit dem Afrikanisch-Eurasischen Wasservogel-Abkommen (AEWA) und dem Afrikanisch-Eurasischen Memorandum of Understanding zum Schutz wandernder Greifvogelarten sind mit diesem Aktionsplan endlich alle Zugvogelarten des gesamten afrikanisch-paläarktischen Vogelzugsystems abgedeckt. Ferner beschloss die Konferenz, eine internationale Taskforce zur Bekämpfung der illegalen Zugvogelverfolgung einzusetzen, etwa im Mittelmeerraum.
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10.11.2014 totop

Karl Kaus Stiftung ehrt engagierte Streiter gegen die unberechtigte Tötung von Gänsen und Krähen

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Der Vorsitzende der Stiftung Joachim Seitz (Mitte) überreicht den Emmy & Karl Kaus-Preis 2014 an Eilert Voß (links) und Dr. Ulrich Mäck (rechts).
© Karl Klaus Stiftung
Mit dem Emmy & Karl Kaus-Preis ehrte die Karl Kaus Stiftung in dieser Woche die langjährigen Verdienste von Dr. Ulrich Mäck und Eilert Voß um den Schutz freilebender Tiere.

Dr. Ulrich Mäck erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Stiftungsreis für seinen jahrzehntelangen vielfältigen Einsatz gegen die unnötigerweise stark verfolgte Gruppe der Rabenvögel. Er hat mit umfangreichen wissenschaftlichen Untersuchungen, z. B. über die tatsächliche Ernährung dieser Vogelarten belegt, wie unbegründet die Tötung von Rabenvögeln ist. Bereits 1999 wurde Ulrich Mäck für seine Verdienste im Bereich der Feldornithologie ausgezeichnet. Für seine Untersuchungen zur Populationsbiologie und Raumnutzung der Elster in einem urbanen Ökosystem, dem Großraum Ulm, wurde ihm damals durch den DDA der „Preis zur Förderung der Feldornithologie“ verliehen.
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07.11.2014 totop

50 Jahre Rote Liste gefährdeter Arten der IUCN

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© IUCN
Die Rote Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN feiert in diesem Jahr die bedeutenden Erfolge im Artenschutz sowie bei der Beeinflussung politischer Entscheidungen innerhalb der letzten 50 Jahre.
Die Rote Liste der IUCN ist die weltweit umfassendste Informationsquelle zum globalen Erhaltungszustand der Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Derzeit umfasst die Liste rund 74.000 Arten. Es handelt sich dabei um weit mehr als ein reines Verzeichnis von Arten und deren Status. Vielmehr ist die Rote Liste ein mächtiges Werkzeug, um Maßnahmen für den Erhalt der Artenvielfalt zu initiieren sowie über diese zu informieren und damit entscheidend zum Schutz der Biodiversität und natürlicher Ressourcen beizutragen. [mehr]

07.11.2014 totop

>1000 illegal getötete Greifvögel in Deutschland dokumentiert

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Mäusebussarde wurden bislang am häufigsten als Opfer von Greifvogelverfolgung ermittelt
© Erich Greiner
Obwohl alle Greifvogelarten seit den 1970er Jahren in Deutschland unter strengem Schutz stehen, werden immer wieder Fälle illegaler Greifvogelverfolgung bekannt. In den Jahren 2004 bis 2014 wurden bundesweit 689 Fälle dokumentiert. Dabei wurden mindestens 1.130 Greifvögel gefangen, verletzt, getötet, abgeschossen oder ihre Bruten gestört oder vernichtet. Dies geht aus einer Zusammenstellung des NABU hervor, die auf offiziellen Daten der Umweltministerien der Länder und einer ergänzenden Erfassungen des Komitees gegen den Vogelmord beruht.

Mindestens 18 Greifvogel- und 3 Eulenarten sind betroffen. Unter den bestätigten Opfern sind mindestens 559 Mäusebussarde, 126 Habichte und 103 Rotmilane, aber auch seltene Arten wie 32 Seeadler, 17 Uhus, 16 Wanderfalken und sogar je ein Schreiadler und ein Gänsegeier.
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06.11.2014 totop

421 Millionen Vögel weniger als vor 30 Jahren

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Von den alarmierenden Rückgängen europäischer Vögel sind vor allem Arten der Agrarlandschaft, wie der Bluthänfling, betroffen.
© Reinhild Waschkies
Die Bestände zahlreicher europäischer Vogelarten gehen seit vielen Jahren dramatisch zurück. Betroffen sind vor allem häufige Arten wie Haussperling, Star, Feldlerche oder Rebhuhn. Verantwortlich dafür seien die zunehmend intensivierte Landwirtschaft sowie die Vernichtung natürlicher Lebensräume. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der University of Exeter, die jüngst im Wissenschaftsmagazin Ecology Letters veröffentlicht wurde.

Die Forscher schätzen, dass heute etwa 421 Millionen Vögel weniger in Europa leben als noch vor drei Jahrzehnten, was einem Rückgang von etwa 20 Prozent entspricht. Alarmierend ist, dass unter den häufigen Vogelarten insbsondere die kleineren im Bestand überproportional abgenommen haben. Dies wirkt sich unmittelbar negativ auf die Ökosystemdienstleistungen aus, die von kleineren Vögeln bspw. durch Schädlingskontrolle erbracht werden.
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03.11.2014 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Sommer 2014

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© Aula-Verlag
In der November-Ausgabe von DER FALKE blicken wir in der Rubrik „Vögel in Deutschland aktuell“ auf das vogelkundliche Geschehen im Sommer 2014 zurück. Dabei betrachten wir die seit vielen Jahren bei uns brütende Rostgans und ihr interessantes Wanderverhalten in Westeuropa. Eine exotische, aber hierzulande ebenfalls bereits als Brutvogel etablierte Art, der wir uns widmen, ist der Halsbandsittich. Die Verbreitung nach ornitho-Daten deckt sich dabei sehr gut mit den Ergebnissen der Brutvogelkartierungen 2005—2009. Eine weitere Ausbreitung über die drei großen Vorkommensgebiete am Rhein hinaus ist nicht oder in nur sehr geringem Maße erkennbar.
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27.10.2014 totop

„The State of the UK′s birds 2014“ — Aktuelle Trends der Vögel Großbritanniens veröffentlicht

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Langstreckenzieher, wie das auf dem Titelblatt abgebildete Braunkehlchen, zeigen besorgniserregende Bestandsrückgänge.
© RSPB
Zum bereits 15. Mal wurde nun der Statusbericht „The State of the UK's Birds“ veröffentlicht. Diese Berichte befassen sich mit den Bestandsveränderungen der Vögel Großbritanniens und liefern Ergebnisse einer Reihe unterschiedlicher Studien und Monitoringprogramme. In der aktuellen Ausgabe werden erstmalig auch Trends zu seltenen und weniger häufigen Brutvögeln dargestellt.
Es werden neue Indikatoren zu Vögeln mit unterschiedlichen Zugstrategien und Ergebnisse neuester Telemetrie-Technologien präsentiert.

Der Statusbericht zeigt insgesamt einen Rückgang der Brutvogelpopulationen innerhalb der letzten 40 Jahre. Der Index aller Arten für das Jahr 2013 lag zwölf Prozent unter dem Wert von 1970. Einen signifikanten Rückgang von fünf Prozent gab es auch von 2007 bis 2012. Die Trends unterscheiden sich jedoch von Art zu Art sowie zwischen den unterschiedlichen genutzten Lebensraumtypen stark.
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24.10.2014 totop

Der Habicht ist „Vogel des Jahres 2015“

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Habicht
© Paschalis Dougalis
Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Habicht zum „Vogel des Jahres 2015“ gewählt. Auf den Grünspecht, Vogel des Jahres 2014, folgt damit ein Greifvogel, der wie viele andere seiner Verwandten immer noch der illegalen Verfolgung ausgesetzt ist, obwohl die Jagd auf den Habicht seit den 1970er Jahren verboten ist.
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22.10.2014 totop

Norbert Schäffer zum neuen LBV-Vorsitzenden gewählt

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Norbert Schäffer ist neuer LBV-Vorsitzender.
© LBV
Die Delegierten des Landesbunds für Vogelschutz in Bayern (LBV) haben auf ihrer Jahreshauptversammlung in Amberg Dr. Norbert Schäffer einstimmig zum neuen ersten LBV-Vorsitzenden gewählt. Der 49-jährige Biologe, der die letzten knapp 20 Jahre bei Europas größtem Naturschutzverband RSPB in England beschäftigt war, kehrt damit zu seinen Wurzeln zurück. Als früherer Landesjugendleiter, zwischenzeitliches Vorstandsmitglied und zuletzt aktives Beiratsmitglied wird der gebürtige Oberpfälzer nun der erste hauptamtliche Vorsitzende in der über 100-jährigen Geschichte des bundesweit viertgrößten Naturschutzverbands. "Für mich schließt sich ein Kreis. Ich freue mich, nach Bayern zurückzukehren und hier mit dieser überwältigenden Unterstützung etwas zu bewegen", so der frisch gewählte neue LBV-Vorsitzende. Nach über 36 Jahren an der Spitze wurde sein Vorgänger Ludwig Sothmann zum ersten LBV-Ehrenvorsitzenden mit Sitz und Stimme im neuen Vorstandsgremium gewählt.

