Archiv

31.12.2013 totop

Mit Schwung ins neue Jahr!

Bild zur Meldung
 
© Karsten Berlin
2013 neigt sich dem Ende zu. Doch bevor zum Jahreswechsel die Korken knallen, wollen wir die wichtigsten Ereignisse der vergangenen zwölf Monate nochmals Revue passieren lassen. Dank des großen ehrenamtlichen Engagements der inzwischen mehr als 10.000 begeisterten Menschen, die wir zusammen mit unseren Mitgliedsverbänden erreichen, können wir auf ein aus Sicht des DDA sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Niemals zuvor sind unsere Kenntnisse über die Bestandssituation und den Erhaltungszustand unserer heimischen Vogelwelt umfassender gewesen als heute. Und niemals zuvor wussten wir über Gefährdungsursachen und Maßnahmen zu ihrer Beseitigung oder Vermeidung besser Bescheid. Diese sehr erfreuliche Entwicklung darf allerdings nicht über die immensen Herausforderungen hinwegtäuschen, die uns bei der Umsetzung einen nachhaltigen Natur- und Vogelschutzes noch bevorstehen. Denn trotz des immensen Erkenntnisgewinns mangelt es bedauerlicherweise immer noch an der nachhaltigen Umsetzung der inzwischen zahlreichen Strategien, Konzepte und Pläne zur längst überfälligen Verbesserung des Flächen- und Artenschutzes. So muss auch für 2013 konstatiert werden: Die gesellschaftlich in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie bzw. der nationalen Biodiversitätsstrategie verbindlich festgelegten Ziele zum Schutz der Biodiversität wurden einmal mehr weit verfehlt. Schlimmer noch, die aktuelle Entwicklung zeigt, dass wir uns zunehmend, sogar in beschleunigendem Maße, von den ambitionierten Zielen entfernen. Deshalb werden wir 2014 alles daran setzen, dass wir auf der Basis unseres Wissens — in Zusammenarbeit mit unseren Naturschutzpartnern — die Entscheidungsträger in der neuen Bundesregierung dafür gewinnen können, das Ruder entschlossen herumzureißen.
[mehr]

27.12.2013 totop

Vögel fliehen in Massen vor Feuerwerken

Bild zur Meldung
Fliegende Stare bei Nacht.
© Kai Gauger
Bald ist es wieder soweit: Silvester! Der Jahreswechsel wirft seine Schatten voraus. Die Bewerbung der Feuerwerkskörper hat begonnen. Die Großfeuerwerke der Silvesterpartys sind geplant und werden vorbereitet. Nur wenige private und berufliche Feuerwerker machen sich Gedanken, welche Auswirkungen das Spektakel zum Jahreswechsel auf die Natur hat. Naturschützer, die darauf hinweisen, sind keine Nörgler oder Spielverderber, denn für die Tierwelt ist Silvester ein Schockerlebnis, das mitunter auch zum Tod führen kann.
[mehr]

24.12.2013 totop

Truthahn

Bild zur Meldung
 
© SVD / DDA
Haben Sie schon das letzte Türchen aufgemacht?

Vielen Dank für Ihr Interesse an unserer Arbeit. Wir hoffen, der Adventskalender hat Sie neugierig auf den neuen Atlas gemacht!

Das DDA-Team und die ADEBAR-Herausgeber wünschen Ihnen besinnliche Feiertage und einen guten Start ins Neue Jahr!

23.12.2013 totop

... und Spatz

Es hat der … sein Nest gebaut;
Und als er froh umher nun schaut,
Hoch über allen Häusern,
Da sitzt vor ihm ein kleiner Spatz
Und bittet um ein wenig Platz
Zum Nestchen in den Reisern.

Da spricht der … : Mein Nest ist groß,
du bist ein kleines Vöglein bloß,
ich tu dir nichts zuleide,
du bist in gutem Schutz bei mir,
kein Mietgeld nehme ich von dir,
´s Platz da für uns beide.

Das Spätzlein dankt und baut sich an
Der … hat ihm kein Lied getan
Und hat ihn nicht verstoßen.
So wohnten beide lange Zeit
In Frieden und in Ewigkeit
Der Kleine bei dem Großen.

Karl Enslin

Von welchem Vogel ist hier die Rede? Die Antwort finden Sie heute im ADEBAR-Adventskalender!

20.12.2013 totop

Weiterhin stark gefährdet: Die Bekassine — Vogel des Jahres 2013

Bild zur Meldung
Der Bestand der Bekassine ist rückläufig. Große Anstrengungen sind notwendig, um den Rückgang zu stoppen.
© Peter Hering
Die Bekassine, Vogel des Jahres 2013, wird immer seltener und findet immer weniger Brutmöglichkeiten. Das ist das Ergebnis einer Kartierung von Brutvorkommen, die der NABU zusammen mit seinem bayerischen Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV) und dem Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) in diesem Jahr vorgenommen hat. Auch wenn die abschließenden Ergebnisse noch ausstehen, zeichnet sich nach der bisherigen Auswertung der Meldungen aus Niedersachsen, Brandenburg und Schleswig-Holstein ein weiterer erheblicher Bestandsrückgang ab. In den drei Bundesländern brüten zusammen über 50% der Bekassinen in Deutschland. Demgegenüber scheint die Zahl der brütenden Bekassinen in Sachsen-Anhalt, die etwa fünf Prozent des Bundesbestands beträgt, seit über zehn Jahren stabil zu sein.
[mehr]

18.12.2013 totop

Kraniche auf neuen Wegen? Gemeinsame Auswertung der ornitho-Portale Deutschlands, Luxemburgs, Österreichs, der Schweiz und Italiens veranschaulicht möglichen neuen Zugweg

Bild zur Meldung
Kranich-Beobachtungen zwischen dem 1. September und dem 30. November 2013 in Deutschland, Luxemburg, Österreich, der Schweiz und Italien nach den Daten der ornitho-Portale in diesen Ländern. Neben den beiden Hauptzugkorridoren über dem Norden und Westen Deutschlands, die Teil des westeuropäischen Zugwegs sind, ist die sich möglicherweise neu etablierende, nördlich und südlich der Alpen verlaufende, westwärts gerichtete Zugroute gut zu erkennen.
© ornitho
Der Durchzug der Kraniche gehört zu den besonders beeindruckenden Naturschauspielen, die sich hierzulande erleben lassen. Selbst ornithologisch eigentlich wenig interessierte Menschen erfreuen sich an den laut rufenden Keilformationen, die vielerorts in Deutschlands alljährlich vor allem von Februar bis März sowie von September bis November beobachtet werden können. Der europäische Kranichzug lässt sich dabei in zwei Routen unterteilen. Der baltisch-osteuropäische Zugweg führt Kraniche im Herbst aus Finnland, dem Baltikum, Polen und Teilen Russlands zu den großen Rastplätzen der Ungarischen Tiefebene. Von dort fliegt ein Teil der Vögel westlich über den Balkan und Sizilien bis nach Tunesien, während andere Kraniche über die Türkei bis nach Israel und von dort weiter bis nach Äthiopien ziehen. Den westeuropäischen Zugweg nutzen im Wesentlichen Kraniche aus Mitteleuropa und Skandinavien sowie in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend auch aus den baltischen Staaten, Finnland und Weißrussland. Ihre wichtigsten Winterquartiere liegen in Frankreich und Spanien.

Kraniche auf neuen Wegen von Ungarn nach Frankreich?

Vor allem Mitte Oktober sowie Anfang und Mitte November 2013 zogen zehntausende Kraniche von den großen Rastplätzen in der Rügen-Bock-Region, Linum/Nauen oder der Diepholzer Moorniederung im Norden Deutschlands auf den beiden traditionellen Zugstraßen über Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Luxemburg bzw. Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Luxemburg in Richtung der Rastgebiete in Frankreich.

Abseits dieser engen Zugkorridore machen sich Kraniche recht rar, so auch bislang im äußersten Süden des Landes. Das ändert sich offenbar seit 2011, als während des Herbstzuges in Bayern rund 5.000 Individuen und im Jahr darauf noch einmal mehr Kraniche beobachtet wurden. Im Herbst 2013 wiederholte sich das Schauspiel erneut auf eindrucksvolle Weise: Am 1. November wurden von Österreich kommend viele Tausend Kraniche gemeldet, die über das südliche Bayern und Baden-Württemberg zogen und am 2. November schließlich in der Schweiz eintrafen und dort für das stärkste Auftreten von Kranichen überhaupt sorgten.
[mehr]

17.12.2013 totop

Statusbericht zum Vogelmonitoring in Polen 2012/13 erschienen

Im Rahmen des staatlichen Umweltmonitorings wurde 2006 auch in Polen mit der Unterstützung des Nationalfonds für Umweltschutz und Wassermanagement ein Vogelmonitoring etabliert. Insgesamt 19 Erfassungsprogramme werden von der Polnischen Vogelschutz-Gesellschaft (OTOP) in Zusammenarbeit mit weiteren Organisationen und Instituten durchgeführt. Mehr als 800 Kartiererinnen und Kartierer erfassen dabei die Vogelwelt in mehr als 1500 Gebieten. Etwa 162 Brutvogelarten (rund 65 % der gesamten Avifauna Polens) werden behandelt.
[mehr]

17.12.2013 totop

Der Austernfischer — Seevogel des Jahres 2014

Bild zur Meldung
 
© Ralf Kistowski
Der Verein Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur hat den Austernfischer als „Seevogel des Jahres 2014“ ausgewählt, um auf den starken Rückgang dieser Art hinzuweisen. Allein im schleswig-holsteinischen Wattenmeer sank die Zahl der Brutpaare in den letzten 15 bis 20 Jahren um 50 Prozent auf nur noch etwa 10.000. Insgesamt brüten im Wattgebiet von Borkum bis Sylt sowie im küstennahen Binnenland noch über 25.000 Paare. Auch europaweit nahmen die Bestände von rund einer Million auf etwa 800.000 ab.
[mehr]

16.12.2013 totop

Biodiversität im Rückgang: Dringender Handlungsbedarf für Agrargebiete

Bild zur Meldung
Die Goldammer gehört zu den Indikatorarten der Agrarlandschaft.
© Christopher Plummer
Vögel in der Agrarlandschaft sind wichtige Bioindikatoren für den Zustand unserer Umwelt. Das Julius Kühn-Institut (JKI) veröffentlichte in seiner Reihe „Julius Kühn-Archiv“ nun den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zur Lage von Agrarvögeln. Die Publikation ist das Ergebnis einer von der Fachgruppe „Vögel in der Agrarlandschaft“ der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft (DO-G) und des Julius Kühn-Instituts durchgeführten interdisziplinären Fachgesprächs, das in Kleinmachnow bei Berlin stattfand.
[mehr]

12.12.2013 totop

The State of the UK′s birds 2013“ — Aktuelle Trends der Vögel Großbritanniens veröffentlicht

Bild zur Meldung
Die Bestände des Mornellregenpfeifers sind in Großbritannien seit 1999 um rund 43 Prozent gesunken.
© RSPB
Die alljährlichen Statusberichte „The State of the UK′s Birds“ befassen sich mit den Bestandsveränderungen der Vögel Großbritanniens. In der vor kurzem veröffentlichten 13. Ausgabe werden Ergebnisse einer Reihe unterschiedlicher Studien und Monitoringprogramme veröffentlicht. Ein Kapitel des Berichts befasst sich mit den 107 meistverbreiteten Brutvogelarten Großbritanniens. Bei einigen dieser Arten sind die Bestände seit 1995 um mehr als 50 % zurückgegangen, darunter Rebhuhn, Weidenmeise und Waldlaubsänger. Den dramatischsten Rückgang zeigte mit -85 % in den letzten zwanzig Jahren die Turteltaube.
[mehr]

09.12.2013 totop

Seevögel in der deutschen AWZ von Nord- und Ostsee — Monitoringbericht 2011/12 erschienen

Bild zur Meldung
So einfach ist das Zählen von Eissturmvögeln auf hoher See meist nicht.
© Rosl Rößner
Der aktuelle Bericht zum Monitoring von Seevögeln in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftzone (AWZ) von Nord- und Ostsee ist jetzt verfügbar. Der vom Forschungs- und Technologiezentrum Westküste (FTZ) der Universität Kiel im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz erstellte Bericht beschreibt die Ergebnisse der schiffs- und flugzeuggestützten Seevogelerfassungen aus der Berichtsperiode vom 01.09.2011 bis 31.10.2012.
[mehr]

01.12.2013 totop

Der ADEBAR-Adventskalender

Bild zur Meldung
 
© SVD / DDA
Öffnen Sie jeden Tag ein Türchen unseres ADEBAR-Adventskalenders und entdecken ein spannendes Artkapitel aus dem neuen Atlas deutscher Brutvogelarten (ADEBAR). Wir möchten damit deutlich machen, dass mit Hochdruck am Abschluss gearbeitet wird und das Ziel nicht mehr fern ist. Die 24 Beispiele zeigen eindrucksvoll, dass Sie mit vielen neuen Erkenntnissen über die heimische Vogelfauna rechnen dürfen.

