Aktuell
31.08.2010
Über 100 ADEBAR-Illustrationen fertiggestellt – Bildpaten voller Lob!
Wiedehopf.
Quelle: Paschalis Dougalis
"Das Warten hat sich gelohnt!" Solch begeisterte Reaktionen erreichen uns immer wieder, wenn die Bildpaten ihr ganz persönliches Aquarell in den Händen halten. Der Künstler Paschalis Dougalis hat der inzwischen stattlichen Sammlung von ADEBAR-Illustrationen jetzt weitere 30 Aquarelle hinzugefügt, die auf unserer Webseite zur Aktion
"ADEBAR-Pate" bewundert werden können. Für mehr als ein Drittel der 308 Vogelarten, die in Deutschland zwischen 2005 und 2009 gebrütet haben, liegen jetzt hochwertige Grafiken vor, die das spätere Druckwerk ansprechend bebildern werden. Wir sind schon jetzt auf die ausstehenden Aquarelle gespannt!
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Sehr erfolgreich verläuft auch die Spendenpatenschaft, mit der jedermann, der als Bildpate nicht zum Zuge gekommen ist, sein Engagement für die heimische Vogelwelt im späteren Atlaswerk sichtbar werden lassen kann. Unter jedem Artkapitel werden im späteren Druckwerk neben dem Bildpaten namentlich bis zu fünf Spendenpaten pro Art aufgeführt, sofern diese das Projekt mit mindestens 100,- EUR unterstützen. Wie man Spendenpate seiner Lieblingsart wird, erfahren Sie auf der Homepage der Stiftung Vogelmonitoring Deutschland. Oder ganz unkompliziert: Sie überweisen eine Spende über 100,- EUR mit dem Stichwort „Lieblingsart“ (z. B. Dohle) auf folgendes Konto: Sparkasse Chemnitz, BLZ 870 500 00, Kontonr. 3 140 004 400. Eine steuerlich absetzbare Spendenbescheinigung wird Ihnen umgehend zugestellt (bitte Adresse angeben!).
Alle Paten gilt unser herzlichster Dank für die finanzkräftige Unterstützung!
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17.08.2010
ADEBAR lernt fliegen - bereits über 1.400 Kommentare zu den vorläufigen Verbreitungskarten der Brutvögel Deutschlands eingegangen!
Ein Blick in die Verbreitungskarten lohnt sich.
Quelle: Thorsten Krüger
Die Online-Kommentierung findet großen Zuspruch: Seit der Freischaltung Ende Juni wurden die Verbreitungskarten der mittelhäufigen und seltenen Brutvogelarten knapp 38.000 Mal aufgerufen. Bis heute sind 1.420 Kommentare bei den Landes- und Regionalkoordinatoren eingegangen. Wenn auch Sie noch Daten überprüfen, neue Erkenntnisse einarbeiten, oder die Karten einfach nur genießen wollen, ist Eile geboten: Nur noch bis Ende August bzw. Mitte September für Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen sind die Seiten freigeschaltet, bevor im Anschluss die weiteren Auswertungen beginnen.
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Zu finden sind die Karten auf der Homepage der Stiftung Vogelmonitoring unter dem Projekt „Adebar lernt fliegen“. Da die Kartenerstellung noch nicht abgeschlossen ist, liegen die Karten in einem zugangsbeschränkten Bereich, für den Ihnen ihr Landeskoordinator die Zugangsdaten gerne zur Verfügung stellt.
Allen, die sich bislang an der Online-Kommentierung beteiligt haben, möchten wir herzlich für ihr Engagement danken! Jeder zusätzliche Datensatz hilft, die Qualität der Darstellungen im späteren Atlaswerk weiter zu verbessern.
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23.06.2010
ADEBAR lernt fliegen - Arbeitskarten zur Verbreitung der Brutvögel Deutschlands jetzt online!
Häufigkeit der Dohle in Deutschland.
Quelle: DDA
Nun ist es soweit: ADEBAR lernt fliegen! Die vorläufigen Verbreitungskarten aller mittelhäufigen und seltenen Brutvogelarten stehen jetzt online zur Korrektur und Kommentierung auf der Webseite der
Stiftung Vogelmonitoring bereit!
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Ziel der Online-Kommentierung ist es, einerseits mögliche Eingabefehler aufzuspüren und zu korrigieren. Andererseits besteht jetzt die letztmalige Chance, noch vorhandene Lücken durch bisher nicht bekannte Daten, z.B. aus Gutachten, zu schließen oder die derzeit bekannten Angaben durch genauere oder bessere Informationen zu ersetzen. Machen Sie einfach mit - jeder zusätzliche Datensatz hilft, die Qualität der Darstellungen im späteren Atlaswerk weiter zu verbessern!
Grundlage der jetzt präsentierten Arbeitskarten sind die Ergebnisse von über 3.000 Vogelkundlern, die zwischen 2005 bis 2009 unzählige Stunden in Wiesen, Feldern und Wäldern verbracht haben, um die Brutvögel Deutschlands zu erfassen. Insgesamt wurden über 270 Vogelarten nachgewiesen, davon die seltenen und mittelhäufigen mit knapp 4 Millionen Brutpaaren! Dafür gebührt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten sowie den Landeskoordinatoren unser herzlichster Dank! Ohne diese tatkräftige Unterstützung hätte das Vorhaben wohl kaum so schnell so weit vorangetrieben werden können.
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15.03.2010
Heinz Sielmann-Stiftung unterstützt ADEBAR mit 50.000 EUR
Auch der Alpenstrandläufer wird im Atlas zu finden sein.
Quelle: Paschalis Dougalis
Mit 50.000,- EUR wird die Heinz Sielmann-Stiftung in diesem Jahr das ADEBAR-Projekt unterstützen. Ihre enge Verbundenheit mit dem Projekt hat die HSS bereits mehrfach durch großzügige finanzielle Zuwendungen zum Ausdruck gebracht: Dank ihrer Hilfe konnten der Pilotatlas sowie die beiden aufwendigen Zwischenberichte herausgegeben werden und 2008 auch die Landeskoordinatoren finanziell unterstützt werden. Mit der diesjährigen Zuwendung sollen die Auswertungen vorangetrieben werden. Für das großzügige Engagement wollen wir – im Namen aller Beteiligten – der HSS an dieser Stelle herzlich danken.
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Die HSS engagiert sich übrigens auf vielfältige Weise im Vogel- und Naturschutz. Wer sich über die interessanten – und auch unterstützenswerten – Projekte der HSS informieren möchte, dem sei ein Blick in die Webseiten der Stiftung empfohlen.
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03.02.2010
100. Spendenpatin für ADEBAR!
Der charakteristische Ruf des Kolkraben ist immer häufiger hierzulande zu hören.
Quelle: Paschalis Dougalis
Was haben Graugans, Seidenreiher, Rothuhn, Kolkrabe und Dreizehenmöwe gemeinsam? Allesamt sind sie Patenkinder von Martina Dahms, die ADEBAR mit zwei Bild- und vier Spendenpatenschaften unterstützt. Der Kolkrabe ist ihr Lieblingsvogel und die Graugans hat die Dahms’sche Fürsorge dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass Konrad Lorenz seine Gans „Martina“ rief! Gleich zweimal bedachte sie jetzt die Dreizehenmöwe – vielleicht in Erinnerung an einen erlebnisreichen Ausflug auf die Insel Helgoland, wo sich etwa 6.500 Paare dieser an steilen, meist hohen Felswänden brütenden Hochseevogelart tummeln? Wir wissen es nicht. Wir freuen uns aber darüber, dass es die unterschiedlichsten Anlässe gibt, unser gemeinsames Projekt „ADEBAR“ durch eine Spende zu unterstützen.
12.01.2010
ADEBAR-Bildpatenschaften "ausverkauft"
Fleckschnabelente
Quelle: Lip Kee
Keine zwei Tage nach unserer letzten Meldung war es soweit: Sämtliche aktuell oder ehemals in Deutschland brütenden Vogelarten haben "ihren" Bildpaten gefunden: Christian Magerl aus Freising in Bayern übernahm die Patenschaft für die Fleckschnabelente. "
Ich bin Pate, weil das Projekt ADEBAR für mich als Ornithologe und als Vorsitzender des Umweltausschusses des Bayerischen Landtags von großer Bedeutung ist." Wir freuen uns insbesondere auch darüber, dass ADEBAR in unserem größten Bundesland an so prominenter Stelle einen engagierten Fürsprecher gefunden hat.
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Die Fleckschnabelente ist in Deutschland ein Neozoon. Sie wurde als Ziergeflügel aus Indien und Ostasien in Deutschland eingeführt. Seit etwa 2000 brütet eine kleine Gruppe von ca. drei Paaren am Neuburger Altrhein in Rheinland-Pfalz. Ansonsten wurden seit 2000 aus Baden-Württemberg drei erfolgreiche Mischbruten mit der Stockente an drei unterschiedlichen Orten bekannt. In einem Fall war eine männliche Fleckschnabelente beteiligt, in den beiden übrigen Fällen eine weibliche - demnächst nachzulesen in Hölzinger & Bauer, Die Vögel Baden-Wüttembergs 2.1 (Ulmer Verlag).
Damit sind sämtliche Bildpatenschaften vergeben – allen Paten gilt unser herzlichster Dank für die finanzkräftige Unterstützung!
Allen Vogelfreunden, die als Bildpate nicht zum Zuge gekommen sind, bleibt als Trost die Spendenpatenschaft, mit der jeder Pate sein Engagement für die heimische Vogelwelt im späteren ADEBAR-Druckwerk ebenfalls sichtbar werden lassen kann. Wie man ganz unkompliziert Pate seiner Lieblingsart wird, das verraten Ihnen die informativen Ausführungen auf der Homepage der Stiftung Vogelmonitoring Deutschland. Wer′s schneller mag: Einfach mindestens 100,- EUR mit dem Zweck "Spende Lieblingsart" auf folgendes Konto überweisen: Sparkasse Chemnitz, BLZ 87050000, Kontonr. 3140004400. Eine Spendenbescheinigung werden wir Ihnen umgehend zustellen.
Die heimische Vogelwelt freut sich über jede Unterstützung des Projektes, sollen die Kartierungen doch die Grundlage der Vogelschutzarbeit im kommenden Jahrzehnt werden!
Christoph Sudfeldt [weniger anzeigen]

07.01.2010
ADEBAR von mehr als 400 Paten getragen!
Bekassine
Quelle: Paschalis Dougalis
Als 399. verpassten Andrea und Robert Tüllinghoff kurz vor dem Jahreswechsel ganz knapp die Jubiläumspatenschaft, die Justus Maierhofer dann im neuen Jahr am 3. Januar 2010 buchte.
"Ich übernehme eine Patenschaft zum Brachpieper, da ich diese Vogelart seit 1986 zusammen mit Frank Neuschulz in der Nemitzer Heide "begleite", und nun innerhalb eines Projekts für diese Art umfangreiche Maßnahmen zum Aufbau und Erhalt der Population im EU-Vogelschutzgebiet Nemitzer Heide (Wendland, Niedersachsen) umsetzen darf."
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Oft sind es langfristige „Beziehungen“ zu unseren gefiederten Objekten der Begierde, die entscheidend dazu beitragen, sich als Pate für ADEBAR zu engagieren. Bei den Tüllinghoffs dürfte es allerdings eher eine Begegnung der ganz besonderen Art gewesen sein, die die Wahl auf die Sumpfohreule fallen ließ, gelang ihnen doch im zurückliegenden Jahr erstmals der Brutnachweis dieser in Nordrhein-Westfalen nur sporadisch brütenden Eulenart in einem der von ihnen als Mitarbeiter der Biologischen Station Kreis Steinfurt betreuten Feuchtwiesenschutzgebiete.
Sicher hätten wir auch Dr. Frank Neuschulz unter den ADEBAR-Paten begrüßen dürfen, der im August 2008 viel zu früh – im Alter von 54 Jahren – kurz nach Antritt einer Reise in das südliche Afrika plötzlich und völlig unerwartet verstarb. Frank Neuschulz war für die Naturschutzpolitik der Deutschen Umwelthilfe verantwortlich und ein gleichsam begeisterter wie kenntnisreicher Ornithologe, der die Avifaunistik in Deutschland und den DDA jederzeit nach besten Kräften unterstützt hat.
304 der 305 Bildpatenschaften sind inzwischen vergeben. Übrig geblieben ist einzig eine Exotin, die Fleckschnabelente, für die sich noch niemand erwärmen konnte. Wir sind aber - insbesondere angesichts des anhaltend kalten Winters - sicher, dass diese ursprünglich in Asien beheimatete Schwimmentenart auch schon bald unter die schützenden Daunen eines Paten schlüpfen kann.
Nachdem Christian Niederbichler und Nikolaus Mieslinger am gestrigen Feiertag der Heiligen Drei Könige Spendenpatenschaften für die Bekassine bzw. den Berglaubsänger übernahmen, sind es inzwischen 98 Spendenpaten, die neben den 304 Bildpaten ADEBAR unterstützen! Allen inzwischen über 400 Spendern, die ADEBAR insgesamt mehr als 75.000 EUR zuführten, gilt unser herzlichster Dank!
Wenn Sie Ihre Verbundenheit mit "Ihrer" Lieblingsart durch eine Spendenpatenschaft zum - im wahrsten Sinne des Wortes - "Ausdruck" bringen wollen, dann sollten Sie sich sputen: Für einige Arten neigen sich die für maximal fünf Spendenpaten reservierten Plätze in den einzelnen Artkapiteln des ADEBAR-Druckwerkes dem Ende zu.
ADEBAR selbst befindet sich übrigens auf dem besten Wege: Die Nachkartierungen 2009 wurden fristgerecht abgeschlossen, die sich anschließenden Auswertungen laufen auf Hochtouren und erste Arbeitskarten lassen überraschend viele spannende Erkenntnisse erwarten. Wir dürfen uns - auch dank der tollen finanziellen Unterstützung durch die ADEBAR-Paten - auf ein rundum gelungenes Gemeinschaftswerk freuen, an dem mehrere tausend Vogelkundler ehrenamtlich mitgewirkt haben.
Weitere Informationen
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30.11.2009
ADEBAR und Vogelmonitoring in Thüringen
Stefan Jaehne und Stefan Frick präsentierten den beeindruckenden Zwischenstand der ADEBAR-Kartierungen Thüringen.
Quelle: Klaus Schmidt
Am 21. November trafen sich über 40 Ornithologen zum mittlerweile 6. Thüringer Kartierertreffen in Mühlberg. Nach dem fünften und letzten Erfassungsjahr für ADEBAR liegen nunmehr für ca. 93 % der zu bearbeitenden Blätter der TK25 die Ergebnisse vor. Stefan Frick und Stefan Jaehne stellten den gleichermaßen beeindruckenden und spannenden Zwischenstand sowie das weitere Vorgehen zum geplanten Thüringen-Atlas vor. Einen Einblick in den aktuellen Stand der Auswertung auf Bundesebene gab Alexander Mitschke. Ein Schwerpunkt seines Vortrags lag auf der Modellierung der Verbreitung häufiger Arten für das ADEBAR-Projekt auf Basis der Ergebnisse des Monitorings häufiger Brutvögel.
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Am Nachmittag stand das Monitoring häufiger Brutvögel im Vordergrund. Mittlerweile sind in Thüringen etwa 70 Flächen vergeben. Zusätzlich wurden in diesem Jahr 35 zusätzliche Probeflächen bearbeitet, um damit die Hochrechnungen für ADEBAR zu verbessern. Alexander Mitschke hatte für die engagierten Thüringer Kartiererinnen und Kartierer eine kleine Überraschung im Gepäck: Erstmals wurden Trends einiger häufiger Arten für Thüringen berechnet! Zwar sollte für die eine oder andere Art die Stichprobe noch etwas erhöht werden, nichtsdestotrotz ist das ein großartiger Erfolg des Engagements der Kartierer insbesondere auch des Landeskoordinators für Thüringen, Stefan Frick. Dem Vogelmonitoring weiteren Auftrieb geben dürfte vermutlich eine weitere – rein zufällig in die Vorweihnachtszeit fallende – gute Nachricht für die Mitarbeiter in Thüringen: Rückwirkend ab 2009 erhalten alle Kartierer eine finanzielle Entschädigung für ihre Aufwendungen im Rahmen des Monitorings häufiger Brutvögel.
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03.11.2009
ADEBAR in Schleswig-Holstein flügge - 5 Jahre Arbeit für das Brutvogelatlasprojekt
Wir danken alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in SH herzlich für die großartige Unterstützung!
Quelle: Jan Ole Kriegs
115 Vogelkundler der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft für Schleswig-Holstein und Hamburg (OAG) haben in den letzten 5 Jahren mit einem ehrenamtlichen Aufwand von über 20.000 Stunden die Brutvogelwelt des Landes fast vollständig erfasst – als Beitrag für den Atlas DEutscher BrutvogelARten (ADEBAR). Da es bereits 1985-1994 durch die OAG eine landesweite Brutbestandserfassung gegeben hat, bieten sich vielfältige Vergleichmöglichkeiten.