Der Dachverband Deutscher Avifaunisten gratuliert Norbert Schäffer ganz herzlich und wünscht ihm für dieses Amt sowie seine zahlreichen ehrenamtlichen Aktivitäten im Natur- und Vogelschutz weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

Weitere Informationen


17.10.2014 totop

Vögel in Deutschland 2013 erschienen

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Der Bericht behandelt auf 60 Seiten umfassend die Bestandssituation der Brutvogelarten und der überwinternden Wasservögel
© DDA

Bonn, Münster, Hannover, 17.10.2014: Die Situation der heimischen Brutvogelwelt hat sich seit Ende der 1990er Jahre spürbar verschlechtert: Jede dritte bei uns brütende Vogelart erlitt Bestandsrückgänge. „In den letzten zwölf Jahren wiesen 26 Prozent der Arten moderat oder stark abnehmende Bestände auf. Zählt man die Arten mit leicht abnehmenden Beständen dazu, waren es sogar 34 Prozent. Dies zeigt eine weitere Verschlechterung gegenüber den ebenfalls schon abnehmenden Bestandstrends der letzten 25 Jahre*“, fasste die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Prof. Beate Jessel, die Situation zusammen. 248 einheimische Vogelarten brüteten in den letzten Jahren regelmäßig in Deutschland. Zusammen mit 13 ausgestorbenen und 24 unregelmäßig brütenden Arten sowie 20 regelmäßig brütenden Neozoen (dies sind Arten, die durch das Zutun des Menschen nach Deutschland gelangt sind) umfasst die Liste der Brutvögel derzeit insgesamt 305 Arten. In Deutschland brüten jährlich 70—100 Millionen Vogelpaare. Diese entfallen zu 80 % auf 22 Arten; die häufigsten sind Buchfink, Amsel und Kohlmeise. Dies sind die Ergebnisse der Studie Vögel in Deutschland 2013, die nun veröffentlicht worden sind.

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24.09.2014 totop

Europaweite Kiebitz- und Goldregenpfeiferzählung 11./12. Oktober 2014 — machen Sie mit!

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Kiebitze werden - ebenso wie Große Brachvögel - ab 2014 im Rahmen der Goldregenpfeiferzählung ebenfalls erfasst. Es lohnt sich: Geschätzt mind. 750.000 rasteten im Oktober 2008 in Deutschland!
© Hans Glader
In einem mittlerweile sechsjährigen Turnus werden europaweit die Goldregenpfeifer und hierzulande auch die Kiebitze und Großen Brachvögel erfasst, das nächste Mal am Wochenende 11./12. Oktober. Hierzu werden vor allem nördlich der Mittelgebirge viele zusätzliche Zählerinnen und Zähler benötigt. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Watvogelarten halten sich v.a. Kiebitze und Goldregenpfeifer auf dem Zug nicht überwiegend in Feuchtgebieten auf, sondern rasten auch in großer Zahl in der Agrarlandschaft. Entsprechend werden europaweit nur geringe Anteile des Gesamtbestandes über die Monitoringprogramme rastender Wasservögel erfasst. [mehr]

23.09.2014 totop

Bundesprogramm fördert die Rettung der Rotmilane in der Rhön

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Der Rotmilan bekommt Unterstützung in der Rhön
© Lutz Ritzel
Mit der Übergabe des Zuwendungsbescheides von Frau Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, an die ARGE Rhön wurde am 16.09.2014 in Gersfeld der offizielle Start des neuen Rotmilanschutzprojektes in der Rhön gefeiert.

Im „Artenhilfsprojekt Rotmilane in der Rhön“ ist die Entwicklung eines länderübergreifenden Landnutzungsmanagements geplant. Zur Verbesserung der Nahrungssituation für Rotmilane soll der Grünlandanteil in dem rund 4.900 km² großen, sich über die Ländergrenzen von Hessen, Bayern und Thüringen erstreckenden Projektgebiet weiter erhöht sowie der Anbau von Hackfrüchten und Luzerne gefördert werden. Besserer Schutz der Nester vor Störungen soll durch die Errichtung von Horst-Schutzzonen erreicht werden. Außerdem werden im Rahmen des Projekts auch die Ursachen für Verluste durch Kollisionen mit Windkraftanlagen, Strommasten und Freileitungen untersucht.
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16.09.2014 totop

Jubiläumstagung der DO-G Fachgruppe Gänseökologie in Xanten/Niederrhein

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Die Brutbestände der Zwerggans nehmen seit vielen Jahren insbesondere im westlichen Teil der Arktis dramatisch ab
© Helmut Kruckenberg
Die Fachgruppe Gänseökologie der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (DO-G) begeht in diesem Jahr ihr 20. Jubiläum. Gegründet 1994 auf der DO-G Jahresversammlung in Wilhelmshaven als ein Zusammenschluss von ehrenamtlich und professionell arbeitenden Gänseexperten, beschäftigt sich die Projektgruppe auf regelmäßigen Treffen mit aktuellen Themen aus der nationalen und internationalen Gänseforschung. Zudem nimmt sie zu aktuellen Themen auch wissenschaftlich fundiert in Resolutionen, Fachveröffentlichungen und öffentlichen Auftritten Stellung. Die Fachgruppentreffen dienen der Vorstellung und Diskussion von neuen Forschungsergebnissen und sind natürlich auch Treffpunkt für viele Aktive, die hier neue Projekte besprechen wollen und gemeinsame Pläne schmieden.
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01.09.2014 totop

100 Jahre nach ihrem Aussterben: Neues von der Wandertaube

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Weltweit gibt es nur rund 1500 erhaltene Präparate der Wandertaube
© Thomas Krumenacker
Am 1. September 2014 jährt sich das Aussterben der Wandertaube zum 100. Mal. Die Wandertaube (Ectopistes migratorius) war einst die häufigste Vogelart der Erde. Bis zu fünf Milliarden dieser gut ringeltaubengroßen Vögel überzogen den nordamerikanischen Kontinent mit unvorstellbar dichten Schwärmen, ihre hunderte Quadratkilometer umfassenden Brutkolonien wurden wegen ihrer Größe „Städte“ genannt. Und doch starb die Art innerhalb nur weniger Jahrzehnte aus. Jagd und Zerstörung ihrer Lebensräume gelten als Ursachen.
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29.08.2014 totop

Zugvogel-Vortrag am 3. September in Münster als Vorgeschmack zu den 6. Zugvogeltagen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

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Watvögel wie Alpenstrandläufer und Knutts nutzen das Wattenmeer auf ihrem Zug zwischen Brut- und Überwinterungsquartier als „Tankstelle“.
© Ralph Martin
Das Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde in Münster wird am 3. September zu einem Ort für ziehende Vögel: Wirbeltierzoologe und Kurator des Museums Dr. Jan Ole Kriegs und Peter Südbeck, Leiter des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer, referieren unter dem Titel „10.000 Kilometer und mehr“ über die Leistungen vieler Zugvögel und die tragende Rolle, die das Wattenmeer auf dem ostatlantischen Zugweg spielt. Bei dem rund eineinhalbstündigen Doppelvortrag dreht sich alles um Zugvögel des Wattenmeeres und den faszinierenden Vogelzug.
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25.08.2014 totop

Neues Artenschutzprojekt für den Kiebitz gestartet

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Die Bestände des Kiebitz gehen vielerorts dramatisch zurück.
© Christoph Moning
Die Bestände des Kiebitzes gehen in Deutschland seit vielen Jahren dramatisch zurück. Das hängt vor allem mit strukturellen Veränderungen in der Agrarlandschaft zusammen. Ein neues Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt soll durch praktische Maßnahmen und Beratung der Landwirtschaft die Brut- und Lebensbedingungen für diesen Bodenbrüter verbessern. Den Startschuss für das Projekt gab die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium Rita Schwarzelühr-Sutter bei einer Veranstaltung im schleswig-holsteinischen Bergenhusen.
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19.08.2014 totop

Seevögel in der deutschen AWZ von Nord- und Ostsee — Monitoringbericht 2012/13 erschienen

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© FTZ Westküste
Der aktuelle Bericht zum Monitoring von Seevögeln in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftzone (AWZ) von Nord- und Ostsee ist jetzt verfügbar. Der vom Forschungs- und Technologiezentrum Westküste (FTZ) der Universität Kiel im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz erstellte Bericht beschreibt die Ergebnisse der schiffs- und flugzeuggestützten Seevogelerfassungen aus der Berichtsperiode vom 01.11.2012 bis 31.10.2013.
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05.08.2014 totop

