Archiv

31.12.2008 totop

2008 - dank Ihrer Unterstützung ein außerordentlich erfolgreiches Jahr!

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Gimpelpaar im Schlehenbusch
© Christopher Schmidt
Das Jahr 2008 neigt sich dem Ende zu — das ist ein guter Zeitpunkt, um Ihnen, unseren Freunden und Förderern, von ganzem Herzen Danke zu sagen: Danke für Ihren enormen Einsatz für den Schutz der Vogelwelt und Danke für Ihre Zeit und Ihre Ideen, die Sie dem DDA geschenkt haben.

Höhepunkte des zurückliegenden Jahres waren sicher das Inkrafttreten der Verwaltungsvereinbarung [mehr...] Vogelmonitoring, mit der das Vogelmonitoring durch die finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern langfristig abgesichert werden konnte, die neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands und der Status Report Vögel in Deutschland 2008, der in einer viel beachteten Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Das gesamte Team des DDA — Vorstand, Koordinatoren und Mitarbeiter — wünscht Ihnen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2009, das uns hoffentlich auch viele, noch lange in Erinnerung bleibende Begegnungen mit unseren gefiederten Freunden bescheren wird!

29.12.2008 totop

Rauchschwalben in den westfälischen Hellwegbörden, Mittelspecht im Landkreis Esslingen und Feldvögel auf Ökolandbauflächen

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Fast 60 Seiten umfasst Heft 2 des 129. Vogelwelt-Jahrgangs.
© Aula-Verlag
Kurz vor Weihnachten erschien Heft 2 des129. Jahrgangs der Vogelwelt. In der aktuellen Ausgabe berichtet Karl-Heinz Loske über den Niedergang der Rauchschwalbe in den westfälischen Hellwegbörden. Zwischen 1977 und 2007 betrug die Bestandsabnahme 66 %, die allerdings nicht kontinuierlich erfolgte, sondern vor allem bis 1987 und von 1999 bis 2002 auftrat, mit zwischenzeitlichen Phasen [mehr...] einer Bestandsstabilisierung. Der Rückgang bis 1987 war Folge eines reduzierten Bruterfolgs, insbesondere der 1. Brut. [mehr]

03.12.2008 totop

Rundbrief zum Monitoring rastender Wasservögel 2008/09 erschienen

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27 Seiten Ergebnisse und Informationen aus den Wasservogel- Erfassungsprogrammen bietet das aktuelle Rundschreiben.
© DDA
Der aktuelle Rundbrief bietet wieder viel Lesenswertes aus den Erfassungsprogrammen des Monitorings von rastenden Wasservögeln in Deutschland. Es berichten u.a. Jan Jacob Kieckbusch über 40 Jahre Wasservogelzählung in Schleswig-Holstein, Detlef Schlorf über die Erfassungen von Gänsen und Schwänen in Hamburg und angrenzenden Gebieten, Kees Koffijberg über Jungvogelanteile bei Blässgänsen in Nordwesteuropa im Winter 2007/08, Thomas Heinicke über erste Ergebnisse des Graugans-Beringungsprojekts auf Rügen, Johannes Wahl und Kollegen über die Ergebnisse der Möwen-Schlafplatzzählungen im Winter 2007/08, und es gibt erste Eindrücke von der Goldregenpfeiferzählung am 18./19. Oktober 2008. Hinzu kommen zahlreiche Kurzbeiträge rund um das Thema Wasservögel.
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29.11.2008 totop

Dünnschnabelbrachvögel gesucht!

Der Dünnschnabelbrachvogel ist die seltenste Vogelart Europas, ja sogar der gesamten westlichen Paläarktis: Seine Restpopulation umfasst vielleicht weniger als 50 Individuen. Er ist eine der fünf Vogelarten in Europa — und eine von 190 Arten weltweit —, die von BirdLife International und der Weltnaturschutzorganisation IUCN auf der Liste bedrohter Arten in der Kategorie „vom [mehr...] Aussterben bedroht“ eingestuft werden. Der RSPB versucht derzeit herauszufinden, ob in der jüngsten Vergangenheit überhaupt noch Dünnschnabelbrachvögel gesichtet wurden oder ob die Art bereits ausgestorben ist. Unterstützt wird das Projekt u.a. von BirdLife International, zahlreichen nationalen BirdLife Partnern, der Bonner Konvention und dem Afrikanisch-Eurasischen Wasservogelabkommen. Jeder Hinweis ist wichtig! Bitte beteiligen sich auch Sie an der Umfrage, über die auch ein kürzlich in der Zeitschrift Der Falke, Heft 11/2008, publizierter Beitrag umfassend informiert.

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27.11.2008 totop

ADEBAR in Thüringen: Auch die letzten Quadranten werden kartiert!

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Das jährliche Kartierertreffen hat mittlerweile seinen festen Platz im Thüringer Ornithologen- Kalender.
©
Trotz des (wie im Vorjahr) ersten Wintereinbruchs, trafen sich am 22. November 40 Ornithologen zum 5. Thüringer Kartierertreffen in Mühlberg. Nach dem 4. Erfassungsjahr konnte der Verein Thüringer Ornithologen für ADEBAR eine positive Bilanz ziehen: Für mehr als die Hälfte der TK25 und für ca. 70 % der Quadranten liegen bereits die Erfassungsbögen vor. Erfreulicherweise erklärten sich noch [mehr...] einige Kartierer bereit, für 2009 die letzten bislang unbesetzten Quadranten zu erfassen. Somit wird es in Thüringen eine annähernd 100 %ige Erfassung geben!
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18.11.2008 totop

Vögel in Deutschland 2008: Entschlossenes Handeln zum Erhalt bodenbrütender Feldvögel notwendig!

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Der Bericht informiert auf 46 Seiten komprimiert über die Situation gefährdeter Vogelarten und die Ursachen der Bestands- veränderungen.
© DDA
Zum zweiten Mal präsentiert Vögel in Deutschland eine komprimierte Zusammenfassung aktueller Entwicklungen in der heimischen Vogelwelt. Dem Lagebericht liegen mehrere Millionen Datensätze zugrunde, zu deren Erhebung über 5.000, meist ehrenamtliche Mitarbeiter beitrugen.
Frau Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Dr. Stefan Jaehne, Geschäftsführer der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten und Dr. Christoph Sudfeldt, Geschäftsführer des DDA, stellten heute den Bericht auf einer Pressekonferenz Bonn der Öffentlichkeit vor.

In dem 46-seitigen Bericht wird die Situation gefährdeter Vogelarten eingehend analysiert und den Ursachen der Bestandsveränderungen nachgegangen. Die wichtigsten Erkenntnisse in Kürze: [mehr]

13.11.2008 totop

Neues UN-gestütztes Abkommen zum Schutz von Greifvögeln in Afrika und Eurasien

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Zwar erlebte Deutschland im Frühjahr 2008 einen Einflug von Rotfußfalken wie selten zuvor, die Brutbestände in Osteuropa gehen jedoch erheblich zurück.
© Heiko Schmaljohann
Ein neues Abkommen zum Schutz wandernder Greifvögeln in Afrika und Eurasien wurde Ende Oktober durch das Übereinkommen zur Erhaltung wandernder wild lebender Tierarten (CMS) geschlossen. 28 Staaten unterzeichneten das unter dem Dach des UN-Umweltprogramms entwickelte Abkommen anlässlich einer von den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgerichteten internationalen Konferenz in Abu Dhabi. Am 1. November wird es in Kraft treten. [mehr]

10.11.2008 totop

Hessens erster Schelladler ... und keiner hat ihn gesehen

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Der ungewöhnliche Zugweg des Jungadlers "Tõnn" (Stand: 19.10.2008).
© www.looduskalender.ee
Insgesamt 27 Schrei- oder Schelladler wurden bislang in Hessen beobachtet, doch kann angesichts der großen Ähnlichkeit der beiden Arten keine dieser Meldungen als mit letzter Sicherheit bestimmt gelten. Lediglich ein im Mai 1908 im Rheingau-Taunus-Kreis „gesammelter“ Schreiadler, dessen Präparat sich im Museum Wiesbaden befindet, wird als definitiver Nachweis geführt. Somit wurde der Schelladler in Hessen noch nicht sicher nachgewiesen.
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04.11.2008 totop

Drastische Bestandsabnahme bei der Roten Liste!

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158 Seiten umfasst Heft 44 der Berichte zum Vogelschutz, das für 15 Euro (11 Euro im Abo) erhältlich ist.
© DRV
Anfang September erschien die neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands, nun müsste ihre Wildpopulation eigentlich selbst mit aufgenommen werden: Innerhalb von nicht einmal zwei Monaten hat sich der Bestand bereits mehr als halbiert und ist bis Ende Oktober auf unter 1.000 Hefte im freien Verkauf gesunken! Wohlweißlich wird sie auch über das Artenschutzreferat des LBV vertrieben … Wer also Heft 44 der Berichte zum Vogelschutz, das auch viele weitere interessante Beiträge, u.a. zur Anwendung des internationalen 1 %-Kriteriums für rastende Wasservögel, zur Gänsejagd in Deutschland oder den charismatischen Löffelstrandläufer enthält, sein eigen nennen möchte, sollte zügig handeln. Bezug: Landesbund für Vogelschutz (LBV), Artenschutzreferat, Eisvogelweg 1, 91161 Hilpoltstein, BzV per E-Mail bestellen.