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Die Gesamtzahl der Brutvögel blieb in den letzten 20 Jahren mit etwa 2 Millionen Paaren unverändert. Insgesamt brüten aktuell 215 Vogelarten in Schleswig-Holstein. Häufigste Art ist der Buchfink mit knapp 150.000 Paaren, gefolgt von Amsel, Haussperling und Zaunkönig. Die seltensten Arten mit nur noch unregelmäßigen Einzelvorkommen sind u.a. Bergente, Alpenstrandläufer oder Brachpieper. Einige Vogelarten haben deutlich zugenommen, darunter besonders Waldvögel wie Spechte. Seit wenigen Jahren sind auch Sperlingskäuze in den Nadelwäldern der Geest heimisch – als 8. Eulenart im Lande. Zu den Gewinnern zählen ebenso Arten, die ein wärmeres Klima bevorzugen, z.B. Stieglitz oder Schwarzkehlchen. Auch die Neuansiedlungen umfassen 2 Arten aus südlicheren Gefilden: Löffler im Nationalpark Wattenmeer seit 2000, Stelzenläufer 2009 ebenfalls an der Nordseeküste. Der Vogel des Jahres 2009, der Eisvogel, hat ebenfalls in den letzten 20 Jahren zugenommen. Spürbar sind auch die positiven Auswirkungen von gezielten Artenschutzmaßnahmen, vor allem bei Großvogelarten wie Seeadler, Wanderfalke, Kranich oder verschiedenen Eulen.
Abgenommen haben vor allem Arten der Agrarlandschaft, der Trockenrasen, Dünen und Hochmoore, vor allem Ziegenmelker, Steinschmätzer und Haubenlerche. Diese Lebensräume sind zur Zeit starken Veränderungen ausgesetzt, denen sich diese ehemals typischen Arten nicht anpassen können, so dass sie in absehbarer Zeit aussterben könnten. Die Marktordnungsbrachen der 1990er Jahre haben vorübergehend zu einer Erholung vieler Feldvogelarten geführt, vor allem bei Rebhuhn, Wachtel und Grauammer, doch drohen diese Gewinne unter dem zunehmenden intensiven Energiepflanzenanbau wieder verloren zu gehen.
Quelle: Pressemitteilung der OAG für Schleswig-Holstein und Hamburg [weniger anzeigen]
07.10.2009
Herbst-Rundschreiben zum Vogelmonitoring erschienen!
30 Seiten Informationen rund um die Avifaunistik in Deutschland bietet das aktuelle Rundschreiben.
Quelle: DDA
"Bühne frei" hieß es mit Beginn des Herbstes für die hierzulande rastenden und überwinternden Wasservögel. In vielen auf dem Wegzug wichtigen Rastgebieten fanden im September bereits Zählungen statt, ebenso wurden traditionell zu diesem Termin speziell die Graugans-Vorkommen erfasst. Auf dem internationalen Parkett folgt nach der erfolgreichen europaweiten Goldregenpfeifer-Synchronzählung im Herbst 2008, über deren Ergebnisse wir im Rundschreiben ausführlich berichten, in diesem Winter nun der nächste Akt internationaler Zählungen: Im Januar 2010 wird es eine weitere europaweite Erfassung von Zwerg- und Singschwan geben (die wir in Deutschland um den Höckerschwan erweitern werden). Besonders beim Zwergschwan wird die Zählung ein wichtiger Gradmesser, ob sich der über 10 Jahren anhaltende Rückgang der biogeographischen Population in NW-Europa auch nach der letzten Synchronzählung 2005 weiter fortsetzte.
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Daneben berichten wir über den Bruterfolg nordischer Gänse und Schwäne auf Basis der Jungvogelerfassungen im Winter 2008/09, über die Ergebnisse der Möwen-Schlafplatzzählungen 2008/09 und über Zugbewegungen von Saatgänsen in Mitteleuropa im Zusammenhang mit dem zeitweise sehr kalten Winter. Zudem gehen wir der Frage nach: Wann ist ein Winter eigentlich "streng"?, wir berichten über den aktuellen Stand bei der Aktion "ADEBAR-Pate" sowie über interessante Vergleiche regionaler Trends aus dem Monitoring häufiger Brutvögel. Abgerundet wird das Rundschreiben mit kleineren Nachrichten und Beiträgen rund um die Avifaunistik. Kurzum, das Rundschreiben bietet wieder viel Lesenswertes! Es steht in verschiedenen Auflösungen zur Verfügung:
Downloads
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11.08.2009
Seltene Brutvögel in Bayern 2006
Etwa ein Zehntel des bundesweiten Bestandes der Kolbenente brütet in Bayern.
Quelle: Oliver Nüssen
2005 wurde in Bayern eine Arbeitsgemeinschaft aus der Taufe gehoben, mit dem Ziel, alle Informationen zu seltenen Brutvogelarten in Bayern zusammenzutragen und die Daten im Sinne von Avifaunistik und Naturschutz einzusetzen. So fließen die Ergebnisse unter anderem in das ADEBAR-Projekt und den bayerischen Brutvogelatlas genauso mit ein, wie in die alljährliche Aktualisierung des Nachhaltigkeitsindikators für die Artenvielfalt. Getragen wird die AG Seltene Brutvögel von der Staatlichen Vogelschutzwarte im Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU), der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern e.V. (OG Bayern), dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) und Otus e.V. Im August haben Kilian Weixler und Hans-Joachim Fünfstück einen zweiten Bericht veröffentlicht, der die vorliegenden Informationen für das Jahr 2006 zusammenfasst.
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Die zunehmende Bekanntheit und gestiegene Akzeptanz der AG Seltene Brutvögel haben die Zahl der Meldungen, verglichen mit dem ersten Bericht, deutlich ansteigen lassen. Insgesamt 26 Seiten stark ist der daraus resultierende Bereicht, der ausführlich die Bestandssituation von insgesamt 58 Vogelarten vorstellt. Folgende Ergebnisse sind dabei aus bundesweiter Sicht besonders bemerkenswert:
- Für den Nachreiher konnten gleich zwei neue Brutansiedlungen festgestellt werden. In den damit bekannten drei Kolonien brüteten 12 Paare (jedoch z. T. erfolglos).
- Der Bestand des Weißstorches hat mit 143 Brutpaaren einen neuen Höchststand erreicht.
- Im bundesweit wichtigsten Brutgebiet der Wiesenweihe in Mainfranken brüteten 81 Paare. Damit ging der Bestand gegenüber dem Vorjahr um rund ein Drittel zurück. Auch der Anteil erfolgreicher Brutpaare war relativ gering.
- Während die außeralpinen Bestände des Wanderfalken weiterhin ansteigen (von 2005 auf 2006 um 13 %), stagniert die Reproduktion seit vier Jahren.
- Die Wiesenlimikolen, sind – wie auch in anderen Bundesländern – die Sorgenkinder unter den Brutvögeln: Sowohl Bestände als auch der Reproduktionserfolg sind weiter rückläufig.
- Mit 33 Brutpaaren zeigt der Brutbestand der Mittelmeermöwe seit den ersten Bruten 1987 eine noch ungebremst positive Entwicklung.
- Nach 2005 konnten 2006 erneut zwei männliche und eine weibliche Zwergohreule am Ammersee gehört werden. Ein Brutnachweis gelang 2006 aber noch nicht (erst 2007).
- Vom nur noch unregelmäßig brütenden Wiedehopf konnten wie schon 2005 wieder zwei Brutnachweise erbracht werden.
- Vom Ortolan konnten auf speziell untersuchten Probeflächen und deren Umgebung 78 Reviere kartiert werden. Damit ist der Bestand dort seit 1989 um 65 % zurückgegangen.
Der vorliegende Bereicht zeigt einmal mehr, wie wichtig die Dokumentation von Beobachtungen und deren systematische Erfassung und Auswertung für die Naturschutzarbeit ist. Der DDA bittet daher alle Beobachter und Beobachterinnen in Bayern und darüber hinaus, ihre Daten der AG Seltene Brutvögel zu melden, um künftig die Verbreitungs- und Bestandssituationen seltener Brutvögel möglichst umfassend darstellen zu können.
Jahresbericht 2006 der AG Seltene Brutvögel in Bayern herunterladen
Homepage der AG Seltene Brutvögel in Bayern
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22.06.2009
300. Patenschaft abgeschlossen: Zwergdommel fand in Bernd Katzer ihren "Fürsorgeberechtigten"
Pünktlich zum Sommeranfang konnten die Stiftung Vogelmonitoring Deutschland und der DDA den 300. Paten in der ADEBAR-Familie begrüßen: Bernd Katzer aus Meißen übernahm heute die Bildpatenschaft für die Zwergdommel. Die Zwergdommel ist ein Langstreckenzieher und trifft erst im Mai in den Brutgebieten ein. Ihre leisen Balzrufe sind noch bis in den Juli hinein zu hören. Nachdem ihr Brutbestand bis Anfang der 1990er Jahre dramatisch abgenommen hatte und die Art in einigen Bundesländern bereits ausgestorben war, wurde im letzten Jahrzehnt eine Trendwende festgestellt: Es kam zu einer leichten Bestandserholung, und 2005 waren es deutschlandweit wieder zwischen 99 und 159 Brutpaare. [mehr]
245 der insgesamt 305 aktuellen oder ehemaligen Brutvögel Deutschlands haben bereits jetzt einen Bildpaten gefunden. 55 Paten spendeten direkt für ihre Lieblingsart. Unser herzlicher Dank geht an Herrn Katzer wie auch an alle anderen Freunde und Förderer des ADEBAR-Projektes, die durch ihre Zuwendungen nicht nur dazu beitragen, die aktuell laufenden Auswertungen zu finanzieren, sondern auch die Illustration des späteren Druckwerkes sicherstellen! Wer auch gern ein Original der vom Künstler Paschalis Dougalis - 2003 mit dem "Silbernen Uhu", dem deutschen Preis für Vogelmaler, ausgezeichnet - angefertigten Aquarelle in seinen Händen halten möchte, sollte sich beeilen: nur noch 60 Arten warten auf einen Bildpaten.
Liste der Bildpaten
Werden Sie Pate! [weniger anzeigen]
05.06.2009
Sachpreis-Verlosung Birdrace 2009 – Herzlichen Glückwunsch?!
Die Urkunde wird in diesem Jahr ein Sperlingskauz von Paschalis Dougalis zieren.
Quelle: Paschalis Dougalis
So viel hatte unsere charmante und unbestechliche Glücksfee noch nie zu tun: 57 Sachpreise galt es unter den 524 Birdracerinnen und Birdracern zu verlosen. Die Chancen jedes Einzelnen waren somit besser denn je, zu den Gewinnern zu zählen – insbesondere dann nicht, wenn das eigene Team mind. 100 Euro an Spenden einwerben konnte und beim Birdrace umweltfreundlich unterwegs war. Folgenden Teilnehmern war das Glück in diesem Jahr hold:
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- Gemälde Sperlingskauz von Paschalis Dougalis
Svenja Sammler - Leica Ultravid 8x20 BR
Stefan Ferger - Vögel in der Schweiz
Klaus Schilhansl - Bauer, Bezzel, Fiedler: Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas
Robert Morgen - Gebhardt: Die Ornithologen Mitteleuropas
Kai Paulig - Bergmann, Helb, Baumann: Die Stimmen der Vögel Europas
Dave Bird, Steffen Weisheit - Probeabo für „Die Vogelwelt“, Jahrgang 2009
Fabian Bindrich, Kai Kruse, Siegfried Nowack - Die Vogelstimmen Europas, Nordafrikas und Vorderasien
Mario Huth, Daniel Kemper, Andreas Leistikow, Winfried Schidelko, Michael Soinski - Richarz, Hormann: Nisthilfen für Vögel und andere heimische Tiere
Ralf Busch, Horst Epple, Silvio Paul - Glandt: Der KolkrabeGerhard Herchert, Gerhard Lakmann, Sönke Twietmeyer
- Schäffer, Schäffer: Gartenvögel - Natur- beobachtungen vor der Haustür
Siegfried Feuerbaum, Sven Stadtmann, Rolf Steinbrink - Burger: Wissen neu erleben – Vögel
Harald Schweiger - Lohmann: Vögel am Futterhaus
Andreas Hachenberg - Nistkästen und Futterhäuschen - das Praxisbuch
Thomas Luther, Barbara Petersen, Oliver Piepgras - Delin, Svensson: Der große BLV Vogelführer für unterwegs
Wolfgang Heimer, Sören Schweineberg, Georg Sennert - GEO-Weste
Natascha Gaedecke, Tim Herfurth, Günter Niehaus, Udo Schwarz, Frans Van Bommel - GEO-Bildband "Die Wüste"
Thomas Wiesner - GEO-Bildband "Himalaya"
Martin Koch - GEO-Bildband "Vietnam"
Horst-Joachim Buff - GEO-Bildband "China"
Dave McAdams - GEO-Bildband "Südafrika"
Holger Multhaupt - GEO-Bildband "Frankreich"
Stefanie Uhlmann - GEO-Bildband "Norwegen"
Walter Venne - GEO-Bildband "Italien"
Carsten Cordes - Audio-CD-Box "Regenwald Amazona"
Dieter Lehmann - CD "Ein Jahr in der Natur"
Jutta Pfenningschmidt - Vogelstimmen-Trainer
Willy Ellinger, Hermann Hirsch, Tim Jonny Meyrahn, Meinolf Ottensmann, Michael Platen, Coronia Schlien, David Schubert, Leonhard Von Chamier, Ramona Wörrlein, Lukas Wolffram
Herzlichen Glückwunsch!
Unabhängig vom glücklichen Glücksfee-Händchen dürfen sich das TEAM BO-BACHTER, die Linumer Luchschleicher sowie Birding for Nature freuen: Als fleißigste Spendensammler finden sie die Zeitschrift Der Falke von Juni 2009 bis Mai 2010 jeweils zum Monatsanfang im Briefkasten!
Für die großzügige Unterstützung danken wir Paschalis Dougalis und dem Verein Sächsischer Ornithologen, der das Gemälde für die Gestaltung der Urkunde und zur anschließenden Verlosung stiftete, der Leica Camera AG, dem Aula-Verlag, Edition Ample, der Schweizerischen Vogelwarte Sempach, dem BLV-Verlag, GEO und der Falke-Redaktion, die die Preise für die Verlosung zur Verfügung stellten! [weniger anzeigen]

02.06.2009
Aktion „ADEBAR-Pate“: 250 Paten unterstützen den Atlas mit über 50.000,- Euro
Exakt 50 Tage nach dem Start war es soweit: Die Stiftung Vogelmonitoring Deutschland und der DDA begrüßten am Pfingstsonnntag den 250. ADEBAR-Paten und noch während der Feiertage fiel auch die Marke von 50.000,- EUR! Jubiläumspate ist Lars Gaedicke aus Münster, der die Bildpatenschaft für die Silbermöwe übernahm. [mehr]
Nach Pfingsten hat das Interesse an der Übernahme von Patenschaften nochmals zugenommen, nachdem in den Zeitschriften „Der Falke“ und „Die Vogelwelt“ für die Aktion „ADEBAR-Pate“ geworben wurde: 25 weitere Paten sind seitdem zur großen ADEBAR-Familie gestoßen und können nun sicher sein, dass ihr Engagement auch im späteren ADEBAR-Druckwerk sichtbar wird.
Allen alten wie neuen Freunden und Förderern möchten wir an dieser Stelle ganz herzlich für die Unterstützung danken!
Weitergehende Informationen zur Aktion ADEBAR Pate finden Sie auf www.stiftung-vogelmonitoring.de. Dort können Sie sich auch darüber informieren, wer bereits Pate ist, was die einzelnen Paten motiviert und welche Vogelarten besonders begehrt sind. [weniger anzeigen]
03.05.2009
6. bundesweites Birdrace – ein (weiteres) Rennen der Rekorde!
Birdrace-Romantik mit Pody und Co, dem besten „grünen“ Team 2009.
Quelle: Pody und Co
Bei fast überall guten bis sehr guten Rennbedingungen starteten gestern 132 Teams mit 524 Teilnehmern zum 6. bundesweiten Birdrace des DDA. Nur im Süden erschwerte Regen über längere Zeit die Artensuche, die bei vielen Mannschaften sehr erfolgreich ausfiel und – neben der Team- und Teilnehmerzahl – zu mehreren Rekorden führte. Mit dem überragenden Ergebnis von 174 Vogelarten liegen
Cuxland - Schwenke Geo Consult nach dem derzeitigen Stand der Datenübermittlung deutlich vor der Konkurrenz. Ihnen gelang allem Anschein nach ein perfektes Rennen. Mehr Arten beobachtete noch nie in Team in Deutschland! Sie verbesserten damit die bisherige Bestmarke des
Nord-Seh-Teams von 167 Arten aus dem Jahr 2007 deutlich. Ob dieser Rekord, mit dem das Team nach einem Hattrick 2004–2006 zum vierten Mal ganz vorne lag, jemals übertroffen werden kann?