Projekt zum Schutz des Rotmilans in der Rhön gestartet

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Ein neues Schutzprojekt soll die Rotmilan-Bestände in der Rhön stabilisieren
© Andreas Heiland
Rund 200 Brutpaare umfasst der Rotmilan-Bestand in der Rhön, was einem Anteil von 1-2 % der Weltpopulation entspricht. Für die ausschließlich in Europa vorkommende Greifvogelart, spielt die Rhöner Population damit eine bedeutende Rolle. Doch auch hier ist der Rotmilan bedroht: Nahrungsengpässe aufgrund der immer intensiver werdenden Landwirtschaft, die zunehmende Anzahl von Windkraftanlagen und Störungen an Neststandorten während der Brutzeit führen zu einem Rückgang der Bestände. Ein Artenschutzprojekt soll nun die Bestände des Rotmilans in der Rhön stabilisieren und stärken.
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04.08.2014 totop

Das Standardwerk „Die Vogelstimmen Europas, Nordafrikas und Vorderasiens“ nun auch als App

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©
Seit vielen Jahren gehört die Sammlung der "Vogelstimmen Europas, Nordafrikas und Vorderasiens" von Andreas Schulze und Karl-Heinz Dingler zur Standardausrüstung vieler Vogelkundler und dank der großartigen Unterstützung durch den AMPLE-Verlag konnten wir dieses Standardwerk bereits mehrfach auch als Preis unter den Birdrace-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern verlosen. Nun sind die "Vogelstimmen Europas, Nordafrikas und Vorderasiens" auch als App verfügbar.
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28.07.2014 totop

Bestandstrends häufiger Brutvogelarten in Europa 2014

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Sowohl langfristig als auch über die letzten 10 Jahre weisen die europäischen Bestände der Turteltaube einen negativen Trend auf
© Rosl Rößner
Der European Bird Census Council (EBCC) hat in Zusammenarbeit mit der Royal Society for the Protection of Birds, BirdLife International, der Czech Society for Ornithology und dem Bureau of Statistics of the Netherlands kürzlich den Bericht „Trends of common birds in Europe 2014“ herausgebracht. Für 163 Vogelarten werden dabei Trends für den Zeitraum 1980-2012 präsentiert. Neuerdings sind diese als langfristige sowie 10-Jahres-Trends verfügbar.

Insgesamt steuerten 27 europäische Staaten Daten aus ihren nationalen Monitoringprogrammen zu den Auswertungen bei. Aus Deutschland stellten Martin Flade, Johannes Schwarz und Sven Trautmann die Daten aus dem DDA-Monitoring häufiger Brutvögel bereit, außerdem lieferte Christoph Grüneberg Daten aus dem Monitoring seltener Brutvögel.
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24.07.2014 totop

10% aller Vogelarten im Naturschutz bisher übersehen

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Die Bestände des Bartgeiers entwickeln sich in Europa zwar positiv, weltweit gehen sie jedoch weiterhin zurück.
© Ingo Waschkies
Mehr als 350 als neue Arten anerkannte Vogelarten wurden erstmalig von BirdLife International im Rahmen der Aktualisierung der Roten Liste der IUCN für Vogelarten genauer untersucht. Beunruhigenderweise mussten mehr als 25 % dieser neuen Vogelarten als gefährdet eingestuft werden, gegenüber 13% aller Arten, die in der Gefährdungskategorie herabgesetzt werden konnten. Die bisher „übersehenen“ Arten werden damit zu dringenden Vorrangarten für Naturschutzmaßnahmen.
Der erste Teil einer zweiteiligen, umfassenden taxonomischen Neueinstufung der Vogelarten der Roten Liste hat sich auf die Nicht-Singvögel, wie Greifvogelarten, See- und Wasservögel sowie Eulen, konzentriert. Als Ergebnis wurden 361 Arten als eigenständig anerkannt, die zuvor als Unterarten behandelt worden waren. Die neue Gesamtzahl der Non-Passerines von 4472 legt nahe, dass die frühere Klassifikation die Artenvielfalt der Vögel um mehr als 10% unterschätzt hat.
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18.07.2014 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf das Frühjahr 2014

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Klappergrasmücke
© Peter Hering
In der August-Ausgabe von DER FALKE blicken wir in der Rubrik „Vögel in Deutschland aktuell“ auf das vogelkundliche Geschehen im Frühjahr 2014 zurück. Mit dem sehr späten Wintereinbruch im März 2013 und dem „Nicht-Winter“ 2013/14 folgten zwei Frühjahre aufeinander, deren Gegensätze kaum größer sein konnten. Wir gehen der Frage nach, ob sich die Witterungsunterschiede auch auf den Brutbeginn der Arten ausgewirkt haben und ob und wie sich dies anhand der Daten von ornitho veranschaulichen lässt. Darüber hinaus befassen wir uns mit den Ankunftszeiten der Zugvögel. In der Juli-Ausgabe 2013 zeigten wir erstmals einen bundesweiten Vergleich der Ankunftszeiten in zwei Frühjahren. Diesen Daten stellen wir nun die Beobachtungen aus dem zurückliegenden Frühjahr gegenüber. Dabei zeigen sich teils auffällige Unterschiede.
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16.07.2014 totop

Neue Studie belegt: Pflanzenschutzmittel nehmen Vögeln die Nahrungsgrundlage

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Auch Rauchschwalben haben bei übermäßigem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln offenbar Probleme ausreichend Nahrung zu finden.
© Kim Petersen
Niederländische Forscher um Caspar Hallmann von der Radboud-Universität in Nijmegen und des SOVON-Zentrums für Ornithologie haben herausgefunden, dass der Rückgang vieler Vogelarten mit dem Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln zusammenhängt. Das im Rahmen der Studie untersuchte Pestizid trägt den Namen Imidacloprid und gehört zur Gruppe der Neonicotinoide. Es ist eines der weltweit am häufigsten in der Landwirtschaft verwendeten Insektizide. Neonicotinoide wirken als Kontakt- oder Fraßgifte. Sie schädigen das Nervensystem der Insekten, die mit dieser Substanz behandelte Pflanzen fressen oder diese auch nur berühren.
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08.07.2014 totop

Kiefernkreuzschnabel-Einflug 2013/14: Bitte dokumentieren Sie Ihre belegten Beobachtungen!

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Kiefernkreuzschnabel, Schermbeck/NRW, 2.12.2013
© Martin Wantoch
Nach wenigen frühen Vorboten kam es ab Anfang Oktober 2013 zu einem massiven Einflug von Kiefernkreuzschnäbeln nach Mitteleuropa. Auch in Deutschland gelangen dabei eine ganze Reihe teils sehr gut dokumentierter Sichtungen bis hin zu Brutnachweisen. Auch wenn typische Altvögel an ihrem charakteristischen „Stiernacken“ und dem massigen „Nussknackerschnabel“ recht gut erkennbar sind, gibt es bei Individuen mit weniger ausgeprägten Merkmalen große Schwierigkeiten in der Unterscheidung zum bei uns häufigen Fichtenkreuzschnabel. Auch die Rufe unterscheiden sich nur um Nuancen und nur bestimmte Rufe bzw. Ruftypen sind überhaupt diagnostisch. Aufgrund dieser Bestimmungsschwierigkeiten wird die DAK künftig lediglich durch Fotos oder Tonaufnahmen belegte Beobachtungen von Kiefernkreuzschnäbeln bearbeiten.
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07.07.2014 totop

Tipp: Umfangreiche Stimmensammlung „Vogelstimmen im Flug“ erschienen

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Cover des Buches.
© Musikverlag Edition AMPLE
Wer Vögel kartiert oder sich intensiver mit dem tageszeitlichen oder nächtlichen Vogelzug beschäftigt, kommt nicht umhin, sich auch mit den Stimmen der oft innerhalb von Sekunden vorbeifliegenden Vögel zu befassen. Eine umfangreiche Sammlung der Stimmen der Vögel im Flug lag für den deutschsprachigen Raum bislang nicht vor. Diese Lücke wurde nun durch eine neue Veröffentlichung des Musikverlags Edition AMPLE geschlossen, die eine gute Ergänzung zu bekannten Vogelstimmensammlungen mit Aufnahmen von meist im Sitzen vorgetragener Rufe und Gesänge bildet. 350 Vogelarten Europas werden mit ihren Lautäußerungen im Flug von den renommierten Autoren Hans-Heiner Bergmann, Claude Chappuis und Karl-Heinz Dingler in 850 Tonaufnahmen auf MP3-Disc vorgestellt. Es sind sowohl Fluggesänge, die viele Vögel in speziellem Singflug präsentieren, als auch Rufe und Instrumentallaute enthalten, die sie während eines fliegenden Ortswechsels im Nahbereich oder während ihrer Wanderung verwenden. Mit einer Spieldauer von knapp 6 Stunden wurde das umfangreichste Tondokument auf diesem Gebiet mit einmaligen Aufnahmen realisiert. Die Reihenfolge der Tonaufnahmen orientiert sich an der Systematik neuester Fachliteratur. Gesänge und Rufe der Vogelarten sind in bis zu neun Einzelaufnahmen pro Art gespeichert. Das 124-seitige Begleitbuch enthält Detailangaben zu den Tonaufnahmen sowie auch Aufnahmedaten und weitere interessante Hintergrundinformationen in Deutsch, Englisch und Französisch. Register der Artnamen bieten einen gezielten und schnellen Zugang zu den Tonaufnahmen. Weitere Informationen sowie eine Liste der enthaltenen Vogelarten finden Sie auf der Internetseite des Musikverlags Edition AMPLE.