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03.11.2008 totop

Nachhaltige Entwicklung in Deutschland - Indikatorenbericht 2008

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Auf 76 Seiten stellt der Nachhaltigkeitsbericht 2008 anschaulich die Entwicklung der 21 Teilindikatoren dar.
© Statistisches Bundesamt
Die Bundesregierung hat den Fortschrittsbericht 2008 zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie veröffentlicht. Ein wesentlicher Baustein ist dabei der vom Statistischen Bundesamt erstellte Indikatorenbericht 2008, in dem die Entwicklung der Nachhaltigkeitsindikatoren beschrieben und analysiert wird. Auf den Seiten 14 und 15 findet sich der Teilindikator Artenvielfalt und Landschaftsqualität, der auf der Brutbestandsentwicklung von 59 Vogelarten basiert. Ein Großteil der Datengrundlage wird durch die Monitoringprogramme für häufige und seltene Brutvogelarten des DDA erhoben. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möchten wir an dieser Stelle einmal mehr ausdrücklich für Ihre Unterstützung danken! [mehr]

29.10.2008 totop

DDA-Vorstand mit neuen Gesichtern

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Stefan Fischer dankt der scheidenden Schatzmeisterin Regina Kronbach für ihr großartiges Engagement.
© Jörg Böhner
Die Vertreter der Mitgliedsverbände sowie die Fördermitglieder des DDA kamen am vergangenen Sonntag zur jährlichen Mitgliederversammlung in Fulda zusammen. Stefan Fischer blickte auf ein erfolgreiches Jahr zurück, dessen Höhepunkt unbestritten das Inkrafttreten der Verwaltungsvereinbarung Vogelmonitoring zum 1. Januar 2008 war. Durch die gemeinsam getragene Finanzierung unterstreichen Bund und [mehr...] Länder ihren Willen, die Koordination und Betreuung eines bundesweit angelegten und unter den Ländern methodisch harmonisierten Vogelmonitorings, das sich auf das enorme ehrenamtliche Engagement von mehreren Tausend engagierten Hobbyornithologen stützt, langfristig abzusichern und somit auch das Fundament für seine erfolgreiche Weiterentwicklung zu legen. Stefan Fischer bedankte sich aufs Herzlichste bei allen, die dazu beigetragen haben, diesen Meilenstein für die deutsche Avifaunistik und den DDA zu setzen! [mehr]

28.10.2008 totop

Grenzüberschreitendes Ramsar-Gebiet am Oberrhein

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Mit dem Oberrhein hat Deutschland 35 Ramsar-Gebiete gemeldet.
© ––
Der Oberrhein erhält heute offiziell das Prädikat "Transboundary Ramsar Site" und steht künftig als grenzüberschreitendes Feuchtgebiet internationaler Bedeutung auf der Ramsar-Liste. Im Rahmen der 10. Ramsar-Vertragsstaatenkonferenz, die vom 28. Oktober bis zum 4. November in Changwon, Südkorea, stattfindet, werden heute die Urkunden überreicht. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel betonte: "Ich bin sehr stolz, dass wir auf der internationalen Konferenz in Südkorea mit dem Oberrhein gemeinsam mit Frankreich zeigen können, dass wir unsere nationale und internationale Verantwortung für den Naturschutz sehr ernst nehmen". "Mit der Anerkennung als Ramsar-Gebiets bekommt der Oberrhein ein lange verdientes Prädikat als hervorragende Naturlandschaft im Herzen Mitteleuropas, das gerade auch im Rahmen einer nachhaltigen Tourismusentwicklung gute Dienste leisten kann. Das grenzüberschreitende Ramsar-Gebiet ist auch ein weltweit sichtbares Zeichen für ein geeintes und friedliches Europa", ergänzte der baden-württembergische Naturschutzminister Peter Hauk. "Die baden-württembergischen und elsässischen Kolleginnen und Kollegen haben über Jahre hinweg intensiv für das grenzüberschreitende Ramsar-Gebiet gearbeitet. Alle Ebenen haben gemeinsam einen tollen Erfolg erzielt", so Minister Gabriel weiter. Bereits 1992 hatte der deutsch-französische Umweltrat den Anstoß für ein gemeinsames Ramsar-Gebiet gegeben.
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20.10.2008 totop

Überlebenschancen von Berg- und Buchfinken gestiegen

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Ein Bergfink kommt in der Regel nicht allein ... für alle Italienflieger unter ihnen gilt das hoffentlich künftig auch im Frühjahr.
© Hendrik Weindorf
In diesen Tagen sieht und hört man es allerorten: Millionen von Finken, Tauben, Lerchen oder Drosseln ziehen derzeit über uns hinweg auf dem in die wintermilden Regionen Europas. Für all jene, die Italien im Visier haben, sind die Chancen, dass sie im Frühjahr wieder in die Brutgebiete fliegen können, seit dem 18. Oktober erheblich gestiegen: Das Verwaltungsgericht in Lazien (Italien) hat einer Beschwerde des Komitees gegen den Vogelmord und seines Partnerverbandes Lega Abolizione Caccia stattgegeben und die Jagd auf Buch- und Bergfinken, Stare, Italien- und Feldsperlinge sowie Wiesenpieper in den Regionen Lombardei und Venezien untersagt. Nachdem auch in Ligurien und Marchen die Jagdfreigaben von den Gerichten annulliert wurden, sind damit alle Abschussgenehmigungen EU-weit geschützter Vogelarten in Italien — ein großartiger Erfolg für den Vogelschutz, hält man sich vor Augen, dass die vier Regionen 15 Millionen Individuen dieser Arten Mitte September zum Abschuss freigegeben hatten.

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03.10.2008 totop

Europaweite Goldregenpfeiferzählung am 18./19. Oktober

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220.000 Goldregenpfeifer rasteten im Okt. 2003 in Deutschland. Durch die niedrigen Temperaturen Anfang Oktober könnten die Bestände in diesem Jahr darüber liegen.
© Jan Ole Kriegs
Im Gegensatz zu den meisten anderen Limikolenarten halten sich Goldregenpfeifer außerhalb der Brutzeit nicht überwiegend in Feuchtgebieten auf, sondern rasten auch in großer Zahl in der Agrarlandschaft. Entsprechend werden nur geringe Anteile des Gesamtbestandes über die Monitoringprogramme rastender Wasservögel erfasst. Aus diesem Grund findet die spezielle Synchronzählung statt. Im Oktober 2003 fand daher auf Initiative der International Wader Study Group eine erste, europaweit abgestimmte Erfassung rastender Goldregenpfeifer statt. Nach 5 Jahren soll die Zählung nun am 18./19. Oktober wiederholt werden. Zentrales Anliegen der Zählung ist es, die Bestandsschätzungen auf internationaler Ebene regelmäßig zu aktualisieren. Die aus den Bestandsangaben der biogeographischen Populationen abgeleiteten 1 %-Werte bilden die Grundlage für die Identifizierung international bedeutender Rastgebiete.
Gleichzeitig sind die Zählungen die Basis für bundesweite Rastbestandsschätzungen, denn der Termin im Oktober fällt in den Zeitraum des Durchzugsgipfels in Deutschland. Ein hoher Erfassungsgrad ist damit aus mehreren Gründen wichtig. Ziel ist es, die gute Abdeckung von 2003 wieder zu erreichen, ja vielleicht sogar noch etwas mehr aus der mit hohem Aufwand betriebenen Zählung herauszukitzeln. [mehr]

02.10.2008 totop

Artenspektrum des Afrikanisch-Eurasischen Wasservogelabkommens um 20 Seevogelarten erweitert

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Der Basstölpel landete ebenfalls auf der Liste der AEWA-Arten.
© Lutz Ritzel
Auf der 4. Vertragsstaatenkonferenz des Afrikanisch-Eurasischen Wasservogelabkommens (AEWA), die im September in Antananarivo auf Madagaskar stattfand, wurde das Artenspektrum um 20 wandernde Seevogelarten erweitert. Dazu zählen mit Basstölpel, Skua, Falkenraubmöwe, Dreizehenmöwe, Krabbentaucher, Trottellumme, Tordalk, Gryllteiste und Papageitaucher auch neun vor allem in den deutschen Meeresgewässern regelmäßig auftretende Arten.

Weitere Informationen zum AEWA, einem Regionalabkommen unter der Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten, finden sich unter www.unep-aewa.org. Dort kann auch der Bericht "Potential role of the Agreement in the conservation of seabirds" heruntergeladen werden.