Mit 160 Arten gelang auch
Gätkes Erben aus Lüneburg ein überragendes Ergebnis, mit dem sie sich den zweiten Platz sicherten: noch nie erreichte ein Team ohne Zugang zur Küste mehr Arten! Sie verbesserten damit ihre eigene Bestmarke aus dem vergangenen Jahr um eine Art. Auf den dritten Rang schob sich mit 151 Arten
Iron Birden, gefolgt vom Team
Havelland mit 149 Arten, einem weiteren Binnenland-Team. Den fünften Rang teilen sich nach derzeitigem Stand die
Alten Socken, die ebenfalls im Landkreis Cuxhaven antraten sowie
Pody und Co, die ausschließlich zu Fuß und dem Fahrrad unterwegs waren und somit in dieser Wertung die Nase vorn hatten. Damit verpasste ein umweltfreundliches Team das „Stockerl“ denkbar knapp.
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Hattrick in der Sonderwertung „Singvögel“
In der Gesamtwertung fällt auf, dass vor allem die Teams mit Zugang zur Küste in den TOP 10 zu finden sind. Durch den zusätzlichen Lebensraum ist es gemeinhin „leichter“, auf eine hohe Artenzahl zu kommen. Deshalb wurde 2007 die Sonderwertung „Singvögel“ eingeführt, in der die Binnenland-Teams bislang stets die Nase vorn hatten. So auch in diesem Jahr: Gätkes Erben gelang mit herausragenden 75 Arten der Hattrick. Sie lagen am Ende denkbar knapp vor dem Team Havelland, das auf 74 Singvogelarten kam, gefolgt von den Speedbirdern, die seit jeher in dieser Wertung ganz vorne mitmischen und 71 Singvogelarten notieren konnten. Auf dem vierten Rang flog der Hubschraubereinsatz aus Celle ein, den fünften Rang teilen sich mit 69 Singvogelarten gleich drei Teams. Dahinter geht es wie gewohnt sehr eng zu und eine Art weniger bedeutete oft nicht nur einen Rang weniger.
Großartige Leistungen umweltfreundlicher Teams
Den ganzen Tag zu Fuß oder mit dem Fahrrad ein Birdrace zu bestreiten, und das bei den zumindest regional frühsommerlichen Temperaturen, diese Leistungen können nicht hochgenug gewürdigt werden. 43 Teams und damit fast ein Drittel wählten die umweltfreundliche Variante unterzogen sich den zusätzlichen Strapazen und legten 70 km und mehr zurück. Mit 145 Arten hatten die Dauerbrenner Pody und Co aus dem Kreis Plön nach einer 110-km-Tour die Nase vorn, und nebenbei sogar noch die Zeit, 15.000–17.000 Zwergmöwen an den ostholsteinischen Seen zu zählen. Auf Rang zwei folgen Wannacks Topti(c)ker mit 136 Arten knapp vor den Usedommeln, die eine Reporterin von Deutschlandradio Kultur begleitete (herzlichen Dank für eure Bereitschaft!) und am Montag, den 4. Mai ab 14 Uhr eine bundesweite Medienpräsenz erhalten! Die letztjährigen Ersten in dieser Wertung haben umgehend Revanche angekündigt: “Nach dem Birdrace ist vor dem Birdrace!“
Rennen um die Landesmeistertitel werden enger
Die härteste Konkurrenz gibt es seit jeher in Nordrhein-Westfalen, wo 48 Teams antraten. Wie bereits in den vergangenen drei Jahren hatte die Raumpatrouille Oriolus aus Münster mit dem Landesrekord von 136 Vogelarten unerwartet klar die Nase vorn. Der zweite Platz ging an das DEVK-Team ebenfalls aus Münster mit 125, knapp gefolgt vom besten Team aus dem Rheinland, die Untersten Niederrhein-Rennvögel mit 124 Arten.
In Niedersachsen, wo mit 16 Teams ein deutlicher Zuwachs erfolgte, geht der Landesmeistertitel nur über den bundesweiten Sieg, so lange die Cuxländer antreten. In Schleswig-Holstein gelang es Pody und Co trotz Verzichts auf ein Auto den Landesmeister-Titel zu erringen. Extra-Hut ab, vor dieser Leistung! Im ebenfalls stets heißen baden-württembergischen Duell setzten sich das Alb-Donaumoos-Kompetänzteam vor den Southernmost Lakers durch, die allerdings durch 10 Stunden Regen in jedem Fall keine zusätzliche Motivationsspritze erhielten. In Hessen mit ebenfalls zweistelligen Teamzahlen, gelang es den Ornis im Einsatz sich an die Spitze zu schieben, um eine Art vor den Grenzgängern.
Regionale und bundesweite Hochkaräter
Bei einer solch intensiven Inaugenscheinnahme der Vogelwelt kommt eine stattliche Artenliste zusammen und es gelingen mehr regionale wie bundesweit bemerkenswerte Beobachtungen als an jedem anderen Tag im Jahr. Nach Eingang eines Großteils der Artenlisten wurden bislang 277 natürlicherweise in Deutschland auftretende Vogelarten beobachtet – mehr als jemals bei einem Birdrace zuvor. Die tatsächliche Anzahl liegt noch darüber, da ursprünglich nicht einheimische Arten wie Schwarzschwan, Streifengans oder Brautente, die derzeit als nicht etabliert gelten, nicht in die Wertung einfließen. An überregionalen Highlights wurden eine Blauflügelente im Landkreis Leer (NI), eine Carolinakrickente im Landkreis Preetz (SH), ein Kuhreiher am Altmühlsee, ein Mornellregenpfeifer im Kreis Viersen und ein Stelzenläufer bei Ulm entdeckt. Aus dem Kreis Herford wird ein starker Verdacht auf einen Zwergadler gemeldet, und German flight traffic, die offenbar im Rahmen einer Seevogelerfassung am Birdrace teilnahmen, beobachteten erst die zweite Skua im Rahmen des Birdraces. Darüber hinaus sind mehrere Rotfußfalken, Nachtreiher, Weißbartseeschwalben, eine Weißflügelseeschwalbe, ein Sterntaucher in der Grafschaft Bentheim, ein Sumpfläufer in der Havel-Niederung, je eine Raubseeschwalbe am Bodensee und im Süden Bayerns sowie ein Halsbandschnäpper im Emsland bemerkenswert.
Die unbesiegbaren BO-Bachter mit einer weiteren Bestleistung
Trotz enormer Anstrengungen vieler Teams, gegen das TEAM BO-BACHTER scheint kein Kraut gewachsen: zum sechsten Mal in Folge sind sie – dank einer beachtlichen Artenzahl für Bochum – mit 3.393 Euro Sieger in der Spendenwertung. Und das zum sechsten Mal mit einem neuen Spendenrekord! Auf Rang zwei folgen die Linumer Luchschleicher, die dank eines regelrechten „Spenden-Fanclubs“ von 38 Unterstützern auf 2.026 Euro kamen, und damit als zweites Team die 2.000-Marke übersprangen. Auf Rang drei folgen Birding for Nature, die ebenso wie die Kiesmätze mehr als 1.000 Euro einwarben. 77 Teams warben Spenden ein, so viele wie nie zuvor. 51 Teams sammelten 100 oder mehr Euro; es wird also eng im Lostopf um den Sperlingskauz von Paschalis Dougalis ...
Vor allem hinter den gewaltigen Spendensummen steht eine jahrelange Vorarbeit. Herzlichen Dank an alle Teams, die sich in oft mühevoller Kleinarbeit um Spenden bemüht haben, so dass das ADEBAR-Projekt mit knapp 21.000 Euro unterstützt werden kann! Rund 80.000 Euro wurden damit über das Birdrace bereits eingeworben. Wer hätte das im ersten Jahr gedacht?
Nachwuchswertung
Bei 6 Teams waren in diesem Jahr die Teammitglieder in der Mehrzahl jünger als 20 Jahre alt. Sicherlich wird in den kommenden Jahren diese Form der Nachwuchsförderung noch einen größeren Zuwachs erfahren. Am Ende lagen VIE will rock you!, die seitens ihrer ornithologischen Qualifikation eigentlich nicht mehr in dieser Kategorie zugelassen werden dürften, gefolgt vom Dream Team vom Altmühlsee und Avicula aus dem Kreis Celle und der NAJU Aspach. Besonders erwähnenswert ist die Leistung der Schwarzwälder KOWA-Küken, die auf über 1.000 m Höhe im Schwarzwald teilweise durch 1 m hohen Schnee stapften und mit Auerhuhn und Zitronenzeisig zwei exklusive Arten zur bundesweiten Artenliste beitrugen.
Auf ein Neues im nächsten Jahr!
In einer solchen bundesweiten Analyse finden stets die erstplatzierten Teams besondere Erwähnung, berichten ließen sich jedoch von jedem Team über persönliche Highlights, neue Bestleistungen oder besondere Erlebnisse – eben das, was am Birdrace so faszinierend ist und dafür sorgt, dass fast alle in den folgenden Jahren erneut antreten. Nachempfunden werden kann der besondere Reiz nur von all jenen, die selbst einmal beim „Beobachtungsmarathon“ dabei waren. In diesem Sinne wünschen wir allen gute Erholung von den Strapazen und freuen wir uns bereits jetzt auf die 7. Austragung am Samstag, den 8. Mai 2010!
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28.04.2009
200. ADEBAR-Patenschaft geschlossen!
Exakt 14 Tage nach dem Start der Aktion "ADEBAR Pate" konnte heute die 200. Patenschaft geschlossen werden:
- Maria-Elisabeth Spormann-Lagodzinski hat heute die Bildpatenschaft für den Erlenzeisig übernommen
Damit unterstützen bereits 175 Bild- und 25 Spendenpaten das ADEBAR-Projekt - eine tolle Unterstützung, für die wir allen Freunden und Förderern ganz herzlich danken!
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Die ADEBAR-Familie wächst und gedeiht prächtig, und wir dürfen stolz darauf sein, dass die Begeisterung für das Projekt ungebrochen anhält. Inzwischen hat mehr als die Hälfte aller Brutvogelarten Deutschlands einen Bildpaten gefunden! In zunehmenden Maße werden deshalb bereits Spenden-Patenschaften geschlossen, um auf diese Weise der Sympathie für die jeweilige Lieblingsart dauerhaften Ausdruck im späteren ADEBAR-Druckwerk zu verleihen. Und nicht selten wird das Angebot genutzt, eine Bild- oder Spendenpatenschaft zu verschenken.
Weitergehende Informationen zur Aktion "ADEBAR Pate" finden Sie auf www.stiftung-vogelmonitoring.de. Hier können Sie sich auch darüber informieren, wer bereits Pate ist, was die einzelnen Paten motiviert und welche Vogelarten besonders begehrt sind. [weniger anzeigen]
23.04.2009
Die ersten Weißbart-Seeschwalben sind zurück … wieviele schreiten wieder zur Brut?
Adulte Weißbart-Seeschwalbe
Quelle: Jan Ole Kriegs
Klappergrasmücke, Kuckuck, Teichrohrsänger ... langsam aber sicher erreichen uns (und in diesem Jahr teilweise recht früh) immer mehr Langstreckenzieher. Seit Mitte April werden auch Weißbart-Seeschwalben an verschiedenen Stellen Deutschlands gesichtet. In Kürze werden sie sehr wahrscheinlich auch im mecklenburg-vorpommerschen Peene- und Trebeltal in größerer Anzahl auftauchen und hoffentlich die seit 2002 bestehende Bruttradition fortsetzen, ja vielleicht die eine oder andere in den letzten Jahren sporadisch besiedelten Kolonien in Brandenburg und Sachsen-Anhalt wieder besetzen. Nicht weniger als 225-231 Brutpaare wurden im vergangenen Jahr gezählt!
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Anders stellt sich dagegen die Situation bei der Weißflügel-Seeschwalbe dar. Die Brutansiedlungen dieser Art stehen – nach ersten vorläufigen Auswertungen – im Zusammenhang mit den Frühjahrsniederschlägen in den Hauptbrutgebieten nördlich des Schwarzen Meeres. Dort fiel zwischen Januar und März durchschnittlich bis überdurchschnittlich viel Regen. Es herrschen dort vermutlich bessere Brutbedingungen als beispielsweise 2007, als es zu einem starken Einflug kam und sich infolgedessen 181-215 Paare hierzulande zur Brut schritten. Im vergangenen Jahr, als die Bedingungen in den Hauptbrutgebieten wiederum günstiger waren, lag der Brutbestand dann nur noch bei 10-18 Paaren. Vor diesem Hintergrund ist mit einem größeren Einflug oder zahlreichen Brutansiedlungen in diesem Jahr eher nicht zu rechnen. Aber warten wir’s einmal ab, ob und wann die ersten Weißflügel-Seeschwalben auftauchen und die Niederschlagsverhältnisse sich entwickeln. Ende März war in der Natur Vieles jahreszeitlich deutlich zurück. Keine drei Wochen ist Vieles bereits weiter als im langjährigen Mittel.
Mehr über das Auftreten der beiden Seeschwalben-Arten und die langjährige Entwicklung ihrer Brutvorkommen in Deutschland findet sich im Frühjahrsrundschreiben zum Vogelmonitoring in Deutschland.zum Rundschreiben [weniger anzeigen]

14.04.2009
Sensationeller Start: Nach 24 Stunden bereits 100 ADEBAR-Paten!
Sind Sie bereits ADEBAR-Pate? Falls nicht, sollten Sie sich sputen, wenn Sie noch Ihre Lieblingsart ergattern wollen. Denn auf ungeahnt positive Resonanz stößt die Bereitschaft von Vogelfreunden, Feldornithologen und Naturschutzeinrichtungen wie auch von Unternehmen, das ADEBAR-Projekt durch Übernahme einer Artpatenschaft finanziell zu unterstützen. [mehr]
Das Interesse an der Übernahme einer ADEBAR-Patenschaft war bereits im Vorfeld des offiziellen Starts am Ostermontag im April 2009 groß und einige Interessenten ließen sich sogar vormerken, ohne genau zu wissen, was sie erwartet. Die heutige Entwicklung hat unsere kühnsten Erwartungen jedoch bei weitem übertroffen: Nach nicht einmal 24 Stunden wurde die 100. Patenschaft geschlossen. Über rund 20.000 EUR darf sich das ADEBAR-Projekt freuen! Allen Freunden und Förderern gebührt für diese spontane Unterstützung unser herzlichster Dank!
ADEBAR-Pate werden!. [weniger anzeigen]
13.04.2009
Paten für ADEBAR!
Grünspecht (Picus viridis)
Quelle: Paschalis Dougalis
Liebe Freunde, verehrte ADEBAR-Paten, herzlich willkommen zum Start unseres neuen Projektes zur Unterstützung von ADEBAR, dem von mehr als 3.000 ehrenamtlichen Mitarbeitern getragenen ersten bundesweiten
Atlas
deutscher
Brutvogel
arten. Sicher haben Sie schon viel über das
Projekt gehört. Und sicher sind Sie - wie auch wir - begeistert von der ungebrochen positiven Resonanz, die dem Vorhaben seit dem Start 2004 entgegengebracht wird. Nach nunmehr fünf Jahren neigt sich das Projekt dem Abschluss zu. Zur Zeit laufen die letzten Nachkartierungen; parallel wurde bereits damit begonnen, die zig Millionen Datensätze auszuwerten, die inzwischen unsere Datenbanken füllen. Allen ehrenamtlichen Mitarbeitern und auch den Landeskoordinatoren an dieser Stelle herzlichen Dank für die immense Arbeit, die sie in den letzten Jahren geschultert haben!
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Die Auswertungen, aber auch die Erstellung eines anspruchsvoll gestalteten Druckwerkes erfordern profesionelle Unterstützung, für die wir wiederum noch finanzielle Mittel benötigen. Dazu haben wir hier und auf den folgenden Webseiten eine interessante Aktion ins Leben gerufen, die Sie bitte unterstützen und möglichst weit streuen - unter Ihren Verwandten und Bekannten, Vogel- und Naturschützern oder einfach Ihnen bekannte "Sympathisanten" unserer gefiederten Freunde.
Erstmalig erhalten Sie die Gelegenheit, Ihre Sympathie für den Schutz einer Vogelart dadurch zum Ausdruck zu bringen, dass Sie für diese Art eine Patenschaft übernehmen, mit der Sie die Fertigstellung des ADEBAR-Projektes und die anspruchsvolle Gestaltung des späteren Druckwerkes sicherstellen können.
Das Beste daran: Sie werden als Dank für Ihre Hilfe in jedem Fall im gedruckten Atlas verewigt. Sie wollen mehr erfahren? Dann lassen Sie sich von der Idee überzeugen: Werden Sie ADEBAR-Pate, erwerben Sie ein Aquarell einer Brutvogelart oder unterstützen Sie Ihre Lieblingsart durch eine Spende!