Das ADEBAR-Redaktionsteam wünscht Ihnen eine schöne Vorweihnachstzeit

Kai Gedeon, Christoph Grüneberg, Alexander Mitschke & Christoph Sudfeldt

PS: Wenn sich das 24. Türchen geöffnet hat, endet auch der Zeitraum, in dem Patenschaften abgeschlossen werden können. Nur bis dahin haben Sie noch die Möglichkeit, Ihrer Sympathie für eine Vogelart dauerhaften Ausdruck zu verleihen. Hier geht es zu den Spendenpatenschaften.

29.11.2013 totop

Nils Holgersson 2.0: Flug auf dem Rücken eines Basstölpels

Bild zur Meldung
Ausschnitt aus den faszinierenden Aufnahmen der Basstölpel-Kameras.
© RSPB / University of Exeter
Britische Forscher der Universität Exeter und der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) haben unglaubliche Filmaufnahmen veröffentlicht, die die rasanten Flüge von Basstölpeln aus einer völlig neuen Perspektive zeigen. Die Wissenschaftler statteten einige Vögel in der mit fast 40.000 Brutpaaren viertgrößten Basstölpel-Kolonie der Welt auf der Wales vorgelagerten Insel Grassholm mit Mini-Kameras aus. Die faszinierenden Bilder zeigen einen Vogel hoch über der walisischen Küstenlinie, bei der Landung in der lebhaften Kolonie, beim Flug knapp über der Wasseroberfläche und im Sturzflug bei spektakulären Tauchgängen.
[mehr]

27.11.2013 totop

Rote Liste Vögel 2013: Anzahl vom Aussterben bedrohter Vogelarten so hoch wie nie

Bild zur Meldung
Positives Beispiel: Die Bestände des Schwarzbrauen-Albatros haben in den vergangenen Jahren wieder zugenommen
© Martin Grimm
Laut der Roten Liste der Vögel 2013 von BirdLife International sind heute nahezu 200 Vogelarten weltweit in ernster Gefahr, für immer vom Globus zu verschwinden — mehr als jemals zuvor. Gefahren drohen von vielerlei Seiten: Lebensraumverlust, Veränderungen in der Landwirtschaft, invasive Arten und Klimawandel gelten als Hauptursachen. In die höchste Risikokategorie „vom Aussterben bedroht“ der Roten Liste bedrohter Arten der IUCN, für die BirdLife International die Vogelarten bearbeitet, werden Arten aufgenommen, die einem extrem hohen Risiko des Aussterbens in der Wildnis gegenüberstehen.
[mehr]

26.11.2013 totop

Zugvögel: Klimaveränderungen im Brutgebiet entscheidender als Bedingungen im Winterquartier

Bild zur Meldung
Nach regenreichen Vegetationszeiten in der Sahelzone beginnen Gartenrotschwänze im Folgejahr durchschnittlich früher mit der Brut, der Einfluss der Frühjahrstemperaturen ist jedoch weitaus höher.
© Julius Kramer
Zugvogelarten reagieren besonders empfindlich auf den Klimawandel, da sie von Veränderungen sowohl im Brutareal und in den Überwinterungsgebieten als auch in Rast- und Durchzugsgebieten betroffen sind. Viele Langstreckenzieher unter den heimischen Brutvögeln gehen in ihren Beständen bedrohlich zurück, was teils sowohl auf veränderte Bedingungen in Afrika als auch in Deutschland zurückgeführt werden konnte. In der Zeitschrift Biology Letters wurden nun Ergebnisse aktueller Studien des British Trust for Ornithology (BTO) veröffentlicht, die neue Erkenntnisse liefern und zeigen, inwiefern sich veränderte Bedingungen im Winterquartier in Afrika noch während der folgenden Brutzeit auf die Vögel auswirken. Regenfälle sind während der afrikanischen Vegetationsperiode für südlich der Sahara überwinternde Zugvögel enorm wichtig, da sie das Angebot an Pflanzen und damit auch an Pflanzen fressenden Insekten maßgeblich bestimmen. Um ausreichend Kraft für den Weg zurück in die Brutgebiete zu sammeln, sind besonders Laubsänger, Grasmücken oder Fliegenschnäpper vom Angebot Wirbelloser abhängig.
[mehr]

20.11.2013 totop

Unterstützen Sie den DDA durch die Nutzung der Suchmaschine benefind!

Bild zur Meldung
 
© Benefind
Für jede zweite Web-Suche spenden wir 1 Cent an eine Organisation Ihrer Wahl.“ — so das Motto der Internet-Suchmaschine benefind.de. Das Sozialunternehmen benefind unterstützt bereits mehr als 1.000 verschiedene gemeinnützige Organisationen und seit kurzem auch den DDA. Die Suche erfolgt in Kooperation mit Yahoo.
[mehr]

15.11.2013 totop

Festveranstaltung - 50 Jahre Ornithologischer Beobachterring Saar am 24. November

Bild zur Meldung
Logo des Ornithologischen Beobachterrings Saar
© OBS
Entstanden aus dem Zusammenschluss begeisterter Vogelbeobachter bildet der Ornithologische Beobachterring Saar (OBS) heute die Vereinigung der Feldornithologen zur Erforschung der saarländischen Vogelwelt. Von der Umsetzung wissenschaftlicher Erfassungsprogramme, der Veröffentlichung regionaler Avifaunen oder „Roter Listen“ bis hin zur Veranstaltung von Exkursionen und Tagungen - die Tätigkeiten des OBS sind vielfältig. Die durch das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder erhobenen Daten dienen inzwischen zugleich als unverzichtbare Grundlage des modernen Naturschutzes. [mehr]

30.10.2013 totop

Grünspecht zum „Vogel des Jahres 2014“ gekürt

Bild zur Meldung
Grünspecht.
© Ole Krome
Seit 1971 küren der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) jährlich den „Vogel des Jahres“. Auf den „Meckervogel“ 2013, die Bekassine, folgt nun mit dem Grünspecht der „Lachvogel“: Wegen seines markanten Rufs, der wie ein gellendes Lachen klingt, erhielt er diesen Beinamen.

Auswahlkriterium für den „Vogel des Jahres“ ist oftmals die Gefährdung der Art oder ihres Lebensraums. In diesem Jahr wurde mit dem Grünspecht aber eine Art ausgewählt, deren Bestand nach den Ergebnissen des Monitorings häufiger Brutvögel des DDA zwischen 1991 und 2011 deutlich zugenommen hat. Dennoch können auch an dieser Art konkerte Themenfelder des Natur- und Vogelschutzes sichtbar gemacht werden, so die Gefährdung von Streuobstwiesen, die Bedeutung von Altholzbeständen und die Problematik des Pestizideinsatzes in Siedlungsräumen.
[mehr]

25.10.2013 totop

„Vögel in Deutschland 2012“ erschienen

Bild zur Meldung
 
© DDA
Bei einem Fünftel der wandernden Vogelarten, die in Deutschland vorkommen, sind die Bestände rückläufig. Das ist das Ergebnis der aktuellen Studie „Vögel in Deutschland 2012“, die in dieser Ausgabe den Vogelzug beleuchtet. Als wichtige Ursachen für den Rückgang der Zugvogelarten wertete die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Prof. Beate Jessel, die verschlechterten Lebensbedingungen für Greif- und Singvogelarten in großflächigen strukturarmen Agrarlandschaften und den beginnenden Klimawandel.

Konkret nahmen in den letzten 25 Jahren die Rast- oder Überwinterungsbestände von 64 (21%) der 305 wandernden und regelmäßig in Deutschland auftretenden Vogelarten ab. Die besorgniserregende Entwicklung zeigt sich zum Beispiel bei Raufußbussard und Ohrenlerche. Die Autoren der Studie vom Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA), der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten und dem BfN fordern daher erhöhte Schutzanstrengungen. „Es zeigt sich, dass der Klimawandel nicht ohne Folgen für die Zugvögel bleibt. Die Zugzeiten der Vögel verschieben sich meist nicht synchron zu den Änderungen in der jahreszeitlichen Vegetations- und Insektenentwicklung. Der Bruterfolg verringert sich dadurch und die Arten werden seltener“, sagte BfN-Präsidentin Jessel.
[mehr]

23.10.2013 totop

Deutsche Ornithologen-Gesellschaft zeichnet Martin Flade mit dem Hans-Löhrl-Preis aus

Bild zur Meldung
Martin Flade
© DO-G
Zur Eröffnung ihrer Jahresversammlung vom 2.-7. Oktober 2013 in Regensburg zeichnete die Deutsche Ornithologen-Gesellschaft (DO-G) Martin Flade für seine kritische Einschätzung des Vogelschutzes in Deutschland in seiner Publikation „Von der Energiewende zum Biodiversitäts-Desaster — zur Lage des Vogelschutzes in Deutschland“ aus. Mit seinem Beitrag rückte Martin Flade die dramatischen Verluste der Vogelartenvielfalt in der Agrarlandschaft in den Fokus der Öffentlichkeit, die aufgrund des ungebremsten Anbaus nachwachsender Rohstoffe für den Energiebedarf enormen Veränderungen unterworfen ist. Die Bilanz der Bestandsentwicklung häufiger Brutvogelarten Deutschlands fiel — trotz einiger eindrucksvoller Erfolge beim Schutz von „Flaggschiffarten“ — katastrophal aus. Die Energiewende entpuppe sich, so Martin Flade, deshalb immer mehr als eine der größten Gefahren für die biologische Vielfalt, und von politischer Seite sei versäumt worden, rechtzeitig Belastungsgrenzen für die Natur zu definieren und mögliche Alternativen einzuplanen.
[mehr]

22.10.2013 totop

Weltrekord im Dauerfliegen: 200 Tage Nonstop-Flug beim Alpensegler

Bild zur Meldung
Alpensegler sind Weltrekordhalter im Dauerfliegen
© Martin Grimm
Auch Vögel müssen zwischendurch landen, um zu fressen und sich zu erholen. Eine Ausnahme machen Segler, die perfekt an das Leben in der Luft angepasst sind. Sie ernähren sich von fliegenden Insekten, die sie im Flug fangen. Lange wurde vermutet, dass sie nicht einmal zum Schlafen landen, sondern die Nacht hoch oben im Himmel verbringen. Der beste Hinweis für dieses rastlose Leben waren Radarbilder, die nachts Mauersegler in großer Höhe zeigten.
[mehr]

17.10.2013 totop

Zentrale Datensammlung und Informationen zu Kollisionsopfern an Windenergieanlagen

Bild zur Meldung
 
© Mathias Putze
Seit dem Jahr 2002 trägt die Staatliche Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg (LUGV) verfügbare Daten zu Kollisionen von Vögeln und Fledermäusen an Windenergieanlagen (WEA) aus ganz Deutschland zusammen. Ältere Daten reichen bis zum Jahr 1989 zurück. Ziel der Datenbank ist es, die vorhandenen, bundesweit verstreuten Daten über Anflugverluste an WEA zusammenzutragen, durch diese Sammlung zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen und die Einhaltung von Mindeststandards bei der weiteren Datengewinnung und -dokumentation durchzusetzen.
[mehr]

11.10.2013 totop

Artpatenschaften im Atlas der Vögel der Niederlande: DDA übernimmt Rotmilan

Bild zur Meldung
 
© SOVON
Zwölf Jahre nach dem Erscheinen des Niederländischen Brutvogelatlas wird die Vogelwelt in unserem Nachbarland seit Ende 2012 und noch bis Ende Juli 2015 in einem bisher nie da gewesenen Detailgrad kartiert. Viele Informationen zu Beständen, Verbreitung und Trends der Vögel unseres Nachbarlandes sind bereits bekannt, doch die vielen und teils rasanten Entwicklungen erfordern besonders aktuelle und vor allem exakte Daten. Vor einigen Jahren hätte niemand mit Bruten des Silberreihers oder einer Expansion des Mittelspechtes gerechnet. Ähnlich bemerkenswert wie besorgniserregend sind die Bestandseinbrüche von Rebhuhn oder Turteltaube. Das Atlas-Projekt wird von der SOVON Vogelonderzoek Nederland durchgeführt, die damit seit ihrer Gründung im Jahr 1978 bereits zum vierten Mal ein derartiges Projekt organisiert. Neben Brutbeständen wird diesmal auch die Winterverbreitung der Vögel erfasst. Darüber hinaus sollen genauere Daten zu Bestandsdichten und Populationsgrößen ermittelt werden. Bereits im noch laufenden Kartierzeitraum werden erste Ergebnisse auf der Internetseite www.vogelatlas.nl präsentiert.
[mehr]

10.10.2013 totop

Neue Internetseite zum Rotmilan-Schutz online: Wanderungen direkt verfolgbar

Bild zur Meldung
Auge in Auge mit dem Rotmilan - ab jetzt immer aktuell auf www.rotmilane.eu
© Christian Gelpke
Seit dem 1. Oktober ist die neue Rotmilan-Internetseite der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON) und der Stiftung Hessischer Naturschutz (SHN) online. Neben vielen Angaben zu Bestand, Trends und Bedrohungen der „Gabelweihe“ kann hier der Zug von vier Rotmilanen aus Hessen live verfolgt werden. Die Milane wurden im Rahmen des Projektes „Rettet die Roten“ mit Satellitensendern ausgestattet und geben so regelmäßig ihren Aufenthaltsort zu erkennen. Schon der Probelauf im letzten Jahr erbrachte viele sehr spannende Ergebnisse, ebenso die Beobachtungen des Projektteams, das den 2012 besenderten Milanen in ihr spanisches Winterquartier nachgereist war. Entstanden ist so eine einmalige Dokumentation des Jahreslebensraums derselben Rotmilane vom Brutplatz in Hessen bis hin zum Winteraufenthalt auf der Iberischen Halbinsel.
[mehr]