24.09.2008 totop

Massenhafter Abschuss geschützter Vogelarten auf Malta

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Jagd auf geschützte Arten
© Komitee gegen den Vogelmord
Wie Vogelschützer des Komitees gegen den Vogelmord mitteilen (www.komitee.de) sind in den vergangenen Tagen hunderte Greifvögel und etliche Schwarzstörche von Jägern (oder wohl eher Wilderern) auf Malta abgeschossen worden. Dies ist ein massiver Verstoß gegen die Europäische Vogelschutzrichtlinie, die seit dem EU-Beitritt Maltas auch auf der Mittelmeerinsel verbindlich ist, und ein Schlag ins Gesicht all derer, die sich für den Schutz der Arten in ihren Brutgebieten einsetzen.

Es kann und darf nicht sein, dass eine kleine Gruppe von Schießwütigen die Erfolge des Vogelschutzes zunichte macht. Wenn durch intensiven Druck der Öffentlichkeit dem Treiben auf Malta nicht bald ein Ende gemacht wird, wird die Freude darüber, dass der Schwarzstorch nicht mehr in der Roten Liste geführt werden muss, von kurzer Dauer sein.

Beteiligen Sie sich daher bitte an den Protestaktionen der Naturschutzverbände und fordern Sie Ihre Europaabgeordneten auf, Druck auf Malta und andere Länder auszuüben, die permanent gegen europäisches Naturschutzrecht verstoßen.

20.09.2008 totop

Was zum Kuckuck sind denn Uhue?

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Zwei Uhu-Jungvögel im Steinbruch: Werden aus ihnen einmal zwei Uhus oder Uhue?
© Dieter Kronbach
"Schau mal, dort sitzt ein Uhu! Nein, es sind sogar zwei … Uhue!" "Ja, wo sitzen denn deine Uhus?" "Ja dort, dort in der Felswand, ziemlich weit oben, dort wo …" Nicht nur die exakte Beschreibung des genauen Beobachtungsorts ist mitunter mit Tücken verbunden, auch die Mehrzahlbildung hat davon einige aufzuweisen. Und das nicht nur, wenn man in der glücklichen Lage ist, gleich zwei der Nachteulen auf einmal zu entdecken.
Nachdem die Beschreibung des Sitzplatzes des Uhupaares schließlich zum Ziel führte, die Frage, ob es sich nun um zwei Uhue oder Uhus handelt, war damit erst richtig relevant. Klar, man kann auch "Uhu: 2 Ind." ins Beobachtungsforum schreiben, um der Frage erst einmal aus dem Weg zu gehen. Doch spätestens, wenn man von der spannenden Entdeckung jemandem erzählen will, kommt man um eine Entscheidung nicht drumherum. "Ein Uhu und noch ein Uhu sind zwei Uhue. Ganz klar. Schließlich sind ein Specht und noch ein Specht ja auch zwei Spechte und nicht zwei Spechts …" "Aber auch nur solange du nicht von deinen Nachbarn sprichst", grinst da der Uhus-Verfechter. "Und bei einem Zilpzalp-Paar würdest du auch nicht von zwei Zilpzalps, sondern zwei Zilpzalpen sprechen, und abgesehen davon, fliegen da drüben gerade auch nicht drei Kuckucks." "OK, es spricht einiges dagegen, aber für mich sitzen da oben immer noch zwei Uhus. Oder sind dir schon einmal zwei Maribue begegnet?" [mehr]

16.09.2008 totop

Aktuelle Informationen aus den "BTOnews"

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Der Brutbestand der Kanadagans in Europa beträgt rund 50.000 bis 70.000 Paare, Tendenz steigend.
© Jan Ole Kriegs
Sechs mal pro Jahr informiert der British Trust for Ornithology (BTO) seine Mitglieder über aktuelle Erfassungsprojekte, Zwischenergebnisse aus verschiedenen Monitoringprogrammen, Forschungsvorhaben, wichtige Termine und Literatur-Neuerscheinungen. Auch für Leser außerhalb Großbritanniens enthalten die "BTOnews" viele spannende Informationen. Rolf Dörnbach übersetzt regelmäßig ausgewählte Beiträge ins Deutsche, die in den monatlichen „Mitteilungen des Arbeitskreises an der Staatlichen Vogelschutzwarte Hamburg“ erscheinen. Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Hamburger Arbeitskreis finden Sie künftig alle zwei Monate die interessanten Zusammenfassungen der BTOnews auch auf unserer Seite.
[mehr]

12.09.2008 totop

Neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands erschienen!

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158 Seiten umfasst Heft 44 der Berichte zum Vogelschutz, das für 15 Euro (11 Euro im Abo) erhältlich ist.
© DRV
"Der Vogelschutz in Deutschland kann spektakuläre Erfolge vorweisen, verzeichnet aber auch herbe Rückschläge, so dass in der neuen Roten Liste nach wie vor 110 Arten als gefährdet eingestuft werden. Gewinner und Verlierer sind nah beieinander", zieht Hans-Günther Bauer, Sprecher des Nationalen Rote-Liste-Gremiums, dem auch der DDA angehört, Bilanz. "Während der Seeadler weiterhin im Aufwind ist, kämpft der Schreiadler ums Überleben." Das zeigt die neue "Rote Liste der Brutvögel Deutschlands", die heute der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
Inzwischen sind 29 weitere Vogelarten vom Aussterben bedroht. "Wenn heute fast jede achte heimische Vogelart aus Deutschland zu verschwinden droht, dann zeigt dies den akuten Handlungsbedarf, soll das in der UN-Konvention über die Biologische Vielfalt verankerte Ziel, den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen, erreicht werden", stellt der DDA-Vorsitzende Stefan Fischer fest. Am meisten Sorgen bereiten die Vögel der Agrarlandschaft und hier besonders solche, die das Grünland besiedeln. Als Beispiele nannte er den Großen Brachvogel, den Kiebitz, das Braunkehlchen und den Wiesenpieper. [mehr]

10.09.2008 totop

Treffen der Wasservogelzähler Sachsen-Anhalts in Steckby

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Sehr gut besucht war das Treffen der Wasservogelzähler in Sachsen-Anhalt.
© Stefan Fischer
Auf Einladung der Staatlichen Vogelschutzwarte Sachsen-Anhalts und des Wasservogelkoordinators Martin Schulze fanden sich am 6. September 2008 im spätsommerlichen Steckby gut 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wasservogelzählung in Sachsen-Anhalt im Gasthaus zum Biber zusammen. Mit diesem Treffen wurde eine Tradition aus DDR-Zeiten wiederbelebt, bei der den Zählern aktuelle Ergebnisse aus dem Wasservogelmonitoring präsentiert und Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch gegeben werden. [mehr]

28.08.2008 totop

ADEBAR setzt zum Landeanflug an: Heinz-Sielmann-Stiftung und Bundesamt für Naturschutz unterstützen Auswertungen

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Zur ADEBAR-Tagung in Gommern am 23./24. August 2008 waren 35 Teilnehmer aus allen Bundesländern angereist
© Dieter Kronbach
Am 23./24. August 2008 trafen sich 35 Experten in Gommern (Sachsen-Anhalt), um über den aktuellen Sachstand und das weitere Vorgehen des ADEBAR-Projektes zu beraten. Ziel war es, den ADEBAR-Fahrplan bis 2010 zu diskutieren und gemeinsam zu verabschieden.
Mit Abschluss der vierjährigen Kartierungsphase setzt ADEBAR nun zum Schlussspurt an. Bis September 2009 sollen die vorliegenden Daten geprüft und auf nationaler Ebene zusammengeführt werden. Speziell dazu hatte der DDA im Auftrag der Stiftung Vogelmonitoring Deutschland (SVD) und in enger Abstimmung mit den Landeskoordinatoren eine Datenbank entwickelt.
Zur Unterstützung der Auswertungen wird die SVD den Landeskoordinatoren finanziell mit rund 100.000,- EUR unter die Arme greifen können, von denen 75.000,- EUR von der Heinz-Sielmann-Stiftung (HSS) beigesteuert werden. Der HSS gebührt für dieses wiederholte, großzügige Engagement unser herzlichster Dank, ebenso Herrn Walter Stelte und Herrn Ulrich Simmat für die jederzeit konstruktive Zusammenarbeit!
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25.08.2008 totop

Erstes Treffen des ‘West African Bird Migration Network’ in Radolfzell am 6. Mai 2008

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Schwarm Uferschwalben über der senegalesischen Sahelzone
©
Zugvögel, wie Kuckuck, Turteltaube, Fitis und Waldlaubsänger, die in Afrika überwintern, sind in weiten Teilen Europas von starken Bestandsrückgängen betroffen. Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass ungünstige Umweltbedingungen auf dem Zug oder in den afrikanischen Überwinterungsgebieten diese Bestandsabnahmen bewirken. Ähnlich bedrohlich könnte die Lage für innerafrikanisch ziehende Vogelarten sein. Über die genauen Zusammenhänge zwischen Populationsschwankungen und den Bedingungen in Afrika gibt es jedoch nur wenige Untersuchungen. Neunzehn Ornithologen aus elf europäischen Ländern trafen sich am 6. Mai 2008 in der Vogelwarte Radolfzell um die Intensivierung ornithologischer Forschung in Westafrika durch die Gründung eines informellen Netzwerkes zu diskutieren.
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16.08.2008 totop

Trends für 135 Brutvogelarten in Europa!