Wir wünschen Ihnen noch ein schönes Osterfest und hoffen, dass Sie dieser Aktion ebenso viel Freude abgewinnen können wie ADEBAR an finanzieller Unterstützung!
Weitere Informationen
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20.03.2009
Frühjahrsrundschreiben zum Vogelmonitoring erschienen!
28 Seiten aktuelle Informationen umfasst das Monitoring-Rundschreiben.
Quelle: DDA
"Es geht wieder los!" – nicht dass der hinter uns liegende Winter in avifaunistischer Hinsicht nichts zu bieten hatte, aber die längeren und hoffentlich bald auch sonnig-warmen Tage lösen unter uns Naturbegeisterten eine vorfreudige Aufbruchstimmung aus: Zu keiner Jahreszeit zieht es mehr Naturfreunde hinaus als im Frühjahr, wenn täglich „neue“ Arten aus ihren Winterquartieren zurückkehren oder bei uns einen kurzen Stopp auf dem Weg in die arktischen Brutgebiete einlegen.
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Nachdem die Rundschreiben zum Monitoring rastender Wasservögel von Mitarbeitern wie Freunden der Avifaunistik mit großem Interesse aufgenommen wurden, wird künftig auch ein Rundschreiben im Frühjahr erscheinen, in dem der Schwerpunkt auf der Erfassung der Brutvögel liegt. In der vorliegenden ersten Ausgabe berichten wir über den erfolgreichen Werdegang des Monitorings häufiger Brutvögel und erste Ergebnisse von Bestandshochrechnungen, den neuen Climatic Impact Indicator, ein jüngst angelaufenes F+E-Vorhaben, das den Einfluss des Klimawandels auf die Brutverbreitung von Vögeln näher beleuchten wird, über Weißbart- und Weißflügel-Seeschwalben in Deutschland, den Fortgang des ADEBAR-Projektes und wie Sie dieses durch Übernahme einer Artpatenschaft oder den symbolischen Kauf eines Kartenblattes unterstützen können. Und natürlich geht es auch wieder ums Birdrace, das am 2. Mai bereits zum sechsten Mal bundesweit ausgetragen wird (Anmeldestart: 4. April). Bei den rastenden und überwinternden Wasservögel geht es u.a. um den (einmal mehr) sehr geringen Bruterfolg vieler arktischer Gänse und Schwäne im zuendegehenden Winter sowie eine jüngst erschienene Studie zu Bestandsverlagerungen bei überwinternden Limikolen in Nordwesteuropa.
Kurzum, das Rundschreiben bietet wieder viel Lesenswertes und steht in verschiedenen Auflösungen zur Verfügung:
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18.03.2009
Climatic Impact Indicator - ein Maß für den Einfluss des Klimawandels auf Veränderungen in der Vogelwelt
Der Wiedehopf zählt den Prognosen zufolge zu den Gewinnern des Klimawandels in Europa.
Quelle: Jan Ole Kriegs
Für diese Gruppen wurden dann auf Basis der Daten der Vogelmonitoring-Programme Bestandsindizes für den Zeitraum 1980 bis 2005 errechnet und in einem ersten Schritt überprüft, ob die Prognosen aus den Modellierungen mit den seit 1980 errechneten Bestandsentwicklungen tatsächlich übereinstimmen. Ergebnis: Die nach Gewinnern und Verlierern unterschiedenen Bestandsindizes zeigen signifikant einen Einfluss des Klimawandels. Die Bestandskurven entwickeln sich seit Mitte der 1980er Jahre auseinander – parallel zu den seit dieser Zeit in Europa deutlich ansteigenden Temperaturen. Die Bestandsentwicklung der Verlierer zeigt einen kontinuierlichen Rückgang, die der Gewinner einen kontinuierlichen Anstieg der Indexwerte.
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Der Climatic Impact Indicator setzt nun die aggregierten Bestandsveränderungen von Gewinnern zu Verlierern ins Verhältnis und ist deshalb ein Maß für die Einflussstärke des Klimawandels. Je höher der Wert des Indikators ist, desto größer ist der Einfluss des Klimas auf die Bestandsentwicklung von Vogelarten. Norbert Schäffer hat die – zugegebenermaßen doch recht komplizierte – Materie in einem Beitrag für das April-Heft der Zeitschrift Der Falke zusammengefasst, der uns vom Aula-Verlag dankenswerter Weise bereits zur Verfügung gestellt wurde. Der April-Falke ist ab dem Monatsanfang in allen gutsortierten Zeitschriftenläden erhältlich. Wer sich mit der Originalpublikation näher auseinandersetzen will, dem sei der frei zugängliche Artikel in der Zeitschrift PLoS ONE empfohlen:
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02.03.2009
5. Jahrestreffen zum Vogelmonitoring und zum ADEBAR-Projekt in NRW ein voller Erfolg!
Die Teilnehmer des 5. Jahrestreffens sprachen sich mit deutlicher Mehrheit für die Fortführung der Veranstaltung auch nach ADEBAR aus.
Quelle: Stefan Sudmann
Am 28. Februar trafen sich über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Vogelmonitoring und ADEBAR-Projekt zu ihrem 5. Jahrestreffen in Münster. Gastgeber war das Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster, dessen Räumlichkeiten für eine angenehme Tagungsatmosphäre sorgten. Nach vier Jahren Kartierzeit und einem Bearbeitungsstand von mind. 72 % steht das Projekt ADEBAR in Nordrhein-Westfalen nun vor der Herausforderung, die Daten digital aufzubereiten. Bereits für 80 % aller bearbeiteten Quadranten liegen die Meldebögen vor, die in den kommenden Wochen – soweit nicht schon geschehen – durch die regionalen Koordinatoren auf Vollständigkeit und Plausibilität geprüft und in die bundesweite Datenbank eingegeben werden.
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2009 ist die letzte Möglichkeit, bisher unbearbeitete Kartenblätter zu kartieren. Da die Kartierlücken allesamt in ornithologenarmen Regionen liegen, beschloss die NWO, die Neubearbeitung dieser Kartenblätter in diesem Jahr mit 500€ pro Viertel einer TK25 zu unterstützen. Damit übernimmt die NWO bundesweit eine Vorreiterrolle! Mit diesem Anreiz hoffen die landesweiten Koordinatoren den Bearbeitungsstand noch einmal deutlich steigern zu können, denn jede im Gelände gewonnene Erkenntnis zur Verbreitung und Häufigkeit der Arten ist besser als eine Entscheidung am "grünen Tisch", die zwangsläufig dort getroffen werden muss, wo keine Kartierergebnisse vorliegen.
Wer sich für die Übernahme eines TK-Viertels interessiert, wende sich möglichst bald an Christoph Grüneberg.
Neben dem Sachstand zu ADEBAR gab es eine Reihe weiterer interessanter Vorträge. Alexander Mitschke (DDA) berichtete über die Ergebnisse aus 20 Jahren Monitoring häufiger Brutvögel, Jens Brune, Jörg Nowakowski und Daniel Doer stellten verschiedene Arbeitsgruppen der NWO vor, die deutlich machten, dass für die Zeit nach dem Brutvogelatlas noch weitere spannende Erfassungsprogramme auf Mitarbeiter warten. Am Nachmittag berichtete Christoph Sudfeldt ausführlich über die ersten spürbaren Auswirkungen des Klimawandels auf rastende Wasservögel. Stefan Sudmann führte den Teilnehmern vor Augen, dass nicht nur bundesweit, sondern auch in NRW gerade die Bodenbrüter und Langstreckenzieher die am meisten gefährdeten Brutvögel sind.
Als besonderes Highlight konnten sich die Besucher am Nachmittag bei einer geführten Tour durch den Allwetterzoo Münster im Tropenhaus die Vögel um die Ohren sausen lassen. Weniger hektisch, aber nicht minder interessant ging es auf den Führungen von Jan Ole Kriegs im Museum für Naturkunde zu, der den Teilnehmern die ornithologischen Kostbarkeiten in der sonst nicht zugänglichen Sammlung des Museums zeigte.
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19.02.2009
5. Jahrestreffen zum Vogelmonitoring und Atlas deutscher Brutvogelarten in NRW
Mit über 100 Teilnehmern war die Tagung 2008 im Museum Alexander König in Bonn ein voller Erfolg.
Quelle: NWO
Am 28. Februar findet in Münster das inzwischen traditionelle Jahrestreffen zum Vogelmonitoring und zum Atlas-Projekt in Nordrhein-Westfalen statt. Neben dem Sachstand von ADEBAR, NRW-Atlas und Monitoring geht es dabei um die Auswirkungen von Klimaveränderungen auf häufige Brut- und rastende Wasservögel. Ein weiterer Vortrag widmet sich den Ergebnissen der neuen Roten Liste der Brutvögel in NRW. Außerdem möchten wir mit der Vorstellung der Arbeitsgemeinschaften Wildgänse und Möwen den Blick auf zwei weitere interessante Erfassungsprogramme der NWO lenken.
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Auf zwei Exkursionen haben sie im Anschluss an das Vortragsprogramm die Möglichkeit, das Museum für Naturkunde mit der zoologischen Sammlung oder den Allwetterzoo kostenlos kennen zu lernen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie alle Interessierten sind zu dieser Tagung herzlich eingeladen!
Anmeldungen nimmt Christoph Grüneberg entgegen.
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11.02.2009
Fast ein Viertel aller Haubenlerchen Deutschlands brütet (noch) in Brandenburg
120 Seiten spannende Avifaunistik aus Brandenburg umfasst das aktuelle Heft.
Quelle: ABBO
Im Jahr 2004 rief die Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburgischer Ornithologen (ABBO) zu einer Erfassung der Haubenlerche auf. Potenziell geeignete Lebensräume wurden zur Brutzeit gezielt aufgesucht. 15 weitgehend vollständig erfasste Probeflächen deckten 9.761 km² ab, also etwa ein Drittel der Landesfläche. Außerdem wurden Zufallsbeobachtungen gesammelt. In 275 Orten wurden 569–612 Reviere erfasst. Aus 290 Ortschaften kamen Fehlmeldungen. Die durchschnittliche Siedlungsdichte betrug 5 Reviere/100 km², woraus sich ein Landesbestand von 1.500–1.800 Rev. hochrechnen lässt. Das ist etwa ein Viertel des in der aktuellen Roten Liste der Brutvögel Deutschlands auf 5.200–7.500 geschätzten Brutbestandes.
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Schwerpunktvorkommen lagen in großflächig zusammenhängenden Offenlandgebieten, während waldreiche Gebiete deutlich weniger besiedelt sind. In Niederungsgebieten fehlt die Art weitgehend. 87 % der Ortschaften wiesen nur 1–3 Reviere auf. Die größten Bestände gab es in Cottbus mit 19–21 Rev. und in Schwedt mit 14 Revieren. Etwa die Hälfte der Reviere entfiel auf Stallanlagen im ländlichen Raum, knapp ein Drittel auf Gewerbegebiete und der Rest auf Wohnblockbebauung. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts, verstärkt in den 1980er und 1990er Jahren, wird regional über starke Bestandsrückgänge berichtet. Rückgangsursache dürfte in erster Linie Lebensraumverlust infolge großflächig veränderter Stoffkreisläufe in Mitteleuropa insbesondere durch Nutzungsintensivierung, Nutzungsauflassung und Eutrophierung der Landschaft sein. Erfolgversprechende Schutzmaßnahmen sind bei dieser Art kaum möglich.
Diese besorgniserregenden Ergebnisse sind im neusten Heft der Otis (16/2008) nachzulesen, das soeben erschienen ist. Weitere Artikel befassen sich mit der Brutbiologie der Kleinralle, dem ebenfalls besorgniserregend geringen Bruterfolg des Kiebitzes, dem Auftreten der Nachtigall in Potsdam und des Blaukehlchens in der Nuthe-Nieplitz-Niederung. Das Heft kann für 10 Euro zzgl. Porto bei Wolfgang Mädlow bezogen werden.
Über die sich in letzter Zeit hervorragend entwickelnden Aktivitäten der brandenburger Avifaunisten informiert deren Homepage www.abbo-info.de, auf der man u.a. sämtliche ornithologische Literatur aus Berlin und Brandenburg sowie in den Jahresberichten veröffentlichten Beobachtungsmeldungen sehr nutzerfreundlich recherchieren kann.
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05.01.2009
F+E-Vorhaben zur Verbreitung von Vogelarten
Eine der potenziellen Beispielarten zur Berechnung bundesweiter Siedlungsdichtekarten ist die Goldammer.
Quelle: Lutz Ritzel
Im Dezember 2008 bewilligte das Bundesamt für Naturschutz den vom DDA eingereichten Zuwendungsantrag für das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben
Verbreitungsänderungen von Vogelarten und Analyse des Einflusses des Klimawandels (FKZ 3508 82 0300).
Im Rahmen des DDA-Monitorings häufiger Brutvögel werden alljährlich rund 260.000 Reviere basierend auf ca. 500.000 Einzelbeobachtungen erfasst. Für jede Probefläche liegen somit detaillierte Informationen über das Vorkommen häufiger Brutvogelarten sowie Revierbestände pro Art und Lebensraum vor, die mit anderen Umweltdaten, etwa zur Landnutzung oder den klimatischen Bedingungen, verschnitten werden können, um die bundesweite Verbreitung und Häufigkeit von Brutvogelarten zu modellieren. In dem Vorhaben wird ein neuartiges Verfahren entwickelt werden, mit dem aus den entlang von Transekten erhobenen Kartierergebnissen häufiger Brutvögel artbezogene Siedlungsdichten in hoher räumlicher Auflösung hochgerechnet werden können. Eine besondere Bedeutung bei der Entwicklung des Modellierungsverfahrens kommt der Trennung der klimainduzierten von anderen Faktoren (v. a. Landnutzung) hinsichtlich der Siedlungsdichte und deren räumlichen Heterogenität von häufigen Brutvögeln zu. Anhand von Beispielarten werden modellierte Dichtekarten, die gleichzeitig Prototypen der Auswertungen des neuen deutschen Brutvogelatlanten darstellen werden.
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Das Vorhaben wird Anfang 2009 beginnen und soll im 1. Quartal 2010 beendet werden. Für spezielle Fragen der Modellierung ist eine Zusammenarbeit mit dem Institut für Tierökologie der Justus-Liebig-Universität Gießen geplant.
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27.11.2008
ADEBAR in Thüringen: Auch die letzten Quadranten werden kartiert!
Das jährliche Kartierertreffen hat mittlerweile seinen festen Platz im Thüringer Ornithologen- Kalender.
Quelle:
Trotz des (wie im Vorjahr) ersten Wintereinbruchs, trafen sich am 22. November 40 Ornithologen zum 5. Thüringer Kartierertreffen in Mühlberg. Nach dem 4. Erfassungsjahr konnte der Verein Thüringer Ornithologen für ADEBAR eine positive Bilanz ziehen: Für mehr als die Hälfte der TK25 und für ca. 70 % der Quadranten liegen bereits die Erfassungsbögen vor. Erfreulicherweise erklärten sich noch [mehr...] einige Kartierer bereit, für 2009 die letzten bislang unbesetzten Quadranten zu erfassen. Somit wird es in Thüringen eine annähernd 100 %ige Erfassung geben!
[mehr]
Stefan Jaehne und Herbert Grimm stellten das weitere Vorgehen zum geplanten Thüringen-Atlas vor. Neben einer aktuellen Verbreitungskarte für den Eisvogel wurde der Entwurf eines Artkapitels am Beispiel des Raubwürgers erläutert. Christoph Grüneberg informierte über den bundesweiten Stand bei ADEBAR und berichtete über das Monitoring häufiger Brutvögel. Stefan Frick verdeutlichte am Beispiel des Hausrotschwanzes, wie wichtig die Bearbeitung weiterer Probeflächen aus der Stichprobe des Monitorings häufiger Brutvögel ist, um realistische Bestandsschätzungen für das Bundesland vornehmen zu können. Auf Basis der bisherigen Informationen können die Bestände noch nicht verlässlich hochgerechnet werden, wie ein Vergleich mit den derzeitigen Erkenntnissen der ADEBAR-Kartierungen zur Häufigkeit der Art zeigte. Stefan Jaehne behandelte in seinem Vortrag die Erfassung von Arten wie z.B. des Schwarzstorches, der als seltene Art einer besonderen Monitoringmethode bedarf. Abschließend berichtete Frank Radon über neue Informationen aus dem Monitoring rastender Wasservögel. Das Kartierertreffen in Mühlberg verdeutlichte einmal mehr die Fortschritte, die zur avifaunistischen Bearbeitung Thüringens in den letzten Jahren gemacht wurden.
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18.11.2008
Vögel in Deutschland 2008: Entschlossenes Handeln zum Erhalt bodenbrütender Feldvögel notwendig!
Der Bericht informiert auf 46 Seiten komprimiert über die Situation gefährdeter Vogelarten und die Ursachen der Bestands- veränderungen.
Quelle: DDA
Zum zweiten Mal präsentiert Vögel in Deutschland eine komprimierte Zusammenfassung aktueller Entwicklungen in der heimischen Vogelwelt. Dem Lagebericht liegen mehrere Millionen Datensätze zugrunde, zu deren Erhebung über 5.000, meist ehrenamtliche Mitarbeiter beitrugen.