09.10.2013 totop

Zugvogelfest 2013 in Horumersiel

Bild zur Meldung Zum Abschluss der 5. Zugvogeltage laden die Nationalparkverwaltung „Niedersächsisches Wattenmeer“, das Nationalpark-Haus Wangerland, die Wangerland Touristik GmbH und die Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz e.V. (WAU) am 13. Oktober zu einem bunten Fest nach Horumersiel ein: Begleitet von Musik, Vorträgen, Spiel und Spaß werden vielfältige Informationen zu den Themen Vogelbeobachtung und Vogelschutz angeboten. Freuen Sie sich auf die Ausstellung aller Vogel-Collagen, die Kinder dieses Jahr für die Zugvogeltage gefertigt haben!
[mehr]

08.10.2013 totop

Kanadische Wissenschaftler veröffentlichen Schätzungen über vom Menschen verursachte Todesursachen bei Vögeln

Bild zur Meldung
Getötete Waldschnepfe
© Lutz Ritzel
In den letzten vier Jahren führte ein Team von 20 Wissenschaftlern des kanadischen Umweltministeriums eine umfangreiche Analyse durch, die nun zur ersten Schätzung jährlicher, direkt vom Menschen begründeter Todesursachen bei Vögeln führte. Die Ergebnisse wurden in einer Sonderausgabe des frei zugänglichen Online-Journals Avian Conservation and Ecology veröffentlicht. Die Wissenschaftler ermittelten, dass von Menschen begründete Aktivitäten in Kanada pro Jahr etwa 269 Millionen Vögel töten und rund 2 Millionen Nester zerstören. Die meisten dieser Todesursachen (>95%) stehen im Zusammenhang mit (teils verwilderten) Hauskatzen sowie Kollisionen mit Gebäuden, Fahrzeugen und Stromleitungen.
[mehr]

08.10.2013 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Rückblick auf den Sommer 2013

Bild zur Meldung
Fichtenkreuzschnabel
© Christoph Jansch
In der Oktober-Ausgabe von „Der Falke“ blicken wir in der Rubrik „Vögel in Deutschland aktuell“ auf das vogelkundliche Geschehen im Sommer 2013 zurück, wobei wir wieder drei Arten genauer unter die Lupe nehmen. Zu Beginn der Mauserzeit der Graugänse hatten wir dazu aufgerufen, gezielt auf Mauseransammlungen (nicht nur der Graugänse) zu achten und diese zu melden. Bislang sind unsere Kenntnisse — bundesweit betrachtet — zu Mausergewässern noch lückenhaft. Für die Graugans konnten dank des Aufrufs weitere Informationen gewonnen werden. Es bleiben jedoch auch noch Herausforderungen für die kommenden Jahre. Ein auffälliges Ereignis dieses Sommers war der Einflug von Gänsegeiern nach Deutschland, an dem mindestens 50 Vögel beteiligt gewesen sind. Ungewöhnlich häufig wurden in den Sommermonaten auch nach Süden und Südwesten ziehende Fichtenkreuzschnäbel gemeldet. Auch darauf gehen wir genauer ein. Wie gewohnt berichten wir darüber hinaus auch über bemerkenswerte Beobachtungen und Raritäten in den Monaten Juni bis August.
[mehr]

27.09.2013 totop

Erfolgreicher Artenschutz in Europa: „Comeback“ von Seeadler, Kranich und Uhu

Bild zur Meldung
Dank intensiver Schutzbemühungen hat sich der Brutbestand des Schwarzstorchs in Europa wieder deutlich erholt.
© Jochen Gerlach
Viele in Europa einst vom Aussterben bedrohte Tierarten wie beispielsweise Kranich und Seeadler haben sich von den historischen Bestandstiefs in den 1960er Jahren dank intensiver Naturschutzanstrengungen deutlich erholt. Das geht aus einer großangelegten Studie hervor, für die die Zoologische Gesellschaft London, Bird Life International und das European Bird Census Council gemeinsam die europaweiten Bestandstrends von insgesamt 18 Säugetier- und 19 Vogelarten analysierten. Hierzu wurden seitens des DDA Daten aus dem Monitoring häufiger sowie aus dem Monitoring seltener Brutvogelarten, aus ADEBAR sowie aus dem Monitoring rastender Wasservögel bereitgestellt. [mehr]

25.09.2013 totop

Tagung zum Vogelmonitoring in Niedersachsen am 9. November

Bild zur Meldung
Ehrenamtliche Kartierinnen und Kartierer sind die Basis des Vogelmonitorings nicht nur in Niedersachsen
© NLWKN
In Niedersachsen engagieren sich ehrenamtlich tätige Vogelkundler und die Staatliche Vogelschutzwarte schon seit vielen Jahren gemeinsam für eine systematische Erfassung von Vogelarten. Die laufenden Programme liefern unentbehrlich gewordene Kenntnisse über die Verbreitung, die Bestände und die Trends von Brut- und Gastvögeln. Mit besonderer Spannung wird so auch der neue niedersächsische Brutvogelatlas erwartet, der noch in diesem Jahr erscheint. Wie es beim vielfältigen Vogelmonitoring Niedersachsens weitergehen soll, wo bis heute Erfassungslücken bestehen, die geschlossen werden sollen, und an wen sich an Bestandserfassungen Interessierte wenden können, steht im Mittelpunkt einer Veranstaltung, die am 9. November in Soltau (Lüneburger Heide) stattfindet. [mehr]

20.09.2013 totop

Neue internationale Aktionspläne für wandernde Wasservogelarten in Vorbereitung

Bild zur Meldung
Auch für den Großen Brachvogel ist ein internationaler Artenaktionsplan geplant.
© Hans Glader
Internationale Artenaktions- und Managementpläne gehören zu den wichtigsten Instrumenten des durch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) verwalteten Abkommens zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (AEWA). Die bisher 20 internationalen Pläne befinden sich derzeit in unterschiedlichen Stadien der Umsetzung. Zu den durch internationale AEWA-Arbeitsgruppen koordinierten Plänen zählen unter anderem die internationalen Artenaktionspläne für den Steppenkiebitz, die Uferschnepfe sowie ein Managementplan für die Kurzschnabelgans. Bei einigen Arten wie Zwergschwan und Grönländische Blässgans koordinieren Gruppen von Artexperten die Umsetzung derartiger Pläne.
[mehr]

17.09.2013 totop

Mitteleuropäische Wendehälse überwintern nicht südlich der Sahara

Bild zur Meldung
 
© Rosl Rößner
Bislang ging man davon aus, dass von den in Europa brütenden Wendehälsen jene aus Südeuropa und dem Mittelmeerraum auch in diesem Raum überwintern, während die in Mittel- und Nordeuropa brütenden Vögel allesamt den Winter südlich der Sahara verbringen. Doch dem ist nicht so, wie aktuelle Forschungsergebnisse zeigen: Zur Brutzeit 2011 wurden insgesamt 53 Wendehälse mit Geolokatoren ausgestattet (43 in der Schweiz, 10 in Sachsen-Anhalt). Sieben Brutvögel aus der Schweiz und ein Vogel aus Mitteldeutschland konnten wiedergefangen und die Geolokatoren ausgelesen werden. Keiner von diesen hatte die Sahara überquert, sondern alle hatten den Winter auf der Iberischen Halbinsel und in Marokko verbracht!
[mehr]

16.09.2013 totop

Erster Brutvogelatlas für Nordrhein-Westfalen erschienen

Bild zur Meldung
NWO-Vorsitzender Dr. Joachim Weiss (li.) und Dr. Alfred Hendricks, Leiter des LWL-Museums für Naturkunde, bei der Vorstellung des neuen Brutvogelatlas.
© LWL / Fialla
Am vergangenen Freitag (13.9.) ist der erste Brutvogelatlas für ganz Nordrhein-Westfalen im Rahmen einer Tagung im LWL-Museum für Naturkunde in Münster vorgestellt worden. Das Buchprojekt entstand in Kooperation der Nordrhein-Westfälischen Ornithologengesellschaft (NWO) und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) mit etwa 700 ehrenamtlichen Vogelkundlern unter maßgeblicher Unterstützung des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten (DDA) e.V. sowie der Stiftung Vogelmonitoring Deutschland, des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und der NRW-Stiftung. Ausführliche Informationen zu den fast 200 nachgewiesenen Brutvogelarten — von Alexandersittich bis Zwergtaucher — werden ergänzt durch historische Bestands- und Verbreitungsanalysen und wechseln sich ab mit ausführlichen Erläuterungen zu den Vogel-Lebensräumen und zum Vogelschutz in NRW.
[mehr]

06.09.2013 totop

Kornweihe in England vor dem Aus

Bild zur Meldung
Kornweihe
© Johan Stenlund
Zum ersten Mal seit den 1960er Jahren ist es 2013 zu einem Totalausfall der Bruten der Kornweihe in England gekommen. Nur zwei Paare starteten Brutversuche, die jedoch beide scheiterten. Umfangreiche zwischen der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) und den Landeigentümern getroffene Nestschutzmaßnahmen kamen gar nicht erst zum Tragen, da der Schlupf der Jungvögel ausblieb. Ob die gescheiterten Bruten natürliche Gründe hatten oder auch die illegale Verfolgung der Greifvögel eine Rolle spielte, ließ sich nicht sicher klären. Da in diesem Jahr keinerlei neue Brutplätze bekannt wurden, steht die Kornweihe in England damit unmittelbar vor dem Aussterben.
[mehr]

03.09.2013 totop

5. Zugvogeltage im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer: 05.10. — 13.10.2013

Bild zur Meldung Neun Tage lang gibt es — vom Dollart bis an die Elbe, von Borkum bis Wangerooge — wieder gut 200 Veranstaltungen zum Vogelzug und den Vögeln des Wattenmeeres: Vögel „live“ auf Exkursionen zu Fuß, mit dem Bus, mit dem Schiff, mit dem Fahrrad, vom Zug aus (Wangerooge) und auf einer der Beobachtungsstationen, die man aufsuchen kann, so lange man möchte. Oder Vögel und Vogelzug als Vortragsthema, im Quiz, in Kinderspielen, in Ausstellungen, als Fotografie-Objekte und vieles mehr. Die Länder des Ostatlantischen Vogelzuges spielen auch eine Rolle: bei Menüs oder einem Folk-Konzert entlang der Route, mal mit, mal ohne Vortrag. Man kann sich Einzelveranstaltungen heraussuchen oder gleich eine Pauschale buchen, in einer Ferienwohnung auf einer Insel, im Hotel oder in der Jugendherberge Schillig, z.T. mit ornithologischer Rundumbetreuung.
[mehr]

Weitere Informationen


[weniger anzeigen]

27.08.2013 totop

14. Tagung der Koordinatorinnen und Koordinatoren des Monitorings rastender Wasservögel in Deutschland

Bild zur Meldung
Mit 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die Tagung sehr gut besucht.
© Johannes Wahl
Auf Einladung des Bundesamtes für Naturschutz fand die 14. Tagung der Koordinatorinnen und Koordinatoren des Monitorings rastender Wasservögel in Deutschland vom 23. bis 25. August 2013 in der Internationalen Naturschutzakademie auf der Insel Vilm statt. Bei herrlich spätsommerlichem Wetter bot die im Greifswalder Bodden gelege Insel einen idealen Rahmen, um aktuelle Ergebnisse und Themen das Monitorings rastender Wasservögel zu diskutieren. Mit 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 14 Bundesländern war die Tagung so gut besucht wie noch nie.
[mehr]

26.08.2013 totop

Schadstoffe senken Überlebenswahrscheinlichkeit arktischer Eismöwen

Bild zur Meldung
Eismöwe
© Christoph Moning
In einem aktuellen Artikel im Fachblatt „Proceedings B“ der britischen Royal Society berichten norwegische Wissenschaftler über die starke Belastung einer Eismöwenpopulation auf der Bäreninsel in der Barentssee mit organischen Schadstoffen. Kjell Einar Erikstad vom Norwegischen Institut für Naturforschung in Tromsø und seine Mitarbeiter hatten vor 16 Jahren 111 adulte Eismöwen beringt. Sie entnahmen den Tieren Blutproben und ermittelten, wie stark sie mit chlororganischen Verbindungen belastet waren. Chlororganische Verbindungen sind in vielen Produkten der chemischen Industrie enthalten, etwa in Pestiziden, Holzschutzmitteln und Kunststoffen. Sie werden wie auch andere Schadstoffe von Meeresströmungen oder großen Eismassen in die Arktis transportiert. In den sieben Jahren nach der Beringung prüften die Forscher, wie viele der Vögel noch lebten. Sie stellten fest, dass die Überlebenswahrscheinlichkeit bei sehr stark belasteten Tieren sank.
[mehr]

26.08.2013 totop

Schellader Tõnn kreuzt Deutschland wieder einmal unbeobachtet innerhalb weniger Tage

Bild zur Meldung
Route von Schelladler Tõnn im Herbst 2013 durch Deutschland.
© http://birdmap.5dvision.ee/
Dass der bekannte besenderte Schelladler Tõnn Anfang August aus Norwegen in Richtung seines spanischen Winterquartiers aufgebrochen war und dabei über Schweden und Dänemark Kurs auf Deutschland nahm, hatte sich in Ornithologenkreisen bereits herumgesprochen. Sein Besuch in Deutschland währte jedoch nur wenige Tage und blieb ebenso unbeobachtet wie alle seine Reisen auf dem Wegzug der letzten Jahre.