02.07.2014 totop

Bundesamt für Naturschutz veröffentlicht ersten Grünland-Report

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© BfN
In den Jahren 2009 bis 2013 hat das Grünland mit hohem Naturwert einen besorgniserregenden flächenmäßigen Verlust erlitten. Es ging bundesweit um 7,4 Prozent (82.000 Hektar) durch Intensivierung der Nutzung oder Umbruch zurück. „Diese drastische Abnahme ist für den Naturschutz kritisch. Sie zeigt, dass die bisherigen Maßnahmen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in der Agrarlandschaft und insbesondere des artenreichen Grünlands nicht die beabsichtigte Wirkung hatten“, sagte Prof. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) bei der Präsentation des ersten Grünland-Reports.
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25.06.2014 totop

Illegale Jagd auf Zehntausende geschützte europäische Seevögel vor Mauretanien? Auch Vögel aus Deutschland könnten betroffen sein

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Basstölpel
© Lutz Ritzel
Berlin/Wiebelsheim (20. Juni 2014) — Über einen möglichen Ökoskandal großen Ausmaßes berichtet das Fachjournal für Vogelbeobachter „DER FALKE“ in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstag 1.Juli). Vor der Küste Mauretaniens werden nach Recherchen des Magazins europäische Seevögel von der asiatischen Fischereiflotte möglicherweise zu Zehntausenden illegal mit Fischnetzen gefangen, getötet und zum Verzehr nach China exportiert. Mauretanische Behörden haben demnach bereits im vergangenen Jahr bei der Kontrolle eines chinesischen Fischtrawlers Groß-Container beschlagnahmt, die nach Zeugenaussagen mit Kisten voller getöteter, tiefgefrorener und zum Export in Folie eingeschweißter Seevögel beladen waren. Deklariert war die illegale Fracht als Fischlieferung. Von illegalem Fang besonders betroffen sind demnach Basstölpel. Auch Vögel des einzigen deutschen Brutgebiets der Art auf Helgoland könnten betroffen sein. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Helgoländer Vögel in den fischreichen Gewässern vor Mauretanien überwintern. „DER FALKE“ veröffentlicht in seiner Juli-Ausgabe auch Fotos, die den Skandal belegen.
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03.06.2014 totop

Vogelmonitoring in Thüringen erschienen

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43 Seiten umfasst die reich bebilderte Broschüre
© TLUG
Mit einem Sonderheft der Reihe Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen widmet sich die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) den Programmen und Projekten rund um die Erfassung der Vogelwelt in Thüringen. Die Vogelkartierungen erfolgen sowohl bundes- als auch landesweit zum Großteil durch ehrenamtlich engagierte Vogelkundlerinnen und Vogelkundler. Auf Bundesebene sind daran ca. 6.000 Personen beteiligt, 300—400 davon in Thüringen. Für dieses großartige ehrenamtliche Engagement bedanken sich die Kollegen des TLUG und der DDA ganz herzlich!
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27.05.2014 totop

Für Geier tödliches Medikament Diclofenac bedroht auch Adlerarten

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Wissenschaftler befürchten, dass neben Geiern auch Adler der Gattung Aquila, wie der Steinadler, durch Diclofenac geschädigt werden könnten.
© Rosl Rößner
Das Medikament Diclofenac, welches auch in der Tiermedizin eingesetzt wird, ist in zahlreichen Ländern zu einem ernsthaften Problem für eine Vielzahl von Greifvögeln geworden. Viele dieser Arten wurden ohnehin bereits als in ihrem Bestand gefährdet eingestuft. Nur wenige Monate nach der Freigabe des für Geier tödlichen Medikaments Diclofenac für den tiermedizinischen Gebrauch in Europa zeigen zwei neue Studien, dass neben Geiern auch andere Greifvogelarten, darunter auch Adler, stärker als bisher angenommen durch dieses Medikament betroffen sind. Hierdurch werden die Forderungen nach einem Verbot des Einsatzes von Diclofenac im veterinärmedizinischen Bereich in Europa sowie stärkere Kontrollen des bereits bestehenden Verbots in Südasien, sowie eine Verhinderung der illegalen Verwendung von Diclofenac aus dem Humanbereich in der Viehwirtschaft deutlich unterstützt.
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23.05.2014 totop

„Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2012“ erschienen

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Das Vogelschutzgebiet Fiener Bruch ist derzeit das letzte Einstandsgebiet der Großtrappe in Sachsen-Anhalt
© LAU Sachsen-Anhalt
Die Staatliche Vogelschutzwarte im Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt hat in Zusammenarbeit mit dem Ornithologenverband Sachsen-Anhalt e.V. (OSA) den Jahresbericht zum Vogelmonitoring 2012 herausgegeben. Die Artikel des insgesamt 86 Seiten umfassenden Heftes informieren über aktuelle Ergebnisse aus den Programmen zur Erfassung der Brut- und Zugvögel in Sachsen-Anhalt.

Einblicke in das Monitoring seltener Brutvögel geben insgesamt vier Beiträge: S. Fischer & G. Dornbusch beschäftigten sich mit der Bestandssituation ausgewählter seltener Brutvogelarten, A. Schonert & B. Simon berichten über Ergebnisse einer naturschutzfachlichen Erfolgskontrolle der Managementmaßnahmen im NATURA 2000-Gebiet Mittlere Oranienbaumer Heide, J. & A. Schonert werben für die Weiterführung der Kranicherfassung und H. Watzke & H. Litzbarski fassen die Beobachtungen von Großtrappen abseits des Fiener Bruchs aus den Jahren 1990 bis 2012 zusammen.
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20.05.2014 totop

HanseBird lockt vom 23.-25. Mai wieder Vogelfreunde nach Hamburg

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Die HanseBird lockt Vogelfreunde nach Hamburg
© NABU Hamburg
Objektivfüllende Ausblicke auf heimische Vogelarten sowie ein buntes Programm rund um die Welt der Vögel bietet die HanseBird 2014 in Hamburg. Zahlreiche Aussteller informieren am kommenden Wochenende auf dem Außengelände der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe in Hamburg über die richtige Optik zum Beobachten und Fotografieren. Daneben können die Besucher der HanseBird viel über Outdoor-Ausrüstung und Naturreisen erfahren oder zwischen Kunstwerken und Fachliteratur stöbern. Hersteller von Naturschutzprodukten präsentieren sich neben Ausflugszentren und Vogelschützern, allen voran die Gastgeber vom NABU Hamburg. Auf vielen Hundert Quadratmetern Messefläche erwarten die Besucher das Neueste aus den Bereichen Vogelbeobachtung, Naturfotografie und Outdoor-Zubehör. Außerdem gibt es spannende Veranstaltungen und viel Interessantes, Nützliches oder einfach Schönes rund um die gefiederten Freunde.
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20.05.2014 totop

Sachpreis-Verlosung Birdrace 2014 — Herzlichen Glückwunsch?!

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Original-Zeichnung "Dreizehenmöwen"
© Diana Höhlig
Das Birdrace 2014 war ein Rennen der Rekorde. Mit 791 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren so viele Personen wie nie zuvor dabei. Insgesamt 214 Teams gingen an den Start, darunter erstmals über die Hälfte autofrei sowie 15 Nachwuchsteams. Mit über 27 % war auch der Anteil der Frauen hoch wie nie. Und nicht nur viele Teams konnten ihre persönlichen Rekorde der vergangenen Jahre übertreffen: Mit 297 am 3. Mai festgestellten Arten wurde der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2012 gleich um fünf Arten übertroffen. Auch die Zahl der Sachpreise kann sich in diesem Jahr sehen lassen. Mehr als 120 Preise waren in diesem Jahr in der Lostrommel. Die Chancen, zu den Glücklichen zu zählen, waren somit trotz Rekordbeteiligung wieder einmal sehr hoch — insbesondere dann, wenn das eigene Team Spenden für ornitho.de einwarb oder ohne Auto unterwegs war. Die folgenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen sich neben den hoffentlich schönen Erinnerungen an den Birdrace-Tag auch über einen attraktiven Gewinn freuen:
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14.05.2014 totop