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Europaweit im freien Fall: die Rebhuhnbestände gingen in Europa zwischen 1980 und 2006 um 79 % zurück!
© Hendrik Weindorf
Im Rahmen des Pan-European Common Bird Monitoring Scheme hat der EBCC (European Bird Census Council) jetzt aktualisierte Daten zu europaweiten Bestandsentwicklungen häufigerer Brutvögel vorgelegt, die sich inzwischen auf Ergebnisse aus 21 europäischen Ländern stützen. Für 135 Arten sind die Trends abrufbar, die einheitlich den Zeitraum von 1980 bis 2006 abdecken.
Europaweit sind Haubenlerche (Rückgang von 1980 bis 2006 um 98 %), Ortolan (-79 %) und Rebhuhn (-79 %) die drei Arten mit den größten Bestandsverlusten. Auch Kleinspecht (-75 %), Birkenzeisig (-70 %), Bergfink (-67 %) und Turteltaube (-66 %) zeigen stark negative Trends. Unter den in Deutschland verbreiteten Brutvögeln gilt das auch für Bluthänfling, Grauammer, Wendehals, Nachtigall, Schafstelze, Haussperling, Wiesenpieper, Schlagschwirl, Sumpfmeise, Braunkehlchen, Steinschmätzer, Feldsperling, Star und Grauschnäpper, die seit 1980 jeweils Bestandsverluste von wenigstens 50 % aufweisen. Auf europäischer Ebene zeigen überraschenderweise auch Gartenbaumläufer und Gimpel abwärts gerichtete Bestandsentwicklungen, die in Deutschland hingegen positiv ausfallen. [mehr]

11.08.2008 totop

Birdlife International startet Olympische Spiele der Vogelwelt

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Birdlife Games
© BirdLife International
Parallel zu den Olympischen Spieleln geht es auch bei der Vogelwelt im Web sportlich zu: BirdLife International hat in fünf Disziplinen zum Wettkampf aufgerufen. Am 8.8.2008 geht es mit dem Diving Friday los. Am 11.8. ist dann High Jump Monday. Wer mitmachen möchte, kann dem oben angegebenen Link folgen und sein Wissen über die Vogelwelt testen. Weitere Termine sind dann:
  • 15.8.2008: Marathon Friday
  • 19.8.2008: Weight lifting
  • 22.8.2008: Sprinting
Als Gewinne warten je Runde das "Rare Birds Yearbook 2008" auf einen neuen Besitzer. Viel Spaß also bei den BirdLife Olympic Bird Games.

15.06.2008 totop

Birds and Biodiversity in Germany - 2010 Target

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Auf 54 Seiten beschreibt der Bericht den Zustand der Vogelwelt in Deutschland und zu ihrem Erhalt dringend notwendige Maßnahmen.
© DDA
Anlässlich der 9. Vertragsstaatenkonferenz zur Convention on Biological Diversity haben der DDA und seine Kooperationspartner, die Deutsche Ornithologen-Gesellschaft, der Deutsche Rat für Vogelschutz und der NABU Naturschutzbund Deutschland, die englischsprachige Broschüre "Birds and Biodiversity in Germany — 2010 Target" präsentiert, die einen umfassenden Überblick über den Erhaltungszustand der heimischen Vogelwelt — stellvertretend für die Artenvielfalt — gibt. Der Bericht soll Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung wie auch die interessierte Öffentlichkeit über die in den zurückliegenden Jahren erzielten Erfolge im Artenschutz informieren, aber auch den immer noch bzw. sich aktuell sogar verstärkenden Handlungsbedarf vor allem in der nahezu ungeschützten "Normallandschaft" aufzeigen. [mehr]

04.06.2008 totop

BirdLife International – von Rosenheim bis Buenos Aires

Unter dem Titel "Taking on the Millennium Challenge" finden auf Einladung von Aves Argentinas (BirdLife in Argentinien) vom 22. zum 27. September 2008 in Buenos Aires, Argentinien, die BirdLife International Naturschutz-Weltkonferenz und das weltweite Treffen des BirdLife Netzwerkes statt. Dazu erwartet werden Vertreterinnen und Vertreter aus 108 nationalen BirdLife Organisationen sowie zahlreiche weitere Förderer und Partner von BirdLife International. Im Rahmen der Zusammenkunft soll u.a. die langfristige Strategie von BirdLife International verabschiedet werden.
BirdLife International ist der internationale Dachverband der nationalen Vogel- und Naturschutzverbände und hat seit seiner Gründung in Rosenheim im Jahr 1994 eine beeindruckend rasante Entwicklung durchlaufen. Die einzigartige Struktur von BirdLife International sowie der "Weg von Rosenheim nach Buenos Aires" sind in einem im Falke-Taschenkalender 2008 erschienenen Beitrag von Norbert Schäffer beschrieben.

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01.06.2008 totop

Auslosung der Sachpreisgewinner des 5. Birdraces – herzlichen Glückwunsch?!

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Kerstin Maatz von den Wangerooger Avinauten ist die glückliche Gewinnerin der Zaunammer von Ron Meier.
© Ron Meier
32 attraktive Sachpreise bei 453 Teilnehmern … da standen die Chancen jedes Einzelnen gar nicht so schlecht, zu den glücklichen Gewinnern zu zählen — insbesondere dann nicht, wenn das eigene Team mind. 100 Euro an Spenden einwerben konnte und am 3. Mai ohne Auto unterwegs war, denn dann landete man in allen Lostöpfen! Letztendlich zog unsere unbestechliche und charmante Glücksfee aus der Lostrommel folgende Namen:
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28.05.2008 totop

Neue Rote Liste der in Niedersachsen und Bremen gefährdeten Brutvögel

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Der Eisvogel gilt in Niedersachsen und Bremen als gefährdet (RL 3). 2005 brüteten etwa 700 Paare.
©
Die Rote Liste der in Niedersachsen und Bremen gefährdeten Brutvögel liegt in der 7. Fassung mit Stand 2007 vor. Für die Zusammenstellung der neuen Roten Liste fanden die von der IUCN vorgeschlagenen und durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) bzw. das Nationale Rote-Liste-Gremium für Deutschland angepassten Einstufungskriterien Verwendung. Durch eine veränderte Ausrichtung erhalten bei der Einstufung in eine Gefährdungskategorie langfristige Bestandsrückgänge ein stärkeres, kleine Brutpaarzahlen hingegen ein geringeres Gewicht.
Derzeit gehören 212 Brutvogelarten zur niedersächsischen Avifauna. Die Bestände von 15 Arten sind erloschen, 30 Arten sind vom Aussterben bedroht, 17 Arten im Bestand stark gefährdet, 32 Brutvogelarten gefährdet und sechs Arten sind extrem selten (Kategorie R). Somit sind derzeit 47 % aller niedersächsischen Brutvogelarten in der Roten Liste geführt. Weitere 18 Arten (9 %) stehen in der Vorwarnliste, während 44 % (94 Arten) als ungefährdet beurteilt werden können. Zusätzlich zu den 212 regelmäßigen Brutvogelarten gibt es 20 Vermehrungsgäste (unregelmäßige Brutvögel). Weiterhin brüten aktuell neun aus menschlicher Obhut entwichene oder ausgesetzte Vogelarten in Niedersachsen. [mehr]

21.05.2008 totop

Neue Rote Liste der IUCN – weltweit 1.226 Vogelarten gefährdet!

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Kiebitze sind von der Intensivierung der Landwirtschaft besonders betroffen.
© Hans Glader
1.226 der insgesamt etwa 9.856 Vogelarten stehen auf der Roten Liste weltweit gefährdeter Vogelarten — dieses alarmierende Ergebnis veröffentlichten jetzt die Weltnaturschutzunion (IUCN) und BirdLife International anlässlich der zur Zeit in Bonn stattfindenden Konferenz über die Biologische Vielfalt (CBD — Convention on Biological Diversity). Weitere 835 Vogelarten stehen zudem auf der Vorwarnliste, darunter z.B. erstmalig der auch in Deutschland gefährdete Große Brachvogel. Inzwischen weisen mehr als 20 % aller Vogelarten einen ungünstigen Erhaltungszustand auf! [mehr]

10.05.2008 totop

Vögel und Schutz der biologischen Vielfalt in Deutschland: Abschied von hochgesteckten Zielen?