Seitdem der Schelladler im Sommer 2008 in Estland beringt wurde, führt ihn sein Zugweg zwischen Sommer- und Winterquartier alljährlich auch zweimal über Deutschland. Im Frühjahr 2013 war es bei Tõnns insgesamt zehnter Durchquerung endlich gelungen, ihn auch einmal vom Boden aus zu beobachten. [mehr]

15.08.2013 totop

Faszination Vogelzug — Falke-Sonderheft erschienen

Bild zur Meldung
17 spannende Beiträge beinhaltet das 76 Seiten starke Falke-Sonderheft 2013
© Falke - Journal für Vogelbeobachter
Ein nur zehn Gramm schwerer Waldlaubsänger — so viel wie zehn Büroklammern (!) — fliegt von Deutschland nach Ghana, Rauchschwalben aus Deutschland bis nach Südafrika, Steinschmätzer von Alaska nach Ostafrika ...Tausende Kilometer über Meere, Gebirge und Wüsten, und dennoch finden viele von ihnen — so sie die gefahrenvolle Reise überleben — wieder exakt an den Ort zurück, an dem sie im Vorjahr gebrütet haben. Der Vogelzug ist eines der faszinierendsten Phänomene in der Natur, das seit jeher die Menschen in seinen Bann zieht. Diesem Thema widmet sich das diesjährige Sonderheft von Der Falke, das von Franz Bairlein, einem der renommiertesten Forscher zu diesem Thema weltweit, zusammengestellt wurde. In 17 Beiträgen werden ganz unterschiedliche Facetten dieses Themas von führenden Spezialisten auf diesem Gebiet behandelt, u.a. zur Geschichte der Vogelzugforschung und neuen Forschungsmethoden, zur Evolution des Vogelzuges, zur Orientierung von Zugvögeln, zu den Entscheidungen, die Vögel während des Zuges zu treffen haben, zur Rastökologie in Afrika, zu den Reaktionen von Zugvögeln auf sich ändernde klimatische Bedingungen, zu den (neuen) Gefahren, denen Zugvögel ausgesetzt sind sowie zur Roten Liste wandernder Vogelarten, die im Herbst dieses Jahres erscheinen wird. Und es gibt einen ersten kleinen Einblick in den für April 2014 angekündigten deutschen Zugvogelatlas ... [mehr]

02.08.2013 totop

Bestandstrends häufiger Brutvogelarten in Europa 2013

Bild zur Meldung
Das Faltblatt „Trends of common birds in Europe, 2013 update“ zeigt die Bestandstrends von 163 häufigen Brutvögeln.
© EBCC
Der jährliche Bericht „Population Trends of Common European Breeding Birds“ fasst die Daten der europäischen Brutvogelmonitoringprogramme zusammen und wird als praktisches Faltblatt seit 2010 herausgegeben. Herausgeber des Berichtes ist der European Bird Census Council in Zusammenarbeit mit der Royal Society for the Protection of Birds, BirdLife International, der Czech Society for Ornithology und dem Bureau of Statistics of the Netherlands.

Nachdem 2010 Informationen zur Bestandsentwicklung von 137 Arten abgebildet wurden, sind es in diesem Jahr bereits 163 Arten, für die Trends für den Zeitraum 1980-2011 präsentiert werden. Im Vergleich zu letztem Jahr konnten Haubentaucher, Zwergtaucher, Kuhreiher, Seidenreiher, Zwergtrappe, Jagdfasan, Kranich, Austernfischer, Großer Brachvogel, Grünschenkel, Lachmöwe, Häherkuckuck, Rötelschwalbe, Ringdrossel und Spornammer neu aufgenommen werden.
[mehr]

31.07.2013 totop

Manfred-Hermsen-Stiftung unterstützt ADEBAR

Bild zur Meldung
 
© M-H-S
Mit einer großzügigen Spende unterstützt die Manfred-Hermsen-Stiftung den Abschluss des ADEBAR-Projektes. Die Stiftung verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke und setzt sich weltweit für den Umwelt- und Naturschutz ein. Im Fokus der Förderung stehen insbesondere die Erhaltung und die Wiederherstellung wertvoller Naturgebiete sowie die Umweltbildung. Der Schwerpunkt gilt dabei dem Schutz der Moore und Feuchtgebiete sowie der Bewahrung der Artenvielfalt in der agrarisch genutzten Kulturlandschaft.
[mehr]

26.07.2013 totop

ADEBAR — Stand der Arbeiten

Bild zur Meldung
Der 8.500—14.000 Reviere umfassende Brutbestand des Birkenzeisigs in Deutschland zeigt drei mehr oder weniger geschlossen besiedelte Großräume in Deutschland. Im Süden ist ein schmales Band von den Alpen über die südöstlichen Mittelgebirge vom Böhmerwald bis zum Erzgebirge und dessen Vorland besetzt, das ein Randvorkommen wesentlich größerer Verbreitung in den südlich bzw. östlich angrenzenden Räumen darstellt. Das größte Brutgebiet in Deutschland erstreckt sich in der nordwestlichen Mittelgebirgsregion. Der dritte Schwerpunktraum verläuft entlang der Nord- und Ostseeküste.
© SVD / DDA
ADEBAR befindet sich in der Endredaktion. Die Verbreitungskarten sowie die übrigen fachlichen Informationen (Bestandstrends; Basisdaten) liegen bereits in druckfertiger Fassung vor. Alle Artkapitel und auch die allgemeine Einführung wurden — nach Prüfung von mehreren tausend Kommentaren, die im Rahmen der Ihnen sicher bekannten online-Korrekturphase eingegeben wurden — überarbeitet. Derzeit beseitigen wir die letzten Ungereimtheiten, die wir erst nach der Zusammenstellung aller Textbausteine identifizieren konnten. Dies wird uns in den kommenden Wochen noch weiter in Anspruch nehmen. Erst danach können die abschließenden Arbeiten am Layout beginnen.

Ein Blick zurück: Schauen wir auf die gemeinsam von allen beteiligten Landes- und Bundeseinrichtungen formulierten Ziele im ADEBAR-Startjahr 2004, so hinken wir drei Jahre dem seinerzeit avisierten Zeitplan hinterher. Auf Wunsch vieler Bundesländer haben wir zunächst Nachkartierungen im Jahr 2009 (ursprünglich war der Abschluss für 2008 vorgesehen) zugelassen, was sich auch als sehr sinnvoll erwiesen hat, weil dadurch die Qualität der Daten deutlich gestiegen ist. Wesentlich aufwändiger als erwartet erwies sich der folgende Schritt, nämlich die Zusammenstellung und Abstimmung der Daten auf Länderebene. Dies ist insbesondere der sehr unterschiedlichen Ausgangslage in den einzelnen Bundesländern geschuldet. Über die Abwicklung in den einzelnen Ländern werden die Landeskoordinatoren im ADEBAR-Druckwerk ausführlich informieren, so dass wir uns hier umfassendere Ausführungen ersparen möchten. Wir können Ihnen aber versichern, dass alle Protagonisten ihr Bestmögliches gegeben haben!
[mehr]

25.07.2013 totop

BirdLife International und EBCC unterstützen „Wildlife-Comeback“-Studie

Bild zur Meldung
Seeadler
© Johan Stenlund
2011 startete die Zoologische Gesellschaft London (ZSL) im Auftrag von Rewilding Europe eine „Wildlife-Comeback“-Studie zu vorwiegend allgemein bekannten Säugetier- und Vogelarten aus verschiedenen Erdteilen und Lebensräumen. BirdLife International und der European Bird Cencus Council (EBCC) haben sich dieser Studie, die u.a. die Wiedereinbürgerung und Rückkehr verschiedener Vogelarten in Europa dokumentiert, nun angeschlossen. Ziel der von der Schwedischen Lotterie Svenska Postkod Stiftelsen sowie dem niederländischen Liberty Wildlife Fund und ARK Nature finanzierten Untersuchung ist ein Überblick über Veränderungen in der Häufigkeit und Verbreitung im Zeitraum 1960 bis 2010 von Arten, denen eine eindrucksvolle Rückkehr nach Europa gelungen ist.
[mehr]

22.07.2013 totop

Heimische Singvögel sind Thema der Zuschlagsbriefmarkenserie „Für die Jugend“ 2013

Bild zur Meldung
Sonderbriefmarkenserie „Für die Jugend“
© Bundesfinanzministerium
Portraits von Stieglitz, Gimpel und Blaumeise sind die diesjährigen Motive der am vergangenen Donnerstag in der Umweltbildungsstätte in Oberelsbach vorgestellten Sonderbriefmarkenserie „Für die Jugend“. Vor ca. 100 geladenen Gästen überreichte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Hartmut Koschyk, die drei Zuschlagsmarken an Lutz Stroppe, Staatsekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und an ausgewählte Personen aus Politik und allen Bereichen der Philatelie.
[mehr]

12.07.2013 totop

Wasservögel reagieren auf mildere Winter und verlagern Winterquartiere nordostwärts

Bild zur Meldung
Der Schwerpunkt der Winterverbreitung u.a. der Reiherente hat sich in den vergangenen 30 Jahren in Richtung Nordost verschoben.
© Christoph Jansch
Für viele Organismengruppen und speziell Vogelarten wurden bereits Anpassungen an sich ändernde klimatische Bedingungen festgestellt. Die meisten Untersuchungen betrachteten dabei die Brutzeit oder den Zugablauf, mögliche räumliche Verlagerungen während der Wintermonate wurden auf internationaler Ebene vergleichsweise selten untersucht. Und das obwohl mit der Internationalen Wasservogelzählung ein Datensatz zur Verfügung steht, der aufgrund seiner räumlichen Ausdehnung und Laufzeit seit Ende der 1960er Jahre in vielen europäischen Ländern wie vielleicht kein anderer geeignet ist, sich dieser Fragestellung zu nähern. Zwar liegen für viele einzelne europäische Länder nationale Auswertungen vor, so auch für Deutschland (s. ViD2010 und ViD2011), die auf großräumige Verlagerungen als Reaktion auf die überwiegend milden Winter seit Ende der 1980er Jahre hindeuten, letztendlich kann jedoch nur eine Betrachtung des gesamten Vorkommengebiets die Frage beantworten, ob es tatsächlich zu Verlagerungen kommt, d.h. dass Zunahmen im Norden und Osten Abnahmen um Süden und Westen entgegenstehen.
[mehr]

08.07.2013 totop

Bartgeier-Dame „Bernd“ auf turbulentem Weg zurück in die Alpen

Bild zur Meldung
Bartgeierdame Bernd, nachdem sie in einem Steinbruch in Sachsen aufgegriffen wurde.
© Markus Ritz
Ende Mai berichteten wir über die im Rahmen eines Auswilderungsprojekts in den Schweizer Alpen markierte und mit einem Satellitensender versehene Bartgeier-Dame Bernd. Der Weg des Vogels führt quer durch Baden-Württemberg und Bayern bis nach Tschechien und Polen. An der dortigen Ostseeküste ging es nach Westen durch Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen bis nach Nordrhein-Westfalen. Anders als der bekannte Schelladler Tönn wurde Bernd während seiner Reise an mehreren Stellen auch vom Boden aus beobachtet und sogar fotografiert.   [mehr]

03.07.2013 totop

Erste Kuckucke nach Süden aufgebrochen

Bild zur Meldung
Bayerischer Kuckuck mit Satellitensender
© H. Armer
Um Fragen nach den rapiden Bestandsrückgängen des Kuckucks in Europa beantworten zu können, sind im Rahmen eines internationalen Forschungsprojektes im Mai 2013 neun Vögel im Landkreis Regensburg in Auregionen der Donau sowie weitere fünf Kuckucke in Weißrussland in der Region um Turav mit Satellitensendern ausgestattet worden. Durchgeführt wird das von der GIZ geförderte und von zahlreichen Sponsoren unterstützte Projekt vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV), APB BirdLife Belarus und dem British Trust for Ornithology (BTO). Mitte Juni brachen die ersten Vögel zu ihrem Zug in die afrikanischen Wintergebiete auf und können dabei auf der Internetseite des LBV live verfolgt werden.
[mehr]

03.07.2013 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Frühjahr 2013 & Artikel zur Mornellregenpfeifer-Rast

Bild zur Meldung
Auf dem Sprung: Der Durchzug des Bruchwasserläufers durch Mitteleuropa verläuft sehr schnell und ohne längere Stopps.
© Johan Stenlund
Nachdem wir in der Mai-Ausgabe von „Der Falke“ über den außergewöhnlichen Zugstau während des späten Wintereinbruchs im März berichteten, blicken wir in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift auf den weiteren Verlauf des Frühjahrs, die Monate März bis Mai, zurück. Die sehr wechselhaften Witterungsbedingungen dieses Frühjahrs mit teils extremen Gegensätzen hatten auch Auswirkungen auf die Vogelwelt. Durch den nun erstmals möglichen, bundesweiten Vergleich zwischen zwei Jahren zeigt sich, dass die Kurzstreckenzieher durchweg später, vor allem die spät Langstreckenzieher jedoch früher als 2012 dran waren. Genauer erläutert wird das Zugverhalten des Bruchwasserläufers, der sehr zügig und mit präzisem „Timing“ bei uns durchzieht. An Seltenheiten hatte das Frühjahr einiges zu bieten, auch wenn sich die meisten der Raritäten nicht länger an einem Ort aufhielten, sondern schnell weiter zogen. Eine Auswahl der interessantesten Entdeckungen stellen wir in einem aktuellen Überblick heraus.
[mehr]

28.06.2013 totop

Europäische Forschungskonferenz zum Thema „Klimawandel und Naturschutz“ in Bonn

Bild zur Meldung
Konferenz-Poster
© BfN
Vom 25. bis 27. Juni 2013 fand in Bonn eine Europäische Forschungskonferenz zum Thema Klimawandel und Naturschutz statt. Etwa 200 Fachleute aus 22 Nationen Europas und außereuropäischen Ländern waren der Einladung des Bundesamts für Naturschutz (BfN) gefolgt, um sich über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse auszutauschen. [mehr]

28.06.2013 totop

Neue Vogelart in dicht besiedelter Großstadt entdeckt!