Frau Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Dr. Stefan Jaehne, Geschäftsführer der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten und Dr. Christoph Sudfeldt, Geschäftsführer des DDA, stellten heute den Bericht auf einer Pressekonferenz Bonn der Öffentlichkeit vor.
In dem 46-seitigen Bericht wird die Situation gefährdeter Vogelarten eingehend analysiert und den Ursachen der Bestandsveränderungen nachgegangen. Die wichtigsten Erkenntnisse in Kürze:
[mehr]
- Erhaltungssituation für die Hälfte der Brutvogelarten Deutschlands ungünstig!
Von den 260 heimischen Brutvögeln stehen 110 Arten (42 %) auf der aktuellen Roten Liste; auf der Vorwarnliste werden weitere 21 Arten geführt.
- Häufige Arten wie Kiebitz, Bluthänfling und Star stark rückläufig!
Jede dritte häufige Vogelart nahm zwischen 1990 und 2006 im Bestand ab. Von den 100 häufigsten Arten werden 20 als gefährdet eingestuft oder auf der Vorwarnliste geführt.
- Bodenbrüter weiter im Rückgang!
Bodenbrütenden Feldvögeln geht es nach wie vor schlecht, die Situation von Feldlerche, Rebhuhn und Kiebitz wird sich ohne ein Gegensteuern in der Agrarpolitik weiter verschärfen.
- Brutvögel der Feuchtgrünländer und Sandstrände vor dem Aussterben!
Ein entschlossenes Handeln ist bei küstengebundenen Watvogelarten des Feuchtgrünlandes und der störungsarmen Sandstrände dringend erforderlich, um ein Aussterben weiterer Brutvogelarten zu verhindern. Ein Schicksal, das Alpenstrandläufer und Kampfläufer in Deutschland unmittelbar bevorsteht.
- Langstreckenziehern geht es überproportional schlecht!
Überproportionale Anteile von Langstreckenziehern finden sich unter den gefährdeten und abnehmenden Arten, und es gibt Hinweise auf sinkende Fortpflanzungsziffern bei Langstreckenziehern. Ein konzertiertes internationales Handeln und eine Stärkung bestehender internationaler Schutzkonventionen sind notwendig.
- Klimawandel: Wasservögel verlagern Rastgebiete nordostwärts!
Deutliche Auswirkungen des Klimawandels zeigt die Vogelwelt auch in Deutschland: Rastbestände überwinternder Wasservögel verlagern sich europaweit immer mehr in Richtung Nordosten. Im Winterhalbjahr nehmen Rastbestände der Löffelenten in Deutschland zu, Stockenten nehmen ab. Das Schutzgebietsmanagement ist anzupassen.
- Indikator für Artenvielfalt: Ziel der Nachhaltigkeit noch nicht erreicht!
Der Nachhaltigkeitsindikator für Artenvielfalt und Landschaftsqualität zeigt aktuell keine Verbesserung und liegt bei 70 % des Zielwertes für 2015. Bautätigkeiten und Landnutzung müssen in Zukunft stärker auf die Ziele der Nachhaltigkeit ausgerichtet werden.
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28.08.2008
ADEBAR setzt zum Landeanflug an: Heinz-Sielmann-Stiftung und Bundesamt für Naturschutz unterstützen Auswertungen
Zur ADEBAR-Tagung in Gommern am 23./24. August 2008 waren 35 Teilnehmer aus allen Bundesländern angereist
Quelle: Dieter Kronbach
Am 23./24. August 2008 trafen sich 35 Experten in Gommern (Sachsen-Anhalt), um über den aktuellen Sachstand und das weitere Vorgehen des ADEBAR-Projektes zu beraten. Ziel war es, den ADEBAR-Fahrplan bis 2010 zu diskutieren und gemeinsam zu verabschieden.
Mit Abschluss der vierjährigen Kartierungsphase setzt ADEBAR nun zum Schlussspurt an. Bis September 2009 sollen die vorliegenden Daten geprüft und auf nationaler Ebene zusammengeführt werden. Speziell dazu hatte der DDA im Auftrag der Stiftung Vogelmonitoring Deutschland (SVD) und in enger Abstimmung mit den Landeskoordinatoren eine Datenbank entwickelt.
Zur Unterstützung der Auswertungen wird die SVD den Landeskoordinatoren finanziell mit rund 100.000,- EUR unter die Arme greifen können, von denen 75.000,- EUR von der Heinz-Sielmann-Stiftung (HSS) beigesteuert werden. Der HSS gebührt für dieses wiederholte, großzügige Engagement unser herzlichster Dank, ebenso Herrn Walter Stelte und Herrn Ulrich Simmat für die jederzeit konstruktive Zusammenarbeit!
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Auf sehr gutem Weg befinden sich auch die Auswertungen für die häufigen Vogelarten, für die Verbreitungskarten aus den Datensätzen hochgerechnet werden sollen, die im Rahmen des Monitorings häufiger Brutvögel erhoben werden. Rainer Dröschmeister (BfN) präsentierte den Teilnehmern der Tagung das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben "Verbreitungsänderungen von Vogelarten und Analyse des Einflusses des Klimawandels" (FKZ 3508 82 0300), das im November 2008 an den Start geht. Im Rahmen dieses Vorhabens soll u. a. ein neuartiges Verfahren zur räumlichen Modellierung der Verbreitung und Dichte häufiger Brutvogelarten in Deutschland entwickelt werden. Ein wichtiges Zwischenergebnis wird die Bereitstellung aktueller Verbreitungs-Dichtekarten für ADEBAR sein. Das Vorhaben soll an den DDA vergeben werden, der beabsichtigt, hier eng mit der Justus-Liebig-Universität Gießen zusammenzuarbeiten. [weniger anzeigen]
01.06.2008
Auslosung der Sachpreisgewinner des 5. Birdraces – herzlichen Glückwunsch?!
Kerstin Maatz von den Wangerooger Avinauten ist die glückliche Gewinnerin der Zaunammer von Ron Meier.
Quelle: Ron Meier
32 attraktive Sachpreise bei 453 Teilnehmern … da standen die Chancen jedes Einzelnen gar nicht so schlecht, zu den glücklichen Gewinnern zu zählen – insbesondere dann nicht, wenn das eigene Team mind. 100 Euro an Spenden einwerben konnte und am 3. Mai ohne Auto unterwegs war, denn dann landete man in allen Lostöpfen! Letztendlich zog unsere unbestechliche und charmante Glücksfee aus der Lostrommel folgende Namen:
[mehr]
- Gemälde Zaunammer von Ron Meier,
Kerstin Maatz
- Leica Ultravid Fernglas 10 x 25,
Wieland Heim
- Bauer, Bezzel & Fiedler: Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas
Nadine Oberdiek
- Gebhardt: Die Ornithologen Mitteleuropas
Jürgen Schwirk
- Limbrunner et al.: Enzyklopädie der Brutvögel Europas
Silas Wolf
- Bergmann, Helb, Baumann: Die Stimmen der Vögel Europas
Carsten Jansen, Jürgen Mevius
- Moning, Weiß: Vögel beobachten in Norddeutschland
Martin Akkermann, Fabian Benninghoff, Susanne Diehl, Frank Stühmer, Richard Wildner
- Moning, Wagner: Vögel beobachten in Süddeutschland
Thomas Kuppel, Winfried Schidelko, Heiko Schmaljohann, Stefan Spring, Nobert van Bebber
- Richarz, Hormann: Nisthilfen für Vögel und andere heimische Tiere
Timo Kaphengst, Daniel Pietsch, Frank Püchel-Wieling
- Glandt: Der Kolkrabe
Andreas Hachenberg, Dorothea Koppisch, Nikola Vagt
- GEO: Natur in Deutschland – Artenvielfalt zwischen Nordsee und Alpen
Tobias Dittmann
- Geschenk-Abo der Zeitschrift VÖGEL
Tobias Guhr, Susanne Kühn, Hilger Lemke, Roland Neumann, Henrik Watzke
Und für drei radelnde Birdracer lohnte sich das Strampeln ganz besonders, sie wurden als Gewinner der Sonderpreise gezogen:
- BirdVoice-Pen
Klaus Hillerich
- Huntley et al.: A Climatic Atlas of European Breeding Birds
Regina Lange
- O&prima;Brien, Crossley, Karlson: The Shorebird Guide
Harald Schweiger
Herzlichen Glückwunsch!
Unabhängig vom glücklichen Glücksfee-Händchen dürfen sich die besten Spendensammler freuen: Jedes Teammitglied der drei besten Teams im Spendensammeln erhält in Kürze ein kleines Paket mit aktuellen Ausgaben des Falken, die Spendenkönige aus Bochum sogar für das gesamte Jahr 2008!
Für ihre großzügige Unterstützung danken wir Ron Meier, der das Ölgemälde für die Gestaltung der Urkunde und zur anschließenden Verlosung stiftete, dem Kosmos-Verlag, Christ Media Natur, dem Aula-Verlag und der Falke-Redaktion, der Leica Camera AG, der Zeitschrift VÖGEL sowie GEO, die die Preise für die Verlosung zur Verfügung stellten! [weniger anzeigen]


04.05.2008
Birdrace 2008: Mehr Teams, mehr Spenden, aber knapper denn je
Ein bisschen Spaß muss sein: Die Usedommeln, bestes Team ohne Auto, in der arttypischen Pfahlstellung.
Quelle: privat
116 Teams gingen gestern beim 5. bundesweiten Birdrace bei (teilweise fast zu) gutem Wetter an den Start – mehr als je zuvor! Bereut haben wird es – spätestens, wenn der Sonnenbrand verheilt ist – keine(r) der über 450 Birdracerinnen und Birdracer. Jeder wird von den Erlebnissen an diesem 3. Mai noch lange zehren – sicherlich landete bei jedem Team mindestens eine unerwartete Art auf der Liste, die einen die Anstrengungen vergessen lassen und es blieb so mancher sicher geglaubten Art das Kreuz verwehrt. Aber das ist eben Birdrace, und genau deshalb macht es so viel Spaß und findet immer mehr Freunde. Es spricht sich offensichtlich immer weiter herum, denn es gab einen noch stärkeren Zuwachs als den Vorjahren, vor allem von jungen Teams. Im Falle der schrägen Vögel aus dem Sauerland überredeten sogar Schüler ihren Biologielehrer zur Teilnahme am Birdace … eine überaus erfreuliche und motivierende Entwicklung!
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Knapper geht′s nicht
Nach kräftezehrenden 24 Stunden festigen sich die Ergebnisse des 5. Birdraces. Nach den bislang vorliegenden Artenlisten fanden sich dieselben Teams auf den ersten drei Plätzen wider wie im vergangenen – in identischer Reihenfolge! Das Nord-Seh-Team aus Nordfriesland schaffte mit 161 Vogelarten den ersehnten Hattrick vor dem Team Cuxland – Schwenke Geo Consult, denen das Gleiche in den ersten drei Austragungen gelang. Allerdings trennte beide Mannschaften am Ende eine einzige Art. Wiederum auf nur eine Art weniger kamen Gätkes Erben aus Lüneburg, die mit 159 Arten nicht nur bestes Team aus dem Binnenland waren, sondern gleichzeitig den inoffiziellen Binnenland-Rekord um zwei Arten verbesserten. Auf den vierten Platz kam das Team Havelland, das ebenfalls in den vergangenen Jahren stets vorne mitmischte, knapp gefolgt von den Usedommeln, die nur mit dem Fahrrad unterwegs waren, und dem erfolgreichsten Team aus dem Süden Deutschlands, den Kosmos-Racern, die in diesem Jahr im Landkreis Deggendorf an den Start gingen.
Und danach geht es fast stufenlos in der Artenzahl weiter und sicherlich gäbe es zu jedem Team etwas zu berichten, seien es Kreis- oder Landesrekorde, persönliche Bestleistungen, Erstnachweise oder Lifer, also die persönliche Erstbeobachtung einer Art. Aber ein Wettbewerb bringt es nun einmal mit sich, dass die Erstplatzierten besonders hervorgehoben werden, deren Leistungen wir aber damit nicht höher schätzen als die aller anderen.
Im konkurrenzstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen, wo alleine 50 Teams antraten, blieb der Landesmeistertitel in Münster und damit in Westfalen. Die Titelverteidiger von der Raumpatrouille Oriolous hatten nach der Übertragung der Artenliste am Ende doch knapp mit 129 Arten die Nase vorn - drei mehr als DEVK - Deutschlands Enthusiastischste Vogel Kucker. Auch die Birdrace-Hauptstadt 2008 kommt logischerweise aus dem Birdrace-Wunderland NRW: Mit 10 Teams hatte Herford eines mehr aufzubieten als die Erzrivalen aus Münster.
Nach dem derzeitigen Stand der Dateneingabe wurden bundesweit 269 Vogelarten beobachtet. Neben vielen regionalen Highlights sind – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – recht viele Nachweise von Seetauchern im Binnenland, mehrere Nachtreiher, eine Rothalsgans, mehrere Rotfußfalken, ein Graubrust-Strandläufer, mehrere Weißbart- und eine Weißflügelseeschwalbe, ein Goldhähnchen-Laubsänger, eine Kurzzehenlerche und mehrere (allerdings nicht als eigene Art zählbare) Trauerbachstelzen, eine Maskenschafstelze sowie ein Taigazilpzalp aus bundesweiter Sicht bemerkenswert.
Binnenländler unter sich bei den Singvögeln
96 Singvogelarten wurden am Samstag beobachtet, 76 davon sahen auch Gätkes Erben. Sie wiederholten mit drei Arten Vorsprung ihren Vorjahreserfolg souverän, denn hinter den gemeinsamen zweiten, den Thüringer Becken-Birdern und den Neulingen des Niederlausitzteams mit jeweils 73 Singvogelarten kostete eine Art weniger auch mindestens einen Platz in der Rangliste. Drei Teams kamen auf 72 Singvogelarten, weitere drei mit 71. Insgesamt fällt auf, dass es Teams aus allen Landesteilen in die vorderen Ränge der Singvogelwertung schafften. Das erste Team mit Meerblick, das Asiola-Quartett aus Nordwest-Mecklenburg landete übrigens auf dem siebten Platz. Die Singvogelwertung war also auch in diesem Jahr eine vorwiegend binnenländische Angelegenheit.
Radelnde Teams mit hervorragenden Leistungen
Vermutlich auch dank des Wetters verzichteten 29 Teams – und damit etwa ein Viertel – auf ein eigenes Auto. Eine Entscheidung gegen so manche Art (gerade in großen Landkreisen) und für einen noch anstrengenderen Tag. 100 Kilometer und mehr mit dem Fahrrad und zu Fuß an einem Tag ist schon mehr als aller Ehren wert, aber das Ganze mit der für einen erfolgreichen Beobachtungstag nötigen Ausrüstung bei Temperaturunterschieden von 30 Grad … Könnten wir an dieser Stelle einen Applaus einspielen, wir würden es spontan tun!
Mit 147 Arten erfolgreichstes „grünes Team“ waren die Usedommeln, die damit gleichzeitig eine erste offizielle Bestmarke setzten, knapp gefolgt von Pody und Co aus Plön mit 143 Arten und den Griffin Wood Warblers aus Greifswald, die auf 132 Arten kamen und damit auch in der Gesamtbetrachtung im Vorderfeld landeten. In der Singvogelwertung drehten sie sozusagen das Spektiv um und landeten mit 68 Arten vor den Usedommeln mit 67 bzw. Pody und Co mit 65.
Ganz gleich, ob es nun 66 oder 147 Arten waren, die die autofreien Teams beobachteten, hinter allen grünen Fahrrädern in der Rangliste stecken besonders viele Schweißperlen. Einen besonderen Glückwunsch zu diesen wirklich hervorragenden Leistungen!
Neuer Spendenrekord – über 20.000 Euro für ADEBAR
5. Birdrace, zum fünften Mal Sieger. Und das auch in diesem Jahr wieder mit einem neuen Spendenrekord – die BO-Bachter aus Bochum scheinen wirklich unschlagbar und dürfen die virtuelle Spendenkrone ein weiteres Jahr tragen. 3370 Euro konnten sie einwerben – so viel wie die ebenfalls überaus fleißigen Zweit- und Drittplatzierten, Birding for Nature (1.548,90 Euro) und die Linumer Luchschleicher (1.177 Euro) zusammen. Und auch das viertplatzierte Team, das Nord-Seh-Team, schaffte den Sprung über die magische Grenze von 1.000 Euro. 43 Teams gelang es, über 100 Euro einzuwerben bzw. mit ihren Artenzahlen diese Summe zu erreichen. Es wird also eng im Lostopf für das Bild von Ron Meier.