Elektrosmog stört Orientierung von Zugvögeln

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Rotkehlchen standen im Fokus der Forschungen Oldenburger Wissenschaftler
© Lutz Ritzel
Elektrosmog hat unterhalb bestimmter Grenzwerte keine Auswirkungen auf biologische Prozesse oder gar auf die menschliche Gesundheit — das galt bisher als Stand der Wissenschaft. Erstmals konnte nun ein Forscherteam um Prof. Dr. Henrik Mouritsen, Biologe und Lichtenberg-Professor an der Universität Oldenburg, das komplette Versagen des Magnetkompasses von Rotkehlchen nachweisen, sobald elektromagnetische Störungen im Mittelwellenbereich auf die Vögel einwirken — selbst wenn die Signale nur ein Tausendstel des von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als unbedenklich eingestuften Grenzwerts betragen.
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12.05.2014 totop

Bundesweites Artenschutzprojekt für den Rotmilan gestartet

Rotmilan — Land zum Leben heißt das neue Projekt, das der DDA gemeinsam mit dem Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) und der Deutschen Wildtier Stiftung durchführt. In insgesamt elf Projektgebieten in acht Bundesländern werden in Zusammenarbeit mit der Land- und Forstwirtschaft Landschaftspflegemaßnahmen umgesetzt, durch die die Lebensbedingungen des Rotmilans in Deutschland verbessert werden sollen. [mehr]

08.05.2014 totop

Birdrace 2014: Spannendes Rennen mit Rekordbeteiligung bei eisheiligen Temperaturen

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Caspar David Friedrich hätte die Stimmung kaum schöner einfangen können. Die Stimmung von „Gätkes Erben“ hätte eine Art mehr mit Sicherheit aber deutlich verbessert, denn genau diese fehlte ihnen, um endlich einmal ganz oben auf dem Treppchen zu landen.
© Gätkes Erben
214 Teams waren beim 11. bundesweiten Birdrace am Start — so viele wie nie zuvor (191 im Vorjahr). Bei etwas ungleichen Bedingungen mit kaltem, aber überwiegend sonnigem Wetter im Norden und Dauerregen im Alpenvorland, hatte am Ende das Team Cuxland mit 164 Arten zum achten Mal die Nase vorn, dieses Mal aber nur hauchdünn mit einer Art vor „Gätkes Erben“ und den „Usedommeln“, die als bestes der 117 Fahrradteams mit 160 Arten ihren Rekord aus dem Vorjahr einstellten. Damit verzichtete erstmals mehr als die Hälfte auf ein Auto — eine sehr erfreuliche Entwicklung. Gleiches gilt für die Nachwuchsteams: Bereits 15 waren in diesem Jahr dabei. Im „Spendenrennen“ sammelten die Teams über 20.000 Euro, mit dem das Online-Portal ornitho.de unterstützt wird. Zum elften Mal hatten hier die BO-BACHTER die Nase vorne. Insgesamt waren fast 800 Begeisterte am „Tag der Vogelartenvielfalt“ unterwegs und auf der Suche nach eben dieser. 297 Arten wurden deutschlandweit beobachtet (auch das ist ein neuer Höchstwert), darunter so manche Besonderheit. Die Ergebnisse des Birdraces geben inzwischen aber auch interessante Einblicke in das jährliche Auftreten einzelner Vogelarten.
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07.05.2014 totop

Natura-2000-Aktion: Stimmen für EU-Schutzgebiete

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© NABU
Am 25. Mai sind in Deutschland Europawahlen. Die künftigen Abgeordneten haben es mit in der Hand, dass die EU ihr Ziel erreicht, bis 2020 den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen. Die EU-Naturschutzgesetze — die Fauna-Flora-Habitat (FFH)- und die Vogelschutzrichtlinie — haben bereits vielen Tier- und Pflanzenarten das Überleben gesichert. Dennoch stehen sie, unter dem Vorwand des „Bürokratieabbaus“, immer wieder unter Beschuss — auch aus Reihen des EU-Parlaments. Um eine Trendwende für den Naturschutz zu erreichen, muss die EU jetzt die Naturschutzrichtlinien sichern und besser umsetzen.
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03.05.2014 totop

Ein Tag vogelfrei: Über 200 Teams beim 11. bundesweiten Birdrace am Start

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Das Licht ist angegangen, und viele Vöglein sangen, im Walde hell und klar ... Viele der 211 Teams werden schon vor Sonnenaufgang auf den Beinen sein und dürfen sich auf einen frischen, aber vielerorts sonnigen Tag freuen
© Usedommeln
Mit dem Gongschlag um Mitternacht startete das 11. bundesweite Birdrace mit der neuen Rekordbeteiligung von 212 Teams — aus allen Bundesländern. Nach den teils sintflutartigen Regenfällen und Gewittern der letzten Tage dürfen sich die meisten der über 750 Teilnehmerinnen und Teilnehmer glücklicherweise über gute Birdrace-Bedingungen freuen: Von Sylt bis in den Breisgau und vom Saarland bis auf die Greifswalder Oie wird für die meiste Zeit des Tages die Sonne durch die Wolken blinzeln, Regen ist höchstens vereinzelt zu erwarten und auch der Wind wird das Vogelkonzert vor allem morgens kaum stören. Allerdings wird es in den frühen Morgenstunden überraschend frisch werden, teils liegen die Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt. Mütze und Handschuhe sollten also in Satteltaschen und Rucksäcken nicht fehlen.
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30.04.2014 totop

Weltzugvogeltag 2014 — „Flugrouten als Reiseziel - Zugvögel und Tourismus“

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© http://www.worldmigratorybirdday.org
Am 10. und 11. Mai 2014 ist Weltzugvogeltag — eine weltweit stattfindende Kampagne zum Schutz von Zugvögeln und ihren Lebensräumen. Der Weltzugvogeltag wird von zwei internationalen Abkommen organisiert, die durch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) verwaltet werden — dem Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (CMS) und dem Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (AEWA). Das diesjährige Thema des Weltzugvogeltags lautet „Flugrouten als Reiseziel - Zugvögel und Tourismus“ und soll die Verbindungen zwischen dem Schutz der Zugvögel, den lokalen Entwicklungen entlang der Zugwege sowie Naturreisen auf der ganzen Welt verdeutlichen.
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11.04.2014 totop

Die ADEBAR-Familie erhält weiteren Nachwuchs: Brutvogelatlas für Niedersachsen und Bremen vorgestellt

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Der neue Brutvogel-Atlas ist ein weiterer Meilenstein für den Vogelschutz in Niedersachsen und Bremen. Herzlichen Glückwunsch!
© NLWKN
Am 10. April 2014 stellte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) den neuen Atlas der Brutvögel in Niedersachsen und Bremen vor. Stefan Wenzel, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz würdigte bei der feierlichen Präsentation des 550 Seiten starken neuen Werkes den hohen Einsatz der ehrenamtlich am Projekt beteiligten Personen. „Ihrem Einsatz haben wir das ausführliche Werk zu verdanken“, so Wenzel am Donnerstag in Hannover. Rund 650 Menschen haben zwischen 2005 und 2008 insgesamt etwa 60.000 Stunden ihrer Freizeit investiert, um die Brutvögel in den beiden Bundesländern zu erfassen. [mehr]

10.04.2014 totop

Neue Ausgabe der EBCC-Bird Census News erschienen

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Cover Bird Census News
© EBCC
Bird Census News ist das Journal des European Bird Census Council (EBCC), einem europaweiten Expertengremium, das sich mit der Erfassung der Vogelbestände innerhalb Europas beschäftigt. Die von einem Autoren-Team unter der Leitung von Anny Anselin (INBO Research Institute for Nature and Forest, Belgien) herausgegebene online-Zeitschrift informiert zweimal jährlich über aktuelle Entwicklungen in der europaweiten Vogelerfassung und bietet ein Forum für Diskussionen über methodische Aspekte.

In der aktuellen Ausgabe stellen Pter Vorisek & Jana Skorpilova Ergebnisse einer Umfrage zur Berücksichtigung der Entdeckungswahrscheinlichkeit in europäischen Programmen zum Monitoring häufiger Brutvögel vor; Jaanus Elts gibt einen Überblick über 25 Jahre Erfassung von überwinternden Vogelarten in Estland; das Team um Mikhail V. Kalyakin, Olga V. Voltzit und Geert Groot Koerkamp stellt erste Ergebnisse des Brutvogelatlas der Stadt Moskau vor und Jana Skorpilova & Petr Vorisek berichten über Ergebnisse eines in Tschechien stattgefundenen Workshops zum pan-europäischen Brutvogelmonitoring. Einige Buchbesprechungen und Veranstaltungshinweise runden die Ausgabe ab.
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05.04.2014 totop

Birdrace 2014 am 3. Mai: Jetzt zum „Tag der Vogelartenvielfalt“ anmelden!