Bild zur Meldung
Kambodscha-Schneidervogel
© James Eaton via BirdLife.org
Wissenschaftler der Wildlife Conservation Society, von BirdLife International und anderer Naturschutzgruppen haben eine neue Vogelart mit auffälliger Gefiederfärbung und lautem Ruf entdeckt — und dass nicht etwa in einem abgelegenen Urwald, sondern vor aller Augen in einer Hauptstadt mit 1,5 Millionen Einwohnern! [mehr]

21.06.2013 totop

Bundesamt für Naturschutz stellt neues Internetangebot Neobiota.de vor

Bild zur Meldung
Ursprünglich aus Nordamerika stammend ist die Schwarzkopf-Ruderente mittlerweile in Europa fest etabliert und wird seit einigen Jahren teilweise gezielt bekämpft. In Deutschland ist bei insgesamt wenigen Nachweisen aktuell keine Zu- oder Abnahme erkennbar
© Christoph Moning
Vielfältige Informationen zum Auftreten gebietsfremder Arten in der freien Natur stellt das Bundesamt für Naturschutz (BfN) jetzt im neuen Internetangebot Neobiota.de bereit. Schwerpunkt des Angebotes sind die invasiven Arten, d.h. diejenigen Arten, die unerwünschte Auswirkungen auf andere Arten oder Lebensräume haben können. Neben Angaben zu ihrer Biologie, Verbreitung, Einführungs- und Ausbreitungswegen werden die bisher durchgeführten naturschutzfachlichen Invasivitätsbewertungen präsentiert. Über Links zu www.floraweb.de können zusätzliche Informationen (einschließlich einer Bildergalerie) abgerufen werden.
[mehr]

21.06.2013 totop

State of the world′s birds 2013 — Vögel als Indikatoren einer sich verändernden Welt

Bild zur Meldung
Cover State of the World′d Birds
© BirdLife International
Etwa jede achte Vogelart weltweit ist vom Aussterben bedroht. Diese und weitere Ergebnisse wurden nun auf der Jahrestagung von BirdLife International im kanadischen Ottawa im Statusbericht „State of world’s birds 2013“ veröffentlicht. Bei zahlreichen Vogelarten gehen die Bestände seit langem zurück. Betroffen sind selbst häufige Arten. In Asien sind, vorwiegend aufgrund der Zerstörung geeigneter Lebensräume, bei mehr als der Hälfte aller Wasservogelarten Rückgänge zu verzeichnen. In Europa gibt es heute etwa 300 Millionen weniger Agrarvögel als noch vor 30 Jahren. Mehr und mehr Arten geraten an den Rand des Aussterbens, ein Achtel aller Vogelarten gilt mittlerweile als global bedroht.
[mehr]

19.06.2013 totop

Vögel im arktischen Dauertag zeigen unterschiedlichste Aktivitätsmuster

Bild zur Meldung
Im Vergleich mit den meisten anderen Vogelarten ist beim Thorshühnchen die Rolle der Geschlechter vertauscht. Die Weibchen sind farbenprächtiger als die Männchen, verteidigen das Revier und balzen, während die Männchen die Küken aufziehen.
© Ralph Martin
Die innere circadiane Uhr reguliert bei Mensch und Tier tagtägliche Lebensvorgänge und wird von äußeren Faktoren synchronisiert, den sogenannten Zeitgebern. Der wichtigste Zeitgeber ist dabei der Licht/Dunkelzyklus, der in extremen Lebensräumen wie der Arktis während des Polarsommers nur eine schwache Wirksamkeit besitzt. Ein Team aus Forschern vom Max-Planck-Institut für Ornithologie aus Seewiesen und Radolfzell hat bei vier Zugvogelarten in Alaska mithilfe von Mini-Sendern verschiedenartigste Aktivitätsmuster entdeckt, die durch unterschiedliche Paarungssysteme und Lebensweisen erklärt werden können.
[mehr]

18.06.2013 totop

Weltzugvogeltag 2013 bricht alle Rekorde

Insgesamt 350 Exkursionen, Ausstellungen und öffentliche Veranstaltungen in 88 Ländern auf der ganzen Welt haben den Weltzugvogeltag am 11./12. Mai 2013 zu einem riesigen Erfolg werden lassen. Überall auf der Welt feierten Regierungen, Naturschutzorganisationen, Wissenschaftler, Journalisten, Lehrer, Studenten und zahlreiche andere Gruppierungen den Weltzugvogeltag 2013. Neben Exkursionen zur Vogelbeobachtung und Ausstellungen gab es Filmvorführungen, Konzerte und viele weitere öffentliche Aktivitäten unter dem Motto „Netzwerke schaffen für Zugvögel“. Das diesjährige Motto verdeutlichte die Bedeutung der Vernetzung zwischen Regierungen, Umweltschutzorganisationen und engagierte Menschen, um Zugvögel durch die Schaffung globaler Zusammenarbeit zu schützen.
[mehr]

18.06.2013 totop

Weltpremiere des Kinofilms "Die Verwüstung des Himmels" in England

Bild zur Meldung
Bestseller-Autor und Vogelfreund Jonathan Franzen.
© Komitee gegen den Vogelmord
Der Kampf des Komitees gegen den Vogelmord für einen besseren Zugvogelschutz in Europa ist Thema eines neuen Kinofilms, der am vergangenen Wochenende auf dem Filmfestival in Sheffield Weltpremiere hatte. Unter dem Titel "Emptying the skies" (deutsch: Die Verwüstung des Himmels) zeigen der New Yorker Bestsellerautor Jonathan Franzen und Regisseur Roger Kass, wie unter dem Deckmantel alter Traditionen und "nachhaltiger Nutzung" jedes Jahr Millionen europäischer Singvögel im Kochtopf landen.
[mehr]

14.06.2013 totop

Aktueller Fernsehtipp: Vogelmord in Ägypten

Bild zur Meldung
Auf einer Länge von ca. 700 km erstrecken sich die nahezu durchgehenden und manchmal aus bis zu drei Reihen bestehenden Fangnetze.
© Holger Schulz
Der qualvolle Tod unzähliger Singvögel, die in den Ländern rund um das Mittelmeer als besondere Delikatesse für Feinschmecker gelten, ist längst kein Geheimnis mehr. Jedes Jahr gehen so Millionen Sing- und Kleinvögel in Fangnetzen, Quetschfallen oder Leimruten auf grausame Weise zugrunde.

Wie unvorstellbar das Ausmaß ist, in dem Zugvögel momentan in Ägypten illegal gefangen werden, berichtet die ARD am Dienstag, den 18.06.2013 um 21:45 Uhr in der Sendung reportMünchen.
[mehr]

07.06.2013 totop

David Singer gewinnt "Jugend forscht"-Bundeswettbewerb im Fachgebiet Biologie

Bild zur Meldung
David Singer wurde beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ mit dem ersten Preis im Fachbereich Biologe ausgezeichnet.
© Stiftung Jugend forscht e. V.
David Singer, Schüler aus Brakel im Kreis Höxter, wurde am Wochenende beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ in Leverkusen mit dem ersten Preis im Fachbereich Biologe ausgezeichnet. Das Thema des 19jährigen, der bereits Träger des Nachwuchspreises der Nordrhein-Westfälischen Ornithologengesellschaft ist, lautete „Vogellebensraum Stadt?! — avifaunistische Erfassung im Stadtbereich Brakel“. David wollte wissen, welche Vogelarten und wie viele Individuen der einzelnen Arten in seiner Heimatgemeinde Brakel leben und welche Lebensräume bevorzugt werden.
[mehr]

06.06.2013 totop

Sachpreis-Verlosung Birdrace 2013 — Herzlichen Glückwunsch?!

Bild zur Meldung
Original-Zeichnung "Wanderfalke"
© Bernd Pöppelmann
Über 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer — mehr als je zuvor — waren in diesem Jahr beim Birdrace dabei. Und auch die Zahl der Sachpreise konnte sich sehen lassen: Mit insgesamt 86 Preisen war die Lostrommel erneut gut gefüllt. Die Chancen, zu den Glücklichen zu zählen, waren somit wieder einmal hoch — insbesondere dann, wenn das eigene Team Spenden für ornitho.de einwarb. Die folgenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen sich neben den hoffentlich schönen Erinnerungen an den Birdrace-Tag auch über einen attraktiven Gewinn freuen:
[mehr]

03.06.2013 totop

Österreich — herzlich willkommen in der ornitho-Familie!

Bild zur Meldung
Aktuelle Verbreitung von ornitho-Systemen in Europa
© DDA
Seit dem 22. Mai ist ornitho.at online! Damit verfügt der gesamte deutschsprachige Raum sowie mit Ausnahme Sloweniens auch der gesamte Alpenraum über ein einheitliches Erfassungssystem für Zufallsbeobachtungen bei Vögeln. Wir freuen uns bereits auf die länderübergreifenden Auswertungen, die damit in greifbare Nähe rücken. Wir wünschen ornitho.at einen reibungslosen Start und allen Beobachterinnen und Beobachtern viele neue, spannende Einblicke in das vogelkundliche Geschehen! [mehr]

31.05.2013 totop

Bartgeier „Bernd“ auf Ausflug durch Deutschland

Bild zur Meldung
Am 29.5. gelang diese beeindruckende Aufnahme von Bernd in Hamstrup bei Cloppenburg.
© Oliver Nüssen
Ein mit einem Satellitensender markierter, in den Schweizer Alpen ausgewilderter Bartgeier befindet sich derzeit auf Streifzug durch Deutschland. Die Bartgeier-Dame „Bernd“ schlüpfte im Februar 2012 in einem spanischen Zuchtzentrum und wurde im Juni schließlich im Calfeisental im Nordosten der Schweiz in die Freiheit entlassen. Nachdem sie rund ein Jahr im Alpenraum umhergeflogen ist, startete Bernd am 17. Mai in Richtung Norden. Zuerst ging es an den Rheinfall nach Schaffhausen und von dort quer durch Baden-Württemberg. Der Bartgeier segelte dabei über Tuttlingen und Rottenburg vorbei an Stuttgart und Heilbronn und querte südlich von Würzburg die Grenze nach Bayern. Über Bamberg und Bayreuth ging es nach Osten bis nach Tschechien. Entlang der deutsch-tschechischen Grenze führte der Flug nach Nordost schließlich über die Oberlausitz nach Polen und dort bis an die Ostseeküste. Hier entschied sich Bernd erneut zu einem Richtungswechsel. Über das Stettiner Haff ging es über Anklam und Rostock weiter nach Westen. Bis zu dieser Station war Bernds Ausflug von deutschen Beobachtern unbemerkt geblieben. Doch eine solch kuriose Geschichte wie dem bekannten „Phantomschelladler“ Tönn (vgl. Meldung vom 11. April) sollte Bernd nicht gelingen. [mehr]

29.05.2013 totop

Wandern und Alpenvögel beobachten — ein neues Projekt des LBV in Kooperation mit DAV und DDA

Bild zur Meldung
Die Alpendohle gehört zu den 21 Arten, die im Fokus des Projektes stehen
© H.-J. Fünfstück
Mit dem Projekt „Faszination Alpenvögel“ startet der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) ein spannendes Pilotprojekt in den Allgäuer Hochalpen und im Karwendelgebirge. In Kooperation mit dem Deutschen Alpenverein (DAV) und dem DDA sowie den Gebietsbetreuern für die Allgäuer Hochalpen und das Karwendel ruft der LBV alle Naturfreunde dazu auf, ihre beim Wandern beobachteten Alpenvögel zu melden. Durch die Mitmachaktion sollen Lücken über die Verbreitung seltener Vogelarten wie Steinadler und Zitronenzeisig in den bayerischen Alpen geschlossen werden. [mehr]

21.05.2013 totop

HanseBird lockt vom 24.-26. Mai wieder Vogelfreunde nach Hamburg

Bild zur Meldung
Die HanseBird lockt Vogelfreunde nach Hamburg
© NABU Hamburg
Objektivfüllende Ausblicke auf heimische Vogelarten sowie ein buntes Programm rund um die Welt der Vögel bietet die HanseBird 2013 in Hamburg. Zahlreiche Aussteller informieren am kommenden Wochenende auf dem Außengelände der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe in Hamburg über die richtige Optik zum Beobachten und Fotografieren. Daneben können die Besucher der HanseBird viel über Outdoor-Ausrüstung und Naturreisen erfahren oder zwischen Kunstwerken und Fachliteratur stöbern. Hersteller von Naturschutzprodukten präsentieren sich neben Ausflugszentren und Vogelschützern, allen voran die Gastgeber vom NABU Hamburg. Auf vielen Hundert Quadratmetern Messefläche erwarten die Besucher das Neueste aus den Bereichen Vogelbeobachtung, Naturfotografie und Outdoor-Zubehör. Außerdem gibt es spannende Veranstaltungen und viel Interessantes, Nützliches oder einfach Schönes rund um die gefiederten Freunde.
[mehr]

17.05.2013 totop

Lesetipp: Neuer Artikel „Von der Energiewende zum Biodiversitäts-Desaster — zur Lage des Vogelschutzes in Deutschland“

Bild zur Meldung
Der Bluthänfling gehört zu den Brutvögeln der Agrarlandschaft, die in den letzten 20 Jahren am stärksten im Bestand zurückgegangen sind.
© Olaf Jürgens
In der soeben erschienenen Ausgabe der Zeitschrift „Die Vogelwelt“ bilanziert Martin Flade die aktuelle Bestandsentwicklung der Brutvogelarten Deutschlands vor dem Hintergrund der Auswirkungen der aktuellen Klima- und Energiepolitik.