Die langen Spenderlisten verdeutlichen, mit wie viel Aufwand im Vorfeld diese gewaltigen Summen verbunden sind. Nicht weniger als 27 Firmen und Privatpersonen trugen zum 3. Platz der Linumer Luchschleicher und 20 zum 2. Platz Birding for Nature bei. 66 Teams gelang es in diesem Jahr eine finanzielle Unterstützung für ihr Team einzuwerben, so vielen wie nie zuvor. Sie alle trugen dazu bei, dass das ADEBAR-Projekt mit weiteren 20.000 Euro unterstützt werden kann. Die Gesamtspendensumme aus dem Birdrace steigt damit auf über 60.000 Euro!
Wir danken allen Teams und Spendern aufs Herzlichste für diese großartige Unterstützung!
Am 2. Mai 2009 auf ein Neues!
Die Ergebnisse aller Teams belegen einmal mehr, wie hervorragend sich die Teams in ihrer Umgebung bzw. der Vogelwelt auskennen – ohne das Wissen, wann wo welche Art angetroffen werden kann, ließen sich nicht annähernd so lange Artenlisten erzielen. Und die vielen Teamfotos und kreativen Teamnamen verdeutlichen, wie viel Spaß der 24-stündige Beobachtungsmarathon macht. Wir freuen uns deshalb – die Müdigkeit von gestern noch in den Knochen – schon wieder auf das 6. bundesweite Birdrace am Samstag, den 2. Mai 2009.
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03.05.2008
Bundesweites Birdrace mit 116 Teams gestartet
Die drei Kranenburger Teams *Akassine*, *Bkassine* und *Ckassine* inszenieren ihre Vorfreude auf das Birdrace 2008.
Quelle: privat
Bei bestem Rennwetter – und das bundesweit – gingen um 0 Uhr mehr Teams als je zuvor an die virtuelle Startlinie des 5. Birdraces des DDA: Zwischen Sylt und dem Bodensee halten 439 Beobachter nach der Artenvielfalt in ihrem Landkreis Ausschau und versuchen innerhalb von 24 Stunden so viele Vogelarten zu sehen und zu hören wie möglich. Im vergangenen Jahr führte diese intensivste Inaugenscheinnahme der Vogelwelt zu 263 verschiedenen Vogelarten in Deutschland. Nicht weniger als 167 davon sahen die Sieger aus Nordfriesland, knapp gefolgt von der harten Konkurrenz aus dem Cuxland und dem besten Team ohne Küstenzugang, Gätkes Erben aus Lüneburg.
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Solche Artenzahlen lassen sich freilich nicht im Schaukelstuhl erzielen, viele Teams starten tatsächlich um Mitternacht und packen das Fernglas erst wieder ein, wenn die Sonne längst hinter dem Horizont wieder verschwunden ist. Alle drei sind – wie fast alle Teams aus dem Vorjahr – wieder dabei … es wird also wieder eng, vielleicht sogar noch enger, denn die Konkurrenz ist nicht nur zahlreicher vertreten, sondern hat sich in den vergangenen Tagen und Wochen auch gut vorbereitet!
Mit Sicherheit sehr knapp wird es in der Sonderwertung "Singvögel" werden, die im vergangenen Jahr erstmals ausgetragen wurde und das Rennen für die Teams im Binnenland spannender machen sollte. Und das tat sie auch: am Ende fanden sich nur Teams abseits der Küste auf den ersten Plätzen. Ganz vorne Gätkes Erben mit 75 Singvogelarten. Aber eine Art mehr oder weniger gab hier den Ausschlag ...
"Birdrace-Wunderland" NRW
Erstmals schafften in diesem Jahr Niedersachsen, Schleswig-Holstein und auf den allerletzten Drücker auch noch Hessen zweistellige Teamzahlen. Das Birdrace-Fieber breitet sich damit auch außerhalb Nordrhein-Westfalens weiter aus. Ebenso ungeschlagen wie ungebrochen ist jedoch der Zuspruch im „Birdrace-Wunderland“: 51 Mannschaften treten alleine hier an! Damit ist auch der Landesmeistertitel heiß umkämpft – und gleichzeitig Ehrensache: in den vergangenen Jahren ging er stets nach Westfalen. Das wollen die rheinländischen Teams natürlich ändern! Werden VIE will rock you ihren gleichermaßen kreativen wie selbstbewussten Teamnamen in die Tat umsetzen und Nordrhein-Westfalen "rocken" und den Landesmeistertitel nicht nur nach Viersen, sondern auch ins Rheinland holen? Bald wissen wir mehr … Fest steht auf jeden Fall: Herford ist Birdrace-Hauptstadt 2008. Dort gehen allein 10 Teams an den Start. Die "Erzrivalen" aus Münster brachten es "nur" auf 9.
Unbesiegbare Spendenkönige?
Ob aus Bochum nicht nur die "Unabsteigbaren", sondern auch die im Spendenrennen Unbesiegbaren kommen, wird der heutige Tag entscheiden. Viermal hintereinander durften sich die BO-Bachter am Ende des Rennens als Spendenkönige krönen lassen. Aber die Konkurrenz schläft im wahrsten Sinne des Wortes nicht: das Team Birding for Nature aus dem Bundesamt für Naturschutz war den Bochumern im vergangenen Jahr schon dicht auf den Fersen. Beide Teams wollen ihr Vorjahresergebnis steigern, ließen sich aber noch nicht ganz in die Karten blicken, wie erfolgreich sie im Vorfeld tatsächlich waren. Doch auch andere Mannschaften schrieben und telefonierten fleißig … Überraschungen sind also nicht ausgeschlossen. Wie auch immer dieses Rennen ausgeht: ADEBAR, der derzeit entstehende neue deutsche Brutvogelatlas, geht auf jeden Fall als Gewinner aus dem Birdrace hervor. Ihm werden die Spenden auch in diesem Jahr zufließen und dafür sorgen, dass die ehrenamtliche Arbeit vieler Tausend ehrenamtlicher Kartierer 2010 in Buchform vorliegen wird.
Wir wünschen allen ein erfolgreiches Rennen und sagen: "Auf die 100, fertig, los!"
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14.04.2008
Das Birdrace als Auftakt des GEO-Tages der Artenvielfalt 2008
Thema des 10. GTA ist "Vielfalt in Schutzgebieten": Wie wird die Artenvielfalt in Schutzgebieten erhalten und gefördert?
Quelle: GEO
Fünf Jahre Birdrace, 10 Jahre GEO-Tag der Artenvielfalt. In diesem Jahr nimmt der jüngere Bruder des etablierten Biodiversitätsprojekts der GEO-Redaktion an Fahrt auf. Große Ziele sind gesetzt: mehr als 100 Teams sollten es in diesem Jahr schon sein. Was liegt also näher, als die Bemühungen um die aktiven Feldforscher in der Bundesrepublik zu bündeln und gemeinsam für eine breite Öffentlichkeit der Biodiversitätsforschung zu arbeiten? "Warm-up" nennt sich neudeutsch, was im wahrsten Sinne die Natur der Sache mit sich bringt: Während der GEO-Tag der Artenvielfalt auf Flora und Insektenfauna setzt, suchen die Birdracer nach möglichst vielen Vogelarten. Und während erstere erst im Frühsommer so richtig los legen, zeigt die Vogelwelt bereits im Mai maximale Artenvielfalt. Und deshalb haben Birdracer schon Spaß in und an der Natur, wenn beim GEO-Tag die Vorbereitungen in die heiße Phase gehen. Dank des Internets können die Ergebnisse des Birdrace nun auch in die große Datenbank des GEO-Projektes fließen und so einen soliden Querschnitt der Vogelwelt Deutschlands dem GEO-Team zur Verfügung stellen.
5 Jahre Birdrace, 10 Jahre GEO-Tag der Artenvielfalt – die beiden Projekte haben noch so manche Idee in petto, wie man das Thema Biodiversität einem großen Publikum öffnen kann. Übrigens: Wer nach dem 3. Mai noch nicht genug bekommen hat, kann am 14. Juni 2008 noch einmal auf die Jagd nach der Artenvielfalt gehen.
05.04.2008
Anmeldung zum 5. Birdrace hat begonnen
Männliche Zaunammer, Ölgemälde von Ron Meier. An wessen Wand wird das Original bald hängen?
Quelle: Ron Meier
Am Samstag, den 3. Mai 2008, steigt das 5. deutschlandweite Birdrace – seit heute läuft die Anmeldung … und endet, so hoffen wir, erstmals mit über 100 Teams! Obgleich eine Registrierung bis eine Minute vor dem Start möglich ist, bitten wir um eine rechtzeitige Anmeldung, damit die voraussichtliche Anzahl an Teams in die Pressemitteilungen vorab einfließen kann. Änderungen in der Mannschaftsaufstellung, im Teamnamen usw. sind bis zum Start problemlos online möglich.
Wichtig: Alle Teams müssen sich – auch bei Beibehaltung ihres Namens und derselben Besetzung wie im Vorjahr – neu anmelden! Nur so ist gewährleistet, dass auch die Ergebnisse der Vorjahre abrufbar bleiben. Diese stehen nun nach den Umbaumaßnahmen in den vergangenen Wochen für taktische Überlegungen, als Herausforderung oder zur eigenen Genugtuung wieder vollständig zur Verfügung.
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Eine Zaunammer ziert die Urkunde
Im vergangenen Jahr erhielt erstmals jeder Teilnehmer das Ergebnis seines Teams in Form einer Urkunde, die ein Blaukehlchen von Christopher Schmidt zierte. In diesem Jahr griff mit Ron Meier wieder ein bekannter und ausgezeichneter Künstler für uns zu Pinsel und Palette. Wie im vergangenen Jahr wird das Original, das er großzügigerweise spendete, unter allen Birdracern verlost, deren Teams das ADEBAR-Projekt mit mindestens 100 Euro unterstützen. Wie in den vergangenen vier Jahren kommen die eingeworbenen Spenden damit wiederum dem derzeit entstehenden deutschen Brutvogelatlas zugute.
Mitmachen lohnt sich …
… in erster Linie natürlich, weil Birdrace schlicht und ergreifend unglaublich viel Spaß macht und von bleibender Erinnerung ist – sowohl was die gemeinsamen Erlebnisse als auch unerwartete Beobachtungen oder unglücklich verpasste Arten anbelangt! Für viele Teilnehmer wird sich die Teilnahme auch wieder in anderer Hinsicht lohnen: Das großartige Engagement vieler Teams für das ADEBAR-Projekt soll auch in diesem Jahr wieder belohnt werden. Bereits 34 Sachpreise – im vergangenen Jahr hätte somit jeder zehnte Birdracer von der Glücksfee bedacht werden können – wurden uns zur Verfügung gestellt, z.B. ein Fernglas von Leica, hochwertige Buchpreise von Kosmos, dem Aula-Verlag und Christ Media Natur sowie 5 einjährige Schnupperabos der Zeitschrift VÖGEL. Eine interessante (und nachahmenswerte) Idee hatte die Nordrhein-Westfälischen Ornithologen-Gesellschaft, um neue Mitglieder zu gewinnen: sie verlost – allerdings nur unter Teams aus NRW – 3 einjährige Mitgliedschaften!
Wir bedanken uns ganz herzlich für die großzügigen Spenden!
Aus eigener Kraft geschafft – das muss mehr Beachtung finden!
Mit 135 Arten landeten Pody & Co. im vergangenen Jahr bundesweit auf dem 11. Platz … nachdem sie 21 Stunden unterwegs und 94 km mit dem Rad sowie 12 km zu Fuß zurückgelegt hatten. Viele weitere Teams verzichteten ebenfalls bewusst auf das Auto und damit auch auf einige Arten, da der Aktionsraum zwangsläufig kleiner wird. Diese umweltfreundliche und ganz im Sinne des Birdraces auch sportlichere Leistung sollte unseres Erachtens eine deutlich stärkere Beachtung finden. Teams, die auf das eigene Auto verzichten, werden deshalb ab diesem Jahr besonders gekennzeichnet.
In diesem Sinne wünschen wir allen eine auch körperlich gute Vorbereitung auf das Birdrace, viel Erfolg bei der Spendersuche und vor allem gutes Beobachtungswetter am 3. Mai!
Weitere Informationen
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17.03.2008
Spannung, Spaß und Artenvielfalt - 5. Birdrace am 3. Mai 2008!
Erlebte Artenvielfalt, Spannung und eine ordentliche Prise Spaß … am 3. Mai geht’s zum 5. Mal beim bundesweiten Birdrace rund.
Quelle: Meister der Herzen
Am 3. Mai 2008 ist es wieder soweit: deutschlandweit treten beim 5. Birdrace Vogelkundler in Teams gegeneinander an, mit dem Ziel möglichst viele Vogelarten innerhalb von 24 Stunden zu sehen oder zu hören. Gewertet wird in drei Kategorien: Neben der Gesamtartenzahl auch die Zahl der Singvogelarten sowie die gesammelte Spendensumme. Wie in den Vorjahren werden die Spenden wieder dem ADEBAR-Projekt zufließen. Erstmals sollen alle Teams besonders gewürdigt werden, die ausschließlich mithilfe der eigenen Muskelkraft oder des öffentlichen Nahverkehrs das Rennen bestreiten.
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Nach einer ersten ">Annäherung" 2007 wird das bundesweite Birdrace in diesem Jahr offizielle Auftaktveranstaltung zum 10. GEO-Tag der Artenvielfalt am 14. Juni 2008. Weitere Informationen hierzu finden sich auf der GEO-Homepage.
Wir wünschen allen Teams eine gute Vorbereitung und erfolgreiche Werbung neuer Birdracer. Schließlich belebt die Konkurrenz im eigenen Kreis die Spannung und den Spaß am 3. Mai … und führt vielleicht dazu, dass wir in diesem Jahr die Schallmauer von 100 Teams durchbrechen. Wir freuen uns ab dem 5. April über zahlreiche Anmeldungen!
Wir haben die Unterlagen aktualisiert, die Rennvorbereitungen können also beginnen:
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19.02.2008
Avifaunistische Informationswochenenden
Bis Ende März stehen in sieben Bundesländern Mitgliederversammlungen und Tagungen mit den Schwerpunkten Brutvogelmonitoring und ADEBAR auf dem Programm – reichlich Gelegenheit, sich über die großen Fortschritte in den vergangenen Jahren und die spannenden Ergebnisse zu informieren. Noch gibt es in den allen Bundesländern Möglichkeiten zu einer Beteiligung am Brutvogelmonitoring … bei Interesse, schauen Sie sich doch einfach einmal bei "Mitmachen beim Monitoring häufiger Brutvögel" in Ihrer Umgebung um. Für alle, die Ihren Namen in der Liste der Mitarbeiter beim Atlas deutscher Brutvogelarten wieder finden möchten: 2008 ist das letzte Kartierjahr, und noch gibt es einzelne unbearbeitete Kartenblätter! Bei Interesse an einer Mitarbeit wenden Sie sich am besten möglichst umgehend bei den zuständigen Landeskoordinatoren, denn mit den Kartierungen der Eulen und Spechte sollte man schon bald beginnen …
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Der Auftakt des Tagungsreigens wird in Bayern am 23.2. in Augsburg gegeben. Weitere Informationen (inkl. Anmeldung) zu dieser Veranstaltung erhalten auf der Homepage des LBV.
Am ersten März-Wochenende folgen gleich 5 Tagungen:
In Trier bekommen am 1.3. insbesondere die an ADEBAR und dem Brutvogelmonitoring Interessierten in Rheinland-Pfalz Einiges geboten … und können dazu beitragen, die im Westen des Landes noch vorhandenen größeren weißen Flecken auf der ABEBAR-Landkarte zu schließen. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der GNOR.
Die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern trifft sich ebenfalls am 1.3. in Güstrow zu ihrer Mitgliederversammlung. Weitere Informationen hierzu finden sich auf der Homepage der OAMV.
Am Sonntag, dem 2.3., folgt in Nordrhein-Westfalen die Mitgliederversammlung der NWO, die nach der erfolgreichen Monitoringtagung Ende Januar nun mit einem bunten Vortragsprogramm zu Seltenheiten, Seawatching und Vögeln in der Agrarlandschaft sowie einem Vogelquiz insbesondere viele junge Beobachter nach Recklinghausen locken will. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der NWO.
In Hessen tagt ebenfalls am 2.3. die HGON in Neu-Anspach. Die Mitgliederversammlung steht in diesem Jahr unter dem Thema „Klimawandel und Vögel“ mit Vorträgen zu aktuellen und künftigen Veränderung in unserer Brutvogelwelt (s. Meldung vom 21.1.) und hessischen Projekten, u.a. über die Reisen des Rotmilans „Frodo“ (s. Meldung vom 4.1.). Weitere Informationen finden Sie auf der HGON-Homepage.
Ebenfalls am 2.3. treffen sich die Ornithologen aus Schleswig-Holstein und Hamburg in Fockbek bei Rendsburg zu ihrer Mitgliederversammlung, u.a. mit mehreren Vorträgen aus den Monitoringprogrammen. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der OAG für SH und HH.
Den Schlusspunkt des Tagungsreigens bildet am 29./30.3. die 18. Jahrestagung des Vereins Thüringer Ornithologen in Mühlberg. Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie auf der Homepage des VTO.