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Nicht erst im letzten Jahr forderten mehrere Teams (zurecht) ein umweltfreundliches Birdrace. Ziel ist deshalb ein CO2-neutrales Rennen in diesem Jahr.
© Usedommeln
Noch gerade einmal vier Wochen sind es bis zum mittlerweile 11. bundesweiten Birdrace, für das man sich seit heute anmelden kann. Für alle, die noch nicht dabei waren: Entgegen der direkten Übersetzung „Vogelrennen“ rennen bei einem Birdrace nicht die Vögel, sondern die Beobachterinnen und Beobachter versuchen in Teams von 3—5 Personen innerhalb von 24 Std. so viele Vogelarten wie möglich zu sehen oder zu hören. Das Beobachtungsgebiet kann frei gewählt werden, klare Grenzen sind jedoch v.a. bei mehreren Teams im gleichen Raum wichtig. Hierbei haben sich (Land)Kreise als Einheiten vielfach bewährt. Wer am Ende die meisten Arten entdeckt hat, hat gewonnen. Einen Preis gibt es dafür jedoch nicht, denn die zahlreichen Sachpreise werden unter allen Birdracern verlost. Schon deshalb betrügt man letztendlich nur sich selbst, wenn man schummelt. Es ist also Ehrensache, dass man sich sportlich und fair verhält. Und dass der Schutz der Natur und insbesondere der Vogelwelt dabei an höchster Stelle steht, ist selbstverständlich und oberstes Gebot (weitere Regeln s.u.). [mehr]

02.04.2014 totop

Geschossen, Gefangen, Vergiftet — Illegale Verfolgung von Greifvögeln, Eulen und anderen Großvögeln in Deutschland nach wie vor weit verbreitet

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Ein in Ostdeutschland markierter Rotmilan als Gift-Opfer bei Neudrosseldorf im Landkreis Kulmbach (19.04.2012). Quelle: LfU Bayern
© H.-J. Fünfstück
Trotz gesetzlichen Schutzes fallen in ganz Deutschland jedes Jahr viele Vögel gezielter Vergiftung, illegalem Abschuss und Fang zum Opfer. Wie erschreckend das Ausmaß in Bayern ist, hat jüngst das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) dokumentiert. Seit dem Jahr 2000 sind in Bayern 245 Fälle illegaler Verfolgung von Vögeln registriert geworden. Besonders häufig traten Delikte in den Regionen Niederbayern, dem nördlichen Oberbayern, Unterfranken sowie dem westlichen Mittel- und Oberfranken auf. Das LfU geht in diesen Regionen von einem systematischen Vorgehen aus. [mehr]

31.03.2014 totop

Schelladler Tõnn (noch) in Deutschland?

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Route von Tõnn im Frühjahr 2014 (Stand: 31.3.2014).
© http://birdmap.5dvision.ee/
Bereits einige Tage früher als in den vergangenen Jahren hat der besenderte Schelladler Tõnn sein alljährliches Winterquartier in Südost-Spanien diesmal bereits am 22.3. verlassen und mit dem Frühjahrszug begonnen. In großen Schritten erreichte er bereits am 27.3. am Genfer See die Schweiz, bevor er einen Tag später (und aktuell letztmalig) aus Baden-Württemberg zwischen Reutlingen und Ulm geortet wurde. Er ist seinem Zugweg im Frühling 2013 damit aktuell rund eine Woche voraus. Auch damals flog er an Reutlingen vorbei und passierte anschließend Nürnberg und Dresden bevor er nördlich von Görlitz die Grenze nach Polen querte. Insgesamt sechs Tage hielt sich Tõnn im letzten Frühjahr hierzulande auf und konnte dabei am 8.4.2013 auch erstmalig von einem Vogelbeobachter entdeckt und sogar fotografiert werden — zuvor hatte er Deutschland auf seinen Zugwegen insgesamt zehnmal unbemerkt durchflogen und seine Reise konnte nur anhand der durch die Satelliten-Telemetrie gewonnenen Daten verfolgt werden. Aktuell hält sich Tõnn vermutlich noch irgendwo in Deutschland auf. Nachdem der „Phantomadler“ im Herbst 2013 seinem Namen erneut alle Ehre machte und quasi unbemerkt den deutschen Luftraum kreuzte, besteht aktuell noch Hoffnung auf eine neue Sichtbeobachtung. Also Augen auf und in den Himmel gerichtet!
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31.03.2014 totop

Deutsche Avifaunistische Kommission bittet um Seltenheitsmeldungen 2013

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© DAK/DDA
Anfang März wurde die zweite Ausgabe der Zeitschrift „Seltene Vögel in Deutschland“ veröffentlicht. Das Heft enthält neben Artikeln über Steppenweihen, Polarmöwen, Kumlienmöwen und Zwergtrappen den Bericht der Deutschen Avifaunistischen Kommission (DAK) über die bundesweit dokumentationspflichtigen Beobachtungen der Jahre 2011 und 2012. Durch den Doppeljahrgang konnte ein Jahr „aufgeholt“ werden, sodass es künftig möglich wird, den Bericht über das Auftreten seltener Vogelarten in Deutschland bereits zum Ende des Folgejahres zu veröffentlichen.
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27.03.2014 totop

Verein Jordsand und OAG Schleswig-Holstein und Hamburg kritisieren Freiwillige Vereinbarung zur Selbstbeschränkung der Stellnetzfischerei

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Tauchende Eiderenten können sich in den fast unsichtbaren Stellnetzen verfangen und so ertrinken.
© Lothar Sielmann
Ende November 2012 wurde während des 9. Deutschen See- und Küstenvogelkolloquiums in List/Sylt eine Resolution zur Reduzierung von Vogelverlusten in Stellnetzen verabschiedet. Adressaten waren die Umweltminister in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Auch die vom schleswig-holsteinischen Umweltminister einberufene Gesprächsrunde zwischen Vertretern der Fachbehörden, Fischern und Naturschützern ließ Hoffnung aufkommen, dass es Lösungen für eine naturverträglichere Fischerei zumindest in den europäischen Vogelschutzgebieten geben würde, zumal dieses im Koalitionsvertrag der Landesregierung angekündigt war. Die von den Fachbehörden vorgelegten Daten ließen keinen Zweifel an der Dringlichkeit sofortiger Schutzmaßnahmen offen. Umso betroffener waren die Naturschutzvertreter, als kurz vor Weihnachten 2013 eine „freiwillige Vereinbarung“ zwischen Umweltministerium und Fischerei in Kraft trat, in der sich die Fischerei für die Wintermonate zu einer Selbstbeschränkung bekennt und auf Stellnetze in Konzentrationsgebieten für Nahrung suchende Enten verzichten will. Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein und Hamburg und der Verein Jordsand kritisieren die aus ihrer Sicht fachlich ungeeignete Vereinbarung nun in einer Stellungnahme, die in der kommenden Ausgabe der Zeitschrift „Seevögel“ (Band 35, Heft 1) erscheinen wird.
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24.03.2014 totop

7. Treffen der ehrenamtlichen Mitarbeiter am niedersächsischen Monitoring rastender Wasservögel

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Einmal mehr gut besucht war das Treffen der MitarbeiterInnen der Wasser- und Watvogelzählung in Niedersachsen.
© Jürgen Ludwig
Auf Einladung der Staatlichen Vogelschutzwarte Niedersachsen im NLWKN fand am 8./9. März 2014 das 7. Treffen der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Monitoring rastender Wasservögel in Stadland-Seefeld am östlichen Jadebusen statt.

Seit 1980 werden in Niedersachsen die traditionellen Wasser- und Watvogelzählungen durchgeführt. Unter dem Begriff der Wasser- und Watvogelzählungen („WaVo“) werden die Erfassungen von Gastvögeln in Niedersachsen zusammengefasst. Hierzu zählen traditionell vor allem die Vogelarten, die an Gewässern und in Feuchtgebieten i. w. S. rasten (z. B. Enten, Limikolen, Möwen), aber inzwischen auch jene, die daneben in der offenen Kulturlandschaft vorkommen (z. B. Gänse) oder die sich in speziellen Lebensräumen wie Salzwiesen aufhalten (Berghänfling, Ohrenlerche). Unter dem Dach der WaVo-Zählungen werden auch Synchronzählungen (z. B. Löffler, Gänse) oder Schlafplatzzählungen (z. B. Kranich, Kormoran) ausgewählter Vogelarten durchgeführt. Die niedersächsischen Wasser- und Watvogel-Zählungen sind eingebettet in das bundesweite Monitoring rastender Wasservögel (MrW).
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20.03.2014 totop

Deutlicher Männchen-Überschuss bei überwinternden Buchfinken

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Buchfinken-Männchen überwintern weiter im Norden und Osten als Weibchen, um im Frühjahr möglichst zeitig im Brutgebiet ankommen zu können.
© Frank Leo
Am 22. Dezember 2013 hatten wir auf ornitho.de die Frage gestellt, wo Buchfinken in Deutschland überwintern und ob es dabei Unterschiede zwischen Weibchen und Männchen gibt. Für vier Wochen, bis zum 19. Januar 2014, sollte gezielt auf Buchfinken geachtet werden, wo immer sie zu finden waren: im Garten, aber auch in der Agrarlandschaft, an Bauernhöfen, in Parks und Wäldern. Die Beobachtungen sollten möglichst mit Angaben zu den Geschlechtern gemeldet werden. Denn auch im Winter lassen sich beim Buchfink Männchen und Weibchen gut unterscheiden. Schon Carl von Linné war vor nunmehr über 250 Jahren aufgefallen, dass die Männchen in den nördlichen Teilen des Überwinterungsgebiets weitgehend unter sich sind. Daher benannte er die Art bei der Beschreibung im Jahr 1758 nicht nach ihrer auffallenden Färbung, sondern nach ihrem Verhalten: Der wissenschaftliche Artname coelebs verweist auf das Fehlen der Weibchen. Der Buchfink lebte während des Winters scheinbar im Zölibat. [mehr]