Im Gegensatz zu einigen beachtlichen Erfolgen beim Schutz seltener und attraktiver „Flaggschiffarten“ fällt die Bilanz für Allerweltsarten wie Feldlerche, Haussperling und Bluthänfling deutlich negativer aus. Die Ergebnisse aus dem Monitoring häufiger Brutvögel des DDA zeigen für den Zeitraum ab 1991 für die 115 häufigsten deutschen Brutvogelarten ein alarmierendes Bild: 23 signifikant zunehmenden Arten stehen 51, also mehr als doppelt so viele, signifikant abnehmende Arten gegenüber. Insbesondere hat sich die Lage der Brutvögel der Agrarlandschaft dramatisch verschlechtert. Doch auch die Bestände anderer Vogelgilden entwickeln sich wenig hoffnungsvoll: Während sich die Situation der Vogelarten der Gewässer und Feuchtgebiete noch relativ stabil darstellt, ist die Bilanz in den übrigen Lebensräumen, vor allem im Siedlungsraum, negativ.
[mehr]

08.05.2013 totop

Birdrace 2013: Favoriten haben bei überwiegend herrlichen Bedingungen die Nase vorn

Bild zur Meldung
Entspannt am Ostseestrand: Die Frühlingsgoldhähnchen freuten sich wie viele der 191 Teams über strahlend blauen Himmel und viel Sonne im Norden. Der Süden konnte davon leider nur träumen.
© Frühlingsgoldhähnchen
In der Nachricht zum Start des zehnten Birdraces am 4. Mai schrieben wir noch, dass keine akute Sonnenbrandgefahr bestünde. Das Wetter am Samstag lehrte uns größtenteils etwas anderes und der gesamte Norden Deutschlands erlebte einen der schönsten Tage dieses Frühjahres. Viele der insgesamt 191 Teams traten glücklicherweise dort an, so dass die meisten der 711 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen herrlichen Tag in der Natur trotz der Strapazen eines Birdraces hoffentlich auch etwas genießen konnten.
[mehr]

04.05.2013 totop

An die Gläser, fertig, los — Birdrace 2013 gestartet

Bild zur Meldung
Über die Hälfte der Teams tritt in diesem Jahr in die Pedale. Gute Fahrt allerseits!
© Usedommeln
Mit der Rekordbeteiligung von 194 Teams fiel um Mitternacht der Startschuss zum mittlerweile zehnten bundesweite Birdrace. Damit sind zum neunten Mal in Folge mehr Beobachterinnen und Beobachter in (fast) allen Bundesländern unterwegs und erkunden die Vielfalt der Vogelwelt in ihrer Region. Die Voraussetzungen für hohe Artenzahlen sind den Wettervorhersagen zufolge gut und die Bedingungen fair: Von Flensburg bis Konstanz sind Höchsttemperaturen von 17—20 °C angekündigt, selbst an den Küsten wird der Wind nur wenig das morgendliche Vogelkonzert stören und mit Ausnahme des Südwestens soll es auch nur ab und an regnen. Ansonsten gibt es fast überall eine gesunde Mischung aus Sonne und Wolken, akute Sonnenbrandgefahr wie vor zwei Jahren besteht also nicht und Erfrierungen sind auch in den frühen Morgenstunden nicht zu erwarten. Größtenteils sollte es etwas Thermik für Greifvögel geben, die zudem vor Wolken generell besser zu erkennen sind als vor strahlend blauem Himmel. Und ab und an ein Schauer kann auch für so manche unverhoffte Überraschung sorgen ... Es ist also angerichtet, für ein weiteres spannendes, arten- und erlebnisreiches Birdrace!
[mehr]

30.04.2013 totop

Ankündigung Uferschnepfen-Tagung vom 25.-26. September 2013 in Rees (Niederrhein)

Bild zur Meldung
Tagungs-Flyer
© www.life-uferschnepfe.de
Seit 2009 wird in dem bedeutendsten Brutgebiet der Uferschnepfe in NRW, der Hetter, ein LIFE-Projekt zum Schutz des vom Aussterben bedrohten Wiesenvogels durchgeführt. Der Schutz gefährdeter Wiesenvögel und ihrer Lebensräume ist eine immense Herausforderung für den Naturschutz. Das Life-Projekt zum Schutz gefährdeter Wiesenvögel und ihrer Lebensräume zeigt, welche Maßnahmen wirksam sind und wie erfolgreicher Wiesenvogelschutz gemeinsam mit Landnutzern funktionieren kann.
[mehr]

26.04.2013 totop

Deutsche Avifaunistische Kommission bittet um Seltenheitsmeldungen 2011/12

Bild zur Meldung
 
© DAK/DDA
Die Deutsche Avifaunistische Kommission (DAK) veröffentlichte Ende 2012 die erste Ausgabe der neuen Zeitschrift „Seltene Vögel in Deutschland“, u.a. mit dem Seltenheitenbericht für das Jahr 2010. Um nach dem Vorbild der Seltenheitenkommissionen in Großbritannien und den Niederlanden ein regelmäßiges Erscheinen des Seltenheitenberichts künftig schon im Folgejahr zu ermöglichen, soll die kommende Ausgabe „Seltene Vögel in Deutschland“ einen Doppeljahrgang mit dem Seltenheitenbericht 2011/12 behandeln. Nach unserem Aufruf im September 2012, uns dokumentationspflichtige Beobachtungen des Jahres 2011 zu melden, sind mittlerweile sehr viele Dokumentationen eingegangen. Vielen Dank für die Unterstützung!
[mehr]

23.04.2013 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Märzwinter 2013

Bild zur Meldung
Kraniche bei der Nahrungssuche auf einem schneebedeckten Stoppelacker
© Andreas Heiland
Kurz nach dem meteorologischen Frühlingsanfang ließen milde Temperaturen den Winter schon fast in Vergessenheit geraten. Zehntausende Kraniche, Gänse, Kiebitze, Goldregenpfeifer, Lerchen und Drosseln machten sich auf Richtung Brutgebiete. Am 9. März kam es dann jedoch zu einem Wintereinbruch, der weiten Teilen Nord- und Ostdeutschlands bis Anfang April eine geschlossene Schneedecke und einen anhaltend eisigen Ostwind brachte. Es kam zu einem bemerkenswerten Zugstau und Umkehrzug bei vielen Arten. In einem Beitrag in Der Falke, den wir Ihnen bereits vor Erscheinen der gedruckten Ausgabe präsentieren können, betrachten wir diese außergewöhnliche Situation etwas näher. Diesen Rückblick schon wenige Tage später verdanken wir den Melderinnen und Meldern, die von März bis Anfang April über eine halbe Million Beobachtungen in ornitho übermittelten.
[mehr]

17.04.2013 totop

Rotmilan — Red Kite — Roter Drachen

Bild zur Meldung
 
© Naturkundemuseum Heineanum
Seine schmalen, langen Flügel und der gegabelte Schwanz machen ihn zu einem eleganten Flieger und sehr wendigen Jäger. Übersetzt ins Deutsche bedeutet der Englische Name des Rotmilans roter Drachen.

Das Naturkundemuseum Heineanum in Halberstadt widmet dem Rotmilan eine umfassende Sonderausstellung, die noch bis 2015 in der zum Ausstellungsgebäude umgebauten Museumsscheune in der Voigtei 48 zu sehen ist. Anhand einer Fülle an originalen Naturdokumenten, Präparaten und Objekten, modernen Informationstafeln sowie einer kleinen Spezialbibliothek bietet die Ausstellung Einblicke in die Biologie und Ökologie einer der faszinierendsten heimischen Vogelarten.
[mehr]

16.04.2013 totop

Weltzugvogeltag 2013 — „Netzwerke schaffen für Zugvögel“

Am 11. und 12. Mai 2013 ist Weltzugvogeltag — eine weltweit stattfindende Kampagne zum Schutz von Zugvögeln und ihren Lebensräumen. Der Weltzugvogeltag wird von zwei internationalen Abkommen organisiert, die durch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) verwaltet werden — dem Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (CMS) und dem Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (AEWA). Das diesjährige Thema des Weltzugvogeltags lautet „Netzwerke schaffen für Zugvögel“ und unterstreicht die Bedeutung eines Netzes von Rastgebieten für Zugvögel entlang ihrer Wanderrouten. Das Poster zum Weltzugvogeltag 2013 hebt einige der tausenden für den Vogelzug wichtigen Rastgebiete heraus. Zugvögel legen entlang ihrer Wanderrouten große Entfernungen zurück, manchmal zehntausende von Kilometern. Die verknüpften Gebiete wirken wie "Trittsteine" und dienen der Rast, Nahrungsaufnahme, teils auch als Überwinterungs- oder Brutgebiete. Eine große Zahl von wichtigen Standorten wurde bereits beschädigt oder ganz verloren. Folglich ist die Erhaltung der verbleibenden Standorte entscheidend für den Schutz wandernder Tierarten.
[mehr]

13.04.2013 totop

Bundesweite Erfassung der Bekassine - Vogel des Jahres 2013

Bild zur Meldung
 
© Olaf Jürgens
Seit Jahrzehnten nimmt der Bestand der Bekassine bundesweit stark ab. Wie steht es heute — vier Jahre nach den Kartierungen zum Atlas deutscher Brutvogelarten (ADEBAR) — um die verbliebenen Vorkommen? Wo brütet die Art noch und wie haben sich die Bestände in den vergangenen Jahren entwickelt? Mit Ihrer Hilfe wollen wir versuchen, diese Fragen zu beantworten. Die Wahl zum „Vogel des Jahres“ bietet dafür ideale Voraussetzungen.
[mehr]

12.04.2013 totop

Komitee gegen den Vogelmord lässt den Vogeljägern auf Malta keine Chance

Bild zur Meldung
Angeschossene Turteltaube auf Malta
© Komitee gegen den Vogelmord
Vom 19. bis 30. April organisiert das Komitee gegen den Vogelmord e.V. in Malta und Gozo wieder ein Vogelschutz-Camp. Insgesamt 20 ehrenamtliche Vogelschützer werden während knapp zwei Wochen die Schlafplätze von Greifvögeln, Störchen und Reihern rund um die Uhr überwachen, um Wilderer am Töten der geschützten Vogelarten zu hindern. Außerdem werden die Aktivisten aus den Vorjahren bereits bekannte Plätze der Jäger nach Vogelfallen absuchen und alle Fälle von Wilderei an die Polizei melden.
[mehr]

11.04.2013 totop

Erste Sichtbeobachtung von Schelladler Tõnn in Deutschland!

Bild zur Meldung
Am 8. April gelang Carsten Rohde um 13:16 Uhr in Bayern dieses Foto von Tõnn, auf dem sogar die Senderantenne zu erkennen ist.
© Carsten Rohde
Bereits neunmal flog Tõnn unentdeckt über Deutschland hinweg, nun wurde der derzeit wohl bekannteste Vogel erstmals hierzulande beobachtet und sogar fotografiert: Am 5. April querte er bei Waldshut-Tiengen die schweizerisch-deutsche Grenze und verbrachte die folgende Nacht bei Tuttlingen an der Donau. Von dort ging es am nächsten Tag auf einer nordgerichteten Route bis nach Reutlingen und anschließend rund 200 Kilometer nach Nordosten bis Erlangen. Quer durch Oberfranken führte sein Weg dann am 8. April Richtung Vogtland. Im bayerischen Landkreis Hof wurde Carsten Rohde um die Mittagszeit auf einen großen Adler aufmerksam, der in größerer Entfernung in nordöstlicher Richtung zog. Als langjähriger Schreiadler-Betreuer in Mecklenburg-Vorpommern ist er mit Schelladlern sehr gut vertraut. Durchs Spektiv konnte er einen Sender auf dem Rücken des Adlers entdecken, sodass schnell der Gedanke aufkam, dass es sich um Tõnn handeln muss, zumal dieser genau auf dieser Route zog. Ebenso hielt sich kein anderer besenderter Schelladler zu dieser Zeit in diesem Raum auf.
Nach einer Übernachtung im Vogtland ging die Reise weiter durch Sachsen bis nach Bautzen. Am 10. April, fünf Tage nach seiner „Einreise“, überquerte er die Grenze nach Polen. Im letzten Jahr zog er über das Baltikum bis nach Skandinavien, wo er die Sommermonate in Schweden und Norwegen verbrachte. Wohin für ihn in diesem Jahr die Reise geht, lässt sich wie immer aktuell verfolgen unter birdmap.5dvision.ee.