Wir wünschen viel Spaß bei den Tagungen – nutzen Sie die Gelegenheiten zur Information und Motivation für die bevorstehende Brutvogelsaison!
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18.02.2008
Spiegel-Online berichtet über engagierte ehrenamtliche Vogelbeobachter
"Hobbyforscher helfen Wissenschaftlern aus" – unter diesem Titel erschien vergangene Woche ein Beitrag auf Spiegel-Online, in dem u.a. auf das große Engagement Ehrenamtlicher im Vogelmonitoring eingegangen wird. Eine schöne Resonanz, die verdeutlicht, dass die hohe Motivation, die fachliche Qualifikation und die großartigen Ehrenamtlicher (Vogel)Beobachter zunehmend in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird!
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21.01.2008
Triel statt Trauerschnäpper? Neuer Atlas prognostiziert die Verbreitung europäischer Brutvögel am Ende des 21. Jahrhunderts
Wiesenpieper könnten den Prognosen zufolge im Jahr 2100 in Deutschland auf den Alpenrand und die Küste beschränkt sein.
Quelle: Jan Ole Kriegs
Vier der sechs wärmsten Jahre seit Beginn des 20. Jahrhunderts erlebten wir in Deutschland seit dem Jahr 2000 – inzwischen wird sogar auf höchster politischer Ebene nicht mehr darüber diskutiert, ob wir Menschen für den Klimawandel maßgeblich verantwortlich sind, sondern über dessen Folgen bzw. darum gerungen, wie allzu Gravierendes für die Menschheit verhindert werden könnte.
Eine Erwärmung des Klimas wird unzweifelhaft auch seine Spuren in der Vogelwelt hinterlassen, in zahlreichen Publikationen sind bereits Anpassungen des Zugverhaltens oder der Brutbiologie dokumentiert. Ebenso wird die Einwanderung gerade von Arten mit südlichen Verbreitungsschwerpunkten oft mit einer Erwärmung des Klimas erklärt. Doch welche langfristigen Auswirkungen der klimatischen Veränderungen sind zu erwarten?
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Der jüngst erschienene Climatic Atlas of European Breeding Birds gibt die Antworten für über 400 europäische Vogelarten und prognostiziert deren Brutverbreitung am Ende dieses Jahrhunderts. Zugrunde gelegt werden die Angaben des 1997 vom European Bird Census Council (EBCC) herausgegebenen Atlas of European Breeding Birds, an dessen Entstehung der DDA in Person von Goetz Rheinwald maßgeblich beteiligt war. Die dort wiedergegebene Verbreitung wird über eine Kombination Ende des 20. Jahrhunderts herrschender klimatischer Bedingungen (z.B. Winterhärte, Länge der Wachstumsperiode) erklärt und die Entwicklung dieser Parameter auf das Ende des 21. Jahrhunderts projiziert. Dabei wird von einer mittleren Entwicklung des weltweiten Ausstoßes klimaschädlicher Treibhausgase ausgegangen.
Großräumige Verlagerungen: Verlierer …
Die prognostizierten Veränderungen sind gewaltig: das Verbreitungszentrum der europäischen Brutvogelarten wird sich im Mittel um fast 550 Kilometer nach Nordosten verlagern und das besiedelte Areal dadurch um durchschnittlich ein Fünftel reduzieren. Insbesondere arktisch und subarktisch verbreitete Arten sind daher die Hauptleidtragenden (sie verlieren durchschnittlich die Hälfte ihres derzeitigen Brutgebiets). Aber auch Vogelarten mit kleinen Verbreitungsgebieten werden voraussichtlich besonders unter den Veränderungen leiden (und möglicherweise weltweit aussterben), da sich ihr prognostiziertes Verbreitungsgebiet nicht mehr mit ihrem derzeitigen überschneidet (z.B. Mittelmeer-Sturmtaucher, Korallenmöwe, Sardengrasmücke). Nach den Vorhersagen wird auch in der Brutvogelwelt hierzulande Vieles anders sein, als es der neue deutsche Brutvogelatlas festhalten wird: Schreiadler, Waldwasserläufer, Mittelsäger könnten ebenso ganz verschwinden wie derzeit noch deutlich zunehmende Arten wie Fischadler und Kranich! Bei vielen heute noch weit verbreiteten Arten wird die Verbreitung deutlich lückiger, z.B. bei Heckenbraunelle, Schwarzspecht, Singdrossel oder den Goldhähnchen. Auch Haussperlinge dürften die Jüngsten unter uns am Ende ihres Lebens wesentlich seltener antreffen.
… aber auch Gewinner
Einige Vogelarten werden auch von den Veränderungen profitieren, allerdings weniger als darunter leiden werden. In Deutschland dürften Arten wie Zwergohreule, Bienenfresser, Wiedehopf Orpheusspötter am Ende des Jahrhunderts wesentlich weiter verbreitet und häufiger sein, Rotkopfwürger könnte man auch in Norddeutschland bei Brutvogelkartierungen antreffen, ebenso Triele, Zipp- oder Zaunammern. Auch dürften dann die ersten Brutnachweise von Kurzzehenlerchen erbracht worden sein und Rothühner nach Jahrhunderten der Abwesenheit einem wieder über den Weg laufen.
Hoffentlich werden sich nicht alle Prognosen bewahrheiten. Fest steht aber, dass sich gewaltige Veränderungen ergeben und damit auch auf den Natur- und Artenschutz große Herausforderungen zukommen werden. Nur wenn die künftigen Schutzbemühungen die möglichen Veränderungen berücksichtigen, werden sie Erfolg haben können.
Also: Machen Sie mit bei ADEBAR oder den Monitoringprogrammen!
Erst anhand möglichst lückenloser Verbreitungskarten und belastbarer Informationen zur Bestandsentwicklung lassen sich die tatsächlichen Veränderungen dokumentieren!
Ausführliche Informationen zu den Beteiligungsmöglichkeiten finden Sie auf unseren Seiten.
Falls Sie ausführlichere Informationen über den Inhalt des Werks suchen: Norbert Schäffer hat für die Februar-Ausgabe der Zeitschrift Der Falke den Atlas ausführlich analysiert. Der Beitrag steht unter www.falke-journal.de als PDF zur Verfügung. Darin erfahren Sie auch Näheres zum Bezug des bei Lynx Edicions erschienen Atlanten.
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23.11.2007
ADEBAR: In Thüringen wird auf allen TK25-Blättern kartiert!
Dr. Stefan Jaehne, neuer Leiter der Thüringer Vogelschutzwarte, zeigte erste Kartenentwürfe, u.a. zum Kolkraben in Thüringen.
Quelle:
Trotz des ersten Wintereinbruchs trafen sich am 10. November 48 Ornithologen zum 4. Thüringer Kartierertreffen in Mühlberg, ausgerichtet vom Verein Thüringer Ornithologen. Hinsichtlich des Bearbeitungsstandes für ADEBAR zog Stefan Frick ein erfreuliches Fazit nach drei Kartierjahren: auch die letzten bislang unbesetzten Blätter der Topografischen Karte 1:25.000 (TK25) konnten zumindest teilweise vergeben werden! Wie auch in anderen Bundesländern wird in Thüringen auf Basis der TK25-Viertel kartiert, um erstmals einen detaillierten landesweiten Brutvogelatlas herauszugeben. Der Rücklauf verläuft naturgemäß noch etwas schleppend, nach derzeitigem Stand liegen Ergebnisse für 200 TK25-Quadranten aus 69 TK25 vor – das sind ca. 40 % der zu erfassenden Fläche.
"Aber wir sind zuversichtlich, alle wesentlichen Lücken schließen zu können!", darin waren sich alle einig.
Dieses Jahr stand erstmals ein Überblick aller laufenden Monitoring-Projekte auf dem Programm. Stefan Frick berichtete über das "neue", Manfred Großmann über das "alte" Monitoring der häufigen Brutvögel, Stefan Jaehne über das Monitoring seltener und gefährdeter Arten, Joachim Blank über das Greifvögel- und Eulen-Monitoring, Andreas Geodecke über das Integrierte Singvogel-Monitoring und Frank Radon über das Monitoring der rastenden Wasservögel. Mit einer in diesem Jahr neu gegründeten AG Monitoring wird versucht, die verschiedenen Programme in Thüringen besser zu vernetzen und regelmäßig einen breiteren Kreis über den aktuellen Stand zu informieren. Auf dem diesjährigen Mitarbeitertreffen kam die "bunte Mischung" jedenfalls gut an und trug zur Motivation aller Beteiligten bei!
Weitere Informationen
22.10.2007
ADEBAR: Brandenburg bleibt Spitze!
Mit 243 von 246 vergebenen und 155 fertig bearbeiteten TK25-Kartenblättern ist Brandenburg unter den Flächenbundesländern weiterhin Spitze bei der Erfassung der heimischen Brutvogelwelt für den Atlas deutscher Brutvogelarten. Dies und mehr können Sie im aktuellen Rundschreiben der ABBO sowie auf der Homepage nachlesen.
Wir möchten hiermit alle Kartierer, die ihr TK bereits vollständig bearbeitet haben, ermuntern, in den kommenden Wochen die Ergebnisse auszuwerten und spätestens als "Weihnachtsgeschenk" dem zuständigen Koordinator zukommen lassen. Vielleicht sehen wir dadurch ja demnächst ein anderes Bundesland an erster Stelle im ADEBAR-Bearbeitungsstand?
Weitere Informationen
04.07.2007
ADEBAR – Zweiter Bericht liegt vor!
Wie ist der ADEBAR-Stand im Land?
Quelle: DDA
Die laufende Brutsaison ist nahezu abgeschlossen. In einem Frühjahr der Extreme mit einem ungewöhnlich heißen April und eher nasskaltem Mai und Juni haben auch im dritten ADEBAR-Jahr wieder mehr als 2.500 ADEBAR-Kartierer unter großen Anstrengungen die Brutbestände der heimischen Vogelarten erfasst und ausgewertet – auf inzwischen mehr als 75 % der Bundesfläche!
Ein guter Zeitpunkt also, um sich bei allen Unterstützern und Mitarbeitern herzlich zu bedanken und die Vorbereitungen für den Endspurt einzuleiten. Aus diesem Anlass hat die Stiftung Vogelmonitoring Deutschland jetzt in Zusammenarbeit mit dem DDA den zweiten Bericht zum ADEBAR-Projekt herausgegeben.
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Der aktuelle Bericht bietet wieder viel Interessantes: In seinem Vorwort stellt Umweltminister Siegmar Gabriel den hohen Stellenwert von Vogelbestandsdaten für die nationale Strategie zum Erhalt der biologischen Vielfalt heraus. Diesem Thema ist auch ein Beitrag von Ulrich Sukopp aus dem Bundesamt für Naturschutz gewidmet, der den "Nachhaltigkeitsindikator für die Artenvielfalt" vorstellt.
Aus dem Monitoring häufiger Brutvögel ist die gute Nachricht zu vermelden, dass erste - zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch vorläufige - Hochrechnungen vielversprechende Testergebnisse liefern. Martin Flade und Johannes Schwarz kündigen an, für ADEBAR 20jährige Bestandstrends aus dem "alten" Monitoringprogramm häufiger Arten beisteuern zu wollen, und Ubbo Mammen stellt das große Potenzial des "Monitorings Greifvögel und Eulen" vor, das für diese aufwändig zu erfassenden Arten viele wichtige Daten liefern wird. Fakten und Hintergründe zur Vitalität der heimischen Vogelpopulationen dürfen wir aus dem "Integrierten Monitoring von Singvogelpopulationen" erwarten. Zudem enthält das Heft erneut einen umfassenden Überblick über den beeindruckenden Arbeitsstand in allen Bundesländern.
Unter der Zwischenüberschrift "Von Daten zu Taten" zeigt die Heinz Sielmann Stiftung, herausragender Förderer des ADEBAR-Projektes, zwei konkrete Artenschutzprojekte (Steinkauz und Bienenfresser) auf, die aufgrund erster ABEBAR-Ergebnisse in Angriff genommen wurden. Beigefügt ist jedem Bericht, der an alle Mitarbeiter des ADEBAR-Projektes wie auch des DDA-Monitorings häufiger Brutvögel kostenlos abgegeben wird, ein preisgekrönter Amateurfilm von Susanne Hoffmann: „Für ADEBAR unterwegs“ ist das filmische Tagebuch spannender Kartierungsarbeiten.
Alle übrigen Interessenten können die 40seitige Broschüre sofort über den DDA-Schriftenversand beziehen.
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06.05.2007
4. bundesweites Birdrace ein Rennen der Rekorde
Arten satt im Watt und im übrigen Kreis Nordfriesland: Das Nord-Seh-Team - mit 167 Arten auf Platz 1 - unterwegs im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer.
Quelle: Nord-Seh-Team
Nun, da die Ferngläser wieder ein wenig ausruhen dürfen, zeigt sich so langsam, dass das 4. bundesweite Birdrace gestern ein wahrlich rekordverdächtiges Rennen war: 90 Teams mit 337 TeilnehmerInnen waren um Mitternacht – um diese Uhrzeit ging’s für viele tatsächlich los – an den Start gegangen. So viele wie nie zuvor. Bei bestem Rennwetter in den meisten Teilen Deutschland wurde gestern wirklich großer Sport geboten: viele Teams hatten sich offensichtlich Einiges vorgenommen und bestens vorbereitet, so dass die Rekorde nur so purzelten und die meisten Team mit deutlich höheren Artenzahlen ins Bett fielen. Sowohl die vermutlichen Sieger, das Nord-Seh-Team aus Nordfriesland, als auch das zweitplatzierte Team Cuxland - Schwenke Geo Consult übertrafen mit fast schon sensationellen 167 bzw. 164 Vogelarten den bisherigen Rekord von 161 Arten aus dem Jahr 2004. Die drittplatzierten, Gätkes Erben aus Lüneburg, verbesserten ihre eigene Bestmarke mit 157 Arten deutlich und stellten damit den "Binnenlandrekord" ein, Pody & Co. kamen nur mit dem Fahrrad und zu Fuß (!) auf 135 Arten, die Raumpatroullie Oriolus aus Münster lag mit 134 Arten im konkurrenzreichsten Bundesland souverän vorne und stellte gleichzeitig einen neuen NRW-Rekord auf ... sicherlich könnte man über jedes Team eine kleine Geschichte schreiben.
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Die neue Sonderwertung Singvögel hielt was sie versprach, denn es ging nicht nur sehr knapp zu, sondern es waren die binnenländischen Teams, die am Ende ganz vorne lagen: Gätkes Erben konnten mit hervorragenden 75 Arten als einzige eine recht deutliche Differenz zwischen sich und die Konkurrenz legen. Rang 2 ging noch tiefer ins Binnenland, und zwar an Die Ackermännerchen aus Nordhessen mit 72 Arten. Den dritten Platz teilten sich mit einer Art weniger gleich drei Gruppen: das Team Cuxland - Schwenke Geo Consult sowie die hessischen Ornis im Einsatz und die sächsischen SpeedBirder, knapp gefolgt von Hügelland aus Rheinland-Pfalz mit 70. Die Singvogelwertung war also eine echte Bereicherung des Wettbewerbs.
Mit der intensivsten Vorbereitung aller Teams – über 50 Schreiben an potenzielle Spender wurden im Vorfeld verschickt – legten die BO-bachter den Grundstein für unglaubliche 3.030 Euro, womit sie die unangefochten Spendenkönige bleiben und wieder einmal einen neuen Rekord aufstellten! Von Null auf 2.263 Euro katapultierten sich Birding for Nature aus Bonn in ihrem ersten Birdrace und landeten damit souverän auf dem zweiten Platz vor dem Nord-Seh-Team, die mit 1.135 Euro wie im vergangenen Jahr auf Rang 3 landeten. Mit über 15.000 Euro wurde das Spendenergebnis des vergangenen Jahres wieder übertroffen!
Wir danken allen Spendern und Teams für ihr großartiges Engagement für ADEBAR!
Nur die Gesamtartenzahl wird wohl sicherlich hinter den 274 Arten aus dem Vorjahr zurückbleiben – es fehlte in diesem Jahr ein Team, das die Alpenhänge hochkraxelte. Auch ohne die Alpenarten kamen einige exklusive Arten zusammen: 2 Doppelschnepfen, 1 Steppenweihe, 1 Mornellregenpfeifer, 1 Zitronenstelze, mind. 4 Rotfußfalken, 1 Skua, je 1 Weißflügel- und Weißbartseeschwalbe – die anhaltend östlichen Winde zeigten somit ihre Wirkung.
Den Rückmeldungen nach zu urteilen, hat das Wettbeobachten einmal mehr riesigen Spaß gemacht, für viele große und kleine Freuden gesorgt (und natürlich auch das eine oder andere "Grrrrrh"), vor allem aber einen tollen Tag beschert. Wir freuen uns schon jetzt auf den 3.Mai 2008 ...