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Die Mai-Ausgabe des Falken steht ganz im Zeichen der biologischen Vielfalt.
© Aula-Verlag
Die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten hatten sich 2001 in Göteborg für den Schutz der biologischen Vielfalt ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2010 sollte der Rückgang der biologischen Vielfalt in der EU gestoppt werden! Bereits auf der weltweit als Meilenstein des Naturschutzes gefeierten Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro 1992 wurde das Übereinkommen über die Biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) verabschiedet. Das wichtigste Ziel auch hier: den weltweiten Rückgang der Biologischen Vielfalt zu verlangsamen. [mehr]

08.05.2008 totop

Weltzugvogeltag 2008 am 10. und 11. Mai

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Der diesjährige Tag der Zugvögel steht ganz im Zeichen der Erhaltung der Artenvielfalt.
© UNEP/AEWA
Wer wartet im Frühjahr nicht auf die Rückkehr der Frühlingsboten und freut sich über die ersten Störche, Schwalben oder den ersten Kuckuck? Doch durch Umweltveränderungen und den Klimawandel sind Zugvögel mehr denn je bedroht. Sie gehören zu den Arten, die auch in Deutschland die stärksten Bestandsabnahmen zeigen, wie der Bericht "Vögel in Deutschland 2007" in alarmierender Weise belegt. Ihre Bedrohung ist keinesfalls auf Deutschland oder Europa beschränkt, Zugvögel sind weltweit gefährdet. Darum unterstützt der DDA den diesjährigen World Migratory Bird Day, der unter dem Dach des Übereinkommens zum Schutz wandernder Tierarten sowie des Afrikanisch-Eurasischen Wasservogel-Abkommens am 10. und 11. Mai zum dritten Mal stattfindet. [mehr]

04.05.2008 totop

Birdrace 2008: Mehr Teams, mehr Spenden, aber knapper denn je

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Ein bisschen Spaß muss sein: Die Usedommeln, bestes Team ohne Auto, in der arttypischen Pfahlstellung.
© privat
116 Teams gingen gestern beim 5. bundesweiten Birdrace bei (teilweise fast zu) gutem Wetter an den Start — mehr als je zuvor! Bereut haben wird es — spätestens, wenn der Sonnenbrand verheilt ist — keine(r) der über 450 Birdracerinnen und Birdracer. Jeder wird von den Erlebnissen an diesem 3. Mai noch lange zehren — sicherlich landete bei jedem Team mindestens eine unerwartete Art auf der Liste, die einen die Anstrengungen vergessen lassen und es blieb so mancher sicher geglaubten Art das Kreuz verwehrt. Aber das ist eben Birdrace, und genau deshalb macht es so viel Spaß und findet immer mehr Freunde. Es spricht sich offensichtlich immer weiter herum, denn es gab einen noch stärkeren Zuwachs als den Vorjahren, vor allem von jungen Teams. Im Falle der schrägen Vögel aus dem Sauerland überredeten sogar Schüler ihren Biologielehrer zur Teilnahme am Birdace … eine überaus erfreuliche und motivierende Entwicklung!
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03.05.2008 totop

Bundesweites Birdrace mit 116 Teams gestartet

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Die drei Kranenburger Teams *Akassine*, *Bkassine* und *Ckassine* inszenieren ihre Vorfreude auf das Birdrace 2008.
© privat
Bei bestem Rennwetter — und das bundesweit — gingen um 0 Uhr mehr Teams als je zuvor an die virtuelle Startlinie des 5. Birdraces des DDA: Zwischen Sylt und dem Bodensee halten 439 Beobachter nach der Artenvielfalt in ihrem Landkreis Ausschau und versuchen innerhalb von 24 Stunden so viele Vogelarten zu sehen und zu hören wie möglich. Im vergangenen Jahr führte diese intensivste Inaugenscheinnahme der Vogelwelt zu 263 verschiedenen Vogelarten in Deutschland. Nicht weniger als 167 davon sahen die Sieger aus Nordfriesland, knapp gefolgt von der harten Konkurrenz aus dem Cuxland und dem besten Team ohne Küstenzugang, Gätkes Erben aus Lüneburg. [mehr]

30.04.2008 totop

Birdrace mit neuem Teilnehmerrekord!

Mit dem Eintrag der Emslandracer meldete sich heute Morgen das 91. Team an. Damit steht fest: auch beim 5. Birdrace gehen mehr Teams an den Start als im Vorjahr! Und vielleicht werden die guten Wetteraussichten noch das eine oder andere Team überreden, so dass am Samstag tatsächlich über 100 Gruppen die Vogelartenvielfalt in Deutschland auf der Spur sind?
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29.04.2008 totop

Deutscher Rat für Vogelschutz mit neuem Vorstand

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Auf der von Dr. Jörg Müller (vorne) hervorragend geleiteten Exkursion erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes über die naturnahe Waldbewirtschaftung. Krönender Abschluss: die Beobachtung eines Habichtskauzes.
© Christoph Sudfeldt
Am 19. April 2008 ging in Zwiesel im Bayerischen Wald eine Ära zu Ende: Dr. Hans-Günther Bauer trat nach 15jähriger Amtszeit als Präsident des Deutschen Rates für Vogelschutz (DRV) zurück. Die sehr gut besuchte Mitgliederversammlung dankte ihm für sein großes Engagement mit einem Gemälde des Vogelmalers Christopher Schmidt, das seine Lieblingsart zeigt, der er so manch anspruchsvollen Aufstieg auf höchste Gipfel zu verdanken hat: den Steinrötel. Ganz loslassen konnte der scheidende Präsident „seine“ über eineinhalb Jahrzehnte gewachsenen Verbindungen aber dann doch nicht: Nach einer gleichermaßen humorvollen wie (selbst-)kritischen Bilanz bot er an, den DRV auch künftig nach besten Kräften unterstützen wollen und vertritt den DRV weiterhin im nationalen Rote-Liste-Gremium.
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26.04.2008 totop

Internationale Bühne für das Birdrace

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Im Einklang: die Konvention über die biologische Vielfalt und das Birdrace.
© DDA
Vom 19. bis zum 30. Mai 2008 findet in Bonn die 9. Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt statt. In dieser Zeit wird die Weltgemeinschaft unter deutschem Vorsitz Maßnahmen gegen den anhaltenden Verlust der Artenvielfalt beraten (und schlussendlich hoffentlich konkrete Beschlüsse fassen, wie diese Entwicklung tatsächlich gestoppt werden kann). Das zentrale internationale Instrument zum Schutz der biologischen Vielfalt ist die Konvention über die biologische Vielfalt (UN Convention on Biological Diversity, kurz: CBD), eines von drei völkerrechtlichen Abkommen, die bei der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992 beschlossen wurden. [mehr]

24.04.2008 totop

„Daten zur Natur 2008“ erschienen

In Berlin haben heute Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) Beate Jessel gemeinsam die "Daten zur Natur 2008" präsentiert. Vier Wochen vor der 9. Vertragsstaatenkonferenz zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt, die im Mai in Bonn stattfindet, liegt damit ein umfassender Überblick zur biologischen Vielfalt in Deutschland und weltweit vor, wie BMU und BfN in einer gemeinsamen Pressemitteilung mitteilten.
Dank der Anstrengungen des amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutzes konnten in den letzten Jahren Erfolge sowohl im Naturschutz wie auch in der nachhaltigen Nutzung in Deutschland erzielt werden. Die Gesamtfläche der Naturschutzgebiete nahm in den letzten zehn Jahren um ca. 30 Prozent zu. Die Zahl der Nationalparke stieg von elf auf 14, ihre Gesamtfläche beläuft sich jetzt auf rund 960.000 ha, davon sind über 190.000 ha Landfläche. Rund 14 Prozent Deutschlands sind Bestandteil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000. [mehr]

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23.04.2008 totop

DDA gratuliert der Staatlichen Vogelschutzwarte Seebach zum 100. Jahrestag ihrer staatlichen Anerkennung

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Dem 100jährigen Jubiläum ist eine Sondermarke gewidmet, die auf der Festveranstaltung der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
©
Am 17. April 2008 feierte die Staatliche Vogelschutzwarte Thüringens in Seebach den 100. Jahrestag ihrer staatlichen Anerkennung als "Versuchs- und Musterstation für Vogelschutz" durch die königlich-preußische Landesregierung am 1. April 1908. Damit ist die Vogelschutzwarte Seebach, die vom Pionier des deutschen Vogelschutzes Hans Freiherr von Berlepsch bereits im Jahr 1888 als private Einrichtung gegründet wurde, die älteste Staatliche Vogelschutzwarte in Deutschland. Ihre Gründung kann als Geburtsstunde des staatlichen Vogelschutzes in Deutschland gelten. [mehr]

22.04.2008 totop

Nordseevögel, süddeutsche Ortolane, kanarische Kolkraben und bayerische Schüler

Im aktuellen Heft der Vogelwelt, das Ende vergangener Woche erschien, legen Stefan Garthe und Kollegen Bestandsschätzungen von Seevogelarten für den deutschen Teil der Nordsee vor — erstmals für alle Seevogelarten und nach Jahreszeiten getrennt. Die Arbeit, die auf rund 75.000 km mit dem Schiff und 66.000 km im Rahmen von Befliegungen basiert, legt damit eine wichtige Grundlage für die Bewertung von Seevogelbeständen. Mit rund 700.000 Ind. werden in den Sommermonaten die höchsten Bestände erreicht. Zu dieser Jahreszeit werden insbesondere die küstennahen Gewässer von den Nahrung suchenden Brutvögeln der bedeutenden Seevogelkolonien im Wattenmeer aufgesucht. [mehr]