06.04.2013 totop

Birdrace 2013 am 4. Mai — die Anmeldung hat begonnen

Bild zur Meldung
Die "Angeliter Ornis" aus Schleswig-Holstein
© Angeliter Ornis
In vier Wochen ist es wieder soweit: Am 4. Mai findet bereits zum 10. Mal das bundesweite Birdrace statt. Anmelden kann man sich seit heute. Für alle, die noch nicht dabei waren: Entgegen der direkten Übersetzung „Vogelrennen“ rennen bei einem Birdrace nicht die Vögel, sondern die Beobachterinnen und Beobachter versuchen in Teams von 3—5 Personen innerhalb von 24 Std. so viele Vogelarten wie möglich zu sehen oder zu hören. Beobachtungsgebiet ist in der Regel ein (Land)Kreis; klare Grenzen sind v.a. bei mehreren Teams wichtig. Wer am Ende die meisten Arten entdeckt hat, hat gewonnen. Einen Preis gibt es dafür nicht, schon deshalb betrügt man letztendlich nur sich selbst, wenn man schummelt. Es ist also Ehrensache, dass man sich sportlich und fair verhält. Und dass der Schutz der Natur und insbesondere der Vogelwelt dabei an höchster Stelle steht, ist selbstverständlich und oberstes Gebot (weitere Regeln s.u.). [mehr]

05.04.2013 totop

Schelladler Tõnn ist wieder unterwegs!

Bild zur Meldung
Die aktuelle Route von Tõnn deckt sich bisher sehr gut mit der aus dem vergangenen Frühjahr.
© http://birdmap.5dvision.ee/
Bereits zum 10. Mal wird der besenderte Schelladler Tõnn in diesen Tagen voraussichtlich den deutschen Luftraum durchqueren. Jedes Jahr gibt er den deutschen Vogelbeobachterinnen und -beobachtern sowohl auf dem Wegzug in Richtung seines spanischen Winterquartiers als auch auf den Heimzug nach Nordeuropa die Chance ... doch bislang hat ihn hierzulande noch niemand entdecken können. Er trägt deshalb mittlerweile auch den Spitznamen „Phantomadler“.
[mehr]

26.03.2013 totop

Jahresbericht zum Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2011

Bild zur Meldung
 
© LAU Sachsen-Anhalt
Zum neunten Mal hat die Staatliche Vogelschutzwarte Sachsen-Anhalts in Steckby innerhalb der Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt einen Jahresbericht zum Vogelmonitoring herausgegeben.

Vier Beiträge befassen sich mit Erfassungen seltener Brutvogelarten: S. Fischer und G. Dornbusch haben die landesweiten Bestände seltener Brutvögel und der Koloniebrüter für das Jahr 2011 zusammengestellt, U. Mammen und Kollegen berichten über Brutvorkommen wertgebender Brutvogelarten im FFH-Gebiet Buntsandstein- und Gipskarstlandschaft bei Questenberg, M. Schulze und B. Schäfer fassen die Ergebnisse der landesweiten Brachpieper-Erfassung im Jahr 2011 zusammen und U. und K. Mammen diskutieren die Ergebnisse einer landesweiten Probeflächen-Erfassung von Mittel-, Grau- und Schwarzspecht im Jahr 2011.
[mehr]

12.03.2013 totop

15. Tagung der DO-G-Fachgruppe „Gänseökologie“ in Milow

Bild zur Meldung
Gruppenbild in Milow
© Helmut Kruckenberg
Auf der DO-G-Tagung 1994 in Wilhelmshaven wurde die Fachgruppe „Gänseökologie“ der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft gegründet, um den Austausch in der aufkommenden Forschung an Gänsen in Deutschland zu fördern, jungen Wissenschaftlern ein Forum zur Vorstellung ihrer Ergebnisse zu geben und Forschungsergebnisse in die Öffentlichkeit zu tragen. Im Laufe der Zeit erweiterte sich das Artenspektrum um die Schwäne, die mittlerweile fester Bestandteil des Tagungsprogramms sind. Seit 2006 finden die Tagungen in Zusammenarbeit mit dem DDA statt, um die Forschung an Gänsen und Schwänen und deren Bestandserfassung stärker miteinander zu verbinden. Seit der ersten Tagung 1996 fanden in rund eineinhalbjährlichem Rhythmus Treffen dieser lebendigen Gruppe statt, vom 8.—10. März 2013 die mittlerweile 15. in Milow in der Unteren Havelniederung.
[mehr]

12.03.2013 totop

Online-Ausgabe des nordrhein-westfälischen Brutvogelatlanten freigeschaltet

Bild zur Meldung
 
© NWO
Am 3. März wurde auf der Mitgliederversammlung der Nordrhein-Westfälischen Ornithologengesellschaft (NWO) in Recklinghausen durch den Vorstand "das rote Band durchschnitten" und der lange ersehnte nordrhein-westfälische Brutvogelatlas online gestellt.
[mehr]

08.03.2013 totop

Artenschutzsymposium zur Bekassine

Bild zur Meldung
 
© Mario Böni
Vom 15. bis 17. März veranstalten die Vogelschutzwarte des Niedersächsichen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz (NNA) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) ein Artenschutzsymposium zum Thema „Die Bekassine — Vogel des Jahres 2013“. Die Tagung stellt die Herausforderung, die Bestände der Wiesenvögel in Deutschland zu retten, in den Fokus. In Vorträgen, Diskussionen und auf Exkursionen werden die Kernfragen beleuchtet: Wie viele Bekassinen- und Wiesenvogelpaare brüten noch in Deutschland? Wo liegen die Probleme des Wiesenvogelschutzes und wie sehen erfolgreiche Schutzansätze aus? Im Mittelpunkt stehen auch praxisorientierte Beispiele, wie der Schutz von Wiesenvögeln in Kooperation mit Landwirtschaft und Politik gelingen kann.
[mehr]

05.03.2013 totop

Umweltorganisationen starten Online-Petition für EU-Agrarreform

Bild zur Meldung
 
© NABU
Am 13. März entscheidet das Europäische Parlament über die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP). Geht es nach dem Willen des Agrarausschusses wird der Entwurf von Agrarkommissar Dacian Ciolos gänzlich verwässert. 25 europäische Umweltorganisationen, darunter die deutschen Organisationen BUND, EuroNatur, NABU und WWF, wollen das verhindern. Sie fordern die 754 Abgeordneten des EU-Parlaments auf, ein klares Signal für eine Agrarreform zu setzen, bei der Subventionen in Zukunft nicht mehr mit der Gießkanne nach der Größe der Höfe vergeben werden. Stattdessen sollten mit Steuergeldern vorrangig Landwirte gefördert werden, die gesunde Lebensmittel erzeugen und die dazu beitragen, Umwelt, Landschaft und lebenswerte ländliche Räume zu erhalten.
[mehr]

05.03.2013 totop

Tipp: Brutvogelatlas der Watvögel der russischen Arktis erschienen

Bild zur Meldung
Cover Brutvogelatlas der Watvögel der russischen Arktis
© Institute of Geography, Russian Academy of Sciences
Vor kurzem wurde der Brutvogelatlas für die Watvögel der russischen Arktis vorgestellt. Das Buch behandelt die im russischen Teil der Arktis vorkommenden 79 Limikolenarten, von denen 51 regelmäßig brüten. Neben der naturräumlichen Darstellung, einem ausführlichem Methodenkapitel zu den Daten und deren Darstellung werden zunächst alle vorkommenden Arten mit Statusangaben vorgestellt. In einem eignen Kapitel werden die Brutvogelarten nach Auswertung der Quellen jeweils in drei Karten zum Status der Art, zur Häufigkeit und das Brutgebiet dargestellt.
[mehr]

28.02.2013 totop

Reform der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP): Verbindliches Greening gefordert

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) wies am 26. Februar im Europäischen Parlament auf die aktuellen Ergebnisse eines Forschungsvorhabens zur GAP-Reform hin. Die vom BfN geförderte Studie legt dar, dass eine Ökologisierung der GAP in der bevorstehenden Finanzperiode (2014-2020) für die Erreichung der Biodiversitätsziele in der Europäischen Union zwingend notwendig ist. Der Verlust an biologischer Vielfalt in unseren Agrarlandschaften sei weiterhin ungebrochen, dies zeigten die dramatischen Bestandsrückgänge charakteristischer Feldvögel und Arten des Dauergrünlands, sagte das BfN bei der Vorstellung der Studie.
[mehr]

27.02.2013 totop

Regierungspräsident verleiht Verdienstkreuz an Naturschützer Hans Glader

Bild zur Meldung
Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke (r.) überreicht das Bundesverdienstkreuz an Hans Glader (l.).
© Bezirksregierung Münster
Viele werden ihn aufgrund seiner schönen und stimmungsvollen Fotos in diversen Publikationen des DDA, wie beispielsweise den jährlichen Statusberichten „Vögel in Deutschland“, kennen. Am 24. Januar wurde Hans Glader von Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke, stellvertretend für Bundespräsident Joachim Gauck, das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Der 61-jährige in Isselburg im westlichen Münsterland lebende Österreicher hat durch sein jahrzehntelanges ehrenamtliches und berufliches Engagement im Bereich des Naturschutzes auszeichnungswürdige Verdienste erworben.
[mehr]

27.02.2013 totop

Mittelspecht-Tagung am 15. März in Nümbrecht (NRW)

Bild zur Meldung
 
© Rosl Rößner
Für den Mittelspecht tragen wir in Deutschland eine hohe Verantwortung. Rund 20 Prozent des Weltbestandes leben bei uns. Deshalb steht der Mittelspecht auch im Anhang I der Vogelschutzrichtlinie, für die EU-Vogelschutzgebiete (IBA) ausgewiesen werden müssen. Das Bundesprogramm für Biologische Vielfalt führt ihn in der Liste der 40 ausgewählten Tier- und Pflanzenarten, für die Deutschland in besonderer Verantwortung steht, Schutz- und Fördermaßnahmen zu ergreifen. Im Nachhaltigkeitsindex der Bundesregierung steht der Mittelspecht als Indikatorart für alte Laubwälder und deren nachhaltige Bewirtschaftung.
[mehr]

25.02.2013 totop

HanseBird 2013 lockt mit buntem Programm

Bild zur Meldung
Die HanseBird lockt Vogelfreunde nach Hamburg
© NABU Hamburg
Der NABU Hamburg veranstaltet vom 24. bis zum 26. Mai 2013 wieder die HanseBird, die einzige Messe speziell für Vogelfreunde und Vogelbeobachter im Norden Deutschlands. Mit dem neuen Standort auf der Wasserkunst Elbinsel Kaltehofe ist die HanseBird in das Zentrum von Hamburg gerückt. Die naturnahe Umgebung, eine vielfältige heimische Vogelwelt und die historische Architektur bieten den Besuchern Raum für spannende Beobachtungen. Hier können sie die Welt der Vögel erleben, entdecken und fotografieren. Zudem gibt es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm und zahlreiche Aussteller, die unter anderem über die richtige Optik zum Beobachten und Fotografieren, Outdoor-Ausrüstung, Fachliteratur und Naturreisen informieren. Auch der DDA wird mit einem Stand vertreten sein und neben zahlreichen Informationen zu ornitho auch die eigenen Publikationen anbieten.
[mehr]

13.02.2013 totop

Das Monitoring häufiger Brutvögel startet in die neue Saison — machen Sie mit!

Bild zur Meldung
Auf den Probeflächen des Monitoringprogramms stehen häufige Arten wie die Goldammer im Mittelpunkt.
© DDA
Mit den längeren Tagen sind bei Amseln, Kleibern, Heckenbraunellen oder Meisen die Frühlingsgefühle nicht mehr zu überhören. Keine Frage, der derzeit noch kalten Temperaturen haben die Vorbereitungen für die Brutzeit bei vielen Arten bereits begonnen. Aber auch bei uns laufen die Vorbereitungen auf die Brutzeit 2013 auf Hochtouren, denn am 10. März beginnt die Kartiersaison des Monitorings häufiger Brutvögel.