18.03.2014 totop

Naturschutz-Fachtagung im OZEANEUM in Stralsund

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AG Avifauna Mecklenburg
© H. J. Müller
Im Jahr 1963 wurden die Grundlagen für eine Neuinventarisierung der Avifauna von Mecklenburg-Vorpommern bzw. der drei Nordbezirke der ehemaligen DDR gelegt. Die an der Neuinventarisierung beteiligten Ornithologen gründeten die „Arbeitsgruppe Avifauna“ und sammelten auf ehrenamtlicher Basis das damalige Wissen über Verbreitung, Lebensräume und Bestandsverhältnisse aller in der Region vorkommenden Vogelarten. Fast gleichzeitig wurde mit der Einrichtung einer "Forschungsgruppe Populationsökologie" ein für die damalige Zeit völlig neues Forschungsgebiet im Naturschutz betreten. Diese Forschungsgruppe beschäftigte sich mit den verschiedensten, für den praktischen Naturschutz relevanten Organismen, wie z. B. Bibern, Küstenvögeln, Greifvögeln, Fischen und Moorpflanzen.
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17.03.2014 totop

„Berichte zum Vogelschutz“ Band 49/50 erschienen

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Cover der BzV
© DRV / NABU
Aktuelle Entwicklungen und wichtige Themen des Vogelschutzes in Deutschland werden in der jüngst erschienenen Ausgabe der Berichte zum Vogelschutz (Band 49/50) behandelt. Der 200-seitige, vom Deutschen Rat für Vogelschutz (DRV) und NABU herausgegebene Band umfasst fünf Originalbeiträge, unter denen die erste Rote Liste wandernder Vogelarten sicherlich die größte Aufmerksamkeit erhalten dürfte (siehe Nachricht vom 10.03.2014).
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10.03.2014 totop

Erste Rote Liste wandernder Vogelarten erschienen

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Aufgrund lang- und kurzfristig rückläufiger Rastbestände in Deutschland steht die Ohrenlerche als „stark gefährdet“ auf der Roten Liste wandernder Vogelarten.
© Lutz Ritzel
Zum ersten Mal wurde eine Rote Liste der wandernden Vogelarten in Deutschland erarbeitet und vom Deutschen Rat für Vogelschutz (DRV) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) präsentiert. An ihrer Erarbeitung war auch der DDA maßgeblich beteiligt, der die Informationen aus dem bundesweiten Vogelmonitoring, maßgeblich dem Monitoring rastender Wasservögel, bereitstellte, die in den vergangenen Jahrzehnten durch mehrere Tausend ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhoben wurden. Die Ergebnisse zeigen die hohe internationale Bedeutung Deutschlands für wandernde Vogelarten wie die Brandgans auf, von der 80 Prozent des nordeuropäischen Bestands auf die Elbmündung als Mauserplatz angewiesen ist. Deutlich wird ebenso die Abhängigkeit der nationalen Zugvogelbestände von effektiven internationalen Schutzmaßnahmen auf den Flugrouten, Rast- und Brutplätzen. Ein Viertel aller Zugvogelarten stehen auf der Roten Liste.
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07.03.2014 totop

„Seltene Vögel in Deutschland 2011/12“ erschienen

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© DAK/DDA
Ende 2012 veröffentlichte die Deutsche Avifaunistische Kommission (DAK) den ersten Band der neuen Reihe „Seltene Vögel in Deutschland“. Gut ein Jahr später folgt nun die zweite Ausgabe der Zeitschrift mit dem Bericht der Kommission über die bundesweit dokumentationspflichtigen Beobachtungen der Jahre 2011 und 2012. Dank der zeitnahen Dokumentation von Seltenheiten durch die zahlreichen BeobachterInnen und die gute Zusammenarbeit mit den Avifaunistischen Landeskommissionen konnte ein Doppeljahrgang realisiert werden, mit dem ein Jahr „aufgeholt“, und damit an internationale Vorbilder angeknüpft werden konnte.
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06.03.2014 totop

Ein besonderes Jubiläum — der Hiddensee-Ring wird 50!

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© Beringungszentrale Hiddensee
Im Januar 1964 trat die „Verordnung über die Markierung der Vögel und Fledermäuse in der DDR“ in Kraft, durch welche die bereits 1936 gegründete Vogelwarte Hiddensee zur nationalen Zentrale für die wissenschaftliche Vogelberingung der DDR mit eigenen Vogelringen bestimmt wurde — der Hiddensee-Ring war geboren.
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06.03.2014 totop

Europas Geier in Gefahr: Tödliches Medikament Diclofenac in Südeuropa zugelassen

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Gänsegeier
© Kim Petersen
Diclofenac ist ein entzündungshemmender Arzneistoff in Schmerzmitteln, die bei Rheuma, Prellungen, Zerrungen und Arthrose verabreicht werden. Seine Verwendung in der Tiermedizin führte zu einer fast vollständigen Ausrottung drei verschiedener Geierarten in Indien, Pakistan und Nepal: Bengalengeier (Gyps bengalensis), Indischem Geier (Gyps indicus) und Schmalschnabelgeier (Gyps tenuirostris). Wie alle Geier ernähren sich die drei Arten von Aas. Ihr Bestand ist seit den 1990er Jahren um 99% zurückgegangen.
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06.03.2014 totop

Brutvogelatlas Schleswig-Holsteins ist jüngstes Mitglied in der ADEBAR-Familie

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© OAG SH HH
Nun sind die Ergebnisse der bundesweiten ADEBAR-Kartierung aus den Jahren 2005-2009 detailliert auf Landesebene auch für Schleswig-Holstein publiziert. Etwa 150 überwiegend ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erarbeiteten während der mehrjährigen Feldarbeiten umfassende Informationen zu den über 200 schleswig-holsteinischen Brutvogelarten. Vergleiche der aktuellen Verbreitungskarten mit den Ergebnissen der ersten landesweiten Kartierung aus den Jahren 1985-1994 machen Veränderungen im Vorkommen und der Verbreitung der einzelnen Brutvogelarten in unserem nördlichsten Bundesland deutlich. Viele der bereits bei der damaligen Kartierung aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten für die Durchführung der zweiten landesweiten Brutvogelerfassung gewonnen werden und wertvolle Erfahrungen zu den von ihnen bearbeiteten Landesflächen einbringen.
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05.03.2014 totop

avifauna-rlp.de online — Jetzt Artpate werden!

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© GNOR
Das Publikations-Großprojekt „Die Vogelwelt von Rheinland-Pfalz“ (Avifauna) wird voraussichtlich in drei Bänden erscheinen, die nach und nach auf den Markt kommen. Das Erscheinen von Band 1 ist für Herbst/Winter 2014 geplant. Schon jetzt hat die Gesellschaft für Naturschutz und Ornithologie Rheinland-Pfalz e.V. (GNOR) dazu eine Internetpräsenz freigeschaltet, die Sie unter www.avifauna-rlp.de erreichen.
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04.03.2014 totop

50 Jahre HGON — Grund zum Feiern!

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© HGON
Die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz feiert am 8. und 9. März 2014 mit einer Fachtagung zum Thema „Vögel in Raum und Zeit“ auf Schloss Biebrich in Wiesbaden ihr 50 jähriges Bestehen. Die eingeladenen Referentinnen und Referenten spannen der Bogen von der internationalen über die nationale bis zur hessischen Perspektive, von der klassischen Feldornithologie über die Satellitentelemetrie bis zur Bioakustik, von spannenden Exoten bis zu klassischen Europäern.
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27.02.2014 totop

Das Monitoring häufiger Brutvögel startet in die neue Saison — machen Sie mit!

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Auf den Probeflächen des Monitoringprogramms stehen häufige Arten wie die Goldammer im Mittelpunkt.
© DDA
Mit den längeren Tagen sind bei Amseln, Kleibern, Heckenbraunellen oder Meisen die Frühlingsgefühle nicht mehr zu überhören. Keine Frage, die Vorbereitungen für die Brutzeit haben bei vielen Arten bereits begonnen. Aber auch bei uns laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, denn am 10. März beginnt die Kartiersaison des Monitorings häufiger Brutvögel.