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17.04.2008 totop

Bewahrung der Biodiversität: kleine Erfolge, großer Bedarf

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Der Norfolk-Ziegensittich konnte vor dem Aussterben bewahrt werden.
© Cathy McBey
Der Schutz der Biodiversität ist eines der vorrangigen globalen Naturschutzziele. Viele internationale Organisationen, die unter dem Dach von Birdlife International zusammenarbeiten, haben in den vergangenen Jahren wichtige Pionierarbeit geleistet. Mehr noch, durch die Anstrengungen der Wissenschaftler und engagierter Helfer konnte in den letzten Jahren das Aussterben so mancher Vogelart verhindert werden, die laut BirdLife International unwiederbringlich verloren gegangen wäre. Sechzehn Vogelarten konnten so seit 1994 vor dem Aussterben bewahrt werden, bei 33 weiteren Arten konnte der Populationsrückgang nachhaltig verlangsamt werden. [mehr]

14.04.2008 totop

Das Birdrace als Auftakt des GEO-Tages der Artenvielfalt 2008

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Thema des 10. GTA ist "Vielfalt in Schutzgebieten": Wie wird die Artenvielfalt in Schutzgebieten erhalten und gefördert?
© GEO
Fünf Jahre Birdrace, 10 Jahre GEO-Tag der Artenvielfalt. In diesem Jahr nimmt der jüngere Bruder des etablierten Biodiversitätsprojekts der GEO-Redaktion an Fahrt auf. Große Ziele sind gesetzt: mehr als 100 Teams sollten es in diesem Jahr schon sein. Was liegt also näher, als die Bemühungen um die aktiven Feldforscher in der Bundesrepublik zu bündeln und gemeinsam für eine breite Öffentlichkeit der Biodiversitätsforschung zu arbeiten? "Warm-up" nennt sich neudeutsch, was im wahrsten Sinne die Natur der Sache mit sich bringt: Während der GEO-Tag der Artenvielfalt auf Flora und Insektenfauna setzt, suchen die Birdracer nach möglichst vielen Vogelarten. Und während erstere erst im Frühsommer so richtig los legen, zeigt die Vogelwelt bereits im Mai maximale Artenvielfalt. Und deshalb haben Birdracer schon Spaß in und an der Natur, wenn beim GEO-Tag die Vorbereitungen in die heiße Phase gehen. Dank des Internets können die Ergebnisse des Birdrace nun auch in die große Datenbank des GEO-Projektes fließen und so einen soliden Querschnitt der Vogelwelt Deutschlands dem GEO-Team zur Verfügung stellen.
5 Jahre Birdrace, 10 Jahre GEO-Tag der Artenvielfalt — die beiden Projekte haben noch so manche Idee in petto, wie man das Thema Biodiversität einem großen Publikum öffnen kann. Übrigens: Wer nach dem 3. Mai noch nicht genug bekommen hat, kann am 14. Juni 2008 noch einmal auf die Jagd nach der Artenvielfalt gehen.

10.04.2008 totop

Internationale Bemühungen zum Schutz der Rothalsgans

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Rothalsgänse verstecken sich trotz ihrer eigentlich auffälligen Färbung immer wieder erstaunlich gut in Gänsetrupps wie hier Anfang März 2008 in der Wedeler Marsch.
© Marco Sommerfeld
Die farbenprächtige Rothalsgans ist international vom Aussterben bedroht. Durch starke Populationsrückgänge von 52 bis 70% in den letzten Jahren ist der Weltbestand gegenwärtig auf etwa 34.000 Vögel gesunken. Da 80-90% der Gesamtpopulation lediglich an 5 Plätzen entlang der Schwarzmeerküste der Ukraine, Rumäniens und Bulgariens überwintert, ist die Art besonders anfällig gegenüber negativen Einflüssen, v.a. durch Jagd und Lebensraumverlust. [mehr]

05.04.2008 totop

Anmeldung zum 5. Birdrace hat begonnen

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Männliche Zaunammer, Ölgemälde von Ron Meier. An wessen Wand wird das Original bald hängen?
© Ron Meier
Am Samstag, den 3. Mai 2008, steigt das 5. deutschlandweite Birdrace — seit heute läuft die Anmeldung … und endet, so hoffen wir, erstmals mit über 100 Teams! Obgleich eine Registrierung bis eine Minute vor dem Start möglich ist, bitten wir um eine rechtzeitige Anmeldung, damit die voraussichtliche Anzahl an Teams in die Pressemitteilungen vorab einfließen kann. Änderungen in der Mannschaftsaufstellung, im Teamnamen usw. sind bis zum Start problemlos online möglich.
Wichtig: Alle Teams müssen sich — auch bei Beibehaltung ihres Namens und derselben Besetzung wie im Vorjahr — neu anmelden! Nur so ist gewährleistet, dass auch die Ergebnisse der Vorjahre abrufbar bleiben. Diese stehen nun nach den Umbaumaßnahmen in den vergangenen Wochen für taktische Überlegungen, als Herausforderung oder zur eigenen Genugtuung wieder vollständig zur Verfügung. [mehr]

25.03.2008 totop

Weißwangengänse auf Sendung

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Für eine Gans ging es bereits von den Niederlanden quer über die Deutsche Bucht nach Friedrichskoog.
© SOVON
Nachdem bereits im vergangenen Herbst Silber- und Heringsmöwen mit Satellitensendern ausgestattet auf die Reise geschickt wurden (vgl. Meldung vom 16.1.08) und auf dem Weg in ihre Winterquartiere oder beim Herumtingeln in den Niederlanden über das Internet verfolgt werden konnten, gingen vor kurzem 8 in den Niederlanden überwinternde Weißwangengänse auf Sendung. Zwei von ihnen haben es bereits bis nach Deutschland geschafft, die übrigen werden sicher schon bald nach- und dann ab April aus dem Wattenmeer in die Brutgebiete abziehen. Man darf gespannt sein, wohin und mit welcher Strategie. Denn mittlerweile brüten auch im Ostseeraum mehrere Tausend Brutpaare, die Reise geht also nicht nur bis in die arktische Tundra (z.B. auf die Insel Kolguev). Zudem haben die Weißwangengänse in den letzten Jahren ihren Abzug in die Brutgebiete deutlich nach hinten verlagert: ein beträchtlicher Teil zieht mittlerweile erst im Mai aus dem Wattenmeer ab. Möglicherweise fliegen die arktischen Brutvögel also mit einer Ein- oder sogar Nonstop-Strategie in die Arktis und umgehen somit die witterungsbedingt unsicheren und spätestens in Russland auch sehr gefährlichen Rastgebiete auf dem Weg dorthin.

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17.03.2008 totop

Spannung, Spaß und Artenvielfalt - 5. Birdrace am 3. Mai 2008!

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Erlebte Artenvielfalt, Spannung und eine ordentliche Prise Spaß … am 3. Mai geht’s zum 5. Mal beim bundesweiten Birdrace rund.
© Meister der Herzen
Am 3. Mai 2008 ist es wieder soweit: deutschlandweit treten beim 5. Birdrace Vogelkundler in Teams gegeneinander an, mit dem Ziel möglichst viele Vogelarten innerhalb von 24 Stunden zu sehen oder zu hören. Gewertet wird in drei Kategorien: Neben der Gesamtartenzahl auch die Zahl der Singvogelarten sowie die gesammelte Spendensumme. Wie in den Vorjahren werden die Spenden wieder dem ADEBAR-Projekt zufließen. Erstmals sollen alle Teams besonders gewürdigt werden, die ausschließlich mithilfe der eigenen Muskelkraft oder des öffentlichen Nahverkehrs das Rennen bestreiten.
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12.03.2008 totop

Gen-Mais und die Sicherheit der Verbraucher

Bereits im letzten Jahr berichtete der Fernsehsender Phönix: Prof. Gilles Eric Seralini, ein ausgewiesener Fachmann für Gentechnik, wird im Sommer 2004 von der französischen Regierung aufgefordert, einen Zulassungsantrag von Monsanto für einen Gen-Mais zu überprüfen. Zu seiner Überraschung stößt er auf eklatante Mängel in den Unterlagen. Als der Wissenschaftler die Fütterungstests der Amerikaner nachvollzieht, stößt er auf erhebliche Nebenwirkungen des Gen-Maises: Die Tiere zeigen Zellveränderungen, die inneren Organe sind verändert. Die Antwort aus den Reihen der Großkonzerne lautet: "Fehlinterpretation!"
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11.03.2008 totop