Seit 1989 werden die Bestandsentwicklungen aller häufigen Brutvogelarten mithilfe standardisierter Methoden überwacht, um u.a. die Frage „Wie entwickeln sich die Brutbestände weit verbreiteter, häufiger Vogelarten?“ beantworten zu können. Seit 2004 finden die Erfassungen auf bundesweit repräsentativen, 1x1 km-großen Probeflächen statt, auf denen zwischen März und Juni 4 Begehungen entlang einer ca. 3 km langen Route durchgeführt werden.
[mehr]

13.02.2013 totop

51. Jahresversammlung und Sächsische Ornithologentagung des VSO

Bild zur Meldung
 
© VSO
Vom 22. bis 24. März 2013 findet in Hohenstein-Ernstthal die 51. Jahresversammlung und Sächsische Ornithologentagung des Vereins Sächsischer Ornithologen (VSO) statt. Die Tagung beginnt am Freitagnachmittag mit einem gemeinsamen Symposium des VSO mit dem Förderverein Vogelschutzwarte Neschwitz e.V. Nach Vorträgen aus und über die Arbeit des Fördervereins, die Dr. Winfried Nachtigall zusammengestellt hat, und einem weiteren Vortragsblock zu Langzeituntersuchungen (u.a. mit einem Vortrag über eine frühere Rückkehr von Zugvögeln aus dem Winterquartier) findet der Tag seinen Abschluss mit einem öffentlichen Abendvortrag zum Wolf in Sachsen vom Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz aus Rietschen. Am Sonnabend erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein ganz besonders spannender und zudem sehr brisanter Vortrag! Der niederländische Toxikologe Dr. Henk Tennekes nimmt Stellung zu den dramatischen Auswirkungen neuartiger Pestizide auf Insekten und Vögel. Auch sein neues Buch zum Thema wird zur Jahresversammlung erhältlich sein. Weiterer Höhepunkt wird ein wiederum öffentlicher Abendvortrag sein, den erfreulicherweise der bekannte Ornithologe und vielfache Buchautor Dr. Einhard Bezzel (Garmisch-Partenkirchen) übernommen hat. Den Abschluss der Veranstaltung bildet am Sonntag eine ganztägige Exkursion in das SPA Limbacher Teiche und das SPA Tal der Zwickauer Mulde.

Die Jahresversammlung wird wie immer begleitet von verschiedenen Präsentationen. Neben einem umfangreichen Angebot nationaler und internationaler Bücher präsentieren auch verschiedene Optikhersteller ihre Produkte. Das komplette Vortragsprogramm und alle Abläufe (mit Übernachtungshinweisen) sind nunmehr zum Download verfügbar.

Weitere Informationen


12.02.2013 totop

Jahrestagung der Koordinatoren der bundesweiten DDA-Brutvogelmonitoringprogramme

Bild zur Meldung
Staatlichen Vogelschutzwarte in Steckby
© Stefan Fischer
Die diesjährige Tagung der Koordinatoren der bundesweiten Monitoringprogramme für die häufigen und seltenen Brutvögel Deutschlands fand vom 19. bis 20. Januar auf Einladung von Stefan Fischer in der Staatlichen Vogelschutzwarte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt in Steckby statt.

Christoph Grüneberg, Bundeskoordinator des Monitorings seltener Brutvögel, informierte über die geplante Weiterentwicklung des Programms, das zukünftig gebietsbezogene Erfassungen aller seltenen und mittelhäufigen Arten vorsieht. Los geht es in diesem Jahr passend zum NABU-Jahresvogel Bekassine mit dem Lebensraum Feuchtgebiete.
[mehr]

30.01.2013 totop

Erste Tagung der Avifaunistischen Kommissionen Deutschlands in Münster

Bild zur Meldung
Beim ersten gemeinsamen Treffen der Avifaunistischen Kommissionen Deutschlands kamen knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bundesländern in Münster zusammen.
© Christoph Bock
Vom 25. bis 27. Januar kamen im LWL-Museum für Naturkunde in Münster erstmalig die avifaunistischen Kommissionen in Deutschland zu einem gemeinsamen Treffen zusammen. An dem von der Deutschen Avifaunistischen Kommission (DAK) mit Unterstützung des DDA veranstalteten Treffen nahmen knapp 50 Vertreterinnen und Vertreter Avifaunistischer Kommissionen aus allen Bundesländern teil, um über die Bestimmung seltener Vogelarten sowie vor allem die Zusammenarbeit der verschiedenen Kommissionen zu diskutieren.
[mehr]

29.01.2013 totop

ADEBAR liefert erste flächendeckende Kartierung der gebietsfremden Vogelarten in Deutschland

Bild zur Meldung
Anzahl gebietsfremder Vogelarten in Deutschland
© SVD / DDA
Unter eingeschleppten/ausgesetzten Arten, auch Neobiota genannt, versteht man gebietsfremde Arten, die ihr Verbreitungsgebiet nicht auf natürliche Weise nach Deutschland ausgedehnt haben. Gelangen die gebietsfremden Arten im neuen Gebiet in die Freiheit, können sie sich oft ungestört ausbreiten und dabei oftmals unerwartete Auswirkungen zeigen, weil unter anderen die natürlichen Gegenspieler (Feinde, Konkurrenten) fehlen. Das BfN geht von über 800 Neobiota-Arten aus, die sich bisher in Deutschland etablieren konnten.

Im Rahmen des ADEBAR-Projektes wurden auch alle gebietsfremden Vogelarten flächendeckend kartiert, darunter Alexandersittich, Brautente, Chileflamingo, Fleckschnabelente, Gelbkopfamazone, Halsbandsittich, Jagdfasan, Kanadagans, Kubaflamingo, Kurzschnabelgans, Mandarinente, Moschusente, Nandu, Nilgans, Regenbrachvogel, Rosaflamingo, Rostgans, Rotschulterente, Schneegans, Schwanengans, Schwarzschwan, Straßentaube, Streifengans, Truthuhn und Zebrafink.
[mehr]

25.01.2013 totop

Höher, lauter, weiter — Wie Vögel mit dem Stadtlärm zurechtkommen

Bild zur Meldung
Erst seit rund 200 Jahren rücken Amseln immer weiter in die Städte vor.
© Reiner Jacobs
Tiere haben vielfältige Strategien entwickelt, um mit zunehmender Lärmbelastung in ihren Lebensräumen zurechtzukommen. So ist bekannt, dass viele Stadtvögel in einer höheren Tonlage singen, um sich vom eher tieftonigen Straßenverkehr abzuheben. Dies ist jedoch nur ein willkommener Nebeneffekt, fanden Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie in einer vergleichenden Studie an wildlebenden und in Volieren gehaltenen Amseln heraus. Der wahre Grund für dieses Verhalten liegt darin, dass die von den Männchen in hoher Tonlage gesungenen Elemente auch automatisch lauter sind. Durch die größere Lautstärke können sich die Vögel im Stadtlärm weitaus besser Gehör verschaffen als durch die Anhebung der Tonlage.
[mehr]

24.01.2013 totop

Leichte Erholung der Bestände des Seggenrohrsängers in Polen

Bild zur Meldung
Singender Seggenrohrsänger.
© OTOP (BirdLife Polen)
Vor allem aufgrund von Habitatverlusten und durch Veränderungen im Wassermanagement nehmen die Bestände des Seggenrohrsängers in Europa stark ab. Seit den 1990er Jahren laufen durch die Polish Society for the Protection of Birds (OTOP; Birdlife Partner) ins Leben gerufene Schutzprojekte für den Seggenrohrsänger, die durch den Fond LIFE-Natur der Europäischen Union gefördert werden.
[mehr]

17.01.2013 totop

Nur jeder fünfte Deutsche kennt die Bekassine

Bild zur Meldung
Durch die Zerstörung ihrer Lebensräume ist die Bekassine in Deutschland vom Aussterben bedroht.
© Karsten Berlin
Nur jeder fünfte Deutsche kennt die Bekassine, den vom NABU und seinem bayerischen Partner, dem Landesbund für Vogelschutz (LBV), ausgerufenen „Vogel des Jahres 2013“. Dies ergab eine repräsentative Online-Umfrage des Forschungsinstituts YouGov im Auftrag des NABU. Während weitere zwei Prozent immerhin an ein Tier dachten, wusste die Hälfte der 1025 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht, was eine Bekassine ist. Einige nannten ein Wasserfahrzeug, eine Barkasse, Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse oder ein Küchengerät. Am bekanntesten ist der Schnepfenvogel in der Gruppe der über 55-Jährigen (25 Prozent), gefolgt von den 18- bis 24-Jährigen (17 Prozent), am wenigsten bei den 25- bis 34-Jährigen (11 Prozent). In Brandenburg konnten viel mehr Menschen (30 Prozent) die Frage beantworten als in anderen Bundesländern. Dort kommt die Bekassine noch relativ häufig vor.

Auszug aus der NABU-Pressemitteilung - zur vollständigen Meldung geht es hier.

Einen Vergleich zwischen dem "um 1985" besiedelten Areal und den aktuell im Rahmen von ADEBAR erhobenen Daten gibt es hier [ 1.468 kb ].

10.01.2013 totop

Vögel in Deutschland aktuell: Herbst 2012

Bild zur Meldung
Gelbbrauen-Laubsänger traten im Herbst 2012 in drei Wellen auf
© Lutz Ritzel
Alle drei Monate blicken wir in der Zeitschrift „Der Falke“ auf die vergangene Jahreszeit zurück, zuletzt im Oktober auf die Sommermonate. In der Januar-Ausgabe beleuchten wir die Geschehnisse in den Monaten September bis November.
Der Herbst ist für Vogelbeobachterinnen und -beobachter eine besonders spannende Jahreszeit. 2012 hat diese Periode keinesfalls enttäuscht: Für einige häufigere Vogelarten wie Ringeltaube, Blaumeise, Buch- und Bergfink zogen in ungewöhnlich hohen Anzahlen durch, und auch die seltenen Gäste und Ausnahmeerscheinungen tauchten zahl- und artenreich hierzulande auf. Ein ostasiatischer Kronenlaubsänger auf Helgoland war dabei die wohl größte Überraschung. In unserem Rückblick sehen wir uns auch das Auftreten von Raubseeschwalben sowie des aus Sibirien stammenden Gelbbrauen-Laubsängers in den Herbstmonaten näher an.
[mehr]

04.01.2013 totop

Europaweite Kormoran-Schlafplatzzählung 12./13. Januar 2013 — machen Sie mit!

Bild zur Meldung
Kormorane am Schlafplatz in der Abenddämmerung. Wenn die Bäume unbelaubt sind, lassen sich die Kormorane sehr exakt zählen.
© Thomas Dolich
Über keine andere Vogelart wurde seit den 1990er Jahren mehr und kontroverser diskutiert als über den Kormoran. Ein wesentlicher Streitpunkt waren und sind die Bestandsangaben. Unter Federführung der Cormorant Research Group von Wetlands International findet deshalb im Rahmen eines von der EU-Kommission geförderten Projektes am 12./13. Januar 2013 erneut eine europaweit synchrone Erfassung der Kormoran-Schlafplätze statt. Die Ergebnisse der ersten europaweiten Erfassung 2003 sowie weitergehende Informationen finden Sie unter www.dda-web.de/kormoran2013.
[mehr]

 

Bild„Vögel in Deutschland “ behandelt auf über 70 Seiten die Erfsssung rastender Wasservögel.

Bild

BildStatus, Karten, Brut- und Rastbestände, Rote Liste-Status, rechtlicher Schutz ... all das finden Sie in unserem Informationssystem
Vögel in Deutschland

Bild

Bild„Seltene Vögel in Deutschland 2015“ beinhaltet neben dem Seltenheiten-bericht 2015 auch Beiträge zu Bulwersturmvogel, Zwergdrossel und über die Dokumentation von Seltenheiten.

BildAktuelle Schwerpunkte sind der Star als Vogel des Jahres, die noch weitgehend unberührten Subantarktischen Inseln südlich Neuseelands sowie ein wie so oft faszinierender Rückblick auf den ornithologischen Herbst 2017. Das ist natürlich längst nicht alles - Schauen Sie doch mal rein: „Der Falke

Vergabestand im Monitoring häufiger Brutvögel





Machen Sie mit...
Häufige Brutvögel
Wasservogelzählung

Bild„Der Falke“ hat das sehr interessante Sonderheft Geier herausgebracht. Mit Artikeln rund um Gefährdung und Schutz, das falsche Bild des Geiers in der Öffentlichkeit, Monitoring, einer Übersicht europäischer Geier und vielem mehr wartet das Heft mit umfangreichem Fasswissen auf. Sie sollten unbedingt reinschauen. - „Der Falke“.

BildDas Buch gibt einen aktuellen Überblick über die Programme, Methoden, Konzepte, Anwendungs- gebiete und Auswertungsmöglichkeiten des Vogelmonitorings. Die Monitoring-Programme häufiger Brutvögel, seltener Brutvögel sowie rastender Wasservögel werden ebenso vorgestellt wie die organisatorischen Voraussetzungen eines international relevanten Vogelmonitorings in Deutschland. Die Darstellung weiterer Projekte wie ADEBAR runden den Überblick ab. Überdies werden Vorteile und Möglichkeiten des Online-Portals ornitho.de für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und das Monitoring beschrieben.
Bezug:
BfN-Schriftenvertrieb: Tel.: 0 25 01 / 8 01-3 00, Fax: 0 25 01 / 8 01-3 51 oder im Internet

BildMit einer Förder- mitgliedschaft im DDA helfen Sie uns, die Monitoringprogramme zu organisieren und die Ergebnisse zeitnah in Schutzmaßnahmen einfließen zu lassen.
pdfAufnahmeantrag [ 1.778 kb ]

BildDas Methoden- handbuch ist wieder gedruckt verfügbar und kann für 29,80 € bestellt werden.