Seit 1989 werden die Bestandsentwicklungen aller häufigen Brutvogelarten mithilfe standardisierter Methoden überwacht, um u.a. die Frage „Wie entwickeln sich die Brutbestände weit verbreiteter, häufiger Vogelarten?“ beantworten zu können. Seit 2004 finden die Erfassungen auf bundesweit repräsentativen, 1x1 km-großen Probeflächen statt, auf denen zwischen März und Juni 4 Begehungen entlang einer ca. 3 km langen Route durchgeführt werden.
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26.02.2014 totop

Herzlichen Glückwunsch! 50 Jahre OAG Schleswig-Holstein und Hamburg

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© OAG SH HH
Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft für Schleswig-Holstein und Hamburg begeht in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Der DDA gratuliert ganz herzlich zum Jubiläum und wünscht den Aktiven viel Energie und Erfolg für die zukünftigen Aufgaben!
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25.02.2014 totop

Sinkflug stoppen - Der Rotmilan bekommt Land zum Leben

Mehr als die Hälfte aller Rotmilane weltweit lebt in Deutschland. Deswegen hat Deutschland eine besonders hohe Verantwortung für das Überleben des Rotmilans, unseres heimlichen Wappenvogels. Doch ihm geht es zunehmend schlechter: „Die Anzahl der bei uns brütenden Paare hat in den letzten 20 Jahren um ein Drittel abgenommen“, sagt Greifvogelexperte Christoph Grüneberg vom Dachverband Deutscher Avifaunisten.
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20.02.2014 totop

Die ADEBAR-Familie wächst: Atlas der „Brutvögel in Sachsen“ veröffentlicht

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Cover des Buches
© Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Vögel sind wie kaum eine andere Organismengruppe gute Indikatoren zur Bewertung des Zustands von Landschafts- und Ökosystemen. Bezogen auf die Brutvogelwelt verfügt Sachsen über eine einzigartige Datengrundlage aus drei vergleichbaren landesweiten Kartierungen in einem Zeitraum von über dreißig Jahren: die erste 1978-1982, die zweite von 1993-1996 und die jüngste von 2004-2007. Letzere lieferte zugleich die sächsischen Daten für ADEBAR, den Atlas deutscher Brutvogelarten. Wesentlich angereichert wurde der Inhalt des Werkes durch ergänzende Auswertungen ornithologischer Jahresberichte sowie durch das Einbeziehen von Regionalavifaunen, Fachpublikationen, Feinrasterkartierungen, Siedlungsdichteuntersuchungen und Ergebnissen des Vogelmonitorings in Sachsen.
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18.02.2014 totop

Dänemark, die Niederlande und Deutschland entwickeln gemeinsames Leitbild zum Schutz der ostatlantischen Vogelzugroute

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Mehr als 10 Millionen Vögel pendeln auf dem Ostatlantischen Zugweg jedes Jahr zwischen ihren Brut- (orange) und Überwinterungsgebieten (blau) hin und her.
© Common Wadden Sea Secretariat (CWSS)
Auf der 12. Trilateralen Wattenmeer-Konferenz vom 4. bis 5.2.2014 im dänischen Tønder wurde ein Leitbild verabschiedet, mit dem Ziel die Vögel auf dem gesamten Ostatlantischen Zugweg zwischen Arktis und Afrika besser überwachen und schützen zu können. Zu den Unterzeichnern der sogenannten „Flyway Vision“ gehören neben den drei Wattenmeerstaaten Dänemark, den Niederlanden und Deutschland zahlreiche im Vogelschutz engagierte nicht-staatliche Organisationen — darunter der DDA sowie einige seiner Mitgliedsverbände und Kooperationspartner z. B. die Wattenmeer-Nationalparke, Wetlands International und BirdLife International.

Mit seinen endlosen Wattflächen, den Salzwiesen, Prielen und Sanddünen ist das Wattenmeer eines der letzten Wildnisgebiete Europas und wichtiges Nahrungs-, Brut- und Rastgebiet für Millionen Zugvögel. Zahlreiche Vögel, die in Sibirien, Grönland und Kanada brüten, überwintern im Wattenmeer. Viele andere sind darauf angewiesen, im Frühjahr und Herbst hier zu rasten, um Kraft zu tanken für die langen Zugstrecken zwischen den Überwinterungsgebieten an der Küste Westafrikas, z. B. der Banc d′Arguin in Mauretanien, und den arktischen Brutgebieten.
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24.01.2014 totop

4. Koordinierungstreffen Brutvogelmonitoring am 18. und 19. Januar in Uder (TH)

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© DDA
Am 18. und 19. Januar 2014 fand das 4. Koordinierungstreffen zum bundesweiten Brutvogelmonitoring im thüringischen Uder statt. Die ruhig und idyllisch gelegene Bildungs- und Ferienstätte Eichsfeld bot ideale Bedingungen für die Koordinierenden, sich konzentriert und ungestört mit aktuellen Ergebnissen und Fragestellungen der beiden Erfassungsprogramme für die häufigen und seltenen Brutvögel zu beschäftigen. Mit 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 14 Bundesländern war das Treffen sehr gut besucht.
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21.01.2014 totop

Odinshühnchen: Überwinterung an Perus Pazifikküste statt im Arabischen Meer

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© Adam Rowlands
Über eine winzige Apparatur konnten Wissenschaftler das Geheimnis um die Zugroute der in Schottland brütenden Odinshühnchen (Phalaropus lobatus) lüften. Die Analyse der Daten eines Geolokators, der weniger als eine Büroklammer wiegt, ergab, dass ein schottischer Vogel Tausende von Kilometern nach Westen über den Atlantik zum Pazifischen Ozean flog — eine Strecke, die bisher für keine andere Brutvogelart Europas nachgewiesen worden war.
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09.01.2014 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Herbst 2013

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© Christopher Plummer
In der Rubrik „Vögel in Deutschland aktuell“ blicken wir in der Januar-Ausgabe von Der Falke auf den vogelkundlich spannenden Herbst 2013 zurück. Neben einem Überblick über das Auftreten von seltenen Gästen, die sich zwischen September und November in ganz Deutschland entdecken ließen, gehen wir der Frage nach, ob sich die Gesangsaktivität im Jahresverlauf anhand der ornitho-Daten darstellen lässt. Als Beispielarten haben wir uns mit Rotkehlchen und Buchfink zwei unserer häufigsten Singvogelarten ausgesucht, von denen das Rotkehlchen auch im Herbst ausgiebig singt, der Buchfink hingegen außerhalb der Brutzeit weitgehend „den Schnabel hält“. Überraschend gut werden diese Aktivitätsmuster bereits abgebildet. Es entstand deshalb die Idee, den im Falke-Taschenkalender 2014 erstmals erschienenen „Gesangskalender“ künftig mit realen Daten aus ornitho zu unterfüttern.
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Bild„Vögel in Deutschland “ behandelt auf über 70 Seiten die Erfsssung rastender Wasservögel.

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BildStatus, Karten, Brut- und Rastbestände, Rote Liste-Status, rechtlicher Schutz ... all das finden Sie in unserem Informationssystem
Vögel in Deutschland

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Bild„Seltene Vögel in Deutschland 2015“ beinhaltet neben dem Seltenheiten-bericht 2015 auch Beiträge zu Bulwersturmvogel, Zwergdrossel und über die Dokumentation von Seltenheiten.

BildAktuelle Schwerpunkte sind der Star als Vogel des Jahres, die noch weitgehend unberührten Subantarktischen Inseln südlich Neuseelands sowie ein wie so oft faszinierender Rückblick auf den ornithologischen Herbst 2017. Das ist natürlich längst nicht alles - Schauen Sie doch mal rein: „Der Falke

Vergabestand im Monitoring häufiger Brutvögel





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Häufige Brutvögel
Wasservogelzählung

Bild„Der Falke“ hat das sehr interessante Sonderheft Geier herausgebracht. Mit Artikeln rund um Gefährdung und Schutz, das falsche Bild des Geiers in der Öffentlichkeit, Monitoring, einer Übersicht europäischer Geier und vielem mehr wartet das Heft mit umfangreichem Fasswissen auf. Sie sollten unbedingt reinschauen. - „Der Falke“.

BildDas Buch gibt einen aktuellen Überblick über die Programme, Methoden, Konzepte, Anwendungs- gebiete und Auswertungsmöglichkeiten des Vogelmonitorings. Die Monitoring-Programme häufiger Brutvögel, seltener Brutvögel sowie rastender Wasservögel werden ebenso vorgestellt wie die organisatorischen Voraussetzungen eines international relevanten Vogelmonitorings in Deutschland. Die Darstellung weiterer Projekte wie ADEBAR runden den Überblick ab. Überdies werden Vorteile und Möglichkeiten des Online-Portals ornitho.de für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und das Monitoring beschrieben.
Bezug:
BfN-Schriftenvertrieb: Tel.: 0 25 01 / 8 01-3 00, Fax: 0 25 01 / 8 01-3 51 oder im Internet

BildMit einer Förder- mitgliedschaft im DDA helfen Sie uns, die Monitoringprogramme zu organisieren und die Ergebnisse zeitnah in Schutzmaßnahmen einfließen zu lassen.
pdfAufnahmeantrag [ 1.778 kb ]

BildDas Methoden- handbuch ist wieder gedruckt verfügbar und kann für 29,80 € bestellt werden.