Ehrenamtliches Vogelmonitoring und Gen-Mais MON810

Seit Dezember 2007 darf der amerikanische Agrokonzern Monsanto wieder Saatgut der gentechnisch veränderten Maissorte MON810 in Deutschland zu kommerziellen Zwecken vertreiben. Dies entschied das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am 06.12.2007, nachdem Monsanto als Inhaber der Inverkehrbringensgenehmigung am 04.12.2007 einen Plan zur Beobachtung der Umweltauswirkungen des Genmais-Anbaus vorgelegt hat. Doch können sich die deutschen Verbraucher darauf verlassen, dass Umweltauswirkungen gentechnisch veränderten Pflanzen tatsächlich bestmöglich überwacht werden, so wie es die Freisetzungsrichtlinie 2001/18/EG der Europäischen Union vorschreibt?
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10.03.2008 totop

Die ganze Vielfalt und Schönheit der Vögel in 50 außergewöhnlichen Porträts

Einen Vogel zu beobachten, ist immer ein besonderes Erlebnis … Mit den neuen anschaulich und lehrreich aufgebauten 50 Porträts Vögel Deutschlands erfahren Sie jetzt alles über unsere einheimischen Vogelarten, z.B. wie und wo Sie Ihre Lieblingsvögel am besten beobachten — aber auch, wie Sie sie schützen können. Ein unentbehrliches Standardwerk für alle Vogelfreunde, die ihre Leidenschaft vertiefen möchten.
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  • S. 1
    Hochwertige Nahaufnahmen zeigen jede Einzelheit Angaben über das Verbreitungsgebiet jeder Vogelart
  • S. 2
    Die besonderen Merkmale jeder Vogelart im Überblick Eine Tabelle zum Größenvergleich der Vogelarten Die Monatsskala zeigt die beste Beobachtungszeit
  • S. 3
    Schematische und lebensechte Darstellung des Vogels (im Flug, als ausgewachsener Jungvogel) zur leichteren Bestimmung Infos, um Verwechselungen mit ähnlichen Vögeln zu vermeiden
  • S. 4
    Vertiefende Angaben zur Verbreitung und zum Artenschutz

Mehr zum Angebot und Bestellung direkt beim Atlas Verlag
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25.02.2008 totop

Monitoring häufiger Brutvögel in Schleswig-Holstein: Von Null auf 100 in vier Jahren!

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2007 wurden erstmals Kanadagänse auf einer Probefläche als Brutvögel nachgewiesen.
© Jan Ole Kriegs
Das Monitoring häufiger Brutvögel in Schleswig-Holstein erfuhr im vierten Jahr einen weiteren Aufschwung: Dank des großen ehrenamtlichen Engagements der Mitarbeiter der OAG für Schleswig-Holstein und Hamburg sowie der finanziellen Förderung des Landesamtes für Natur und Umwelt in Schleswig-Holstein wurden 2007 erstmals über 100 Probeflächen kartiert. Damit liegt das nördlichste Bundesland hinsichtlich des Vergabestandes mittlerweile auf dem dritten Platz im bundesweiten Vergleich! [mehr]

19.02.2008 totop

Avifaunistische Informationswochenenden

Bis Ende März stehen in sieben Bundesländern Mitgliederversammlungen und Tagungen mit den Schwerpunkten Brutvogelmonitoring und ADEBAR auf dem Programm — reichlich Gelegenheit, sich über die großen Fortschritte in den vergangenen Jahren und die spannenden Ergebnisse zu informieren. Noch gibt es in den allen Bundesländern Möglichkeiten zu einer Beteiligung am Brutvogelmonitoring … bei Interesse, schauen Sie sich doch einfach einmal bei "Mitmachen beim Monitoring häufiger Brutvögel" in Ihrer Umgebung um. Für alle, die Ihren Namen in der Liste der Mitarbeiter beim Atlas deutscher Brutvogelarten wieder finden möchten: 2008 ist das letzte Kartierjahr, und noch gibt es einzelne unbearbeitete Kartenblätter! Bei Interesse an einer Mitarbeit wenden Sie sich am besten möglichst umgehend bei den zuständigen Landeskoordinatoren, denn mit den Kartierungen der Eulen und Spechte sollte man schon bald beginnen …
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18.02.2008 totop

Spiegel-Online berichtet über engagierte ehrenamtliche Vogelbeobachter

"Hobbyforscher helfen Wissenschaftlern aus" — unter diesem Titel erschien vergangene Woche ein Beitrag auf Spiegel-Online, in dem u.a. auf das große Engagement Ehrenamtlicher im Vogelmonitoring eingegangen wird. Eine schöne Resonanz, die verdeutlicht, dass die hohe Motivation, die fachliche Qualifikation und die großartigen Ehrenamtlicher (Vogel)Beobachter zunehmend in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird!

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01.02.2008 totop

Feuchtgebietsschutz: Deutschland könnte sein internationales Ansehen leicht aufpolieren!

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Poster des Ramsar-Sekretariats zum diesjährigen Weltfeuchtgebietstag
© Ramsar-Sekretariat
Am 2. Februar 1971 wurde im iranischen Ramsar das "Übereinkommen über Feuchtgebiete, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung" — kurz Ramsar-Konvention genannt — unterzeichnet. Aus diesem Anlass ruft das Sekretariat des Übereinkommens alljährlich den Weltfeuchtgebietstag aus. In diesem Jahr steht dieser unter dem Motto "Healthy Wetlands, Healthy People" ("Intakte Feuchtgebiete, gesunde Menschen"). Es soll verdeutlichen, dass der Schutz von Feuchtgebieten kein Luxus wohlhabender Gesellschaften darstellt, sondern für unser eigenes Überleben und das friedliche Miteinander von essentieller Bedeutung ist — insbesondere dort, wo Wasser natürlicherweise knapp bemessen ist und das Wohl vieler Menschen oft von einzelnen Feuchtgebieten unmittelbar abhängt. [mehr]

23.01.2008 totop

Jahresbericht „Vogelmonitoring in Sachsen-Anhalt 2006“ erschienen

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Der Bericht liefert avifaunistische Grundlagendaten und soll einem besseren Schutz der Vogelwelt in Sachsen-Anhalt dienen.
© VSW Sachsen-Anhalt
Zum vierten Mal hat die Staatliche Vogelschutzwarte Sachen-Anhalt (im Landesamt für Umweltschutz) in den Berichten des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt einen Jahresbericht zum Vogelmonitoring herausgegeben. Das 128 Seiten starke Heft enthält u.a. einen umfangreichen Beitrag über die Bestandssituation ausgewählter Brutvogelarten in Sachsen-Anhalt, einen Bericht über das erfolgreiche Wiesenweihen-Schutzprojekt im Altmarkkreis Salzwedel, Ergebnisse von Kartierungen der Anhang I- und Rote-Liste-Arten in den Vogelschutzgebieten Helmestausee Berga-Kelbra, Hakel, Mündungsgebiet der Schwarzen Elster, Auenwald Plötzkau, Feldflur bei Kusey, Mahlpfuhler Fenn, Fallsteingebiet, Huy und Buchenwälder um Stollberg, sowie Ergebnisse der Wasservogelzählung in Sachsen-Anhalt in der Saison 2006/07 und eine Übersicht zu den Beständen der Brutvögel Sachsen-Anhalts im Jahr 2005.
Einzelbeiträge sowie gedruckte Exemplare können bei Stefan Fischer angefordert werden.

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21.01.2008 totop

Triel statt Trauerschnäpper? Neuer Atlas prognostiziert die Verbreitung europäischer Brutvögel am Ende des 21. Jahrhunderts

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Wiesenpieper könnten den Prognosen zufolge im Jahr 2100 in Deutschland auf den Alpenrand und die Küste beschränkt sein.
© Jan Ole Kriegs
Vier der sechs wärmsten Jahre seit Beginn des 20. Jahrhunderts erlebten wir in Deutschland seit dem Jahr 2000 — inzwischen wird sogar auf höchster politischer Ebene nicht mehr darüber diskutiert, ob wir Menschen für den Klimawandel maßgeblich verantwortlich sind, sondern über dessen Folgen bzw. darum gerungen, wie allzu Gravierendes für die Menschheit verhindert werden könnte.
Eine Erwärmung des Klimas wird unzweifelhaft auch seine Spuren in der Vogelwelt hinterlassen, in zahlreichen Publikationen sind bereits Anpassungen des Zugverhaltens oder der Brutbiologie dokumentiert. Ebenso wird die Einwanderung gerade von Arten mit südlichen Verbreitungsschwerpunkten oft mit einer Erwärmung des Klimas erklärt. Doch welche langfristigen Auswirkungen der klimatischen Veränderungen sind zu erwarten? [mehr]

16.01.2008 totop

Herings- und Silbermöwen auf der Spur

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Die meisten der besenderten Heringsmöwen halten sich derzeit auf der Iberischen Halbinsel auf.
© SOVON
Es ist beeindruckend, welche Fortschritte im Bereich der Satelliten-Telemetrie von Vögeln in den letzten Jahren erzielt wurden: Während in den Untersuchungen von Pütz et al. im aktuellen Heft der Vogelwelt aus den Jahren 2000-2002 nur wenige Heringsmöwen über mehrere Monate verfolgt werden konnten und zudem viele Peilungen mit erheblichen Ungenauigkeiten behaftet waren, lassen sich die Zugwege derselben Art mittlerweile sehr detailliert und zuverlässig verfolgen. In einem von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) finanzierten Projekt, an dem auch das Institut für Vogelforschung Wilhemshaven beteiligt ist, wurden 14 Herings- und 9 Silbermöwen mit Satellitensendern ausgestattet. Die Zugbewegungen der im Mai und Juni 2007 auf der niederländischen Insel Vlieland gefangenen Vögel können nun online verfolgt werden. Dabei werden die großen Unterschiede der beiden Arten deutlich — sowohl in ihrem Verhalten während der Brutzeit als auch hinsichtlich ihrer Überwinterungsgebiete. Primäres Ziel dieses groß angelegten Projekts, in dessen Rahmen auch Weißwangengänse besendert werden sollen, ist die Verbesserung der Flugsicherheit.