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05.05.2007
4. bundesweites Birdrace mit Rekordbeteiligung gestartet
Um Mitternacht starteten die ersten der 90 Teams zum 4. bundesweiten Birdrace des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten. Die guten Wetteraussichten "überredeten" in den letzten Tagen wohl noch einige Teams, denn mit einer solch deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahr hatten wir nicht gerechnet: über 330 Vogelbeobachter versuchen heute zwischen Usedom und Breisgau in ihren Landkreisen so viele Vogelarten wie möglich zu sehen oder zu hören. Favoriten auf die ganz vorderen Plätze sind wiederum die Mannschaften von der Küste, allen voran die Cuxländer, die bei allen drei Austragungen auf dem ersten Platz landeten, das Nord-Seh-Team, das im vergangenen Jahr ebenfalls auf 159 Arten kam sowie Wannacks Topti(c)ker, die auch in der inoffiziellen Wortwitzwertung die Nase ganz weit vorne haben. Doch nicht nur bei den letztjährigen Dritten, auch bei allen anderen Teams drückt sich der Spaß bereits im Teamnamen aus: ARKONAuten, Usedommeln, Raumpatroullie Oriolus, Enger am Spektiv und wie sie alle heißen. [mehr]
Geht man nach den Ergebnissen des vergangenen Jahres, so wird′s in der Sonderwertung "Singvögel" ganz eng zugehen. Aber vielleicht stellen auch einige der binnenländischen Teams ihre Taktik um? In 24 Stunden wissen wir, wer im „DFB-Pokal des Birdraces“ die Nase vorn hatte ...
Im Rennen um die Krone der Spendenkönige bekommen die bisher alleine regierenden BO-bachter ernsthafte Konkurrenz aus dem eigenen Bundesland: Birding for Nature, dem Team des Bundesamtes für Naturschutz in Bonn könnte beim ersten Start ein echter Coup gelingen. Entscheiden wird hier nun die Artenzahl, die beide Teams heute beobachten werden.
Wie auch immer dieses und andere Duelle ausgehen, am gewinnnen auf jeden Fall zwei: der Spaß an der Vogelbeobachtung und ADEBAR, der Atlas deutscher Brutvogelarten, dem die Spenden zugute kommen werden.
em>Wir wünschen allen Teams gute Laune ... auch wenn′s mit der einen oder anderen sicher geglaubten Art einfach nicht klappen will! [weniger anzeigen]
03.05.2007
Christopher Schmidt gestaltet Birdrace-Urkunde – Original wird "versteigert"!
Mit Rekordbeteiligung und zumindest bei überwiegend gutem Wetter fällt am Samstag zum vierten Mal der Startschuss für ein bundesweites Birdrace. Neben der Sonderwertung „Singvögel“ wird es in diesem Jahr noch etwas geben, das hoffentlich die Motivation von allen steigern wird: Es wird erstmals eine Urkunde für alle Teilnehmer geben, und zwar eine, für die Christopher Schmidt exklusiv für uns den Pinsel in die Hand genommen hat!
Eine solche Urkunde wird es künftig jedes Jahr geben – jeweils von einem anderen Künstler gestaltet, der oder die das Original als ihren Beitrag für das durch das Birdrace unterstützte Projekt zur Verfügung stellen. Um das Kunstwerk in einen geldwerten Betrag umzumünzen, haben wir uns überlegt, das Original auf etwas andere Art und Weise zu versteigern: es wird unter allen Teilnehmern verlost, deren Teams mindestens 100 Euro oder 1 Euro pro Art für ADEBAR einwerben – ein echter Schmidt ist ja durchaus etwas Besonderes. Wir hoffen, unsere Glücksfee zieht letztendlich auch denjenigen, der oder die den Löwenanteil der Spenden dem Team zugeführt hat. Wir wünschen viel Glück ... nun aber vor allem eine gute Vorbereitung auf den Samstag!
24.04.2007
„Für ADEBAR unterwegs“ auf internationalem Naturfilmfestival NATURALE 2006/2007 ausgezeichnet!
Die Preisträgerin Susanne Hoffmann.
Quelle: S. Hoffmann
Für ihren wunderbaren Film
"Für ADEBAR unterwegs" wurde Susanne Hoffmann aus Grafrath am 14. April 2007 von der NATURALE 2006/2007 im Rahmen der festlichen Preisverleihung mit der Auerhahnmedaille in Bronze geehrt. Unseren herzlichsten Glückwunsch!
Veranstaltet wird das Internationale Naturfilmfestival NATURALE, das in diesem Jahr sein 20. Jubiläum feiert, vom Pfalzmuseum für Naturkunde – POLLICHIA-Museum in enger Zusammenarbeit mit der Naturale-Gesellschaft e.V.
Susanne Hoffmann, Hobbyfilmerin aus Bayern, wurde in der Kategorie "Amateure" für ihr filmisches Tagebuch der spannenden Naturerlebnisse einer Mitarbeiterin am bundesweiten ADEBAR-Projekt ausgezeichnet. Für sie nichts Neues, denn gleich zweimal gewann sie den Goldenen Auerhahn, und das hintereinander – bei den Amateur-Wettbewerben 1999 (
"Mehrfamilienhaus zu vermieten") und 2000 (
"Hallo Natur!").
Alle ADEBAR-Mitarbeiter – und hoffentlich noch viele weitere – dürfen sich jetzt auf ein besonderes Schmankerl freuen: „Für ADEBAR unterwegs“ wird als DVD dem zweiten Projektbericht beiliegen, der Anfang Mai ausgeliefert werden wird. Zeigen Sie diesen Film Ihren Freunden und Bekannten und Sie werden sicher die eine oder den anderen für unser faszinierendes Hobby begeistern können!
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14.04.2007
Anmeldung zum Birdrace hat begonnen!
3–5 Beobachter bilden eine Mannschaft beim Birdrace, mit dem Ziel am 5. Mai zwischen 0 und 24 Uhr so viele Vogelarten wie möglich auf ihrem Kreisgebiet zu sehen oder zu hören. Mitmachen können alle, die gerne Vögel beobachten.
Quelle: Team Foto Wannack 2005
Noch vor dem offiziellen Beginn der Anmeldungen heute Morgen trugen sich die Thüringer Becken-Birders in die Startliste ein – als erstes thüringer Team überhaupt übrigens! Wenn alle Mannschaften so heiß sind, dann stehen die Chancen nicht schlecht, dass das ohnehin schon hervorragende Vorjahresergebnis mit knapp 300 Beobachtern in 74 Teams nochmals übertroffen werden kann. Wird es in diesem Jahr gelingen, dass es tatsächlich ein bundesweites Birdrace wird und Teams aus allen Bundesländern antreten?
Die größte Konkurrenz um einen Landesmeistertitel wird es sicherlich wieder in Nordrhein-Westfalen geben, das mit 32 Teams im letzten Jahr das Gros der Mannschaften stellte. Mit alleine je sieben Teams lagen die Kreise Herford und Münster vor den meisten Bundesländern – Birdrace ist dort schon fast zum Breitensport geworden. Teilweise lagen über 40 Arten zwischen den Mannschaften in diesen Kreisen – viel Spaß hatten trotzdem alle! Natürlich geht es darum, möglichst viele Arten zu entdecken (die neue Sonderwertung
">Singvögel" verspricht dabei zusätzliche Spannung), aber bei allem Ehrgeiz steht doch vor allem der gemeinsame Spaß im Vordergrund. Mit anderen Worten: Dabei sein ist alles – mitmachen können alle, die gerne Vögel beobachten!
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Über möglichst viele Mannschaften würde sich auch das ADEBAR-Projekt freuen, das im vergangenen Jahr mit über 12.000 Euro unterstützt werden konnte und dem auch in diesem Jahr die Spendeneinnahmen zugute kommen werden. Alle Teams, die eine finanzielle Unterstützung einwerben können, wandern bei der Verlosung Sachpreise übrigens in einen besonderen Lostopf. Und darin befinden sich u.a. ein Leica Trinovid 8x20 sowie wertvolle Buchpreise aus dem Aula-Verlag ... etwas Kreativität und Überzeugungskraft gegenüber Firmen, Verwandten oder Bekannten beim Einwerben von Spenden lohnt sich also!
Eine finanzielle Unterstützung ist allerdings keine Voraussetzung zur Teilnahme und schon gar nicht für die zeitnahe Anmeldung. [weniger anzeigen]
10.04.2007
Bundesweite Kartierung des Jahresvogels 2007 hat begonnen!
Ein möglichst vollständiges Bild der Verbreitung und Häufigkeit der Turmfalken soll 2007 ermittelt werden.
Quelle: Jan Ole Kriegs
Schon mehrere hundert Vogelfreunde haben bereits zugesagt, sich an der aktuellen Bestandserfassung von Turmfalken zu beteiligen – doch es gibt noch immer viele Gebiete, für die dringend Kartierer gesucht werden. Deshalb können Kurzentschlossene jetzt noch einsteigen. Denn die Kartierung des
"Jahresvogels 2007" wird auch für den neuen Vogelatlas ADEBAR wertvolle Daten liefern.
Und so geht′s: Entlang einer frei wählbaren Wegstrecke sind bis Ende Juni drei Begehungen durchzuführen, bei denen jeder gesichtete Turmfalke notiert werden soll. Kartiereinheit ist in der Regel ein Quadrant der Topographischen Karte 1:25.000. Um einen möglichst zuverlässigen Eindruck von den Revieren der Turmfalken zu bekommen, empfiehlt es sich auch, Kontakt mit Kirchenvertretern, Landwirten oder anderen Ortskundigen aufzunehmen.
ADEBAR-Mitarbeiter erhalten den Meldebogen in Kürze mit dem zweiten Projektbericht. Alle ADEBAR-Mitarbeiter werden gebeten, den von ihnen ermittelten oder geschätzten Paarbestand (in ADEBAR-Größenklassen) vorab an die Atlaszentrale zu melden.
Übrigens: Unter allen bis Ende August erfolgten Einsendungen werden zehn Bände des großformatigen Naturführers Greifvögel Europas, Nordafrikas und Vorderasiens von Theodor Mebs und Daniel Schmidt verlost.
05.04.2007
ADEBAR: Brandenburg Spitze!
ADEBAR-Vergabestand in Brandenburg
Quelle: ABBO
In ihrem aktuellen Rundbrief berichtet die Arbeitsgemeinschaft Berlin-Brandenburgischer Ornithologen (ABBO) über die enormen Fortschritte, die dank Kati Hielschers großartigem Einsatz bei der Umsetzung des ADEBAR-Projektes erzielt wurden. Für über 40 % der 246 zu bearbeitenden TK liegen bereits die Ergebnisse der Kartierung vor.
Nach Sachsen, das aufgrund der bereits im Vorfeld des ADEBAR-Projektes angelaufenen eigenen Atlaskartierung inzwischen 100 % der Landesfläche abgedeckt hat und hier deshalb aus der Wertung des Ländervergleichs herauszunehmen ist, dürfte von den Flächenbundesländern Brandenburg damit bundesweit an der Spitze stehen. Mit Thüringen und Sachsen-Anhalt sind den Brandenburgern übrigens zwei weitere ostdeutsche Bundesländer dicht auf den Fersen. Insgesamt liegt der Vergabestand aber in allen Bundesländern inzwischen bei über 60 % – ein toller Erfolg, für den wir uns bei allen Mitarbeitern herzlich bedanken wollen.
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27.03.2007
4. bundesweites Birdrace am 5. Mai – mit Sonderwertung „Singvögel“
Hätte es auch im vergangenen Jahr eine Sonderwertung „Singvögel“ gegeben, so wäre das „Asiola-Quartett“ aus Nordwest-Mecklenburg auf Platz 1 gelandet. Auf Platz 3 kamen bereits „Die Feuchtkehlchen“ ein ... ein Team tief aus dem Binnenland!
Quelle: Asiola-Quartett
Spätestens seit dem das herrliche Frühlingswetter der letzten Tage den Schneeregen vertrieben hat, juckt es wieder im Zeigefinger ... die Ferngläser werden wieder scharf gestellt, die ersten Schwalben begrüßt und eh man sich versieht, ruft′s auch wieder "Kuckuck" aus dem Wald. Und schon ist wieder der erste Samstag im Mai und damit Start zum mittlerweile 4. bundesweiten Birdrace. Es geht also schon bald wieder rund, höchste Zeit mit den ersten Vorbereitungen zu beginnen, bei den Kartierungen und Exkursionen die sichersten Stellen für Spechte und Eulen "klarzumachen", das Team zusammen- und das erste Mal taktische Überlegungen anzustellen. Denn die könnten in diesem Jahr mit der Sonderwertung "Singvögel" mehr als in den vergangenen Jahren eine Rolle spielen: Neben der Anzahl der insgesamt in 24 Stunden beobachteten Arten, bei dem die Meister im Wettbeobachten auf Bundes- und Landesebene gesucht werden, zeichnen wir in diesem Jahr auch die Teams aus, die die meisten Singvogelarten gesehen oder gehört haben. Damit haben auch Teams aus dem Binnenland eine echte Chance auf einen ganz vorderen Platz auf Bundesebene – sozusagen der DFB-Pokal im Birdrace!
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Werden die Cuxländer zum vierten Mal die meisten Arten einheimsen oder schaffen es die letztjährigen Senkrechtstarter vom Nord-Seh-Team alleine auf Platz 1? Und kann den BO-bachtern im Rennen um die Krone der Spendenkönige ein anderes Team zumindest nahe kommen? Man hörte, dass sie einen neuen Spendenrekord anvisieren ... das ADEBAR-Projekt, dem auch in diesem Jahr die Spendeneinnahmen zufließen werden, kann sich also hoffentlich wieder auf eine satte Finanzspritze freuen. Fast 25.000 Euro kamen alleine durch das Birdrace bei den vergangenen drei Austragungen des Birdraces zusammen!
Ab dem 14. April läuft die Anmeldung, alle Unterlagen sind aktualisiert ... es ist also angerichtet, die Vorbereitungen können beginnen!
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24.02.2007
Probeflächen aus der Vogelperspektive: Das Informationssystem „Mitmachen! – Vogelzählung in Deutschland“
Auf den Probeflächen des Monitoringprogramms stehen häufige Arten wie die Goldammer im Mittelpunkt.
Quelle: DDA
"Ja, ich habe schon Interesse, aber wie sieht denn die Probefläche aus, auf der die Begehungen stattfinden sollen?" Was bislang nur mit größerem Aufwand und vor allem Fantasie möglich war, ist ab sofort nur ein paar Klicks entfernt: Im Rahmen der Tagung zum Vogelmonitoring in Bayern eröffnete Alexander Mitschke, bundesweiter Koordinator des Monitorings häufiger Brutvögel, heute in Augsburg das Informationssystem "Mitmachen! – Vogelzählung in Deutschland". Darin können Sie ganz spielerisch erkunden, wo sich in Ihrer Nähe Probeflächen des Monitorings häufiger Brutvögel befinden, ob diese noch frei sind und vor allem anhand von Luftbildern sozusagen aus der Vogelperspektive ansehen, wie die Fläche strukturiert oder wie sie zu erreichen ist.
Derzeit können Sie nach den 1000 Probeflächen der bundesweiten Stichprobe suchen. Bis zum Start der ersten Kartierphase (10.–31. März) werden wir auf Wunsch mehrerer Landeskoordinatoren auch das erweiterte Probeflächennetz für einzelne Bundesländer integrieren. Wenn Sie schon jetzt wissen wollen, ob sich eine dieser Flächen in Ihrer Nähe befindet, wenden Sie sich bitte an Ihren Landeskoordinator.
Viel Spaß beim Erkunden und natürlich beim
Mitmachen bei der Vogelzählung in Deutschland!
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23.02.2007
Brutvogelkartierungen beginnen - Mitarbeiter gesucht!
Das „Wieze-wieze“ der Tannenmeisen ist in Gärten und Wäldern bereits zu hören.
Quelle: Hendrik Weindorf
Misteldrosseln, Meisen und Spechte singen und trommeln bereits landauf landab – der Frühling ist unterwegs und damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den bundesweiten Erfassungsprogrammen: insbesondere für das
ADEBAR-Projekt wird bereits wieder fleißig kartiert, aber auch für die am 10. März beginnende Kartiersaison des
Monitorings häufiger Brutvögel laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.
Wer sich über die bundesweiten und regionalen Projekte informieren will, hat dazu in den kommenden Wochen reichlich Gelegenheit: gemeinsam mit unseren Mitgliedsverbänden informieren wir auf zahlreichen Tagungen über die beeindruckenden Ergebnisse aus den vergangenen Jahren und die Beteiligungsmöglichkeiten in diesem Frühjahr. Auf allen Veranstaltungen geben die landesweiten Koordinatoren einen umfassenden Überblick über die Situation auf Landesebene und erläutern ausführlich die Erfassungs- und Auswertungsmethoden. Also DIE Gelegenheit in die Mitarbeit bei diesen spannenden Projekten hineinzuschnuppern und sich bei "alten Hasen" zu informieren.
Eine Übersicht über die Veranstaltungen finden Sie in unserem
Kalender.