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11.01.2008 totop

42. Internationale Volkszählung der Wasservögel

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Zwei der über 2.000 Mitarbeiter, die sich an der Wasservogelzählung in Deutschland beteiligen.
© Daniel Doer
Am Wochenende 12./13. Januar schultern wieder viele Tausend Beobachter weltweit die Spektive, um im Rahmen des International Waterbird Census (IWC) Wasservögel zu erfassen. Seit mit dem Winter 1966/67 die Zählungen auf eine neue organisatorische Basis gestellt wurden, ist es bereits die 42. Internationale Mittwinterzählung. Eine herausragende ehrenamtliche Gemeinschaftsleistung, die weltweit vermutlich Ihresgleichen sucht. Mit über 2.000 Mitarbeitern alleine in Deutschland ist die Wasservogelzählung auch hierzulande das umfangreichste Erfassungsprogramm in der Vogelwelt. Im Mittel der letzten Jahre werden im Rahmen der Mittwinterzählung rund 3 Millionen Wasservögel von etwa 100 Vogelarten erfasst (die insgesamt anwesende Anzahl liegt gleichwohl um Einiges höher). Die am häufigsten erfasste und in nahezu allen Zählgebieten angetroffene Vogelart ist die Stockente (Zählsumme rund 450.000 Ind.), gefolgt von Blässhuhn (300.000) und Reiherente (250.000; die Zählsummen entspricht nicht der tatsächlich anwesenden Anzahl!). Bei den meisten Wasservogelarten werden im Januar über 50 % des anwesenden Bestandes gezählt. Die Zählaktivitäten in den meisten Feuchtgebieten beschränken sich jedoch nicht auf den Januar: vielerorts werden monatlich vom Herbst bis zum Frühjahr Wasservögel erfasst — in ausgewählten Gebieten wie im Wattenmeer auch ganzjährig. Damit steht eine ausgezeichnete Grundlage zur Schätzung der Rastbestände sowie zur Überwachung der Bestandsentwicklung zur Verfügung.

Wir wünschen allen Zählerinnen und Zählern gute Beobachtungsbedingungen sowie das eine oder andere motivierende "Schmankerl" und danken aufs Herzlichste für die Ihre Unterstützung!

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04.01.2008 totop

Grüße aus Spanien - Rotmilan "Frodo" erreicht Winterquartier

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60 % der Rotmilane weltweit brüten in Deutschland. Wir tragen daher für ihren Schutz eine große Verantwortung.
© HGON
Der im Rahmen des Rotmilan-Projektes der HGON im Sommer 2007 mit einem Satelliten-Sender ausgestattete junge Rotmilan hat sein Winterquartier in Spanien erreicht. Allen Gefahren wie illegale Verfolgung, Hochspannungsleitungen, Windenergieanlagen und Nahrungsmangel zum Trotz erreichte der Jungvogel die Iberische Halbinsel. Damit liefert er wichtige Erkenntnisse über die Überwintunterungsgebiete der hessischen Rotmilane, deren Bestand in den vergangenen zehn Jahren um 20-30 % zurückgegangen ist.
Mögliche Ursachen dafür liegen nicht nur im Brutgebiet, sondern auch entlang der Zugrouten und im Winterquartier. Die HGON wird daher 2008 drei weitere Rotmilane besendern. Der Vogel ist übrigens nach dem unerwartet tapferen und zähen Ringträger aus Tolkiens weltbekanntem Roman "Der Herr der Ringe" benannt.

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02.01.2008 totop

Neues Heft der "Vogelwelt" erschienen

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Mitglieder von DDA- Mitgliedsverbänden erhalten die Vogelwelt zu einem vergünstigten Preis!
© Aula-Verlag
Pünktlich zu Weihnachten erschien ein neues Heft der Vogelwelt, das wieder zahlreiche interessante Beiträge enthält. Markus Deutsch beleuchtet die Bestandsentwicklung des Ortolans im Wendland im Zusammenhang mit Veränderungen in der Agrarlandschaft, Bernd Struwe-Juhl und Thomas Grünkorn legen eine umfangreiche Auswertung des Beringungsprogramms schleswig-holsteinischer Seeadler vor, Frank Vökler berichtet über die Ergebnisse landesweiter Schlafplatzzählungen von Krähenvögeln in Mecklenburg-Vorpommern, Klemens Pütz und Kollegen verfolgten junge Heringsmöwen zweier Unterarten auf ihrem Zug ins Winterquartier und Günther Busche und Volker Dierschke analysieren das Auftreten und die langfristige Bestandsdynamik der Turteltaube in Schleswig-Holstein. Abgerundet wird das Heft von einem 12-seitigen DDA-Aktuell.

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Bild347 Teams mit über 1.100 TeilnehmerInnen waren beim 15. bundesweiten Birdrace am Start — so viele wie nie zuvor:
Ergebnisse Arten
Ergebnisse Spenden
Medienecho
Ergebnisse eintragen

Bild„Vögel in Deutschland “ behandelt auf über 70 Seiten die Erfsssung rastender Wasservögel.

Bild

BildStatus, Karten, Brut- und Rastbestände, Rote Liste-Status, rechtlicher Schutz ... all das finden Sie in unserem Informationssystem
Vögel in Deutschland

Bild

Bild„Seltene Vögel in Deutschland 2015“ beinhaltet neben dem Seltenheiten-bericht 2016 auch Beiträge zu Kiefernkreuz-schnäbeln, Singammer und Silberreiher vom „modesta-Typ“

BildNeben dem mittlerweile 6. Bericht der DAK zu den seltenen Vögeln sind die folgenden Themen Schwerpunkte: der Einflug von Rosenstaren in Bulgarien, das Artenschutzprojekt Großer Brachvogel mit überraschenden Ergebnissen und der Orkelsjø in Norwegen als Beobachtungsparadies. Daneben gibt es weitere spannende Berichte zu entdecken - Schauen Sie doch mal rein: „Der Falke

BildDas aktuelle Heft hat die Wiesenweihe zum Thema. In zahlreichen Artikeln geht es um Bestände, Lebensräume und Schutzmaßnahmen der Wiesenweihe in Deutschland, den angrenzenden Ländern und Europa. Überaus spannende Beiträge, die bis zum Einsatz von Orthokoptern reichen.
Mehr Informationen erhalten Sie auf Die Vogelwelt und auf den Seiten des DDA.

Vergabestand im Monitoring häufiger Brutvögel





Machen Sie mit...
Häufige Brutvögel
Wasservogelzählung

Bild„Der Falke“ hat das sehr interessante Sonderheft Geier herausgebracht. Mit Artikeln rund um Gefährdung und Schutz, das falsche Bild des Geiers in der Öffentlichkeit, Monitoring, einer Übersicht europäischer Geier und vielem mehr wartet das Heft mit umfangreichem Fasswissen auf. Sie sollten unbedingt reinschauen. - „Der Falke“.

BildDas Buch gibt einen aktuellen Überblick über die Programme, Methoden, Konzepte, Anwendungs- gebiete und Auswertungsmöglichkeiten des Vogelmonitorings. Die Monitoring-Programme häufiger Brutvögel, seltener Brutvögel sowie rastender Wasservögel werden ebenso vorgestellt wie die organisatorischen Voraussetzungen eines international relevanten Vogelmonitorings in Deutschland. Die Darstellung weiterer Projekte wie ADEBAR runden den Überblick ab. Überdies werden Vorteile und Möglichkeiten des Online-Portals ornitho.de für die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und das Monitoring beschrieben.
Bezug:
BfN-Schriftenvertrieb: Tel.: 0 25 01 / 8 01-3 00, Fax: 0 25 01 / 8 01-3 51 oder im Internet

BildMit einer Förder- mitgliedschaft im DDA helfen Sie uns, die Monitoringprogramme zu organisieren und die Ergebnisse zeitnah in Schutzmaßnahmen einfließen zu lassen.
pdfAufnahmeantrag [ 1.778 kb ]

BildDas Methoden- handbuch ist wieder gedruckt verfügbar und kann für 29,80 € bestellt werden.